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Beiträge von smaugthegolden
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Rezensionen verfasst von
smaugthegolden

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The Prisoner - Freiheit ist nur eine Illusion [3 DVDs]
The Prisoner - Freiheit ist nur eine Illusion [3 DVDs]
DVD ~ James Caviezel
Wird angeboten von buch_und_medien_handel Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 17,99

5.0 von 5 Sternen Matrix lässt grüßen, 29. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe die Serie zum ersten Mal auf youtube geschaut und leider wenig verstanden, dann die DVD gekauft, bessere Qualität und siehe da - eigentlich wird ja alles in den letzten beiden Folgen erklärt. Wenn man von Anfang an dann die richtige Sichtweise hat, ist es nicht so kompliziert und auch nicht schlimm, wenn ein paar Fragen offen bleiben. Die Szenerie ist eine Augenweide und es hat mich erstaunt, dass das Dorf so tatsächlich in Namibia als Ferienhaussiedlung existiert. Die Farben sind geschmackvoll, Kostüme und Gebäude passen super und stehen im Kontrast zu den Szenen in der Realität. Die schauspielerische Leistung der drei Hauptcharaktere ist überzeugend, genauso überzeugend auch die Folge Schizophrenie, in der sich der Charakter von 2 aufteilt in zwei Persönlichkeiten, Caviezel überträgt das gekonnt in seiner dezenten Art. Was mir auch gefallen hat ist die Ausstattung des DVD-Pakets mit Extras. Zu jeder Folge gibt es ein Making Of, nicht gezeigte Szenen (die teilweise sehr aufschlussreich sind) und Erklärungen des Autors. Man kann sich am Ende wirklich nur wundern, warum solche Produktionen nur sehr wenig Aufmerksamkeit bekommen und einige wenige schlechte Rezensionen dann federführend werden.


MAKI Herren Strickpullover Strick Pullover Jacke Hoodie Hoody Weiss S
MAKI Herren Strickpullover Strick Pullover Jacke Hoodie Hoody Weiss S
Wird angeboten von BESTSALES-STORE
Preis: EUR 39,95

4.0 von 5 Sternen Vorsicht färbendes Etikett, 21. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dar Pulli ist sehr schön, angenehm zu tragen, prägnante Optik. Er lässt sich auch gut bei 30 Grad waschen, allerdings hat er an der Vorderseite ein kleines Lederetikett, das orange ausfärbt. Ich rate, es gleich zu entfernen.


OZONEE Herren Steppjacke Winterjacke Sweatjacke J. STYLE 3051 SCHWARZ M
OZONEE Herren Steppjacke Winterjacke Sweatjacke J. STYLE 3051 SCHWARZ M
Wird angeboten von OZONEE
Preis: EUR 51,95

5.0 von 5 Sternen Sehr zu empfehlen, 18. Februar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Jacke ist dicker als das Bild erwarten lässt. Schönes, stabiles Material, schöne moderne Optik, gute Passform und aufwändige Kapuze, die leicht abgenommen werden kann. Hier stimmt das Preis-Leistungsverhältnis.


Ray Donovan - Season 1 [4 DVDs]
Ray Donovan - Season 1 [4 DVDs]
DVD ~ Liev Schreiber
Preis: EUR 11,49

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder mal Scheiße gebaut? Ray Donovan kümmert sich drum., 8. Februar 2016
Rezension bezieht sich auf: Ray Donovan - Season 1 [4 DVDs] (DVD)
Ray Donovan (Staffel 1+2)

Ray Donovan ist eine US-amerikanische Serie und läuft seit dem Jahr 2013, ausgestrahlt wurden bis jetzt drei Staffeln, Staffel 1 und 2 kann auf Netflix angesehen werden.
Die Genreangabe lautet „Drama“, um dies aber genauer zu beschreiben muss man die Begriffe „Charakter-„ bzw „Sozialstudie“ bemühen – aber keine Angst, der Zuschauer wird hier sehr gut unterhalten, wenn auch die Erzählung erst allmählich in Schwung kommt. Mich hat das Ganze an Breaking Bad erinnert. Auch hier wird aus einer anfänglich schwierigen Situation durch den plumpen Versuch, sie zu lösen, nach und nach ein unaufhaltsames Chaos ausgelöst.
Man kann die Serie auch durchaus als „Die Donovans“ bezeichnen – in Anlehnung an „Die Sopranos“ mit der sie oft verglichen wird, denn zwar steht Ray im Zentrum, doch um ihn herum tummelt sich ein bunter Haufen an Familienmitgliedern, Arbeitskollegen und Klienten, an dem man sich nicht satt sehen kann. Ein richtiger Sympathieträger ist allerdings nicht dabei (außer die Kinder), alle sind in irgendeiner Form beschädigt und machen Fehler am laufenden Band – vor allem aber auch der Hauptdarsteller.
Liev Schreiber spielt den Ray mit einer mundfaulen Stoik, die den Zuschauer Folge um Folge auf einen zusätzlichen Gesichtsausdruck außer dem einen warten lässt – da fühlt man sich unwillkürlich an Mike Ehrmantraut aus Breaking Bad erinnert. Weil Schreiber nicht mit einem ansprechenden Gesicht punkten kann, vertraut er auf seine körperliche Präsenz. Unter seiner scheinbaren Gelassenheit brodelt offensichtlich eine unterdrückte Gewalttätigkeit, die seine Gegenüber meist soweit beeindruckt, dass sie sich freiwillig zurückziehen. Zudem eilt ihm sein Ruf als gnaden- und gewissenloser „Fixer“ voraus, er arbeitet für zwei High-Society-Anwälte, für die er die Klienten aus unliebsamen Situationen befreit. Seine Mittel sind dabei durchaus kriminell, von Bestechung, Manipulation, Erpressung und Verprügeln mit dem Baseball-Schläger ist alles dabei. Er ist dabei aber nie der Superhero, verfügt nicht über spezielle Kampf- oder Schießkunst und auch das strategische Denken ist nicht sehr ausgeprägt, er ist eher clever als klug.

Die Donovans stammen aus einem armen Bostoner Viertel und nachdem der Vater Micky, ein Krimineller, endlich für 20 Jahre in den Knast gewandert ist, bringt Ray seine beiden Brüder und seine eigene Familie nach Los Angeles, wo er dank seiner straßenkriminellen Methoden schnell Karriere macht. Zu Beginn der Serie sieht man ihn in offensichtlich wohlhabenden Verhältnissen, er fährt schicke Autos, trägt Designer-Jackets zu Jeans und sportlichen Schuhen – symbolisch für seinen ambivalenten Status. Wenn man die Serie in der Originalversion hört, ist der Bostoner britisch-irische Akzent der Donovans ein besonderes Element, das sie von der LA-High-Society trennt. Man sieht sie nie mit Freunden oder bei gesellschaftlichen Veranstaltungen, auch die Kinder sind seltsam isoliert. Deshalb freuen sie sich besonders, als der Großvater wieder auftaucht und versucht, seine Söhne und Enkelkinder wieder zusammenzubringen. Plötzlich ist da auch noch ein weiterer Sohn aus Mickys Beziehung zu einer Schwarzen und das Beziehungskarussell beginnt sich zu drehen. Antriebskraft der ganzen Geschichte ist Rays Hass auf seinen Vater und seine Versuche, ihn wieder loszuwerden, entweder zurück ins Gefängnis oder zu ermorden. Dabei schreckt er vor skrupellosen Methoden nicht zurück und die Leidtragenden sind alle, die mit ihm zu tun haben – Kollateralschäden wohin man nur schaut.
Die Sozialstudie ist aber genauso wichtig wie die Charakterstudie: Die Donovans stechen aus der LA-Society heraus, man sieht es Rays Blick oft an, wenn er wieder einmal die chaotischen Situationen, in die sich seine Klienten durch ihr amoralisches Verhalten gebracht haben, auflösen soll. „Ich kümmere mich drum“ ist sein Standardsatz. Da wird gesoffen, gekokst, kopuliert und gemordet, dass es überhaupt keine Freude ist. Die typische Situation für Ray ist, wenn er gerade überlegt, wie er wieder etwas gerade biegen soll und dann einen Anruf für eine weitere Katastrophe bekommt, die meist seine eigenen Familienverhältnisse betreffen. Er steht unter permanentem Stress und man wartet von Folge zu Folge, dass er entweder zusammenbricht oder explodiert.

Wichtige Nebenfiguren sind die beiden Brüder Terry und Binchy. Terry leidet unter Parkinson, nachdem sein Vater ihn bei einem Boxkampf nicht rechtzeitig aus dem Kampf genommen hat. Trotzdem arbeitet er weiter als Boxtrainer und sein „Fite-Club“ ist ein wichtiger Nebenschauplatz. Alles ist hier armselig, alt und kaputt, ein wichtiger Kontrast zu Rays schönem und eleganten Haus. Binchy wurde als Kind von einem Priester sexuell missbraucht und ist seitdem schwer psychisch beschädigt. Dash Mihok spielt ihn mit einem jungenhaften naiven Charme, wohingegen der britische Schauspieler Eddie Marsan einen grundehrlichen, brütendenden und sehr unglücklichen Zeitgenossen darstellt.
Die Serie zeigt bis in die kleineren Nebenrollen interessante Charaktere – zu nennen sind da vor allem Rays Mitarbeiter – die lesbische und sehr coole Lena und Avi, der Ex-Mossad-Schläger/Aufräumer - die Ray loyal ergeben sind.
Doch Jon Voight als Micky Donovan spielt alle an die Wand – was für eine Rolle für den 78jährigen Vater von Angelina Jolie! Der Dirty Grandpa ist ihm auf den Leib geschrieben, denn auch der Schauspieler und bekennender Tea-Party-Anhänger hat ja nicht immer nur positive Schlagzeilen gehabt. Der Zuschauer ist einerseits abgestoßen von seinem kleinkriminellen, amoralischen und egoistischem Verhalten, was man nach und nach aus seiner Vergangenheit erfährt, lässt verständlich werden, warum Ray ihn so hasst. Aber andererseits lockt er die Kinder von Ray aus ihrer Isolation, versucht ihnen zu zeigen, wie eine große Familie auch sein kann. Er ist gleichzeitig naiv, gutmütig und gutwillig und seltsam unberührt von der langen Gefängniszeit. Obwohl er weiß, dass er diese Ray zu verdanken hat, gibt es keine Vorwürfe, nur viel Goodwill. Das Sympathiebarometer des Zuschauers schwankt oft auf seine Seite. Eine kleine Szene fand ich besonders schön: Micky ist mit Bunchy und Darill unterwegs, sie halten vor einer Kneipe, einem offensichtlichen Schwulentreff. Die beiden jungen Männer weigern sich, dort rein zu gehen, doch Micky ist es egal, er wird von Musik und Licht angezogen und die letzte Szene zeigt ihn ausgelassen tanzend mit einem schwulen Mann, der mit ihm kumpelhaft seinen Pot teilt.

Doch der Plot lässt nicht zu, dass sich etwas Positives entwickelt, die Handlungswendungen sind zynisch und alle Pläne werden nach und nach zunichte.
Außerdem haben sowohl die Ehefrau Abby, als auch die jugendlichen Kinder Bridget und Conor mit ihren jeweiligen und gemeinsamen Problemen zu kämpfen. Die Ehe von Ray und Abby befindet sich auf einem absteigenden Ast, wobei es Ray eigentlich nicht so sieht. Dass es Abby aber mit ihm nicht mehr aushält – seine Affären, seine Abwesenheiten und seine Weigerung, sich ihr in irgendeiner Weise mitzuteilen, ist zuallererst dem Zuschauer verständlich. In einer der wenigen harmonischen Szene sieht man Ray mit Abby kuscheln und er bittet sie, sich was zu wünschen. Sie antwortet, sie wünsche sich vor allem „emotional honesty“, was ihm nur ein entgeistertes „Geez“ entlockt. Er sieht seine Rolle als Familienvater und Ehemann eher schlicht, als Beschützer und materieller Provider, dass es noch mehr verlangt, ist ihm nicht klar. Er hat es in seiner Jugend ja auch nicht erlebt und erfahren.

So wie sich der übergreifende Erzählstrang nach und nach zur Katastrophe entwickelt, steigert sich für den Zuschauer die Spannung. Die eigentliche Arbeit Rays, die bei den ersten Folgen noch im Vordergrund stand, weicht mehr und mehr zurück und wird von seinen persönlichen Problemen überlagert. Zum Schluss rechnet er endgültig damit, die Knoten nicht mehr lösen zu können, er wird wahrscheinlich für alle vergangenen Sünden ins Gefängnis wandern, aber er bewahrt sich trotz allem einen letzten Rest an Anständigkeit. Den Kleinen und Schwachen erweist er oft Milde, nachdem er es bereut, gegen sie körperlich zu hart vorgegangen zu sein. Das Ermorden einer Enthüllungsreporterin würde seine Probleme lösen, doch diesem letzten Schritt verweigert er sich und bereitet sich lieber auf seinen Untergang vor, er ist ein „flawed hero“ im ureigentlichen Sinn und seine eigentlichen psychischen Probleme werden erst nach und nach ersichtlich.
Wenn man allerdings bis zur letzten Folge der zweiten Staffel durchgehalten hat, wird man Zeuge, wie Ray endlich die Schnauze voll hat und alles, was ihn bis dato belastet hat, wird bedingungs- und gnadenlos zu Ende gebracht, Opfer rechts und links – ein grandioser Rundumschlag.

Kritikpunkte an der Serie betreffen meistens das Bedienen von Klischées und das ist auch unstreitbar richtig: Vom schwarzen Gangsta-Boss, über den rappenden Jungstar aus einem Drogenhaushalt, von der unausgelasteten und gelangweilten, ewig nörgelnden Ehefrau, den snobbistischen Nachbarn, den Stars und Sternchen der Film- und Musikwelt bis hin zu den scheinheiligen reichen jüdischen Anwälten, man findet alles, aber ehrlich gesagt – es hat mich nicht gestört.
Der Gewaltlevel ist hoch, ist aber nie Selbstzweck, die drastischen Sexszenen bedienen jeweils eine bestimmte inhaltliche Aussage und sind deshalb gerechtfertigt.
Mir gefiel der übergreifende und diffiziele Erzählstrang mehrer Geschichten und natürlich das überbordende Sammelsurium von skurilen Figuren, da kommt keine Langeweile auf.


Der schmale Grat (The Thin Red Line)
Der schmale Grat (The Thin Red Line)
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Überirdisch schön, 21. Januar 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es gibt hier schon ausreichend gute Rezensionen. Aber warum hat Amazon hier einen Rezension als "Werbetext" eingestellt, die eigentlich negativ ist? Sie ist noch nicht einmal gut geschrieben, sondern zeigt nur einen persönlichen Geschmack. Sehr ärgerlich! Hoffentlich schauen sich die Käufer lieber die Kundenrezensionen an! Meiner Meinung nach ergibt die Musik zusammen mit den Bildern und Texten des Films ein großartiges Ganzes - ein Kunstwerk mit bleibendem Eindruck.


Person of Interest - Die komplette erste Staffel [6 DVDs]
Person of Interest - Die komplette erste Staffel [6 DVDs]
DVD ~ James Caviezel
Preis: EUR 9,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nichts für Fans von guten Serien oder HBO Serien?, 6. November 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das ist insoweit richtig, weil Fans von Zombiewelten, mittelalterlichen Dynastien, methkochenden Drogenhändlern, drastischen Sexszenen und blutigen Massakern hier nicht auf ihre Kosten kommen. Eventuell ist auch das jüngere Publikum hier nicht gut aufgehoben. Für alle anderen hier meine Zusammenfassung:

Einführung
Die erste Staffel mit 22 Folgen dieser CBS-Serie von Bad Robots wurde im Jahr 2011 zum ersten Mal ausgestrahlt. Das Drehbuch schrieben Jonathan Nolan ' der nicht weniger begabte Bruder von Christopher Nolan ' und Greg Plegman, die Produktion leitete J.J. Abrams und der Score stammt von dem Deutsch-Iraner Ramin Djawadi (Game of Thrones, Pacific Rim). Wer sich das DVD-Paket kauft, kann auch den unveröffentlichten Pilot sehen, der etwa 20 Minuten länger ist als die erste Episode.
Es handelt sich hier um eine Science-Fiction-Serie, die sich ganz nah an unsere Gegenwart anlehnt und deren Plot durch die kurz danach publik gewordene NSA-Affäre unerwartete Brisanz erhalten hat. Mittlerweile ist es uns allen bewusst, dass unsere Mails und Internetaktivitäten kontrolliert werden, in Städten wie London und New York grenzt die Überwachung mit Kameras schon an Paranoia. Doch was wäre, wenn es einen Supercomputer gäbe, der unsere Nachrichten nicht nur speichern sondern auch verstehen, analysieren und verknüpfen könnte? Dann hätten wir wohl die erste künstliche Intelligenz (AI). Das ist die zentrale Frage dieser Serie.
Die erste Episode führt in die Handlung ein und stellt die ersten vier Hauptfiguren vor. Es sind dies der Milliardär Harold Finch (Michael Emerson), der sich im Laufe der weiteren Episoden als Computergenie herausstellt, John Reese (Jim Caviezel), ein Ex-CIA-Agent, der auf der Straße gelandet ist. Die beiden bilden einen reizvollen Kontrast ' auf der einen Seite das Computergenie, das durch raffinierte Hacks immer zu den Informationen kommt, die er braucht, und auf der anderen Seite der skrupellose Agent, der sich mit bloßen Händen und Schusswaffen aus vielen brenzligen Situationen befreien kann. Seine Badass-Mentalität, die oft den direkten Weg sucht, birgt großes Unterhaltungspotenzial. Wer kann, sollte die Filme auf englisch schauen, allein schon wegen der sehr ausdrucksstarken Stimme von Michael Emerson. Auch entgehen einem so nicht die schönen Sprachwitze und der trockene Humor der Dialoge.
Die weiteren Hauptfiguren sind Detective Joss Carter (Taraji Henson) und der Dirty-Cop Lionel Fusco (Kevin Chapman).
Der Anfang
Die große Stärke dieser Serie ist ' neben den guten Schauspielern ' das herausragende Script und das wird schon in der ersten Folge deutlich. Nicht nur wird das durchgehende Thema vorgestellt: Finch erhält von einem Supercomputer, den er nach den Anschlägen des 11. September für die Regierung gebaut hat und der alle Überwachungsdaten der Regierung zusammenführt, jeden Tag eine Sozialversicherungs-Nummer einer Person, die in Schwierigkeiten geraten wird. Finch nennt dies seine 'Irrelevant List', denn die relevanten Nummern mit terroristischem Hintergrund bekommt die Regierung. Da sich um die irrelevanten Nummern niemand kümmert, hat es sich Finch zur Aufgabe gemacht, diese Menschen zu retten und dazu braucht er einen kompetenten Partner, den er in Reese findet. Es wird gleich erwähnt, dass beide Namen nicht die echten sind, da sich beide Personen schwer damit tun, Details über ihre Vergangenheit mitzuteilen. Deshalb wird der Zuschauer in Rückblenden, die offensichtlich die geheimnisvolle 'machine' durchführt, nach und nach erfahren, wie sie in diese Lebenssituation geraten sind.
Jede Folge dauert die üblichen 55 Minuten und es ist erstaunlich, wie viel die Autoren in die erste Episode reingepackt haben, ohne unübersichtlich zu werden: Nicht nur werden die Hauptpersonen eingeführt, Reese muss sich auch gleich um seine erste Person of Interest kümmern, wobei er nicht weiß, ob sie ein 'victim' oder 'perpetrator' ist, was ein durchgehendes Spannungsmoment für jede Episode darstellt. Neben den beiden Akteuren, die im Untergrund agieren, gibt es noch die Polizei als offizielle Ordnungshüter und zwangsläufig auch Gegenspieler. Detective Carter lernt man auch gleich kennen, sie ist dem unbekannten CIA-Agenten Reese sofort auf die Schliche gekommen. Der korrupte Polizist Fusco wird im Laufe des ersten Falls von Reese so manipuliert und erpresst, so dass er zukünftig für ihn arbeiten muss.
Die weiteren Episoden der ersten Staffel behandeln eine große Bandbreite an Personen, es reicht von unerwünschten Babys über abgetauchte Teenager, erpresste Richter, unfreiwillige Zeugen, geprügelte Ehefrauen und rachsüchtige Ärztinnen. Zum Glück bleibt ein übergreifender Spannungsbogen ständig vorhanden, so wird die Geschichte der korrupten Polizeiorganisation HR kontinuierlich weitergeführt, die Gegenspieler aus der Mafia tauchen auf und Reese wird von seiner CIA Vergangenheit eingeholt. Joss Carter beobachtet die Aktivitäten zunächst misstrauisch aus der Distanz, wird aber nach und nach mit reingezogen, besonders da sie die Mitschuld daran trägt, dass Reese fast erschossen wird. Danach stimmt sie zu, bei der Arbeit an den Fällen mitzuhelfen und Fusco wandelt sich zunehmend zu einem verlässlichen Freund.

Allgemeine Betrachtung
Diese Erzählweise der vertikalen Geschichten ' pro Episode eine Person of Interest, um die man sich kümmern muss ' und die horizontalen Erzählstränge, die sich am Anfang um die beiden Hauptcharaktere drehen, nach und nach aber auch weitere, übergreifende Stories erzählen, wie z.B. in der ersten bis dritten Staffel die Geschichte der korrupten Polizeiorganisation HR, gelingt dem Autorenduo so mühelos, dass der Zuschauer nie auf der Strecke bleibt und durch die sich nach und nach entfaltenden Puzzleteile ein besonderes Filmvergnügen erleben kann, wie es in dieser anspruchsvollen Art wohl kaum eine Serie bietet.
Der Charakterentwicklung haben die Autoren viel Zeit gewidmet, keiner der Hauptakteure bleibt im Laufe der Handlung der, als der er gestartet ist. Unter dem Einfluss von Finch wandeln sich alle zum Guten und auch er selbst muss seine Handlungen immer wieder überdenken und neu einschätzen.
Natürlich erinnert das Thema gleich an den Tom-Cruise-Film Minority Report. Hier fehlt aber ganz das übertriebene Technikelement und die Erklärung für die Voraussagen sind logisch und nachvollziehbar, man braucht keine visionären Wesen, die den ganzen Tag im Wasser schweben. Eine Anlehnung an den Film ist die alte und gesprungene Glaswand in Finchs Bibliothek, auf die er die Fotos seiner Person of Interests aufklebt und die in sympathischem Kontrast steht zu der übertrieben-futuristischen 3D-Multimedia-Wand des Tom-Cruise-Films.
Geheimnisvoll bleibt am Anfang das Computerwesen 'machine', das hauptsächlich über Überwachungskameras und altmodische Münztelefone mit den Akteuren kommuniziert. In der ersten Staffel wird dieses Thema nicht groß weitergeführt, der Zuschauer kann sich aber auf spätere Entwicklungen freuen.
Musik
Ganz besonders betonen sollte man auch die großartige Filmmusik von Ramin Djawadi, der für jede Hauptperson einschließlich der 'machine' ein eigenes musikalisches Thema komponiert hat und seine großartige Begabung auch dort zeigt, wo er bei besonderen Höhepunkten der Handlung einen mehr oder auch weniger bekannten Song platziert, wie man es besser nicht machen könnte.
Der Anspruch
Das besondere an der Serie ist das durchgehende moralische Element, das sich in verschiedenen Aspekten äußert. So wird der Ex-CIA-Killer Reese zum Rächer der Schwachen, der die Gegner reihenweise'nur' in die Beine schießt, anstatt sie zu töten. Detective Joss Carter zeigt, wie ein Cop idealerweise sein sollte und Fusco wie ein Dirty-Cop zu einem Helfer der guten Sache werden kann. Die Gruppe wird durch die unbeirrbare charakterliche Stärke von Finch zusammengehalten, der auch in schwierigen Situationen nicht schwankt. Immer wieder beschreibt und verteidigt er sein Konzept der Überwachungsmaschine, die zu einer künstlichen Intelligenz (AI) wurde und die von ihm so konstruiert wurde, dass sie nicht manipulierbar ist und jeden Menschen ' egal ob 'victim or perpetrator' neutral und gleich behandelt. Denn dass eine ' wenn auch momentan noch futuristische Überwachungsmaschine (watching with ten million eyes) - eine übermächtige Waffe sein kann, wird in den weiteren Staffeln ausgeführt werden.
Kritikpunkte
Bei 22 Folgen pro Staffel gehört es wohl zum Usus, dazwischen immer wieder Folgen einzubauen, die im Niveau eher abfallen und den Spaßfaktor bedienen. Das kann man mögen oder nicht. Ebenfalls dem Unterhaltungsfaktor geschuldet sind die doch manchmal recht übertrieben wirkenden Hackerfähigkeiten, da lässt der Realismus ziemlich nach, ebenso bei den Schlägereien und den wundersamen Erholungen nach Verletzungen, die jeden normalen Menschen für Monate ins Krankenhaus schicken würden. Das muss man wohl so hinnehmen und das Serienpublikum erwartet auch einen gewissen Unernst im Tausch gegen gute Unterhaltung.
Ausblick
Gegen Ende der Staffel 1 taucht dann eine weitere Hauptperson auf, die zu der 'machine' eine besondere Beziehung hat: die skrupellose Root (Amy Acker), hinter deren bildschönem Gesicht eine gnadenlose Intelligenz sichtbar wird. Ob sie die kriminelle Seite hinter sich lassen kann und in Finchs Gruppe integriert werden kann, wird ohne Eile in der zweiten Staffel erzählt. Die letzte Episode endet mit einem Cliffhanger, der keine andere Wahl lässt, als sofort mit der zweiten Staffel weiterzumachen - dank Netflix oder DVD-Box natürlich kein Problem.

Person of Interest ist empfehlenswert wenn:
man auf eine junge männliche Hauptperson, blutige Massaker und schlüpfrige Sexszenen verzichten kann, eine intelligente Handlung mit Sci-Fi-Elementen mag, sich an Bad-Ass-Schlägereien und Schießereien erfreuen kann und ein Faible für mitreißende Filmmusik hat.


Triage
Triage
DVD ~ Colin Farrell
Wird angeboten von Fair-trauensvoll
Preis: EUR 4,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen viel zuwenig beachtet, 5. Oktober 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Triage (DVD)
Ich kann mich der Rezension von Dude nur anschließen, der Film ist unglaublich intensiv - erstens wegen dem Plot und zweitens und vor allem wegen der schauspielerischen Leistung. Er hat mich sehr berührt und wird mir in Erinnerung bleiben. Schade, dass solche Filme, die außerhalb Hollywoods entstanden sind, nicht auch von den Medien beworben werden.


Hamlet [UK Import]
Hamlet [UK Import]
DVD ~ David Tennant
Wird angeboten von RAREWAVES-DE
Preis: EUR 4,89

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lachen und Weinen, 30. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Hamlet [UK Import] (DVD)
So sollte man Shakespeare spielen, bravo an David Tennant und Patrick Stewart. Selten habe ich bei Hamlet so gelacht und trotzdem ist die Verzweiflung immer ganz nah dabei und greifbar. Es spricht für die außergewöhnliche Begabung des jungen Schauspielers, gleichzeitig exaltiert, verrückt und furchtbar leidend in kurzem Wechsel überzeugend dazubieten. Die Inszenierung ist moderat-modern, das Setting in einer alten Klosterschule sehr passend und sicher auch für ein junges Publikum in den Schulen gut geeignet.


Savannah
Savannah
DVD ~ Chiwetel Ejiofor
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Welt im Wandel, 30. Juli 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Savannah (DVD)
Was für ein schöner und melancholischer Film, der von der großartigen schauspielerischen Leistung der drei Hauptdarsteller getragen wird, aber auch von den faszinierenden Landschaftsaufnahmen. Die Natur ist hier die treibende Kraft, die Zivilisation will sie unterwerfen und in der Mitte ist die Figur des Ward Allen, der nach seinem Tod zur Legende wird. Er ist ein unabhängiger Geist, der trotz seiner guten Bildung und vermögenden Herkunft sich seine Freiheit zu erhalten weiß. Zusammen mit seinem Freund Christmas, einem befreiten Sklaven, versucht er dem Wandel der Zeit zu trotzen, auch den gesellschaftlichen Konventionen zwischen Weißen und Schwarzen. Wenn dies in der ersten Hälfte des Filmes noch sehr gutgelaunt im Gerichtssaal und in der Kneipe wortgewandt ausgefochten wird, so kann der Wandel doch nicht aufgehalten werden, als sich die Natur als trügerischer Verbündeter erweist, der blind und erbarmungslos zuschlägt.So zweifach beraubt, nämlich seiner Familie und seines Berufes, bleibt dem stolzen Geist nur der Freitod. Die Geschichte wird mit einer Rahmenhandlung ca. 40 Jahre später erzählt, die Handlungstränge verweben sich mühelos und alles endet mit einem Ausblick auf die neue Generation.
Jim Caviezel, der sonst eher durch seine zurückhaltende schauspielerische Art bekannt ist, kann hier zeigen, dass er auch einen äußerst extrovertierten Charakter überzeugend darstellen kann ohne die leisen, empfindsame Zwischentöne zu verlieren.
Dies ist ein Film weitab vom Blockbuster-Kino und leider zu Unrecht zu wenig bekannt.


Spooks - Im Visier des MI5 - Staffel 9
Spooks - Im Visier des MI5 - Staffel 9
DVD
Preis: EUR 0,00

5.0 von 5 Sternen Must-See für alle Spooks-Fans, 15. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Spooks - Im Visier des MI5 - Staffel 9 (DVD)
Es fällt schwer, hier eine Rezension ohne Spoiler zu schreiben, da die Serie ja nicht mehr aktuell ist vielleicht nicht so schlimm. Hier wird zum ersten Mal in der Seriengeschichte eine Hauptperson Stück für Stück entlarvt, auf eine absolut spannende und emotional berührende Weise. Bis zum Schluss bleibt die Frage offen - haben wir es hier mit einem Verräter, also Bad-Guy zu tun oder eben nicht oder eventuell eine sehr vielschichtige Persönlichkeit? Die moralische Bewertung bleibt dem Zuschauer überlassen. Die Qualität des Scripts ist hervorragend, denn eingebettet in die jeweiligen Storylines der einzelnen Episoden öffnet sich Schicht für Schicht die wahre Identität einer vorher durchaus positiven Hauptperson. Es spricht für Armitages schauspielerisches Talent, dass er diese Entwicklung überzeugend darstellt ohne je zu übertreiben.
Hier haben wir wieder einmal eine Serie für die man gerne einen Kinofilm liegen lässt.


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