Profil für six strings and more > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von six strings an...
Top-Rezensenten Rang: 510
Hilfreiche Bewertungen: 908

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
six strings and more
(TOP 1000 REZENSENT)   

Anzeigen:  
Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11
pixel
Eternal Beauty
Eternal Beauty
Preis: EUR 11,49

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Landgren und Balladen, eine bekannte aber gute Kombination, 3. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eternal Beauty (Audio CD)
Die Innenseite des Covers von „Eternal Beauty“ listet bereits jene Alben des schwedischen Posaunisten und Sängers auf, auf denen Landgren sich vorwiegend als Balladensänger auszeichnet. Nach dem letztjährigen Album „Teamwork“ erwartet uns ein Album der ruhigeren und getragenen Titel, vorwiegend Interpretationen mehr oder weniger bekannter Künstler.

Für die Umsetzung hat Landgren wieder sehr fähige Mitmusiker engagiert, zu nennen sind unter anderem Lars Danielsson am Kontrabass und Cello und Michael Wollny am Piano.

Die Kombo hält sich vorwiegend an das harmonische und kompositorische Grundgerüst der Vorbilder, ausgedehnte Improvisationsansätze der Mitmusiker bekommt der Hörer nicht serviert, die Titel sind derart arrangiert, um die Stimme von Landgren songdienlich zu präsentieren.

In der eigenen Gesangsarbeit setzt Landgren auf Kontinuität. Seine Gesangstechnik und Stimmfarbe sind fast schon Markenzeichen, ich persönlich ordne ihn als einen Crooner ein, der in höheren Lagen eine Idee angestrengt wirkt. Das mag der eine oder andere Kritiker vielleicht unterstreichen, ich erachte jedoch die Fähigkeit, die geeigneten Titel rund um dies Stimme passend zu arrangieren als viel wichtiger, denn das Ergebnis stimmt. Diesen Sachverhalt kann der Hörer bei den Titeln „Broken Wings „ (Mr. Mr) und „We don't need another hero“ ( Tina Turner) nachvollziehen, die im Orginal fast schon eine bombastische Gesangsarbeit aufweisen. Von der Combo wurden diese Titel perfekt auf Landgren zugeschnitten und ganz nebenbei sehr eindrucksvoll in ein gewisses Jazz Idiom übersetzt. Landgrens Arbeit an seiner roten Posaune ist effektiv, sparsam und überaus songdienlich.

Erwähnen möchte ich an der Stelle besonders die Arbeit am Klavier von Michael Wollny in einer gemeinsamen Komposition (Eternal Beauty) mit Eva Svensson, der Witwe von Esbjörn Svensson. Bis heute klafft die Lücke, die Svenssons plötzlicher Unfalltod hinterlassen hat. Zugleich freue ich mich, daß Michael Wollny auf dem besten Weg ist, einer der führenden europäischen Pianisten des Genres zu werden.

Eine Nummer von Esbjoern Svensson ( Love is real) als letzter Titel dürfte klar als Respektbekundung an selbigen verstanden werden, dies hat Landgren im Vorfeld der Berichtserstattung zur Veröffentlichung des Albums bereits mehrfach erwähnt ( Interview Jazzthing 1/2014)


Transatlantic Sessions 5-Vol.2
Transatlantic Sessions 5-Vol.2
Preis: EUR 19,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Musikalisch gelungener Brückenschlag mit Folk, Country und Bluegrass., 8. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Transatlantic Sessions 5-Vol.2 (Audio CD)
Seit einigen Jahren führen Jerry Douglas und Aly Bain die Transatlantic Sessions durch, sowohl als Musiker als auch verantwortliche Produzenten. Die erste Session wurde 1995 durchgeführt, dann folgten in unregelmäßigen Abständen weitere Austragungen, die letzte 2013. Der Grundgedanke der Session ist die musikalische Verbindung der beiden Kontinente Europa und Nord-Amerika mit besonderem Augenmerk auf die Stile Folk, Country und Blue Grass. Hierzu fungiert eine eingespielte Hausband als Hintergrundkapelle für verschiedene Künstler.

Den Verantwortlichen gelingt es seit dem Start eine hochkarätige und zugleich facettenreiche Besetzung zu präsentieren und beide Kontinente bzw. die typischen Musikstile ausgewogen zu vertreten.

Ein weiterer Kerngedanke der Session stellt das Musizieren auf vorwiegend akustischen Instrumenten dar. Elektrische Gitarren, Keyboards etc. suchen wir vergeblich.

Jede Session profitiert natürlich von den Ausnahmekünstlern, doch allen Austragungen gemein ist das Musizieren im Kollektiv ohne sein handwerkliches Können über Gebühr in den Vordergrund zu stellen.

Dies gelingt dem Produktionsteam von Anfang an sehr eindrucksvoll. Die vorliegende CD wurde darüber hinaus auch hervorragend produziert, Jerry Douglas ist nicht nur versierter Musiker sondern auch ein handwerklich geschickter Produzent.

Anspieltips der Scheibe: Eric Bibb, Amos Lee, Alison Krauss und Russ Barenberg.

Höchstnote für die Transatlantic Session 5.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 27, 2014 3:03 PM MEST


Living Country Blues Usa-Vol.01
Living Country Blues Usa-Vol.01
Preis: EUR 12,20

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Field Recording Serie mit guter Qualität dank Horst Lippmann, 7. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Living Country Blues Usa-Vol.01 (Audio CD)
Die CD-Serie “Living Country Blues” mit insgesamt 14 Ausgaben fristet ein bedauernswürdiges Mauerblümchendasein und Amazon sollte vielleicht ein paar wichtige Information zu diesen Aufnahmen liefern!

Diese Serie wurde von den deutschen Musikforschern Axel Küstner und Siegfried Christian im Herbst 1980 aufgenommen. Die Aufnahmen erfolgten nicht in Studios, sondern in Wohnzimmern, auf Verandas oder gar in freier Natur, die beiden legten rund 15.000km in 2 ' Monaten quer durch die USA zurück. Horst Lippmann protegierte als „Executive Producer“ die Serie!

Im Rahmen der Aufnahmesessions trafen die Musikforscher auch John Cephas, der mit seinem Duopartner Phil Wiggins die vorliegende Aufnahme einspielte. Das Material setzt sich größtenteils aus neu arrangierten Traditionals zusammen. John Cephas liefert versiertes und ausreiftes Fingerpicking und Phil Wiggins eine Blues Harp, die im Spiel Vorbilder wie Little Walter, Sonny Boy Williamson, und Sonny Terry aufgreift. Stilistisch ist das Duo dem Piedmont Blues zuzurordnen und nicht dem Delta Blues, wie uns Amazon in der Kategorisierung glaubhaft machen möchte.

Bewertet man den Klang mit den Zusatzinformationen über die seinerzeit vorhandenen, eher rudimentären Aufnahmemöglichkeiten (Bandmaschine und 2 Mikrofone) stellt sich bei mir große Zufriedenheit ein. High-Fidelity ist dies nicht, aber das Grundrauschen ist erfreulich gering und die Details im Spiel der beiden Musiker werden sauber und gut abgemischt wiedergegeben.

Die vorliegende CD ist im Rahmen der Serie preiswert, einige spätere Ausgaben kosten deutlich über 20€. Nachvollziehbar sind diese unterschiedlichen Preise für mich nicht. Volle Kaufempfehlung für diese CD.


Bluesmen
Bluesmen
Preis: EUR 22,88

5.0 von 5 Sternen Würdige Erben von Sonny Terry und Brownie McGhee, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Bluesmen (Audio CD)
Die Zusammenarbeit von John Cephas und Paul Wiggins dürfte dem einen oder anderen Liebhaber des Folk Blues bekannt sein. John Cephas konnte erst Mitte der 60er Jahren seinen Beruf als Schreiner an den Nagel hängen und sich komplett der Musik verschreiben. Er profitierte sicherlich von der Revitalisierung der orginären Country Blues ab Mitte der 60er Jahre in den USA im Rahmen diverser Festivals.

Erst Ende der 70er Jahre lernte Cephas seinen Harmonikapartner Paul Wiggins im Rahmen des Smithsonian's Festival of American Folklife kennen. Bis zum Tod von Cephas 2009 fungierte dieses Duo als Botschafter des Piedmont Stiles und nahmen zahlreiche Platte auf, leider größtenteils nur als teuere Importversionen in Deutschland erhältlich. Beide Musiker betonten stets die Tradition von Sonny Terry & Brownie McGhee weiterführen zu wollen.

So verwundert es nicht, daß ein Blick auf das Repertoire von „Bluesmen“ fast ausschließlich Fremdkompositionen aufweist. ( Skip James, W.C. Handy, Blind Blake, Willie Dixon). Den Hörer erwartet ausreiftes Fingerpicking auf höchstem Niveau und eine sehr abwechslungsreiche Blues Harp. Wiggins verzichtet auf technische Kabinettstückchen eines Sonny Terry sondern konzentriert sich auf songdienliches Spiel. Cephas bewerte ich in Sachen technische Fähigkeiten am Instrument sogar etwas höher als Brownie McGhee.

Vor dem Hintergrund, daß viele Importversionen leicht das Doppelte kosten als diese CD dürfen Freunde dieses Stils bedenkenlos zugreifen. Das informative Booklet liefert uns alle relevanten Informationen über die Stücke, Lyrics indessen nicht.


Eric Clapton. Seine Instrumente, Spielweise und Studiotricks. Guitar Heroes
Eric Clapton. Seine Instrumente, Spielweise und Studiotricks. Guitar Heroes
von Lars Thieleke
  Broschiert
Preis: EUR 19,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zusammenstellung von bereits veröffentlichen Informationen, kein echter Mehrwert, 27. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Autor Lars Thieleke vom PPV Medien Verlag hat bereits einige wichtige Gitarristen der letzten 4 Dekaden porträtiert. Nun legt er sein Augenmerk auf Eric Clapton. Ich empfehle Interessenten des Buches auch die Kritiken bzw. Rezensionen der bereits erschienenen Bücher zu studieren und danach eine Kaufentscheidung zu treffen.

Das Buch soll laut Titel die Themen „Instrumente, Spielweise und Studiotricks“ aufgreifen. Bei dem Punkt Instrumente mag dies größtenteils zutreffen, es gibt jedoch Bücher, die ungleich mehr an Informationen über seine Gitarren liefern, dies zu einem deutlichen Mehrpreis. Auf die wichtigsten Instrumente wird eingegangen ( Fender Stratocaster „Blacke&Brownie“, Die Gibson Gitarren Les Paul, SG und ES335 aus der Blues Breaker und Cream Ära sowie die Akustikgitarren der Firma Martin). Musikern oder Claptonfans wird hier nichts wirklich Neues präsentiert. Der (lesenwerte) Artikel über das Album „unplugged“ stellt eine 1:1 Kopie aus der Zeitschrift „guitar“ dar.

Hinweise über die Spielweise oder Technik gibt es nicht, weder in Notenschrift oder Tabulatur ausnotiert. Um dem Titel gerecht zu werden hätte ich zumindestens die wichtigsten Intros begrüßt (sunshine of your love, wonderful tonight, I shot the sherif etc.). Darüber hinaus liefert das Buch keine Hinweise welche Skalen der Musiker im Zuge seiner Improvisationen einsetzt. Aus dem PPV Verlag bzw. aus der Zeitschrift „guitar“ gibt es hierzu einige gute Workshops, warum finden diese keinen Eingang in das Buch?

Der Bereich „Studiotricks“ behandelt größtenteils die von Clapton eingesetzten Verstärker, hier erfolgt erneut „copy & paste“ von bereits erschienen TESTBERICHTEN der Zeitschrift „guitar“. Hier wirkt das Buch wie ein gebundener Verkaufsprospekt der Firma Fender / Marshall.

Mit Mühe erreicht das Buch in meinen Augen 3 von 5 Sternen. Schade.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 6, 2014 12:22 PM CET


Down in Washington Square-the Smithson
Down in Washington Square-the Smithson
Preis: EUR 24,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ist sowohl Einsteigern als auch Fans zu empfehlen, 23. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die im November 2013 aufgelegte 3er-CD Box „Down in Washington“ von Dave van Ronk erreicht sowohl die Fans des Musikers an und zugleich auch Neueinsteiger, die sich vielleicht als „Effekt“ des Filmes „Inside Llewyn Davis“ der Coen Brüder mit diesem Musiker näher beschäftigen wollen.

Die 3 CDs präsentieren wichtige Titel der über 4 Dekaden währenden Karriere des New Yorkers, der im Jahre 2002 zu früh verstarb. Raritätensammler freuen sich auf ganze 16, bisher unveröffentliche Aufnahmen, von den frühen 60er Jahre bis kurz vor seinem Tod. Neben den 3 CDs liefert uns ein sehr informatives Booklet nützliche Hintergrundinformationen über die Titel und eine kurze Biographie. Das Hauptaugenmerk der Sammlung liegt auf Aufnahmen aus den 60er Jahren.

Dave van Ronk übte für zahlreiche Musiker eine Mentorenfunktion aus, Bob Dylans Karriere ist ohne van Ronk undenkbar. Folk mit sehr starken (Country)Blues Anleihen bildet das Fundament, mit (für diese Zeit) technisch sauberen Fingerpicking und einer sehr speziellen Gesangsfarbe kann auch der Neusteiger van Ronk als Unikum sofort identifizieren. Diesem Stil blieb er in seiner Karriere immer treu. Der Anteil der Eigenkompositionen im Gesamtwerk bleibt übersichtlich, van Ronk sah sich primär als Konservator längst vergessener Roots / Folk Stücke, meist aus dem Süden der USA. Auch wenn der amerikansiche Musikethnologe Alan Lomax zahlreiches afro-amerikanisches Liedgut erforschte und (Gott sei Dank) durch „fieldrecording“ Anfang / Mitte der 40er Jahr aufzeichnete war es van Ronk, der diese Lieder (neben Woodie Guthrie und anderen) als Weißer zuerst spielte und vor Publikum vortrug.

Der gebührende (wirtschaftliche) Erfolg blieb dem Musiker zeitlebens verwehrt, zeitweise musste er sich als Musiklehrer in Fachpublikationen mit geringer Auflage verdingen. Ein Robert Zimmermann war als „Ziehsohn“ in diesem Punkt vielleicht cleverer. Er verstand es, den damaligen Zeitgeist in sein Werk (und besonders Texten) einfließen zu lassen, auch kompositorisch war er van Ronk voraus. Auch wenn das Werk Bob Dylans in der amerikanischen Musikgeschichte herausgestellt werden muss, sollte der (zu) glühende Anhängers dieses Musikers etwas Ursachenforschung betreiben und landet dabei automatisch bei van Ronk.

Die Aufnahmequalität der drei CDs ist ohne hörbare Mängel. Highlights sind meiner Meinung nach die Stücke „house of the rising sun“, „st. James infirmary“ , „tell old bill“ und „trouble in mind“. Die Box punktet durch den anfangs erwähnten Umstand, sowohl für Einsteiger als auch für Fans das umfangreiche Werk van Ronks auf 3 CDs exemplarisch wiederzugeben. Dies gelingt nur wenigen Kompilations derart schlüssig.


Harmonie lernen. Harmonielehre des 21. Jahrhunderts. Mit 2 Hör-CDs
Harmonie lernen. Harmonielehre des 21. Jahrhunderts. Mit 2 Hör-CDs
von Paul Riggenbach
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harmonielehre die wirklich das 21te Jahrhundert gut didaktisch vermittelt, 18. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Paul Riggenbach hat bereits einige Bücher über Musiktheorie geschrieben, bislang erschienen im Verlag OdradeC die Werke über Notenlesen, Melodie und Rhythmus. Ich bin mit den bisherigen Büchern des Autors zufrieden und freute mich über seine Neuveröffentlichung „Harmonie lernen“.

Das über 300 Seiten schwere Werk wartet gleich mit 2 CDs als Lehrstoffergänzung auf. Didaktisch zieht sich ein roter Faden durch das gesamte Buch: Vorstellen und Erläutern des Themas, Überführung dieser Lehrpunkte in Notenschrift, Hörbeispiele dieser Zitate und direkt daran die Vertiefungs- und Übungsfragen über das Vorgespielte bzw. Gehörte. Ein deutliches Augenmerk wird dabei auf Akkordfamilien, deren Erweiterungen und die Wirkung selbiger gelegt. Durch die Höraufgaben aus diesem Bereich wird als Nebeneffekt sehr wirksam Gehörschulung betrieben.

Neben den Hörbeispielen- und Aufgaben aus diesem Unterbereich löst das Buch auch das im Pressetext abgebene Versprechen ein, sich auf das 21te Jahrhundert zu konzentrieren. Vermutlich aus Urheberrechtsgründen finden die zahlreichen Beispiele aus Rock, Pop, Blues, Jazz, Latin etc. nicht Eingang in die CD sondern werden ausnotiert erläutert. Richtig vermisst habe ich diese Hörbeispiele nicht, denn Dank dem Quellenverweises wird sich der Leser das vorgestellte Notenmaterial auch vertont auf anderen Wegen anhören können. Wem dies nicht reicht und zwingend auf der beiliegenden CD diese Lehrbereiche vertont haben will: Auch dies bedient Riggenbach, denn seine selber komponierten Stücke finden wir auf der CD und greifen viele Akkorde / Harmonien aus den Vorbildern auf.

Ein weiterer Hauptabschnitt widmet sich anschließend den Akkordverbindungen und der Akkordstufentheorie. Dieser Abschnitt ist qualitativ noch einmal eine Steigerung, denn durch das erlernte Vorwissen des ersten Blockes begreift der Leser, warum vorgestellte Kompositionen „gut“ oder „schlecht“ klingen, in Bezug auf Harmonie. Hier gefällt mir, daß bei den Akkordverbindungen auf unbedingt zu meidene Dissonanzen hingewiesen wird. Dieser Umstand wird auch Leser erfreuen, die sich an dem Thema Komposition versuchen wollen.

Es gibt bereits einige Werke über Harmonielehre. Klassiker brauchen dieses Opus nicht, denn auf klassische Musik wird nur gering und oberflächig eingangen. Ausgewiesenen Jazz (Theorie) Anhängern kann das Buch nicht vollumfänglich empfohlen werden, denn es gibt BESSERE Werke für diese Musikrichtung, die viel detaillierter auf Akkordverbindungen eingehen. Das Buch punktet mit einem eher breiten Musik(stil)verständnis ohne dabei oberflächig in punkto Lehrstoff zu sein, der Theorieteil ist anspruchsvoll und der Leser muß Fleiß mitbringen. Der Leser kommt bei dem Buch zugleich eine große Portion Gehörbildung vermittelt, dies nicht in der Tiefe eines ergänzenden Fachbuches aber brauchbar und anwendbar.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 15, 2014 5:28 PM CET


Beware of Mr. Baker [Blu-ray] [UK Import]
Beware of Mr. Baker [Blu-ray] [UK Import]
DVD ~ Ginger Baker
Wird angeboten von ZOverstocksDE
Preis: EUR 9,96

22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nehmen Sie sich vor Herrn Baker in Acht!, 8. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In dieser Woche erreichte mich die mehrfach ausgezeichnete Dokumentation über den Musiker Ginger Baker. Ginger Baker wird von vielen Berufskollegen seiner Zunft als DER Schlagzeuger genannt , der die Genres Rock, Hard-Rock und sogar Heavy Metal beeinflusst hat. Als grosser Anhänger der Gruppe Cream wollte ich die englischsprachige Dokumentation im Programmkino sehen, leider war der Film hier nicht im Programm.

Die Dokumentation findet im Prinzip auf dem süd-afrikanischen Anwesens Bakers statt und von einem Fernsehsessel aus, Kette rauchend , kommentiert Baker die unterschiedlichen Stationen seiner Karriere, Höhepunkte wie Verfehlungen inbegriffen. Die Rückblicke werden hervorragend mit einer Mischung aus Fotos, Filmmaterial und Comiczeichnungen in Szene gesetzt. Ein grosser Teil ist Bakers Jugend gewidmet, die Einfüsse als Kriegshalbwaise in seinem Sozialen Umfeld und der frühe Zugang zu Drogen in der frühen Jazz Szene Englands in den frühen 60er Jahren. Zeitzeugen wie befreundete Musikkollegen äußern sich immer wieder in kurzen Interviews über Baker, sein Schaffen und den Einfluss, den er ausübt.

Natürlich geht die Dokumentation sehr genau auf das 2-jährige Schaffen innerhalb von Cream ein. Immer wieder werden die Konflikte zwischen dem Schlagzeuger und dem Bassisten Jack Bruce beleuchtet, zugleich zeigen viele private Aufnahmen auch Baker in einem privaten Umfeld mit seiner Frau und seinen Kindern. Jack Bruce und auch der Text Lieferant Pete Brown kommen in der Gesamtbetrachtung unter einen kritischen Fokus, besonders die Ausführungen über die ungerechte Art und Weise, Tantiemen an Liedern dieser Zeit zu verteilen hat für den Zuschauer echten Wert und ist Baker ein großer Dorn im Auge. Ein gewisser Herr Clapton, ebenfalls mehrfach in der Dokumentation befragt , kommt in Bakers Auslassungen sehr freundschaftlich weg. Kenner wissen, daß Clapton von den üppigen Tantiemen der Cream und Blind Faith Zeit immer wieder Baker aus freien Stücken etwas abgab.

Die späteren Stationen (Blind Faith) sowie Bakers Reisen in ferne Kontinente ( bar jeder Vernunft) werden ebenfalls besprochen und analysiert, jedoch eine Idee weniger ausführlich als die Cream Ära.

Die Auswirkung bzw. die Tragweite von Bakers Schaffen war mir bereits großteils geläufig, die Doku liefert einen echten Mehrwert mit Informationen über den Umgang von Musikern untereinander, über plötzlichen Ruhm und tiefen Fall. Baker ist ein Überlebender einer Zeit, die viele dahingerafft hat. Der Kelch warmer und üppiger Tantiemen ist an ihm vorbeigegangen. Zurück bleibt ein zynischer, manischer und zorniger Mensch, der auch schon mal dem Kameramann im Rahmen dieser Reportage mit einem Stock den Nasenrücken bricht.

Sehenswerte Dokumentation


Give Me Strength: the '74/'75 Sessions (Boxset)
Give Me Strength: the '74/'75 Sessions (Boxset)
Preis: EUR 89,99

34 von 36 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technisch ausgereizt, tolles Paket mit bekannten Alben und echten Neuaufnahmen, 7. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Boxset „Give me Strength“ rundet zum Ende des Jahres 2013 die zahlreichen Aktivitäten (Neues Album, Tour, „Unplugged“ release / deluxe , Crossroads Festival) von Eric Clapton ab. Mit ganzen 6 Scheiben wartet dieses Paket auf. Ich möchte im Zuge der Rezension die Werke „461 Ocean Boulevard“ , „There's one in every crowd“ und „E.C. was here“ nicht detailliert besprechen und bewerten. Die Alben sind bekannt, rezensiert und polarisieren bis heute die umfangreiche Gemeinde des Musikers.

Im Zuge meiner Bewertung möchte ich auf die Neuigkeiten eingehen und diese herausstellen. Immerhin warten 12 bis dato unbekannte Aufnahmen und die nun komplette Freddie King Session auf den Hörer. Alle Alben sollen darüber hinaus einem Remaster unterzogen worden sein, der Höhepunkt stellt eine Audio Blue Ray dar.

Zum Formalen: „Give me strength“ kommt in einem Zwitter aus DINA4 / Letter Format mit rund 50 Seiten. Die Scheiben sind am Ende des Booklets in Vertiefungen eingebracht, keinerlei Plastik musste hier verarbeitet werden. Der Käufer freut sich auf zahlreiche Erläuterungen über die Alben sowie sehr detaillierte Informationen über die Aufnahmen (Beteiligte Musiker etc.). Ansprechende Fotos von Clapton sind ebenfalls vorhanden. In den Zusatzinformationen über die Alben sind ebenfalls die bisherigen Veröffentlichungen genannt, somit kann der Hörer bereits seinen eigenen Clapton Katalog auf bereits herausgebrachte Lieder überprüfen.

461 Ocean Boulevard hat insgesamt 18 Titel. Die 8 „session outtakes“ wurden teilweise bereits veröffentlicht. Die nicht veröffentlichen Aufnahmen folgen dem Gesamtstil des Albums. Unüberhörbar der Einfluss von JJ. Cale, streng genommen stellen die beiden Lieder „Getting Acquainted 1+2“ 10 minütiges Jammen dar, dies ohne Gesang. Langeweile kommt nicht auf, die Mitmusiker werfen in bester Spiellaune sich Ihre Soli zu. Die Remasterversion erfreut nach mehrfachen Abhören besonders durch Aufnahmen von Akustikgitarren. Jede Nuance ist hörbar, Dynamiken sind wunderbar ausgewogen.

Kurze Zeit nach „461“ folgte die Platte „There's one in very crowd“. Blues bleibt auch hier im Programm, aber was Clapton ein Jahr davor mit Bob Marley aufgegriffen hat setzt sich hier fort: Beim Studium der Liner Notes musste ich über einen Zusatz schmunzeln, der auch die Session Out Takes dieses Albums auf den Punkt bringt „Laß uns die Reggae Sachen so spielen also ob wir in Tulsa sind“. In den Erläuterungen wird auch der Sachverhalt angedeutet, daß die schnelle Veröffentlichung des Albums auch etwas der Plattenfirma geschuldet ist, Clapton aber seinem „neuen“ Stil treu bliebt. Die unveränderte Backingband rund um Carl Radle ( Bass) und Jamie Oldacker ( Drums) unterstreichen Claptons Entscheidung. Der Remaster bringt (leider) keine neuen Soundwunder hervor, der gesamte Höreindruck wirkt zumindestens auf mich etwas frischer und spritziger.

Das Live Album „E.C. was here“ wurde im Zeitraum zwischen den beiden Alben aufgenommen, im Rahmen der US Tour 1974, aber erst 1975 veröffentlicht. Hier kommen weitere positiven Neuigkeiten. Besonders beim Einsatz der zweiten Stimme von Yvonne Elliman, die Clapton als Sängerin begleitete, kommt ein richtiger Qualitätssprung durch die neue Abmischung zu Tage. Elliman glänzt auch als Duettpartnerin auf „Little Wing“, der erste von 4 unveröffentlichen Titeln. Die anderen drei sind keine Unbekannten ( Crossroads, I shot the sheriff, Layla). Mit der Cream Version hat diese Variation nichts mehr gemein, Clapton spielt die Nummer konsequent im „Tulsa Stil“, dies mit leicht verzögerten Zählzeiten. Etwas näher am Derek&Dominos Werk kommt Layla daher, jedoch deutlich schneller als die ohnehin ziemlich fiebrige Originalversion. Die Liveaufnahme war für eine CD zu umfangreich, hier bekommt der Hörer gleich zwei Scheiben geboten. All' die anderen Titel sind bekannt und veröffentlicht. Beim Abhören der beiden CDs stelle ich fest, wie gut die Gesangsleistung von Clapton bei den Aufnahmen dieser Zeit ist. Dies stellt für mich auch die Weiterentwicklung von Cream, hin zu Blind Faith und der Domino Aufnahme dar. Hier wächst Clapton zum komplette Musiker, der in Sachen Komposition, Gesang, Rhythmus und Gitarrenarbeit eine stimmige Mischung erreicht.

Freunde des 12 Takters freuen sich sehr über die nun endliche komplette Session mit Freddie King ( CD Nr. 5 ) Hier ist besonders der über 20-minütige „Gambling Blues“ zu nennen. Clapton und King werfen sich zwar nicht gegenseitig den Fehdehandschuh hin, aber jeder Musiker zieht hier alle Register und es ist ein echtes Gipfeltreffen. King mit einem sehr verzehrten Gitarrenklang seiner Gibson, Clapton wählt seine Stratocaster und spielt viel Bottleneck / Slide. Nach rund 6 Minuten haben sich die beiden warm gespielt und King liefert auch am Gesang dann ein weiteres Highlight ab. Man kann über das Gitarrenspiel der 3 „Kings“ endlos diskutieren, gesanglich ist Freddie meiner Meinung nach B.B. King und Albert King um Längen voraus. Die Stimme hat starke „Shouter Elemente“ mit viel Soul.

Hörer mit einer Anlage, die auch Blue Ray Audio verarbeitet und wiedergibt freuen sich dann über die sechste Scheibe. Hier wurden die beiden Studioalbum noch einmal zusammengefasst und im Surround Mix aufgenommen. Das verleitet natürlich auch ein wenig zu Experimenten und so habe ich auch mutig mal den Subwoofer hochgeregelt. Durch die verschiedenen Möglichkeiten der Audiowiedergabe mit diesem Equipment wird jeder Hörer seine eigenen Vorlieben haben. Ich finde das Klangerlebnis sehr stimmig.

Fazit: Sammler und Fans sparen sich bei dieser Zusammenstellung den einen oder anderen Gang zur Anlage um aus Ihrem Bestand die diversen Veröffentlichungen abzuspielen. Mir persönlich gefällt der Umstand besonders aus der 461 Session fast 2 Stunden Musik zu hören. Richtig punkten tut das Paket besonders bei der Live CD und doch einigen wirklichen neuen Versionen bekannter Hits. Die Blue Ray stellt das Ende heutiger technischer Möglichkeiten dar, um eine bereits bestehende gute Aufnahme noch zu steigern. Aber: Eine weitere Re / Re release dieses Paket ist dann nicht mehr nötig. Ich glaube nicht, daß man dies noch steigern kann. Das Paket hat im Winter 2013 diverse Konkurrenten, unter anderem das Album „Rock of ages“ von „The Band“. Hier punktet Claptons vorliegende Werk mit einem besseren Preis / Leistungsverhältnis und einem wirklich „mehr“.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 23, 2014 6:03 PM MEST


Odenton Pork Pie by Stetson
Odenton Pork Pie by Stetson
Preis: EUR 69,00 - EUR 75,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pork Pie Hat! so muss er sein, 3. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Odenton Pork Pie by Stetson (Textilien)
Ich kann mich den positiven Kritiken der bisherigen Rezensionen anschließen. Der Hut kam nach Bestellung binnen 24h hier an, zügiger Versand.

Keinerlei Macken, Mängel, oder schlechte Verarbeitung.

Der Hut fällt um 2 Nummern größer aus, daher habe ich mit 57 (medium) die richtige Größe gewählt.

Haptik, Aussehen und Tragekomfort entsprechen meinen Ansprüchen und auch die Ansprüchen an die Markenfirma Stetson.
Mit etwas Abstand betrachtet wirkt das Aussehen wie gegerbtes, braunes Leder.

Die Materialgüte macht einen langlebigen Eindruck

Ich kann den Hut nur empfehlen.


Seite: 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11