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Rezensionen verfasst von
Barings (Wien)

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Vom Reich zur Republik - Europas letzter Sommer (inkl. Booklet)
Vom Reich zur Republik - Europas letzter Sommer (inkl. Booklet)
DVD ~ Bernd Fischerauer
Preis: EUR 12,49

2.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend, 16. August 2014
Einen Film über die Juli-Krise 1914 zu drehen ist aufgrund ihrer Komplexität immer ein gewagtes Unterfangen, ja vielleicht sogar fast unmöglich. Bernd Fischerauer hat sich trotzdem daran versucht - und ist meiner Meinung nach gleich mehrfach daran gescheitert.

Das liegt zunächst einmal daran, dass dieser Film in seiner Reihe "Vom Reich zu Republik" über die deutsche Geschichte seit der Reichsgründung 1871 erschienen ist. Die sich daraus ergebende Fixierung auf die deutsche (und österreichische) Politik kollidiert aber mit der Natur dieser Krise, die doch eine europäische war und sich eben nicht nur auf die Mittelmächte beschränkte. So aber werden die Entente-Mächte nur am Rande durch ihre Botschafter in Berlin und Wien vertreten und es entsteht der Eindruck, die Krise sein nicht nur in diesen beiden Hauptstädten verursacht, sondern auch ausschließlich dort vorangetrieben worden. Man muss kein Anhänger der Argumentation von Christopher Clark sein, um darin eine ziemlich verzerrende Einseitigkeit zu erkennen.

Diese Einseitigkeit wird noch durch eine damit korrespondierende Interpretation des Krisenverlaufs verstärkt, für die der Fritz-Fischer-Schüler Imanuel Geiss als wissenschaftlicher Fachberater steht. Auch danach waren es in erster Linie die Mittelmächte (und hier vor allem Deutschland), welche die Krise in den Krieg münden ließen. Im Gefolge dieser Sichtweise finden leider auch Unterstellungen Eingang in die Handlung, die durch die Quellen überhaupt nicht gedeckt werden; so etwa die Annahme, die Urlaubsreisen der politschen und militärischen Führungen seinen nichts weiter als heimtückische Täuschungsmanöver gewesen, während man insgeheim einen perfiden Angriffskrieg plante. Natürlich könnte es so gewesen sein, allein, es lässt sich nicht beweisen.

Damit soll freilich nicht gesagt werden, dass man in einem Film zur Juli-Krise nicht die These einer deutsch-österreichischen Hauptverantwortung vertreten kann, doch ein wenig mehr Mühe hätte man sich schon geben können, um ein differenzierteres Bild über die Motive des deutschen Handelns zu zeichnen. Das gilt vor allem im Hinblick auf die völlig missratene Darstellung Kurt Riezlers, die nahelegt, die Bereitschaft zum Krieg wäre vor allem in völkischen Ideen eines "Endkampfes von Slawen- und Germanentum" sowie der Eroberung von Lebensraum für eine wachsende Bevölkerung zu suchen. Zwar gab es solche Überlegungen zweifellos, allerdings waren es im Juli 1914 eher die zunehmend paranoiden Einkreisungsängste, die den Ausschlag gaben.

Insgesamt suggeriert der Film dem unkundigen Zuschauer so nicht nur eine Haupt- sondern fast schon eine Alleinverantwortung der beiden Kaiserreiche. Überhaupt ist der Film für jemanden ohne umfassende Vorkenntnisse kaum zu empfehlen. Obwohl die Handlung nur in Wien und Berlin spielt, werden in so schneller Folge die Szenen gewechselt und Personen eingeführt, ohne sie in ihrer Funktion oder wenigstens dem Namen nach vorzustellen, dass man selbst als kundiger Zuseher kaum hinterher kommt und schnell den Überblick verliert. Am Ende verwirrt der Film eher über die Handlungsabläufe, als dass er sie erhellt. Da können dann auch die gute Ausstattung und die meist überzeugenden darstellerischen Leistungen kaum noch helfen.

Fazit: Letztendlich scheitert der Film an seinem verfehlten Ansatz, eine europäische Krise als (vorwiegend) deutsches Ereignis darzustellen. Eine ausgewogener Blick auf jene entscheidenden Tage und Wochen vor dem Krieg ist damit nicht möglich. Wer sich eine gelungene filmische Aufbereitung der Juli-Krise erhofft, wird hier leider enttäuscht.


Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog
Preis: EUR 32,99

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiger Beitrag, aber mir Schwächen, 24. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Als unbestreitbares Verdienst des Buches ist zunächst hervorzuheben, dass es in der Frage nach der Verantwortung für den Kriegsausbruch ein bedeutsames Gegengewicht zu dem m.E. immer noch zu sehr auf Deutschland (und Österreich) gerichteten Fokus bildet damit einer alternativen Interpretation des Weges in den Krieg auch in Deutschland größere Aufmerksamkeit verschafft. Dennoch drängte sich mir beim Lesen der Verdacht auf, dass Clark bei seinem lobenswerten Bemühen, von einer germanozentrischen Perspektive wegzukommen, manchmal von einem Extrem ins andere gefallen ist: Wo die meisten Autoren zu sehr auf Deutschland schauen, tut Clark dies zu wenig. Während den Entwicklungen in Serbien und den Entente-Mächten (durchaus zurecht) viel Platz eingeräumt wird, gerät das Deutsche Reich fast zur Randfigur. Gerade in den Kapiteln zu Julikrise fällt das auf: Die zentralen Überlegungen und handlungsleitenden Motive der deutschen politischen und militärischen Akteure werden zwar unter Einbeziehung der wichtigsten Quellen (Riezler-Tagebücher etc.) gut nachvollziehbar dargestellt, doch bei weitem nicht so detailliert wie beispielsweise bei Russland. Angesichts der vielen wissenschaftlichen Untersuchungen und Veröffentlichung der letzten Jahre und Jahrzehnte wäre eine etwas eingehendere Betrachtung der Ambivalenzen und Schwankungen, welche die deutsche Politik jener entscheidenden Wochen prägten, jedoch wünschenswert gewesen. So erklärt sich auch der in der Diskussion um das Buch immer wieder geäußerte Vorwurf an Clark, er würde den deutschen Beitrag zum Kriegsausbruch verharmlosen. Zu diesem Vorwurf trägt auch seine Tendenz bei, den Irrtümern und Fehlern der Mittelmächte eher mir Erstaunen und Verwunderung zu begegnen, währende er für jene der Entente viel öfter kritische Worte findet.

Das alles bedeutet freilich nicht, dass die Ergebnisse, zu denen Clark schlussendlich kommt, falsch sind, denn er argumentiert durchweg schlüssig, nachvollziehbar und quellengestützt. Es zeigt aber, dass das letzte Wort zum Kriegsausbruch auch mit diesem Buch noch lange nicht gesprochen ist, ja wahrscheinlich auch nie gesprochen seien wird. Denn es hängt, wie Peter Graf Kielmansegg in einem sehr lesenswerten Beitrag von 29.06.2014 in der FAZ gezeigt, immer von der Perspektive ab, mit der man auf die Julikrise schaut, ob man nun Clarks Interpretation einer gemeinsamen Verantwortung oder einer alternativen deutsch-österreichischen (siehe z.B. Gerd Krumeichs ebenfalls lesenswertes Buch zur Julikrise) oder gar russich-französischen (siehe Sean McMeekin) Hauptverantwortung folgt: "Sie zeigen (...), dass einfache Urteile über Schuld und Unschuld die Wirklichkeit dieser Krise verfehlen. Dass kein einfaches Urteil möglich sei, heißt nicht, dass kein Urteil möglich sei. Aber der Gestus schroffer Wahrheitsgewissheit, der die Jahrhundertdebatte über lange Strecken bestimmte, passt schlecht zu den Realitäten."


König von Deutschland
König von Deutschland
DVD ~ Olli Dittrich
Preis: EUR 12,99

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen durchschnittlicher Film zum Durchschnitt, 9. März 2014
Rezension bezieht sich auf: König von Deutschland (DVD)
Für sein Erstlingswerk hat sich David Dietl ein spannendes Thema ausgesucht. Umso bedauerlicher ist es, das die Umsetzung höchst mittelmäßig geraten ist. Am positivsten fallen die Darsteller auf, die durchweg einen ordentlichen und im Falle von Olli Dittrich sogar herausragenden Eindruck machen. Das Drehbuch hingegen kann da bei weitem nicht mithalten. Die Geschichte ist extrem vorhersehbar und plätschert ohne große Ausschläge vor sich hin. Auch zu lachen gibt es wenig bis gar nichts, obwohl es sich doch hier um eine Komödie handeln soll. Gerade zum Finale hin zeigt sich zudem, das die Story nicht wirklich zu Ende gedacht wurde: Warum sucht man sich nicht gleich einfach den zweitdurchschnittlichsten Deutschen, als Thomas Müller nicht mehr mitspielen will? Schlussendlich befreit dieser sich aus seiner Durchschnittlichkeit, aber kann er dass überhaupt, wenn sie doch sein wahres Ich ausmacht? Und überhaupt: Ist es wirklich so schlecht, wenn Politik und Wirtschaft versuchen, sich an den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerungsmehrheit auszurichten (Immerhin wird damit im Film die Zerstörung des Hainichs verhindert)? Diese Frage wird zwar gestellt, dann aber einfach übergangen.

Fazit: Zwei Sterne für die grundsätzliche interessante Thematik und einen tollen Olli Dittrich. Dessen Fans sind auch die einzigen, denen ich diesen Film wirklich empfehlen kann. Wer dennoch neugierig ist, sollte besser auf eine Fernseh-Ausstrahlung warten, mit der man in Zukunft bestimmt rechnen kann.


Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern
Mir fehlt ein Tag zwischen Sonntag und Montag: Geschichten vom schönen Scheitern
Preis: EUR 12,99

30 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nettes Buch für zwischendurch, 7. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Moderatorin Katrin Bauerfeind ist nun also auch unter die Autoren gegangen. Dabei herausgekommen ist ein recht kurzweiliges und unterhaltsames Buch, das man gut zur Entspannung oder zum Einschlafen lesen kann. Wer ihre bisherige (TV-)Karriere verfolgt hat, dem mag das Oberthema "Scheitern" allerdings zurecht etwas kokett vorkommen und tatsächlich handeln auch nicht alle Kapitel wirklich vom Scheitern bzw. ist der Zusammenhang dazu manchmal etwas bemüht. Die Geschichten sind aus Bauerfeinds Leben; oft mit humorvollem Unterton, ein paar aber auch recht melancholisch. Als jemand, der mit Informationen über sein Privatleben bisher ziemlich sparsam war, gibt die Autorin hier überraschend viel Persönliches preis (so es denn wahr ist). Wer also schon immer mal etwas mehr über die Person Katrin Bauerfeind wissen wollte, wird hier fündig. Ansonsten sind sowohl angesprochenen Themen als auch die darüber geäußerten Gedanken und Meinungen natürlich oft die altbekannten (Beziehungen, Arbeit, Jugend in der Provinz, etc.) und der Originalitätsgrad damit entsprechend gering. Da die Anekdoten aber flott und lebendig geschrieben sind, liest man sie gern.

Fazit: Wenngleich das Buch seine Daseinsberechtigung klarerweise in erster Linie der Prominenz der Autorin verdankt, ist es dennoch lesenswert. Vor allem, wer KB aus dem Fernsehen kennt und die Art ihrer Auftritte und Moderationen mag (was bei mir der Fall ist), wird an diesem Buch seine Freude haben. Aber auch alle anderen, die eine lockere und amüsante Lektüre ohne viel Tiefgang für zwischendurch suchen, können hier problemlos zugreifen.


Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918
Der Große Krieg: Die Welt 1914 bis 1918
Preis: EUR 25,99

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Wurf, 17. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter den vielen Veröffentlichungen zu Spezialthemen des Ersten Weltkrieges ragt dieses Werk als Überblicksdarstellung des Krieges heraus. Der (Unter-)Titel ist allerdings etwas irreführend, da Münkler das Kriegsgeschehen vor allem aus deutscher Perspektive schildert und dessen Verbündete sowie die Kriegsgegner nur streift. Dafür erhält der Leser aber einen umso tieferen Einblick in die inneren Entwicklungen des Kaiserreichs und die Überlegungen und Kalküle der politischen und militärischen Entscheidungsträger, welche ihren (Fehl-)Entscheidungen zugrunde lagen. Auch auf die wichtigsten Entwicklungen auf den Schlachtfeldern der verschiedenen Fronten wird ausführlich eingegangen, ohne sich dabei aber zu sehr in Details zu verlieren.

Fazit: Eine ausgewogene und gut lesbare Darstellung der vier Kriegsjahre aus deutscher Sicht, die momentan noch ihresgleichen sucht. Wer sich sich für den Krieg näher interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei.


Kein Titel verfügbar

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis, 15. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich bin durch Zufall hier auf Amazon auf dieses Rasiersystem gestoßen und habe es vor allem aufgrund des günstigen Preises kurzerhand als Alternative zum zuvor von mir genutzten Gillette Fusion Power Rasierer ausprobiert. Für mein Empfinden steht die Qualität der Rasur den ungleich teureren Gillette-Produkten in nichts nach, lediglich das Ausspülen der Barthaare aus den sechs eng gesetzten Klingen geht manchmal etwas schwierig, daher ein Stern Abzug (vielleicht geht dies bei den Aufsätzen mit vier Klingen leichter, was ich allerdings noch nicht ausprobieren konnte).

Insgesamt - auch aufgrund der praktischen Möglichkeit, ein Klingenabo abzuschließen - trotzdem eine ganz klare Kaufempfehlung von mir!


Der Zauberberg
Der Zauberberg
DVD ~ Rod Steiger
Preis: EUR 9,97

7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen naja..., 27. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Zauberberg (DVD)
Da ich nur die 2,5 stündige Fassung gesehen habe, und leider bisher nicht dazu gekommen bin, mir die sechsstündige Fernsehfassung anzuschauen, vermag ich mir über letztere kein Urteil zu bilden.
Dasjenige über die hier vorliegende Fassung fällt jedoch zwiespältig aus. Die Auswahl der Darsteller und die Ausstattung finde ich insgesamt gelungen. Allerdings muss ich mich auch einem meiner Vorrezensenten anschließen, der schrieb, man habe teilweise den Eindruck, sich nicht in einem Sanatorium sondern in einer Irrenanstalt zu befinden. Das dargebotene Schauspiel artet dann doch ein paar mal zu oft und zu schnell in hysterisches Gekreische aus, was ich doch arg übertrieben finde. Auch geraten Settembrini und Naphta durch die Kürze der Filmzeit leider zu bloßen Randfiguren, obwohl sie doch im Roman eine entscheidende Rolle spielen. Deshalb würde ich im Zweifelsfall empfehlen, sich entweder gleich die Langfassung anzusehen oder aber sich lieber gleich die hervorrragende Hörspielfassung mit u.a. dem großartigen Udo Samel als Erzähler zuzulegen.


Crash: Finanzkrisen gestern und heute
Crash: Finanzkrisen gestern und heute
von Gerald Braunberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 17,90

5.0 von 5 Sternen Parforceritt durch die Finanzkrisen der Geschichte, 20. April 2009
In kurzen flott und amüsant geschriebene Kapiteln führen die Autoren den Leser durch alle großen und wichtigen Finanzkrisen der letzten Jahrhunderte. Im zweiten Teil wird dann die aktuelle Immobilien- und Finanzkrise erläutert, allerdings nur bis kurz vor der Pleite von Lehmann Brothers, so dass sich dieser Abschnitt leider nur begrenzt zum Verständnis der komplexen Sachlage eignet.

Wer sich aber kurz und prägnant über die Ursachen von Finanzkrisen informieren möchte, sollte zu diesen sehr verständlich geschriebenen Bändchen greifen, welches auch bequem an einem Nachmittag zu lesen ist.


Die Klimapolitik-Katastrophe: Deutschland im Dunkel der Energiesparlampe
Die Klimapolitik-Katastrophe: Deutschland im Dunkel der Energiesparlampe
von Joachim Weimann
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Umweltpolitiker!, 9. September 2008
Da ich selbst an der Uni Magdeburg studiert habe und daher daher das Glück hatte, den Autor dieses Buches, Prof. Weimann zu meinen Dozenten zählen zu können, habe ich mir auch dessen neuestes Werk gekauft, wenngleich sich mein Interesse an der Klimadebatte bis dahin doch sehr in Grenzen hielt. Das hat sich nach der Lektüre grundlegend geändert.
Auch wenn der doch etwas reißerische Titel auf den ersten Blick etwas anderes vermuten lässt, ist das Buch keineswegs nur irgendeine weitere hohle Polemik, sondern eine sehr sachliche und wissenschaftlich fundierte Abhandlung. In kurzweiligen und teilweise auch recht amüsant geschriebenen Kapiteln klärt der Autor für jeden logisch nachvollziehbar anhand einfacher Beispiele über die Irrtümer der gegenwärtigen Klimapolitik auf und zeigt anschließend, wie man es besser machen kann; vor allem, indem man konsequent auf die Kosten der CO2-Vermeidung blickt und versucht, mit den gegebenen Ressourcen die maximalen Einsparungen diesbezüglich zu realisieren.
Jeder, der dieses Buch gelesen hat, wird die Bemühungen zum Klimaschutz hoffentlich mit anderen Augen sehen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 21, 2008 8:47 PM CET


Mikroökonomie
Mikroökonomie
von Prof. Dr. Robert S. Pindyck
  Gebundene Ausgabe

4.0 von 5 Sternen gutes buch, aber mit schwächen, 29. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Mikroökonomie (Gebundene Ausgabe)
Die Vorlesung zur Mikroökonmik an meiner Uni wurde ausschließlich an diesem Buch aufgebaut, weshalb ich praktisch gezwungen wurde, es zu kaufen. Inhaltlich ist dieses Werk sicherlich eines der umfangreichsten und geht mit der Behandlung von beispielsweise Agency-Beziehungen und einem Kapitel zur Spieltheorie weit über den Themenkreis einer Mikroveranstaltung im Grundstudium hinaus. Die Inhalte werden sehr ausführlich und in einer einfachen Sprache erklärt. Praktisch ist auch der Anhang mit einem Register, in dem alle verwendeten ökonomischen Fachbegriffe noch einmal kurz definiert werden. So eignet sich das Buch auch als Nachschlagewerk. Nicht ganz so gut gelungen ist hingegen die deutsche Übersetzung, die an einigen Stellen etwas unglückliche Formulierungen hervor bringt. Zudem stört das Zusammenwerfen von englischer und deutscher Notation, was bisweilen zu einigen Verwirrungen führen kann.

Insgesamt sei das Buch aber aufgrund der verständlichen Darstellung des Inhaltes, der guten optischen (farbigen) Aufbereitung und der gelungenen Kombination aus intuitiver Erklärung und mathematischer Herleitung trotzdem zum Kauf empfohlen.


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