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Rezensionen verfasst von
avvocato (Österreich)

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Mirrors
Mirrors
DVD ~ Kiefer Sutherland
Preis: EUR 9,99

4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Bescheiden und unbefriedigend, 18. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Mirrors (DVD)
Ben Carson: desillusionierter Ex-Cop (Kiefer Sutherland), traumatisiert und alkoholkrank, Eheprobleme, bewirbt sich als Nachtwächter für abgebranntes vormaliges Luxus-Kaufhaus. Dort spukt's - in Spiegeln erscheinen Geister(?)/Visionen(?)/verschüttete Erinnerungen(?).
Nach und nach entdeckt der Held den Urspung dieses Mysteriums und schickt sich an, den Knoten zu lösen...

So (grundlegend) originell die Story, so unbefriedigend leider die Umsetzung:
Das ist vor allem der Inszenierung zu danken. Ohne die Spannung zu halten plätschert die Sache dahin; auch (beabsichtigte) Schockeffekte versiegen.

Insgesamt kommen leider eher Langeweile und (aufgrund allzu seichter Wendungen) teilweise auch Ärger auf.

Im Übrigen wahrlich keine Paraderolle für den großen Kiefer:
Den sinistren Cop in diesem Machwerk zu geben ist ihm offenbar zu anspruchslos. Entsprechend die Darbietung.

Bei wohlwollender Betrachtung: schlechter Durchschnitt. Für Horrorfans nicht empfehlenswert, Genusssehern wohl zu seicht.

Powerage (Special Edition Digipack)
Powerage (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vollkommene Blues-Rock!, 18. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"Let there be rock"...

Ja, sie letteten. Mit dem Vorgänger hatte die Gruppe wahrlich ein Meisterwerk abgeliefert, völlig zu Recht eine Legende. Auch der Nachfolger "Highway to hell" sollte berechtigt Kultstatus erreichen, nur:
Stille um dieses Werk. Kaum gekannt, wenig geliebt, fristet es eher ein Schattendasein.

Welch Verschwendung:
"Powerage" ist für mich das Opus Magnum der Band (was übrigens selbst Angus Young so sieht):
Eine wunderschöne groovig-entspannte Stimmung durchströmt die Songs. Diese, flüssige Kompositionen mit geradezu - genre- und bandbezogen - abgeklärten, "weisen" Texten versehen, fließen und erfreuen: Unsterbliche Hits wie "Rock 'N' Roll Damnation", "Down Payment Blues", "Sin City" und das grandiose "Gimme A Bullet" stehen für die Ewigkeit; "Gone Shootin'" ist charmantes Cruisen, "Kicked In The Teeth" das Aufbegehren einer desillusionierten Startruppe gegen das eigene Bühnen-Selbst. Und, natürlich: "Riff Raff", ein riffendes Unge(s)tüm voller Aggression und erfrischend unpathetisch dargeboten. Energy pur, lange vor den üblichen Powerdrinks. "Whole lotta Rosie" on the rocks, allerdings on speed.

Im Übrigen: AC/DC vor der Kommerzialisierung, die Bon Scott langsam, aber stetig verschlingen sollte:
Behutsam, gleichsam "schmalspurig" abgemischt (weit entfernt von den Bombastopern "Back in Black" und "For those about to rock") transportiert diese Scheibe unverfälschte Spielfreude. Dazu den Blues, den man von der Band nicht mehr hören sollte.

Für mich der Höhepunkt des Bandschaffens. Pflichtkauf!
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 12, 2012 10:53 PM CET


Scream
Scream
Preis: EUR 6,97

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Cornell-Jünger, geht in Deckung: das ist DANCE!, 10. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Scream (Audio CD)
Ich könnte mir's natürlich leicht machen:
Als Cornell-Fan alter Schule, den Sänger seit glorreichen "Soundgarden"- und "Temple of the dog"-Zeiten begleitend, wäre es ein Leichtes, einen (weiteren wutschnaubenden) völligen Verriss des vorliegenden Albums zu posten.

Nur: Ganz so leicht isses nicht.

Punkt eins: das ist natürlich eine Dance- (oder RnB? oder Hip-Hop?)Platte, jedenfalls aber kein Rockmonster. Liegt ja auf der Hand, wenn Timbaland produziert.
Freunde des begnadeten Rockshouters aufgepasst: kein Screaming à la "Badmotorfinger", keine genialen Tracks like "Euphoria Morning"; nein, gewohnte Dancekost des Starmachers Timbaland. So finden sich zwar vereinzelt Gitarrenparts, diese sind jedoch stark "downgesized", will sagen: ohne Druck, wenig Saft auf den Tonabnehmern, summen sie leise.
Alles natürlich dem Produzentengott geschuldet: das Ungetüm, das bereits Justin Timberlake groß gemacht und Nelly Furtado wiedererweckt hatte, lässt grüßen (und macht an sich seinen gewohnten Job: viel Geknarze, technische Spielereien udgl.).

Die Kompositionen sind Meterware, wie man sie aus dem Timbaland-Fach bestens kennt: So ist der Start des Albums ("C-64" bzw. "Uralt-Atari"-Klänge zu Beginn von "Part of me") noch eher ungewöhnlich, so stechen einzelne Tracks durchaus als Ohrwürmer hervor (der genannte, "Time", "Enemy", "Watch Out"), ein richtiges Meisterwerk kann ich jedoch nicht erblicken. Insgesamt erinnern Kompositionen und Produktion stark an Madonnas "Confessions on a dancefloor". Gute Durchschnittsware eben (die ohne ein derartig "heavy" Produktion auch wohl keinem auffallen würde).

Was allerdings dieses Album doch aus der Ebene üblichen Allerweltguts heraushebt, ist: Maestro Cornell selbst.
Unnachahmlich in seinem Tibre, regelrecht vibrierende Boxen hinterlassend, ist er sofort - in jedem Ton! - erkennbar. Unbestritten der beste, ausdrucksstarke Rocksänger der letzten Jahre, verpasst seine Interpretation den Songs eine Marke, die verblüfft (und im Sektor unüblich ist). Rock meets Dance - warum nicht?

Insgesamt: dank Cornells Darbietung überdurchschnittliche Danceware - Hardcore-Fans des Rockgottes, die nur auf Rock stehen, werden sich eher enttäuscht abwenden.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2013 10:14 AM CET


James Bond - Ein Quantum Trost [Blu-ray]
James Bond - Ein Quantum Trost [Blu-ray]
DVD ~ Daniel Craig
Wird angeboten von Eliware
Preis: EUR 15,98

49 von 67 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Quantum alleine ist leider nicht genug, 9. März 2009
Zugegeben: die Erwartungen an den neuen "Bond" waren schon enorm gewesen.
Von der Produktionsfirma natürlich geschürt, hatte der geneigte Seher doch berechtigt zu hoffen wagen dürfen, dieser Streifen würde an das Niveau des Vorgängers "Casino Royale" anschließen können.

Nur leider: damit sollte es nichts werden.

Erster Kritikpunkt: Im Vorgänger hatte man viel Liebe darin investiert, den (nachmaligen) Helden als Menschen erlebbar zu machen und feinfühlig dessen Motivation, Ängste und Hoffnungen herauszuarbeiten. Was dort gelungen war, misslingt hier völlig: Wohl als Folge des entsprechenden Scripts wird die Titelfigur hier oberflächlich, um nicht zu sagen weitgehend lieblos, als kalter Rächer eigener Versehrungen abgefeiert. Jegliche Subtilität ist diesem Film fremd; dies gilt auch für die drastischen, gleichsam unkommentierten Gewaltszenen (die jedoch nicht wie etwa bei Quentin Tarantino aus und durch sich sprechen, sondern hier einen eher voyeuristischen Eindruck hinterlassen).

Leider ist demgemäß Bond auch jener Zug abhanden gekommen, derzuletzt viel für diesen Film versprochen hatte:
Am Ende von "Casino Royale" hatte 007 bekanntlich "Mr. White" eiskalt niedergeschossen und nach erbarmungswürdiger Anfrage desselben mitgeteilt: "Bond, James Bond". Dies jedoch mit einem verschmitzen Lächeln um die markanten Züge, die Brutalität der Szene abmildernd. Dieses bubenhaften Charmes entbehrt dieser Streifen beinahe völlig (was schade ist. Erinnern wir uns an die legendäre Connery-Ära: ein gewisser lakonischer Grundzug machte Bonds Härte doch erst richtig "markable"!)

In diesem Sinne startet auch der Film: mit chaotischer Handkamera (derzeit offenbar schwer angesagt) und hysterisch geschnitten wird ein Car-Chase präsentiert, der kaum Zeit zum Luftholen lässt. Gekonnt, natürlich (Aston vs. Alfa) - nur eben gehetzt, ohne Muße für Fragen zu lassen.
Das gilt im Übrigen für das Gesamtwerk: Ohne Atempause folgt Action auf Action, Schnitt auf Schnitt, Location auf Location. In den wenigen "ruhigeren" Momenten stellen sich jedoch zunehmend Fragen ein: Wie ist Bond auf die Spur des Widersachers gekommen und warum so schnell? Warum rettet er Camille bzw weswegen läßt er sie dann zurück? Logisches Storytelling ist demnach insgesamt nicht die Grundstärke dieses Films.

Stärke ist vielmehr die Action.
Ohne Zweifel meisterhaft in der Konzeption und choreografiert, teilweise kreativ, zieht sie in ihren Bann.

Meisterlich auch zweifellos der Score eines nun schon erfahrenen David Arnold.

Und: ich glaube auch nicht unbedingt, dass QT als "Fortsetzung" von "Casino Royale" funktioniert:
Ja, schon gut, Bond sucht seinen verlorenen Schutzpanzer usw. Aber: hätte man das nicht etwas logischer, weniger hysterisch abfilmen können? Etwas wie "Im Geheimdienst Ihrer Majestät" mit entsprechendem Charme? Da war ja selbst der unerbittliche (großartige) Timothy Dalton in "Lizenz zum Töten"
noch vergleichsweise gnädig...

Größter Minuspunkt ist allerdings, dass Daniel Craig - er ist Bond!, das wissen wir seit "Casino Royale" - nun keine Möglichkeit mehr geboten wurde, seine Interpretation zu verfeinern.
Der Rezensent hegt nicht den geringsten Zweifel daran, dass Craig sich im nächsten Film zu gewohnter Größe empor schwingen wird - dieser Film jedoch befriegigt insoweit nicht. Völlig außer Atem ist es Craig nicht möglich, seine Schauspielstärke auszuspielen.

Die Leistungen der restlichen Darsteller sind ambivalent ausgefallen:
* Mathieu Almaric ist je nach Facon als farbloser oder zurückhaltender Bösewicht zu charakterisieren. Ich spreche letzterem Verständnis zu: die teilweise Weltentrückheit ist der Story zu danken (und passt auch ganz gut).
* Olga Kurylenko hingegen ist für mich kein Glücksfall: ich neige zur Meinung, dass hier doch schauspielerische Defizite deutlich werden; zumindest hat sie nach meiner Meinung - obwohl höchst attraktiv - nicht jenen Charme, der "Bondgirls" in der Regel auszeichnet. Nach der Topleistung von Eva Green im Vorgänger war allerdings zu erwarten gewesen, dass nun wieder eine eher herkömmliche "Gespielin" präsentiert werden würde.
* Die verbliebene Riege an relevanten Nebendarstellern überzeugt durchwegs; vor allem Gemma Arterton erfreut die Sinne.

Erfrischend sind weiters Zitate an frühere Klassiker der Reihe, etwa der "Heldinnentod" von Agentin Fields (gemahnend an die unsterbliche Shirley Eaton in "Goldfinger").

Insgesamt: Nach dem starken Auftritt von "Casino Royale" doch ein herber Rückschritt (an sich 2 von 5 Punkten; Craig "rettet" den dritten); zu hoffen ist, dass der nächste Bond, befreit von den Fesseln der "Lehrzeit" der Hauptfigur, mit einem locker aufspielenden Daniel Craig zu alter Größe zurück kehren wird.

Zur Blu-Ray: Große Klasse. Hohe Qualität. Kein Vergleich mit der DVD.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 9, 2009 6:44 PM MEST


Extreme Klettersteige in den Ostalpen: Die schwersten Klettersteige in Österreich, Italien und der Schweiz
Extreme Klettersteige in den Ostalpen: Die schwersten Klettersteige in Österreich, Italien und der Schweiz
von Axel Jentzsch-Rabl
  Broschiert

1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Guter Überblick, 7. März 2009
Viae Farrate - Freiheit in den Bergen, auf sich allein gestellt, Mensch und Natur.

Dieses Büchlein stellt die wesentlichen Klettersteige in Österreich dar. Einschränkung: die eher schwierigen; "durchschnittliche" und im Niveau darunter angesiedelte werden nicht behandelt.

Die thematische Eingrenzung verdient Beifall:
Steige unter "C" sind eher Bergwanderungen - das alpine Vergnügen für ambitionierte Ferratisten beginnt nach meiner Einschätzung erst mit "C/D".

Demgemäß: Lob an die Autoren.
Lob auch für die wirklich sehr anschauliche Beschreibung sowohl der Schwierigkeiten, als auch sonstiger Anforderungen (Zeitaufwand, Anreise udgl.), worauf viel Sorgfalt zu erklären verwandt wird.

Nicht zuletzt: Versehen mit vielen ansprechenden Fotos, schafft die Lektüre Vergnügen (und Lust aufs Klettern). Auch die CD-Beilage macht Sinn.

Fazit: Daumen hoch!

Thunderball (Remastered)
Thunderball (Remastered)
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Auf Augenhöhe mit dem legendären "Goldfinger"-Score, 7. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thunderball (Remastered) (Audio CD)
Der Sound zu "Goldfiger": zu Recht eine Legende.
Panische Bläser, swingender Beat, herrliche Streicher - der Soundtrack ebenso legendär wie der Film.

"Thunderball" setzt die Tradition fort.
Auch hier: Barry voller Inspiration. Weniger dezent als im Vorgänger, werden hier nachdrückliche Akzente durch ein stark streicherdominiertes Enseble gesetzt, um (sub-)maritime Stimmungen herbeizubeschwören. In diesem Sinne glänzen etwa Stücke wie "Switching The Body", "Cafe Martinique" (wunderschön entspannend) und "Search For Vulcan". "007" wiederum, ein vergnüglich anzuhörendes Statement sprühend vor Testosteron und Machismo, ist dem Hörer bereits aus "Liebesgrüße aus Moskau"-Zeiten bekannt (und beliebt); "Street Chase" wandelt dieses etwas ab, ohne jedoch dessen Charakter zu trüben. Neben dem Hauptthema jedoch unterhält jedoch vornehmlich "Mr. Kiss Kiss Bang Bang" bestens: Swingende Lebensfreude, untermalt dies Kleinod harmloses, gleichsam unverbindliches Vergnügen (dem Vernehmen nach war dieses Thema ursprünglich als Titelsong geplant, Tom Jones allerdings hatte obsiegt).

Und, nicht zu vergessen: Der Titelsong.
Tom Jones, die männliche (im wahrsten Sinne des Wortes!) Shirley Bassey. Als stimmenvoluminöser Interpret weitgehend konkurrenzlos, schmettert er einen Song, der dramatischer kaum sein könnte: Ein Highlight der Serie, vermag dieser auch textlich zu überzeugen.

Insgesamt: starker Score eines John Barry in voller Lust der Improvisiation. Um nichts schlechter als der großartige Vorgänger.

On Her Majesty's Secret Service (Remastered)
On Her Majesty's Secret Service (Remastered)
Preis: EUR 8,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der beste Bond-Score!, 7. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Obwohl vielgescholten, zählt für mich dieser Film zu den Besten der Reihe.
Der Soundtrack dazu ist über jeden Zweifel erhaben:

Einmal abgesehen vom wahrlich grandiosen "We Have All The Time In The World", einer intimen Wanderung durch Seelenabgründe, subtil interpretiert von Louis Armstrong (in seiner letzten Aufnahme!), dem wohl eindrücklichsten Titelsong der Serie;
Die Instrumentalnummern begeistern: So hat Barry mit "Main Theme - On Her Majesty's Secret Service" ein völlig neues Hauptthema kreiert, das zu George Lazenby passt wie ein gutsitzender Smoking. Locker, beschwingt, voller Selbstironie und dennoch kraftvoll-geschmeidig trumpft dieses auf, selbstgerecht, erhaben, dynamisch federnden Schrittes. Die neue Bondinterpretation zeigt auf.
"Try" wiederum ist wunderbare Lounge-Musik: perlend, richtiggehend zwangsläufig folgt hier Ton auf Ton, atmospärisch kühl-distanzierte, dennoch existenbedrohliche Casinowelten erstehen lassend.
Herausragend jedoch "This Never Happened To The Other Feller", hier sagt die Betitelung alles: Mit diesem trockenen Wort auf den Lippen kommentiert der Held das eben Geschehene, auf den Vorgänger Sean Connery gemünzt; die musikalische Untermalung hierzu (der Titel deckt das gesamte Happening von der "Gunbarrel-Sequenz" bis zum Haupttitel ab!) ist unglaublich beeindruckend. Bond im Aston Martin, einen roten Camaro verfolgend - musikalisch stolziert selbstbewusst das bekannte Thema einher, um - Schönheit vor dem Suizid - urplötzlich in tiefste Melancholie zu verfallen. Bond, zur Rettung nahend, von üblen Gesellen attackiert - musikalisch werden wahre peitschenknallende Reiterhorden losgelassen. Der gesamte Titel: Dramatik im besten Wortsinn. Selbst für Bond-Verhältnisse einzigartig.
Garniert mit weiteren alleinstehenden Knüllern (ewta "Bobsled Chase") und selbst einer typischen "Sechziger-Schnulze" ("Do You Know How Christmas Trees Are Grown"), ich liebe diesen Song, versehen ein überaus inspirierter Score, der weit über das noch "herkömmliche" (natürlich ausgezeichnete) Barry-Niveau hinausreicht.

Ein absoluter Glanzpunkt der Reihe, für mich der beste Bond-Score überhaupt.

Back in Black (Special Edition Digipack)
Back in Black (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sein oder Nichtsein,..., 5. März 2009
das war hier die Frage.
Bon Scott, legendärer Sänger einer Hardrockgruppe names AC/DC, hatte sich soeben dauerhaft verabschiedet ("Heldentod" des Rock N'Roll, Alkoholvergiftung). Die Restgruppe, beraubt des Kopfes, doch jung an Gliedern, stand vor des Hamlets Frage.

Man entschied sich, weiterzumachen.
Die Frage, ob maßgebliche Kompositionen noch unter federführender Mitwirkung von Scott entstanden, wird wohl nie restlos geklärt werden können - die Überlebenden schweigen (für mich: eindeutig ja. Scotts Einfluss wird gerade in "Hells Bells", "Back In Black" und vornehmlich "Rock And Roll Ain't Noise Pollution", einem straightem Rocker, der an "Powerage"-Zeiten gemahnt, überdeutlich - Bons Stimmlage passt bestens zu diesen Werken und man kann sich lebhaft vorstellen, wie die "alte" Combo geklungen hätte).

Und: ach ja, Diskussionen über Brian Johnsons Leistung, ja schiere Gesangsexistenz, gab's und gibt's zur Genüge.
Ich fühle mich dem Scott-Lager zugehörig - nur, was ändert's? Johnson jedenfalls macht seine Sache so schlecht nicht (gerade auch weil er hier stimmlich noch in der Lage war, ein großes Spektrum abzudecken).

Die Kompositionen sind großteils Klassiker, kein Zweifel.
"Hells Bells", eingeläutet von den Kondolenzglocken (in memoriam Bon Scott), versehen mit einem grandiosen Riff und einem Solo, prägnant wie kaum ein anderes; "Shoot To Thrill", gewohnte Rockkost; "What Do You Do For Money Honey" ist vergleichsweise schwach, während "Givin The Dog A Bone" als typischer Live-Hammer daherwalzt. Das kann man allerdings von "Let Me Put My Love Into You" nicht gerade behaupten, stellt dieser doch für mich einen der schwächeren Bandtitel dar. Schwache Komposition, anspruchlos vorgetragen. Die Sache humpelt ganz gehörig. "Back In Black" hingegen, ein Monument: Riff, Singing, Beat, voll ins Gemächt. Danke! "You Shook Me All Night Long" sollte sich als Singlehit erweisen, "Have A Drink On Me" erinnert kompositorisch durchaus an Bon-Zeiten. Eher schwächer wieder "Shake A Leg", klar den Achtzigern verpflichtet, bevor mit "Rock And Roll Ain't Noise Pollution" abermals eine der ganz großen Hymnen folgt. Übrigens: Warum muss Brian Johnson nur immer so schreien? Hier zeigt er doch (in Passagen), dass er's subtiler doch auch könnte...

Insgesamt eine starke Leistung.
Ich hätte zwar lieber Bon Scott sel. an den Vocals erlebt - aus und vorbei. Sicherlich jedoch das beste Bandprodukt in der Post-Scott-Ära, das noch teilweise seinen Geist atmet.

Highway to Hell (Special Edition Digipack)
Highway to Hell (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 8,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Legende lebt!, 5. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
"Livin' easy, livin' free..." - bereits die ersten Takte machen klar, wohin die Reise geht.
AC/DC, Herren der Rockwelt, lassen bitten - und legen eines der besten Alben aller Zeiten vor.

Den Menschen, der "Highway To Hell" nicht kennt, kann's nicht geben. Dieser Jahrhundertsong, der selbst in Mainstream-Radiosendern immer wieder gerne gespielt wird, ist bekannt wie kaum einer. Und von einer Güte: bereits das Eingangsriff spricht für sich - einprägsam, auf den Punkt und dennoch reduziert dröhnt die SG aus vollen Marshalls. Und wenn Bon Scott mit seinem unnachahmlichem Timbre seine Sicht von Freiheit zu intonieren anhebt, ist Stille und Glück rundum. Garniert ist das Werk von einem jener Young'schen Soli, die in die Annalen der wenigen Besten aller Zeiten eingehen werden: wenige Töne, keine Spielereien, korrekt gezogen. Punkt.

In einer derartig "klassischen" Tonart zieht die Karawane weiter, Standard folgt auf Standard: mal trotzig ("Walk All Over You"), mal aggressiv ("Beating Around The Bush"), durchwegs jedoch auf höchstem Niveau (besonders stechen hier "Touch Too Much", beinahe eine Ballade, "Shot Down In Flames", ein heftiger Rocker mit unglaublichem Beat, und "If You Want Blood (You've Got It)", ein Mitgröhl-Opus der besten Sorte, hervor). Ganz zu schweigen von einem der besten Band-Songs ever: "Night Prowler", sensibles Denkmal Scotts eingedenk seiner selbst (der Hochbegabte sollte kurz vor Release des Nachfolgers "Back in Black" dem Heldentod aller Rockidole - Ableben infolge akuter Intoxikation - erliegen). Berührender Text, transportiert von überraschend subtiler Musik. Einzigartig im AC/DC-Universum. (Allenfalls noch vergleichbar mit dem weithin unbekannten "Carry me home" aus Sessionzeiten zu "Let there be rock" - ein immer mehr besoffen werdender Scott sinniert über die Mühen des Alltags; gibt's auf Youtube, anhören!)

Dem Rezensenten gefällt zwar der Vorgänger "Powerage" noch um einiges besser; "Highway to Hell" jedenfalls ist völlig zu Recht (neben "Led Zeppelin IV", "Paranoid" von Black Sabbath und "Appetite for Destruction" von Guns N'Roses) DIE Messlatte, an der sich Hervorbringungen der härteren Rockmusik zu messen haben.

Let There Be Rock (Special Edition Digipack)
Let There Be Rock (Special Edition Digipack)
Preis: EUR 12,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Charles Darwin anno 1977: vom Blues- zum Hardrock, die Evolution, 4. März 2009
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
1977. AC/DC: Als Bluesrock-Haudegen bekannt, schicken sie sich an, das neue Album zu veröffentlichen. Das Publikum erwartet gewohnt solide Qualität.

Geliefert wird ein Meisterwerk.

"Let There Be Rock" ist eine jener Scheiben, die ein neues Genre (mit-)begründen:
Gemeinsam mit den verdienten Kollegen von Black Sabbath und Deep Purple, die gleichfalls unsterbliche Werke hervorbringen (hie "In Rock", da "Paranoid") wird dem Rockgenre eine neue "Punze" hinzugefügt, die Zunft der schwarzen Krieger um solche des Metalls ergänzt: Hardrock ward geboren.

Unglaublich, welche Kracher die Australier hier vom Stapel lassen:
"Go Down", "Dog Eat Dog", "Bad Boy Boogie", alles bösartige, sinistre Rockhämmer - aggressives Riffing der Young-Brothers, korrespondierend die Alltime-Rockröhre von Bon Scott, dem Einzigartigen.
"Let There Be Rock": die Genesis aus Sicht rockender Atheisten. Eine Legende. Zurückhaltend instrumentiert, umso eindrücklicher. Ein Standard.
"Overdose", eine wunderschöne, melancholische, sich selbst vergessen machende Rocknummer. Der Text - Romantik pur.
Abschließend DER Song von AC/DC für Generationen, ja DER Rocker schlechthin, das "Smoke on the water" der härteren Zunft: " Whole Lotta Rosie"! Lyrics: anhören, schier unglaublich! Musik: unvergleichlich. Spielfreude, Endlossoli, Liveatmosphäre, remember Bon Scott. Vielgecovert, auch von einer Band namens AC/DC mit einem Sänger namens Brian Johnson; die Meisterklasse eines Bon Scott sollte - mit Abstand! - keiner mehr erreichen. Ein Mehr an Emotion, lakonischen Zynismus, bastardischen Humors sollte (und wird) keiner mehr erreichen. Dieser Song schuf die Grundlage zur Heldenverehrung des Bon Scott: der Tradition nach der beste Rocksänger aller Zeiten. Dem ist nur zuzustimmen.

Fazit: stimmige, zu Recht legendäre Platte der nunmehrigen Hartrocker. Die Geburt einer neuen Musik.
Kommentar Kommentare (6) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 8, 2009 11:28 PM MEST


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