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Rezensionen verfasst von
Juergen Merker "Sonja Merker" (Vechelde, Deutschland)
(REAL NAME)   

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Wie Blüten im Wind: Roman
Wie Blüten im Wind: Roman
von Kristin Hannah
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen geht unter die Haut!!!, 6. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wie Blüten im Wind: Roman (Taschenbuch)
Die 14jährige Lexi wird von einer Sozialarbeiterin zu ihrer Großtante Eva gebracht, die sie liebevoll in ihrem Wohnwagen empfängt. Geld ist kaum welches da, aber Lexi fühlt sich zum ersten Mal seit langer Zeit gut aufgenommen bei ihrer Tante. Bisher verlief ihr Leben nicht allzu glücklich, Lexis Mutter war oft im Gefängnis oder in einer Therapie und so wurde Lexi von einer Plegefamilie zur anderen weitergereicht. Gleich am ersten Schultag lernt sie Mia kennen. Mia ist schüchtern, extrovertiert und ein Einzelgänger, Selbstvertrauen findet sie nur im Beisein ihres Zwillingsbruders Zach. Mia und Lexi verstehen sich sofort und werden die besten Freundinnen. Lexi wird von der Familie der Farradays liebevoll aufgenommen. Mia und Lexi blühen in ihrer Freundschaft auf - umsorgt von Jude Farraday, Mias und Zachs Mutter, die sich hingebungsvoll um ihrer Kinder sorgt. Wir erleben eine tolle Jugendzeit, geprägt von Freundschaft, Vertrauen und der ersten Liebe. Lexi und Zach verlieben sich, Mia unterstützt dies, zumal sie selbst verliebt in einen Jungen ist, aber Jude sieht diese Verbindung mit Besorgnis. Das friedliche Zusammensein zeigt Risse, als Zach verkündet, dass er lieber zusammen mit Mia und Lexi ein staatliches College besuchen möchte. Jude bitte Lexi auf Zach Einfluss zu nehmen und so gibt Zach widerstrebend den Wünschen seiner Mutter nach. Am Tag der Abschlussfeier, nach einem Streit mit Mia und Jude, verunglücken Mia, Lexi und Zach. Mia stirbt. Zach und Mia waren beide betrunken und so traf Lexi die folgenschwere Entscheidung zu fahren, sie hatte weniger getrunken - aber immer noch zu viel. Lexi übernimmt die volle Verantwortung für das alkoholisierte Fahren und deren Folgen und plädiert bei dem Prozess sich selbst für schuldig. Nicht nur sie selbst hält sich für schuldig, auch für Jude ist sie die Schuldige. Im Gefängnis wird Lexis und Zachs Tochter geboren - gefangen in Trauer und Schuld gibt sie ihre Tochter Grace Zach in Obhut. Sie möchte, dass Grace geliebt und geborgen in dieser Familie aufwächst, in der sie sich einst so wohl gefühlt hat. Dabei verzichtet sie auf ihr Sorgerecht.
Nach 6 Jahren wird Lexi aus dem Gefängnis entlassen. Sie möchte einen Blick auf ihre Tochter werfen. Sie sieht allerdings kein glückliches und behütetes Kind. Grace ist einsam und unglücklich. Zach studiert ist ziemlich überfordert und Grace wird oft von ihrer Nana Jude betreut. Diese kann sich kaum auf ihr Enkelkind einlassen, zu groß ist die Ähnlichkeit mit Mia. Lexi beschließt um das Sorgerecht ihrer Tochter zu kämpfen.
Der Roman ist sehr gefühlvoll geschrieben. Das Buch ist zweigeteilt - erst die heile Welt der Farradays und dann das emotionale Desaster nach Mias Tod. Die Trauer ist unglaublich gut herausgearbeitet. Ich habe einige Tränen vergossen, so sehr hat mich die Geschichte berührt. Auch Lexis Einsamkeit wird sehr gut beschrieben und ich konnte mich gut in sie hineinfühlen. Die Ohnmacht ist regelrecht greifbar.
Das Ende hätte ein wenig ausführlicher sein können - das Buch hat derart aufgewühlt, dass ich mir als Leser gerne ein paar Seiten mehr Liebe, Glück, Zufriedenheit für Lexi, Grace, Zach, Jude und Miles gewünscht hätte.
Auf jeden Fall gebe ich diesem Buch 5 Sterne. Ich habe selten ein Buch gelesen, welches mich so gepackt hat.


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