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NoName

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Farbenspiel - Live aus München
Farbenspiel - Live aus München
DVD ~ Helene Fischer
Preis: EUR 13,21

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kleine Bühne...großer Auftritt!, 16. November 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Farbenspiel - Live aus München (DVD)
Wenn man mittlerweile an Helene Fischer denkt, dann denkt man an gigantische Bühnenshows mit spektakulären Lichteffekten und einer kleinen Armee von Tänzern und ich muss sagen, ich bin ein großer Fan dieser Shows, denn Helene zeigt damit immer wieder, dass sie definitiv eine Sängerin von Weltformat ist, die sich sicherlich nicht hinter anderen Künstlern verstecken muss.
Allerdings vergisst man dabei immer wieder, dass auch Helene mal klein angefangen hat...ohne gigantische Bühnenbilder, ohne Tänzer, ohne Lichteffekte. Einfach nur sie, ihre Backgroundsänger(innen) und ihre Band. Und auch diese Auftritte hatten ihren Charme, denn man hatte einfach etwas mehr Zeit um sich ganz und gar auf Helene und ihr Talent als Sängerin zu konzentrieren und darauf, was sie mit ihrer Stimme so alles anstellen kann.

Mit dem Release-Konzert für das Album "Farbenspiel" ist sie nun sozusagen zu den Wurzeln ihrer Konzerte zurückgekehrt und ich muss sagen, ich habe jetzt ein großes Problem. Ja...denn mir gehen die Superlativen für Frau Fischer aus!
Gefreut habe ich mich auf diese DVD schon die ganze Zeit, denn immerhin kommt es nur sehr selten vor, dass man einmal ALLE Lieder eines Albums live hört. Auch nächstes Jahr, bei der großen Tournee, werden sicherlich nicht alle Lieder auf der Setliste stehen. Umso mehr also habe ich mich darüber gefreut, dass gerade dieses Konzert als DVD veröffentlicht werden würde.
Da man von Helene nichts anderes kennt als tolle Konzerte, waren meine Erwartungen natürlich auch dementsprechend hoch...und was soll ich sagen? Sie wurden noch bei Weitem übertroffen!

Nicht nur, dass die Songs des Albums live fast noch genialer sind als die CD-Versionen, es war auch einfach herrlich Helene einmal in einem kleinen, fast schon privaten Rahmen zu sehen und zu genießen. Ich hatte die ganze Zeit über das Gefühl, ich säße selbst dort im Publikum und dementsprechend habe ich bei den flotten Liedern mitgefeiert und bei den leisen Tönen durchaus das ein oder andere Tränchen verdrückt.
Die neuen Versionen bekannter Lieder fand ich persönlich eigentlich ziemlich interessant und okay. Nur "Mitten im Paradies" hat mich irgendwie nicht ganz so überzeugt, während ich gerade "Ich will immer wieder dieses Fieber spürn" total klasse fand. Erst die neue Interpretation und dann plötzlich der Umschwung zum alt Bekannten, wobei man dann doch gemerkt hat, dass das Publikum in München mit den alten Versionen mehr anfangen konnte.
Dennoch finde ich es gut, dass Helene dazu bereit ist, auch ihre Klassiker mal in anderen Formen zu präsentieren, denn das bringt einfach frischen Wind in die ganze Geschichte.

Ich jedenfalls habe dieses Konzert in vollen Zügen genossen und werde das auch in Zukunft noch sehr häufig tun. :)


Farbenspiel
Farbenspiel
Preis: EUR 15,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frisch...modern...genial!, 10. Oktober 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Farbenspiel (Audio CD)
Ich bin erst seit kurzer Zeit Fan von Helene Fischer, aber es wurde mir recht schnell klar, dass Helene weit davon entfernt ist, eine reine Schlagersängerin zu sein. Sicher, gerade ihre ersten Alben waren sicherlich noch sehr schlagerlastig, was ja aber auch kaum überraschend ist, da sie schließlich mit Schlager bekannt geworden ist. In den vergangenen Jahren hat Helene sich jedoch immer mehr getraut und das ist auch gut so. Angefangen hat es bei ihren Liveshows, bei denen sie schon früh bewiesen hat, dass ihre Stimme jedem Musikgenre gewachsen ist und das auch Welthits für sie kein Problem sind. Auf ihren Alben blieb sie bis zu "Für einen Tag", dem Schlager noch sehr treu, wie ich finde, was allerdings keine Kritik sein soll. Ich mag ihren Schlager schließlich, sonst wäre ich nun nicht hier. Mit dem neuen Album hat sie das jedoch geändert und das finde ich absolut klasse!

Von ihrer Singelauskopplung "Fehlerfrei" war ich von Anfang an begeistert. Es war überraschend einen solchen Song von ihr zu hören, aber es war auch erfrischend. Ich würde den Song mittlerweile als eine sehr gelungene Mischung aus Pop und modernem Schlager bezeichnen. Als ich dann hörte, dass man via Facebook von nun an jeden Tag eine Hörprobe des neuen Albums bekommt, war ich absolut begeistert und habe mir auch brav jeden Tag diese Hörprobe angehört, muss aber sagen, dass ich plötzlich ein leicht flaues Gefühl in der Magengegend hatte, da mich nicht jeder Song überzeugt hat. Da ich allerdings weiß, dass man nur von einer Hörprobe (auch wenn Selbige eine annehmbare Länge hat) nicht auf den ganzen Song schließen sollte, gab es für mich keinen Zweifel, dass ich mir das Album dennoch kaufen würde, was ich dann, per MP3 download über Amazon auch getan habe, denn schließlich musste Helene auch gleich auf meinen Player wandern, damit ich sie auch unterwegs genießen kann. Und was soll ich sagen? Glücklicherweise habe ich mich von den Hörproben nicht vom Kauf aufbringen lassen!

Auch auf "Farbenspiel" finden sich noch (mehrheitlch) Songs die man dem Genre Schlager zuordnen kann, aber das war ja auch zu erwarten und ist überhaupt nicht schlimm. Es gibt allerdings auch Songs die mit Schlager nicht mehr viel zu tun haben. Neben "Fehlerfrei" fällt jedem, der das Album kennt, da natürlich sofort "Atemlos durch die Nacht" ein. Aber auch "Unser Tag" hat mit Schlager wie man ihn kennt und erwartet nicht mehr viel zu tun. Die anderen Songs würde ich zwar noch in den Bereich "Schlager" einordnen, jedoch in den Bereich moderner Schlager. Außer vielleicht "Wunder dich nicht". Der hat etwas Altmodisches, was ich aber gut finde, denn das Album heißt ja "Farbenspiel" und genau das ist die Liedauswahl auf diesem Album. Ein musikalisches Farbenspiel. Man darf nicht erwarten, dass auf diesem Album die Musik neu erfunden wird, man darf aber auch nicht die gewohnten Schlagertitel erwarten, die gerade zu Anfang ihrer Karriere zu hören waren, aber das ist auch gut so, denn schließlich entwickelt sich auch eine Helene Fischer weiter und es wäre fatal, würde sie immer auf dem Level stehen bleiben, auf dem sie mal war. Sie wäre nicht so erfolgreich wie sie ist, hätte sie das getan.

Alles in allem gibt es keinen Song, der mir nicht gefallen würde. Es gibt sicherlich Lieder, die mir besser gefallen als Andere, aber es wäre auch überraschend, würden mir alle Titel gleich gut gefallen. Meine Bewertung zu den einzelnen Songs fällt so aus:

Fehlerfrei 5 von 5 Sternen
Mit keinem Andern 4 von 5 Sternen
So kann das Leben sein 4 von 5 Sternen
Marathon 4 von 5 Sternen
Atemlos durch die Nacht 5 von 5 Sternen
Der Augenblick 4 von 5 Sternen
Te Quiero 4 von 5 Sternen
Captain meiner Seele 3 von 5 Sternen
In diesen Nächten 4 von 5 Sternen
Feuerwerk 4 von 5 Sternen
Ehrlich und klar 3 von 5 Sternen
Wunder dich nicht 4 von 5 Sternen
Auf der Suche nach mir 4 von 5 Sternen
Alice im Wunderland 3,5 von 5 Sternen
Unser Tag 4 von 5 Sternen
Ein kleines Glück 3 von 5 Sternen

Die beiden stärksten Songs auf dem Album sind für mich "Fehlerfrei" und "Atemlos durch die Nacht". Besonders der zweite Song könnte bei Livekonzerten sowas wie eine Hymne werden.
Die schwächsten Songs des Albums (wenn man sie so nennen kann) sind für mich "Captain meiner Seele", "Ehrlich und klar" und "Ein kleines Glück". Diese Songs waren es auch, die mir bei den Hörproben am Wenigsten zugesagt haben, doch auch sie mag ich mittlerweile weitaus mehr. Dennoch überzeugen sie mich nicht so sehr wie die anderen Songs des Albums.
Bei "Alice im Wunderland" schwanke ich ein wenig. Der Refrain gefällt mir sehr gut, die Strophen sind okay. Insgesamt gefällt er mir besser als die drei Songs mit drei Sternen, allerdings nicht so sehr wie die höher bewerteten Songs.
Die mit vier Sternen bewerteten Songs finde ich allesamt sehr gelungen, sie kommen aber einfach nicht an meine beiden absoluten Favoriten heran.

Mit "Farbenspiel" hat Helene ein tolles Album abgeliefert bei dem sich bei weitem nicht jeder Song wie der Andere anhört. Es ist, wie der Titel meiner Bewertung bereits sagt, frisch, modern und wirklich genial. Weiter so, Helene!
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 10, 2013 4:30 PM MEST


Fehlerfrei (2-Track)
Fehlerfrei (2-Track)
Preis: EUR 5,99

2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toll, 20. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Fehlerfrei (2-Track) (Audio CD)
Die erste Singel aus dem neuen Album ist ja nun schon einige Wochen bekannt (durch Radio und Internet) und nun also endlich auch offiziell zu kaufen. Da musste ich natürlich sofort zuschlagen und sie mir als MP3 kaufen, um sie dann auch auf meinem Player unterwegs genießen zu können. "Fehlerfrei" ist ein toller Song der zum Spaß haben einlädt. Helene klingt als habe sie großen Spaß gehabt bei diesem Song und vermutlich ist dem auch so. Und dieser Spaß überträgt sich auch augenblicklich auf den Hörer. Mit diesem Lied steigert sich meine Vorfreude auf das kommende Album nun noch ein wenig mehr.


Best of
Best of
Preis: EUR 8,97

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 12. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Best of (Audio CD)
Ich denke, zu den deutschen Songs muss man nicht mehr viel sagen. Hervorragende Songs wundervoll vorgetragen von einer wirklich großen Sängerin. Es macht Spaß von der ersten bis zur letzten Sekunde. Die Balladen gehen ans Herz und die schnellen Nummern laden zum mitmachen ein, so wie es sein sollte.

Zu den englischen Songs lässt sich durchaus noch was sagen. Zunächst einmal mag ich sie allesamt, darum auch keinen Abzug bei den Sternen. Aber die Übersetzungen haben mich stellenweise wirklich lachen lassen. Wenn wirklich eine Muttersprachlerin diese Texte geschrieben hat, dann muss ich mich doch stellenweise sehr wundern. Die Texte sind extrem einfach gehalten und sind stellenweise auch...nun...komisch. So liebe ich zum Beispiel "Everything I Need"...aber der Text...ich muss jedes Mal wieder lachen. Es ist hier und da wirklich amüsant. Sollte Helene Fischer noch einmal englische Titel singen, dann doch bitte mit etwas anspruchsvoller übersetzten Texten. Nicht, dass es mich sonderlich stören würde. Ich finde es sogar sehr interessant die Songs die man in der Originalsprache schon kennt, einmal in einer neuen Sprache zu hören. Aber von einer Übersetzung durch eine Muttersprachlerin erwarte ich mir mehr. Und wenn man die Texte absichtlich so flach und einfach gehalten hat, dann verstehe ich das auch nicht ganz. Dann brauche ich auch nicht erst mit englischen Titeln anzufangen. Das Motto für das nächste Mal (und ich würde mir ein nächstes Mal wünschen) sollte also lauten "Ganz oder gar nicht". ;)

Ansonsten alles top. Und da Helene ihren Job wie immer hervorragend macht und die englischen Titel in jeder Hinsicht Spaß machen (hihi), gibt es die volle Punktzahl. :D


Für einen Tag
Für einen Tag
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So fing alles an..., 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Für einen Tag (Audio CD)
...natürlich nicht für Helene Fischer, sondern für mich. Besser gesagt mit dem Titel "Die Hölle morgenfrüh". Diesen Titel habe ich zufällig gehört, als meine Eltern ein Konzert von Frau Fischer im Fernsehen verfolgten und ich bin an diesem Lied irgendwie hängen geblieben, was mich dann dazu bewog, mir auch einmal andere Songs anzuhören.
Zwar war mir Helene Fischer auch vorher bereits ein Begriff, doch da ich kein sonderlich großer Freund von Schlagern bin, habe ich ihr bis dahin keine sonderlich große Beachtung geschenkt. Ein Fehler, wie sich nun herausstellen sollte. Bis auf eine Ausnahme gefällt mir dieses Album von Helene ganz hervorragend. "Die Hölle morgen früh", "Ich will spüren, dass ich lebe" und "Für einen Tag" sind meine absoluten Favoriten und auch das Duett mit Michael Bolton gefällt mir sehr gut, wobei ich "Vivo per lei" bevorzuge.

Die Texte der Lieder sind zwar keine allzu große Kunst und kennt man Schlager, dann kennt man in gewisser Weise auch die Texte, doch es ist das, was Frau Fischer darauß macht. Sie lebt ihre Lieder und anders als andere Schlagersänger performt sie diese auch ordentlich auf der Bühne. Nicht nur durch hervorragende Shows, sondern auch durch eine herausragend gute Stimme die, und da kann ich einigen Bewertungen hier nur zustimmen, nur für Schlager viel zu Schade ist. Helene Fischer hat eine Stimme, die sich hinter den Großen dieser Welt sicherlich nicht zu verstecken braucht und auch ich finde, dass man dieses Potential noch mehr nutzen sollte. Nicht unbedingt indem man kompletten Abstand zum bisherigen Produzenten nimmt, sondern indem man eventuell auch einmal andere Produzenten mit hinzu nimmt. Ein Album das mehr in den Pop/Rock-Bereich gehen würde, würde mich von Helene defintiv einmal brennend interessieren, was wie gesagt nicht heißen soll, dass sie vom Schlager komplett Abschied nehmen muss. Sie verleiht auch der Schlagerbranche frischen Wind und den kann diese Sparte auch dringend gebrauchen. Aber sie kann eben noch mehr! Das beweist sie (auch bei der gleichnamigen Tour) immer wieder auf's Neue. Wer ohne große Probleme "I will always love you" von Whitney Houston singen kann, einem Song an dem sich viele Sängerinnen bereits mächtig verhoben haben, der kann sich auch ohne Probleme wagen, einen Schritt aus der Schlagerbranche heraus zu unternehmen und das vielleicht einmal mit komplett eigenen Songs. Nicht, dass ich etwas gegen die Coverversionen hätte, die Helene zum Besten gibt. Aber sie hätte etwas Eigenes verdient. Etwas über das Helene Fischer und ihr Team definitiv einmal nachdenken sollten.

"Für einen Tag" ist nun allerdings mehr in der Sparte Schlager angesiedelt und das ist auch okay so. Ich genieße es immer wieder die Lieder zu hören und werde es auch sicherlich weiterhin tun. Helene Fischer ist eben auch eine Schlagersängerin und sie hat sich ihren Erfolg nicht nur verdient, sondern durchaus auch erarbeitet. Anders als all diese substanz- und seelenlosen Castingacts, die seit Jahren unseren Musikmarkt überfluten, die kurz hochgepusht werden, um einen Hit in den Charts zu landen, um dann für immer in der Versenkung zu verschwinden. Das dürfte Helene Fischer wohl eher nicht passieren. :)


The English Ones
The English Ones
Preis: EUR 12,55

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungewohnt, interessant, gut, 11. September 2013
Rezension bezieht sich auf: The English Ones (Audio CD)
Ich hatte zuerst mit komplett neuen Songs gerechnet. Dementsprechend war ich etwas überrascht die alt bekannten Melodien zu hören und es war im ersten Augenblick auch wirklich ungewohnt. An die englischen Übersetzungen der Texte muss man sich erstmal gewöhnen, was aber auch recht schnell geht, denn Helene macht wie immer einen super Job. Auch wenn mich nicht alle Übersetzungen komplett überzeugen, ziehe ich daher keinen Stern ab, denn das hätte Helene wirklich nicht verdient. Komplett neue Lieder von ihr auf englisch wären aber sicherlich auch einmal interessant zu hören. Vielleicht geht dieser Wunsch auch irgendwann in Erfüllung. Ich genieße es jedenfalls diese CD von ihr zu hören.


Helene Fischer - Zum ersten Mal mit Band und Orchester
Helene Fischer - Zum ersten Mal mit Band und Orchester
DVD ~ Helene Fischer
Preis: EUR 20,98

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Durch und durch gelungen!, 8. September 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ich habe zunächst auf Grund einiger Bewertungen hier ein wenig davor zurückgeschreckt diese DVD zu kaufen. Nachdem ich dann jedoch ein paar Ausschnitte der Show im Internet gesehen habe, die leider stellenweise keine gute Qualität hatten (da von Privatpersonen aufgenommen und eingestellt), die mich aber doch noch einmal auf diese Tour aufmerksam machten, habe ich mich zu dem Kauf doch entschlossen und bereue es keine Sekunde. Ich habe weder Bild- noch Tonprobleme zu beklagen. Das Bild ist scharf und der Ton sehr gut. Helene ist zu jedem Zeitpunkt hervorragend zu verstehen.

Nun zum Auftritt/dem Konzert selbst.
Ich bin erst vor kurzer Zeit durch ein im Fernsehen gezeigtes Konzert auf Helene Fischer gestoßen, da mich die Bezeichnung der "Schlagersängerin" bis dahin davon abgehalten hatte, mich näher mit ihr zu befassen. Heute muss ich sagen, das war ein Fehler meinerseits, denn Helene Fischer ist nicht nur die vielseitigste deutsche Künstlerin die ich kenne, sie ist in meinen Augen auch die momentan beste Sängerin die wir in Deutschland haben. Und genau das beweist sie eindrucksvoll bei diesem Konzert.
Wie oben bereits erwähnt, habe ich zuerst einige Ausschnitte des Konzerts im Internet gesehen und muss zugeben, als ich das Medley von Queen, oder aber die Interpretation von "Pokerface" gehört habe, dachte ich erst, dass Helene von diesen Songs besser die Finger gelassen hätte. Nun muss ich diese Meinung revidieren, denn als ich nun die DVD sah und die Interpretationen endlich in ordentlicher Qualität genießen konnte, hat es mich schier umgehauen. Natürlich ist Helene Fischer weder ein Freddie Mercury, noch eine Lady Gaga (die muss sie auch um Himmels Willen nicht werden) und das will sie sicherlich auch nicht sein. Aber sie hat diese Songs wirklich hervorragend gesungen und gezeigt, was sie stimmlich drauf hat. Helene Fischer mag mehrheitlich in der Schlagerwelt zu Hause sein, doch gerade bei solchen Songs, aber auch bei Liedern wie "Memory" zeigt sich ihre wertvolle Musicalausbildung und die Tatsache, dass sie schlicht und ergreifend fast alles singen kann. Etwas, was sie auch bei früheren Konzerten schon oft eindrucksvoll unter Beweis gestellt hat.

Gesanglich ist mein persönliches Highlight dieser DVD eben jener Auftritt mit "Memory", aber auch ihre beiden Duette mit Michael Bolton.
Menschlich ist Helene Fischer wie bei jedem Konzert einfach sympathisch und warmherzig und zaubert immer wieder ein Lächeln auf die Lippen. Gut gelaunt, freundlich, offen und natürlich sind Eigenschaften, die einem bei dieser außergewöhnlichen, jungen Frau sofort in den Kopf kommen.
Für einen kleinen Schmunzler sorgt sie, als sie bei "Du lässt mich sein, so wie ich bin" einen kurzen Texthänger hat, den sie aber mit viel Charme und Humor hinnimmt um dann neu anzusetzen und einmal mehr zu zeigen, was sie kann.

Kurz:
Diese DVD ist ein "Muss" für jeden, der Helene Fischer liebt!


Helene Fischer - Für einen Tag - Live 2012
Helene Fischer - Für einen Tag - Live 2012
DVD ~ Helene Fischer
Preis: EUR 15,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach unglaublich gut, 18. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Natürlich war Helene Fischer mir schon länger ein Begriff und das ein oder andere Mal hab ich sie auch in der ein oder anderen Show auftreten sehen. Zweifel daran, dass sie nicht nur eine wunderschöne, junge Frau ist, sondern auch ein unheimliches Talent hat, hatte ich daher nie. Was mich davon abhielt mich schon früher ein wenig näher mit ihr zu befassen war die Tatsache, dass man ihre Musik in die Kategorie "Schlager" einordnete und naja, Schlager ist eigentlich nicht so mein Ding. Vor einigen Wochen habe ich dann jedoch zufällig mitbekommen, dass meine Eltern eines ihrer Konzerte im Fernsehen schauten und bin irgendwie hängen geblieben. Leider war es bereits das Ende des Konzertes (dürfte sogar das auf der DVD/Blueray gezeigte gewesen sein), aber die wenigen Minuten die noch verblieben haben mir gereicht. Ich bekam Helene Fischer einfach nicht mehr aus dem Kopf und irgendwann gab ich diesem inneren Drängen nach und hörte mir einige ihrer Lieder an. Unter anderem die Live-CD zu genau diesem Konzert. Und ich war so begeistert, dass die DVD sofort her musste.

Gut, nun war also die DVD bestellt, sie kam und wurde dann auch sofort eingelegt. Und was soll ich sagen? Ich war vom ersten bis zum letzten Moment nicht nur begeistert, sondern auch verzaubert. Sicherlich fallen einige Lieder defintiv in die Kategorie Schlager, aber im allerbesten Sinn. Helene Fischer selbst ausschließlich als Schlagersängerin zu bezeichnen wäre allerdings schon fast eine Frechheit, denn diese Frau kann schlicht und ergreifend nahezu alles singen! Ich habe selten eine so talentierte Sängerin gesehen oder gehört und bin schon nach wenigen Minuten zu dem eindeutigen Entschluss gekommen, dass Helene Fischer mit großem Abstand die beste Künstlerin ist, die wir momentan in Deutschland zu bieten haben und verdammt, können wir stolz auf sie sein!

Diese Meinung wurde durch ihre Interpretation des Songs "I will always love you" dann nur noch mehr bestätigt. Ich gebe zu, dass ich diesen Song auf der Live-CD ausgelassen habe, denn es war bisher ein Song, den in meinen Augen ausschließlich die große Whitney Houston singen konnte und durfte. Nun jedoch entschied ich mich dazu, mir den Song anzuschauen und anzuhören und ich habe es nicht bereut. Besonders das Ende ist einfach nur als grandios zu bezeichnen. Um es ganz salopp auszudrücken, mir fiel schlicht und ergreifend alles aus dem Gesicht, als Helene zum großen Endspurt ansetzte und dann erstmal zeigte, wie unfassbar gut sie eigentlich wirklich singen kann! Seither musste ich meine Meinung bezüglich des Songs ändern. Neben Whitney darf nun in meinen Augen auch Helene diesen Song singen, denn sie singt ihn unfassbar gut.

Lange Rede, kurzer Sinn; ich habe den Kauf dieser DVD keine Sekunde bereut und bin immer noch begeistert von dieser grandiosen Ausnahmekünstlerin, die ich durch puren Zufall schlussendlich für mich entdecken durfte. Im Fall Helene Fischer darf man sich auf keinen Fall von der Bezeichnung "Schlagersängerin" in die Irre führen lassen, denn diese Frau ist so viel mehr! Ein Ohren- und Augenschmaus!


Inferno
Inferno
von Dan Brown
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 26,00

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend wie immer, 25. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Gebundene Ausgabe)
Ich bin schon lange ein Fan von Dan Browns Büchern. Besonders von den Romanen um Hauptfigur Robert Langdon.
Als ich nun hörte, dass Dan Brown einen neuen Roman auf den Markt bringen würde, war für mich sofort klar, dass ich auch Diesen mit dem vielversprechenden Titel "Inferno" wieder lesen würde. Ich wurde nicht enttäuscht.

In einigen der nicht ganz so vorteilhaften Kritiken hier habe ich oft gelesen, dass Dan Brown auch diesen Roman wieder wie seine vorherigen Romane aufgebaut hat und das stimmt. Wer die anderen Romane kennt, der wird vom Aufbau von "Inferno" sicherlich nicht überrascht. Für mich allerdings ist dies kein Grund für Kritik, denn es ist ein funktionierendes Konzept. Die Einen mögen es, die Anderen nicht. Mag man es nicht, ist man nicht gezwungen das Buch zu lesen.

Die Kritik, dass einige Fakten im Buch nicht ganz korrekt sind, kann ich in soweit verstehen, als Dan Brown am Anfang seines Buches den Hinweis gibt, dass alle Werke wirklich existieren und alle historischen Hintergründe wahr sind. Gibt man einen solchen Hinweis, sollte man natürlich auch darauf achten, ihn so gut wie möglich einzuhalten. Andererseits sollte man als Leser keinen Roman dazu nutzen, sich in kulturellen und historischen Fragen weiterzubilden. Weckt Dan Browns Roman das Interesse an einer bestimmten Sache, dann sollte man sich selbst darüber informieren und nicht davon ausgehen, dass wirklich alle Hintergrundinfos in dem Roman vollkommen korrekt sind. Auch wenn Dan Brown diesen Hinweis am Anfang gibt, sollte man sich doch bewusst sein, dass es in einer fiktionalen Geschichte automatisch geschieht, dass Fakten etwas verdreht werden, um in die geplante Geschichte zu passen. Ich schreibe selbst hobbymäßig und weiß daher, wie sich Dinge entwickeln können.
Auch wurde in gewissen Kritiken darauf hingewiesen, dass sich gewisse Kunstwerke nicht dort befinden, wo Dan Brown sie platziert hat. Dan Brown hat allerdings auch nicht behauptet, dass dem so sei, sondern nur, dass diese Werke wirklich existieren und dass historische Hintergründe zu den Werken wahr seien.

Nun jedoch genug verteidigt.
Es ist ganz natürlich, dass nicht jedem die Werke von Dan Brown gefallen können.
Ich persönlich war von der ersten bis zur letzten Sekunde gefangen von dem Buch und der Idee dahinter.

Grundlegend geht es in diesem Buch um das Problem der Überbevölkerung und einen wahnsinnig scheinenden Wissenschaftler, der es sich zum Ziel gesetzt hat, dieses Problem auf eigene Faust zu lösen, da ihm niemand zuhören wollte. Er sucht sich die Hilfe einer geheimen Organistation, die ihn für ein Jahr vor seinen Feinden verstecken soll, um einen Virus zu entwickeln, der die Welt, wie wir sie kennen, für immer verändern wird. Und wie immer ist Robert Langdon mitten drin in dieser Hetzjagd durch Florenz, Venedig und schließlich Istanbul. Und natürlich hat er auch dieses Mal eine hübsche Begleiterin an seiner Seite, bei der dem Leser schon früh klar wird, dass sie nicht ist, wer sie zu sein scheint und dass sie ein Geheimnis birgt. Doch wie immer in Browns Büchern wird dem Leser erst nach und nach langsam offenbart, welches Geheimnis das ist und wie die Dinge wirklich zusammenhängen, bis sich das Puzzel am Ende komplett zusammensetzt.

Im Gegensatz zu anderen Lesern, die Dan Brown die Fähigkeit absprechen einen Charakter zu erschaffen bzw zu entwickeln, bin ich der Meinung, dass ihm dies auch dieses Mal wieder sehr gut gelungen ist. Nicht nur bei dem "wahnsinnigen" Wissenschaftler Bertrand Zobrist, der "Inferno" erschaffen hat um, wie er selbst meint, die Menschheit vor Dantes Vorstellung der Hölle zu bewahren, sondern auch bei all den anderen Charakteren um Robert Langdon herum. Hat man bei Zobrist von Anfang an das Gefühl, dass der Typ nicht ganz dicht sein kann (wenn auch seine eigentliche Argumentation gar nicht so dumm und wahnsinnig ist), so stellt die Figur des "Provost", dem Leiter des Konstortiums, das Zobrist hilft, die eigenen Moralvorstellungen des Lesers in Frage. Auch in die anderen Charaktere konnte ich mich gut hineinversetzen.
Doch besonders die Figur des Sienna Brooks ging mir von Beginn an sehr zu Herzen. Eine junge, hübsche Frau, die offensichtlich ein dunkles Geheimnis mit sich herumträgt und bei der man doch nicht umhin kommt, ihr zu vertrauen und sie zu mögen und mit ihr zu fühlen. Das Schicksal der hochintelligenten, jungen Frau, die eigentlich nichts Anderes tun möchte als die Welt zu retten und die doch nur ausgelacht wird, die anscheinend keinen Platz in dieser Welt hat, in der jeder nur noch an sich selbst denkt und Menschen die "anders" sind, wie Aussetzige behandelt werden, ist mir nicht fremd. Nicht durch persönliche Erfahrungen, doch durch Menschen die ich studiert habe und die dieses Schicksal tatsächlich durchzustehen haben oder hatten.

Siennas Schicksal nimmt einen mit und es lässt einen gegen Ende des Buches auch verstehen, warum sie gehandelt hat, wie sie gehandelt hat. Es lässt verstehen, dass eine junge Frau, die alle Hoffnungen verloren hat und die durch ihre jahrelange Einsamkeit und die darauß resultierenden psychischen Schmerzen, vom Charme eines charismatischen Mannes gefangen genommen wird, der sie in eine Welt entführt, in der sie sich zum ersten Mal zugehörig fühlt. Bis sie schließlich erkennt, dass der Mann den sie liebt etwas vor hat, das sie nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren kann, woraufhin sie versucht den Schaden wieder gutzumachen, der jedoch längst angerichtet ist.
Siennas Schicksal und ihre ganze Art sorgen dafür, dass man sie nicht verurteilt, sondern dass man Mitgefühl für sie entwickelt und es sorgt vor allen Dingen dafür, gegen Ende des Buches, als eine kleine Jagd zwischen ihr und Langdon in Istanbul entsteht, keine voreiligen Schlüsse gegen die junge Frau zu ziehen, da man einfach nicht in der Lage ist zu glauben, dass die junge Frau dazu in der Lage wäre einen Virus auf die Menschheit loszulassen, der uns eventuell alle töten könnte.

Kurz gesagt, der Charakter der Sienna Brooks hat mich tief berührt.

Ein kleiner Kritikpunkt, den auch ich anbringen muss, ist die stellenweise doch sehr ausführliche Beschreibung von Gebäuden, Kunstwerken oder historischen Begebenheiten. Sicherlich ist dies einerseits sehr interessant. Doch oft ist es etwas mühsam sich durch all die Informationen zu kämpfen, bis der Roman dann mit der eigentlichen Handlung weiter geht. In einem Roman ist es gewiss von größerer Bedeutung Dinge zu be- und umschreiben, da dies der einzige Weg ist, dem Leser ein Bild vor Augen erscheinen zu lassen. Jedoch passiert es Dan Brown in dem Buch manchmal, ein wenig abzuschweifen und Dinge zu erwähnen, die mit der Handlung nichts zu tun haben. So kann ich die Kritik verstehen, dass das Buch stellenweise wie ein Reiseführer anmutet. Für mich jedoch ebenfalls kein Grund einen Stern abzuziehen, denn die positiven Aspekte des Buches überwiegen bei Weitem.

Vor allen Dingen die Tatsache, dass Dan Brown es einmal mehr schafft seinen Leser dazu zu bringen, über das behandelte Thema ernsthaft nachzudenken. )n wie weit hat Zobrist mit seinen Argumenten Recht? Wie groß ist das Risiko, das eine Überbevölkerung mit sich bringt, in unserer realen Welt? Welche Mittel sind moralisch vertretbar, um unsere Rasse davor zu bewahren durch genau diese Überbevölkerung (die tatsächlich ein Problem unserer Zeit ist und keine fiktive, von Brown erstellte Gefahr), eines Tages unterzugehen? Ist es wirklich das Recht des Menschen einzugreifen, oder hat die Natur es so vorgesehen? Gibt es einen Countdown für die menschliche Rasse, bevor wir einer neuen Spezies Platz machen müssen, um die Erde zu bevölkern, oder sollen/dürfen/müssen wir dafür sorgen, dass wir überleben, egal mit welchen Mitteln? Und wenn ja, welche humanen Mittel würde es geben, um das Problem in den Griff zu kriegen?

Fragen, die man sich beim Lesen des Romanes automatisch stellt. Ob man zu einer Antwort kommt, ist selbstverständlich eine andere Frage. Dan Brown bleibt, wie ich finde, in seinem Buch sehr neutral. Er lässt den Leser durchaus selbst entscheiden, welche Ansicht er haben möchte. Zwar wird klar, dass Zobrist ein zutiefst verstörtes Individuum gewesen ist, doch andererseits werden die Ideen, die Zobrist vertreten hat auch durchaus sinnvoll noch einmal wiedergegeben. Es ist der falsche Weg einen Virus zu erschaffen, egal welche Auswirkungen er hat, aber ist deswegen die Idee dahinter auch falsch? Das ist die Frage, die man sich hauptsächlich beantworten muss. Ist es falsch ein Problem in Angriff nehmen zu wollen, das über viele Jahre nicht ausreichend besprochen und ernst genommen worden ist?

Fazit:
Dan Brown ist sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Wer schon die vorherigen Werke nicht mochte, der sollte sich auch "Inferno" nicht kaufen. Das wäre verschwendetes Geld. Wer jedoch die anderen Romane mag, der kann sich guten Gewissens auch dieses neue Werk zulegen.


How I Paid Tribute to Michael Jackson
How I Paid Tribute to Michael Jackson
Preis: EUR 3,08

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ja nun..., 20. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Da ich kein großer Fan dieser "Tributshow" war, erweckte dieses Kindle-Buch (besonders bei dem Preis), recht schnell mein Interesse. Bot es doch endlich einen Blick hinter die Kulissen dessen, was die Einen einen Tribut an den größten Künstler unserer Zeit nannten und die meisten Anderen, das größte Desaster unserer Zeit. Dementsprechend habe ich sehr interessiert zu lesen begonnen und ich muss sagen, wenn das Buch sich wirklich auf das konzentrierte, für was es eigentlich geschrieben wurde, nämlich um die Geschehnisse vor, während und nach dieser unglückseligen Show, dann war es wirklich interessant und stellenweise auch amüsant.

Von Anfang an war ich schockiert von dem Größenwahn, den einige Beteiligte an den Tag legten. Vor allen Dingen bei den Herren Chris Hunt und Jeffré Phillips. Und noch schockierte war ich, als ich verstand, dass besonders diese beiden Herren die Fans von Michael Jackson offensichtlich für wirklich dumm gehalten haben. So nach dem Motto "Die Fans stürzen sich ohnehin auf alles, wo Michael Jackson drauf steht". Nun, einige Neugierige lockte es tatsächlich nach Cardiff und scheinbar war die Show an sich ja auch ganz nett. Doch "ganz nett" ist nicht die Bezeichnung die ein Tribut haben sollte, den man für Michael Jackson, den "King of Pop" inszeniert. Alles an diesem Mann war superlative. Jede Show von ihm war perfekt und bis ins letzte Detail durchdacht, da Michael Jackson es nie ertragen hätte, seine treuen Fans zu enttäuschen. Diese Mentalität haben die Macher dieses Tributes definitiv nicht übernommen, wie auch Mr. Picheta sehr eindrucksvoll darlegt.

Wer sich in den Fankreisen bewegt, dem ist bekannt, dass die große Mehrheit der Fans von Anfang an sehr skeptisch auf dieses Projekt geschaut hat. Nicht nur, weil es zu einem doch sehr unglücklichen Zeitpunkt stattfand, als Dr. Conrad Murray für den Tod des Popstars vor Gericht stand, sondern auch und vor allem, weil bereits nach kurzer Zeit jedem Beobachter dieser Show bewusst wurde, wie schlecht, nein, geradezu katastrophal die Organisation war. Der undurchsichtige Ticketverkauf, die Anfangs vollkommen überhöhten Ticketpreise, die katastrophale Organisation, das Versprechen einen Haufen Megastars auf die Bühne zu holen mit dem Endergebnis dass hauptsächlich B-Prominenz die Bühne enterte (was an sich verzeihbar ist, da die sich offenbar wenigstens Mühe gaben dem King einen wirklichen Tribut zu zollen) bis hin zum absoluten Tiefpunkt, der Einladung von KISS und damit Gene Simmons, der Michael Jackson mehrfach öffentlich beleidigt hat...es war ein wahres Fest an Fehlentscheidungen, die schlussendlich zu einem extrem unrühmlichen Ende geführt haben. Einem Ende, das interessierte Beobachter allerdings nicht im Mindesten überrascht.

Andy Picheta hat wirklich einen hervorragenden Job gemacht die Vorgänge hinter den Kulissen hervorzuheben und aufzuzeigen, was viele Fans schon geahnt hatten; dass dieses Unterfangen vom ersten Tag an zum Scheitern verurteilt war und in gewissem Maße ist es gescheitert, denn die Fehler die begangen wurden wiegen in der Erinnerung der Menschen eindeutig mehr als die Show, die nicht ganz so schlecht war, wie man es erwartet hätte, was aber hauptsächlich daran lag, dass, wie schon erwähnt, wenigstens die gewonnen Künstler sich Mühe gaben und dem Abend zumindest etwas Glanz verliehen.

Obwohl mich dieses Buch in dieser Hinsicht vollkommen überzeugen konnte, kann ich ihm dennoch nicht die volle Punktzahl geben, denn zwischenzeitlich wäre ich vor Langeweile fast gestorben und musste mich, nachdem ich bereits nach den ersten beiden Kapitel erstmal eine Weile gar nicht weitergelesen habe, beinah zwingen zu lesen. Natürlich ist es wichtig die Menschen, die an diesem Tribut mitarbeiteten auch vorzustellen und natürlich ist es auch schön einen gewissen Überblick darüber zu geben, was diese Personen vorher gemacht hatten. Andy Picheta jedoch schweift während des Buches immer wieder ab und ergeht sich in seitenlangen Ergüssen über sein Hotel in den schottischen Highlands, oder anderen Gegebenheiten in der Vergangenheit bzw zur Zeit der Showplanung. Und das sorgte, zumindest bei mir, auch das ein oder andere Mal dafür, dass ich schlussendlich doch keine Ahnung hatte, wer da nun wer ist und für was der dann verantwortlich war. Davon abgesehen interessiert es mich nuneinmal nicht, mit welchen komischen Vögeln Mr. Picheta in seinem Hotel bereits zu tun hatte und ich möchte auch nicht die gesamte Lebensgeschichte von nahezu allen, die an dieser Show eine etwas verantwortungsvollere Rolle besetzten, lesen müssen. Ein kleiner Überblick über die Rollen der einzelnen Personen und über Projekte an denen sie vorher gearbeitet hatten hätte vollkommen ausgereicht und ich hätte mich weit weniger gelangweilt und überrannt gefühlt. An manchen Stellen hatte man das Gefühl, der Autor wolle die Gelegenheit nutzen und in dem Buch gleich auch noch ein bisschen persönlichen Frust ablassen, der mit dem eigentlichen Thema rein gar nichts zu tun hatte und das störte den Lesefluss doch enorm. Wie gesagt, musste ich mich an diesen Stellen meist wirklich zwingen weiterzulesen und zusätlich dazu, dass ich dankbar für den Blick hinter die Kulissen war, war ich auch dankbar dafür, dass das Buch nun endlich zu Ende ist.

Hielt sich das Buch aber ans Thema, war es, wie oben schon erwähnt, interessant.
Ein Satz, der mir von Andy Picheta besonders gefallen hat und den ich hier nun nicht wörtlich aber sinngemäß wiedergeben möchte war, dass er erst später verstanden hat, dass die Fans von Michael Jackson nicht auch gleichzeitig Fans der Jacksonfamilie sind, von denen einige Mitglieder diesen Tribut unterstützten und einige Mitglieder nicht. Auch hier zeigte sich einmal wieder die tiefe Uneinigkeit, die diese Familie immer wieder demonstriert. Dieses Mal allerdings konnte ich zumindest die verstehen, die nicht an diesem "Tribut" teilnehmen wollten, was in diesem Fall Janet und Jermaine waren.

Schlussendlich bleibt nur zu hoffen, dass Michael von dort oben nicht mitbekommen hat, was einige Menschen hier unten als Tribut für ihn bezeichnet haben. Denn wenn diese Show alles ist, was wir als Tribut an den "King of Pop" auf die Reihe kriegen, dann sollten wir uns schnellstmöglich in die nächste Ecke verkriechen und uns schämen. Das ist und war einem König garantiert nicht würdig!


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