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Beiträge von Mary Russell
Top-Rezensenten Rang: 9.644
Hilfreiche Bewertungen: 914
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Rezensionen verfasst von Mary Russell "orwell21"
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37 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
phantasievoll und unterhaltsam, aber mit Schwächen, 29. Juli 2007
Es ist kein Zufall, dass die Aufmachung und das Cover des Buches and Stephenie Meyers "Bis(s) zum Morgengrauen" erinnert, immerhin wird das Buch vom Carlsen Verlag für Fans eben jenes Stephenie Meyer Buchs empfohlen. Es gibt auch gewisse Ähnlichkeiten. So ist die Hauptperson ebenfalls ein junges Mädchen, das auf die High School geht, Liebe spielt eine große Rolle und die Geschichte spielt in der Gegenwart mit Phantasiewesen, von denen jedoch nur wenige Menschen wissen. Ashlyn, Ash genannt, kann seit ihrer Kindheit Elfen sehen. Schon frühzeitig von ihrer Großmutter gewarnt, sieht zu welchen Ungezogenheiten, ja Grausamkeiten, diese Wesen fähig sind. Jedoch hat sie gelernt, sich ihre Fähigkeit nicht anmerken zu lassen. Sicher fühlt sie sich nur bei ihrem guten Freund Seth, der in einem ausrangierten Eisenbahnwagon lebt. Als sich jedoch ein spezieller Elf für sie interessiert, sie verfolgt und umgarnt wird ihre Welt bedroht, steht ihr Freund Seth steht ihr bei. Insgesamt ist die Geschichte deutlich unausgegorener als "Bis(s) zur Mittagsstunde". Der Leser/die Leserin wir sozusagen ohne große Einführung in die Geschichte hineingeworfen und einige Nebenhandlungen bzw. Hintergründe werden nur angedeutet und auch am Ende nicht völlig aufgelöst. Generell möchte ich mich einer vorrangeganenen Rezension anschließen. Das Ende ist doch eher ein wenig enttäuschend. Etwas schnell wird durch den Handlungshöhepunkt gallopiert. Es scheint als sei die Autorin gegen Ende eher von ihren Nebenfiguren fasziniert und gibt ihnen deshalb am Ende nahezu mehr Raum als Ash und ihrer Geschichte. Alles deutet auf eine Fortsetzung hin, und die gibt es auch. Jedoch nicht im herkömmlichen Sinne. Zwar sollen Ash, Seth und auch Keenan in der Fortsetzung auftauchen, jedoch sind die Hauptfiguren andere. Ob man noch weiteres von Ash und Seth bzw. Ash und Keenan erfährt ist derzeit ungewiss. Wäre das Buch der erste Teil einer Trilogie (o.ä.) würde ich es für ziemlich gelungen halten. Da es offenbar doch eher ein 'standalone' bleiben wird, finde ich die Auflösung der Geschichte etwas ungeschickt und zu gehetzt, denn gerade am Ende wird man neugierig darauf wie sich Ash, Seth und vor allem Keenan in ihr neues Leben einfinden. Zu viele Fragen bleiben unbeantwortet. Insgesamt ein unterhaltsames Buch, das durchaus interessant für Stephenie Meyer Fans ist, jedoch sowohl erzählerisch als auch handlungsorientiert nicht an die Bella/Edward Story heranreicht.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein stolzer Preis für eine großartige Sci-Fi Serie, 8. April 2007
Darstellerwechsel in Serien geht selten gut. Besonders wenn ein neuer Schauspieler eine bereits existierende Rolle übernimmt. Doctor Who ist da eine Ausnahme und sie machen das seit Jahrzehnten mit Erfolg und Cleverness. In dieser neuen Staffel übernimmt David Tennant die vorher großartig von Christopher Eccleston verkörperte Rolle des Doctors. Etwas lebendiger, sprunghafter und mit ungeheuerlicher Sprachgeschwindigkeit ist sein Doctor etwas weniger getrieben und düster, aber nicht weniger beeindruckend und komplex. Sehr schnell gewöhnt man sich an diesen neuen Doctor und seine Beziehung zu Rose leidet auch nicht durch seine neue Gestalt. Wie bereits die erste Staffel der neuen Doctor Who Serie von Russel T. Davis, hat auch die zweite 13 Episoden, hinzu kommt jedoch das 'Christmas Special' und das kurze aber fabelhafte 'Children in need special', das die allersten Szenen zwischen Rose und dem neuen Doctor zeigt. Die Qualität der neuen Episoden entspricht ungefähr der der ersten Staffel. Besonders gelungen finde ich die ersten 4 Episoden in denen Rose und der Doctor in die Zukunft reisen, einem Werwolf und Queen Victoria begegnen, alte Bekannte des Doctors treffen und neue Bekanntschaften mit historischen Figuren machen. Der erste Zweiteiler schien mir im Vergleich zu den Zweiteilern in der ersten Staffel etwas schwächer, aber sicher freuen sich Doctor Who Kenner über die Rückkehr der Cybermen. Weitere fabelhafte Episoden folgen, die u.a. in die nahe Zukunft oder zurück in die fünfziger Jahre führen. Auch gibt es eine interessante Konzept-Episode, die aus der Sicht anderer Charaktere als Rose und dem Doctor erzählt wird. Das Ganze endet mit dem spannenden und sehr bewegenden zweiteiligen Finale der zweiten Staffel. Keine der Zweiteiler Episoden ist meiner Meinung nach so unheimlich wie Empty Child/The Doctor Dances aus der ersten Staffel, aber dennoch können sie sich insgesamt sehen lassen. Insgesamt eine großartige zweite Staffel mit einem charmanten und jugendlichem neuen Doctor. Wenn man die erste mag, wird einem die zweite sicher auch gefallen. Die Extras sind ähnlich üppig wie die der ersten DVD Box, so das sich der Preis vielleicht doch irgendwie rechtfertigen lässt. Zumindest ist die Ausstattung nicht mager und für Fans und Interessierte sicher ein weiteres Plus.
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Interessant - aber nicht recht gelungen, 6. April 2007
Die BBC Version von 1995 hat ja eine große Fangemeinde und darum muss sich diese Neuverfilmung vermutlich daran messen lassen. Da mir persönlich die BBC Version nur eingeschränkt gefällt, hab ich mich besonders auf diese Neuverfilmung gefreut. Viel zu hölzern und ernst war Ciaran Hinds als Captain Wentworth und auch Amanda Root war mir etwas zu schüchtern und unscheinbar als Anne Eliot angelegt. Die Geschichte ist selbstverständlich die gleiche und ist -soweit ich mich erinnere- auch relativ nah am Buch verfilmt. Rupert Penry-Jones ist ein weit charmanterer und komplexerer Captain Wentworth. Deutlich sieht man ihm den Zwiespalt seiner Gefühle für Anne an. Auch kann man sich deutlich besser als bei Ciaran Hinds vorstellen, wie ein junger eher mittelloser Seemann das Herz der 19-jährigen Anne vor acht Jahren gewinnen konnte. Er ist meiner Meinung nach ein Lichtblick und eine Verbesserung im Vergleich zur 1995er Version. Unglücklicherweise kann ich das für Sally Hawkins leider nicht sagen. Das ist aber nicht die Schuld der Schauspielerin, sie macht ihre Sache -soweit ich das beurteilen kann- sehr gut. Deutlich von ihren Emotionen überrollt, ebenso wie vom Standesdünkel ihrer Familie, ist sie nahezu den ganzen Film über unglücklich- obwohl sie versucht tapfer zu sein. Hier liegt auch das Problem: War Amanda Root zwar auch das Opfer des Ehrgeizes ihrer Familie, hat sie sich doch den Austen'schen Witz und die Vernünftigkeit dieser Figur bewahrt. Sally Hawkins hingegen wirkt fast den ganzen Film über weinerlich, bar jeden Witzes und quälend selbstaufopfernd. Auch das ist selbstverständlich in der Figur angelegt, scheint mir doch aber überspitzt und erstaunlich unaktuell. Diese Herangehensweise an Anne Eliot, die ich für die komplexeste aller Austen Heldinnen halte, hat mir leider nicht gefallen. Optisch ist diese Verfilmung durchaus gelungen. Die Kostüme und Orte sind wundervoll anzusehen und die Schauspielleistung insgesamt sehr gut, wenn auch Figuren wie Mr Eliot sehr viel bedrohlicher und unangenehmer sind als die der vorangegangenen Verfilmung. Etwas irritierend finde ich jedoch die Kameraführung. Auffalend häufig scheint man einer Vorliebe für die Totale nachzugeben, so das auch bei Dialogen immer nur eine Person (obwohl im dialogischen Wechsel) im Bild ist. Sehr seltsam ist auch die Kusszene zwischen Wentworth und Anne, da hier noch auf Langsamkeit gesetzt wird. Geradezu ungelenk nähern sich die beiden Charaktere physisch an. Vielleicht liegt da aber auch der Reiz und es soll angedeutet werden, das beide durch ihre lange Trennung sich einander mit Bedacht annähern müssen und wollen Ich muss gestehen, ich fand das eher nicht überzeugend, da nach einer so langen Wartezeit und so vielen Hindernissen ein wenig mehr Leidenschaft doch überzeugender gewesen wäre. Aber wie alles ist auch das Geschmackssache. Insgesamt fand ich diese Verfilmung von 'Persuasion' jedoch etwas enttäuschend. Wahrscheinlich waren meine Erwartungen zu hoch. Dennoch gebe ich nicht mehr als 4 Sterne, da mir diese Interpretation der Anne nicht so recht gefallen hat.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Spaßig wie immer- aber viel zu teuer!, 31. März 2007
Stephanie Plum ist immer großartig! Jedes Buch aus der Reihe hat mich bisher hervorragend unterhalten und amüsiert. "A Plum lovin'" ist da auch keine Ausnahme. Die üblichen Zutaten, allerdings ohne die Range-versus-Morelli-Thematik machen auch dieses Buch zu einem Gewinner. Wer die anderen Bücher mag, wird auch dieses mögen. Bis auf den Preis. 22,89 Euro für 176 Seiten sind einfach zu happig. Ich weiß nicht genau, wie sich dieser Preis zusammensetzt und wer ihn vorgibt, aber für eine verlängerte Kurzgeschichte - wenn auch eine gelungene - finde ich das eindeutig zu teuer. Auch wenn das Buch gebunden ist. Gerne würde ich die üblichen 5 Sterne für dieses Buch geben, aber das geht leider nicht, weil das ganze Produkt bewertet werden soll und da ist der Preis des Produktes doch ein Aspekt. Deshalb nur drei Sterne
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Gelungen!, 29. März 2007
Mit ,Northanger Abbey' ist die zweite von insgesamt drei Jane Austen Verfilmungen des britischen ITV Senders an den Start gegangen. Wo ,Mansfield Park' noch ein wenig uninspiriert wirkt, ist ,Northanger Abbey' warmherzig, spannend, witzig und angemessen parodistisch. Eigentlich kein Wunder, dass diese Verfilmung gelungener ist als der Auftakt der sog. ,Jane Austen Season', denn Andrew Davies, der bereits das Drehbuch für andere Klassiker verfasste, zeichnet hierfür verantwortlich. Etwas pointierter, witziger und insgesamt schmissiger wirkt diese Verfilmung- was aber nicht zuletzt auch an der Vorlage liegen mag. Immerhin ist ,Northanger Abbey' eine großartige Parodie auf die damals populäre Gothik-Literatur, was in der Verfilmung in amüsanten, tagträumerischen Szenen Ausdruck findet. Die Hauptfigur Catherine Morland wird von der mir bis dato unbekannten Felicity Jones gespielt und ich halte sie für einen Glücksgriff. Angemessen jung, naiv aber auch liebenswert und aufrichtig spielt diese ihre Rolle und verleiht Catherine damit sowohl Charme als genügend jugendlichen Leichtsinn. Insgesamt finde ich das Schauspiel Ensemble sehr überzeugend und auch die Ausstattung ist eine Augenweide. Insgesamt kann ich diese Verfilmung nur empfehlen
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
etwas zu solide- aber durchaus gelungen, 27. März 2007
Es ist etwas schwierig in Billie Piper eine junge Frau des 19. Jahrhunderts zu sehen. Zu verspielt sind ihre Bewegungen und zu strahlend ist ihr Lachen- so scheint es jedenfalls. Insgesamt muss ich sagen, hat mich die Schauspielerin ausgesprochen positiv überrascht. Zwar scheint ihre Fanny Price etwas mutiger und widerspenstiger als die Fanny des Romans, aber das tut der Rolle eigentlich nur gut, denn auf diese Weise werden die Momente der Kränkung und des Erduldens nur umso deutlicher - und emotionaler. Mansfield Park ist einer der weniger spritzigen und scharfzüngigeren Romane Jane Austens. Die Heldin eher zurückhaltend und erduldend als mutig und geistvoll. Dementsprechend scheinen Verfilmungen sich die Freiheit zu nehmen, der Heldin etwas mehr 'spirit' einzuhauchen und sie so zu modernisieren. Mich persönlich stört das überhaupt nicht. Insgesamt lässt diese Verfilmung etwas den eigenen Ansatz vermissen. Die Geschichte wird glatt erzählt, die Rollen überzeugend dargestellt und die Ausstattung ist gelungen. Es gibt also nichts weiter zu kritteln. Vielleicht hätte etwas mehr Wagnis der Verfilmung jedoch gut getan. Wie auch immer, insgesamt ist diese neueste Adaption von "Mansfield Park" durchaus gelungen. Sie mag einen nicht mitreissen wie manche andere aber sie unterhält ausgezeichnet und ja- sie macht auch Spaß. Offenbar kann man einmal vergeben Sterne nicht ändern, deshalb wird's von mir fünf Sterne geben, obwohl ich eigentlich vier meine. Tja.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Erzählerische Umsetzung der ersten Episode, 19. März 2007
Da mich die neueste BBC Verfilmung der Robin Hood Geschichte gefallen hat, habe ich mir dieses Hörbuch zugelegt. Wie bereits Vorrezensentinnen gesagt haben, wird die Geschichte von Richard Armitage, der in Robin Hood den schillernden Guy of Gisborne spielt, gelesen. Ein wenig zu meiner Überraschung macht er das exzellent. Manche Charaktere (wie z.B. Much und größtenteils auch Robin Hood) liest der Schauspieler gekonnt im Sprach- und Dialektduktus der Schauspieler aus der Serie, so dass man sowohl die Szenen als auch die Gesichter beim Hören vor Augen hat. Das finde ich wirklich beeindruckend. Generell ist die CD sehr nah an der Folge orientiert. Die Dialoge sind mit der TV Adaption identisch, bis auf ein paar kleine zusätzliche Szenen und die einer Erzählung angemessenen Beschreibungen und Ausformulierung. Der Schluss ist etwas abgewandelt, wohl weil die erste Folge der TV Serie mit einem Cliffhanger endet und das Hörbuch ein runderes Ende bekommen sollte. Im Anschluss an die Geschichte gibt Richard Armitage ein kleines Interview, indem er seine Figur, Guy of Gisborne, beschreibt und ein bisschen von der Motivation und Interpretation der Figur preis gibt. Auch dieses fand ich durchaus anregend und informativ. Insgesamt gesehen, glaube ich, ist dieses Hörbuch tatsächlich eher für Fans des Schauspielers interessant. Zwar liest er dieses Buch großartig, aber die Geschichte bietet nur wenig Ergänzung zu der ersten Folge der Fernseserie. Da mir die Serie aber sehr gut gefällt und ich es toll fand auch noch beim Autofahren ein bisschen Robin Hood zu hören, gebe ich 4 Sterne. Die Leseleistung Richard Armitages hat 5 verdient, da man das besser nicht lesen kann, dennoch ist mir das Hörbuch etwas zu nah an der Serie.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein gelungener Abschluss, 19. März 2007
Diese 4 Episoden beenden die erste Staffel der neuesten Britischen Robin Hood Verfilmung. Ganz eindeutig hat die Serie zur Mitte hin zu ihrem eigenen Format gefunden. Die abschließenden Folgen bilden einen gelungenen Bogen indem sie einerseits die Geschichte abschließen, sie andererseits aber offen genug lassen, um neugierig auf die zweite Staffel (btw. 'series') zu machen. So gibt es spannende und noch ungeklärte Enthüllungen, die sich hauptsächlich um den schillernden Charakter des Guy of Gisborne drehen, das Robin/Marian/Gisborne 'love triangle' findet eine vorläufige Lösung und der großartig fiese Sheriff entwickelt einen Plan um sich seiner illoyalen Adeligen zu entledigen. Besonders gelungen finde ich die Auftaktepisode, die sich sowohl mit den persönlichen als auch allgemeinen politischen Folgen des Krieges für beide Länder beschäftigt. Die daran anschließende Episode greift vor allem die bereits angedeutete Geschichte um Little John und seine Familie wieder auf. Mir persönlich war diese Episode etwas zu glatt. Sie hat leider wenig neues über diesen außergewöhnlich schweigsamen und im Hintergrund bleibenden Little John erzählt. Die Abschlussepisoden, ein Zweiteiler, ist durchaus gelungen. Etwas zu dramatisch wird hier zunächst die Geschichte um Lady Marian und ihre Beziehung zu Robin in den Mittelpunkt gerückt. Glücklicherweise können sowohl Jonas Armstrong (Robin) als auch Lucy Griffith (Marian) diese Art von Melodrama schauspielerisch umsetzen, ohne allzu kitschig zu werden. Seltsamerweise ist es noch immer Guy of Gisborne der am hintergründigsten wirkt und dessen Geschichte am spannendsten bleibt. Es scheint als wären die Autoren begeistert von der Idee der Geschichte einen ambivalenten Antihelden, besser: Schurken, zu verpassen. Dies funktioniert ausgesprochen gut, was vielleicht nicht zuletzt auch Richard Armitages Art in zu spielen geschuldet ist. Insgesamt wird sicher jeder bzw. jede, der/die die ersten Folgen gesehen hat auch das Ende dieser Staffel sehen wollen. Ich finde die Staffel kommt zu einem gelungenen und spannenden Ende und kann die Fortsetzung kaum erwarten.
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Witzig und warmherzig, 19. März 2007
Gute Comedy gibt es selten genug. Zumindest solche, in der sowohl die Geschichte und Dialoge komisch sind, als auch die Charaktere vielschichtig. 'The Vicar of Dibley' ist eine solche Ausnahme. Im Zentrum steht Geraldine Granger eine der ersten ordinierten Vikarinnen in England, die ihren Dienst in dem kleinen Dorf Dibley versieht. Dibley steckt voller seltsamer Charaktere wie z.B. dem Farmer Owen, dessen Tiere seltsame Dinge zustoßen, dem homosexuellen Frank, der leider so langweilig ist, dass seinem Outing keiner zuhört oder dem snobbistischem David, der Geraldine zuerst vehement ablehnt, aber dann doch erkennt, was für eine Bereicherung sie für Dibley ist. Dawn French in der Rolle der Geraldine ist großartig! Witzig, warmherzig, verständnisvoll und menschlich verkörpert sie die Rolle der Vikarin und zeigt das witzig sein und gute Schauspielkunst sich nicht ausschließen. Auch alle weiteren Rollen sind hervorragend besetzt, die Dialoge sind spaßig, die Geschichten zum Teil haarsträubend und das setting idyllisch. Zwar nimmt die Qualität und der pointierte Witz besonders zum Ende der Serie etwas ab, geht aber als 'etwas enttäuschend aber akzeptabel' durch. Das Box-Set enthält alle Staffeln inklusive der längeren und kurzen (Red Nose-) Specials bis auf die neuesten und abschließenden zwei Folgen, des Weihnachts- bzw. Neujahrsspecial 2006/7. Letztere waren zur Zeit der Veröffentlichung der Box noch im Entstehen. Auch sind kleinere Einblicke hinter die Kulissen im Box-Set vertreten. Da englische Serienstaffeln deutlich weniger Folgen als amerikanische oder auch deutsche haben, ist die Serie für eine Laufzeit von insgesamt 12 Jahren doch relativ kurz. Die erste Staffel besteht aus 6 Folgen a 30 Min., die zweite und dritte aus 4 Folgen a 40 Min. und die specials in der Regel aus Weihnachts- bzw. Osterspecials a 45 Minuten. Insgesamt ist 'The Vicar of Dibley' absolut empfehlenswert für jeden der englischen Humor zu schätzen weiß, und Spaß an Witz gepaart mit (dem Genre geschuldeter begrenzter) Tiefe hat. Ich würde gerne 4 und einen halben Sterne geben, da ich den Preis etwas überhöht finde und die Qualität sich nicht durchgängig hält. Da das aber nicht möglich ist, gibt es die ganzen Fünf.
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16 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
"I am Robin Hood. Don't let me down", 24. Februar 2007
Irgendwie verwundert es schon, dass sich die BBC ausgerechnet des Robin Hood Stoffes angenommen hat. Es gibt ja nun bereits zahlreiche Verfilmungen, alle mehr oder weniger erfolgreich, alle mehr oder weniger individuell unterschiedlich. Dennoch lässt sich nicht verhehlen, dass die Geschichte einfach faszinierend ist und reichlich Raum für Aktualisierung und je eigene Schwerpunktsetzung bei der Umsetzung lässt. Auch diese Adaption des bereits bekannten Stoffes bietet erfreulich Neues und Interessantes. Beginnend mit der Figur des Robin of Loxley, später natürlich Robin Hood, der von Jonas Armstrong mit einer solchen erfrischenden Frechheit gespielt wird, dass es einfach nur ein Genuß ist, ihm zuzuschauen. Voller jugendlichem Charme und ideologischem Enthusiasmus, lässt sein Robin Hood auch eine gewisse Kriegsmüdigkeit und damit Welterfahrung nicht vermissen. Seine Ablehnung des Sheriffs und sein Kämpfen für die 'gerechte Sache' entspringt nicht nur einer unerklärlichen Edelmütigkeit des Geistes, sondern der Erfahrung der Kreuzüge und des Krieges im heiligen Land. So erhält man einen runden aber auch kantigen Charakter, dem man gerne auf abenteuerliche Streifzüge folgt. Sein ultimativer Gegenspieler findet dieser großartige Robin Hood in der Figur des ebenso außergewöhnlichen Sheriffs von Nottingham, in dieser Version von Keith Allen gespielt. Selten- oder vielleicht sogar nie war der Sheriff so unentschuldigt böse. Natürlich ist auch diese Version des bekannten Bösewichts nicht ohne Komik, aber sie ist auch so unbefleckt von jeder Moral, dass sie grenzwertig wahnsinnig wirkt. Dieser Sheriff ist angsteinflößend und man ist nicht verwundert über die erschrockenen und verängstigten Gesichter seiner zahlreichen Opfer. Als weiteren Bösewicht hat man diesem großartigem Sheriff Richard Armitage als Guy of Gisborne an die Seite gestellt. Ungewöhnlich ist dabei, dass die Rolle des sonst eher nebensächlichen Charakters aus den Rängen des vernachlässigbaren Gehilfen holt und ihn zu einem eigenständigen Charakter mit eigenständiger Geschichte macht. Armitage spielt ihn voller Bösartigkeit, aber auch als Opfer seiner eigenen Eitelkeit. Möglicherweise ist Guy of Gisborne der interessanteste und unvorhersehbarste Charakter der gesamten Verfilmung; jedenfalls macht er neugierig und überrascht. Alle weiteren Charaktere der Adaption aufzuzählen und zu rezensieren würde zu weit gehen, dennoch sind auch diese alle außergewöhnlich und neu interpretiert. Besonders bemerkenswert ist sicher, dass nicht mehr Little John Robins rechte Hand ist, sondern "Much" (Sam Throughton) ein ehemaliger Diener und treuer Wegbegleiter- selbst im heiligen Land. Auch Marian (Lucy Griffiths), die einzige Frau der Geschichte ist weit mehr als Robins loveinterest. Mutig und entschlossen verfolgt sie ihre eigenen Pläne und geht eigene Wege die Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Dennoch gibt es auch in dieser Verfilmung weniger Erfreuliches. Allen voran ist sicherlich die Garderobe augenfällig. So wirkt Marians viel zu heutig wirkende Bekleidung ebenso befremdlich, wie Guy of Gisbornes durchgängig schwarzes Lederoutfit oder Robin Hoods sportlicher Knuffellook. Schick ist es allemal, authentisch jedoch nicht. Auch strotzen die 'plots' der einzelnen Episoden nicht unbedingt immer vor wasserdichter Logik. Dennoch sind selbst die Anachronismen irgendwie gelungen- oder wenigstens verzeihlich und stören nur am Rande. Insgesamt ist diese Verfilmung spannend, spaßig und modern. Ich bin jedenfalls sehr auf die zweite Staffel gespannt und gebe deshalb volle fünf Sterne
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