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Beiträge von Heisenberg
Top-Rezensenten Rang: 28.825
Hilfreiche Bewertungen: 84
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Rezensionen verfasst von Heisenberg (Dortmund)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ein hervorragender Film, 1. Januar 2013
Geschliffene Dialoge, eine intelligente Handlung, herausragende Schauspieler. Ein Wort ergibt in diesem verfilmten Theaterstück das andere. Insofern fließt die Handlung folgerichtig und logisch weiter und weiter und weiter, bis zum Ende. Man kann diesen Film wohl als Komödie bezeichnen. Vor allem Einleitung und Schluss, die an die "Welt der Amelie" erinnern, legen dies nahe. Zwischendrin aber, und ist ja der überwiegende Teil, halte ich es eher für ein Drama. Vergleiche ich diesen Film mit dem ähnlich veranlagten "Gott des Gemetzels" von Polanski, der mir auch ganz gut gefallen hat, so finde ich den "Vornamen" um Längen besser.
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Nichts Halbes und nichts Ganzes, 30. Dezember 2012
Allein die Anlage des Buches gibt zu denken: drei Kriminalgeschichten, die zeigen sollen, wie eine SOKO arbeitet – zumindest der Titel des Buches legt dies nahe. Fall eins erstreckt sich über 37 Seiten. Ist nicht uninteressant zu lesen, bringt jedoch nichts über die Arbeit einer SOKO. Fall zwei erzählt auf 35 Seiten die Geschichte eines Sexualstraftäters, Marke „arme Sau“. Hier erfährt man schon mehr über die Ermittlungsarbeit. Auch nicht wirklich uninteressant, zumal wenn man sich für die Persönlichkeit eines derartigen Täters interessiert. Fall drei: Mirko, 136 Seiten für den „wohl spektakulärsten Fall der jüngeren deutschen Kriminalgeschichte“, so der Klappentext. 136 Seiten? Nur? Dazu zwei ältere Kriminalfälle als „Warming Up“? Was ist das für ein Unsinn? Ein Buch, das offensichtlich nicht weiß, was es will. Eine Sammlung realer Kriminalgeschichten, okay, das ist in letzter Zeit in Mode gekommen. Die Schilderung eines Gewaltverbrechens ist spätestens seit Truman Capotes „Kaltblütig“ ebenfalls ein eigenes Genre (Tatsachen-Thiller). Man stelle sich nur vor, Capote hätte zur Einleitung zwei andere Mordgeschichten vorangestellt. Taugt der Fall Mirco nicht für ein ganzes Buch? Sicher, wenn man ihn anders beschrieben hätte. Leider ist die hier vorliegende Schilderung genau so oberflächlich und unbefriedigend, wie es die geringe Seitenanzahl nahelegt. Da war so mancher Spiegel-Artikel informativer. Als Leser weiß ich am Ende nicht einmal, wie der Mordfall denn nun abgelaufen ist. Damit meine ich nicht die Tötung des Jungen, die man zu Recht weggelassen hat. Damit meine ich die Rekonstruktion eines Verbrechens, die das Buch schuldig bleibt. Über die Vernehmung des Täters, der ja wohl immer neue Versionen des Verbrechnes auftischte, erfahre ich kaum etwas. Komplett außen vor bleibt die Gerichtsverhandlung. Das kann man nun alles damit erklären, dass dies ja nicht zur Arbeit einer SOKO gehört. Stimmt. Zumindest zum Teil. Die Sache wird dadurch aber nicht runder. Der Autor schreibt relativ strikt aus seiner Perspektive. Platt formuliert: Ist das Verhör im Nebenraum, erfährt der Leser eben nichts. Das funktioniert, wie ich finde, überhaupt nicht. Auch die ermittelnden Personen bleiben merkwürdig blass und leblos. Nie kann ich mich in dem Gewirr von Namen und Ermittlern in jemanden wirklich hineinversetzen. Fragen werden aufgeworfen, aber nicht beantwortet (Warum findet man am im Auto des Täters zunächst keine Spuren?): ein Unding. 136 Seiten, das ist nichts Halbes und nichts Ganzes, weder Fisch noch Fleisch sozusagen. Sicher kann man Herrn Thiel hier nicht den zentralen Vorwurf machen. Er hat schließlich nicht gelernt, Bücher zu schreiben. Aber für den Verfasser, einen Journalisten, ist das eine ziemlich mäßige Leistung. Natürlich ist nicht alles schlimm und schlecht an diesem Buch. Faszinierend, wie viel Aufwand betrieben wurde, um einen Kindermörder zu fassen. Hochachtung auch vor der Verbissenheit und dem Arbeitseinsatz der Ermittler. Das wird ganz gut beschrieben, reicht aber nicht für ein gutes Buch.
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4.0 von 5 Sternen
Besser als sein Ruf, 29. November 2012
Das Album gehört ja nicht zum Bekanntesten und Erfolgreichsten, was Mr.John so veröffentlicht hat. Ich habe es mir eigentlich vor allem wegen "Nobody Wins" gekauft. Auch "Just Like Belgium" hat mir immer schon gefallen,fehlte aber auf der "Best Of", die ich besitze. Alles in allem ist "The Fox" abwechslungsreicher und flotter als die neueren Scheiben, die sich ja schon ziemlich gleichen und nicht mehr oder kaum noch etwas Neues bringen.
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5.0 von 5 Sternen
Völlig okay, 29. November 2012
Ich kann nach etwa drei Wochen Gebrauch nur sagen: Das Telefon macht alles, was es soll. Keine Ausfälle oder Schwächen zu erkennen. Anscheinend ein vernünftiges Gerät. Hoffen wir mal, dass das so bleibt. Bislang also empfehlenswert.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Extensionell, 22. Oktober 2012
Obwohl extrem billig und unglaublich günstig, macht dieses Verlängerungskabel doch einen grundsoliden Eindruck. Alles ist gut verarbeitet, nichts wirkt billig, das Kabel ist schön griffig und nicht zu mager. "Da passen schön viele Daten durch", dachte ich mir, als ich das kleine Wunderwerk erstmals in meinen zittrigen Händen hielt. Und siehe da: Auch die eigentliche Aufgabe, die Weiterleitung von Informationen, erledigt der possierliche Stecker zuverlässig. Geräte, wie zum Beispiel mein ebenfalls bei Amazon erworbener Drucker (Zufall?), arbeiten mit der zwischengeschalteten Extension ebenso gut wie ohne dieselbe. Applaus.
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5.0 von 5 Sternen
Unbedingt empfehlenswert, 8. Mai 2012
Ein moderner Klassiker. Boyle vollzieht die Afrika-Reisen des Schotten Mungo Park nach. Sprachlich 1a, man ist mitten im Geschehen. Parallel wird die tragikomische Geschichte eines englischen Kleinkriminellen erzählt. Ein Loser, wie er im Buche steht, der am Ende aber...ach, lesen Sie doch selbst. Der Einblick in den britischen Alltag um 1800 (Es lebe die Menschenrecht!) ist dabei mindestens so interessant wie die Beschreibungen der Reisen in den Regenwald. Alles ist natürlich, wie so oft bei Boyle, mit einer guten Portion Humor angereichert. (Mein persönlicher Favorit: Das Rezept für eine gefüllte Giraffe). Fazit: Unbedingt lesen!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Ordentlich, 3. April 2012
Nach mehrmaligem Hören muss ich sagen, dass James Mercer wieder einmal ein ordentliches Album abgeliefert hat. Vielleicht nicht so gut wie der Vorgänger "Wincing The Night Away", aber doch voller interessanter, gut eingespielter Songs. Auch die Melodien haben mich zumeist überzeugt, wobei ich durchaus zu würdigen weiß, wie schwer es doch wahrscheinlich für einen Künstler ist, gerade in dieser Beziehung das Niveau zu halten. Er hat ja offensichtlich auch keinerlei Hilfe beim Songschreiben, der James. Also erwartet bei/von Album Nummer vier keine Wunder: Nicht jeder ist ein Lennon-McCartney mit hundert brillanten Ideen pro Jahr. Mercer hat sich fünf Jahre Zeit gelassen mit dem neuen Album, und das merkt man diesem auch an. (Sein Side-Projekt Broken Bells fand ich bei weitem nicht so gut, sogar eher enttäuschend.) Eine negative Note bekommt dieses nette Album aber durch das, wie ja auch andere schon angemerkt haben, grauselige Papp-Cover. Deshalb aber kein Punktabzug. Punkt.
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5.0 von 5 Sternen
Guter Alternativ-Pop, 6. September 2011
Kann mich dem Rezensenten nur anschließen. Ein nettes Pop-Album mit erstaunlich guten Songs. Verbreitet bei mir gute Stimmung. Hoffe, dass die Moons bald mal von einem größeren Publikum wahrgenommen werden.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Nur ein Roman?, 5. September 2011
Donté Drumm, ein junger Schwarzer, sitzt in Texas in der Todeszelle und wartet auf seine Hinrichtung. Er soll ein weißes Mädchen vergewaltigt und ermordet haben. Beweise gibt es keine, auch keine Indizien, nicht einmal die Leiche der Ermordeten ist bislang aufgetaucht. Nur ein erzwungenes Geständnis und zwielichtige Zeugen sprechen gegen den Mann. Schnell ist dem Leser klar: Der Verurteilte ist eindeutig unschuldig. Dreieinhalb Tage vor der Hinrichtung meldet sich der wahre Mörder bei einem Geistlichen. Er will den Unschuldigen, der für ihn büßen soll, vor dem Tod bewahren und auspacken. Auch das Versteck der Leiche will er bekanntgeben. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Kann die Exekution des Unschuldigen noch verhindert werden? Oder mahlen die Mühlen der Justiz ungerührt und unerbittlich weiter? Dabei wird deutlich: Die Justiz, die eine Verurteilung auf dieser dünnen beziehungsweise eigentlich gar nicht vorhandenen Datenbasis ermöglicht, hat gar kein Interesse an den Fakten, sondern ist in ihrer latent rassistischen Grundhaltung froh, einen geeigneten (also schwarzen) Mörder gefunden zu haben. Was wirklich passiert ist, ist nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, dass Polizei und Staatsanwalt, Politik und weiße Öffentlichkeit glauben, den Richtigen gefasst zu haben. Die Realität wird diesem Wunsch entsprechend zurechtgebogen und manipuliert. Entlastendes passt nicht ins Konzept. Auf der Handlungsebene ist der Roman so packend und spannend geschrieben, dass man ihn kaum aus den Händen legen möchte. Das Wesentliche, das das Buch vom Durchschnittsthriller ' und sei er noch so gut geschrieben ' unterscheidet, ist jedoch die Empörung, die die Lektüre (wahrscheinlich nicht nur bei mir) auslöst: Ist so etwas in einem Rechtsstaat wirklich möglich? Oder anders gefragt: Ist das noch ein Rechtsstaat, der so etwas zulässt? Nun handelt es sich natürlich um einen Roman und nicht um einen Tatsachenbericht. Aber angesichts des Umgangs mit der Todesstrafe gerade in Texas fragt man sich: Ist das alles nur erfunden oder wenigstens maßlos übertrieben? Wieviel Wahrheit liegt in der Fiktion? Ein aufrüttelnder Roman, der vor allem aufgrund dieser Fragen an die Nerven geht.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Leblos..., 26. März 2011
...wie die vielen fürchterlich zugerichteten Ermordeten kommt auch das Buch daher, das schlicht und einfach schlecht geschrieben ist. Der Plot ist schon eine Zumutung, so sehr ist er an den Haaren herbeigezogen, der Aufbau der Geschichte lässt keinen Platz für Spannung, Überraschungen oder unvorhersehbare Wendungen. Es findet auch keine Entwicklung statt im Sinne einer langsamen schrittweisen Entwirrung vorgestellter Rätsel. Es werden keine falschen Fährten gelegt oder Ähnliches, nichts! Die Charaktere sind gnadenlos überzeichnet, stereotyp und langweilig, weil sie ebenfalls keinen Raum für Überraschungen lassen. Die Dialoge sind vorhersehbar und zum Teil einfach albern und die Heldin in ihrer Klischeehaftigkeit höchstens eine Züchtung der Gesellschaft für beschränkte Schriftsteller, aber ganz sicher kein Mensch aus Fleisch und Blut. Dazu ist sind viele Details einfach unlogisch oder unstimmig. Ich dachte in vielen Fällen: Na gut, theoretisch ist das vielleicht möglich, aber ist es wahrscheinlich? Meiner Logik entspricht es zum Beispiel nicht, dass ein zehnjähriges Mädchen (in einer Appartmentwohnung !) drei Tage lang an seine tote Mutter gefesselt bleibt, ohne sich befreien zu können. (Dieses vollkommen traumatisierte Mädchen wird übrigens ohne weitere psychologische Betreuung oder irgendwelche Nachfragen seitens der Behörden nur einem oder zwei Tagen im Krankenhaus mir nichts dir nichts in die Obhut der Protagonistin gegeben, um dann bei ihr zu leben.) Eine Frau sagt zum Beispiel auf Seite 355 über ihren Peiniger: 'Er hat[...] niemals Spuren auf meinem Gesicht hinterlassen. Dazu war er zu schlau.' Auf Seite 336 aber: 'Ich hatte eine gebrochene Nase, zwei blaue Augen [...]' Es werden aber mit großem Pomp Handlungsstränge aufgebaut, die dann allerdings im Nichts enden, z.B. Fingerabdrücke am Tatort, deren Entdeckung zum Nonplusultra der der Ermittlungsarbeit stilisiert wird, die dann aber nicht zugeordnet werden können. Zudem ist der Roman stilistisch die reinste Katastrophe. Welch trostloses, peinliches Buch! Bin ich verrückt? Warum finden das alle so gut?
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