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Rezensionen verfasst von
Chuck12

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Max Payne 3 (uncut) [PEGI] - [PC]
Max Payne 3 (uncut) [PEGI] - [PC]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 9,49

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es ist ein Max Payne. Aber nicht der stärkste der Reihe., 1. September 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Als eingefleischter Max-Payne-Fan habe ich soeben den dritten Teil beendet. Hier meine Spiel-Eindrücke:

1. Erkenntnis: Ich werde alt. 4Players hat als Durchspielzeit 12 Stunden angegeben. Ich habe 14 gebraucht. Die Reaktionen sind halt nicht mehr das, was sie mal waren.

2. Erkenntnis: Moderne Shooter versauen. Ich bin soooo oft verreckt, weil ich mich unsterblich gefühlt und nicht aus der Deckung heraus kurze Feuerstöße auf meine Gegner abgegeben habe, sondern einfach blind ballernd in die Masse gerannt bin. Bin ich vorsichtig vorgegangen, waren die meisten Gegner auf mittel kein Problem.

3. Erkenntis: Resultierend aus der Letzten: Der Schwierigkeitsgrad war super. Nur sehr selten frustrierend, immer fordernd. Schade: Der Endkampf war... Hmm... Ich bin nur etwa 7 Mal gestorben und habe während des Endkampfs nur einmal meine Deckung gewechselt. Da hätte ich mir irgendwie mehr Spießrutenlauf erwartet.

4. Erkenntnis: Max ist immer noch Max. Und wie! Nie war Max Payne abgewrackter, nie war die Umgebung herunter gekommener. Ok, die Story ist nicht ganz so mitreißend wie in Teil 1 und 2, aber Max kann ja nun nicht in jedem Teil eine geliebte Frau verlieren. Ich finde, dass die Art und Weise der Erzählung zwischen den Kapiteln grandios gewählt wurde. Das Mittel der Rückblenden ist clever gewählt. Das Ende ist mir persönlich etwas zu versöhnlich, so dass ich wirklich überlegen musste, ob mir das jetzt gefällt: Ein Max, der komplett in sich ruht und mit der Vergangenheit abschließen kann? Das ist zumindest für diejenigen, die Teil 1 und 2 kennen, ungewöhnlich.

5. Erkenntnis: Die Gewaltdarstellung ist mir zu krass. Dieses Spiel geht oft über meine Grenzen hinaus. Ich habe nichts gegen Bulletcams, die der Kugel auf dem Weg zum Einschlag folgen, aber Loch, weggerissenes Gesicht oder teilweise Innereien möchte ich dann doch nicht in solch inflationärer Menge sehen. Grenzwertig, meiner Meinung nach.

6. Erkenntnis: Ballern macht Spaß! Die Waffenauswahl ist vielfältig, der Waffenwechsel gelungen, die Bullettime weltklasse und das Deckungssystem meiner Meinung nach gut gelungen.

Fazit: Das Spiel hat mich gefesselt, weil ich mich mit der Figur Max Payne identifizieren kann. Der Wandel der Figur und ihre Entwicklung im Spiel ist glaubhaft bis auf das Ende, das meiner Meinung nach ein bisschen zu harmonisch abläuft. Technisch ist das Spiel indiskutabel. Ich hatte während der Spielstunden einen Absturz und den habe ich durch Minimieren/Maximieren/Im Hintergrund laufen lassen zumindest mitverantwortet. Das Gameplay ist cool, aber ich hätte mir noch ein bisschen mehr als Ballern, Ballern, Knöpfe drücken, Ballern gewünscht. Versöhnt werde ich durch die tollen und häufigen Cutscenes, die herausfordernden Kämpfe und die einfach nur einzigartigen Sprüche des Protagonisten. Wer abgewrackte Helden und gute Ballerei mag, dem sei dieses Spiel, aber alle 3 Teile!!!, empfohlen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 31, 2013 3:45 AM MEST


Schiff-Simulator 2012: Binnenschifffahrt
Schiff-Simulator 2012: Binnenschifffahrt

21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schiff-Simulator 2012, 3. August 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Hallo allerseits, jetzt hat es mich mal wieder zu einer Simulation verschlagen, die ich anständig finde, daher mache ich mir die Mühe und schreibe eine Rezension.

Positiv:
Das Spiel sieht wirklich schick aus für einen Simulator. Insbesondere der Kölner Dom und die Düsseldorfer Rheinkniebrücke haben mich, da ich da öfter bin, sehr begeistert. Die Schiffe sind sehr detalliert umgesetzt und wirken für einen Nicht-Schiffer wie mich sehr authentisch. Insgesamt gibt es 6 Schiffe im Spiel (Container-, Fracht-, Tank-, Schub-, Passagierschiff und die Fähre) sowie ein siebtes Bötchen, das man mit dem ersten Patch bekommt. In die Steuerung musste ich mich erst reinfuchsen, da viele Geräte umgesetzt sind und im Cockpit eine Menge Knöpfe, Displays und Hebel auf den ambitionierten Binnenschiffer warten. :) Handbuch und ein im Spiel enthaltener Lehrgang, der als Tutorial dient, sowie eine Tooltip-Funktion haben aber geholfen. Insgesamt fühlt sich das Steuern der Schiffe ziemlich realistisch an und stellt den Hobby-Binnenschiffer insbesondere bei Manövern wie dem Fahren in Hafenbecken vor wirklich spannende Herausforderungen. Die umgesetzte Strecke von der holländischen Grenze bis nach Frankfurt empfinde ich bei dem Detailgrad der Umgebung als mehr als ausreichend und sehr gelungen.
Ziel des Spiels ist es, Aufträge zu erfüllen, indem man Fracht von a nach b transportiert. Es wurden hierzu diverse Häfen umgesetzt, man kann auch mehrere Aufträge parallel abarbeiten, um immer möglichst beladen zu sein. Schön finde ich, dass man die Kräne im Hafen auch steuern kann.

Indem man Aufträge erfüllt und rumfährt, erhält man Erfahrungspunkte, durch die dann weitere Schiffe freigeschaltet werden.

Positiv möchte ich außerdem noch die Zeitraffer-Funktion benennen, man kann die Zeit 10fach und 5fach vorlaufen lassen und muss lange Strecken nicht in Echtzeit fahren. Ein Autopilot ist übrigens auch enthalten, wenn man sich die Strecke sparen will.

In der Packung ist außerdem ein schönes Poster enthalten, auf der einen Seite die Cockpits der Schiffe mit Funktionsbeschreibungen, auf der anderen Seite eine Karte der befahrbaren Strecke.

Negativ:
Gestört hat mich die etwas schwierige Steuerung aus dem Cockpit heraus. Die Sicht ist doch arg eingeschränkt. Nachdem ich mich an die Hotkeys gewöhnt hatte, ging es aber ganz gut mit den anderen Kameraeinstellungen.

Problematisch hat sich für mich teilweise das Fahrverhalten bei Wendemanövern gestaltet, bei einem Ausflug durchs Rheintal konnte ich mein Passagierschiff nicht wenden und musste diesen Auftrag aufgeben. Ich hoffe, dass die Entwickler hier noch nachpatchen, eine Patchfunktion ist ja in das Spiel integriert.

Schade ist auch, dass man nicht selber im Hafen andocken kann, sondern das Programm das selber übernimmt. Das hätte ich mir noch sehr spannend vorgestellt.

Fazit:
Ich bin ziemlich unvereingenommen an diesen Titel heran gegangen. Von einem Simulator (mittlerweile ist das Genre ja für seine Eigenheiten bekannt) habe ich erwartet, dass ich bei vernünftiger Grafik Schiffe steuern kann, die sonst am Rhein an mir vorbei fahren. Und genau das habe ich mit diesem Produkt bekommen. Die Technik der Schiffe ist spannend umgesetzt und wirkt realistisch, Strömung und Ufer sorgen teilweise für Herzschlagmomente, wenn man mal wieder den 10fach-Raffer drin hatte und kaum noch um die Ecke kommt. Mir macht es Spaß, die Schiffe im Hafen zu beladen und das Speedboot fetzt. Einen Stern ziehe ich aufgrund der oben genannten Kritikpunkte ab. Für mich haben sich die 20 € auf jeden Fall gelohnt, ich werde noch öfter Abends nach der Arbeit Schiff fahren und warte jetzt auf die ersten Mods.


PLAYMOBIL 4868 - Sechsfach-Balliste mit Raubrittern
PLAYMOBIL 4868 - Sechsfach-Balliste mit Raubrittern
Wird angeboten von Chiru e-Trading
Preis: EUR 28,65

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Weihnachtsgeschenk meines 5jährigen Neffen, 3. Januar 2012
= Haltbarkeit:4.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:2.0 von 5 Sternen 
Hallo,

mein kleiner Neffe (5) ist ein großer Fan von Rittern und Ritterburgen - im Oktober haben wir gemeinsam einen Playmobil-Katalog durchgesehen und sind an den Ritterburgen hängen geblieben. Nachdem ich ihm erklärt hatte, was eine Balliste ist, war er von dieser Kriegsmaschinerie nicht mehr wegzubekommen.

Gesagt - getan - dieses Produkt wurde sein Weihnachtsgeschenk. Und ein Treffer ins Schwarze!

Die Balliste ist, wie ich es von Playmobil gewohnt bin, hochwertig verarbeitet und die Einzelteile lassen sich leicht zusammen bauen. Ein Bauplan liegt dem Produkt außerdem bei. Die drei Ritter werden durch verschiedene Waffen und Acccessoires ergänzt, die verschieden kombiniert werden können. Die Balliste selber wirkt stabil und kann mit 6 Pfeilen bestückt werden. Durch einen Drehmechanismus können diese Pfeile nacheinander abgefeuert werden. Damit konnte der Sturm auf die Ritterburg beginnen. Mein Neffe war von der mittelalterlichen Waffe nicht zu trennen und ich konnte feststellen: Ein abgefeuerter Pfeil, der aus Versehen doch einen Menschen trifft, ist Gottseidank nicht sonderlich gefährlich.

Ich kann dieses Spielzeug bei dem Preis wirklich nur empfehlen.

Viele Grüße,
Chuck


Verkehrsplaner: Die Simulation
Verkehrsplaner: Die Simulation
Wird angeboten von Game World
Preis: EUR 4,92

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verkehrsplaner, 18. Mai 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Vorab: Der "Verkehrsplaner" ist keine Lernsoftware für Stadtplaner, auch wenn einige Städte diese Art Software sicher bitter nötig hätten. ;-)

Was mir beim Verkehrsplaner sofort ins Auge gestochen ist, ist die etwas altbackene Grafik. Hier werden Erinnerungen an "GTA 2" wach. Eine modernere Grafik wäre schön gewesen. Gespielt wird der Verkehrsplaner aus der Vogelperspektive - das heißt, ihr seht eure Stadt von oben und müsst den Verkehr regeln, die Straßen instandhalten, usw. Aufgrund der Perspektive behält man so jederzeit den Überblick. Insgesamt gibt es übrigens drei Zoomstufen.

Die primäre Aufgabe im Spiel ist es, den Verkehr zu optimieren. Dafür erhält man Zufriedenheitspunkte beispielsweise von der Stadtbevölkerung oder von Pendlern, welche dann am Tagesende in bare Münze umgewandelt werden. Zudem gibt es noch Achievements, durch die neue Fahrzeuge, Geld und auch zwei weitere Stadtteile freigeschaltet werden.

Im Detail sehen die Aufgaben wie folgt aus:
- die Installierung und Einstellung von Ampelanlagen,
- die Regelung des Verkehrflusses durch Verkehrszeichen bzw. durch Einstellen der Vorfahrtsregelung,
- das Einrichten von Bus- und oder Straßenbahnverbindungen
- die Instandhaltung und Reinigung der Straßen und
- den Ausbau der Straßen

Je nach Jahreszeit unterliegen die Straßen anderen Einflüssen, die Straßen sind also mitunter starken Witterungen ausgesetzt. Für die Aufgaben steht ein großer Fuhrpark von Fahrzeugen, wie etwa Asphaltiermaschinen und Bagger, aber auch Schneepflüge zur Verfügung.
Mit Hilfe der Tutorial-Videos lässt sich gut ein Überblick über das Spiel verschaffen und das Spielgeschehen geht sehr leicht von der Hand. Die Fahrzeuge werden übrigens nicht selbst gesteuert, sondern man gibt Anweisungen und Aufträge per Mausklick. Insgesamt gibt es drei Schwierigkeitsgrade, wobei ich auf "leicht" gespielt habe.

Mir gefällt vor allem die Tatsache, dass der Spieler den ständigen wachsamen Augen der Stadtbevölkerung ausgesetzt ist, die euch über die Bonuspunkte bezahlen. Man muss also jederzeit den bestmöglichen Verkehrsfluss oder die schnellsten Busverbindungen bieten. Zu viele Staus innerhalb der Stadt können schnell zu Geldproblemen führen. Dadurch dümpelt das Spielgeschehen also nicht nur einfach vor sich hin, sondern ist auch mit "harter Arbeit" verbunden. Dies hat mich sehr motiviert.

Alles in allem ist der Verkehrsplaner ein sehr unterhaltsamer Titel, der den Spielern aber auch einiges an Managementfähigkeiten abverlangt und dadurch sehr motivierend ist. Wer schon immer mal den Verkehr seiner eigenen Stadt managen wollte, kommt an diesem Spiel nicht herum. Ich habe jedenfalls zu diesem Thema noch nie etwas Vergleichbares gesehen. 4 von 5 Sternen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 3, 2011 6:54 PM MEST


Arcania: Gothic 4
Arcania: Gothic 4
Wird angeboten von RetailService
Preis: EUR 3,69

14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Gothic - eine Marke zu Tode getragen, 10. März 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Arcania: Gothic 4 (Computerspiel)
Ich bin seit Jahr und Tag riesiger Gothic-Fan. Gothic 1 und 2 samt Addon habe ich sicherlich mehr als 10 mal durchgespielt und Hunderte von Spielstunden in dieser besonderen Welt verbracht. Gothic 3 habe ich nach etwa 5 Spielstunden enttäuscht weggelegt und nach dem Lesen diverser Rezensionen wollte ich eigentlich auch Arcania ganz auslassen. Aber, wie es so ist, ich habe der Reihe noch eine Chance gegeben. Ich hätte es lassen sollen.

Arcania hat außer dem, wie ich finde nicht mehr zeitgemäßen, Grafikstil mit dem alten Gothic nichts mehr zu tun. Die Steuerung des Charakters ist gewöhnungsbedürftig - ich fand, dass er sehr schwamm - und die Sprung- und Rollenanimationen vollkommen übertrieben. Der Charakter kann nicht mehr klettern und nicht mehr schwimmen. Allein das klaut unglaublich Atmosphäre. Gefallen hat mir, dass bei dem Tragen von Ketten- und Plattenrüstungen ein metallisches Geräusch beim Laufen zu hören ist. Die Art und Weise, wie Gegenstände auf dem Boden erkannt werden, ist gewöhnungsbdürftig. Ich hing die ganze Zeit mit den Augen an diesem kleinen Feld unten, um zu sehen, ob ich etwas Aufheben kann.

Womit wir beim nächsten Kritikpunkt sind: Interaktion mit Gegenständen. In anderen Rollenspielen kannst du Krug und Teller mitgehen lassen, wenn du es möchtest. In Arcania war ich überglücklich, nach etwa 5 Spielstunden meine erste Wurst aufheben zu dürfen. Teller, Besteck, Hausgerät - alles ist am Boden festgepinnt und ich kann es mir nur ansehen. Wenn ich den Rollenspiel-Modus einschalte, darf ich Aktionen wie das Sägen von Holz oder das Drehen des Schweinespießes durchführen. Hier erwarte ich mehr: Wieso erhalte ich keine Holzscheite, die ich verkaufen kann? Oder einen Knüppel? Wieso kann ich mein Essen nicht mehr über einem Lagerfeuer oder einer Kochstelle braten?

Überhaupt: Das Crafting-System. Himmel! Wie kann man einen Rollenspieler nur zwingen, mitten in der Pampa seine hochexplosiven alchemistischen Tränke abzumischen, ohne Alchemietisch! Wieso kann ich Schwerter schmieden und Runen in Rüstungen klöppeln, ohne überhaupt einen Amboss in Sichtweite zu haben? Wieso ist es mir als traditionell magisch unbegabtem Haudrauf erlaubt, überhaupt Runen zu zaubern? Und warum wurde das wirklich grandiose Schmiedekonzept der alten Gothics entfernt? Wenn ich an einen Schleifstein trete, zieht mein Avatar ein mir nicht bekanntes Schwert aus dem Rucksack, das ich nach dem Einstecken nie wieder sehe! So einen groben Fehler habe ich glaube ich in den letzten 3 Jahren nicht mehr in einem Rollenspiel höherer Preisklasse gesehen!

Weiter: Die Welt. Die finde ich optisch stimmig. Obwohl ich es doch schmerzlich vermisst habe, überall hinlaufen zu können (Immerhin, es ist ein Gothic), haben mir die Städte, Dörfer, Sümpfe, Wälder, Felder, Burgen und Berge gut gefallen und es hat Spaß gemacht, die Welt zu entdecken, Pflanzen zu sammeln, Tiere zu meucheln und Orcs zu verprügeln. Schade: Gerade gegen Ende rannte ich nur noch durch Höhlen und hieb auf Skelette ein. Hier hätten die Entwickler fulminanter enden lassen können. Das Schloss Rhobars III. konnte nicht im entferntesten mit der Burg des alten Lagers oder der Tempelanlage aus Gothic 2 mithalten. Es kam wohl zu allem Überfluss in der Entwicklung noch Zeitnot dazu und Dungeons lassen sich wohl am einfachsten bauen.

Die NPCs: Ja! Gorn, Diego und Lester wieder zu treffen, war toll! Insbesondere, weil ein paar Jahre vergangen und die alten Schlachtenfreunde nun mittlerweile alt geworden sind, hat das Spiel an dieser Stelle am meisten gepunktet. Auch die neuen Charaktere haben mir gut gefallen. Schade nur, dass sie am Ende vollkommen unter gegangen sind. Ich hätte gern mit dem einen oder anderen am Ende den Endboss gelegt. Hier hätte Gothic 2 als Vorbild dienen können.

Die Monster und das Kampfsystem: Nunja. Ich als Freund des Hack'n'Slay hatte mich schnell eingefunden. Mit etwas Übung waren die Kämpfe viel zu einfach. Selten musste ich eine Potion nehmen oder wegrennen. Das Schusssystem hat mir gut gefallen. Mehr taktische Tiefe hätte ich mir hier gewünscht. Lediglich die Goblins und Skelettgruppen habe ich gehasst, weil sie wirklich gefordert haben. Mit ein paar Tricks lagen aber auch diese schnell im Staub. Ich bin häufiger gestorben, weil ich irgendwo runter gefallen bin. Im Bezug auf die Monster haben es sich die Entwickler sehr einfach gemacht: Einfach etwas umfärben, anderen Namen dran und die Stats etwas hochschrauben, schon war die nächste Monstersorte gebohren. Schade. Weiterhin habe ich wirkliche Innovationen vermisst. Die Monster kannte ich alle schon aus alten Gothics.

Die Charakterentwicklung: Nein. Das war nichts. Lernen ohne Lehrer? Totale Beschränkung auf 6 Skilltrees und abstrakte Zahlen? Hier hätte ich mir viel mehr Breite gewünscht. Ein Magier, der das beste Zweihandschwert mit sich rumtragen und benutzen kann, ist einfach nicht glaubhaft. Zudem hat mir die Entwicklung meiner Hauptstats gefehlt. Auch wenn ich kein Hardcore-Rollenspieler bin: Ich bestimme doch gern selber, ob ich Stärke, Beweglichkeit oder Leben pushe. Werte wie Fernkraft und Magiekraft finde ich deplatziert.

Das Equipment: Gut! Viele verschiedene Waffen mit verschiedenen Eigenschaften durfte ich mein Eigen nennen. Schade: Das meiste fand ich auf dem Weg. Ernsthaft selbst gebaut habe ich mir nur mein finales Schwert und meine Runenrüstung. Beim Händler habe ich mir keine einzige Waffe gekauft. Die vielen doppelten Gegenstände waren lästig und man hat insbesondere im Ausrüstungsmenü schnell den Überblick verloren. Die Hälfte der Ausrüstung und dafür ein durchdachteres Konzept mit mehr einzigartigen Gelegenheiten, einzigartiges Equip zu erhalten, wäre in meinen Augen die bessere Variante gewesen.

Die Quests: OK, würde ich sagen. Es waren einige Hol- und Bring-Quests dabei, aber nichts, was mir wirklich auf die Nerven ging. Leider ist mir auch nur eine Quest im Gedächtnis geblieben: Der Konkurrenzkampf zwischen den beiden Magiern im Sumpfland war schon sehr goldig, insbesondere, wenn man sich für Sonne am Wetterschrein entschieden hatte.

Das Wichtigste zum Schluss: Die Story. Sorry, aber nein. Wirklich nicht. Das ging wirklich gar nicht. Der Einstieg mit der hölzernen Verlobten war lieblos, die Trauer und der daraus entstehende Rachedurst des Haupthelden nicht glaubhaft. Die Brücke zu Gothic 3 war in meinen Augen diletantisch und so unglaublich strukturiert, dass ich wohl nie wieder Gothic 1 und 2 spielen kann, ohne diese furchtbare Figur König Rhobars III. im Hinterkopf zu haben. Gute Ansätze, wie die Auseinandersetzungen mit den Orcs oder dem Spion des Königs, endeten IMMER in einfallslosem Gemetzel. Hatten die Entwickler keine Lust, Charaktere länger als eine halbe Stunde mit dem Helden zu verknüpfen? Spannende Charaktere tauchen einfach nicht wieder auf, wie beispielsweise die Freundin von Rhobar. Nachdem sie sich geoutet hatte, war sie aus dem Spiel raus. Was ist mit den Gilden passiert? Gut, man musste sich nun für keine Gilde entscheiden. Einverstanden. Man muss ja nicht immer den gleichen Brei aufwärmen. Aber der Held hat auf seinem Weg so GAR keine Zugehörigkeit entwickelt. Weder zu Charakteren noch zu Orten noch zu Öffentlichkeiten. Oft hatte ich das Gefühl, ich müsse halt weiter vorwärts, weil es nicht zurück geht. Und ehrlich: Bloß weil der Hauptheld am Ende lauter spricht und mehr rummault, hat er noch lange keine glaubhafte Entwicklung durchgemacht. Hier fehlten mir Wendepunkte, emotionale Verstrickungen. Die Endsequenz sah ich trockenen Auges. Aha, so ist das also, na dann. Macht keine Laune auf mehr.

Fazit: Schweren Herzens verabschiede ich mich von knapp 10 Jahren Rollenspiel-Geschichte. Das war's, der Vorhang ist gefallen. Gothic wird nie wieder das, was es mal war. Wir haben es kommen sehen.

Haken drunter. Kein Acania mehr für mich. Risen ist der klare Gewinner der Trennung von Pyrania Bytes und JoWood. Ich bin auf Risen II gespannt.


Assassin's Creed II
Assassin's Creed II
Wird angeboten von Cheapgames
Preis: EUR 28,80

1 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Suchtfaktor, 27. Januar 2011
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Assassin's Creed II (Computerspiel)
Hallo,

ich habe Assassins Creed 2 mit Begeisterung gespielt. Das schnelle und actionreiche Spiel, das mir unheimlich viele Möglichkeiten bietet, eine Mission zu lösen, hat mich einige Nächte um den Schlaf gebracht. Die Geschichte fesselt, das Ende überraschte mich. Ein wirklich einzigartiges Spielüprinzip, das ich jedem, der Actiontitel mag, sehr ans Herz legen möchte. Im Vergleich zum Vorgänger macht AC 2 vieles besser: Die Aufträge ähneln sich nicht mehr so stark, der Aufbau eines eigenen Hauses involviert. Der Charakter spielt sich noch flüssiger. Einziger Kritikpunkt: Der Assassine wird nicht mehr so leicht angegriffen wie im Vorgänger. Schade. Wenn ich waffenschwenkend durch Venedig renne und fast mit einer Wache zusammen stoße, erwarte ich eigentlich Aufmerksamkeit. Oft wurde ich einfach stupide ignoriert und glich eher einem Schlächter denn einem Assassinen.

Der dritte Teil ist, sobald für den PC erhältlich, ein absolutes Muss.

Viele Grüße,
Chuck


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