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Rezensionen verfasst von
Gottfried11 "ttt"

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Best of Diamond Head
Best of Diamond Head
Preis: EUR 13,54

4.0 von 5 Sternen Interessant, 6. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Best of Diamond Head (Audio CD)
Diamond Head wären wohl völlig in der musikalischen Versenkung verschwunden, hätten sie nicht einer sehr prominenten Band als Inspirationsquelle gedient: Metallica. Auf deren empfehlenswertem Coverversions-Album "Garage Inc." spielt Metallica sage und schreibe vier DH-Songs. Drei davon sind auf dieser "Best of" enthalten, weswegen ich sie mir gekauft habe.
Es ist interessant, diese Stücke nachträglich in ihrer Originalversion zu hören. Sie klingen anders, das Tempo ist etwas langsamer, die Stimme des Sängers ist für meinen Geschmack einen Tick zu hoch. Aber es gefällt.
Insgesamt gebe ich vier von fünf Sternen, metal-historisch sollte man DH auf jeden Fall kennen und zum Überblick eignet sich diese Sammlung dafür recht gut.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 27, 2014 8:24 AM CET


Original Album Series
Original Album Series
Preis: EUR 13,99

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 6. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Original Album Series (Audio CD)
Dieses Box-Set enthält nicht die klassischen, perfekt ausgefeilten Yes-Alben aus den ersten Jahren der Gruppe, sondern solche aus einer Phase, während der Yes mehrfach inneren Umbrüchen unterworfen war. Musikalisch sollte man analog zu den Unstimmigkeiten der Band eben auch entsprechend unterschiedliche Ergebnisse erwarten.
"Going For The One" erschien ganze drei Jahre nach einem der besten Werke der Band, "Relayer" (nicht in der Box enthalten!); der angestammte Keyboarder Rick Wakeman war hier wieder mit an Bord. Ein hörenswertes Yes-Album im gewohnten Stil.
Für den Nachfolger, "Tormato", hätte sich die Band wohl besser auch drei Jahre Zeit gelassen - es fängt passabel an, verfällt aber zusehends. Kein Glanzlicht.
Es folgte "Drama" mit neuem Sänger und Keyboarder. Der Musikstil wird hier deutlich flotter, die Songs sind wie auch auf "Tormato" kürzer als früher. Gleich das erste Stück ist klasse, die anderen sind ok.
Dann der rockige Kracher "90125", die musikalische Konsequenz des Vorgängers. Das bis dato bestverkaufte Yes-Werk und ganz anders als die frühen Sachen. Rockig, fetzig, hört man gerne laut.
Es folgten erneut Unstimmigkeiten innerhalb der Band, "Big Generator" wurde entsprechend schwach. Vielleicht war auch der Druck nach dem erfolgreichen Vorgänger zu groß.
Fazit: Auf jeden Fall bekommt man drei gute Yes-Alben für zehn Euro, die anderen beiden hat man dann halt auch dabei.


1001 Bücher: die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Ausgewählt und vorgestellt von 157 internationalen Rezensenten.
1001 Bücher: die Sie lesen sollten, bevor das Leben vorbei ist. Ausgewählt und vorgestellt von 157 internationalen Rezensenten.
von Peter Ackroyd
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mal wieder eine "Best-of"-Liste..., 23. Januar 2013
Wozu sollte man sich dieses Buch kaufen? Ein Blick über die Liste lässt schnell die stark anglozentrische Orientierung des Bandes erkennen. Es fehlen diverse Literaturgrößen bzw. einige sind nur mit sehr wenigen Romanen vertreten (hier geht es übrigens auch nur um Literatur und nicht etwa um Dramen, Lyrik, Biografien etc. - also eine klare Irreführung des Käufers). Z.B: Grimms Märchen, Dante, Wilhelm Raabe, E.T.A. Hoffmann, 'Simplicissimus' und 'Thyl Ulenspiegel' oder - erstaunlich - die Bibel fehlen komplett. Dafür finden sich z.B. von Douglas Adams gleich drei Werke - nichts gegen Adams (ich kenne das meiste von ihm), aber "sollte" man ihn wirklich gelesen haben anstelle von z.B. Goethes "Dichtung und Wahrheit" oder Doris Lessings "Martha Quest" oder oder oder? Ich glaube nicht.
Ganz ehrlich: derlei nutzlose Listen gibt es zuhauf im Netz, da kann man sich die 30€ wirklich sparen. Und lesen sollte man eh nur nach eigenem Gusto.
Alternativtipp: Kindlers Literatur Lexikon gebraucht kaufen und dort in den - anspruchsvollen - Rezensionen stöbern.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 13, 2013 8:03 PM MEST


Welt am Draht - Arthaus Premium (2 DVDs)
Welt am Draht - Arthaus Premium (2 DVDs)
DVD ~ Klaus Löwitsch
Preis: EUR 11,97

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Brilliant, 30. Dezember 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe den Film gestern zum ersten Mal gesehen und meine latent vorhandenen Vorbehalte (zu artifiziell, zu steif) wurden alsbald pulverisiert. Es begann bereits mit der sehr hübschen Verpackung der DVD und dem informativen Beiheft - nun ja, Arthaus eben. Ein paar Extras wie z.B. Interviews mit Ballhaus - auch nett. Nun zum Film (Achtung SPOILER): Die erste Szene wirkt ziemlich unprofessionell und grobkörnig aufgenommen, ich befürchtete das Schlimmste. Doch weit gefehlt! Tatsächlich nimmt der Film danach kaum Tempo auf, oft wirken die Protagonisten statisch und emotionslos - wie Marionetten eben [sic!], wenn sie in einem Stück gerade keine handelnde Rolle haben. Hinzu kommt verstärkend der Hintergrund vieler Szenerien, nämlich häufig labor- oder zumindest büroähnliche Räumlichkeiten. Kalte Blautöne spielen eine wichtige Rolle als Stilelement, vereinzelt kontrastiert durch poppige Orangetöne (sehr zu beachten: die Telefone!). Die Möbel, die Frisuren, die Kleidung: O ja, wir befinden uns eindeutigst in den siebziger Jahren.
Welt am Draht wird nie zu einem Actionfilm, wenngleich ein paar Mal kurz gerangelt wird. Alles harmlos, könnte man meinen - bis kurz vor Schluss der ersten DVD, der es nun richtig spannend und paranoid werden lässt. Die Hauptperson kommt 'dahinter' und weiß bis zum Ende nur eines nicht: wie viele 'Ebenen' gibt es überhaupt? Gute Frage...
Im Vergleich zu Matrix ist hier m.E. alles stimmiger durchdacht; natürlich ist WaD auch irgendwo ein typischer Fassbinder (man kennt sein Darsteller-Stammpersonal sowie sein Faible zu bloßen männlichen Oberkörpern) - muss man mit leben können.
Fazit: Von mir gibt es fünf Sterne ohne Abstriche - auch wenn aus fremdsprachlicher Sicht entsprechende Untertitel durchaus nützlich gewesen wären. Vielleicht will Arthaus den Fassbinderfans im Ausland einfach nichts verkaufen? Seltsam.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 5, 2012 6:37 PM MEST


Mutmassungen über Jakob: Roman (edition suhrkamp)
Mutmassungen über Jakob: Roman (edition suhrkamp)
von Uwe Johnson
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,50

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckendes Auftaktwerk Uwe Johnsons, 2. Januar 2011
Wer vorzugsweise Rosamunde Pilcher oder Karl May goutiert, möge bitte die Finger von diesem dem Leser einiges an Aufmerksamkeit abverlangenden Werk lassen. Wer das anspruchsvolle Spiel mit unserer wunderbaren Sprache liebt und sich thematisch für den ideologischen Systemkonflikt im geteilten Nachkriegsdeutschland interessiert, sollte es gelesen haben.
Im Gefolge mehrerer 50erjahregeschehnisse (Ungarnaufstand, Chruschtschow-Geheimrede, Suezkrise etc.) und mitten im heraufdämmernden Kalten Krieg wird das Schicksal des eigentlich unpolitischen DDR-Bürgers Jakob Abs beleuchtet, welcher feststellen muß, daß die gesellschaftlichen Verhältnisse ihn sein Leben bzw. das Leben seiner Mitbürger nicht frei bestimmen lassen: Die sich für unterschiedliche politische Systeme entscheidenden Protagonisten werden mittelbar duch diese Systeme auch in ihrem Privatleben verändert, ja teilweise zerbrochen. Ob der überraschende Tod Abs', der letztlich Auslöser für die erzählerische Reflexion dieser Verhältnisse ist, ein Unfall, Selbstmord oder Mord war, bleibt hierbei offen. Faßbar wird die Figur Jakobs überhaupt nur durch die Erinnerungen und Spekulationen Dritter (etwa seiner in die BRD emigrierten Jugendliebe oder des ihn bespitzelnden Geheimdienstoffiziers).
Johnson schreibt in teilweise unkonventioneller, aber sehr klarer Sprache; viele Abschnitte des Buches sind Monologe, welche ihren Erzähler nicht sofort ersichtlich machen. Dies macht es einem Leser nicht leicht zugänglich und es ist in der Lesbarkeit sicher schwieriger als z.B. das in ähnlicher Zeit entstandene "Ehen in Philippsburg" Martin Walsers; nichtsdestotrotz bildet "Mutmassungen über Jakob" m.E. einen beeindruckenden Auftakt zu Johnsons gewaltigem Gesamtwerk, welches mit den "Jahrestagen" seinen Höhepunkt findet.


Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Aufstieg des Hexenkönigs (Add-on) [EA Most Wanted]
Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde II - Aufstieg des Hexenkönigs (Add-on) [EA Most Wanted]

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller, würdiger Abschluss (?) der SuM-Reihe, 23. Mai 2010
= Spaßfaktor:5.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe jetzt den letzten Level des Add-Ons geschafft und bin begeistert. Er ist mindestens so gut wie die beiden Vorgänger (immer alles auf "mittel" gespielt), auch abwechslungsreich und es gibt ein paar neue interessante Einheiten. Die Szenerie ist wie gehabt liebevoll auch im Detail gestaltet, man muß bisweilen sehr taktisch überlegen, weil man unter starkem Zeitdruck spielt. Toll, was EA da auf die Beine gestellt hat.
Das Spiel ist zeitlich übrigens weit vor SuM1 angesiedelt, man hat sich da inhaltlich ein bisschen aus dem "Silmarillion" bedient. Die Spieldauer ist ungefähr so lang (kurz) wie bei SuM2.
Zwei kleine Mängel möchte ich hier aber trotzdem anmerken: das Spiel lief auf meinem PC nur, wenn ich Antivirenschutz und Firewall deaktiviert hatte. Insofern ist es für Onlinespieler vermutlich keine gute Wahl, für den Einzelspielmodus gebe ich aber volle 5 Sterne.


Morbus Kitahara: Roman
Morbus Kitahara: Roman
von Christoph Ransmayr
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen interessante Grundidee, aber nicht wirklich stimmig umgesetzt, 12. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Morbus Kitahara: Roman (Taschenbuch)
"Morbus Kitahara" spielt in einer alternativen Historie: nach dem Ende des zweiten Weltkrieges wenden die Besatzungsmächte den Morgenthau-Plan auf Deutschland und Österreich an (auch wenn es im Buch nicht explizit so bezeichnet wird), auch gibt es offenbar keinen Marshall-Plan für den Rest Europas. Mitteleuropa ist jahrzehntelang in Besatzungszonen aufgeteilt, seine Städte bleiben meist Ruinen und seine Landschaften versteppen (was Unsinn ist, denn in Wirklichkeit würden sie sich bewalden), die Europäer versuchen die Auswanderung, Amerika gewinnt nach über zwanzig weiteren Kriegsjahren schließlich "den Weltfrieden", als sie Japan mit einer Nuklearbombe in die Knie zwingen (auch hier wieder Unsinn: warum sollte die Erfindung bzw. der Einsatz 20 Jahre später als in der wirklichen Geschichte geschehen sein?).
Im Hochgebirgsdorf Moor, das früher ein KZ-artiges Gefangenenlager in einem Steinbruch betrieb, werden auf Anweisung der beinahe allmächtigen "Armee" (i.e. die amerikanische Besatzungsmacht) als eine Art Sippenbuße sämtliche Verbindungen zur Welt gekappt: Schienen werden abmontiert, es gibt offenbar keine Schulen mehr, die Bewohner dürfen ihre Besatzungszone nicht verlassen, Informationen über den Rest der Welt werden ihnen vorenthalten usw. Schlußendlich wird das erweiterte Dorfgebiet zum Truppenübungsplatz erklärt und die Bewohner müssen zum "Tiefland" in Armeebaracken ziehen; lediglich drei Bewohner, die sich aus unterschiedlichen Gründen mit der "Armee" gut stellen konnten, bekommen die Chance, nach Brasilien zu gehen und dort in einem Steinbruch das aus Moor demontierte Miniergerät einzusetzen.
Die Idee einer alternativen, weitaus repressiveren Besatzungszeit halte ich für interessant und auch die eines umgesetzten Morgenthauplans, aber Ransmayr schafft es leider nicht, die drei Hauptcharaktere in diesem Umfeld plausibel darzustellen; klar ist nur, daß sie den in der eingeschlossenen Lagerstadt entwickelten Lebensgewohnheiten geistig nicht mehr entrinnen können, auch wenn sie physisch davon befreit werden (derlei hat allerdings Imre Kertész in seinem "Roman eines Schicksallosen" schon erheblich früher und auch besser als Ransmayr beschrieben).
Auch scheint es kaum vorstellbar, daß sich der jahrzehntelange weltweite Systemkonflikt zwischen Kapitalismus und Kommunismus nie ereignet haben könnte (im Buch wird davon jedenfalls überhaupt nicht gesprochen).
Charakteristisch für das Mißlungene dieses Romans scheint mir der Umgang mit dem Titel zu sein: "Morbus Kitahara" bezeichnet eine Augenkrankheit, die einer der Protagonisten hat und die vom "Starren" kommt; während der Schiffspassage nach Brasilien stellt er fest, daß er davon geheilt ist - und das ist alles und hat auch symbolisch wenig mit der erzählerischen Rahmenhandlung zu tun.


Neuromancer-Trilogie: Drei Romane in einem Band
Neuromancer-Trilogie: Drei Romane in einem Band
von William Gibson
  Taschenbuch

10 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen total überschätzt und holprig geschrieben, 25. Januar 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die "Neuromancer-Trilogie" gilt ja als Kult und geistiger Begründer der "Cyberspace-Kultur", weswegen ich mir dieses umfangreiche Werk gekauft und angetan habe. Jedoch, die Enttäuschung ist groß. Gibson schrieb diese drei Romane, die in einer unspezifizierten Zukunft spielen, in den 1980er Jahren und man merkt es deutlich. Im Gegensatz zu z.B. Huxley, Orwell oder Dick gelingt es ihm eben nicht, sich aus seiner Zeit zu lösen und einen zeitlosen (SF-) Klassiker zu schaffen, seine teilweise sehr wagemutigen technologischen Zukunftsprojektionen (private orbitale Raumstationen, biologische Körperimplantate zur Verbindung mit dem Cyberspace etc.) stehen in fast schon grotesk komischem Kontrast zur Sätzen wie z.B. "Lynch zog einen pistolenförmigen, motorgetriebenen Schraubendreher aus dem Gürtel (...)". Japankultur ist allerorten hip, wie es eben in den 80ern war; man trägt immer noch Hemden mit Paisley-Muster; Firmennamen wie "Telefunken" oder "Braun" werden wiederholt genannt - nun ja, nicht sonderlich voraussschauend.
An einer Stelle erkennen sich die Protagonisten als im Zeitalter der "Massenmenschen" lebend - sicher nicht unglaubwürdig; allein, solches hatte schon E.A. Poe 150 Jahre zuvor vorausgeahnt ("The man of the Crowd"). Peinlich.
Derlei Lapsus gibt es leider zuhauf. Gibson hat vielleicht technologisch einiges zutreffend projiziert (ein weltweites Informationsnetzwerk z.B. war Mitte der 80er zwar noch nicht vorhanden, andererseits gab es bereits seit den 60er Jahren die Grundvoraussetzungen dazu), aber seine Visonen wirken in ihrer Gesamtheit inkohärent und unglaubwürdig. Der flickwerkartige Schreibstil vermag es nicht, diese Schwächen mit einer spannenden Erzählweise oder gründlich-überzeugend dargestellten Charakteren auszugleichen, deshalb kann ich dieses Werk nicht empfehlen. Die zwei Sterne gebe ich sehr wohlwollend, aber auch sehr enttäuscht - für die (vermutete) gute Absicht.
Kommentar Kommentare (9) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 31, 2012 7:25 PM CET


Der Campus
Der Campus
von Dietrich Schwanitz
  Taschenbuch

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Martin Walser hätte mehr aus dem Stoff gemacht, 7. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Campus (Taschenbuch)
Schwanitz beschreibt in "Der Campus" Intrigen, die durch Ränke schmiedende Polit-Seilschaften anläßlich eines vermeintlichen Vergewaltigungsfalles an einer Hamburger Uni Anfang der 90er Jahre vollzogen werden. So weit, so interessant. Ein paar witzige Stellen gibt es, aber insgesamt leidet der Text doch irgendwie an Zähigkeit und zum Schluß nervt der moraldozierend erhobene Zeigefinger des Erzählers auch ein bißchen.
Was das Buch einigermaßen interessant macht, sind die relativ genau beschriebenen taktischen Winkelzüge der Beteiligten sowie die Uni-Interna. Das kenne ich auch so aus meiner Uni-Zeit, im Gegenteil halte ich die tatsächliche Absurdität eines Uni-Mikrokosmos bzw. seiner Vertreter sogar für noch untertrieben dargestellt. Auch wird der Automatismus der Medienwelt, die losfeuert, sobald eine skandalträchtige Story in der Luft liegt, annehmbar dargestellt - allerdings ist das auch nichts Neues.
Insgesamt bin ich etwas enttäuscht, denn der Stoff hätte sicher Material für eine bessere Umsetzung geboten. Martin Walser z.B., der so trefflich (west-)deutsche Biederkeit sezierende Schriftsteller, hätte erheblich mehr daraus machen können. Schade - verpaßte Chance.


Kein Titel verfügbar

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Sagensammlung aus dem Taunus, 20. Dezember 2009
Helmut Bode hat mit diesem Buch einige sehr schöne Sagen aus dem Taunus zusammengetragen. Wer die Lokalitäten kennt, wird sich freuen, den Altkönig, den Fuchstanz, Kronberg, Königstein u.a. hier märchenhaft verewigt zu finden. Aber auch die alte Kaiserstadt Frankfurt am Main kommt nicht zu kurz und man trauert gar ein bißchen um das Verlorene, Un-Industrialisierte, Un-Betonierte... kann man sich zum Beispiel heutzutage noch vorstellen, Mainfische zu essen? Für Regionalnostalgiker und heimatverliebte Romantiker eine Pflichtlektüre!


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