Fashion Sale Hier klicken Sport & Outdoor reduziertemalbuecher Cloud Drive Photos yuneec Learn More designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16
Profil für tpyttlik > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von tpyttlik
Top-Rezensenten Rang: 2.954.227
Hilfreiche Bewertungen: 15

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
tpyttlik

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Mythos Determinismus: Wieviel erklärt uns die Hirnforschung?
Mythos Determinismus: Wieviel erklärt uns die Hirnforschung?
von Brigitte Falkenburg
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend, 27. September 2013
Die Autorin bezeichnet sich als Wissenschaftstheoretikerin und hat den Anspruch darzustellen, wieviel die Hirnforschung erklärt. Das gelingt ihr jedoch nur ansatzweise. Zwar liefert sie einen umfassenden Überblick über die neurowissenschaftliche Forschung, bleibt in Details aber meist recht schwammig. Auch in Ihrem eigenen Gebiet Physik, in das sie immer wieder abschweift, formuliert sie häufig zumindest sehr unsauber, wenn nicht sogar falsch. Ihre Argumentation ist dabei durchweg nicht überzeugend, da sie entweder Begrifflichkeiten vermischt oder die Beispiele teilweise mit Gewalt in ihre Schemata presst.
Besonders schlimm ist auch die Attacke gegen die Behandlung von Gemüts- und Geisteskrankheiten, die so beginnt: "Als Wissenschaftstheoretikerin vermute ich, dass die Behandlung auf einem Amalgam von verlässlichen bottom-up- Erklärungen und Herumdokterei nach Versuch und Irrtum beruht." Und das war es dann auch schon. Dieser schwere Vorwurf gegen die medizinische Methode wird nicht einmal ansatzweise angemessen untermauert - was eigentlich auch nicht sein muss, es ist ja als Vermutung formuliert. Aber was soll das dann?
Im Kapitel über Ursachen und Erklärungen (6) wundert es mich etwas, dass die Autorin als Wissenschaftstheoretikerin es versäumt, Carl Gustav Hempel zu zitieren. Dass der Titel des Buches von Heisenberg im Text (S. 328) falsch, im Literaturverzeichnis richtig wiedergegeben wird, mag dagegen auch am schlechten Lektorat liegen.
Lesenswert ist meiner Ansicht nach lediglich das erste Kapitel, in dem die philosophischen Fragestellungen zum Verhältnis von Gehirn und Geist herausgearbeitet werden. Fazit: Für Kenner der Materie ergeben sich keine neuen Erkenntnisse, Nicht-Kenner werden mit der Darbietung des Materials überfordert und teilweise irregeleitet.


Seite: 1