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Rezensionen verfasst von
Andre Nimtz "co-forgotten"
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The Island
The Island
Preis: EUR 18,99

5 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Actionkost, 29. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Island (Audio CD)
Michael Bay is back, diesmal zwar ohne Jerry Bruckheimer dafür aber mit dem Media-Ventures-Komponisten, der schon das von Bay produzierten Horror-Remake „The Texas Chainsaw Massacre" vertonen durfte. Nach Horror und dem japanischen Animationsfilm „Steamboy" widmet sich Steve Jablonsky nun dem Science-Fiction Blockbuster „The Island".
Deutlich im Stile vorangegangener Media-Ventures und John-Powell-Werke wie den Bourne Scores, „Paycheck", „Spy Game", „The Recruit" und „Phone Booth" liefert Jablonsky hier einen High-Tech-Score ab, der relativ dezente Orchesterpassagen und Chorelemente mit reichlich Drums, Percussion und Synthie-Elementen und Effekten verbindet. Das Ganze wurde von „Altmeister" Hans Zimmer produziert und äußerst druckvoll und treibend abgemischt. Die Leitmotive sind dabei recht dezent gehalten, werden allerdings meistens vom Orchester getragen und verweisen dadurch alle die vielen Drums und Synthies auf die Begleitwerk- und Atmosphäre-Bank. Das Ganze klingt dabei recht stimmungsvoll, mal spannend, mal hektisch, ordentlich abwechslungsreich und doch einigermaßen nach Science Fiction, was vielen Orchester-Puristen oft nur leidlich gelingt.
Also hat Jablonsky zumindest schon mal die Vorgabe von Bay erfüllt. Leider jedoch muss man Jablonsky an mehreren Stellen des Plagiats bezichtigen, was die Originalität des Gesamtwerkes etwas abschwächt. So hat er sich an manchen Stellen doch zu deutlich von z.B. dem „Phone Booth"-Score seines Mentors Harry Gregson-Williams „inspirieren" lassen, was dann in Tracks wie „You Have a Special Purpose in Life" überdeutlich heraus sticht. Und spätestens beim letzten Score-Track „My Name Is Lincoln" merkt man überdeutlich, dass Michael Bay im Temp-Track Zimmers/Gerrards „Now We Are Free" aus dem „Gladiator"-Soundtrack reingebastelt haben muss, das Jablonsky nun versucht hat musikalisch leicht plagiativ zu erreichen. Sein Scheitern daran vermiest den Score jedoch nicht unbedingt, sondern liefert ein sehr melodisches und stimmungsvolles, wenn auch nicht übermäßig originelles Endstück ab. Dass Jablonsky es kreativer kann beweist er in diesem Score mit Tracks wie „Mass Vehicular Carnage", der einen Sprechgesang enthält, oder auch den darauf folgenden Tracks, die immer wieder äußerst anhörliche Actionkost bieten. Den Abschluss der CD bietet der Nu-Metal-Track „Blow" von The Prom Kings, der an sich ganz gut klingt und auch dem Gesamteindruck der CD nicht schadet, jedoch als Abspann-Musiktitel für Filme dieser Art schon so zur Regelmäßigkeit geworden ist, dass man fast von stereotyp sprechen muss.
Ergo: Steve Jablonsky ist ein guter, durchaus hörenswerter Score gelungen, der das Science-Fiction-Thema des Films passend unterstützt. Leider erreicht Jablonsky hier nicht die Kraft seines Vorgängers „Steamboy" und manchmal fallen einem manche Verwandtschaften zu bereits erschienenen Scores zu deutlich ins Ohr. Man muss halt wieder einmal sagen, dass es bei neuen Scores oftmals ein Segen ist, die Scores nicht zu kennen, bei denen sich der Komponist bedient hat. However, Jablonsky mag kein Meilenstein gelungen sein; abwechslungsreiche, spannende und durchaus hörenswerte Musik bietet der Score allemal. Steve Jablonsky sollte man im Auge bzw. Ohr behalten.


The Island
The Island
Preis: EUR 22,21

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Actionkost, 29. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Island (Audio CD)
Michael Bay is back, diesmal zwar ohne Jerry Bruckheimer dafür aber mit dem Media-Ventures-Komponisten, der schon das von Bay produzierten Horror-Remake „The Texas Chainsaw Massacre" vertonen durfte. Nach Horror und dem japanischen Animationsfilm „Steamboy" widmet sich Steve Jablonsky nun dem Science-Fiction Blockbuster „The Island".
Deutlich im Stile vorangegangener Media-Ventures und John-Powell-Werke wie den Bourne Scores, „Paycheck", „Spy Game", „The Recruit" und „Phone Booth" liefert Jablonsky hier einen High-Tech-Score ab, der relativ dezente Orchesterpassagen und Chorelemente mit reichlich Drums, Percussion und Synthie-Elementen und Effekten verbindet. Das Ganze wurde von „Altmeister" Hans Zimmer produziert und äußerst druckvoll und treibend abgemischt. Die Leitmotive sind dabei recht dezent gehalten, werden allerdings meistens vom Orchester getragen und verweisen dadurch alle die vielen Drums und Synthies auf die Begleitwerk- und Atmosphäre-Bank. Das Ganze klingt dabei recht stimmungsvoll, mal spannend, mal hektisch, ordentlich abwechslungsreich und doch einigermaßen nach Science Fiction, was vielen Orchester-Puristen oft nur leidlich gelingt.
Also hat Jablonsky zumindest schon mal die Vorgabe von Bay erfüllt. Leider jedoch muss man Jablonsky an mehreren Stellen des Plagiats bezichtigen, was die Originalität des Gesamtwerkes etwas abschwächt. So hat er sich an manchen Stellen doch zu deutlich von z.B. dem „Phone Booth"-Score seines Mentors Harry Gregson-Williams „inspirieren" lassen, was dann in Tracks wie „You Have a Special Purpose in Life" überdeutlich heraus sticht. Und spätestens beim letzten Score-Track „My Name Is Lincoln" merkt man überdeutlich, dass Michael Bay im Temp-Track Zimmers/Gerrards „Now We Are Free" aus dem „Gladiator"-Soundtrack reingebastelt haben muss, das Jablonsky nun versucht hat musikalisch leicht plagiativ zu erreichen. Sein Scheitern daran vermiest den Score jedoch nicht unbedingt, sondern liefert ein sehr melodisches und stimmungsvolles, wenn auch nicht übermäßig originelles Endstück ab. Dass Jablonsky es kreativer kann beweist er in diesem Score mit Tracks wie „Mass Vehicular Carnage", der einen Sprechgesang enthält, oder auch den darauf folgenden Tracks, die immer wieder äußerst anhörliche Actionkost bieten. Den Abschluss der CD bietet der Nu-Metal-Track „Blow" von The Prom Kings, der an sich ganz gut klingt und auch dem Gesamteindruck der CD nicht schadet, jedoch als Abspann-Musiktitel für Filme dieser Art schon so zur Regelmäßigkeit geworden ist, dass man fast von stereotyp sprechen muss.
Ergo: Steve Jablonsky ist ein guter, durchaus hörenswerter Score gelungen, der das Science-Fiction-Thema des Films passend unterstützt. Leider erreicht Jablonsky hier nicht die Kraft seines Vorgängers „Steamboy" und manchmal fallen einem manche Verwandtschaften zu bereits erschienen Scores zu deutlich ins Ohr. Man muss halt wieder einmal sagen, dass es bei neuen Scores oftmals ein Segen ist, die Scores nicht zu kennen, bei denen sich der Komponist bedient hat. However, Jablonsky mag kein Meilenstein gelungen sein; abwechslungsreiche, spannende und durchaus hörenswerte Musik bietet der Score allemal. Steve Jablonsky sollte man im Auge bzw. Ohr behalten.


The Great Raid
The Great Raid
Wird angeboten von nagiry
Preis: EUR 14,94

9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein paar gute Momente machen noch keinen guten Score, 20. August 2005
Rezension bezieht sich auf: The Great Raid (Audio CD)
Was hat John Dahl sich denn da gedacht. Nach dem fiesen, kleinen Thriller „Joy Ride" (mit einem gelungenen Score von Marco Beltrami) schlägt er nun patriotische Töne an und verfilmt eine WWII Rettungsaktion auf den Philippinen, die für die USA zwar als Fehlschlag angesehen wird aber im Nachhinein doch als patriotischer Akt des Heldenmuts interpretiert werden kann. Entsprechend braucht man da auch einen Score-Komponisten, der sich mit Heldenscores auskennt. Und wer dabei kein Geld für John Williams hat greift halt auf Trevor Rabin zurück, der für Bruckheimer auch schon schön patriotisch tönen durfte. Dabei ist jedoch ein allenfalls mäßiger Score herausgekommen, der eigentlich vieles von dem vermissen lässt, was man bei der Thematik erwartet.
Zunächst: Das Hauptthema ist eigentlich typisch Trevor Rabin. Wer die Hauptthemen von „Armageddon" oder „The 6th Day" kennt weiß auch, was er hier bekommt, obwohl man diesmal fast sagen muss, dass das Thema kompositionstechnisch auch gut von James Horner hätte stammen können. So bietet dieses Thema zwar schöne Harmonien, die im Verbund mit den typischen Military Snares doch auch recht patriotisch klingen; sonderlich kreativ und neu ist das Ganze z.B. im Vergleich zu Rabins grandiosem „American Outlaws" Thema aber bei weitem nicht. Dafür trägt dieses Motiv gleich den 9-minütigen Opener und kehrt dann in Track 2, 8 (The Great Raid) und 13 nochmals wieder.
Des weiteren: Temporeiche Tracks werden in diesem Score auch weniger geboten. Lediglich Track 4 (Raid Begins) bietet anhörliche Actionkost und Track 6 (Rangers Start) bietet mit einer Kombination aus Synthie-Elementen, Drums/Percussion-Samples und Einwürfen ethnischer Instrumente Spannung und Atmosphäre.
Und wo wir gerade bei ethnischen Elementen sind: Dafür, dass sich die Handlung des Filmes zu einem großen Teil um ein japanisches Kriegsgefangenenlager auf den Philippinen dreht sucht man ethnische Elemente im Score über weite Strecken vergebens und wenn sie denn mal auftauchen, sind sie recht spärlich gestreut. Das unterstreicht wohl den Amerika-zentrischen Charakter des Film, in dem der Feind mal wieder der einzig Böse ist.
Was jedoch positiv in diesem Score auffällt sind Rabins Experimente mit Duetten und Quartetten. So findet der geneigte Hörer am Ende von Track 3 (Execute) ein sehr stimmiges Streicherduett und am Anfang von Track 7 (Campsite) ein ruhiges Holzbläserduett bzw. -quartett, das einen sehr interessanten Kontrapunkt zum relativ lauen Rest des Scores bietet.
Ergo: Trevor Rabin hat sich hier wie wohl auch John Dahl nicht mit Ruhm bekleckert. Nach mehrmaligem Hören ist bei mir immer noch nicht viel mehr als eine laue Erinnerung an das Hauptthema und der Eindruck der bereits erwähnten Duette/Quartette hängen geblieben. So bietet der gut 48-minütige Score ein relatives Einerlei aus Schon-mal-gehörten und Nicht-unbedingt-eindrucksvollem das an manchen Stellen durch durchaus interessante und hörenswerte Kompositionsideen unterbrochen wird. Im Grunde kann man sagen, wenn man die Tracks 4 (Raid Begins) und 6-8 (Rangers Start, Campsite und The Great Raid) gehört hat kennt man den Score, denn viel mehr hat er nicht zu bieten. Schade drum.


Mr & Mrs Smith
Mr & Mrs Smith
Preis: EUR 16,66

23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Falmenco+Tango+Action = Mitreißend, 23. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Mr & Mrs Smith (Audio CD)
Endlich ist es soweit: John Powells neuer Score zu Doug Limans Film „Mr. & Mrs. Smith" ist da und alle Fans sollten ihn sich schleunigst zulegen, denn das dürfte für dieses Jahr der letzte Powell'sche Score gewesen sein.
Zur Musik: Wieder einmal zeigt Powell, dass er schlafwandlerisch durch verschiedene Stile geistern kann. So gibt er dem geneigten Hörer diesmal die volle Ladung Tango und Flamenco leicht angehaucht von Bond-ähnlichen Agenten-Film-Musik-Anklängen, vermixt das ganze mit reichlich Percussions und Drums und lässt ab und an ganz interessante Synthie-klänge durch die Boxen blubbern. Das Ganze kommt mal elegant, mal hektisch, aber auch gern mal ganz verspielt daher und erinnert so streckenweise an Powells Arbeiten zu „Evolution", „Paycheck" und den Bourne-Verfilmungen. Jedoch verkneift sich Powell grobschlächtige Plagiate, wie man sie von manch anderem leider immer öfter geboten bekommt. Gut, die Actionsequenzen erinnern mit ihren Staccato-Streichern schon deutlich an besagten Bourne, aber sie erinnern eben nur und kopieren ihn nicht. Zudem bilden die Tangoelemente einen wunderbaren Ausgleich, der in Titeln wie „Tango De Los Asesinos" wahrlich hinreißende, manchmal fast „erotische" Formen annimmt.
Motivisch muss man allerdings schon etwas suchen: Als Hauptmotive entpuppen sich erst nach wiederholten Hören die Tango- und Flamencoelemente und die Staccato-Streicher. Heroische Hauptmelodien sucht man (zum Glück) vergebens. Dennoch gibt sich das Gesamtklangbild recht ausgewogen: ruhige, fast schon zurückhaltende Momente, werden von atmosphärischen bzw. verspielten Titeln abgelöst und kräftige Bässe und Percussions sorgen in den Actionsequenzen für den richtigen Drive.
Ergo: Powell kombiniert wieder einmal reichlich Gitarren mit Synthie-Elementen und großem Orchester und bedient sich dabei verschiedener Stile. Der Score ist 100% Powell, allerdings brauchte es bei mir drei Anläufe, bis ich ihn richtig zu schätzen wusste. Also, ruhig mehrmals hören und die Anlage etwas weiter aufdrehen - dann wird's mitreißend - spätesten, wenn Powell in den letzten Tracks in Sachen Action ein paar Gänge höher schaltet. Fans klassischer Scores werden jedoch weniger auf ihre Kosten kommen, dafür ist Powell zu (post)modern. Zum Glück. Also: Reinhören und selber urteilen. Ich für meinen Teil finde ihn sehr hörenswert.


Robots
Robots
Preis: EUR 18,92

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Meister aller Stile lässt die Roboter wuseln!, 16. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Robots (Audio CD)
Der neue Film der Ice-Age-Macher ist da und diesmal durfte der Animationsfilm-erprobte John Powell den Score dazu liefern - eine Entscheidung, die die Macher des Filmes kaum bereuen dürften.
Zunächst jedoch ein kurzer Hinweis: Diese CD beinhaltet nicht die Songs zum Film sondern ausschließlich die orchestrale Filmmusik. Aber mal ehrlich: Wer braucht bei diesem abwechslungs- und temporeichen Stile-Cocktail a la Powell schon noch die Pop-Songs. Powell zeigt hier nämlich mal wieder, das er ein Meister aller Stile ist. Und dass er auch durch seine vorherigen Scores dazugelernt hat. So verbindet Powell die treibenden Rhythmen von „Paycheck" mit hektischen Orchestrationen a la „Rat Race" und Jazz-, Swing-, Big Band- und Blues-Elementen wie man sie schon aus „Chicken Run" oder „Gigli" kennt. Das schöne dabei ist, dass sich Powell nicht in unkreativer Selbstkopie ergeht sondern stilistisch wieder einen originellen Klangteppich webt, der großes Orchester, reichlich Drums und Percussions - unter anderem gespielt von der Blue Man Group - Gitarren, Keyboards, einen doch recht wuchtigen, jedoch nicht dominierenden Chor und noch allerlei andere Elemente - z.B. auch einen Dudelsack - verbindet. Hinzu kommen noch gelungen melodische Hauptmotive, die Powell im Verlauf des Scores in bewährter Weise variiert und so auch genügend ruhige und manchmal auch einfühlsame (romantische) Momente als Ausgleich zu seinem oft flotten Score kreiert. Mit viel Liebe zum Detail steuert er noch reichlich Effektsounds bei, die oftmals auch als Percussions verwendet werden, und erzeugt so auch die wuselnde Roboterwelt im heimischen CD-Player.
Ergo: Alles in allem liefert Powell mal wieder ein Glanzstück seiner Kunst und zeigt zudem, mit welcher Konstanz man wunderbare und hörenswerte Filmmusik komponieren kann, ohne dabei in endloses Selbstplagiat zu verfallen. Sein zitatenreicher und stilbunter Score bietet somit knapp 44 Minuten beste abwechslungsreiche und mitreißende Unterhaltung. Powell ist immer wieder sein Geld wert. Kaufen!


Gothika
Gothika
Preis: EUR 21,14

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Horror-Score vom Feinsten mit wunderschönem Hauptmotiv, 27. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Gothika (Audio CD)
Nachdem Bruno Coulais die beiden vorherigen Filme des Franzosen Mathieu Kassovitz vertonen durfte, hat sich letzterer für sein US-Debüt auch einen üblichen Verdächtigen der US-Komponisten geangelt: John Ottman. Und die Wahl kann man durchaus als goldig bezeichnen. Mit großem Orchester jagt Ottman dem geneigten Hörer in bester Horror-Score-Manier gepflegte Schauer über den Rücken. So kreiert er bisweilen schön dissonante Klangräume, die mit Percussions versehen auch die nötigen Akzente setzen. Dazwischen versteckt er gekonnt musikalische Schockmomente und zieht auch sonst so alles heran, was man zwar schon aus anderen Filmen kennen mag, aber in Ottmans Score zu einem schaurig stimmigen Gesamtklangbild verschmilzt: Von schrill „quietschenden" Geigen bis hin zu „wuselnden" Läufen ist alles vertreten. Doch das Beste ist, dass Ottman dem Film ein einfach wunderschönes Hauptmotiv zugrunde legt. Bereits im ersten Track („Prologue") führt Ottman ein herrlich melodiöses und zugleich auch mysteriöses (synthie-)chorales Hauptmotiv ein, das er im Verlauf des Scores mehrmal wiederholt und variiert und damit seinem ansatz-infernalischen Grusler entspanntere Momente verleiht.
Ergo: Wer auf Horror-Scores steht kommt an diesem hier nicht vorbei. Ottmann macht alles richtig, um Stimmung, Spannung und Schockmomente zu kreieren. Als Zugabe gibt's ein wundervolles Hauptmotiv, das mit seiner scheinbaren Harmlosigkeit einen herrlichen Kontrapunkt setzt und dem Ohr eine Freude bereitet. Klasse.


Fear Dot Com
Fear Dot Com
Preis: EUR 17,93

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Achtung: 73 Minuten Horror pur, 27. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Fear Dot Com (Audio CD)
Wer von den Anwesenden kennt Nicholas Pike? So wenige! Dann wird es höchste Zeit ihn kennen zu lernen. Einen überaus geeigneten Einstieg hierfür bietet Pikes Score zu „Fear Dot Com". Aber Vorsicht: Wer Horror-Scores nicht mag ist hier falsch. Denn Pike zündet hier ein gleichermaßen infernalisches wie auch atmosphärisches Horror-Klangfeuerwerk, das voll und ganz überzeugt. Schon im „Prologue" führt Pike sowohl ein sehr ruhiges, melodisches, chorales Hauptmotiv als auch besagtes infernalisches Chor und Orchesterarrangement ein. Es folgt eine oft effektlastige Klangatmosphäre, die für Stimmung sorgt: Es knarzt, grummelt, quietsch und knackt im Gebälk, was an sich zwar teilweise keine wirkliche Musik darstellt, aber auf Grund der seltsamen Vertrautheit der Geräusche den Zuhörer in seinen Bann zieht. Zwischendrin baut Pike aber auch regelmäßig durchkomponierte Stücke ein, die mal von ruhigem Klavier, mal von mysteriösen Gesangselementen, mal von Soloviolinen, aber ab und an auch von einem hektischen großen Orchester zum Besten gegeben werden. Unterbrochen wird das Ganze nur von einem kurzen Stück (Track 7), das stereotyperweise auf einer Orgel gespielt wird und wohl eine Reminiszenz and alte Horrorstreifen darstellen soll, und von einem Song, der aber gut zur Gesamtstimmung passt. Der Rest ist mal hektische, mal ruhige und mysteriöse, jedoch immer stimmig düstere Horror-Musik, die in ihrem Hauptmotiv und im letzten Track („Finale") wunderbar ruhige und melodische Momente findet. Das Beste an diesem Score ist jedoch seine Länge: Der geneigte Horrorfan darf sich hier auf gut 73 Minuten gruselige, stimmungsvolle und manchmal auch infernalische Unterhaltung freuen.
Ergo: Nicholas Pike ist auf jeden Fall hörenswert und beweist mit diesem Score, wie stimmungsvoll, abwechslungsreich und schlicht großartig Horrorfilmmusik sein kann.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 25, 2013 8:51 AM MEST


Steamboy
Steamboy

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Orchesterscore von Steve Jablonsky, 27. Februar 2005
Rezension bezieht sich auf: Steamboy (Audio CD)
Es gibt Frischfleisch bei Media Ventures: Steve Jablonsky, die rechte Hand Harry Gregson-Williams' und auch Hans Zimmers, tritt mehr und mehr aus dem Schatten seiner Mentoren und liefert mit „Steamboy" ein weiteres Soloprojekt, das seine Vielseitigkeit unter Beweis stellt. Jablonsky vertont den japanischen „Anime"-Streifen mit großem Orchester und zaubert so einen mitreißenden und großartigen Abenteuer-Score. Er kombiniert dazu alles, was uns stilistisch eigentlich von Media Ventures schon bekannt ist, allerdings auf eine erfrischende und überaus hörenswerte Weise. So gibt es reichlich Streicherläufe, satte Percussions und Bassstreicher und Bläser, hektisch-rhythmische Arrangements, aber auch wunderschöne, ruhige und getragene Leitmotive. Damit erzeugt Jablonsky in ausgewogenem Maße Spannung, Action, Dramatik, aber auch Romantik, etwas Pathos und auch sonst so ziemlich alles, was man sich auf einem abwechslungsreichen Score nur wünschen kann. Das Ganze klingt durchweg überzeugend und überaus versiert.
Ergo: Steve Jablonsky tritt überaus gekonnt aus dem Schatten seiner Meister und beweist nach dem etwas flachen „Texas Chainsaw Massacre", dass er auf bezaubernde Weise mit einem großen Orchester umgehen kann. Diese knapp 61 Minuten sind ihr Geld auf jeden Fall wert.


The Clearing (Anatomie einer Entführung)
The Clearing (Anatomie einer Entführung)
Preis: EUR 19,35

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Atmosphärisch-düsterer Score, 27. Februar 2005
Craig Armstrong durfte mal wieder, und zwar den Score komponieren zu Pieter Jan Brugges Entführungs-Thriller „The Clearing". Und das Ergebnis ist durchaus hörenswert. Wie man es von Armstrong gewöhnt ist, setzt er wieder auf klassisches Orchester, verbindet das Ganze mit reichlich Klavierklängen, die er selbst zum Besten gibt, fügt ab und an eine Solo-Violine hinzu und garniert das Ganze in manchen Tracks mit gewohnt sperrigen, treibenden und durchaus stimmigen Drums und Percussion-Samples. Armstrong kreiert so eine düstere, bedrohliche und spannende Atmosphäre, die in den rhythmisch unterlegten Tracks eine treibende Kraft und die nötige Abwechslung gewinnt. Die Orchestration ist dabei typisch Armstrong: Dezente Streichermelodien und -arrangements werden in seinem einzigartigen Kompositionsstil miteinander zu einem dezent-symphonischen Klangteppich verwoben, der ab und an richtig spröde und zerbrechlich wirkt. Die Hauptmotive sind zwar nicht so herausstechend wie in anderen Werken Armstrongs, bieten aber dennoch in Titeln wie „I Have Everything I Need" sogar romantische und absolut bezaubernde Hörmomente. Lediglich das Main Theme, das Armstrong in mehreren Versionen zum Besten gibt, verpufft für meinen Geschmack etwas zu schnell, obwohl es typisch Armstrong und durchaus effektvoll komponiert ist.
Ergo: Der geneigte Hörer bekommt hier gut 55 Minuten Armstrong-typische Kost mit dezenten, fast zerbrechlichen Instrumentationen, die dennoch eine spannende und bedrohliche Atmosphäre erzeugen. Kleine Schwächen beim Main Theme kann man da sicherlich verschmerzen.


Der Fluch ( OT: The Grudge )
Der Fluch ( OT: The Grudge )
Preis: EUR 18,48

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht gerade melodisch, dafür unheimlich atmosphärisch, 18. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch ( OT: The Grudge ) (Audio CD)
Christopher Young darf mal wieder Horror vertonen, und wer Youngs Arbeiten kennt, der weiß, dass seine Horrorscores wie z.B. "Hellraiser" oder "The Dark Half" Meisterwerke des Genres sind. Nun steht mit dem Remake des japanischen Kulthorrors "Ju-On" als "The Grudge" erneut ein Hollywood-typisch "aufgemotzter" Horrorschocker im Stile von "The Ring" an, und wenn man den ersten Track auf der CD hört fühlt man sich hier auch etwas an Zimmers Score zu letzterem erinnert: Es beginnt düster und bedrohlich mit Synthie- und Streicherklangteppichen, denen man zunächst schwerlich melodiöse Elemente entnehmen kann. Dann führt Young sein einziges markanteres Leitmotiv ein: Ein Motiv getragen von Streicher- oder vielmehr Harfenläufen, die einer düsteren Akkordlinie folgen und etwas an die morbideren Werke von Elfman, Silvestri und nicht zuletzt an Zimmers "The Ring" erinnern. Wer jetzt nach Track 1 allerdings etwas grundsätzlich Anderes als das bisher Gehörte erwartet, wird enttäuscht sein. Young webt weiter seine düsteren und bedrohlichen Klangteppiche, die mit akustischen Akzenten für Schockeffekte sorgen sollen. Des weiteren lässt er sich oft zu schön schaurig dissonanten Klangeskapaden hinreißen, die zwar nichts für einen gemütlichen Abend zu zweit am Kamin sind, dafür aber eine herrlich düstere Stimmung aufbauen. Zwischendrin blinzeln ab und zu wieder Streicherläufe durch, die jedoch bis auf den letzten Track, in dem Young sein Leitmotiv aus Track 1 wiederholt, nie die Oberhand gewinnen und stets von düsteren Klangteppichen eingehüllt werden. Der Score hat dadurch zwar weniger Erinnerungswert und wird beim ersten Hören vielleicht auch enttäuschen. Wer aber stimmungsvolle und vor allem abgrundtief düstere und streckenweise herrlich dissonante Horror-Musik mag, sollte hier schon fündig werden.
Ergo: Man nehme einen guten Horror-Roman, lege diese CD ein und mache sich einen schön gruseligen Abend. Dafür ist "The Grudge" jenseits des Filmes perfekt: Denn diese CD lenkt nie durch melodiöse Eskapaden ab, sondern setzt komplett auf Stimmungsaufbau.
Young ist hier ein guter und durchaus hörenswerter Score gelungen, mit dem er jedoch die Klasse seines "Hellraiser"-Scores nicht erreichen kann. Und der Mangel an melodiösen Elementen mag sicher auch den einen oder anderen abschrecken. Für alle die das nicht stört: dieser Score ist Horror pur - ohne Zierrat und unnötiges Drumherum - Stimmung, Atmosphäre und Klang(alpt)räume. Ich wünsche angenehmes Gruseln.


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