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Rezensionen verfasst von
Konrad Zuse (Zusendorf)

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Die Grundlagen der Psychoanalyse
Die Grundlagen der Psychoanalyse
von Adolf Grünbaum
  Broschiert

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absoluter Klassiker, 13. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Grundlagen der Psychoanalyse (Broschiert)
Ohne Frage eines der wichtigsten Werke zur Analyse der psychoanalytischen (zugleich aber auch psychotherapeutischen) Dogmatik. Leider sehr schwer zu lesen, da gespickt mit wissenschaftstheoretischem Fachvokabular. Inhaltlich werden die Schriften von Freud dafür messerscharf seziert und seine rhetorischen Nebelkerzen entlarvt. Zugleich eine Auseinandersetzung mit dem wissenschaftstheoretischen Konzept von Karl Popper. Freud dient in der wissenschaftstheoretischen Auseinandersetzung seit langem als Paradebeispiel dafür, wie sich Kriterien zur Entlarvung von Scheinwissenschaften entwickeln und überprüfen lassen; leider völlig unbemerkt von der in diesem Fall nicht informierten Öffentlichkeit. Kleines Schmankerl: in der seit 2009 geltenden Psychotherapie-Richtlinie attestiert man sich die Wissenschaftlichkeit psychotherapeutischer Methoden jetzt eben einfach per Dekret. Na dann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 14, 2012 9:28 AM MEST


Und wer therapiert die Therapeuten?
Und wer therapiert die Therapeuten?
von Eva Jaeggi
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 13. Mai 2011
Immer wieder atemberaubend ist die Selbstverständlichkeit mit der Psychotherapeuten von der Unumstößlichkeit ihrer Lehre ausgehen. Dies gilt auch für das vorliegende Buch. Dasselbe gilt für die Selbstverständlichkeit mit der sie mit ihren verquasten Begrifflichkeiten um sich werfen, als handele es sich um feststehende Wahrheiten, ohne die unfreiwillige Komik zu bemerken, mit der sie dabei ihre Befangenheit in einer introspektiven Scheinrealität offenbaren. Den Absprung von diesem Trip verpasst leider auch dieses Werk. Angesichts der doch recht offen dargestellten Widersprüchlichkeiten entsteht so ein schwer zu beschreibender Gesamteindruck, der recht bizarr anmutet. Trotzdem halte ich es für uneingeschränkt lesenswert, da es viele Heucheleien und Widersprüche ungeschminkter und offener anspricht als üblich und hierzu insbesondere sonst schwer zugängliche Beispiele aus der Welt hinter dem Vorhang liefert. Versteht man die psychotherapeutische Ideologie als totalitären Staat, tritt Frau Jaeggi hier als so etwas wie ein Minister auf, der einem freien Journalisten eine Reise in ihr Land ermöglicht. Dass so etwas ein wichtiger erster Schritt sein kann, steht außer Frage. Man muss allerdings etwas Vorsicht walten lassen, um sich dabei von der gleichwohl aufrechterhaltenen Staatsdoktrin nicht kompromittieren zu lassen. Auf die Rezension von Herrn Hutterer sei gerne verwiesen.


Triffst du Buddha unterwegs...: Psychotherapie und Selbsterfahrung
Triffst du Buddha unterwegs...: Psychotherapie und Selbsterfahrung
von Sheldon B Kopp
  Broschiert

7 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Lieber nicht!, 21. Juli 2010
Psychotherapie und Buddhismus? Wie soll das zusammenpassen? Dass Psychotherapeuten beginnen, sich auf den Buddhismus zu berufen, verwundert zwar nicht. Denn was ist Psychotherapie anderes als eine moderne Ersatzreligion? Eine Ersatzreligion allerdings, die im Gewande einer wissenschaftlichen Lehre daherkommt, dabei allerdings anders als Religionen vorgibt, völlig inhaltsleer zu sein. Denn welche Wertvorstellungen hinter der Lehre der Psychotherapie stecken, versucht diese tunlichst zu verschleiern. Dass nun nicht nur die von Psychologen angeworbenen Adressaten mit dieser Methode bestenfalls wenig anfangen können, sondern auch Psychologen selbst in ihrem von unlösbaren Widersprüchen bestimmten Tun anderweitig Orientierung suchen...ja, das macht Sinn. Dass sie meinen, Ihre Lehre in Verbindung mit der buddhistischen Lehre bringen zu können, oder diese gar im Lichte der buddhistischen Lehre mit letzterer im Einklang darstellen zu können, ist allerdings bedenklich. Denn ein größerer Widerspruch als er zwischen Psychotherapie und Buddhismus besteht, ist wohl kaum denkbar. Wer etwas über Buddhismus lernen möchte, ist daher besser beraten, sich mit originär buddhistischen Darstellungen zu befassen. Wer meint, sich mit Psychotherapie beschäftigen zu müssen, mag Darstellungen von Psycholgen lesen. Ein Werk, in dem sich ein Psychologe auf den Buddhismus beruft, ist eher geeignet, das Verständnis sowohl der einen als auch der anderen Lehre zu verbauen.
Kommentar Kommentare (10) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 28, 2013 9:10 PM CET


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