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six strings and more

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CHANGES für Rock, Pop, Blues & Jazz (Beigabe Akkord-Navi): Handbuch zum Akkord-Navi
CHANGES für Rock, Pop, Blues & Jazz (Beigabe Akkord-Navi): Handbuch zum Akkord-Navi
von Felix Schell
  Taschenbuch
Preis: EUR 39,95

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das letzte Quentchen zur Höchstwertung fehlt, 30. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
und ich will versuchen, dies für Musiker bzw. Leser fundiert zu erklären.

Das neue Lehrbuch "Changes" richtet sich an Musiker (aller Instrumente), die Zusammenhänge innerhalb von Akkordharmonien besser vestehen wollen. Es hilft gut bei der Analyse von Wirkung und Zusammenhang von Tonika, Dominante, Subdominate etc. egal in Dur / Moll. Nach dem Studium des Buches ist man in der Lage, bedeutende Kompositionen der Musikgeschichte ( vorzugsweise Pop, Jazz, Blues, Rock) besser zu verstehen und einzuordnen.

Es gibt andere Lehrbücher über (Funktions)Akkordtheorie, die sich lediglich darauf beschränken im Notenwerk über die Akkordstufe die korrespondiernde römische Zahl zu setzen und den Musiker dann damit allein zu lassen.

Hier ist das Werk didaktisch gut aufgebaut, selbst ein Musiker mit übersichtlichen theoretischen Kenntnissen in der Akkordlehre begreift schnell worum es bei Drei- und Vierklängen geht.Dieser kompakte Theorieteil wird dann schnell in die Praxis übergeleitet und Lieder besprochen bzw. erwähnt, in denen die beigebrachten Akkorde Anwendung finden und besonders wichtig: Welcher Zusammenhang besteht. Sehr gut! Nach jedem Kapitel wird der Leser aufgefordert, Lehraufgaben schriftlich zu erarbeiten.

Erfreulich praxisorientiert und gut verarbeitet ist eine Art Matrixschieber, der neben der "Waffe" Quintenzirkel eine überaus sinnvolle Ergänzung darstellt. Musiklehrer, Profimusiker werden kurz zucken, denn das wissen die doch unlängst.... das ist teilweise richtig (Ich kenne vermeintliche Profis die keinerlei Ahnung von Musiktheorie haben), das Tool versteht sich als Lernhilfe um nach häufigem Einsatz den Leser auf ein höheres Niveau zu bringen. Ergo ist auch an diesen Aspekt, der Wirksamkeit der didaktischen Maßnahme(n) ein Haken dran zu machen.

Was fehlt zur Höchtnote? Sicherlich kann das Lehrbuch durch dieses nette Tool, der erwähnte Matrixschieber, wuchern. Das rechtfertig aber meiner Meinung nach nicht den Preis von knapp €40.00. Die würde Autor Felix Schell verdient einkassieren, wenn er besonders den Teil "Praxis Beispiel" ein wenig mehr ausgedehnt hätte und die Gesamtseitenzahl nicht auf knapp 100 belässt. Hier hätte ich als Musiker es begrüßt, wenn nicht nur die ersten Takte eines Liedes Eingang finden, sondern vielleicht einmal das eine oder andere Werk einmal richtig durchanalysiert wird. Auch sollte der Verlag bedenken, dass eine große Zielgruppe auch jugendliche Musiker darstellt, der geforderte Buchpreis ist dafür zu hoch.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 4, 2014 11:46 AM CET


Songs from the Road
Songs from the Road
Preis: EUR 18,99

13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Oh Joanne..., 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Songs from the Road (Audio CD)
Nach 3 Studioalben legt uns die britische Musikerin ihre erste Liveaufnahme vor. Für den Preis von knapp 17,00€ erhalten wir nicht nur die CD sondern auch gleich die DVD (mit 3 Zusatztracks), somit stellt sich bereits vor dem Hören ein erstes Wohlgefallen in Bezug auf das Schlagwort „Preis / Leistungsverhältnis“ ein.

Der Mitschnitt erfolgte im Zuge einer Englandtour im Mai 2013. Taylor bedient Gesang wie Gitarre und ein Bassist, Schlagzeuger und Keyboarder komplettieren das Quartett. Die Setlist setzt sich größtenteils aus Kompositionen der bisherigen 3 Studioalben zusammen.

Die Wahl des Clubs „Borderline“ ist überaus glücklich, für Bluesrock in London ist es die erste Adresse und auch Joe Bonamassa wird wissen, warum er dort spielt, wenngleich er mühelos das Zehnfache an Zuschauern mobilisieren könnte. Das Publikum geht bei jedem Lied mit, feiert die Band überschwenglich und trägt eine große Portion zum Einfangen dieser Liveatmoshäre bei.

Derartige Zusammenhänge stellen häufig Tontechnik und Produktion vor eine schwere Aufgabe. Labelchef Thomas Ruf saß persönlich an den Reglern und hat den Job famos hingekommen. Aus eigener Tätigkeit kenne ich die Problemstellung trotz Dynamik und Schalldruck dieses Musikstiles und der Lokation die Instrumente sauber herauszuarbeiten und kleine Details hörbar zu machen. Hier punktet „Songs from the Road“ erneut.

Das zufriedene Publikum begründet sich im Spiel und der Performance dieser Musikerin. Bei dieser Dame stimmen die markanten Eckpfeiler: Eigenes Songwriting, excellente Technik auf den 6 Saiten und diese fragile, teils kehlinge Stimme, die bei Bedarf auch rockig röhren kann. Die Setlist enthält (leider) keine ruhigeren akustischen Lieder wie auf dem einen oder anderen Studioalbum, denn Joanne Shaw Taylor kann durchaus reduzierten Country Blues sicher zitieren. Somit bleibt es durchgehend bei dem klassischen Besteck für Blues Rock mit Südstaateneinschlag, sprich Gibson Les Paul und Marshall Turm. Ein gute Wahl, ob es eine kleine versteckte Hommage an einen Briten ist, der mit ähnlichem Setup als Twen unter John Mayall diesen Klang begründetet hat sei einmal dahingestellt. Dieser Fingerwink zielt auf die Vorschußlorbeeren des Pressetextes ab: „ein Live-Album, das das Zeug hat, die Stars von ihrem Podest zu stoßen“. Ich bin sicher, daß Jimi an der Version von „Manic Depression“ seine helle Freund gehabt hätte.

Nach mehrmaligen Abbhören der Platte lege ich mich fest: Diese junge Musikerin befindet auf einem guten Weg, sich das Podest mit diversen Ikonen zu teilen.

Uneingeschränkter Kauftipp für Fans, Anhänger und Jünger des (Blues)rock im weit gefassten Sinne, speziell jedoch von Bonamassa&Harth, Zoe&Freischlader, Samthana Fish. Freunde einer traditionellen Auslegung des Genres (Delta/Piedmont/Chicago etc.) mit vorzugsweiser männlicher Stimme sollten vielleicht mehrmals hinhören, aber sich dann umstimmen lassen. Die Dame kann es, das Paket ist jeden Cent wert, danke Joanne.
Volle Wertung für diese Aufnahme
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 22, 2013 6:52 PM CET


O Que Será
O Que Será
Preis: EUR 12,98

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ahhh" und "Ohhhs" wie bei einem schönen Feuerwerk, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: O Que Será (Audio CD)
Die Zusammenarbeit des italienischen Pianisten mit dem brasilianischen Mandolinenspieler Hamilton de Holanda stellt für mich ein Highlight aus dem diesjährigen Katalog des renommierten Labels ECM dar.

Bisher präsentierte mir Bollani ein sehr breites Spektrum seiner Musik durch höchst unterschiedliche Projekten. Mir fallen an dieser Stelle ein: Die Zusammenarbeit mit Chick Corea, die Kooperation mit dem Gewandhausorchester, klassisches Jazztrio ( Album „Stone in the water“) oder die Vertonung bzw. Auferstehung des Orchesters der Titanic mit überlieferten Stücken am Tages des Untertags selbiger. Offensichtlich hat Bollani keinerlei Berührungsängste mit unterschiedlichen Formationen. Vielleicht entstand aus dieser Haltung nun ein Konzert mit einem Mandolinenspieler.

Wir bekommen eine Aufnahme des Auftrittes des Duos auf dem Jazzfestival in Antwerpen aus dem August 2012 zu hören. Labelchef Manfred Eicher persönlich fungiert als Produzent des Albums.

Uns werden insgesamt 10 Stücke vorgetragen. Nach einem ruhigen, fast schon romantisch anmutendem Intro („Beatrix“) folgt ein Paukenschlag mit dem Stück „il barbone di siviglia“ aus der Feder von Stefano Bollani, welches ich etwas detaillierter aufgreifen möchte. Kaum hat man das Ostinato der linken Hand aufgenommen (eine starke Hommage an Keith Jarrett) starten beide Musiker Ihre Melodieläufe. Diese verabschieden sich ziemlich schnell vom Bezug auf die Grundtonart, zum Teil in atemberaubender Geschwindkeit. Stets finden die Musiker dann wieder auf die korrekte Taktzahl des eingangs erwähnten Vamps zurück. Dies dauert einige Takte, nun folgen ca. 15-20 Zitate an den einen oder andere Jazzstandard bzw. dessen Harmoniefolge. Lang genug um diese zu erkennen und kurz genug um gleich die nächste abzuliefern. Nach 6 Minuten findet dieses „Medley-Meisterstück“ (leider) ein Ende. Man spürt beim Hören förmlich die Atemlosigkeit des Publikums, es folgt nach dem Schlussakkord eine totale Stille und dann ein frentischer und aufbrausender Applaus.

Beide Musiker tun bei den folgenden Nummern gut daran, eine Idee weniger Komplexität bei den Titeln folgen zu lassen. Der Mandolinenspieler übernimmt zwar nicht das Kommando aber wir vernehmen deutliche Anklänge an Latin, die Mandoline ist in der traditionellen brasilianischen Musik ein wichtiges Instrument. Hamilton de Holanda spielt das Instrument in einer 10-saitigen Ausführung.

Ein großes Plus der vorliegenden Aufnahme stellt die nicht alltägliche Klangfarbe dieser beiden Instrumente im Zusammenspiel dar. De Holanda führt mehrfach den Beweis, daß seine gespielte Mandoline ein absolut vollwertiges Melodieinstrument ist. Der musikalische Gruß an Django Reinhardt bei dem Lied „Guarda che luna“ sollte an dieser Stelle nicht ungenannt bleiben. Hier wird heißer Gipsy Jazz zelebriert, der richtig swingt.

Ich bin vom ECM Katalog sehr verwöhnt. Dieses Label hat sich die Vermarktung anspruchsvoller Musik auf die Fahnen geschrieben. Das gelingt mit diesem Opus wieder einmal eindrucksvoll. Die Vorredner haben mehrfach den Begriff „Feuerwerk“ für ihre Eindrücke von diesem Album genannt. Dies ist richtig, ertappen wir uns doch oft bei einem Feuerwerk entrückte „Ahh“ und „Ohhhs“ von uns zu geben. Ähnlich erging es mir beim Hören von „O que será“.


American Jazz Heroes: Besuche bei 50 Jazz-Legenden
American Jazz Heroes: Besuche bei 50 Jazz-Legenden
von Arne Reimer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 49,00

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musiker und Musikfreunde, Ihr braucht dieses Buch!, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein zu gewagter Titel bzw. Aufforderung??? Nein!

Als Leser und Anhänger der Zeitschrift „Jazzthing“ bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden.
Das Werk „Bildband“ zu titulieren käme einer Beleidigung gleich! Die Vorrezensenten haben durchweg Höchstnoten vergeben und dies hat gute Gründe:

Wir bekommen 50 zum Teil sehr intime Portraits über noch lebende Ikonen der Jazzmusik.

Uns wird mehr als einmal aufgezeigt, daß einstige Ikonen und erfolgreiche Musiker heute (zwangsweise) ein bescheidenes
Dasein fristen müssen.

Wir erhalten viele wertvolle Hinweise über die Arbeitsweise und das Herangehen an Kompositionen von diesen Musikern und dies gänzlich ohne musiktheoretische Belehrungsansätze einer II-V-I Akkordverbindung.

Ergänzende Hinweise zu historisch wichtigen Aufnahmen dieser Künstler bzw. deren Mitwirkung ergänzen das Buch ganz wunderbar. Die im Buch gezeigten Fotos sind überaus persönlich und zum Teil fragil. ( Cecil Taylor in Unterhose mit Zigarette im Mundwinkel, Milford Graves mit Gartenschlauch in der Hand in seinem Kräutergarten, ein meditativer Yusef Lateef mit verklärten Blick in die Ferne) Sehr gut gefällt mir darüber hinaus, daß gute Musiker kein bestimmtes Instrument spielen und Hautfarbe haben müssen.

Ich muß an die Freunde und Anhänger der Jazz Musik appellieren, nicht nur (viel) Geld in CDs und Audiotechnik zu stecken sondern die 49.00€ in dieses Buch zu investieren! Selten hat mich ein Buch über diese Thematik derart überzeugt.

Absoluter Kauftipp!


Tranquil Fjord
Tranquil Fjord
Preis: EUR 18,98

18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene und ansprechende Kompositionen. Ein kleines Juwel, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tranquil Fjord (Audio CD)
Traue ich der Presse, die Gisle Torvik als einen der „ besten skandinavischen Jazz Gitarristen“ tituliert? Man sollte bei derartigen Superlativen vorsichtig sein. Mir fallen einige erfolgreiche und gute skandinavische Jazz Musiker anderer Instrumente ein, die Fähigkeit mehrere versierte Gitarristen des Genres aus Skandinavien zu nennen fehlt mir indessen.

Was bietet uns der Musiker auf seinem Werk „Tranquil Fjord“?

Das Album wartet mit insgesamt 10 Eigenkompositionen auf, die Torvik in einer Trio Besetzung vorträgt. Die beiden Mitmusiker ( Bass und Schlagzeug) agieren versiert und wissen durch ihr zurückhaltendes aber stets gut getimtes Spiel den Protagonisten ins rechte Licht zu rücken.

Der Hörer findet keine uptempo Nummern auf dem Album, hier und da ein kleines Bebop (Rhythmus) Zitat, es überwiegen ruhige und getragene Kompositionen. Nun wird mir auch klar, daß der Albumame ( „Tranquil“) und auch das Coverfoto nicht wahlos gewählt sind. Die Musik hat durchaus meditative Ansätze. Kurz zum Spiel von Tovik. Der Mann hat sicherlich Herb Ellis, Grant Green und Jim Hall etwas intensiver auf die Finger geschaut. Wir hören songdienliche Melodielinien ohne übertriebenen technischen Dünkel, sich als Musiker zwingend in der (Jazz)Gitarrenelite zu positionieren. Freunde und Anhänger von schnelleren Fingern (Pat Martino) oder einem „modernen“ Klangbild ( Scofield, Metheny, Stern) sollten diesen Hinweis bitte zur Kenntnis nehmen.

„Tranquil Fjord“ ist darüber hinaus keine ausgewiesene Jazz Aufnahme. Hier und dort hören wir Melodie- und Akkordfolgen, die nicht der traditionellen Jazzharmonie zuzuordnen sind sondern eher Ansätze klassicher Musik aufgreifen. Hier liefert Torvik jedoch ein stimmiges Ergebnis und unterstreicht sein musikalisches Wissen und Können am Instrument und der Komposition.

Kleine Abzüge beim Formalen: Ich hätte ein kleines Booklet begrüßt, das vielleicht die durchweg norwegischen Albumtitel ein wenig erläutert oder weitere Hintgrundinformationen liefert.

Kurzfazit: Freunde und Anhänger der JAZZGITARRE werden mit dem Album viel Freude habe. Hörer mit einem Wunsch nach anderer oder zusätzlicher Instrumentierung bedürfen vielleicht eines mehrmaligen Abhörens, denn Torvik ist nicht nur ein guter Gitarrist sondern ein Musiker mit hohem kompositorischem Verständnis.


Imitations
Imitations
Preis: EUR 13,49

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eigenwillige und zugleich gelungene Neuinterpretationen, 24. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Imitations (Audio CD)
Mark Lanegan ist ein Arbeitstier! Das grandiose Album „Blues funeral“ ist kein Jahr alt und erneut legt der Sänger mit der charakteristischen Baritonstimme aus Seattle nach. Ich habe einige Platten von Lanegan und ich war im Vorfeld gespannt, ob er die Qualität des letzten Werkes erreicht, auch in Hinblick auf die 1999 veröffentliche Platte „I'll take care of you“, der erste Scheibe vom ihm mit Interpretationen von Liedern aus gänzlich fremder Feder.

„Imitations“ setzt dieses Konzept fort greift aber (erfreulicherweise) komplett anderes Liedgut als 1999 auf. Auch gehorchen die aktuellen Titel keiner musikalischen Strömung bzw. Tendenz. Zumindestens ich tue mich schwer bei Werken von Nancy Sinatra, Hall&Oates, John Cale und Kurt Weill größere Gemeinsamkeiten zu identifizieren. Kurz zucken mußte ich auch bei dem vermeintlich ausgespielten Jazz Standard „Autumn leaves“.

Die gute Rezension von „Rott“ bringt die wichtige Botschaft auf den Punkt: Reduktion, Entschlackung, Vereinfachung sind die Schlagworte die für „Imitations“ meist Anwendung finden.

Zugleich muß ich Lanegan ein glückliches Händchen bescheinigen, denn er weiß genau bei welchen Versionen er diese Einfachheit verlassen muss und Streicher, Bläser oder Chor hinzuzieht so z.B. bei Cales Pop-Song "I'm Not The Loving" oder bei „Autumn leaves“.

Material aus neuerer Zeit gibt es auch und „Brompton Oratory“ erachte ich daher als musikalischen Gruß (und Hommage) an Nick Cave, denn bei seinem Stil haben wir doch die eine oder andere Gemeinsamkeit. Dieses Cover gewinnt mit einer famosen gespielten Tropete noch einmal an Qualität.

Über die Version von „Mack the knife“ läßt sich vortrefflich diskutieren. Genau dieses Lied ist nämlich keine Neuinterpretation von Lanegan sondern die auf dem Album einzige „1:1 Übernahme“: Dave van Ronk brachte den Gassenhauer bereits in identischer Tonart, ähnlichem Gesang und sogar das Fingerpickingmuster der Gitarre wird übernommen.

Fans von Lanegan werden mit dem Album Freude haben. Hier und da ist der schmale Grat zwischen Kitsch und Kunst sichtbar, der Musiker rettet aber viel mit seiner wirklich famosen Stimme.


Live in Japan 1994
Live in Japan 1994

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für Sting Fans eine gute Wahl, leichte Schwächen bei der Produktion, 22. Oktober 2013
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Rezension bezieht sich auf: Live in Japan 1994 (Audio CD)
Die 2012 beim niederländischen Label “Immortal” erschienene Liveaufnahme von Sting stammt aus dem Jahr 1994 und ist kein “offizieller” Livemitschnitt der bekannten Labels bei denen Sting unter Vertrag steht. Es handelt sich um die Aufzeichnung eines kompletten Konzertes und nicht um ein Schnipselwerk diverser Liveaufnahmen einer Tour. Da sich amazon nicht detailliert über die Tracklist auslässt hole ich dies kurz nach:

1-1 Take Me To The Sunshine 1-2 If I Ever Lose My Faith In You 1-3 Heavy Cloud No Rain 1-4 Love Is Stronger Than Justice 1-5 Seven Days 1-6 A Day In The Life 1-7 Fields Of Gold1-8 Synchronicity 2 1-9 Every Little Thing She Does Is Magic 1-10 Roxanne 1-11 It's Probably Me; Sister Moon 1-12 Shape Of My Heart

2-1 Saint Augustine In Hell 2-2 Straight To My Heart 2-3 Englishman In New York 2-4 King Of Pain
2-5 Bring On The Night; When The World Is Running Down 2-6 When We Dance 2-7 She's Too Good For Me 2-8 Nothing'Bout Me 2-9 Every Breath You Take 2-10 Fragile

Die Tracklist legt das Augenmerk auf das Werk “Ten summoner's tales“, um die Laune des Publikums hochzuhalten mischt Sting natürlich den einen odere anderen Klassiker aus Zeiten von the police mit hinzu. Das dankbare japanische Publikum feiert indessen jeden Song frenetisch.

Mir gefällt bei den Aufnahmen die reduzierte Quartettbesetzung in der Sting neben dem Gesang den Bass bei allen Stücken übernimmt. Die versierten verbliebenen Mitmusiker sind Dominic Miller, Vincent Colaiuta und David Sancious. Diese Besetzung läßt viel Raum für Improvisation und Freiheit und dies gewährt Sting diesen Ausnahmemusikern. Die Gitarrenlinien von Dominic Miller sind zu nennen und besonders das Pianospiel von David Sancious. Da Sting beim Konzert auf das Saxophonspiel eines Marsalis verzichten musste übernimmt Sancious diese Soli mit Sololäufen die sehr jazzlastig sind. Das unaufdringliche, reduzierte und getimte Bassspiel von Sting unterstützt das Bandgefüge sehr effizient.

Kurzfazit: Die Liveaufnahme lohnt sich für Anhänger von Sting, die nicht nur die bekannten Sachen von Police oder den Engländer in New York hören wollen. Bei einigen Stellen kann das Album produktionstechnisch jedoch nicht komplett den Ursprung aus dem Bootleglager leugnen. Hier meine ich konkret Dynamik- und Volumensprünge die dort nichts zu suchen haben, auch ist das Thema Grundrauschen und Nebengeräusche bei den getrageneren Stücken vorzufinden. Sollte der Hörer der Scheibe eine gute Stereoanlage besitzen möchte ich dies nicht unerwähnt lassen. Zugleich habe ich schon bedeutend bescheidenere Mitschnitte gehört.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 6, 2013 3:24 AM CET


Unplugged (Deluxe)
Unplugged (Deluxe)
Preis: EUR 17,99

40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rezension über die Deluxe Ausgabe 2013 die sich lohnt, 11. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unplugged (Deluxe) (Audio CD)
Ich möchte im Rahmen dieser Rezension nicht zu viel über die bekannten 14 Titel des nunmehr 20 Jahre alten Albums verlieren. Am Tag der Schreibe im Oktober 2013 verzeichnen wir 72 Amazon Rezensionen, davon 69 mit 5 Sternen. Alle Achtung, das ist eine Quote! Bei Amazon.de muß ich lange nach einer derartigen Gewichtung suchen. Auch wäre es Zeitverschwendung die Stationen von Yardbirds über Cream und Blind Faith hin zu Soloausflügen en detail zu beleuchten. Warum? Die kennt (fast) jeder Clapton Fan.

Warum lohnt der Kauf der deluxe Packung mit DVD?

Zuerst unterzog ich die beworbene Audio (Remaster)version einer dreifachen Prüfung. Schnelles Abhören der bekannten 14 Stücke plus die 6 Alternative Takes im Auto. Keine hörbare Verbesserungen und Verschlechterungen. Zu Hause habe ich dann noch 2 Stunden investiert um die Scheibe mit einer „würdigen“ Anlage abzuhören. Bitte diese Zusatzinformation nicht als Steighilfe zur Diskussion über Details und Diskussionen von private Audioaustattungen der hier anwesenden Hörer nutzen!

Die neue Abmischung punktet bei den Titeln, wo fein(st)e Nuancen durch das reduzierte Arragement zum Tragen kommen. Diese sind für mich „Malted Milk“, „Walking Blues“ und „Hey Hey Hey“. Der Meister agiert hier größtenteils alleine auf den 6 Saiten und mit dem Gesang, hier und da noch die zweite Rhytmusgitarre. Hier lag die Meßlatte bereits richtig hoch, die Art und Weise wie speziell beim „Walking Blues“ Nuancen abgemischt und hörbar werden hat mich beindruckt. Hier gelingt der „remastered“ Version noch einmal ein kleiner Qualitätssprung von einem ohnehin hohen Niveau. Je mehr Spieler sich hinzugesellen desto mehr steigt die Dynamik an und auch heute können die Toningenieure die Physik nicht überlisten, auch wenn sie uns es denn gerne verkaufen. Im Kopfhörer abgehört, klingt für mich ( nach mehrmaligen Wechseln der alten und neuen Aufnahmen und einigen „rewind“ Drücken) „Layla“ und „Old Love“ und „Running on faith“ eine Idee frischer und spritziger.

Fazit: Mit einer entsprechenden Anlage finden wir hier und da Ansätze, die für Fans, Freaks und Sammler einen Kauf rechtfertigen. Sollte der Leser gar keine (Vor)Version besitzen wäre spätestens hier der Kauftipp denn man bekommt nun 20 Titel und nicht die bekannten 14.

Somit kurz zur Repertoireerweiterung bzw. zu den 6 zusätzlichen Aufnahmen. „Circus“ und „My fathers eyes“ wurden Jahre später auf dem Album Pilgrim veröffentlicht und behandeln EC private Vergangheitsbewältigung. Akkustisch entkleidet ohne Firlefanz der bisher bekannten Studioproduktion zeigen sie mir, daß Clapton durchaus gängige Akkordmelodien spielen und komponieren kann die sich doch ein wenig vom Rock und Blues entfernen. Keinen Meilenschritt aber dennoch hörbar. Diese beiden Lieder vervollständigen von der Thematik das bekannte „Tears in Heaven“.

Das Gros der Aufnahmen sind alternative Mitschnitte. Hier sollte man erkennen, wie spannend es wohl für die Musiker auf dieser Session war im Rahmen von Proben und Aufnahmen an den Lieder zu feilen und sich dann auf eine Grundversion zu einigen. Was konkret passiert gehorcht der Improvisation, denn dieser Anteil ist bei den Liedern von EC nicht gering. Somit sind die Alternativaufnahmen Varianten auf der man vielleicht den einen oder anderen neuen (Solo)einwurf vernimmt aber das bekannte Arrangement beibehalten wird. „Worried Life Time Blues“ finden wir als letztes Stück. Nun ja, ganz neu im Werk von EC ist es auch nicht, auch auf „24 nights“ spielt EC den Klassiker. Diese akustische Version des 8 Takters ist stark und ergänzt ganz wunderbar das Liedgut aus dem „Roots“ Bereich des Albums. Schade, daß es keinen Eingang auf der Ursprungsversion fand, schön daß wir es nun hören dürfen.

Die DVD des kompleten Konzertes mit den Alternative Takes rundet das Paket ab. Das zusätzliche Bildmaterial fängt wunderbar die Stimmung der Session ein. Clapton äußert sich über Hintergründe und Motivationen, das Album „so“ zu machen. Ob er damals wußte welche Lawine er mit diesem Meilenstein lostritt? Hier wäre es vielleicht interessant zu hören, wie er dieses Opus heute bewertet.

Ich kann nicht die Frage beanworten, warum EC die meiner Meinung nach guten „neuen“ Titel nicht gleich mitgespielt hat. Das bestehende unplugged Album glänzt auch durch eine sorfältige Gewichtung der Titel. Durch die neuen Aufnahmen hätte EC die Balance nicht gestört sondern sinnvoll erweitert. Spätestens jetzt beginnt die Diskussion über das Einordnen des Werkes und des Künstlers und die nicht enden wollenden Pro / Cons, dies würde an dieser Stelle zu weit führen.

Höchstwertung für das Paket
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 11, 2013 4:47 PM MEST


Jericho Road
Jericho Road
Preis: EUR 20,98

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Soulbrother Eric, 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jericho Road (Audio CD)
Soulbrother Eric!

Eric Bibb bleibt seinem Rhytmus binnen kurzer Zeit neue Alben zu produzieren treu. Man sollte ergänzen: Neue Alben auf HOHEM Niveau. Das aktuelle Werk „Jericho Road“ liegt vor. Nach den beiden letzten Alben die dem Hörer Ausflüge in (teils nordafrikanische) Weltmusik ( „brothers in bamako“) gestatten oder mehr in Richtung Cajun gehen ( „deeper in the well“) vollzieht Bibb ( für seine Verhältnisse bzw. unter Betrachtung des bisherigen Werkes) einen gehörigen Schritt Richtung Soul. Das wird Traditionalisten wie auch die Singer / Songwriter Fraktion bzw. deren Anhänger kurz nachdenklich stimmen, aber wirklich nur kurz…

Nach einen vertrauten Start mit reduzierten Arragements voll superben Gesanges und Akustikgitarre bekommt der Hörer mehr als einmal Liedgut mit starken Motownanleihen zu hören, teilweise mit funky Basslinien und Klavier / Keyboardeinsatz. In dieser Form bzw. Ausprägung habe ich Eric Bibb noch nicht gehört bin aber von dem Ergebnis begeistert. Der Mann kann nicht nur „reduziert mit Akkustikgitarre“ grooven sondern erst Recht mit Fender Bass und Hammond. Hinzu gesellt sich die Ausnahmestimme von Bibb. Höre ich mir die Lyrics genauer an äußert sich Bibb ausführlich und kritisch zu gesellschaftspolitischen Vorgängen in der heutigen Welt, ohne einen Weltverbesser zu mimen. Spontan denke ich beim Hören dieser Lieder an den frühen Bobby Womack und Gil Scott Heron.

Das Album wartet durchgehend mit Eigenkompositionen auf. Finden wir bei letzten Alben immer wieder starke Neuaufnahmen von Traditionals und Standards fremder Feder zeigt mir dieser Sachverhalt, daß auch ein Eric Bibb sich verändert. Bei den Mitmusikern übernimmt der langjährige skandinavische Weggefährte Staffan Astner die versierte Sologitarre. In der Produktion kommt wie bei einigen älteren Alben auch der Brite Glen Scott zum Zuge. Dieser verfügt über eine grosse musikalische Bandbreite durch seine Tätigkeit als Sideman oder Produzent für Mary J.Blidge, James Morrison und Ron Sexsmith.

Bibb begreift seine eigene Musik als permanente Weiterentwicklung. Wir finden in seinem Werk immer wieder neu aufgenommene bzw. arrangierte Titel, die Bibb bereits veröffentlich hat. Ein Beleg dieser Sichtweise sind die diversen Varianten von „needed time“ und „don't ever let someone drag your spirit down“. Ich denke, daß auch auf den ausgedehnten Touren Eric weiter an der Arragements feilt und uns durch aktuelle Aufnahmen immer wieder daran teilhaben lässt. Auf Jericho Road fungiert hierfür das bereits bekannte aber fulimante „with my maker I am one“.

Eine Kategorisierung des neuen Albums ist nicht einfach. In jedem Ton, in jedem Akkord hören wir Roots und viel Blues und die Fähigkeit dieses Ausnahmemusikers neue und frische Facetten des vermeinlich überspielten 12 takters uns zu liefern. Ausflüge in urbane Soul Klänge und sogar erneut westafrikanische Weltmusik finden wir auf „Jericho Road“, traumwandlerisch setzt Bibb aus diesen zahlreichen Einflüssen seinen Klang zusammen. Absolute Höchstnote für dieses Album!!!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 9, 2013 1:27 PM MEST


R. Crumb's Heroes of Blues, Jazz & Country
R. Crumb's Heroes of Blues, Jazz & Country
von R. Crumb
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 12,70

4.0 von 5 Sternen Gute Ergänzung des bisherigen Werkes von Crumb, 30. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das vorliegende Buch von Robert Crumb führt 3 (Post)Kartenserien zusammen:

„Heroes of the Blues“
„Early Jazz Greats“
“Pioneers of Country Music

Die Portraits dürfte Crump durchgehend von Fotografien übernommen haben. Wie dem Vorredner gefällt auch mir der Stil von Robert Crumb. Beim näheren Betrachten dieser Bilder finden wir jedoch mehr und mehr Beweise, daß Crumb nicht nur ein begnadeter Comickünstler ist sondern auch ein sehr versierter Zeichner über das Genre des Comics hinaus. Die Werke von „Heroes of the Blues“ und „Pioneers of Country Music“ verarbeiten meiner Meinung nach mehr Zeichnung, “Early Jazz Greats” eher Malerei durch ein größeres Augenmerk an Farbkompositionen.

Zu jedem Porträt werden dem interessierten Musikfreund einige Hintergrundinformationen über das Schaffen des Musikers geliefert. Je Genre werden ca. 30 Portraits gezeigt.

Eine beiliegende CD mit ca. 15 Liedern der drei genannten Gernes rundet für mich das Buch durchaus positiv ab. Darüber hinaus eignet sich das Werk auch zur Vervollständigung und Ergänzung einer eigenen Audio Sammlung.


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