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Rezensionen verfasst von
Rainer Kientopf (Berlin)
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Electric Revelation
Electric Revelation
Preis: EUR 14,99

5.0 von 5 Sternen Fetzt!, 20. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Electric Revelation (Audio CD)
Motorjesus brettern los, ohne nach links und rechts zu schauen. Vollgas ohne Pipifax: Riffs mit ausgeprägter Nackenschlagkomponente, Refrains mit Mitgröhlfaktor, schon nach den ersten Takten jedes Songs sucht man hektisch nach der Luftgitarre!
Die CD nach einem Scheißarbeitstag auf dem Heimweg in den Player ... und das mit der Telefonseelsorge ist kein Thema mehr!
Zu Hause das Ding gleich wieder reingeworfen, Lautstärkeregler hoch und ein kaltes Bier geöffnet ... dann ist auch scheißegal, ob es mit der Nachbarin noch klappt oder nicht!
Schön, dass in deutschen Landen abseits des Mainstream-Mülls immer noch solche Kracher produziert werden. Motorjesus möchte man zurufen: Stay true and keep on rockin'!


Turn Blue
Turn Blue
Preis: EUR 13,99

10 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bluesfreunde - Finger weg!, 9. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Turn Blue (Audio CD)
War schon die Vorgängerscheibe "El Camino" ziemlich angepoppt, entfernen sich die Black Keys mit "Turn Blue" noch weiter von Ihren musikalischen Wurzeln. Es kommen mir die Tränen, denke ich an Meisterwerke wie "Magic Potion". Was haben die Jungs einst abgeliefert - und jetzt das! Nicht mehr meine Musik.
Gott sei Dank gibt es noch genug Typen, die bei der Stange bleiben: Michael Katon, Gwynn Ashton, Rob Tognoni, Guitar Pete, Bart Walker, Larry Miller, Nick Moss, Eric Sardinas etc. pp. - sie alle leben hoch!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 27, 2014 4:59 PM MEST


Bad Intentions
Bad Intentions
Preis: EUR 17,74

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Feuer frei!, 7. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Bad Intentions (Audio CD)
Nach Mean Streets und Raw Deal liefert Guitar Pete die nächste Hammerscheibe ab. Dieser brachiale, gleichwohl virtuose Bluesrock-Gitarrist ist die beste Madizin für alle, die langsam genug haben von den "angesoulten", "angejazzten" und "angepoppten" Bluesern, die neuerdings zum schmachtenden Gesang hübscher Sirenen gefühlvoll die Akustische zupfen. Bei Guitar Pete gibt es dagegen E-Gitarrenfeuer aus allen Rohren - immer geradeaus und voll auf die Zwölf! Und damit nicht genug: Guitar Pete, der selber singt, verfügt auch noch über ein höllische Röhre. Jeder Song eine Klasse für sich! Ein Pflichtkauf für alle, die z. B. auch auf Rob Tognoni stehen.
Weil das Ganze sogar dem geneigten Hardrock-Fan gefallen dürfte, wird das Album nicht nur bei den Schmusebluesern (s. o.), sondern erst recht bei den Traditionalisten durchfallen (denen bekanntlich Walter Trout schon viel zu rockig ist).
Sei's drum - sollen die zupfen und harpen und von der Baumwollernte träumen. Ich dagegen hole mir ein kühles Bier, werfe Bad Intentions in den Player und drehe den Lautstärkeregler hoch ... so kann man die Welt ertragen!
Hoffentlich tourt der gute Pete irgendwan einmal in unseren Breiten - der Mann dürfte live eine Offenbarung sein!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 9, 2014 4:11 PM CET


Russland gegen Napoleon: Die Schlacht um Europa
Russland gegen Napoleon: Die Schlacht um Europa
von Dominic Lieven
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,00

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lobhudelei auf den russischen Bären, 5. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In die Lobeshymnen auf diese Publikation vermag ich nicht einzustimmen, fällt das Bemühen, den russischen Beitrag zu den Kriegen gegen Napoleon mal aus anderer Perspektive zu beleuchten, dann doch gar zu einseitig zugunsten des "Iwan" aus. Sicher ist es zu begrüßen, wenn auf Grundlage neuen Quellenmaterials tradierte Sichtweisen auf die napoleonische Epoche hinterfragt werden. Aber die ständigen Lobhudeleien auf die militärischen Leistungen der Russen zu Zeiten Napoleons sind schlicht und ergreifend nicht schlüssig.
Da ist zum Einen das überwiegend positive Urteil des Autors über das russische Offizierkorps - dabei galten die Offiziere des Zaren kompetenten Zeitgenossen als die schlechtesten aller beteiligten Mächte! Tatsächlich kann die beeindruckende Kette von russischen Niederlagen gegen Napoleon - Austerlitz, Friedland, Smolensk, Borodino, das Versagen an der Beresina, Lützen, Bautzen, Dresden, div. Schlappen im Frankreichfeldzug 1814 - ja wohl kaum als Qualitätsmerkmal für die zaristische Armee im Allgemeinen und deren Offiziere im Besonderen herhalten! Die Russen haben ohne Verbündete keine einzige richtige Schlacht gegen Napoleon gewonnen! Wobei die Feststellung der Tapferkeit und Opferbereitschaft der russischen Soldaten unstrittig, aber nun wirklich nicht neu ist.
Die Behauptung, der Rückzug der Russen in die Tiefe des Zarenreiches 1812 sei das Ergebnis strategischer Planungen und nicht akuter militärischer Nöte gewesen, ist mindestens kühn. Träfe dies zu, hätten die Russen ihre Truppen sinnvollerweise doch wohl anders dislozieren müssen, statt sich wiederholt der Gefahr der Umfassung und Vernichtung ganzer Armeekorps auszusetzen. Dieser Katastrophe entgingen die Russen 1812 letztlich nur aufgrund der Unfähigkeit einzelner Befehlshaber Napoleons bzw. mit unglaublichem Glück; von strategischer Disposition kann man da wirklich nicht sprechen. Von daher ist der Einschätzung Adam Zamoyskis in dessen Buch "1812" deutlich der Vorzug zu geben.
Auch ist dem Autor historische Schlamperei vorzuwerfen, wenn er behauptet, die Russen hätten im 18. Jahrhundert nur triumphiert. Wie erklären sich dann die wiederholten heftigen Niederlagen Peters des Großen im Nordischen Krieg gegen die zahlenmäßig stets deutlich schwächeren Schweden Karls des XII.? Worin bitteschön soll der russische "Triumph" über Friedrich den Großen bestanden haben? Friedrich gewann bekanntlich den Siebenjährigen Krieg, aus dem die Russen 1762 sang- und klanglos ausschieden. Zuvor hatten sie die Schlacht von Zorndorf gegen die Preußen verloren und zwei strategisch letztlich folgenlose Siege in den Gefechten von Groß Jägersdorf und Kay eingefahren. Ein wirklicher "Triumph" gelang den Russen nur 1759 in der Schlacht von Kunersdorf - allerdings mit tatkräftiger österreichischer Unterstützung. Die Früchte dieses Sieges wurden dann prompt durch militärische und politische Stümperei verschenkt - zum Entsetzen des österreichischen Verbündeten. In all diesen Auseinandersetzungen waren die Russen ihrem preußischen Gegner zahlenmäßig erheblich überlegen! Also nicht wirlich triumphal, das Ganze!
Weiß der Autor das Alles nicht, oder lässt er diese Fakten unter den Tisch fallen, weil sich sonst seine Thesen vom tollen russischen Militär nicht halten ließen? Beides wäre gleich schlimm.
Sicher fiel der russische Beitrag zu Napoleons Sturz nicht gering aus - am Ende muss man jedoch unverändert konstatieren, dass es die Engländer waren, die für die Niederlage des Korsen den Auschlag gaben. Ohne Englands immense Finanzierung der alliierten Armeen hätten Österreich, Preußen und Russland Napoleon nie überwunden - selbst nach der Katastrophe von 1812 nicht.


1813 - Kriegsfeuer: Roman
1813 - Kriegsfeuer: Roman
von Sabine Ebert
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Moralisierendes Geknödel!, 21. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 1813 - Kriegsfeuer: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der unglaubliche Hype um den Roman Sabine Eberts ist mir unbegreiflich. Zunächst einmal wird wieder der Kardinalfehler der meisten historischen Romane begangen: Die handelnden Personen handeln und äußern sich wie Menschen des 21. Jahrhunderts. Damit verbunden wird kräftig moralisiert - die ruchlosen Adligen sind allesamt unfähige Schufte und Ausbeuter, die Heerführer passionierte Blutsäufer, nur das "arme geknechtete Volk" (dem die Hauptpersonen zuzurechnen sind) platzt förmlich vor Mitgefühl, Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit. Und der Krieg selbst erst: Furchtbar! Grauenvoll!
Historisierendes Geknödel aus der Gutmenschenperspektive.
Der Roman der guten Frau Ebert ist aber immer wieder auch unfreiwillig komisch - obwohl sie bereits eingangs in ihrem Heim Opfer eines Übergriffes wurde, wandert die Heldin auf dem Höhepunkt der Handlung aus völlig unlogischen Gründen schutzlos kreuz und quer durch das Kriegs-/Kampfgebiet rund um Leipzig und gelangt stets mehr oder weniger unbehelligt an ihr jeweiliges Ziel (selbst in das weitgehend abgeriegelte Leipzig). Dies vor dem Hintergund, dass zur Zeit der Romanhandlung im Großraum Leipzig 500.000 Soldaten aus aller Herren Länder unterwegs waren, während die Stadt Leipzig selbst nur 38.000 Einwohner aufwies! Um da heil durchzukommen, bedarf es doch wohl mehr als einer liebeskranken, ungewollt Schwangeren!
Ein Brüller auch die Szene mit Napoleon, der zur Empörung der Autorin in seiner Funktion als Schlachtenlenker einen Verwundetentransport ungerührt vorbeiziehen lässt. Man stelle sich vor - Napoleon keine Mutter Theresa! Was hätte der Mann als Oberbefehlshaber einer Streitmacht von rund 170.000 Mann mitten in der bis dahin größten Schlacht der Weltgeschichte denn tun sollen? Weinen? Stabsoffiziere zum Teufel schicken, Karten vom Tisch fegen, "OP-Besteck" greifen und "Verbandspäckchen" ausgeben? Anschließend zum Trost für die Blessierten "Heile, heile Gänschen" (bzw. die französische Entsprechung)singen? Grotesk.
Besonders ärgerlich aber, dass Frau Ebert - die im Anhang gar nicht genug betonen kann, wie akribisch sie für ihren Roman recherchierte - einen dicken historischen Patzer in ihr Werk einbaute: Laut Autorin war die Schlacht bei Dresden 1813 der letzte französische Sieg auf deutschem Boden. Leider falsch! Den letzten Sieg in Deutschland errangen die Franzosen vielmehr am 30. und 31. Oktober 1813 in der Schlacht bei Hanau (nicht einmal zwei Wochen nach der Schlacht bei Leizig) gegen die Bayern und Österreicher.
Somit bleibt es dabei - wer wirklich gute historische Romane lesen will, muss unverändert zu den Briten - Bernard Cornwell & Co. - greifen.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 13, 2013 12:56 PM CET


Sacrifice
Sacrifice
Preis: EUR 17,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alter Sachse!, 22. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Sacrifice (Audio CD)
Hier ist er, der legitime Nachfolger von "Power and the Glory". Für Musik wie diese liebe ich die Kerle seit 1979! Schnörkelloser Heavy-Rock - fette Gitarren, eingängiger Gesang, schneidende Soli, stampfende oder galoppierende Riffs. Es stimmt mal wieder alles bei diesen unverwüstlichen Veteranen des Heavy Metal. Mit Sacrifice führen sie den Beweis, dass sie nach all den Jahren immer noch ein ganz vorzügliches Stück Eisen zu schmieden in der Lage sind.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 23, 2013 11:47 PM CET


Bringing It Back Home
Bringing It Back Home
Preis: EUR 15,98

3 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Alles, bloß kein Blues!, 22. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bringing It Back Home (Audio CD)
Warum Robben Ford immer noch als Blueser firmiert bzw. als solcher gehandelt wird, ist mir ein Rätsel. Diese Scheibe mag alles mögliche sein - Jazz, Funk, Soul, nur Blues oder gar Bluesrock ist sie ganz und gar nicht! Eine CD für Lärmempfindliche, die sich gerne in irgendwelchen Coctailbars beim Genuss überteuerter, gepanschter Getränke mit unaufdringlicher Hintergrundmusik berieseln lassen wollen. Musikalisch alles auf höchstem Niveau, ohne Frage. Aber langweilig!


Mad Fingers Ball
Mad Fingers Ball
Preis: EUR 20,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Monument!, 21. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Mad Fingers Ball (Audio CD)
Kaum zu glauben, dass es in einem Zeitalter musikalischer Flachwichser noch so einen Könner gibt. Diese Scheibe ragt wie ein Monument aus der trüben Suppe des zeitgenössischen Musikbusiness hervor. Ein hervorragender Instrumentalist mit Spitzensongs im Gepäck (seine "Hush"-Version ist einfach Kult!) - dargeboten mit erfrischender Unkonventionalität und einer Dynamik, wie sie andere nicht mit sechs Musikern zustande bringen. Oft scheint es, als verfüge der Mann über mindestens vier Hände. Ach ja: eine Spitzenröhre hat der Mann auch noch! Schon jetzt eine der Bluesscheiben des Jahres.
Kaufen! Nochmal: Kaufen!!!!


Waiting on Daylight
Waiting on Daylight
Preis: EUR 20,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sensationelle Scheibe!, 28. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Waiting on Daylight (Audio CD)
Zu meiner Schande muss ich gestehen, vor dem Kauf dieser CD noch nichts von Bart Walker gehört zu haben. Umso größer meine Überraschung und Begeisterung beim Hören des Teils - Bluesrock, wie man ihn besser nicht machen kann! In dieser Form spielt Walker in der ersten Liga der Blueser ganz vorne mit, ob es nun seine Qualitäten als Songschreiber oder Solist betrifft. Im Gegensatz zu manch Kollegen (oder Kollegin) aus dem Blues-Segment vermeidet er konsequent jede Pop- oder Schmusesong-Anwandlung - hier geht es "straight forward". Das beste seit langem in diesem Genre!


Unfinished Business
Unfinished Business
Preis: EUR 19,10

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf allerhöchstem Niveau, 4. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Unfinished Business (Audio CD)
Die CD habe ich mehr oder weniger auf Verdacht gekauft und war sprachlos. Was für eine Scheibe! Miller hält locker das Niveau aller zu Recht hoch gelobten Blues-Platzhirsche - ja so manchen gehypten Kollegen (z. B. Davy Knowles, Mitch Laddie oder Oli Brown) distanziert er deutlich, meiner Einschätzung nach hält er sogar Bonamassa-Niveau (mit ein bisschen mehr Druck auf den Saiten!. Der Mann hat Feeling und einen unglaublichen Gitarrensound. Dass ich nichts verkehrt gemacht habe, wusste ich schon beim Durchsehen des Booklets - Miller beim Solieren vor einer Marshall-Wand. Was soll da noch schiefgehen? Unbedingt kaufen!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 28, 2010 12:25 AM CET


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