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Rezensionen verfasst von
Daniela Leinweber "Daniela"
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Es ist Zeit für den Jakobsweg - Begegnungen und Gedanken auf dem Sternenweg nach Santiago de Compostela
Es ist Zeit für den Jakobsweg - Begegnungen und Gedanken auf dem Sternenweg nach Santiago de Compostela
von Dietmar Weiser
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,90

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es ist Zeit für dieses Buch? Nicht wirklich!, 28. April 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Die durchwegs gute Bewertung dieses Buches hier auf Amazon hat mich dazu bewogen, es zu kaufen - und nun muss ich sagen, ich kann die Bewertungen absolut nicht nachvollziehen. Ich kenne bereits viele Jakobswegbücher, weil ich den Weg gerne einmal selbst gehen möchte, daher erlaube ich mir zu sagen, dass dies das schlechteste Buch ist, das ich bis jetzt über das Thema gelesen habe.

Dietmar steht auf, macht sich fertig, geht alleine oder nicht, sieht Landschaft, sucht eine Herberge, geht essen, trifft sich mit jemanden und geht schlafen. Das ganze zieht sich bis zum Ende des Buches ohne nennenswertes Auf und Ab. Die einzelnen Tage sind zwar im Grunde gute Unterteilungen, aber sie lesen sich nicht wie ein Buch sondern eher wie ein Blogeintrag - und nicht einmal ein guter. Während des Lesens konnte ich nicht behaupten, den Mann Dietmar Weiser irgendwie zu kennen, geschweige denn seine Mitpilger, die er in Massen beschreibt, aber ohne wirklich auf sie einzugehen. Ganz am Anfang erklärte er uns, dass ein männlicher Pilger in weiterer Folge noch eine wichtige Rolle spielen wird und das ganze Buch über war ich gespannt, welche das denn sein würde, doch Weiser ließ dieses Rätsel ungelöst.

Durch tiefgreifende Zitate soll der Text vermutlich aufgelockert werden, doch meiner Meinung nach sind nicht einmal die gut gewählt. Die Sprache des Autors ist sehr simpel, es gibt wenig Hintergrundinformationen, vieles ist abgehackt, nüchtern und lässt wenig Raum für Fantasie. Aufzählend beschreibt Dietmar Weiser also seinen Weg, kein einziges Mal gab es eine witzige Szene, die Zwiegespräche mit Jakob nervten und die philosophischen Gedanken waren mir zu wenig ausformuliert. Am ehesten war noch die Beschreibung über Beschaffenheit des Weges in Ordnung. Bestimmt hätte man auch aus den einzelnen Begegnungen mehr machen können, über den einen oder anderen hätte es sicher vieles zu erzählen gegeben, aber diese Möglichkeit bleibt uns verwehrt.

Weder Inhalt, noch Schreibstil noch Gestaltung können in diesem Buch überzeugen, einzig den Mut, sich auf den Jakobsweg zu machen und ein paar interessante Stellen lassen mich zwei Sterne vergeben.

Afrika, meine Passion
Afrika, meine Passion
von Corinne Hofmann
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Leidenschaft Afrika!, 19. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Afrika, meine Passion (Taschenbuch)
Die Bücher von Corinne Hofmann gefallen mir einmal besser, einmal schlechter. Vermutlich wird nichts an das erste Buch Die weiße Massai" herankommen, aber Afrika, meine Passion" ist ähnlich gut. Die beiden anderen, vor allem Zurück aus Afrika" konnten mich nicht so mitreißen, wie es diesem Buch jetzt wieder möglich ist, was vor allem den Menschen aus der Hilfsorganisation Solidarités und ihren Geschichten zu verdanken ist. Durch die Dreiteilung, wo Corinne erstens über eine Trekkingreise in Afrika berichtet, zweitens Einzelschicksale in Kenia vorstellt und drittens über die neuerliche Familienzusammenkunft mit Tochter Napirai und ihren kenianischen Wurzeln, gibt es viele Ansätze und nachdem sich der erste Teil ziemlich hinzieht, wenn man sich nicht so vor Wüstentrekking interessiert, sind Teil 2 und 3 überaus spannend und gut geschrieben.

Es wird ganz deutlich, dass Corinnes Herz immer noch an Kenia gebunden ist und auch noch an Lketinga - als Vater ihres Kindes, doch macht sie auch ganz deutlich, dass sie sich zum jetzigen Zeitpunkt ein Leben dort nicht mehr vorstellen kann. Dennoch ist es überaus wichtig, dass Napirai sich geöffnet hat und zusammen mit ihrer Mutter ihre afrikanischen Wurzeln gesucht und gefunden hat. Durch die Bücher hat man das Gefühl Corinne Hofmann durch ihr Leben zu begleiten und sie zu kennen, doch obwohl man etwas von Afrika und der Lebensweise erfährt, darf man sich diesbezüglich kein Lexikon erhoffen. Es ist einfach Corinnes Leben - nicht mehr und nicht weniger.

Schottland
Schottland
von Hans-Günter Semsek
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Schottlanm, 24. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Schottland (Broschiert)
Der Reiseführer ist in verschiedene Kapitel geteilt, insgesamt gibt es sechs, wobei die Routenvorschläge den größten Teil des Reiseführers einnehmen.

Wirklich auffällig ist, dass er sehr textlastig ist und die einzelnen Anlaufpunkte muss man sich aus dem Text heraussuchen, wobei ich fairerweise sagen muss, dass die wichtigsten Punkte fett" geschrieben sind.

Außerdem ist doch einiges auf die Geschichte aufgebaut. Ich muss zugeben, dass ich mich historisch nicht unbedingt gut auskenne, daher fand ich es sehr interessant. Wer sich allerdings dafür gar nicht erwärmen kann, dem könnten die vielen geschichtlichen Daten und auch Verweise doch auf die Nerven gehen.

Ich finde, dass der Reiseführer sehr kurzatmig geschrieben ist und ich werde ihn auf alle Fälle mit auf Reisen nehmen, denn ich glaube, dass es sich empfiehlt, auch viel direkt beim Fahren (also als Beifahrer natürlich) zu lesen. So kann man sich dann vieles besser vorstellen und gleich auch noch einmal nachsehen, falls man die richtige Adresse fürs Navi nicht findet.

Die Fotos machen auf alle Fälle Lust dorthin zu verreisen und die Vorfreude konnte der Reiseführer auf alle Fälle wecken! Ich bin von den Bildern begeistert und hoffe, ähnlich gute machen zu können, vor allem aber ähnlich gutes Wetter vorzufinden.

Wiedersehen in Barsaloi
Wiedersehen in Barsaloi
von Corinne Hofmann
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,80

4.0 von 5 Sternen Wiedersehen macht Freude, 19. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Wiedersehen in Barsaloi (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch hat mir auf alle Fälle besser gefallen als der zweite Teil, denn es war aufregend, zusammen mit Corinne die Stätten der Vergangenheit zu besuchen. Auch mich hat es interessiert, was aus der Familie, dem Missionaren und dem Dorf geworden ist. Ich war überrascht, dass Corinne ungebremste Sympathie entgegengebracht wurde und frage mich immer noch, ob sie vielleicht einfach nur die guten Geschichten erzählt hat, denn man darf nicht vergessen, dass sie damals Kenia fluchtartig verlassen hat und ihr Kind ohne Zustimmung des Vaters und der Familie - wie es in Kenia üblich ist - in ein fremdes Land gebracht hat, um dort zu leben.

Ich zweifle nicht daran, dass Corinnes Herz immer noch an Kenia gebunden ist und auch noch an Lketinga - als Vater ihres Kindes, doch macht sie auch ganz deutlich, dass sie sich zum jetzigen Zeitpunkt ein Leben dort nicht mehr vorstellen kann und dass auch ihre Tochter nicht in dieses Leben passen würde - obwohl ich persönlich hoffe, dass Napirai bald die Möglichkeit bekommt, ihre afrikanischen Wurzeln kennen zu lernen.
Das Buch ist für mich schon empfehlenswert, es liest sich relativ schnell, wenn es langatmig wird - und das kann schon sein, vor allem, bei Erzählungen von früher, die ich ja aus den beiden ersten Büchern schon kenne - habe ich einfach ein paar Absätze unterhalb wieder weiter gelesen.

Durch die Bücher hat man das Gefühl Corinne Hofmann durch ihr Leben zu begleiten und sie zu kennen, doch obwohl man ansatzweise etwas von Afrika und der Lebensweise erfährt, darf man sich diesbezüglich nicht zu viel Information erhoffen. Es ist einfach Corinnes Leben - nicht mehr und nicht weniger.

Trotzdem hab ich meine Träume: Die Geschichte von einer, die leben will
Trotzdem hab ich meine Träume: Die Geschichte von einer, die leben will
von Anatol Feid
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Träume, 5. März 2013
In meiner Arbeit als Sozialpädagogin bin ich mit den Themen Drogen, Alkohol und Gewalt tagtäglich konfrontiert. Zuerst kommt eine Art Höhenflug und sie glauben, alles schaffen zu können, doch je mehr konsumiert wird, desto mehr kommen sie im Alltag ins Schleudern. Konzentration, Aufstehen und Zuverlässigkeit sind nicht mehr in dem Umfang möglich und nach einiger Zeit gar nicht mehr.

Wollen sie am Anfang anglich nur zu" sein, weil es ein geniales Gefühl ist, so kommt es in jedem der weiteren Gespräche immer heraus, dass es darum geht, nichts mehr zu spüren, sich nicht mehr mit der Realität befassen zu müssen und einfach nur fliehen wollen. Und genau diese Mechanismen beschreibt auch Natascha in ihrem Buch hier sehr treffend.

Ich habe dieses Buch vor allem auch gekauft, weil Natascha ein Heimkind war. Sie ging als Jugendliche ins Heim, doch sackte schnell ab, als sie sich in die Regeln dort nicht gehalten hat. Erst Jahre später bereut sie es, die Hilfe, die sie dort hätte bekommen können, nicht angenommen zu haben. Auch wenn meine Hoffnung sehr klein ist, ist sie dennoch da, dass meine Jugendlichen den Wert der Hilfestellung, den sie bei uns bekommen, auch wirklich sehen können.

Eine Identifizierung mit Natascha gelingt der Zielgruppe sehr gut, denn vor allem den Kids, die bei uns wohnen, ist etwas Ähnliches widerfahren. Sie kommen aus zerrütteten Familien, wo Schläge und Alkohol Teil des Lebens waren. Für die jungen Menschen, die mit den Themen nicht so konfrontiert sind, kann das Buch eine sehr gute Warnung abgeben. Es soll vermitteln, dass man für sich einstehen muss, dass es erlaubt ist, Hilfe anzunehmen und dass jeder Mensch wichtig ist. Es soll aber auch dazu anregen, Menschen, die anders sind, zu akzeptieren, ohne sie zu verurteilen und auch die Berührungsängste mit HIV-infizierten sollen durch aufgehoben werden.

Ein wenig fehlt mir die Möglichkeit, den Umdenkprozess von Natascha mitzuverfolgen. Wir können gut nachvollziehen, wie sie immer weiter in den Drogensumpf geraten ist, allerdings war dann der Moment, in dem sie sich dazu entschloss in eine Therapie zu gehen, sehr schnell da. Es schien fast so, als wäre es Zeit, das Buch zu beenden und so fehlt mir hier ein wenig etwas von Nataschas emotionalen Entwicklung.

Alles in allem allerdings ist die Geschichte sehr spannend und auch aufwühlend geschrieben. Neben dem Gefühl, diesem Mädchen helfen zu wollen, kommt aber auch Unverständnis auf, wieso man so lange in einer Gewaltsituation verharren kann. Zuerst die Mutter mit dem Vater und danach Natascha mit ihren Männerfreundschaften. Vermutlich gibt es da nur eine Erklärung: Sie kannten es nicht anders und dachten, nichts Anderes wert zu sein.

Durch das glückliche Ende hinterlässt das Buch eine positive Grundstimmung und zeigt auf, dass jeder es schaffen kann, wenn er wirklich will, egal, wie tief er schon in der Tinte sitzt. Hilfe anzunehmen und für sich einzustehen, zu reflektieren und nicht vor der Realität davonzulaufen, das sind Ratschläge, die hier gut zur Geltung kommen.

Das Buch ist einfach zu lesen und vor allem ist man schnell durch: Die Sprache ist einfach, verständlich und lässt dennoch ein gutes Mitdenken zu. Außerdem regt es zum Nachdenken an. Gefühle allerdings werden nur selten benannt und so bleibt es leider dem Leser überlassen, zu erahnen, wie sich die Jugendliche nun fühlt. Nur bei ihrem ersten Schuss meinte Natascha, dies sei das Gefühl, nachdem sie schon immer gesucht hätte.

Trotz all der tragischen Moment kommt nie Hoffnungslosigkeit durch, auch wenn das Abspulen jedes einzelnen Tages ein Überlebenskampf ist. Ziellosigkeit ist möglicherweise zu nennen, doch im Grunde hat Natascha ein Ziel, sie braucht Geld um sich Stoff zu kaufen. Daraufhin richtet sich ihr Leben.

Die Kapitel sind sehr gut eingeteilt und manches Mal durch Interviewtexte zwischen Natascha und Anatol unterbrochen. In diesem Texten gibt Natascha wider, was sie aus der damaligen Situation gelernt hat.

FAZIT:
Das Buch Trotzdem hab ich meine Träume" ist berührend geschrieben und hinterlässt eine positive Grundstimmung. Es scheut sich nicht, die grausigen Fakten anzusprechen und nichts schönzureden. Es ist eine Geschichte, die das Leben schreibt. Eine Geschichte, die im Grunde auf viele Leben zutrifft und es bleibt zu hoffen, dass es eine Warnung und eine Mutmachung an alle jungen Menschen ist. Natascha hat es geschafft, aber jeder einzelne muss auf sich selbst achten, denn zu schnell verwirkt man sein Recht auf Leben" an die Drogen.

Ich kann es durchaus empfehlen, denn eine wahre Geschichte ist das, was junge Menschen brauchen, um sich ein Stück weit mit der Realität zu beschäftigen.

Dein Weg
Dein Weg
DVD ~ Martin Sheen
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Mach dich auf den Weg!, 10. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dein Weg (DVD)
Der egozentrische Arzt Tom, der übergewichtige Joost, die kettenrauchende Sarah und der von einer Schreibblockade geplage Ire Jack treffen auf dem Jakobsweg aufeinander und beginnen eine Reise zum Heiligen Jakobus - und zu sich selbst.

Die Geschichte wird in ganz ruhigen Sequenzen erzählt und schafft es dennoch, Spannung zu erzeugen. Die Figuren sind allesamt stark gespielt und schaffen es, ihre Charaktere lebensnah und identifizierbar rüber zu bringen. Niemand ist für sich von Anfang an sympathisch, weder der von sich eingenommen Tom, noch die nur nach außen hin überstarke Sarah, noch der ständig kiffende Joost und schon gar nicht der nervende Jack, der sich mehr aufdrängt, als eingeladen worden zu sein. Doch wenn man sich darauf einlässt, mit den vieren auf die Reise zu gehen, so wächst man mit ihnen - genauso wie sie mit sich wachsen.

Eigentlich steht der Jakobsweg vor allem für Frömmigkeit und Gottesglauben, doch dieser Film hier ist überraschend unreligiös" und schafft es dennoch, spirituell zu sein und an das Große irgendwie da draußen" zu glauben.

Für mich ist vor allem die Langsamkeit ein großer Pluspunkt in diesem Film, denn diese erlaubt, die Figuren einzeln zu entwickeln und näher kennenzulernen - und am besten gefällt mir, dass man zwar sieht, dass sich das Leben der einzelnen Charaktere verändert, aber es bleibt unserer Fantasie überlassen, wohin der Weg sie geführt hat, denn wirkliche Endergebnisse werden nicht präsentiert. Außerdem gehen die Veränderungen ganz ohne viel Tamtam" von Statten und das spricht absolut für den Film, der sich ganz ohne großes Getöse in Szene setzt. Eine mögen sich am Ende fragen, warum es gerade der übergewichtige Joost ist, der eigentlich nur ein paar Kilos verlieren wollte, der überwältigt ist von der Ankunft in Santiago und dem Heiligen Jakobus am größten seine Ehrerbietung zeigt oder wie die Vater-Sohn Beziehung von Tom und Daniel, zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können, wirklich war, aber gerade das finde ich so spannend, weil wir ja auch im wahren Leben nicht alles von unseren Wegbegleitern erfahren. Außerdem zeigt es auch, dass wir im Grunde immer auf dem Weg" sind und diesen nicht mit einer einzigen Reise abschließen kann, das Leben geht ja schließlich weiter und ist nicht abgeschlossen, auch wenn dieser eine Abschnitt es ist. Aber man hat sich verändert, hat Freundschaften geschlossen und musste sich sicher wieder auch von welchen verabschieden, denn wenn man zurück in das alltägliche Leben kommt, holt einem der Alltag eben auch ein und es fällt nicht immer leicht, mit den dort gefundenen Freunden auch weiterhin in Kontakt zu bleiben. Bei einigen geht es, bei einigen nicht. Dies wurde mir von meinem Vater, der den Jakobsweg selbst gepilgert ist zu einer Zeit, wo der Pilgerhype noch nicht so derartig ausgebrochen ist, bestätigt.

Es gibt meiner Meinung nach nur eine Szene, die Estevez sich hätte sparen können und das ist ein Besäufnis mit einer übertriebenen Auseinandersetzung mit den spanischen Gesetzeshütern und anschließendem Gefängnisaufenthalt. Hier kommt eine amerikanische Überheblichkeit hervor, die der Film keinesfalls gebraucht hätte.

Ein wenig fehlt mir aber auch, dass die körperlichen Anstrengungen, die so ein Weg mit sich bringt, zu wenig angesprochen wird. Was ist mit schmerzendem Rücken, Fersen voller Blasen und brennenden Oberschenkeln? Die gibt es auf alle Fälle bei Weitwanderungen oder zumindest einen Teil davon, aber unsere vier Protagonisten hatten damit wenig Probleme, man könnte denken, so ein 800-Kilometer-Marsch sei ein Spaziergang.

Gut gelungen hingegen finde ich die paar Erscheinungen" von Daniel in Person auf dem Weg, denn so hat der Zuseher wirklich das Gefühl, Daniel nimmt an der Reise teil und zwar im Geiste und nicht nur in der Urne.

Auf der darstellerischen Seite gibt es nichts zu bemängeln. Martin Sheen spielt auf einem hohen schauspielerischen Niveau und bringt die Wandlung vom Grantler zum Menschen, der nun die kleinen Dinge des Lebens zu genießen weiß, gekonnt rüber. Spröde zu Anfang und auch sehr unnahbar wirkend erfährt man im Laufe der Reise, dass es möglich ist, sich in jedem Lebensalter zu hinterfragen und zu reflektieren. Deborah Kara Unger, die die kettenrauchende Sarah spielt, bleibt gewollt maskenhaft und meint, sie ginge ja nur, um am Ende des Caminos das Rauchen aufzugeben - wobei es nur durch den Zeilen hervorkommt, dass sie ein tief einschneidendes Trauma zu verarbeiten hatte. Yorick van Wageningen dreht sich einen Joint nach dem anderen und man nimmt ihm ab, dass er abnehmen muss, um die Frauenwelt für sich zu begeistern, der seine wahre Schönheit bis dato verborgen blieb. Er bleibt mir bis zum Schluss am rätselhaftesten. Sehr gut aber natürlich auch James Nesbitt, der es grandios schafft, der skurrile Seite in der Rolle Liebenswürdigkeit einzuhauchen. Alle drei zusammen bilden ein wunderbares Gegengewicht zu Martin Sheen, den ich persönlich noch nie habe besser spielen sehen als genau hier bei Dein Weg".

Eine große Schauspielerin ist auch die Landschaft, die hier in wunderschönen, stimmigen Bildern gezeigt wird und dadurch der Wunsch noch größer wird, den Weg einmal selbst zu gehen und das alles mit dem eigenen Auge zu sehen.

Mir hat der Film wirklich gut gefallen, vor allem, da man auf die kleinen Dinge achten muss und alles eher fließend passiert als mit großem Trommelwirbel. Die schauspielerische Leistung war überzeugend, die Landschaftsaufnahmen großartig und die Inszenierung mehr als gelungen, daher mag man dem Film kleine Schwächen verzeihen.

Verlobung auf Umwegen
Verlobung auf Umwegen
DVD ~ Amy Adams
Preis: EUR 7,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Irischer Humor!, 29. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verlobung auf Umwegen (DVD)
Was sich auf den ersten Blick als eine seichte, romantische Komödie darstellt, gewinnt beim zweiten Hinschauen erheblich an Tiefe, denn er stellt Fragen, die ich als äußerst philosophisch betrachte, z.B. was würdest du machen, wenn dein Haus in Flammen steht und du 60 Sekunden hättest, um etwas zu retten? Was würde es sein? Ich denke, dass es sich lohnt, darüber nachzudenken. Während Jeremy alle Wertsachen aus der Wohnung räumt, weil Anna sehen will, wie er bei einem Feueralarm reagiert, würde Declan den alten Ring seiner Mutter retten, denn den braucht er für die Frau seines Lebens.

Auch wird die Frage gestellt, ob es einfach ist, einem Fremden zu vertrauen. Anna begibt sich mit Declan auf den Weg von einem Ende von Irland zum anderen ohne ihn wirklich zu kennen. Aber im Grunde geht es uns oft so. Wir steigen in ein Taxi und kennen den Mann nicht. Wir gehen vielleicht mit jemandem mit, der uns in einer Bar aufgabelt und wissen nichts über diese Person. Es besteht also trotz aller Vorsicht und Mahnungen in Medien und von Eltern und Großeltern wohl immer noch ein gewisses Grundvertrauen in die Menschheit, was ich besonders gut finde.

Wirklich gut zu sehen ist auch die Gemeinschaft, die in einem kleinen Ort wie Dingle noch vorherrscht. Hier kennt jeder jeden und hier hilft jeder jedem. Wenn der Nachbar in Not ist, dann greift man ein. Wenn jemand Rat braucht, dann ist man da und wenn jemand Abstand nötig hat, dann fragt man nicht länger nach.

Absolut witzig sind die älteren, irischen Herren, die immer wissen oder zu wissen glauben, an welchem Tag etwas Glück oder Unglück bringt, so bringt es natürlich großes Glück, wenn man sich am Sonntag verlobt ... oder einen Brunnen gräbt.

Meine Lieblingsstelle aber ist gegen Ende des Filmes als Anna meinte: Ich habe realisiert, dass ich alles hatte, was ich immer wollte, aber nichts von dem, was ich brauche." Diesen Satz finde ich absolut gelungen, ein Hoch dem Drehbuchautor, denn auch mir ist das schon gegangen. Man arbeitet auf ein Ziel hin, ist fokussiert, macht alles, damit es gut klappt und alle Steine, die im Weg liegen, werden weggebracht. Und man schafft es tatsächlich und bekommt genau das, was man möchte. Aber irgendwie ist dieses Glücksgefühl, dass man sich erhofft hat, ausgeblieben und man muss sich fragen: Ist es das, was ich brauche? Hatte ich womöglich eine andere Vorstellung? Anna ist mutig genug, ihre Entscheidung zu revidieren und auf ihr Herz zu hören, ich bin sicher, viele andere machen das nicht.

Die Aufmachung des Filmes ist einfach sehr gut gelungen, Irland als grüne Insel bekommt seinen eigenen Stellenwert und die Reise quer durchs Land ist pointenreich ohne dabei ins Absurde abzurutschen. Die Dialoge sind witzig und werden von Amy und Matthew gekonnt herübergebracht. Die Chemie zwischen den beiden stimmt und man ist gewillt zu vergessen, dass das eigentlich nur ein Film ist.

Wir mir besonders aufgefallen ist, dass vor allem die Hintergrundgeräusche sehr gut herausgearbeitet wurden, sei es nun das Gackern der Hühner, das Abfahren des Busses oder das Wasser beim Duschen. Dadurch entsteht eine besondere Dynamik die mir sonst bei Filmen dieser Art noch nicht aufgefallen ist.

Absolutes Manko und für mich das einzige ist, dass es keine englischen Untertitel gibt. Für eine DVD ist sie, was Sprachen und Untertitel betrifft wirklich sehr schlecht ausgestattet. Es gibt Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1) und Englisch (Dolby Digital 5.1. Als einziger Untertitel ist Deutsch zu finden.

Film sehr gut, Ausstattung eher schlecht!

Gier !: Kriminalroman
Gier !: Kriminalroman
Preis: EUR 15,99

5.0 von 5 Sternen Gier?, 23. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Gier !: Kriminalroman (Kindle Edition)
**POSITIV**

Ulrich Behrens beschreibt die Handlungsstränge aus unterschiedlichen Blickwinkeln, nämlich nach den verschiedenen Akteuren. "Ich" allerdings ist immer Tom Haller. Faszinierend ist, dass niemand hier bei der Polizei der Superhero ist, wie das oft in einschlägigen Krimiserien der Fall ist, da gibt es diesen einen großartigen Bullen, der allem und jedem auf die Spur kommt. Hier ist es anders. Nur die Zusammenarbeit im Team und mit den Behörden vor Ort macht es möglich, die unfassbaren Machenschaften auf höchster Ebene aufzuklären. Es ist realitätsnaher und auf jeden Fall hat es eine Vorbildwirkung, denn jeder weiß, dass es im Team am besten geht und dass sich Einzelkämpfer in der Wirklichkeit um einiges schwerer tun.

Behrens erlaubt dem Team jedoch auch Fehler zu machen und vorschnell zu urteilen, so wie sie Fuchs den Mord angehängt haben ohne das große Ganze zu sehen - eben genau so wie es jedem realen Polizisten passieren kann. Das macht es dem Leser viel leichter, sich mit den Personen zu identifizieren.

Ich finde es auch sehr gut, dass wir die Morde an den Frauen nur aus der Sicht der Ermittler und nicht aus der Sicht der Mörder erleben. Behrens schafft es, hier distanziert vorzugehen, dem Leser aber dennoch zu ermöglichen, sich die Leichen samt fehlenden Brüsten, Ohren und Augen vorzustellen. Die detaillierte Beschreibung der Frauen lässt hier der Fantasie nicht viele Möglichkeiten.

Absolut gefreut habe ich mich, als Tom Haller und sein Freund Gert beschlossen, dem Saufen abzuschwören. Mich hat das im ersten Roman fürchterlich gestört und die Botschaft, dass es einem ohne das Zeugs um einiges besser geht, es aber doch Zeiten gibt, wo man sich wünscht, der Abstinenz nicht abgeschworen zu haben, fand ich sehr gut.

Wie auch beim ersten Buch habe ich mich hier immer wieder gefragt, wie man an das Schreiben eines solchen Buches herangeht. Wie schafft man es, einfach und unzusammenhängende Stränge am Schluss zu einem logischen Bild zu verknüpfen? Wie kann man bei all den Verzweigungen nicht den Überblick verlieren als Autor? Fängt man mit dem Ende an? Ulrich Behrens ist es gelungen, die Vernetzungen und Aufklärungen Schritt für Schritt aufzudecken ohne dass der Lesen damit überfordert wäre, was mich persönlich sehr beeindruckt hat.

Der Arbeitsweise der Beamten so nahe zu kommen, hat mir persönlich einen hohen Respekt für Polizisten abgerungen, vor allem auch, dass hier nicht verheimlich wird, dass manche Informationen illegal beschafft wurden, dass man die Presse zu Hilfe nimmt, ebenso wie Hacker, einfach alles, was einem dazu veranlasst, das bestmögliche Resultat zu erzielen und des Rätsels Lösung nahe zu kommen.

Am interessantesten allerdings finde ich mal wieder die zwischenmenschlichen Aspekte, die hier eine große Rolle spielen, neben Zusammenhalt, Liebe und Freundschaft geht es auch um Angst, Loyalität, Demokratie und die Öffentlichkeit. Es zeigt, wie viel Einfluss richtig eingesetzte Informationen haben, aber auch, wo man an seine Grenzen stößt. Wenn der russische Präsident nicht will, dann will er nicht und da kann auch ein kleiner SOK Beamter aus Hamburg nichts tun.

Eine überaus große Entwicklung gibt es in Behrens Schreibstil. War er im ersten Roman noch ziemlich eigentümlich und musste man sich erst daran gewöhnen, so waren die Sätze hier absolut klar, gut strukturiert, absolut nachvollziehbar und vor allem wunderbar eingesetzt. Ein Wort - ein Satz? Bei Ulrich passt das! Aber dieses Mal setzt er das nur ein, um dem Vorangegangenen wirklich Ausdruck zu verleihen.

Als Summe möchte ich hier noch einmal etwas verwenden, das ich bereits zuvor in einem Bericht ansprach: "Es hat sich mal wieder bestätigt, dass Ulrich Behrens weiß, wie man die Sprache einsetzt um möglichst tiefe Eindrücke zu hinterlassen, aber mehr noch als die Sprache seien hier die Idee und die Fantasie erwähnt, die es überhaupt erst möglich machen, einen Leser so zu fesseln. Ein guter Schreibstil kann nicht ohne Idee arbeiten und eine Idee kann nicht ohne guten Schreibstil realisiert werden. Ulrich Behrens hat beides!"

**NEGATIV**

Es gibt einige kleine Punkte, die mir beim Lesen aufgefallen sind, die aber das große Ganze, nämlich die Einmaligkeit dieses Romans, nicht wirklich stören.

Zum einen ist das die Tatsache, dass sich auch hier wieder einige Rechtschreib- und Grammatikfehler eingeschlichen haben. Als Deutsch-Nachhilfetrainerin fallen mir solche Dinge sofort beim Lesen auf. Mir ist bewusst, dass es vermutlich Tippfehler sind, die man, wenn man selbst liest, immer wieder überlesen werden, aber daher ist es wichtig, das Buch mehreren Leuten gegenlesen zu lassen, bevor es veröffentlich wird.

Zum anderen war es der häufige Hinweis auf die Rosskopf Affäre, die mich bis zum Schluss hindurch schon nervte. Ich hatte einfach das Gefühl, dass hier der Leser aufmerksam gemacht werden soll auf das andere Behrens Buch, was vielleicht bei den Menschen, die "Krieg!" nicht kennen auch funktioniert, aber ich selbst würde den Roman lieber ohne diese ganzen Querverweise haben.

Tja und was mich als absolute Romantikerin zur Weißglut brachte, das war das Beziehungsdreieck Tom - Dinah - Birgit. Ich hätte Tom am liebsten die Augen ausgekratzt, als er sich allzu leicht von Birgit verführen ließ und meinte, er hätte in dem Augenblick nicht anders gekonnt. Er hat seine Freundin betrogen und argumentierte dabei auch noch, dass er Birgit ja damit quasi einen Gefallen getan hat, damit sie sich besser fühlte. Und dann hat er nicht einmal den Mumm, es Dinah zu erzählen, geht äußerlich zur Tagesordnung über und lässt die gute Frau alleine dahinter kommen, dass da wohl so etwas wie Liebe ist zwischen Tom und Birgit. Und was tut Dinah? Leidet wie ein Hund und kämpft nicht einmal für ihre Beziehung, die ihr doch so wichtig ist. Sie räumt das Feld klamm und heimlich und da dachte ich bei mir: "So etwas kann wohl nur ein Mann schreiben." Die Wirklichkeit sieht hier sicher anders aus. Wir Frauen sind bei weitem nicht so feinfühlig als dass wir der großen Liebe nicht im Weg stehen wollen nachdem man uns betrogen hat. Schön, wenn Birgit und Tom ihr Glück finden, aber so hätte es meiner Meinung nach nicht laufen dürfen.

**FAZIT**

Ich finde es faszinierend zu beobachten, welchen großen Entwicklungsschritt als Autor Ulrich Behrens gemacht hat. Der Schreibstil ist flüssiger, die Fehler sind bedeutend weniger, die Story eindringlicher und die Realität viel naher als in seinem ersten Werk (mir fällt auf, dass auch ich selbst immer wieder Verweise auf den ersten Kriminalroman mache, obwohl ich das bei Ulrich als nervend empfunden haben, also sorry, liebe Leser). Inhalt und Tiefe des Satzbaus sind gehaltvoller und das zeichnet einen guten Autor aus.

Behrens beschreibt in seinen Büchern die Jagd nach Gerechtigkeit und ich denke, wir als Normalsterbliche, die sich im eigenen Land sicher fühlen wollen, genau solche Leute wie Tom Haller und sein Team brauchen.

Daher volle Punkteanzahl von mir:

Weihnachtszauber - Ein Kuss kann alles verändern
Weihnachtszauber - Ein Kuss kann alles verändern
DVD ~ Elisabeth Röhm
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Himmlische Küsse!, 23. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Bei Weihnachtszauber" handelt es sich meiner Meinung nach um ein klassisches Weihnachtsmärchen, ein wenig angehaucht durch Cinderella", denn hier trifft das arme, fast mittellose Mädchen, das nicht wirklich weiß, was es im Leben erreichen will, aber unheimlich viel Talent hat, auf den charismatischen, reichen Millionär, der seine Gefühle bis dato unter Verschluss hielt und erst die wahre Liebe finden muss, um diese hervorzuholen. Bis jetzt war das Denken und Handeln sehr theoretisch und kalkuliert. Doch die Liebe wirbelt wie immer alles durcheinander.

Laura Breckenridge und Brandan Fehr, beides im Grunde Seriendarsteller, machen ihre Sache ganz gut, das wirkliche Highlight allerdings ist Elisabeth Röhm als unausstehliche Chefin Priscilla. Interessant fand ich an der Figur, dass man sie nicht durchgehend hassen kann. Sie hat durchaus etwas Sympathisches an sich, doch gerade dann, wenn man sich denkt: Sie ist eigentlich eh nett", kommt der Egoismus wieder durch und die nächste Aktion zeigt wieder ihre narzisstische Persönlichkeit.

Wirklich schön ist allerdings die Kulisse, denn Weihnachtliches findet sich hier überall. Alles ist schön geschmückt, die Natur (obwohl nicht viel davon zu sehen ist) zeigt sich in ihrer schönsten Pracht und lässt Weihnachtsfeeling aufkommen. Da gibt's nichts zu bemängeln.

Viel an pädagogischem Wert kann man aus dem Film nicht herauslesen, aber interessant fand ich die Suche Adams nach einer Entscheidung in Sachen Gefühlslage. Soll er das altbekannte Terrain, das sich bis her bestens bewährt hat, wirklich verlassen, um dem Flattern im Buch hinterherzulaufen. Zahlt es sich aus, eine emotionale Entscheidung zu treffen, aber ist es doch besser, einfach mit dem altbekannten und gut vertrautem weiterzumachen. Hier siegt natürlich das Herz über den Verstand, aber ich denke, dass es nicht immer der Fall ist.

Aber auch Wendy begibt sich auf eine Reise. Wie viel Demütigung kann ein Mensch ertragen, um seinen Job zu behalten? Zahlt es sich aus, sich durchzubeißen und wie erkenne ich, ob es der richtige Moment ist, das ganze doch sein zu lassen? Die Lösung für Wendy war aber für mich zu einfach, denn ihre beruflichen Probleme sind keine mehr, weil sie ja durch ihren neuen Freund sehr gut versorgt ist. Da wäre es sicher wichtiger gewesen, sich früher auf die Beine zu stellen. Aber wie wir alle wissen, ist das ganz sicher nicht immer einfach, vor allem, wenn die eigene Existenz bedroht ist.

Lieber gibt es sehr wenige Extras. Ein Behind the Scenes" zeigt Interviews mit den Hauptdarstellern und dem Regisseur, das allerdings nicht wirklich sehr aussagekräftig ist.

Weiters gibt es eine Bildgalerie mit den üblichen Schnappschüssen und auch den originalen Trailer.

Ein absolutes Feel-Good-Movie genau passend zur Weihnachtszeit. Ich habe mir nichts erwartet und daher hat es ganz gut gepasst. Einzig die DVD Ausstattung ist wirklich mager, daher einen Punkt Abzug, aber dennoch eine Empfehlung für kalte, romantische Wintertage.

Eine Vorweihnachtsgeschichte
Eine Vorweihnachtsgeschichte
DVD ~ Jennifer Beals
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zauber der Weihnacht?, 23. Dezember 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Eine Vorweihnachtsgeschichte (DVD)
Bei Eine Vorweihnachtsgeschichte" handelt es sich um einen netten Familienfilm, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Manches Mal wird er in Listen als Kinderfilm geführt und das wird wohl noch eher passen, denn meine Kinder finden ihn beide klasse, ohne wirklich etwas zu hinterfragen.

Die schauspielerische Leistung hält sich - abgesehen von Toby - in Grenzen. Es fehlen die Ecken und die Kanten und auch das Bühnenbild ist nicht berauschend. Wirklich schlecht ist allerdings alles Magische" gemacht, wie z.B. der Schnee, der just zum dem Zeitpunkt fällt, als sich Santa auf den Weg in die Welt macht.

Die Story ist für einen klassischen Weihnachtsfilm okay, die Umsetzung allerdings lässt zu wünschen übrig. Es fehlt die Herzlichkeit und die Emotionen kommen nur schwer rüber. Irgendwie mag der Funke nicht überspringen.

Ich denke wir kennen das alle, dass wir in dem hektischen Trubel oft die wichtigsten Menschen vergessen - die Kinder. Wir treffen uns mit Freunden, laufen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, trinken Glühwein und Punsch auf den Weihnachtsmärkten und sind durch unsere Arbeit auch noch extrem im Stress.

Auf der anderen Seite ist es aber die Familie, die eigentlich genau in dieser Zeit wichtig ist und darauf will sich dieser Film konzentrieren. Er macht aus vier Menschen, die zufällig in einem gemeinsamen Haus wohnen, wieder eine Familie", so beschreibt es Angela im Film.

Was mir gut gefallen hat ist die Tatsache, dass die Eltern, selbst wenn sie das eigentlich Problem, nämlich das wenige Zeit haben und die Prioritäten falsch zu setzten, bereits erkennen, aus ihren Mustern nicht aussteigen können. So versprechen sie Veränderungen, heben aber im nächsten Moment doch wieder vom Telefon ab, sodass die Enttäuschung der Kinder sehr groß ist. Aber ist es nicht nur die Suche des Miteinanders zwischen den Eltern und den Kindern, sondern auch die Beziehung zwischen den Geschwistern, die hier thematisiert wird.

Lieber gibt es sehr wenige Extras. Einige Trailer zu weiteren Weihnachtsfilmen, von denen mir nur Das Weihnachtshaus" gefiel, weiters gibt es eine Bildgalerie mit den üblichen Schnappschüssen und auch den originalen Trailer. Es gibt auch nur zwei Sprachen, nämlich Deutsch und Englisch, aber wirklich störend ist, dass es nur Untertitel in Deutsch gibt. Ich persönlich mag es nämlich gerne, Filme in Englisch anzusehen und da ich in der Sprache noch nicht alles verstehe, schalte ich immer die Untertitel dazu, damit ich mich auskenne. Leider ist das hier aber nicht möglich.

Grundsätzlich darf man sich von leichten Weihnachtskomödien nichts erwarten. Hier bin ich etwas unschlüssig, die Story ist nicht schlecht und der Film hinterlässt auf jeden Fall eine positive Grundstimmung und auch einige Lösungsansätze, dennoch ist die Umsetzung eher schlecht gemacht, sogar für einen Low-Budget Film. Es fehlt einfach der Zauber der Weihnacht, der bis zum Schluss nicht unbedingt entstehen mag. Das, gepaart mit der schlechten DVD Ausstattung, ergibt bei mir drei Sterne, aber für einen Adventabend mit den Kindern dennoch eine Empfehlung.

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