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Meister "Xaverl" (Niederbayern)

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Blutrache - Dead Man's Shoes
Blutrache - Dead Man's Shoes
DVD ~ Paddy Considine
Wird angeboten von CD-DVD-Tonträger Berlin
Preis: EUR 6,99

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Gott wird ihnen vergeben..., 25. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Blutrache - Dead Man's Shoes (DVD)
Gott wird ihnen vergeben und sie in den Himmel fahren lassen. Damit kann ich nicht leben."
Nach dem tollen Introsong ist dies der erste Satz. Richard (Paddy Considine, Hot Fuzz) kommt nach seiner Armeezeit wieder zurück in das Kaff in dem er aufgewachsen ist. Diese Kleinstadt hat sich in ein vernebeltes Drogenmoloch entwickelt. Dealer verkaufen am hellichten Tag unter Zeugen Drogen und keiner sagt was. Das ist aber nicht das was den Ex-Elitesoldaten interessiert. Vielmehr interessiert ihn, wo sich die Kleinkriminellen um Sonny (Gary Stretch) rumtreiben. Den Ersten erwischt er beim dealen und schüchtert ihn schon nach kurzer Zeit ein. Geschockt geht der Kleinganove zu seinen Freunden und erzählt diese Geschichte von einem Verrückten der sich seit kurzem in der Stadt rumtreibt.
Am Abend, die Ganoven dröhnen sich gerade zu, steht ein Kerl mit Overall und Gasmaske vor der Tür. Kurz darauf verschwindet er wieder. Nach dem sie ihn gesucht haben und wieder in ihre Wohnung zurückkehren, ist sie total durchwühlt und eine Aufschrift befindet sich an der Wand: Letzte Atemzüge. Wer könnte das sein? Die Jungs stellen fest das es sich um Anthonys Bruder handeln könne. Anthony ist ein geistig zurückgebliebener Junge der manchmal mit ihnen abgehangen ist als sein Bruder Richard zur Armee ging. Richard schämte sich für seinen Bruder, doch trotzdem liebt er ihn. Und was diese Halbstarken seinem kleine Bruder angetan haben treibt ihn in den Wahnsinn.
2004 gelang Shane Meadows (This is England) ein kleines Kunststück. Mit einem bescheidenen Budget von gerademal 750.000 Pfund macht er hier einen intensiven Rachethriller der fast ohne Action auskommt. Die wenigen, aber dafür umso intensiveren Dialoge sind eines der Highlights in diesem britischen Werk. Paddy Considine ist schon am Blick anzukennen, dass er es ernst meint und am Rande des Wahnsinns ist. Was diesen Film noch besonders macht, das es sich nicht um gewöhnliche Gangster handelt. Eigentlich sind sie bloß eine Gruppe Halbstarker die sich mal gerne die Birne zuballern. Schwerbewaffnete gibt es diesem Film nicht.
Besonderes gefallen hat mir die Steigerung wie Richard Anthonys Peinigern das Leben schwer macht. Am ersten Tag macht er sie nur blöd an, schleicht sich in ihr Haus, beschmiert die Typen und klaut ihr Dope. Am zweiten Tag macht er Sonny klar (eine der besten Szenen im Film), dass er nicht hier ist um Späßchen zu machen. Es dauert nicht mehr lange bis er gewalttätig wird. Die Halbstarken können sich gegen diesen Irren kaum wehren und trauen sich nicht mal mehr alleine ins Klo. In schwarzweiß-Rückblenden sieht man, was Anthony wiederfahren ist und versteht warum Richard so sauer auf sie ist. Die Kerle können damit überhaupt nicht umgehen. Gegen einen Behinderten ist es leicht, vor allem in der Gruppe. Aber kommt mal ein richtiger Mann daher, dann machen sie sich die Hosen voll. Doch man fragt sich die ganze Zeit: Wer ist eigentlich die Bestie? Sind es die Schaumschläger die Anthony schwer misshandelten? Oder ist es Richard, dem töten leicht fällt da man es ihm ja in der Armee lernte? Macht ihn die Wut blind? Weiß er noch was er tut? Eines ist klar, er schreckt vor gar nichts zurück und egal ob sie Reue zeigen: Zeit vergeht, Schuld nie!

Von mir gibt es 5 Sterne für einen realistischen, intensiven und aufwühlenden Rachethriller. Rache ist nichts neues, aber wenn man es originell erzählt und gegen die Genrestandards arbeitet, ist es möglich aus der Masse herauszustechen. Wie dieser hier. In Großbritannien und den USA längst Kult, jetzt endlich bei uns erhältlich!
Wer bei "Keiner Jugendfreigabe" einen Metzelfilm erwartet, liegt falsch. Er ist zwar hart und authentisch, doch vieles spielt sich im Kopf ab. Die passende Filmmusik und die nordenglische Landschaft tun ihr übriges.
Unbedingt ansehen. Für Genrefans ein Muss und Anhänger harter Psychothriller. Ein Zeichen, dass die Briten es können!


All Star Batman, Bd. 1
All Star Batman, Bd. 1
von Frank Miller
  Broschiert

13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich will MEHR!, 23. September 2008
Rezension bezieht sich auf: All Star Batman, Bd. 1 (Broschiert)
Frank Miller und Jim Lee vagen sich mal wieder an Batman ran? Das kann nur gut gehen! Frank Millers "Der dunkle Ritter kehrt zurück" ist verdientermaßen ein Klassiker. Jim Lees Zeichnungen in "Hush" sind einfach ein Augenschmaus! So auch hier. Die Story: Der junge Batman beobachtet seit längerem den 12-jährigen Zirkusartisten Dick Grayson. Irgendwann soll vielleicht er sein Nachfolger werden, er wartet nur auf seine Gelegenheit. Doch dieses kommt früher als dem dunklen Ritter lieb ist. Dicks Eltern werden erschossen, Batman entführt ihn und möchte ihn zu einem Soldaten wie er es ist aufziehen. Ob es Dick passt oder nicht...
So viel zur Hauptstory, doch es dreht sich auch um Catwoman und die Reporterin Vicki Vale.
Millers erzählweise richtet sich wieder ganz an Erwachsene. Vor allem seine Vision wie er Batman sieht: Einen gewaltgeilen Faschisten der kläglich daran scheitert wie Clint Eastwood zu klingen und sich selbst noch völlig überschätzt. Trotzdem muss man den Kerl mögen, so cool war er noch nie. Stoppelbart und eiskalte Oneliner machen ihn zum perfekten Anti-Helden. Das ganze könnte man 2 Jahre nach Millers "Batman: Das erste Jahr" ansiedeln. Batman ist von sich selbst absolut überzeugt, nur die anderen nicht.
Die Geschichte ist wunderbar gezeichnet (wer "Hush" gelesen hat, weiß was ich meine) und Millers Stil/Wortwahl ist vielleicht nicht jedermanns Sache. Sie passt aber irgendwie zum Szenario. Denn wie Batman selbst so schön sagt:"Ich bin nicht wie dieser Pfadfinder. Das ist MEINE Stadt!"
Einziges Manko: Die Geschichte hat kein richtiges Ende und wird mit dem nächsten Band weitergeführt. Aber die letzte Seite verspricht Gutes!
Blöd nur das die Serie recht unregelmäßig erscheint und die Verkaufszahlen in Amerika deshalb schon stark zurückgingen. Bleibt nur zu hoffen das Beiden hartnäckig bleiben und es zuende erzählen!
Von mir gibts trotzdem 5 Sterne, weil Batman einfach der coolste Motherf*cker im DC Universum ist. Dieser Comic beweist es deutlich!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 31, 2010 2:42 PM MEST


Footsoldier - Special Edition (2 DVDs)
Footsoldier - Special Edition (2 DVDs)
DVD ~ Ricci Harnett
Preis: EUR 9,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Britische Antwort auf American Gangster?, 20. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Footsoldier - Special Edition (2 DVDs) (DVD)
Gleich mal vorneweg: Ja. Kann er mit Scotts Edel-Gangsterepos mithalten? Ganz klar: Nein. Warum? Tja, das is so eine Sache. Die Story ist schnell erzählt. Es geht genauso wie in American Gangster um Aufstieg und Fall eines Gangsters. Beide Geschichten beruhen laut Angabe auf wahren Begebenheiten. Schön und gut. Sollte man jetzt beide Filme in den direkten Vergleich stellen? Jein. Zum einen sind sich beide Streifen schon extrem ähnlich doch von der Machart gibts einen gewaltigen Unterschied. Die eher gemächliche Erzählweise aus American Gangster bewährt sich auch über 2 1/2 Stunden. Die extrem hektische Erzählung in Footsoldier (Nach 5 Zeitsprüngen in den ersten 20 Minuten hab ich aufgehört den Untertitel zu beachten) dagegen baut wenig bis keine Spannung auf und ist auch nicht sonderlich interessant. Aus dem Off erzählt die Figur wie er zum Muskelberg und Obermacker wurde. Die Hooligan-Story wird kaum beachtet. Meiner Meinung nach ein derber Regiefehler. Immerhin wird (soviel möchte ich verraten) die Hauptfigur am Anfang des Films schwer verletzt und wird aber dann kaum noch Beachtung geschenkt. Denn dann gehts schon weiter wie er Türsteher wurde und ins Drogengeschäft einstieg. In dieser Zeit sind rund 10-15 Zeitsprünge abgehandelt worden und dauerte vielleicht eine knappe Stunde.
Der Schluss ist eigentlich das Beste, wobei er unspannender nicht sein könnte.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 5, 2011 12:54 AM MEST


Maniacal
Maniacal
Preis: EUR 13,31

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles andere als durchschnitt!, 23. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Maniacal (Audio CD)
Was habe ich mit der Zunge geschnalzt als ich zum ersten Mal Sworn Enemy bei der Persistence Tour letztes Jahr als Vorband zu Hatebreed und Agnostic Front sah. Eine fette Perfomance und derber Sound. Vorher kannte ich nur ihre "As real as it gets". Eine gute "klassische" Hardcore-Scheibe aber ich war/bin halt doch mehr auf der Sick of it all Schiene. Nach dem Konzi hab ich mir mal gleich die "The beginning of the end" geholt. Und schon allein der Opener "Forgotten" haute mich komplett aus den Latschen. Fetter Refrain der zum mitgröhlen und -headbangen einlädt. Der Rest ist natürlich ebenso hammerhart gewesen. Politisch kritische Texte, fiese Shouts, fette Riffs und furchtbar schnelles Drumming. Kurz: Metalcore. Und jetzt "Maniacal". Ich hab einen Schrecken bekommen als ich sah wie die Scheibe hier regelrecht zerissen wurde. Zu Unrecht! Natürlich hat sich einiges getan. Aber wenn man sich den Vorgänger anhört kann man einfach schon erahnen in welche Richtung es geht. Es wird wesentlich ernster, brutaler & gnadenloser. Ohne Intro wird man gleich in den stampfenden Opener "Ignorance" reingworfen. Der Thrash-Anteil hat sich immens gesteigert. Und so bleibt es auch, und wieder mal kann man nein man muss (!) mitschreien. Was diese Band im Gegensatz zu ihren wohl größten Konkurrenten Hatebreed beherrscht: Solos! Für eine selbsternannte NYHC-Band eher ungewöhnlich :D. Nun, warum finde ich "Maniacal" so toll obwohl es nichts Neues ist? Naja, mir gefällt die Atmosphäre des Albums. Wie der Titel schon sagt, einfach wahnsinnig. Weniger Politik, mehr persönliches. Die meisten Songs handeln von Verzweiflung, Wut und dem dazugehörigen Hilferuf nach Erlösung. "A place of Solace" ist das beste Beispiel. Schon allein die Textzeile "God, God please...please can you help me?/Searching for shelter/Gods little helper/and make it better for me!" reicht um das komplette Album zu beschreiben. Auf diesem Album beweisen die Jungs, dass sie recht gläubig sind. Mich stört das eigentlich wenig auch wenn ich nur auf dem Papier Christ bin. Denn Sworn Enemy kommen nicht besserwisserisch daher.
Was lässt sich stark zum Ganzen sagen? Weitere Anspieltipps wären noch "Destroyer" und das phänomenale "No end to this nightmare". Aber auch "Said and done" am Ende reißt noch vieles raus. Und schließt mit einen ruhigen Outro ab. Leider ist nach gut 34 Minuten schon Sense. Gut, das haben sie mit Hatebreed weiterhin gemeinsam. Man darf diese Scheibe nicht unterschätzen. Für Metalcore/New School Hardcore-Fans ist es meiner Meinung nach Pflicht. Aber auch Thrash-Fans können einen Blick riskieren. Auf die Fresse geht es wirklich ohne Pause! Wenn der Vorgänger schon "The beginning of the end" heißt, muss dieses Teil wohl "The end" beschreiben.
Fazit: Kein neues Rad, aber konsequent durchgezogen und ein fetter Sound mit fiesesten Shouts. Hatebreeder haben die Scheibe sowieso, wenn nicht dann müssen diese zugreifen. Mit Sicherheit verhilft es die Zeit bis zum nächsten Werk der Jungs aus Connecticut abzuwarten.
5 Sterne weil es einfach Substanz hat!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2009 12:46 PM MEST


Reason to Believe
Reason to Believe
Preis: EUR 8,97

6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewohnt gut, auch wenn es nichts neues ist., 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Reason to Believe (Audio CD)
Hab mir diese Scheibe letzte Woche ganz spontan gekauft. Denn bei Pennywise denkt man sich doch immer: "Mmh, wo Pennywise draufsteht, ist auch Pennywise drin!" Und ich hatte Recht! Was aber bei dieser Truppe nicht sonderlich schwer ist. Denn sie sind trotz fortgeschrittenen Alters (und jetzt auch noch schon gut 20 Jahre im Geschäft)immer noch unfähig ein schlechtes Album zu machen. Innovationen sucht man aber vergebens. Es hat sich eigentlich seit der legendären Unknown Road nicht mehr allzu viel getan. Immer noch schrammelt Gitarrero Fletcher Dredge Powerchords im gewohnten Stil runter. Drummer MacMackin macht Druck wie eh und je. Und Sänger Jim Lindberg ist wie wir ihn kennen. Die Lyrics sind wiedermal politisch und melodisch gesungen wird auch. Genau das was ich erwartet habe. Die "ooohs" und "aaahs" ziehen immer noch. Pogen ist auch wieder erlaubt. Was will Pennywise-Hörer mehr? Tja, das ist eigentlich die Frage. Oder: "Muss ich es mir kaufen, auch wenn ich schon ein paar andere Alben habe?" "Kennste eine, kennste alle?" Nicht unbedingt. Denn irgendwas ist anders. Es fällt einem vielleicht beim ersten Hören nicht mal so richtig auf. Aber der Kontrast zwischen den Brettern und den Mid-Tempo-Rockern ist größer geworden. Zu den Songs selbst muss man aber doch nicht viel sagen. Keiner der Songs überrascht richtig und doch singt man wieder mit. Wie zu besten Land of the free Zeiten! Schönes Album, weitermachen!


Era Vulgaris
Era Vulgaris
Preis: EUR 7,99

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Perfekt zum Autofahren!, 18. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Era Vulgaris (Audio CD)
Also ich muss jetzt mal eine Lanze für dieses Album werfen. Als stolzer Besitzer aller 5 Qotsa-Alben muss ich sagen, dass diese hier nach "R" die Beste ist. Im Gegensatz zum Vorgänger wesentlich rauer, dreckiger und schneller. Die Riffs sind genial und kommen teilweise schon richtig Industrialmäßig rüber. Es ist kein Meilenstein, war aber auch bisher keine Scheibe. Aber es ist wie jede durchgängig hervorragend. Perfekte Musik im Auto da die Musik (vor allem Texte) nicht gerade genaues zuhören verlangt. Der Sound ist beabsichtig billig und trocken wie ein Eimer Sand. Aber genau DAS ist das tolle an dieser Scheibe! Das Teil kommt nur noch selten aus meinem CD-Player. Wer Hits wie "Go with the flow" oder "I never came" sucht, ist absolut falsch. Es gibt schon ruhigere Tracks aber meistens wird regelrecht "geschrammelt". Vielleicht ist es Manchem zu eintönig, aber genau das macht Desert-Rock aus. Das ist Desert-Rock. Eintönig, trocken und wild.
Einen Stern ziehe ich ab, weil die Scheibe beim genaueren hinhören langweilig wird und es wenige Höhepunkte gibt. Aber sonst ein sehr, sehr gutes Album zum kompromisslosen abrocken! Schön ANTI-Mainstream, das macht bock auf mehr! So können sie meinetwegen weitermachen!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 24, 2014 12:34 PM CET


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