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Bookworm 1955 (Remagen)

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Rührmichan
Rührmichan
von Curt S. Mahler
  Broschiert
Preis: EUR 15,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannend und erotisch, 29. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Rührmichan (Broschiert)
Der Erzähler dieses Romans - ein Journalist, Mitte 50, geschieden, 1 Sohn - gibt sich den verheißungsvollen Nickname Curt Prinz Eisenschmerz und taucht ein in die virtuelle Community »Schmerzensfroh«. Curt zieht dort alle Register, agiert aber auch souverän im Real Life – vor allem in der SchlagBar, wo er alsbald einen Großteil der Schmerzensfroh-User wiedertrifft: Nofretöte, Feenblut, Nachtigail, Peter Pain, Firlefranz, Immerfeucht und natürlich Rührmichan.
»Tu mit ihr, was du willst, aber halte dich ihrem Herzen fern«, rät Peter Pain dem Protagonisten, doch Curt hört nicht und verbrennt sich alsbald an Rührmichan, die im wahren Leben Naomi heißt, Sauerländerin ist, und als Lehrerin für Deutsch, Englisch und katholische Werteerziehung arbeitet.

Mit dieser originellen Konstellation hat mich der Autor bis etwa Seite 100 gefangen gehalten, hat mir Rührmichan und den Erzähler nahe gebracht, hat mich mitgenommen in Bars und zu Privatpartys, wo auf sprachlich hohem Niveau heiße Sessions beschrieben werden. Dann gesteht sich Curt Prinz Eisenschmerz ein, sich in Naomi verliebt zu haben: »Rührmichan kenne ich kaum. ... Naomi kenne ich gut. Naomi liebe ich. Aber Naomi ist Rührmichan. Das macht es kompliziert.«

Das letzte Drittel des Buches handelt vom Seelenband, das Curt zu Naomi geknüpft hat – und von der Gratwanderung, einen Menschen zu lieben und ihm zugleich als dominanter Mann begegnen zu müssen, was Härte und genau das Gegenteil von Seelennähe erfordert. Ich verrate hier nicht, ob Prinz Eisenschmerz seiner Rührmichan (die härter drauf ist als es ihr Nickname ahnen lässt) genügen kann - oder ob seine geliebte Sub womöglich einen Dom weiterzieht. Nur so viel: Der Autor trifft auf den letzten 50 Seiten präzise den Kern und das Wesen von BDSM und macht es spannend bis zum Schlusssatz!

FAZIT: Ein leicht geschriebenes, durchweg erotisches Buch, das durch seinen souveränen und klugen Erzähler in den Bann zieht. Ich habe es zweimal gelesen, um die sprachlichen Feinheiten zu genießen. Wie sehr der Autor an jeder einzelnen Seite gefeilt hat (und wie gewissenhaft das Lektorat des Verlags gearbeitet hat - ich habe keinen einzigen Rechtschreibfehler gefunden!), zeigt sich u.a. in folgendem Zitat: »Vielleicht ist es besser zu sagen, dass ich, während ich mit dieser Frau eins war, für den Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde erkannt habe, was die Welt im Innersten zusammenhält. Für den Bruchteil eines Bruchteils einer Sekunde, in der man am liebsten sterben möchte, weil es dieses Gefühl nie wieder geben kann – oder ewig leben, um sich ewig danach zu sehnen.«


Digital HD-Hifi Bluetooth Receiver wireless AirBlue Advance Acoustic WTX1000
Digital HD-Hifi Bluetooth Receiver wireless AirBlue Advance Acoustic WTX1000
Wird angeboten von Justhifi
Preis: EUR 159,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide verarbeitet, aber verhangener Klang, 9. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der »Advance Acoustic WTX 1000« ist solide verarbeitet und wird in einem schicken, schwarzen Metallgehäuse geliefert, das mit einer aufgeräumten Front aufwartet. Zudem besitzt das Gerät Features, die vielen anderen Bluetooth-Empfängern fehlen, wie zum Beispiel ein Ein-/Ausschaltknopf, ein analoger Ausgang (ein Cinchbuchsen-Pärchen) und digitale Schnittstellen. So steht neben einer optischen TOSLink-Buchse auch ein koaxialer S/PDIFAusgang zur Verfügung, sodass man den »Advance Acoustic« an entsprechenden Schnittstellen etwa eines AV-Receivers, aber ebenso an einem zusätzlichen D/A-Wandler anschließen und somit von dessen Qualitäten direkt profitieren kann. Ob man die analogen oder digitalen Schnittstellen wählt, bestimmt man mithilfe eines Wahlschalters an der Rückseite des Geräts.
Das Koppeln mit einem Bluetooth-Gerät funktioniert tadellos, der Empfang im Haus liegt zwischen 8 und 10 Metern. Und doch gibt es es ein großes Manko bei diesem Gerät: Die Ausgangsleistung ist sehr gering, sodass man die Lautstärke doppelt so hoch aufdrehen muss als beispielsweise beim »Philips AEA2500/12 Bluetooth HiFi Adapter«. Der Klang des »Advance Acoustic« wirkt dadurch dumpf und verhangen; es fehlt an Transparenz und Räumlichkeit – egal, ob man das Gerät analog oder digital an eine HiFi-Anlage anschließt. Die versprochene CD-Qualität will sich an meinen Geräten (iPad mini an »Naim uniti 2« bzw. Kopfhörerverstärker von Music Hall mit Beyerdynamics T1) nicht einstellen. Darüber hinaus ist das Kabel des Netzteils mit knapp 1 Meter Länge absurd kurz.


Talisman
Talisman
Wird angeboten von J A Z Z w o r k s
Preis: EUR 10,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liaison parfaite, 5. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Talisman (Audio CD)
Liaison Tonique - das heißt übersetzt so viel wie »stärkende Verbindung« oder »Verbindung aus Tönen« - ein Klanggeflecht, das sich erst im kongenialen Miteinander dieses Trios entfaltet. Gleich beim ersten Stück kann man das hören: »Talisman« beginnt als gefühlvolle Ballade, der Laia Genc auf ihrem Flügel songhafte Strukturen verleiht – anfangs zumindest. Markus Braun nimmt mit seinem Bass das Thema auf, ehe Etienne Nillesen nach etwa einer Minute mit Schlegel und Besen Tomtoms und Becken zu streicheln beginnt. Das Tempo wechselt, für 30 Sekunden spielt Laia Genc solo. Unmerklich fallen Bass und Schlagzeug wieder ein, beginnen zu improvisieren, lösen sich vom Grundthema. Wieder wechseln Tempo und Stil (das tut es in allen Tracks der CD nach einer halben oder spätestens ganzen Minute), die individuellen Stimmen des Trios beherrschen den Raum, werden energiegeladener, verdichten sich zu komplexen Tonschnipseln. Das Spiel der Musiker wird kräftiger, empathischer – selbst osteuropäische Einflüsse sind plötzlich vernehmbar. Eigentlich müsste man jetzt (zwischen Minute 3:30 und 5:30) das Stück noch einmal hören und sich dabei nur aufs Piano oder nur auf das Schlagzeug konzentrieren. Dann bekäme man eine Ahnung davon, wie ausgefeilt das Arrangement von »Talisman« ist.

Ich habe das Trio auf seiner Promo-Tour für die CD live spielen gesehen, war fasziniert von der Leichtigkeit, mit der Laia Genc ihrer Kunst Ausdruck verlieh. Das sah so unangestrengt aus, war voller Empathie und Herzblut. Sie hat gelächelt, wenn Sie spielte und sich dabei tief über die Tastatur beugte, hat Etienne Nillesen zugenickt, der die Augen schloss, um sich voll auf seinen Rhythmus-Part zu konzentrieren. So spannend, ihm zuzuschauen – wie er mit einem Cellobogen am Rand eines Beckens entlangstrich, eine rosa Decke über die Trommel legte und es plötzlich dumpf schnarrte oder sich wie das Miauen einer Katze anhörte. Der wagt was am Schlagzeug, wie auch die anderen beiden Mut zum Experiment haben: nie glatt, nie vorhersehbar – und doch eingängig genug, dass man mit den Ohren an jedem Ton kleben bleibt.

Wie anders dieses Trio ist, was für einen tollen Jazz es spielt, kann man hören, wenn man bei Spotify das Album »Neon Golden« der Gruppe Notwist sucht und in »This Room« reinhört. Liaison Tonique hat diesen Song adaptiert – auf seine Weise natürlich. Ein Klanggemälde ist daraus geworden, ein groovender Film mit bunten, satten Farben.

Auch »Tightrope« ist schön. Das Stück ist inspiriert von einem Drahtseilakt, von der akrobatischen Vorführung auf einem gespannten Seil. Die Musik trippelt ein Weilchen, sie tänzelt. Man hört Arpeggien, kleine Triller ... eindringlich und zerbrechlich. Dann wechselt der Stil. Es swingt, es jazzt – bis es nach 2:30 Minuten plötzlich still wird. Der Seiltänzer scheint zu schwächeln, scheint aus der Balance zu geraten. Laia Genc greift in die Saiten des Flügels, zupft mit den Händen. Schlagzeug und Bass bäumen sich auf, wiegen und wogen. Wieder schaukelt es sich zu einem Klanggemälde auf, diesmal an Dramatik nicht zu überbieten. Ein Balancieren mit Tönen, ein Kippeln und Neigen, ein Rudern mit Armen und Beinen, ein verzweifeltes Ringen um Gleichgewicht. Wie der Artist in die Waage zu kommen versucht, so bemüht sich das Trio um Harmonie. Ob das am Ende gelingt? – Verrate ich nicht! Einfach mal reinhören!

Wo man Liaison Tonique einordnen kann? Schwer zu sagen - ich bin kein Musikwissenschaftler, sondern empfinde Musik eher »mit dem Bauch«. Vielleicht irgendwo zwischen dem Esbjörn Svensson Trio, dem Tingvall Trio, der Schweizer Formation Vein, dem späten Ahmad Jamal, Craig Taborn, Ethan Iverson, Geri Allen oder Aziza Mustafa Zadeh. Und natürlich John Taylor, bei dem Laia Genc an der Kölner Musikhochschule Jazzpiano studierte. Das Trio integriert sich in meinen Ohren nahtlos in den Kreis der Genannten – und doch sind die Musiker ganz sie selbst, weil sie niemanden kopieren. Mit keinem einzigen Ton biedern sie sich dem Kommerz an.

Zur Verpackung: So anders, wie Liaison Tonique spielen, so anders ist auch die Form der CD. Keine Kunststoffhülle, sondern ökologisch korrekt eine Verpackung aus weißem Hartkarton. Ein Digifile, um das ein gelber Schutzumschlag gelegt ist. Auch ein Booklet fehlt, dafür steckt ein sehr informativer Text von Laurence Donohue-Greene im Schlitz des Kartons, außerdem zwei Set Cards mit Fotos der Künstler. – Handle with care!


The Beat goes on. Neue Stories
The Beat goes on. Neue Stories
von Thomas Kraft
  Broschiert
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Seitenweise Déjà-vus, 9. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: The Beat goes on. Neue Stories (Broschiert)
»The Beat Goes On« versammelt 40 Storys über Songs und Interpreten der 60er- und 70er- Jahre. Subjektiv herausgepickt aus der überbordenden Fülle der populären Musik - und doch exemplarisch für sämtliche Stile und Genres jener Ära. Folk und Blues sind ebenso vertreten wie Soul, Rock und Pop. Ein musikalisches Potpourri, das von Elvis Presley über Bob Dylan, Joan Baez und Leonard Cohen, Lou Reed, Joe Cocker und Van Morrison bis hin zu Canned Heat, Deep Purple, den Beatles und Abba reicht. Selbst John Cale und Steve Reich finden Erwähnung.

Auf maximal sechs Seiten beschränken sich die Autoren in ihren Texten, beschreiben in literarischen Miniaturen, die wie Singles klingen, wie sexy Rock ’n’ Roll sein kann, wenn man ihn im Wohnzimmer tanzt, was man im »Pop Sunday« des Bayrischen Rundfunks spielte und welches Zeug man rauchte, während »Eve of Destruction« durch die Wand dröhnte. »Venus was her name« beginnt Zsusanna Ghase ihren Text und erzählt eine wunderbare Flamenco-Geschichte über Mariska Veres und ihren Song.

Das liest sich formal und auch inhaltlich immer wieder anders, weil die Autoren ihr Handwerk verstehen und von Herausgeber Thomas Kraft klug ausgewählt wurden. Da schreiben Literaten, Essayisten, Kabarettisten, Musikredakteure und Produzenten - Jan Feddersen, Jürgen Theobaldy, Gert Heidenreich, Jörg Bernig, um nur einige zu nennen. Sie alle eint die Liebe zur (Pop-)Musik, sie alle sind ein bisschen musikverrückt.

Ich hatte seitenweise Déjà-vus resp. Déjà-écoutes und las begierig die Storys jenseits der Grenze, von denen ich als Westdeutscher ersmals in diesem Buch erfuhr: von einem DDR- Schüler, der ein Lenin-Foto auf einer Wandzeitung heimlich mit einem Bild von T.Rex überklebte, von den Langspielplatten, die für stattliche 250 Ostmark auf dem Schwarzmarkt verkauft wurden und von dem Tesla-Tonbandgerät, auf dem sich Magnetbänder von ORWO drehten.

Musik ist mehr als nur eine Abfolge von Tönen – das macht die Anthologie von Thomas Kraft, der ja schon »Rock Stories« und »Punk Stories« bei LangenMüller herausgegeben hat, sehr deutlich. Musik entfaltet erst dann ihren Zauber, wenn sie an die Vita der Hörer andockt. Erst dann wird sie emotional - ob am Plattensee, im ersten Sommer ohne Sommerferien, beim Schmusen im schummrigen Partykeller oder beim Picknick am Fluss in brütender Hitze, was nur ein Lied perfekt spiegeln kann: »Blinded by the Light«.


Sugar and Beyond-Anthology 1972-1974
Sugar and Beyond-Anthology 1972-1974
Wird angeboten von HitsvilleUK & more
Preis: EUR 17,35

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolle Kompilation, aber leider etwas verhangener Sound, 2. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein lobenswerts Unterfangen, die Hits der Singer-Songwriterin Lynsey de Paul auf einer Doppel-CD herauszubringen - und es gibt ja noch eine zweite Doppel-CD mit Lynseys Hits aus den Jahren 1975-1979. Neben zwei unveröffentlichen Songs (»House of Cards« und »Taking it On«) befinden sich sechs rare B-Seiten auf der Kompilation sowie sämtliche Songs der beiden Longplayer »Surprise« (1973 auf MAM erschienen) und »Taste Me ... Don’t Waste ME« (1974 auf JET erschienen).

Das Booklet enthält alle Liner Notes zu den Songs sowie diverse Farbfotos und Coverabbildungen einiger Singles (Ja - Lynsey war und ist eine hübsche Frau! Aber nicht nur das: Sie kann auch singen und komponieren!) Sehr lesenswert ist der zwölfseitige Artikel von Michael Robson. Er nimmt kein Blatt vor den Mund, was Lynseys zwiespältiges Verhältnis zur Plattenfirma MAM angeht – sowohl in künstlerischer als auch in finanzieller Hinsicht. (Auch Gilbert O’Sullivan hat vor Jahren gegen MAM geklagt.) Darüber hinaus erfährt man vieles über den Beginn von Lynseys Karriere, wo sie als Songschreiberin in Diensten von ATV war. Eine ganze Seite ist ihrem Hit »Won’t Somebody Dance With Me« gewidmet. Auch Barry Blue, Roy Wood (seinen Einfluss hört man deutlich auf »Ohh I Do«) Gordon Mills und andere Wegbegleiter kommen ausführlich in Robsons Artikel vor.

Das Remastering holt zwar wunderschöne Details aus den Aufnahmen heraus (wie bei »Sugar Me« und »Won’t Somebody Dance With Me« - übrigens beides LP-Fassungen und keine Single-Edits!), aber im Hörvergleich mit Lynsey-De-Paul-Pressungen von Repertoire Records oder Disky klingen die Songs dumpfer und verhangener - als läge ein Filter über den Aufnahmen. Bei manchen B-Seiten sind auch winzige Aussetzer oder Übersteuerungen/Verzerrungen zu hören, aber das liegt wohl an den alten Studiobändern.


The Perfect Vocal Jazz Collection/Female Singers
The Perfect Vocal Jazz Collection/Female Singers
Preis: EUR 31,99

16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perlen des Vocal Jazz, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Alles wie gehabt bei dieser Serie: Stabile Stülpbox, informatives Booklet mit Liner Notes und exzellent remasterte CDs mit teilweise Bonustracks. Die Tonqualität ist makellos, auch bei den Monoaufnahmen. Lediglich bei Ella Fitzgeralds Livekonzert schwächelt der Sound etwas, aber das mag aufnahmebedingt sein. Ich kannte nur gut die Hälfte der Interpretinnen, bevor ich die Box bestellte, aber keine einzige Aufnahme hat mich nach dem ersten Hören enttäuscht. Manche Künstlerinnen fehlen natürlich, aber Sony kann nur CDs von Labels in die Box packen, die ihr auch gehören, und das sind Legacy, Columbia und RCA Victor. Deshalb sind Diana Krall (Verve), Patricia Barber (Blue Note), Cassandra Wilson (Blue Note) und etliche andere hier nicht vertreten.

Besonders beeindruckt hat mich die Stimme von Rose Murphy, von der in Deutschland aktuell kaum CDs erhältlich sind. Frankie Valli und die Four Seasons haben in Stücken wie „Lonesome Road“ oder „Don’t think twice“ ihren Stil adaptiert. Auf der Doppel-CD von Ella Fitzgerald fasziniert die Interpretin ebenso wie ihr Pianist: Tommy Flanagan. Dasselbe gilt für die Schwedin Lisa Ekdahl und ihren Pianisten Peter Nordahl.

Einen Wermutstropfen gibt es dennoch: Billie Holidays »Lady in Satin« und Helen Merrills »Parole e Musica« sind schon auf Vol. 1 und 2 der Serie »The perfect Jazz collection« vertreten. Bei 15 Silberlingen kauft man also 2 Doubletten mit, wenn man Vol. I und II schon besitzt. Das hätten die Producer der Box eigentlich wissen können.

Der besseren Übersicht wegen liste ich im Folgenden alle Interpreten und Alben-Titel auf:

Rose Murphy: The Chee-Chee Girl (1948, mono)
Sarah Vaughan: After Hours with Sarah Vaughan (1949-1953, mono) (4 Bonustracks)
Betty Carter: Social Call (1955, mono)
Rosemarie Clooney & Duke Ellington: Blue Rose (1956, mono) (2 Bonustracks)
Billie Holiday: Lady in Satin (1958, stereo) (6 Bonustracks)
Lena Horne: Give The Lady What She Wants (1958, stereo)
Helen Merrill: Parole e Musica (1961, stereo)
Carmen McRae: Sings Lover Man & other Billie Holiday Classics (1962, stereo) (2 Bonustracks)
Doris Day & André Previn: Duet (1962, stereo)
Jeanne Lee & Ran Blake: The Newest Sound Around (1962, stereo)
Aretha Franklin: Yeah!! (1965, stereo) (13 Bonustracks: The original session without fake applause)
Ella Fitzgerald: Newport Jazz Festival, Live at Carnegie Hall (Doppel-CD!) (1973, stereo)
Etta James: Time After Time (1995, stereo)
Lisa Ekdahl: When Did You Leave Heaven (1997, stereo) (1 Bonustrack)
Eliane Elias: Dreamer (1994, stereo) (2 Bonustracks)


Beyerdynamic T1 HiFi-Stereo Kopfhörer
Beyerdynamic T1 HiFi-Stereo Kopfhörer
Wird angeboten von Keepdrum / Preise inkl. MwSt.
Preis: EUR 949,00

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikgenuss pur, 30. Januar 2013
»Außergewöhnlich harmonisch abgestimmt«, hatte jemand in einem Testbericht über den T1 geschrieben, »eine makellose Klangfarbentreue, die vom zarten Ton einer Violine bis zum schmetternden Blech jede musikalische Lebensäußerung exakt nachzeichnet«. Na ja, dachte ich, da übertreibt mal wieder jemand. Im HiFi-Studio hörte ich dann probe (diverse CDs mit einem CD-Player von NAD und einem Kopfhörerverstärker von Music Hall), ließ mir zum Vergleich den »DT 880 Pro« und den psb »M4U« geben. An Feinauflösung und Räumlichkeit kamen die beiden Modelle jedoch nicht an den T1 heran. Ganz ruhig stand die Musik im Raum, auch aufgrund der offenen Bauweise. Glasklar war jedes Instrument zu hören! 600 Ohm Impedanz und einen Schalldruck von maximal 126 Dezibel - das merkt man eben! Dass der Bass fehlen soll, fiel mir nicht störend auf.
Ich hörte Jazz, Pop und Rock und hatte eine Riesenfreude, mit welchem Temperament der T1 zur Sache ging. Der Kopfhörer reproduzierte fetzige Dynamiksprünge, wie sie symphonische Großensembles resp. Big Bands erzeugen, ebenso wie elektrifizierte Rockformationen: locker, kraftvoll und mühelos. Von knackigen Bässen bis zu flirrenden Höhen wirkte alles straff, exakt und diszipliniert. Alles war so, als stünde man live vor einer Bühne und hörte den Musikern zu. Kein Klang eines Instruments wirkte verfälscht oder hörte sich »aufgenommen« an.
Die Synthesizer von Depeche Mode klangen so anders, dass ich meinte, eine neue Aufnahme zu hören: Sie nahmen mit, saugten mich auf, zogen mich ganz rein in den Kopfhörer. Percussion, Becken, Tambourin - jetzt erst hörte ich, wie Musik klingen konnte. Eine geschlagene Stunde legte ich immer wieder neue CDs ein, um zu hören und zu entdecken, wie sie klangen, wurde nicht müde, nach rechts und links zu hören und den Raum zu erkunden. Die Abmischung, die Leistung der Tonmeister - jetzt erst nahm ich sie wahr. Nicht bei allen CDs funktionierte das (man hört eben nur das, was drin ist auf einem Silberling) - Neil Diamonds »Home Before Dark« zum Beispiel enttäuschte, weil der Produzent bei den Arrangements und der Abmischung gespart hatte. Aber bei sauber produzierten Werken - wie Daniel Humairs »Sweet & Sour« oder Helge Sundes »Finding Nymo« - ging ordentlich die Post ab. Auch Rosenstolz klangen bei den Balladen nun viel räumlicher und echter. Die Atmosphäre knisterte nahezu. Als ich Hildegard Knefs »Schöne Zeiten - Ihre Unvergessenen Singles« hörte, war das wie ein Schock. Die Aufnahmen aus den Jahren 1963 waren dermaßen frisch und gut abgemischt, dass ich mich regelrecht erschrak, so natürlich klangen die Instrumente, so lebendig und nah war die Stimme der Knef.
Der Tragekomfort des Kopfhörers ist exellent, die Verarbeitung ist sehr wertig. Der Kopfbügel sieht zwar spartanisch aus, ist aber mit weichem Leder gepolstert: Man spürt den Bügel auch bei zweistündigem Hören nicht. Die Ohrpolster sind aus Velours, was die Haut nicht schwitzen lässt wie zum Beispiel bei Material aus Kunstleder. Leider sieht man auf dem Velours Schuppen und Haare, sodass man die Polster regelmäßig reinigen muss. Da die Hörkapseln nicht von einem feinen Gewebe geschützt sind (das würde den Klang verfälschen), setzen sich hier ebenfalls Haare und Schuppen ab. Auch ist auf dem symmetrischen 6-Pol-Kabel mit den zwei parallel geführten Doppeladern ziemlich viel Zug drauf, den man deutlich spürt, wenn man im Liegen Musik hört. Dass Beyerdynamics einen 6,3 Millimeter großen Klinkenstecker verwendet hat, ist dem dem stabilen Kontakt geschuldet. Leider ist der T1 aus diesem Grund für Geräte nicht anschließbar, die nur einen Adapter für 3,5 mm haben (etwa für die Produkte von Naim; das funktioniert nur über eine Kupplung, was mit Qualitätseinbußen einhergeht. Die genannte Kritik würde zu einem halben Punktabzug führen, an der Musikdarstellung des T1 gibt es jedoch absolut nichts zu mäkeln.


Music Hall ph.25.2 Kopfhörerverstärker mit Röhrentechnik | Farbe: Silber
Music Hall ph.25.2 Kopfhörerverstärker mit Röhrentechnik | Farbe: Silber
Wird angeboten von Ohrenschmaus-Shop
Preis: EUR 499,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von herausragender Detailfülle, Präsenz und räumlicher Klarheit, 21. Oktober 2012
Kopfhörer fristen ein relativ wenig beachtetes Dasein am Rande der HiFi-Szene. Als Standard gelten immer noch Lautsprecher, für die High-End-Fans beachtliche Summen investieren. Dass man mit einem Kopfhörer für viel weniger Geld audiophil viel weiter kommen kann, wird meist übersehen. Aufgrund ihres Nischendaseins müssen viele Kopfhörer an der entsprechenden Buchse eines Vollverstärkers oder CD-Players arbeiten. Dort laufen sie weit unter ihren Möglichkeiten, denn selbst renommierte Firmen sparen an diesem Bauteil oder verzichten inzwischen sogar darauf.

Der ph25.2 von Music Hall vereint Transistortechnik mit zwei 6N1B-Röhren, was seit jeher der Schlüssel für das Erreichen einer nicht vergleichbaren Klangqualität von High-End Audio-Komponenten ist. Sein Klang ist von herausragender Detailfülle, räumlicher Klarheit und musikalischer Präsenz. Ich habe sowohl Pop als auch Jazz und Klassik mit dem Audio Hall gehört und war beeindruckt, wie natürlich die Musik klingt. Man hat ja bei Kopfhörerverstärkern keine Möglichkeit, die Höhen und Tiefen zu regeln, sondern muss sich auf die Voreinstellungen verlassen. Nichts wirkt hier verzerrt, kein Bass übertönt die Höhen. Instrumente und Stimmen kommen glasklar, und die Räumlichkeit ist atemberaubend. Paul Simons CD »So beautiful or what« oder die »Vitoria Suite« von Wynton Marsalis werden zum Ohrenschmaus allererster Güte mit dem Music Hall. - Und das mit einem alten fünf Jahre alten Mittelklasse-CD-Player von Denon (DCD 700 AE) der nur einen 24-Bit-Prozesser hat (heute sind 32 Bit üblich).

Die einfache Bedienung mit zwei vorderseitigen Kopfhöreranschlüssen sowie zwei umschaltbaren Eingängen (für CD und AUX) machen den ph25.2 in der Praxis sehr flexibel einsetzbar. Ich habe das Internet Tablet 5 von Archos per Dock mit dem Music Hall verbunden und konnte selbst aus MP3-Dateien (320 KB) einen Klang raushören, der fast HiFi-Qualität hatte. Zudem ist der Kopfhörerverstärker als Vorstufe mit zwei Hochpegeleingängen einsetzbar. Was fehlt, ist eine Fernbedienung, mit der man die Lautstärke regeln könnte. Ansonsten: 5 Sterne für Klang, Verarbeitung und Bedienbarkeit.


Kathrein USB-Festplatte UFZ 112 - 2,5 Zoll 500GB externe Festplatte
Kathrein USB-Festplatte UFZ 112 - 2,5 Zoll 500GB externe Festplatte
Wird angeboten von die TECHNIK-PROFIS
Preis: EUR 118,79

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Platte hält nicht, was versprochen wurde, 4. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die USB-2.0-Festplatte steckt in einer mit Leder bezogenen Hülle, deren Ränder verchromt sind. Auf der Oberseite ziert der Schriftzug »KATHREIN« die Hülle. Was tatsächlich unter der Haube steckt, wird jedoch nicht genannt. Der Anwenderhinweis in der Verpackung gibt zwar Tipps zu Aufstellungsort, Reinigung und Service, der wichtigste Hinweis fehlt jedoch: die Angabe über die Schreibgeschwindigkeit der Festplatte. Mitgeliefert wird ein USB-Kabel, das laut Hersteller mit nur einem Anschluss funktioniert - das tut es auch; ein zusätzliches Netzteil ist nicht erforderlich.

Ich habe der Firma Kathrein vertraut, die auf Ihrer Homepage die »UFZ 112«-USB-Festplatte für ihre SAT-Receiver empfiehlt und mit dem Slogan wirbt: »Verwandelt Ihren Receiver in einen digitalen Videorecorder«. Das schmucke Teil erweist sich in der Praxis jedoch leider als Flop.

Ich habe die Platte am HDTV-SAT-Receiver Kathrein UFS 932sw getestet (mit der neuesten Firmware von Juni 2012). In SD ausgestrahlte Programme nahm sie tadellos auf. Bei den HD-Sendungen der öffentlich rechtlichen Sender setzte die Festplatte jedoch binnen einer Stunde 4- bis 5-mal aus. Bei den HD+Sendern (RTL, Pro7, Vox etc.), die nur über die HD+ Karte empfangen werden können, streikte die Platte jedoch fast 20-mal. Ich habe testhalber die ersten 45 Minuten eines Spielfilms auf Pro7 aufgezeichnet und beim Anschauen 18 Aussetzer gezählt: 4 kurze Aussetzer von etwa 1 Sekunde, 3 Aussetzer, bei denen das Bild für 2 Sekunden völlig verpixelt wiedergegeben wurde. Und 11 Aussetzer, bei denen das Bild für 3 bis 5 Sekunden eingefroren blieb, der Ton aber weiterlief.

Mir ist unverständlich, wieso Kathrein eine solche Festplatte als Empfehlung für die eigenen SAT-Receiver vertreibt. Die Techniker dort müssten sie vorab doch ausreichend getestet haben. Irgendwo las ich mal, dass die Datentransferrate bei HD+ Sendungen bei 60Mbyte pro Sekunde liegt, diese Geschwindigkeit jedoch an keinem USB 2.0 Port erreicht wird. Mag sein, dass die Aussetzer ihren Grund in der unzureichenden Datentransferrate von USB-2.0 Festplatten haben. Dann jedoch sollte man auf der Verpackung und in der Werbung für die Festplatte auch offen und fair auf diesen Schwachpunkt hinweisen.

Ich habe die Platte leider umtauschen müssen. Sie war nicht besser als meine beiden externen 2,5-Zoll-Festplatten von Intenso (640 GB, Datentransferrate: 480 MBit/sec) und Toshiba (ESTEEL Alu, 1 TB, Datentransferrate: 480 MBit/sec).
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 7, 2013 6:16 AM CET


psb M4U 2 schwarz
psb M4U 2 schwarz
Wird angeboten von SCHLAUERSHOPPEN
Preis: EUR 368,00

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertiges Multitalent, 6. August 2012
Rezension bezieht sich auf: psb M4U 2 schwarz (Elektronik)
Das Debüt der kanadischen Lautsprecher-Firma psd wendet sich sowohl an HiFi-Enthusiasten als auch an Nutzer, die Musik über MP3-Player und Smartphones hören. Für sie wurde das aktive Rauschunterdrückungssystem eingebaut, das Außengeräusche beim Hören im Auto oder in der Bahn nahezu perfekt wegfiltert. Außerdem wurde im Kopfhörerkabel eine Fern- und Stereomonitorbedienung mit Mikrofon eingebaut, die an einem Smartphone tadellos funktioniert.

Der Kopfhörer lässt sich passiv oder aktiv mit Lärmkompensation betreiben. Die aktive (durch 2 AAA-Batterien betriebene) Kompensation funktioniert wie ein externer Kopfhörerverstärker. An einem HiFi-Gerät oder Porti-Player angeschlossen macht den Klang hörbar druckvoller und versieht ihn mit einem kräftigen Bass und wohltemperierten Höhen. Die Wiedergabe von Stimmen, Schlagzeug und Blasinstrumenten ist exzellent, allenfalls bei Gitarren oder Orgeln sind die Mitten leicht verhangen, aber nicht unangenehm. Positiv fiel mir die Räumlichkeit des Klangbilds auf. Bei remasterten Aufnahmen hat man ein Gefühl, als säße man in einem Konzertsaal.

Ich betreibe den psb M4U2 an einem Kopfhörerverstärker von Music Hall. Aktiviert man bei älteren, nicht remasterten CDs beim Hören zusätzlich das Noise Cancelling, so holt die Room Feel-Technologie aus den alten Scheiben einen Klang, der wirklich atemberaubend ist. Es geht dabei nicht um die Lautstärke, sondern um die Präsenz und den Raumklang der Tonaufnahme. Die CDs klingen wie neu! Ein Sound, den man in einem HiFi-Studio unbedingt probehören und mit anderen Kopfhörern vergleichen sollte.

Die Verarbeitung des Kopfhörers ist sehr wertig. Der verstellbare Bügel besteht aus Polycarbonat in Klavierlackoptik, die Hörmuscheln sind beweglich (zweifach vertikal verstellbar) und können der Gesichtsform angepasst werden. Das Gestänge lässt sich zusammenfalten und für Reisezwecke in einer schicken mitgelieferten Hartschalen-Box verwahren. Der Klappmechanismus ist aus soliden Aluminiumteilen gefertigt. Dicke ovale Kunstlederpolster lassen die Ohren vollständig im Innern verschwinden; sie sitzen straff, aber drücken nicht. Ein Paar Ersatz-Ohrpolster liegt dem Kopfhörer bei, ebenso wie ein Flugzeugadapter, ein 6,35-Stecker und ein zweites Kopfhörerkabel (ohne Headset-Funktion). Die Batterien halten im Aktivbetrieb etwa 60 Stunden.

Beim Betrieb über einen HiFi-Verstärker entstand im Aktivmodus an meiner Anlage ein leichtes Brummen. Ein hochwertiges Lautsprecherkabel beseitigte dies aber sofort. Ich habe bislang Musik mit dem Sennheiser-Klassiker HD 25 gehört. Der Sprung zum PSB M4U2 ist war kostspielig, aber der Klang der Musik entschädigte für den hohen Preis.


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