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Beiträge von Christian Weber
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Rezensionen verfasst von
Christian Weber
(REAL NAME)   

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Grace for Drowning
Grace for Drowning

15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Set the controls auf Anfang, 12. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Grace for Drowning (Audio CD)
Für diese Rezension muss ich etwas weiter ausholen:

Seit Fear of a blank planet haben mich die Wilson Sounds nicht mehr so recht interessiert.
Natürlich gönnte ich Wilson den Erfolg, den er mit Porcupine Tree hatte, aber irgendwie blieb da ein schaler Beigeschmack. Es schien, als würde er mit seiner Hauptband die Brötchen verdienen und deshalb musikalischen Dienst nach Vorschrift liefern, während er sich bei seinen Nebenprojekten künstlerisch austobte.

Beim Erscheinen von The Incident war ich deshalb gar nicht mehr so enttäuscht wie viele andere. Die Scheibe bestätigte einfach meinen Eindruck. Porcupine Tree waren zu einer guten Rock Band mutiert, die musikalischen Ausrufezeichen setzte Wilson inzwischen woanders. Sein Soloalbum Insurgentes bekam deshalb noch einmal eine Chance von mir. Aber auch hier war ich nicht so überzeugt. Zwar interessanter als The Incident, aber irgendwie richtungslos und auch nicht unbedingt spannend.

Die Nachricht vom Erscheinen seiner zweiten Soloscheibe nahm ich deshalb nur mit Schulterzucken zur Kenntnis. Wollte ich wirklich den x-ten Klon von Blackest Eyes oder Russia on ice hören? Nicht wirklich, also lieber schnell abhaken.

Dann drangen aber vermehrt Stimmen zu mir. Wilson erzählte in Interviews etwas von starkem King Crimson und Jazz-Einfluss und ein Freund, der sonst nur auf experimentellen Kram steht, lobte das Album in höchsten Tönen. Da das Album in der normalen Edition günstig für 10 Euro zu haben ist, habe ich es also doch noch mal probiert. Und?

Ich bin geplättet! Auf Grace for drowning liefert Wilson endlich wieder das, was ich seit Fear of a blank planet vermisst habe. Musikalische Achterbahnfahrten. ECHTE Gefühle. Jazz! Zwar im Rockkontext aber trotzdem stark vertreten. Großartig!

Gleich der eröffnende Titelsong macht klar: Hier ist etwas anders. Das ist irgendwie typisch Wilson und dann doch wieder nicht. Seine Harmonien, die er in der letzten Zeit immer wiederholt hat, sind noch da. Aber er verfremdet sie absichtlich - Lässt mal hier einen Ton weg, fügt dort eine schräge Chromatik hinzu.
Das ganze führt dazu, dass man sich sofort wie zuhause fühlt, um danach umso stärker aus dem Gewohnten heraus gerissen zu werden. Das Album besteht diesmal nicht aus Wilson Schönklang. Selbst Postcard, ein Song der noch am ehesten an die älteren Sounds erinnert, spielt mit den Erwartungen und enttäuscht sie absichtlich. Da kommt zwar so ein Sigur Ros ' mäßiges Crescendo, aber genauso schnell wie es gekommen ist wird es wieder abgewürgt. Stattdessen folgt dann ein eher klassischer Chor und eine irgendwie schöne aber irgendwie auch beunruhigende Soundscape.

Stimmt, gab's bei Wilson alles schon mal. Aber es wird hier neu zusammengesetzt und irgendwie nur angerissen. So nach dem Motto: 'Jetzt habt ihr alle gedacht, endlich kommt die Trains-Kopie, die ihr entweder hassen oder lieben könnt. Aber ihr kriegt sie nicht! Ich verändere die Nuancen ein klein wenig, und schon werdet ihr euch nicht mehr so wohlfühlen! Hähä!' Hier erweist sich der gute Steven endlich wieder als wahrer Künstler, der mit den Erwartungshaltungen spielt und sie gekonnt ins Leere laufen lässt.

Aber das ist lange nicht alles. Es werden hier nicht nur die Bausteine neu und ungewohnt zusammengesetzt. Nein, Wilson betritt tatsächlich für ihn musikalisches Neuland. Zum einen hat das Remastern der King Crimson Alben bei ihm wirklich hörbare Spuren hinterlassen. Robert Fripps Geist weht durch das gesamte Album. Und das nicht nur in den brillanten Gitarrenriffs und -soli, die zu den besten gehören, die Wilson je komponiert hat, sondern auch in seiner jazzigen und experimentellen Ausrichtung.
Schon seit längerem ist Wilson von Miles Davis begeistert. Aber erst jetzt hat er es geschafft, den Jazz gleichberechtigt in seinen Soundkosmos zu integrieren. Wenn eine Improvisation, wie beispielsweise in dem großartigen Remainder the black dog beginnt, ist dies kein Fremdkörper, sondern fließt absolut natürlich in das Rockschema.
Dass diese musikalische Erweiterung gelingt, dürfte zu einem nicht geringen Anteil an solch versierten Musikern wie beispielsweise Ben Castle, Theo Travis oder Trey Gunn liegen. Wilson hat hier nicht nur seinen Stiefel runter gespielt, sondern mit seiner gut zusammengestellten Band eifrig improvisiert. Und das ist für den Jazz bekanntermaßen nicht ganz unwichtig.

Exemplarisch für die Qualität des ganzen Albums steht Raider II.
Für mich ist dies der beste Song, den Wilson bisher geschrieben hat. In 23 Minuten wird hier alles abgedeckt wofür er heute steht. Allein der Beginn ist ein Meisterwerk. Dissonante Klaviertupfer werden von einer quälend langend Pause durchbrochen (Vielleicht kann mir ein schlauer Kopf mal sagen wieviele Takte das sind?), der Gesang flüstert wie ein unheimlicher Zwerg hinterm Ofen hervor, und dann bricht das Crimson-Inferno los!
Der Schock ist so gewaltig, dass ich beim ersten anhören beinahe mein Bier verschüttet hätte. Dann ein 21st century schizoid man ' Gedächtnisriff. Vangelischöre. Van der graaf generator ' Flöten. Der Song klingt, als würde Wilson sein eigenes Progrock-Disneyland besuchen. Über allem schwebt aber trotzdem die melancholische, moderne und - ja wirklich! - jazzige Aura des Albums.

Grace for drowning ist verschnörkelt, verschroben und will erschlossen werden. Aber das zeichnet interessante Alben aus. Und diese Scheibe wird todsicher alle begeistern, denen Stevies Sound zuletzt ein wenig zu berechenbar geworden ist. Hier ist der echte Steven Wilson am Werk gewesen. Der Soundtüftler, Künstler und Progrocker (Und ich spreche von 'progressiv' in seiner tatsächlichen Bedeutung).

Es passt ins Bild, das Wilson angekündigt hat, Porcupine Tree vorübergehend auf Eis zu legen. Denn Grace for drowning ist tatsächlich ein radikaler Neuanfang. Und ob sich Wilson nach dieser künstlerischen Selbstbefreiung noch einmal das Korsett des PT-Sounds anziehen möchte, wage ich doch sehr zu bezweifeln. Was ich gar nicht schlimm finden würde. Grace for drowning zeigt schließlich, dass er am besten ist, wenn er sich nicht um Erwartungshaltungen kümmern muss.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 5, 2013 3:22 PM CET


The Tide and Its Takers
The Tide and Its Takers
Wird angeboten von all-my-music-rheingau
Preis: EUR 26,99

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer Ohren hat, der höre..., 11. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: The Tide and Its Takers (Audio CD)
Ich habe noch nie verstanden, warum den Crazyfists die Anerkennung seitens der Kritiker und in gewissem Maße auch des Publikums versagt geblieben ist. Auch über dieses superbe neue Album lese ich überall nur sachen wie "ganz nett" "08/15 Metalcore" "unspektakuläres Songwriting". Bitte? Mag sein, dass das Debut "Bitterness The Star" sich noch ein wenig an Nu-Metal-Trends anbiederte und in der Tat wenig eigene Akzente setzte, aber spätestens seit dem genialen "A Snow Capped Romance" gehört die Band für mich (und meinen gesamten Freundeskreis) zu einer der besten Modern-Metal-Bands. Und es wird Zeit, dass das endlich jemand einsieht!
Sollte der große Durchbruch auch mit "The Tide And Its Takers" nicht gelingen, dann geb ich es endgültig auf, dann gehören 36 Crazyfists zu jenen Bands, die für immer (und definitiv unverdient) im Underground herumkrebsen.
Denn dieser abwechslungsreiche und zum Teil ultrabrutale Hassbrocken ist ohne Zweifel ihr bisher bestes Album geworden. Los gehts mit The All Night Lights das so brutal aus den Boxen knallt, das selbst die letzte Machine Head nicht dagegen anstinken kann. Aber es geht gleich weiter, "We Gave It Hell" ist ein lupenreiner Hit, den man ganz bestimmt wochenlang nicht mehr aus den Ohren kriegen würde, wenn der Band mal das längst überfällige Airplay zugestanden würde. Aber es wird nicht nur aufs Gaspedal gedrückt, an Abwechslungsreichtum ist diese Scheibe nicht zu überbieten. Da gibt es mit dem Titelsong eine melancholische wunderschöne Ballade, mit "Nothern November" ein progressives Stück, das fast ein wenig an Oceansize erinnert und mit "Absent Are The Saints" den Metalhit 2008.
Lange Rede kurzer Sinn: Wer jetzt nicht kauft ist selbst schuld! Lasst euch von den Kritikern nichts einreden, denn dieses Scheibe steckt die völlig überbewertete und grottenöde neue In Flames dreimal in die Tasche!


In the Fishtank
In the Fishtank
Preis: EUR 10,99

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lost in Space, 1. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: In the Fishtank (Audio CD)
Mit Isis und Aereogramme hat sich die In the fishtank - Reihe hier zwei der aktuell interessantesten Rock/Metal-Bands ins Boot geholt. Wie mein Vorredner schon anmerkt, stiegen die Erwartungen hierbei ins unermessliche. Und wurden sie nun letztendlich enttäuscht? Mitnichten:
Mit Low tide beginnt die CD mit einem unglaublich starken Song, der einen sofort in eine andere Welt entführt. Bei solchen Songs weiß ich, warum ich immer nach Musik abseits des Mainstreams suche: Ein schimmernder Fischschwarm im tiefblauen Ozean, eine einsame Raumstation mitten in der schwarzen Unendlichkeit des Weltalls, eine verschneite Winterlandschaft...
Alle diese Bilder und noch mehr tauchen bei mir beim Hören dieses Songs auf. Ich empfinde durchaus, dass Isis und Aereogramme hier gut harmonieren. Das komplex-bombastische Drumming ist klar von Aaron Harris geprägt. Auch die epische Länge, die diesen Song perfekt zur Geltung bringt, verwenden Aereogramme eher selten. Den Einfluss von Aereogramme hört man dann vor allem beim Gesang und dem traumhaft schönen Refrain, der dem Song dass I-Tüpfelchen aufsetzt. Hier ist die Fusion beider Bands perfekt gelungen und hat zu einem wahnsinnig guten Song geführt. Bei Delial hingegen hat man tatsächlich den Eindruck nur einen Isis-Song zu hören. Auch mit viel gutem Willen kann man hier keinen Einfluss von Aereogramme heraushören. Und besonders stark ist der Song auch nicht. Man erkennt hier besonders stark, dass Isis im Studio lange an ihren Songs feilen müssen, um sie zur Perfektion zu bringen. Die Zwei-Tage-Session war hier anscheinend nur wenig ausreichend. Stolen entschädigt aber für diesen Ausrutscher mehr als genug. War Low tide vor allem der Garant für schöne Traumbilder, schlägt Stolen immer mal wieder mit unheimlichen Soundscapes in einen Alptraum um. Sehr stark fühle ich mich hier an die düstereren Songs von Sigur Ros erinnert. Ebenfalls ein extrem starker Song, bei dem beide Bands richtig schön experimentieren.
Fazit: Bis auf Delial eine sehr gelungene EP, die für jeden Isis und Aereogramme Fan sicherlich eine Bereicherung darstellt.


Siamese Dream
Siamese Dream
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 18,95

47 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Meisterwerk der Pumpkins, 10. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: Siamese Dream (Audio CD)
Die besten Geschichten schreibt das Leben. Und: Wahre Meisterwerke entstehen dann wenn man es am wenigsten erwartet. Zwei Sprüche, die auf Siamese Dream geradezu perfekt zutreffen. Die Umstände unter denen dieses Album entstand, hätten kaum ungünstiger sein können: Nach dem Achtungserfolg mit dem Debüt-Album litt Billy Corgan unter einer schweren Depression, Jimmy Chamberlin war zum ersten (und leider auch nicht zum letzen) Mal im Drogennetz gefangen und James Iha und Darcey beendeten höchst dramatisch ihre langjährige Beziehung. Die Auflösung der Band war fast schon beschlossene Sache. Nachdem man nur halbherzig an neuen Songs gearbeitet hatte, schloss sich Corgan wutentbrannt im Studio ein, schrieb sich seinen Frust von der Seele, und spielte schließlich alle Instrumente im Alleingang ein. Bei diesem Egotrip ist dann so ganz nebenbei eines der besten Rockalben aller Zeiten herausgekommen. Siamese Dream war bei seinem Erscheinen einzigartig, zeigte neue Wege auf und beeinflusste eine ganze Legion von Bands (Von den vielen Abziehbildern, die danach wie Pilze aus dem Boden schossen, ganz zu schweigen). Schon der Opener Cherub Rock ist ein Musterbeispiel an intelligentem und doch kraftvollem Rock, dessen infernalisches Gitarrengewitter dazu führt, das man geplättet im Sessel sitzt und sich die Ohren reibt. Zum Erholen kommt man allerdings nicht, denn mit Quiet wird ein fast ebenbürtiger Song nachgeschoben, der seinem Namen wirklich keine Ehre macht. Mit Abstand am besten wird diese rauhe Richtung in Silverfuck verarbeitet, in der der punkige Garagensound mit Progressive Rock verbunden wird, und sich über fast neun Minuten bis zur Unerträglichkeit hochschraubt. Ein weiteres Sahnestück ist Hummer, das sich mit einer absoluten Ohrwurmmelodie und einer intelligenten und überraschenden Songstruktur zentimetertief ins Trommelfell beißt. Und last but not least gibt es auch noch die bittersüßen und wirklich zu Herzen gehenden Balladen, bei denen Corgans Verzweiflung hörbar wird. Hierzu gehören Disarm, Soma und ganz besonders Mayonaise. Letzteres ist ein absolutes Kunstwerk, dass bei jedem halbwegs gefühlvollen Menschen ganz tief ins Herz trifft, und beinahe zu Tränen rührt. Fazit: SD gehört definitiv zur Grundausstattung eines jeden Rockfans, ansonsten kennt man nur die halbe Wahrheit.


Laurel & Hardy - Die Klotzköpfe
Laurel & Hardy - Die Klotzköpfe
DVD ~ Stan Laurel

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Laurel & Hardys Meisterwerk, 30. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Laurel & Hardy - Die Klotzköpfe (DVD)
Stan und Ollie dienen im ersten Weltkrieg. Als ihre Gruppe einen Angriff wagt, wird Stan angewiesen, bis zu seiner Ablösung im Schützengraben zu patroulieren, und die beiden werden getrennt.
20 Jahre später ist Ollie zu einem Pantoffelhelden mutiert, dessen Leben unspannend und in festen Bahnen verläuft. Beim Frühstück liest er in der Zeitung über einen Soldaten, der 20 Jahre seine Stellung gehalten hat, und "kann sich nicht vorstellen, das ein Mensch so dämlich ist." Als er in dem Soldaten Stan erkennt, bemerkt er erschrocken: "Oh, das kann ich doch!" Er beschließt, trotz seines Hochzeitstags seinen alten Freund mit nach Hause zu bringen. Ein großer Fehler, denn sein geordnetes Leben wird nun von Stan systematisch bis auf die letzte Kleinigkeit zerstört...
Als Blockheads 1938 in die Kinos kam, ging ein kollektiver Schock durch die Laurel & Hardy Gemeinde. Das Komikerduo hatte bekannt gegeben, das dies ihr unwiederruflich letzter Film sei. Der Riesenerfolg, den der Film nach sich zog (Und der dafür sorgte, das es doch nicht ihr letzter wurde) wurde gerne auf diese Tatsache reduziert. Dabei übersahen viele die überragende Qualität dieses Meisterwerks. Denn es ist nicht nur ihr letzter großartiger Film, sondern unzweifelhaft auch der beste, den sie jemals gemacht haben. Die davor gedrehten Sons Of The Desert, Our Relations und Way Out West sind Meisterleistungen der Kömodie, aber Blockheads ist tatsächlich noch mal ein Stück besser. Das liegt vor allem daran, dass er die Quintessenz im Schaffen Laurel & Hardys ist. Ollie ist froh, seinen Platz in der Welt und alle Zügel fest in der Hand zu haben. Und plötzlich entgleitet im alles, da Stan nur durch Ungeschicktheit alle Ordnung in sich zusammenkrachen lässt. Diese Thematik ist der rote Faden in ihren Komödien, und nie haben sie ihn besser verwirklicht als in diesem Film. Eine irrwitzige Szene reiht sich an die nächste, wodurch man den Film beim ersten Mal gar nicht richtig verarbeiten kann. Auch das ist ein Zeichen für ein Meisterwerk: Der Film verliert beim wiederholten Sehen nicht an Witz, sondern gewinnt sogar noch! Darüber hinaus lohnt es sich auch, über die Witze länger nachzudenken. Nicht selten steckt dahinter ein tieferer Sinn. Warum zum Beispiel hält Stan 20 Jahre Wache? Jeder der bei der Bundeswehr war, kennt mit Sicherheit das Prinzip vom absoluten Gehorsam und den Wachbefehl. Meiner Meinung nach wurde das hier ganz bewusst durch den Kakao gezogen. Lange Rede, kurzer Sinn: Ein Meisterwerk der Komödie, und für diesen Preis geschenkt! Kaufen, bevor er nicht mehr erhältlich ist!


Killing Zoe
Killing Zoe
DVD ~ Eric Stoltz
Wird angeboten von buecherschiffmann
Preis: EUR 3,98

11 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was für ein Müll!, 14. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Killing Zoe (DVD)
Kein Wunder, das der Film großspurig mit dem Namen Tarantino werben muss, obwohl der werte Herr hier nur für die Produktion und nicht für die Regie zuständig war. Ansonsten würde sich wahrscheinlich niemand für den Film interessieren. Die eigentlich guten Schauspieler kämpfen vergeblich gegen einen langweiligen und unspannenden Plot an, der keinerlei Überraschungen bereithält. In den ersten zwei dritteln des Films dreht sich alles nur um Drogen und Sex. Das wird aber nicht, wie beispielsweise in Fear and Loathing in Las Vegas witzig oder originell verpackt, sondern ist einfach nur sterbenslangweilig. Der Bankraub selber strotzt dann nur so vor sinnlosem und hirnentleertem Geballer und weist darüber hinaus auch noch riesengroße Logiklöcher auf. Die Bildqualität ist außerdem eine Riesenfrechheit. Das ganze wirkt, als hätte es irgendein Filmstudent mit einer Superacht-Kamera aufgenommen. Verwackelt, blasse Farben und immer mal wieder weiße Streifen. Echt klasse! Fazit: Wer denn Film unbedingt mal sehen will, sollte auf eine Fernsehaustrahlung warten, oder auf's Ausleihen zurückgreifen.
Eine Kaufempfehlung kann ich überhaupt nicht aussprechen.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 14, 2011 9:16 PM CET


Blues for the Red Sun
Blues for the Red Sun
Preis: EUR 4,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meskalin, zerfließende Universen und Rock´n´Roll, 16. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Blues for the Red Sun (Audio CD)
Hallo ihr Otto Normalverbraucher. Ihr wollt wissen was das ist, der Blues for the red sun? Ihr wollt wissen wie er sich anhört?
Vergesst Beschreibungen, kauft ihn euch einfach. Aber Vorsicht!
Wenn ihr dieses Album zum ersten Mal in den Player geschoben habt, wird nichts mehr so sein wie zuvor. Ihr werdet eine tiefgreifende Veränderung erfahren, und eure größten Wünsche aber auch fürchterlichsten Ängste erfüllt bekommen. Denn dieses Album wurde nicht von Kyuss aufgenommen. Dieses Pseudonym erfand die Plattenfirma nur aus Sicherheitsgründen. In Wirklichkeit entstand dieses Album Anfang der Siebziger. Damals trafen sich Mitglieder von Black Sabbath, Led Zeppelin, Pink Floyd und den Doors in irgendeiner Wüste in Mexiko. Mitgebracht hatten sie Lastwägen voller Essen, Trinken, Musikinstrumenten und natürlich Drogen. Ihr Ziel: Ein Album aufzunehmen, das die Welt in ihren Grundfesten erschüttern und für immer verändern sollte. Nach 30 Tagen war diese Mission beendet, und sie nannten das Ergebnis Blues for the red sun. Leider wagte keine Plattenfirma, dieses höchst brisante und gefährliche Album zu veröffentlichen, so dass es bis 1992 in der Wüste verstaubte. Doch durch einen glücklichen Zufall können wir es seitdem in den Händen halten und wieder und wieder anhören. Und ich rate euch: Tut das! Denn in diesen Klängen liegt die Wahrheit.


The Best of Black Sabbath
The Best of Black Sabbath
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 32,95

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einsteiger-CD, 23. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: The Best of Black Sabbath (Audio CD)
Black Sabbath gelten neben Led Zeppelin als definitive Urväter des Heavy Metal. Mittlerweile ist es 36(!) Jahre her, das ein junger Mann namens John Michael Osbourne, besser bekannt als Ozzy, mystische Horrorlyrics ins Mikrofon stöhnte, während ihn ein weiterer junger Mann namens Tony Iommi mit Riffs begleitete, die wie zähflüssige Lava aus den Boxen krochen.
Das beeindruckende daran ist, das die Musik immer noch nichts von ihrer Anziehungskraft verloren hat. Welcher Rockfan kennt und liebt Paranoid nicht?
Wenn man diese hervorragend zusammengestellte Best-of-CD hört, fällt einem darüber hinaus auch auf, wie einflussreich Black Sabbath waren und auch heute noch sind.
Alice In Chains, Soundgarden, Kyuss, Audioslave und noch viele andere verwendeten auf irgendeine Art Iommis Monsterriffs.
Auf der CD findet man alle wichtigen Ozzy-Songs, sowie Sachen die man nicht so oft auf einer Sabbath-Best-of findet (Evil Woman, Killing yourself to live).
Die letzten drei Songs der zweiten Cd sind dann den Jahren nach Ozzys Ausstieg gewidmet, in denen die Band trotzdem noch Hochkarätige Alben wie Heaven and Hell, Mob Rules und Born Again veröffentlichte
Fans brauchen die CD natürlich nicht (außer zum komplettieren der Sammlung) aber Neulinge können getrost zugreifen, denn eine bessere Best-of-Sammlung von Sabbath gibt´s nicht!


Signify
Signify
Wird angeboten von FastMedia "Versenden von USA"
Preis: EUR 37,81

47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Scheideweg..., 23. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Signify (Audio CD)
Porcupine Tree begannen ihre Karriere als lupenreine Psychedelic Band in der Tradition der frühen Pink Floyd bevor sie sich zu einer originellen und modernen Progrock Band entwickelten.
Dieses Album ist genau zwischen diesen beiden Phasen anzusiedeln. Als ganzes ist es immer noch sehr psychedelisch, weist aber bereits einige Songs auf, die die spätere musikalische Entwicklung aufzeigen.
Da die Songs alle nahtlos ineinander greifen, ist man fast gezungen, das Album durchzuhören, was es zu einem einzigartigem musikalischem Gesamtwerk macht.
Ein Intro empfiehlt dem Hörer, es sich mit einer Tasse Kaffee im Sessel bequem zu machen, bevor die abwechslungsreiche Reise beginnt.
Mit Signify folgt ein an Neu! erinnerndes Krautrockstück, bevor man im Sleep of no dreaming gaaanz tief in spacige Welten abtauchen darf. Melancholische Orgelklänge umrahmen hallende Vocals, die einem etwas von einer LSD-artigen Psycho-Reise erzählen. Große Klasse!
In dieser Art geht es dann weiter. Trotz des Gesamtcharakters klingt kein Song wie der andere.
Mit Waiting Phase One bekommt man eine schöne akustische Ballade, die sich in Phase Two in eine ambientartige Soundlandschaft verwandelt.
In Idiot Prayer wummern nach einem sanften Beginn plötzlich aggressive Technobeats, Intermediate Jesus klingt nach Pink Floyd zu Saucerful of Secrets - Zeiten und Light Mass Prayers ist ein unheimliches, an Brian Eno erinnerndes Ambient-Klanggemälde.
Insgesamt also ganz sicher nichts für zwischendurch, aber wer Wert auf musikalische Abwechslung legt, bzw. sich gerne mal im halbdunklen Zimmer einfach nur der Musik hingibt muss hier zugreifen!
Die Bonus-Cd besteht aus Demos, die die Band zwischen 95-96 aufgenommen hat. Wer PT kennt, weiß, das man hier keine Bootlegs zu hören bekommt, sondern noch einmal ein komplettes Album, welches durchaus gleichwertig mit der Haupt-Cd ist.


Inside Out
Inside Out
Wird angeboten von M U S I K B O E R S E
Preis: EUR 8,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterbewertet!, 23. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Inside Out (Audio CD)
Viele Kritiker zeigten sich von Fates Warnings siebtem Album nicht gerade begeistert, und sprachen von Stagnation, unmotiviertem Songwriting oder gar der schlechtesten Fates Warning Platte überhaupt.
Davon sollte man sich allerdings nicht beeindrucken lassen, und das Album lieber genau anhören.
Es stellt in der FW-Discographie sicher keinen Meilenstein dar, aber auch FW können nicht jedesmal ein Perfect Symmetry oder Pleasant Shade Of Gray veröffentlichen.
Inside Out ist ein gutes Album, welches melodiösen Rock mit leichtem progressiven Touch bietet.
Rockige Ohrwürmer wie Down to the wire, Outside looking in und Face the fear wechseln sich ab mit typischen Fates Warning Songs wie Monument und Shelter me.
Mit dem ziemlich banalen Island in the stream greifen die Jungs dann allerdings doch einmal ziemlich daneben. Ein langweiliges Akustikgitarrenthema zieht sich durch die ganzen sechs Minuten des Songs, und gibt sich alle Mühe, den Hörer einzuschläfern.
Es bleibt jedoch bei diesem einmaligen Ausrutscher, und der Rest der Songs erreicht zwar nicht das Niveau der oben genannten Klassikeralben, bietet aber trotzdem genug Stoff für den FW-Fan.
Fans von Enchant, Threshold oder späten Queensryche könnnen mit dem Kauf übrigens auch nicht viel falsch machen.


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