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Rezensionen verfasst von
silbertanne4 "silbertanne" (Offenbach)
(HALL OF FAME REZENSENT)   

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Maschi E Altri
Maschi E Altri
Wird angeboten von jazzfred1975
Preis: EUR 39,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen femmi e pochi, 24. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Maschi E Altri (Audio CD)
Lange Zeit war "Maschi e Altri" ihr enziger Sampler, der (fast) alle bekannten oder besonders gelungenen Songs auf einmal bot. Erschien noch in den Achtziger Jahren, zur Vinyl-Zeit. Mit den 40 Minuten waren LP-Käufer damals durchaus zufrieden, Giannas reguläre Platten enthielten bis dato meist nur eine halbe Stunde Musik.
Ich erlaube mir ein Zitat von Goethe: "Zwanzig Jahre sind eine lange Zeit!" ... Im CD-Zeitalter wirkt die unveränderte "Maschi e Altri" nicht gerade berauschend. Da beeindruckt mich auch das demonstrative Selbstbewußtsein von Gianna auf dem Cover nicht mehr. Wenn die Firma wenigstens ein paar Boni oder Alternativversionen mit zugepackt hätte. Das Werk von Gianna in den 90-ern hat doch eine Fülle an guten Kompositionen aufzuweisen!
- Der Zusammenschnitt "Bombolini" von 2002 ist "Maschi e Altri" heute bei weitem vorzuziehen. Der enthält auf mehr als 70 Min. (fast) alle Titel hier und noch eine Menge guter Songs der Neunziger- und Nachmillenium-Jahre.
Wer wegen "Ragazzo del Europa", "Vieni ragazzi" und "Bla Bla" trotzdem diese CD kaufen will, meinetwegen. Zugegeben, den starken (nicht auf regulären Scheiben enthaltene) Titel "Bla Bla" vermisse ich etwas, dennoch finde ich "Maschi e Altri" "Femmi e pochi".


The Best of Atomic Rooster
The Best of Atomic Rooster
Wird angeboten von Music-Mixer
Preis: EUR 22,53

7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Starker keyboard-durchfluteter Heavysound, 20. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: The Best of Atomic Rooster (Audio CD)
- Die bekanntesten Gruppen - mit Trademark Hammondorgel - waren um diese Zeit Deep Purple und Uriah Heep. Doch kein Musiker spielte die Tasteninstrumente derart mit Hingabe und wild wie Vincent Crane. Atomic Rooster sind heute zu Unrecht in Vergessenheit geraten, obwohl sie um 1970 (kurzzeitig) Superstars waren mit ihrer Single "Devils Answer" (# 2). Ihre beste LP "Death Walks Behind You" war ein Klassiker. Ein Minuspunkt in der Musik von Atomic Rooster war der mäßige Gesang, der durch die frenetische Hammondorgel-Dominanz Cranes aufgewogen wird. Drums und Gitarre sind eigentlich ok. Diese Zusammenstellung finde ich gut weil
- die fetzige Live-Version von "Devils Answer" die Originalversion auf 45-Vinyl verblassen läßt
- die weiteren Hits "Tomorrows Night" und "Take it no more" hier ebenfalls den bekannten Versionen auf LP überlegen sind.
- Vieles auf "Best of" ist gar nicht auf den offiziellen LPs enthalten, dem Sound nach dürften es unveröffentlichte Tracks um 1970/71 sein: "Lost in Space", Play It Again, Control of you, Don`t lose you mind und "End of the Day" sind keineswegs zweite Wahl. Diese Zusammenstellung könnte sich ebenso "Rarities" nennen.
- Wer auf Tasteninstrumente steht, evtl selbst Keyboarder ist, der sollte mal in den atomaren Hahn reinschnuppern. Ein guter Einstieg in diese Gruppe ist diese "Best Of" und natürlich "Death walks behind you", die vor kurzem mit etlichem Bonusmaterial wiederveröffentlicht wurde. Vincent Crane war übrigens der Mann, der den Evergreen-Hit "Fire" für Arthur Brown geschrieben und begleitet hatte. V.C. Rest in peace.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 5, 2009 7:38 PM MEST


California
California

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mit dieser Scheibe wurde Gianna ein Star, 18. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: California (Audio CD)
Aus der Vinyl-Zeit gibt es 4 LPs von Gianna Nannini, die jeweils kaum mehr als 30 Minuten dauern: "California", "Latin Lover", "Profumo" und "G.N." Selbst nach so vielen Jahren findet sich auf keiner CD-Überspielung auch nur ein Bonus! Soll man sich die vier dennoch anschaffen? "Latin Lover" und "Profumo" ja, es führt kein Weg vorbei, wegen ausnahmslos starker Songs. Bei "G.N." kann man sich den Kauf sparen, da die beiden einzig interessanten Kompositionen auch auf Best-Ofs drauf sind.
- Und "California"? Mir gefällt hier "Me and Bobby McGhee", das Titelstück und natürlich Konzertdauerbrenner "America". Der Rest ist meiner Meinung nicht schlecht, mittelmäßig.
"America" mit seiner eingängigen Melodie / gutem Heavy-Riff bescherte Gianna einst einen handfesten Scandal(o), wurde von etlichen Radioprogrammen nicht gespielt. Wer glaubte (wie ich), daß der Text über eine Amerikareise handelt, betrachte einmal den Stab in den Händen der Freiheitsstatur genauer. Gianna gibt hier eine genaue Anweisung dieses Gerätes zum besten, meines Wissens der einzig bekannte Song mit solchem Inhalt. Exkurs: Anfang der Achtziger sorgte Nina Hagen (in einer österreichischen Talk-Show) für einen ähnlichen Skandal. Wo sie - unerwartet - vor laufender Kamera mit dem Zeigefinger ähnliches demonstrierte. Heute lacht man darüber, damals gingen waschkörbeweise Protestbriefe in den Redaktionen ein.
- Ob man die California-CD kaufen soll ist Geschmackssache. Ich besitze einen Sampler und "Tutto Live", wo die Tracks enthalten sind, die mir persönlich gefallen.


The Pop Hits (Limited Edition)
The Pop Hits (Limited Edition)
Wird angeboten von Music-Finder
Preis: EUR 27,96

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bisher umfangreichste Hitzusammenstellung + 6 neue Songs, 16. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: The Pop Hits (Limited Edition) (Audio CD)
... als Fan ihrer Musik wäre mir eine CD mit neuem Material lieber gewesen. Wegen den 2 + 4 (recht gelungenen) Neuaufnahmen habe ich mir das Werk besorgt. Es gibt mehrere Gründe, sich "Pop Hits" kaufen":
- "Pop Hits" hat die "Don`t bore us" Zusammenstellung von 95 auf den zweiten Rang verdrängt, da es zusätzlich gute Tracks aus "Have a Nice Day" (99), "Room Service" (2001) und Material aus 2003 enthält.
- Von den bisher unbekannten Tracks ist "Opportunity Nox" besonders gelungen, eine rockige Nummer mit zeitgemäßen Synesizer Effekten und einem "catchy" Refrain.
- Wer die bekanntesten schnelleren! Songs von 1988 - 2003 auf einmal haben möchte.
- Das Album "Room Service" hat zwei hervorragende Songs, der Rest ist meiner Ansicht eher mittelmäßig. "Real Sugar" und "The Centre of the Heart" sind hier enthalten, wer auf den Rest verzichten möchte, braucht sich "Room Service" nicht zu kaufen.
- Das Booklet bietet Informationen zu jedem Song: z.B. daß Per den typischen Roxette Sound durch herumexperimentieren mit seinem neuen Synthezizer ESQ-1 beinahe zufällig bei den Aufnahmen zu "The Look" entdeckte. Oder daß Marie und Per besonders stolz auf das Einfügen von eigenen kleinen Songs im Mittelteil ihrer Hits sind, z.B. der Einschub "Take a walk, ..." in "Run to You". - Persönlich vermisse ich "She doesn`t live here anymore".
- "Pop Hits" ist ein Pflichtkauf für Hörer, die nur eine CD von Roxette im Regal haben möchten. Wem allerdings ihre softeren Tracks ebenfalls gefallen bestelle "The Ballad Album" gleich mit. - Langes Warten auf ein neues Album / den neuen Hit hat mit "Abba" die Siebziger Jahre spannend gemacht, "Dire Straits" die Achtziger . Den (z.T. langweiligen) Neunziger hat Roxette - durch die langen Produktionspausen und die überdurchschnittliche Güte ihrer zeitlosen Melodien - Spannung gegeben. Ich erwartete ungeduldig ihre zweite Neuproduktion im neuen Millenium, 3 Jahre nach "Room Service".


Across the Airwaves
Across the Airwaves
Wird angeboten von Founders Factory JPN4DE
Preis: EUR 85,01

2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unveröffentlichtes und Alternativ-Versionen, 13. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Across the Airwaves (Audio CD)
... aus der Glanzzeit von T.Rex (1970/71) und den späten Tyrannosaurus Rex (ca. 69 / 70). Die älteren Kompositionen gefallen mir etwas besser als die Alternativ- / Demoversionen der bekannten Singles wie Hot Love.
- "Sailors of the Highway" hätte eine gute Single (anstelle von Jeepster im Winter 71/72 abgegeben. Warum vorher nie veröffentlicht?
In einer Seance soll David Bowie 1969 einmal mitgeteilt bekommen haben, daß er und Marc Bolan am stärksten das Erscheinungsbild der Jugend zu Beginn der Siebziger Jahre in Europa verändern wird.
Im Falle von Marc Feld / Bolan im positiven, finde ich. Nie zuvor und nie seitdem, gab es so viele hübsche Kinder-/Jugendliche beiderlei Geschlechts, die an androgyne Engel von Boticelli oder Leonardo da Vinci erinnerten. Ruhe in Frieden.


Unicorn
Unicorn
Wird angeboten von hardliner-music
Preis: EUR 8,99

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exotischer Klassiker aus Londons Underground Tagen ..., 11. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Unicorn (Audio CD)
... die beste Platte der akustischen Tyrannosaurus Rex. Für manche gar der kreative Zenith von Marc Bolans gesamten Leben.
Diesen Platz kann Unicorn lediglich "Electric Warrior" aus der (noch zwei Lichtjahre entfernten) Teenager-Star Epoche streitig machen, sonst keine LP. Selten finden sich so viele zugängliche Bolankompositionen auf einmal. Der Aufnahmesound ist ausgefeilter geworden. Steve Tooks exotische Percussionkunst klingt toll, besonders über Kopfhörer.
Das Duo verfügte über ein höheres Budget als im Vorjahr und steckte viel Zeit (1 Jahr!) in das mystische Einhorn. Tony Viscontis Tonbandexperimente liefern einen breiteren Stereosound, neue Akustikinstrumente kamen hinzu (Glockenspiel, Klavier, Harmonium, ...).
- Die Vorgänger "My People were fair" und "Prophets" klangen wie ausschließlich für den kleinen Underground-Zirkel Londons aufgenommen. "Unicorn" dagegen zugänglicher für ein (etwas) größeres Publikum; hatte den Anspruch, ein Klassiker der kurzen Hippie-Epoche Englands zu werden.
- Doch es klang wieder wie ein Gruß aus einer weit entfernten Elfen- und Märchenwelt. Ich habe gelesen, daß Marc B. an die seltsamen Phantasien seiner kindlichen Parallelwelt wirklich glaubte, ein anderer Teil seiner Persönlichkeit dagegen stand organisatorisch/ehrgeizig durchaus mit beiden Beinen im Leben. Die Lyrik ist tolkien-beinflusst und eigenständig. Diese schier unentschlüsselbaren Texte tragen zum Charme des exotischen Duos bei, jeder kann assoziationsfrei seine persönliche Fantasie schweifen lassen.
- "Unicorn" hat gute und nicht ganz so gute Aufnahmen, keine ist ein Füller. Sogar (das von Viscontis Stimme) vorgelesene Kindermärchen "Pilgrims Tale" passt gut in den Rahmen.
- Meine (ganz unverbindlichen) persönlichen Lieblingslieder sind "She was born to be my Unicorn", "Chariots of Silk" und "Cat Black", die anderen sind ähnlich gut.
- 5 Sterne! Die vielen Boni (z.B. die rare Single "King of the Rumbling Spires") der günstige Preis und die Qualität der Basis-LP.
- Damals hörte man solches mit extrem langen Haupthaar / orientalische Kleider und Patchouli-Parfum.
Heute könnten auch junge Fans von Fantasyfilmen wie Harry Potter mal hier reinhören. Auch Hörer, denen die späteren T.Rex nicht so gut gefielen. Dieser
Sil ist schwer zu kategorisieren: mystisch, verheißungsvoll, eine Kreuzung zwischen Syd Barretts akustischer Pink Floyd, Donovan und Fairport Convention? Irrational und wohltuend frei von Belehrung, Ideologie oder jugendlichem Pessimismus.
- 5 Sterne: viele Boni, gutes Cover, günstiger Preis und die Qualität der Basis LP.
Wer "Unicorn" gut findet, bestelle die letzte "Tyrannosaurus Rex" Platte "A Beard of Stars" aus 1969 mit, ebenfalls mit einer Vielzahl an Boni.


Kaiser Wilhelm II und seine Zeit: Biografie einer Epoche
Kaiser Wilhelm II und seine Zeit: Biografie einer Epoche
von Christian von Krockow
  Taschenbuch

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einblick in eine dynamische Epoche ..., 5. Januar 2005
... zu deren Gestaltung, Erfolg und Weltgeltung Wilhelm II. beitrug.
Wilhelm II. ist eine der am ungerechtesten beurteilten Persönlichlichkeiten des 20. Jh. Warum der 1. Weltkrieg stets mit dem Kaiser assoziiert wird, beruht in Deutschland auf Verdrängung (ein Sündenbock ist besser als sich mit den kriegsbegeistert jubelnden eigenen Vorfahren zu beschäftigen). Desgleichen im Ausland: Vor (!) dem Kriegsausbruch im August 1914 wollten die Bevölkerungen in Paris, Petersburg, Berlin und London auf niemanden hören, der sich gegen einen Kriegseintritt äußerte ...
- Wilhelm II. regierte 30 Jahre. Graf von Krockow gibt ihm eine Chance nach seinen 26 Friedensjahren beurteilt zu werden. Im Jubiläuumsjahr 1913 wurde das Thronjubiläum von der Bevölkerung stürmisch gefeiert, die Bilanz konnte sich in der Tat sehen lassen:
-- Deutschland blieb unter dem Kaiser ein Rechtsstaat. Seine manchmal aufbrausenden Reden täuschen über seine eher gutmütig-friedlichen Züge. Selbst Majestätsbeleidigung bekam allenfalls ein paar Wochen Kerker, Oppositionelle und soziale Reformer hatten im Kaiserreich das Recht auf freie Meinungsäußerung. Gerhard Hauptmann oder "Die Weber" wurden im Kaiserreich zu Publikumserfolgen, desgleichen ausländische Werke wie Oskar Wilde`s "Salome". Oder die Streiche des "Hauptmanns von Köpenick". Es durften auch Bücher von Schopenhauer oder Nietzsche erscheinen, die einen Endzeitpessimismus und Zivilisationsmüdigkeit verkündeten, die der seltsamen Todessehnsucht in der Bevölkerung ebenfalls Vorschub leisteten.
-- Die Sozialgesetzgebung Bismarcks war unter dem Kaiser weiter ausgebaut worden, Arbeitszeiten verringert, das Streikrecht gesetzlich verankert. Die öffentliche Verwaltung war bescheiden und verlangte nur eine Lohnsteuersatz von ca. 10 %.
-- Der deutsche Handel, Erfindungen, neue Industriezweige erlangten unter dem Kaiser Weltgeltung.
Graf von Krokow kennt natürlich auf die negativen Seiten des Kaisers, die aber den kleineren Raum einnehmen. Übrigens hatten nach Kriegsausbruch meist die Generalität wie Hindenburg oder Ludendorff das Wort und Vertrauen der Bevölkerung, warum diesen der Kriegsausgang nicht verübelt wurde, sondern dem Kaiser, das ist mir unverständlich.


Diamond Dogs
Diamond Dogs
Preis: EUR 7,99

6 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die letzte Platte aus der androgynen Phase ist ..., 4. Januar 2005
Rezension bezieht sich auf: Diamond Dogs (Audio CD)
... meiner Ansicht nicht seine beste. Die LP entstand zu einer Zeit als neuer Superstar mit vielen Terminen. Ich vermisse hier Mick Ronsons Gitarre und die verträumte Weltall-/ Sternstaub- Stimmung des androgynen "Ziggy Stardust"-Albums, was 1972 auch für romantische Mädchenträume stand.
- 1974 schienen diese Zeiten vorbei, hier präsentierte sich David als Zyniker und Verderbnispoet. Und übernahm sich: Ursprünglich als Musical und Buch geplant, versuchte Bowie auf "Diamond Dogs" viel und erreichte wenig. Das Rezitieren aus dem vielkopierten Orwell-Roman zeugte nicht gerade von Orginalität. David sorgte für Zukunftsangst, jugendliches Selbstmitleid und eine Vorstufe des No-Future Punk.
- Mein Problem sind die Songs, die kompositorisch nicht an frühere Alben herankommen. Mit Ausnahme von
- "Rebel Rebel", vielleicht die beste Bowie Single überhaupt. Das Riff bekommt man nie mehr aus dem Kopf. Der entlassene Ronson wirft einen weiten Schatten auf den Track, Alan Parker kopiert seine schneidende Heavy-Gitarre.
- Das dissonante Riff des Titelstückes gefällt mir nicht, ebenfalls nicht das etwas alberne "Future"-Intro mit Friedhof-Kuscheltier-Geheule, desgleichen reizt der "Skeletal" Tanz eher zum Schmunzeln als Fürchten.
- Das getragenere "Sweet Thing" und "Candidate" gehört zu Davids gesanglichen Höchstleistungen. Gute Tracks.
- "1984" flirtet mit dem Disco-Sound und hätte (ausgefeilter) eher ins Silver Convention Folgejahr 1975 gepasst. Der plagatierte No Future Text verhinderte wohl das Eindringen in jugendliche Herzen und in die Hitparade.
- Den Rest ist eher langweilig, allenfalls haben "Big Brother" und "We are the Dead" ein noch paar gute gesangliche Passagen. Auch die 30-er Jubiläums-Box strotzt nicht von Boni-Überraschungen.
In seiner Rolle als Unheilverkünder wirkt David Bowie auf dieser Platte recht plump. Wer sich unbedingt eine Dosis Mitsiebziger-Depression verabreichen möchte: besser die subtileren Werke "Station to Station" und "Low" kaufen, oder das (schon wieder freundlichere) "Heroes", mit dem er seine Desperado Phase abschloss.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jun 27, 2016 10:30 AM MEST


Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Christiane F. - Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
DVD ~ Natja Brunckhorst
Wird angeboten von derdvdler
Preis: EUR 7,80

7 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Besser das Buch kaufen ..., 31. Dezember 2004
... obwohl das Buch schon zur Beurteilung einer Drogenlaufbahn ein recht kurzer Zeitschnappschuss (1975/76) ist. Das Buch umreißt zumindest die familiäre/schulische Situation der Vorjahre.
Der Film blendet das Umfeld fast gänzlich aus. Regisseur Ulrich Edel liefert sensationslüstern (und ohne jeglichen Respekt für die reale Christiane F.) die schwärzesten und unappetitlichsten Details der Drogen und Prostitutions-Szene eines ersten Heroinjahres. Auch ein Splatter-Publikum kann sich mit der DVD am Leid der Jugendlichen boulevardmäßig ergötzen. Es gibt so gut wie keine Extras oder Boni.
- für Desperado-Jugendliche mit Todessehnsucht wirkt der Film nicht unbedingt abschreckend. Christiane F., wie David Bowie selbst versuchten vielleicht unbewußt, den übelsten Jahren ihres Lebens posthum einen musikalischen/schriftstellerischen Stil zu geben. Der Millionär Bowie verlor zur Low/Heroes Zeit immerhin seine Ehe, Freunde und den Plattenvertrag mit RCA, Christiane F. ihre Jugend und fast das Leben. Der eher freundliche Song "Heroes" handelt übrigens von einem Liebespaar an der Berliner Mauer, nicht von Drogen. "Station to Station" allerdings ist purer Nihilismus und Verzweiflung in schicker Verkleidung, ein Jahr vor dem Ausbruch der Punk-Welle.
- War Christianes Drogenkonsum eine zwingende Konsequenz eines unerträglichen sozialen Umfeldes? Oder die mangelnde Bereitschaft/Unfähigkeit den kleinen Freuden und Leiden eines Berliner Teenager-Alltages etwas positives abzugewinnen, nur noch mit immer härteren Rauschmitteln überhaupt noch eine Regung empfinden zu können? Oder daß Beziehungen/Hobbies/soziales Leben in der harten Drogenszene keine Überlebenschancen haben? Die DVD liefert kaum Antworten.
- Gut gefiel mir das Spiel von Nadja B. und Detlef in ihren ersten Beziehungsschritten. Oder die Kamerafahrten im nächtlichen Berlin, z.B. die Spritztour im Mercedesstern-Europacenter.
- Ein Historiker im Jahre 2500 wird mit "Christiane F." kaum ein objektives Bild zu Berlin 1976 bekommen. Wie beim Kulturpessimismus 1913 wird dieses sofortige Überbordwerfen einer gerade begonenen Jugend - nach jeweils erst 25 Regierungsjahren der jungen BRD/des blühenden Kaiserreiches - eher verständnisloses Kopfschütteln verursachen. Wie sollte sich denn dann erst die Jugend von Ländern verhalten, die wirklich Probleme haben; z.B. jene, deren Einkommen unter dem Existenzminimum liegt?


Led Zeppelin IV
Led Zeppelin IV
Wird angeboten von DVD Overstocks
Preis: EUR 20,78

9 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Herbst 1971 brachte ein gutes Weinjahr und ..., 9. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Led Zeppelin IV (Audio CD)
... eine überdurchschnittliche Auslese an guter Musik.
Die erfogreichste LP davon war Led Zeppelin IV: Der erste Platz in England, Deutschland und Amerika.
- Led Zeppelin schenkte der Welt mit "Whole Lotta Love" den ersten Heavy-Rock-Hit, die ehrgeizigen Musiker waren unglücklich mit dieser Etikettierung. Wie auf III. enthielt IV. eine Menge folkorientiertes Material.
Der Unterschied zum Vorgänger ist die bessere Güte der harten Tracks. Und ein Evergreen "Stairway to Heaven".
- "Black Dog": Ein Nebengeräusch aus Jimi Pages Verstärker als Vorspiel zu Plants kraftvollen Rufgesang ohne Instrumente. Ein rasend schnelles Riff zerfetzt das Echo. Der (Labrador)hund, der um das Studio schlich kommt seltsamerweise nicht im Text vor?
- Ebenfalls eine 45-Single und Erinnerungen an Little Richard weckt "Rock and Roll". Doch ist der Sound - vor allem Bonzo - derart niedermähend, daß man glaubt, die Kopfhörer versehentlich an 220 Volt angeschlossen zu haben! Ian Stewart spielt Klavier.
- "Going to California" verklärt akustisch noch einmal den Hippie-Idealismus, an den Robert Plant damals glaubte. Eine schöne Ballade ist auch
- "The Battle of Everymore", angebl. von Tolkien beeinflusst. Es geht um einen mittelalterlichen Krieg mit Schottland, Sandy Denny singt mit. Die Dame von "Fairport Convention" war damals ein gefragter Star, ihre Erscheinung schien das weibliche Pendant zu der Robert Plant. Page spielt auch Mandoline.
- "Stairway top Heaven" wurde ein Jahr früher in einem einsamen Landhaus komponiert. Maiköniginnen und flüsternde Winde und weitere keltische Metyphern sind typisch für Plants idealistisch romantische Ader. Das Lied zeigt, daß Led Zeppelin eigentlich keine Hard-Rock Band war. Der härtere letzte Part der Komposition ist nicht heavy um seiner selbst willen, sondern um die dramatische Ausdruckskraft zu steigern.
- "Four Sticks" und "Misty Mountain" boten interessante Drums, sind aber meiner Ansicht nicht gerade Meisterkompositionen. Schon auf den 45-er B-Seiten nicht die optimale Wahl.
- "When the Levee Breaks" ist ein hämmernder Bluestitel. John Bonham stellte sein Schlagzeug im Korridor auf, im ersten Stock (Treppe) platzierte Mikrophone ergaben die scheppernden Drums.
Bereits bei früheren Aufnahmen brachte der Virtuose die Mikros niemals in Nähe der Basstrommel an (was sonst bei den meisten Drummern die Regel ist). Dies erzeugte seinen typisch gewaltig/luftbewegenden Sound. Plants Harmonika improvisiert zu einer Bluesvorlage von Memphis Minnie. Gut Klauen ist auch eine Kunst. Tolle Gitarrenfiguren im Mittelteil.
- Das Cover gab Rätsel auf: Der alte Mann mit dem Reisigbündel war ein Gemälde, was Plant bei einem Trödler gekauft hatte. Die vier Symbole repräsentieren Page (roter Drache, nicht das Wort Zozo), Jones (Konzentration), Bonham (die drei Kreise aus dem Buch gefielen ihm) und Plant(eine Feder einer alten Kultur). Der Eremit und Wanderer der Innenklapphülle ist ein Tarot-Symbol, auf das Page in einem Film noch einmal zurückkam.
IV ist einer der raren und schönen Augenblicke in der modernen Musik, wo sich gleichzeitig Kritiker wie Käufer in ihrer Begeisterung die Hand reichten. Mir fällt als Steigerung nur noch das progressive "Thick as a Brick" von Jethro Tull ein, daß ebenfalls an die der Chartspitze mehrerer Länder kam.
Zum Musik-Herbst jenes fruchtbaren Jahres 1971 wurde kürzlich eigens eine Sondersendung in Radio "Schwarz-Weiß" zusammengestellt: Who`s Next, das Live 3-er Album von Chicago, Tapestry von Carole King, Fireball, Blue (Joni Mitchell), Look at yourself; Maggie May, Mamy Blue ...
IV zeigt die jungen Musiker in ihrer vollen Stilbreite auf dem Höhepunkt ihres Ruhmes.Gehört in jede klassische Plattensammlung. Ich gebe nur 4 Sterne, da es keine Boni gibt. Steckt vielleicht der Geizkragen Page hinter dieser Entscheidung?


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