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Beiträge von J. Koepke
Top-Rezensenten Rang: 746.570
Hilfreiche Bewertungen: 110
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Rezensionen verfasst von J. Koepke "Köpke" (Stuttgart)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Bis auf weiteres der Solitär!, 1. November 2010
Sehr gut - auch für Nichttheologiestudierende wie mich - verständliches, umfassendes Buch zur Theologie des Neuen Testaments. Insbesondere wohltuend, dass praktisch alle griechischen Begriffe und Sätze übersetzt sind. Dem ist bei weitem nicht immer so. So ist z.B. Bultmanns gleichnamiges Werk für Laien, die kein Griechisch können, kaum lesbar. Udo Schnelle vermittelt das Gefühl, dass in seinem Buch erstmal alles drin ist, was man wissen muss - auf keinen Fall weniger. Sehr gut die Darstellung dessen, was Jesus selbst verkündigt hat. Es gibt Theologen, die der Auffassung sind, das, was Jesus verkündigte, gehöre gar nicht zu einer Theologie des Neuen Testament, weil ja Jesus selbst dann der "Gegenstand" der Verkündigung - des Evangeliums - geworden ist. Schnelle bietet einen umfassenden Überblick über die Auffassungen zum Charakter der Erscheinungen des auferstandenen Jesus vor den Jüngern. Er bezieht deutlich Stellung gegen subjektive Visionshypothesen und die sog. Auferstehung ins Kerygma, gegen die er seine eigene Auffassung stellt. Hervorragend und allgemeinverständlich (damit schrecke ich hoffentlich keinen Theologiestudenten ab) dann die Darstellung der von Paulus entwickelten Christologie. Hier kann Schnelle auf die Arbeit für sein ebenfalls empfehlenswertes Paulusbuch zurückgreifen. Wie ist die Kreuzigung zu verstehen? Was bedeutet "für unsere Sünden gestorben". Was heißt "Wort vom Kreuz"? Was ist mit dem "neuen Sein in Christus" gemeint usw. usw.? All diese Fragen und noch viele mehr werden umfassend behandelt und beantwortet - auf höchstem Niveau und eben auch für Laien verständlich. Das ist allerdings grundsätzlich auch zu fordern! Es gibt nicht wenige Theologiebücher aus dem Universitätsbereich, die sich dem Verdacht aussetzen, die Botschaft, über die sie ja letztlich schreiben, zu verdunkeln. Nicht so Udo Schnelle. Stets hat man das Gefühl, dass er sich seinem "Gegenstande" - und das ist nun einmal das Evangelium - verpflichtet weiß! Zur sog. Logienquelle wär vielleicht die Auffassung Stuhlmachers und die Martin Hengels (Die vier Evangelien und das eine Evangelium von Jesus Christus, S. 274 ff.) mehr als nur eine Fußnote wert gewesen. Aus Laiensicht scheint es schon sehr gewagt, einer Quelle, die es als solche gar nicht gibt, sondern auf deren einstiges Vorhandensein nur aufgrund des Vergleichs vorliegender Quellen geschlossen wird, dann ein derartiges Eigenleben einzuhauchen, wie es wohl die derzeit überwiegende Meinung tut. Die 4 Evangelien, die Briefliteratur und die Offenbarung behandelt Schnelle durchgehend nach deren Theologie, Christologie, Pneumatologie, Soteriologie, Anthropologie, Ethik, Ekklesiologie, Eschatologie und theologiegeschichtlicher Stellung. Aber alles eben so, dass man es versteht und auch verstehen soll! Insgesamt ein geradezu spannendes Buch zum Neuen Testament mit klaren Ansagen. Diesem Buch ist Verbreitung zu wünschen, insbesondere auch unter Laien!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Den fünften Stern...., 1. November 2010
..hätte es für die leuchtende Höhe des Heldentenors Kerl zwischen As und (zumindest) B gegeben. Leider, leider ist das das einzige, was Torsten Kerl nicht zu Gebote steht. Er singt wirklich ungewöhnlich schön und lyrisch, außergewöhnlich textverständlich, mit Energie und Strahl in der Stimme. Vom As an, ja manchmal sogar schon vom G an verliert die Stimme den Strahl und wird weich, weil die Höhe dann rückwärtig gebildet und leicht hauchiges Vibrato zugeführt werden muss, einschließlich des Eindunkelns der Vokale. Exemplarisch hier die Gralserzählung des Lohengrin bei 2:05 Min. Ich lauschte schon voll freudiger Erwartung auf den "Gral" an dieser Stelle. Ja und dann wird aus dem "Graaaal" ein "Groool", der von vorne nach hinten in den weichen Gaumen rutscht und hauchig klingt. So muss man dann eben leider singen, wenn die Höhe zu kurz ist. Aber schon beim A? Das setzt sich "leider, leider" fort in fast allen Stücken. Ich zöge Torsten Kerl dem Jonas Kaufmann - bleiben wir bei den aktuellen Sängern - vor, hätte er dessen Sicherheit zumindest bis zum B. Auch bei Rienzis Arie wird an einigen Stellen und besonders bei "Ewigkeit" (6:29 Min)deutlich, dass die enorme Strahlkraft der Stimme Kerls schon beim As etwas nachlässt. Auch hier wird es hauchig und bedarf einiger gesangstechnischer Kunstgriffe. Ich denke besser nicht daran, wie das wäre, wenn Torsten Kerl seinen Strahl bis zum B ziehen könnte. (Sein B in der Toten Stadt klingt zwar nicht hauchig, aber forciert und deutlich dünner, als die Töne darunter.) Aber es gibt viele Stellen, da singt er so wunderschön, dass man an den unerfüllten Rest nicht denkt. Die CD lohnt sich alle Mal !!! und das oben Angemerkte ist nur beim Hören mit Kopfhörer eine leichte Beeinträchtigung.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Zurück in Mittelerde, 25. März 2007
Die Filme sind gut. Das Buch zu lesen war und ist besser, auch in neuer Übersetzung! Wie kleinlich, sich am "Chef" zu stören! Sie - die unvergleichliche Geschichte des Rings - von Achim Höppner vorgelesen - nein - erzählt, vor das Ohr gestellt zu bekommen, ist am besten! Gerade lauschte ich Aragorn, wie er den Hobbits auf der Wetterspitze die Geschichte von Tinuviel und Beren erzählt. Fantastisch! Tolkien ist überall großartig und dort am stärksten, wo er im Herrn der Ringe die glorreiche Vergangenheit aufleuchten lässt. Und Achim Höppner war - dass er es nicht mehr sein wird, ist unendlich zu bedauern - der berufene Mund, uns diese wahrhaft gewaltige Geschichte, diese Geschichten zu erzählen, so lebendig, dass wir nicht daran zweifeln müssen: Es ist so geschehen in Mittelerde - vor unserem Zeitalter. Wer kann von Achim Höppner den Stab nehmen und uns weiter aus Mittelerde berichten? Es darf nicht abbrechen damit, aber wir brauchen einen annähernd so guten Erzähler! Wo finden wir ihn? (Ich kann mir einzig die deutsche Stimme Theodens von Rohan vorstellen.)
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17 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Bleiern und einschläfernd, 4. März 2006
Hier kommt nichts von der Ironie, von den kalkulierten Unter- und Übertreibungen Thomas Manns "rüber". Der Zauberberg ist u.a. ein gar köstliches und lustiges Werk. Empfohlen werden kann ausschließlich die Aufnahme mit dem genialen Gert Westphal, den Thomas Manns Witwe des "Dichters obersten Mund" nannte. Gert Westpahl ist Hans Castorp, ist Settembrini, ist Hofrat Behrens usw. Er stellt jede Szene so plastisch vor den Zuhörer, dass sich dieses Hörspiel daneben wie eine Schulaufführung ausnimmt. Ich weiß nicht, wie oft ich Tränen gelacht habe während Westphal las. Die Horpielfassung hinterließ mich bestenfalls irrtiert, weil der Roman grundsätzlich falsch aufgefasst wird, als subdepressive Sanatoriumsgeschichte. Wer sich einen großen Gefallen tun möchte, hört den Zauberberg aus dem Munde Gert Westphals und sollte nicht diesem gewollten, laschen und bleiernen Hörspiel seine kostbare Zeit schenken.
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64 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Besser die alte Fassung mit Will Quadflieg kaufen, 17. September 2003
Die ältere Fassung mit dem großen Will Quadflieg (Deutsche Grammophon) ist unvergleichlich viel besser als der doch sehr "gewollt" klingende, leicht genuschelte, wenig charakteristische Vortrag von Ulrich Mühe. Man merkt zwar, dass er "sich Mühe gibt", er kommt aber in keiner Phase an den hier überragenden Will Quadflieg heran.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Einheitszugriff eines Urlatore, 5. Juli 2003
Im "Stile" einer Mischung aus Franco Corelli und Mario del Monaco brüllt sich Cura in ständigem Forte durch die Puccini-Arien. Die Intervalle sind unsauber und verschmiert, die hohen Noten mit voller Bruststimme heraus gegröhlt. Ermüdend und langweilig. Wer einen guten Puccini-Tenor hören will, der halte sich an den unvergleichlichen Jussi Björling !
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