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Rezensionen verfasst von
Miniboy (Cork, Irland)

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Windows Vista Home Premium 32 Bit OEM
Windows Vista Home Premium 32 Bit OEM

9 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vista ist eigendlich Betrug am Kunden!, 21. Mai 2008
Also, ich hatte Vista Premium letztes mit meinen neuen Laptop bekommen. Positiv ist sicherlich die neue Grafik, die auf die Widescreen Bildschirme ausgelegt ist und daher auch Photos, die man als Background oder Screensaver verwendet, dementsprechend anpasst. Wenn aber ueber das pur optische hinausschaut, stellt man schnell faesst, dass Nutzerfreundlichkeit keine grosse Prioritaet fuer die Designer hatte. Ich bin zwar im tagtaeglichen Umgang mit Computer ziemlich "literate", allerdings hat mich Vista ueber das gesamt letzte Jahr zu mancher Verzweiflung getrieben, die ich seit den pre-Windowszeiten von MS-DOS in PCs und Basic in Commodore 64 nicht mehr erlebt hatte.

1. Im Grunde genommen ist Vista selbst Windows 95 in Sachen Anwenderfreundlichkeit unterlegen. Zwar ist die Anwendung von Computer Software immer idiotensicherer geworden und erlaubt selbst dem Laien vielseitige und sichere Anwendungen, Vista stellt aber einen Rueckschritt zu den alten schlechten Zeiten dar. Die Benutzungsroutine, die man sich von Windows 3.1 ueber Windows 95, 98, 2000 bis zu Windows XP Sp2 angewoehnt hat, kann man mit Vista getrost aus dem Fenster schmeissen. Vieles ist so anders, dass man sich erst einmal mental richtig umstellen muss. Jemand der unsicher im Umgang mit Computern ist, wird das sicher nicht moegen. Man kann natuerlich die Ansicht (wie schon bei XP) auf den klassischen Windows Look umstellen - aber nur unter Verlust der grafischen Vorteile Vista's. Kein Vorteil also hier!

2. Die meisten Programme, die nicht offiziell fuer Vista lizensiert, laufen nicht oder nur fehlerhaft auf Vista. Aufladen kann man die meisten schon gar nicht! Darunter fallen allerdings die meisten aelteren Programme, so dass man im Grunde genommen gezwungen ist, die neuesten Versionen von liebgewonnen Programmen zu kaufen (natuerlich in der Hoffnung das Microsoft diese auch im Gegenzug fuer nette Kompensationen auch abgesegnet hat).

3. Wer nur Vista Basic hat, ist angeschissen, da alle Vorzuege Vista's nur mit dem Premium Paket erhaeltlich sind - trotzdem nimmt es aber 14GB Festplattenspeicher in Anspruch. Gluecklicherweise habe ich Vista Premium: Fuer "schlechtere" Programme wie QuickTime Player or Videospiele schaltet Vista Premium auf Basic herunter - und die Grafik ist wirklich armselig - dann doch lieber XP SP2 (eindeutig besser).

4. Selbst nach drei Jahren brauchte XP nur 1-2 Minuten um hochzufahren. Das Laden von Dateien war natuerlich abhaengig von der Dateigroesse und der Faehigkeit des PC oder Laptop ab. Nur im Falle Vista's dauerte das Hochfahren bereits am Anfang zwischen 2-3 Minuten. Nun ein Jahr spaeter sind 5-6 Minuten keine Seltenheit mehr (unter 4 Minuten fast unmoeglich)!!! Mindestens einmal pro Woche, wenn man gerade mal wieder mit unnuetzen Updates bombdiert wurde, kann auch durchaus mal 14 Minuten sein bis der Computer einsatzfaehig ist (trotz 1GB Intel Core-processor).

5. Vista frisst Energie wie kein anderes OS Programm. Das mag am heimischen PC nicht so auffallen, beim Laptop auf Batteriebetrieb macht sich das aber deutlich. Eine Batterie, die unter XP knapp 4 Stunden gelaufen waere, reicht unter Vista fuer gerade mal 2 Stunden max! Vielleicht ist dies auch ein Grund, dass Vista nicht mehr die Batterielaufzeit nicht mehr in Minuten angibt (wie bei XP), sondern nur % des gesamten Batterievolumens (wie frueher bei Windows 98 und 2000).

6. Ich habe gerade gelesen, dass Microsoft Vista ruehmt, da nach einem Jahr Laufzeit nur 12 Verbesserungen (verglichen zu 36 fuer XP) vorgenommen werden mussten. Da wundert es mich doch, warum ich nach einem Jahr bereits 68 "essential" Updates auf meinem Laptop habe, die knapp 10GB Speicherplatz einnehmen?!?! XP Sp1 hat innerhalb von drei Jahren nicht einmal 7GB von 61 Updates (inkl. "recommended" and "essential") angesammelt. Irgendwie hinkt der Vergleich. Oder aber Microsoft lobt Vista durch gezielte Falschaussagen um von potenziellen Schwaechen abzulenken.

7. Nach 6-7 Monaten "problemloser" Nutzung (die Beschreibung ist sehr, sehr relativ) - und etlichen "essential" updates - ist Vista nun in den letzten 6 Monaten bereits 10x abgestuerzt. So stabil, wie angegeben ist es also bei weitem nicht.

8.Auch die angepriesene Sicherheit von Viren und Trojanern durch die neuen Codes ist sehr relativ zu betrachten. Okay, die alten Viren/Trojaner/etc. die die alten Programmstrukturen suchen (wie bei den vorherigen Windowssystemen) greifen natuerlich wie die aelteren Software-Programme ins Leere. Nur haben die Programmierer von solchen verbrecherischen Programmen keine 4 Monate gebraucht, um dementsprechend umzustellen.

Langfristig ist Vista damit keineswegs mehr oder weniger sicherer als seine Vorgaenger. Es braucht halt nur mehr Energie, um zu laufen, mehr Zeit und Speicherkapazitaet im Prozessor, um hochzufahren und zu laufen, mehr Speicherkapazitaet, mehr Geld, um aeltere Software neuzuerwerben, staerkere Nerven des Nutzers in der (tatsaechlich!) limitierteren Anwendung, etc.

Ich habe schon ofter darueber nachgedacht, mir XP Sp2 zu besorgen und die Systeme auszutauschen. Nur fuerchte ich, das Micosoft wohl demnaechst dafuer sorgt, dass die meisten zukuenftigen Programme/Anwendungen nur ueber Vista laufen werden...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 12, 2012 11:52 AM CET


Once [UK Import]
Once [UK Import]
DVD ~ Glen Hansard
Wird angeboten von QualityMediaSuppliesLtd
Preis: EUR 15,99

13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein Muss-Haben!!!, 24. Januar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Once [UK Import] (DVD)
Zuallerst stimme ich den vorherigen Kommentaren voll und ganz zu, dass der Film in seiner (fast dokumentarisch wirkenden) Einfachheit UND der musikalisch erstklassige Soundtrack wirklich genial sind. Die DVD ist definitiv ein wirkliches Muss!

Allerdings ist bei der vorhwerigen Rezensentin (und bei weitem nicht nur ihr) aufgrund der simplen Natuerlichkeit des Films und der sichtbaren Harmonie zwischen Marketa Irglova und Glen Hansard ein bisschen die Phantasie durchgegangen. Die beiden sind im wirklichen Leben KEIN Paar, sondern einfach nur gute Freunde (...fast wie im Film...) und Kollegen, die sich als alternative (Indie-)Musiker schon Jahre vor den Dreharbeiten kannten. Sowohl Glen und Marketa als auch John Carney (der Director) stellen das in dem Bonus-Material der DVD noch einmal deutlich klar (Glen ist seit Jahren in einer festen Beziehung). Alle drei empfinden es allerdings als ein Kompliment fuer die Qualitaet des Films und schauspielerischen Leistung der beiden, die eigendlich Amateure sind.

Glen Hansard hat nicht nur schon eine Nebenrolle in "The Commitments" gespielt, sondern ist zuallerst seit ueber 15 Jahren Frontmann, Saenger und Songwriter der derzeit erfolgreichsten Irischen Independent-band "The Frames" - von denen uebrigens viele Songs des Soundtracks sind. Waehrend einer Auszeit mit der Band, hat Glen zusammen mit Marketa for 2 Jahren ein Solo-Album augenommen, von dem auch einige Songs auf den Soundtrack sind. Und wie es halt so ist, war John Carney bis Ende der 90er Jahre Mitglied bei den "Frames" und hoerte nur auf, um sich ganz seinem Interesse als Dokumentarfilmer widmen zu koennen. Daher wohl der natuerliche, lebensechte Stil des Films. Als John nach einer Hauptdarstellerin fuer den Film suchte, schlug Glen einfach Marketa vor obwohl diese noch nie vor der Kamera stand. Waehrend er das Drehbuch ueberarbeitete und zunehmend mehr Wert auf die Musik legte, kam John dann auf die Idee anstelle eines Schauspielers die Rolle mit einem Musiker zu besetzen - und ueberzeugte dann Glen (siehe ebenfalls das Bonusmaterial). Alles in allem eine gute Wahl.

Bleibt zu hoffen das "Falling slowly" nun auch den Oscar gewinnt, da es bei Abstand der beste Song unter den nominierten ist!


Ein Song zum Verlieben
Ein Song zum Verlieben
DVD ~ Stanley Tucci
Wird angeboten von Drehscheibe24
Preis: EUR 2,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Four Last Songs (Originaltitel) - Ein richtiges Indie-Juwel, 8. Oktober 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ein Song zum Verlieben (DVD)
This movie is a real, little gem and has become one of my favourites! It is therefore quite disappointing that BBC Films as the producer hasn't been released it in Europe so far.

The story revolves around Larry (Stanley Tucci), a mediocre and chronically unsatisfied musician who has settled in the ex-pat community of a remote island village in the Mediterranean. Despite being tiny, the village is also famous for having been the home of a celebrated European composer. Although Larry initially hoped to absorb some of the dead man's glory, his modest talents have instead confined him to playing the piano in a local bar.
In a last effort to make his mark, Larry convinces the composer's widow (Marisa Paredes) to allow him staging a gala concert as tribute to the composer. However, his plans are increasingly put into jeopardy by the embittered widow's jealousy towards her husband's muse (Emmanuelle Seigner), who possesses the partiture of the master's unpublished last work, by his own neurotically jealous partner (Jessica Stevenson), by Sebastian (Hugh Bonneville), a social-climbing Englishman, and his anarchistic younger brother Dickie (Rhys Ifans) as well as by the hired arrogant star pianist's (Karl Johnson) attitudes and behaviour.
But all those troubles are eclipsed by the unexpected arrival of Larry's own stubborn and streetwise daughter Frankie (Jena Malone), who - as the unwanted result of a one-night stand - has been tracking him down for most of her life and won't take any rejection for an answer anymore. Thus, Larry must learn for the first time in his life to balance all the harmonies and deliver his own masterpiece.

The film lives from a strong ensemble cast performance, of which in particular Stanley Tucci, Rhys Ifans and Jena Malone stand out. Those who enjoyed movies like "Little Miss Sunshine", "The Devils wears Prada", "The Edukators", "The Miracle of Bern", "Life as a House" or "Big Fish" will love this movie as well. Highly recommended!!!


Imagewirkungen von Eventmarketing: Entwicklung eines ganzheitlichen Messansatzes
Imagewirkungen von Eventmarketing: Entwicklung eines ganzheitlichen Messansatzes
von Jan Drengner
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr informative und detaillierte Doktorarbeit, 2. März 2004
Ein Muß für jeden, der an Event-Marketing interessiert ist!! Obwohl Jan Drengner's Buch eine veröffentlichte Doktorarbeit ist, ist es sehr leicht verständlich, interessant und detailliert geschrieben. Daher ist es neben der eigendlichen akademischen Zielgruppe auch für Laien zu empfehlen. Zum Inhalt: Nach einer kurzen Einleitung über den derzeitigen Wissensstand in Eventmarketing, entwickelt Jan Drengner ein theoretisches Modell um die Werbewirkung von Marketing-Events anschaulich darzustellen. Dabei werden psychologische Konzepte, z.B. das Flow-Konzept, in die Überlegung miteinbezogen. Im Anschluß überprüfte Jan Drengner sein Modell in einer empirischen Studie.


Wirkungen von Event-Marketing. Theoretische Fundierung und empirische Analyse
Wirkungen von Event-Marketing. Theoretische Fundierung und empirische Analyse
von Gerd Nufer
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich empfehlenswertes Buch zum Thema Event-Marketing, 29. Mai 2003
Gerd Nufer's Veröffentlichung ist ein wirklich gelungenes Buch, das seiner Vorgabe, die Wirkungen des Event-Marketing theoretisch zu erklären und empirisch zu belegen, völlig gerecht wird. Nach einer Einführung zum Thema Event-Marketing als kommunikationspolitische Strategie, in der der gegenwärtige Stand der Wissenschaft lesenswert zusammengefaßt wird, versucht der Autor erfolgreich als erster ein theoretisches Modell zur Erklärung der Kommunikationswirkung von Event-Marketing zu erstellen, indem er bereits etablierte Kommunikationsmodelle anderer Kommunikationsinstrumente (Werbung, Sponsoring, et al.) heranzieht und kritisch auf deren Ewignung überprüft. Nach einer theoretischen Überprüfung seines entwickelten Modells, bringt der Autor seinen empirischen Nachweis durch eine praktische Studie, die die Wirkungen von Event-Marketing mit dem des Sponsoring vergleicht. Gerd Nufer nutzt dabei das Engagement des Sportartikelherstellers "Adidas" in die Fußball-Weltmeisterschaften 1998 und dessen gleichzeitig durchgeführte Event-Marketing Strategie "DFB Adidas Cup", um festzustellen welche Wirkungen (separat und integriert) diese Stratiegien auf die Zielgruppe der 14 - 18jährigen haben und welche (wenn überhaupt) erfolgreich zu einer Image-Verbesserung beiträgt. Das Resultat ist äußerst interessant und lesenswert.
Um Enttäuschungen vorzubeugen: Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Doktorarbeit. Dementsprechend akademisch ist dies Buch auch geschrieben, wodurch die Wortwahl und die (akademisch obligatorischen) Fremdwörter praktisch-orientierte Leser, die mehr nach einem anwendungsbezogen Praxis-Ratgeber suchen, eher abschrecken könnten. Was eigendlich schade wäre, da es trotz seines akademischen Anspruchs dennoch sehr verständlich, nachvollziehbar und lesenswert geschrieben ist. Für diejenigen, die sich allerdings intensiver mit Event-Marketing beschäftigen, ist dieses Buch ein Muss, welche auch einige neue Erkenntnisse bereithält.
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 28, 2009 6:45 PM CET


Wirkungen von Event-Marketing. Theoretische Fundierung und empirische Analyse
Wirkungen von Event-Marketing. Theoretische Fundierung und empirische Analyse
von Gerd Nufer
  Taschenbuch

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich empfehlenswertes Buch zum Thema Event-Marketing, 29. Mai 2003
Gerd Nufer's Veröffentlichung ist ein wirklich gelungenes Buch, das seiner Vorgabe, die Wirkungen des Event-Marketing theoretisch zu erklären und empirisch zu belegen, völlig gerecht wird. Nach einer Einführung zum Thema Event-Marketing als kommunikationspolitische Strategie, in der der gegenwärtige Stand der Wissenschaft lesenswert zusammengefaßt wird, versucht der Autor erfolgreich als erster ein theoretisches Modell zur Erklärung der Kommunikationswirkung von Event-Marketing zu erstellen, indem er bereits etablierte Kommunikationsmodelle anderer Kommunikationsinstrumente (Werbung, Sponsoring, et al.) heranzieht und kritisch auf deren Ewignung überprüft. Nach einer theoretischen Überprüfung seines entwickelten Modells, bringt der Autor seinen empirischen Nachweis durch eine praktische Studie, die die Wirkungen von Event-Marketing mit dem des Sponsoring vergleicht. Gerd Nufer nutzt dabei das Engagement des Sportartikelherstellers "Adidas" in die Fußball-Weltmeisterschaften 1998 und dessen gleichzeitig durchgeführte Event-Marketing Strategie "DFB Adidas Cup", um festzustellen welche Wirkungen (separat und integriert) diese Stratiegien auf die Zielgruppe der 14 - 18jährigen haben und welche (wenn überhaupt) erfolgreich zu einer Image-Verbesserung beiträgt. Das Resultat ist äußerst interessant und lesenswert.
Um Enttäuschungen vorzubeugen: Bei dieser Publikation handelt es sich um eine Doktorarbeit. Dementsprechend akademisch ist dies Buch auch geschrieben, wodurch die Wortwahl und die (akademisch obligatorischen) Fremdwörter praktisch-orientierte Leser, die mehr nach einem anwendungsbezogen Praxis-Ratgeber suchen, eher abschrecken könnten. Was eigendlich schade wäre, da es trotz seines akademischen Anspruchs dennoch sehr verständlich, nachvollziehbar und lesenswert geschrieben ist. Für diejenigen, die sich allerdings intensiver mit Event-Marketing beschäftigen, ist dieses Buch ein Muss, welche auch einige neue Erkenntnisse bereithält.


Eventmarketing. Grundlagen, Rahmenbedingungen, Konzepte, Zielgruppe, Zukunft
Eventmarketing. Grundlagen, Rahmenbedingungen, Konzepte, Zielgruppe, Zukunft
von Wolfgang Müller
  Taschenbuch

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Bewertung: Note 6 - Thema verfehlt!!!, 26. März 2003
Ich habe mir Dr.Müller's Buch gekauft,da ich akademisch & praktisch sehr stark am Thema Event-Marketing interessiert bin. Leider handelt es sich hierbei um ein absolutes Fehlinvestment aus mehreren Gründen! Erstens stilistisch bedient sich Dr. Müller zwei uralten Studententricks: 1. Haste nix zu sagen, füll die Seiten mit größeren Fonts und Absätzen. Folglich findet man auf knapp 190 Seiten den Text, der nicht einmal 100 normalgeschriebene Seiten ausgemacht hätte. 2. Mangelt es eigener Forschung, Theorie oder Meinung, verwende soviele Zitate und Referenzen wie nur möglich. Dies wäre an sich nicht so schlimm, würde sich dabei zumindest ein konsistenter Roter Faden ergeben, der zumindest eine einheitliche Idee widerspiegelt. Davon kann in diesem Buch ebenfalls keine Rede sein.
Zum Inhalt: Wäre dies Buch ein Schulaufsatz oder eine Seminararbeit, so hätte Dr. Müller sein Thema verfehlt. Ein Buch über Event-Marketing sollte sich in erster Linie um Event-Marketing handeln. Aber gerade einmal 20 (!!!) der mageren 190 Seiten beschäftigen sich damit! Der überwiegende Teil davon beschäftigt sich auch nur mit der Definition und Interpretation, was Event-Marketing beinhaltet, statt auf die Event-Marketing-Strategie an sich annähernd einzugehen. Anstelledessen konzentriert sich Dr. Müller auf den Erlebnisbegriff an sich, präsentiert eine Zusammenfassung philosophischer Erlebnistheorien und deren Einfluß auf die Erlebnisgesellschaft (nach Schulze) von heute. Dies ist als Grundlage und Erklärung für den Einsatz von Event-Marketing von großer Bedeutung. Wenn es aber mit über 100 der 190 Seiten die absolute Mehrheit des Textes einnimmt und damit das Hauptthema verdrängt, dann verfehlt es den Zweck als Grundlage. Desweiteren bleibt Dr. Müller auch die Erklärung dieser Bedeutung schuldig. Im Grunde genommen, der Zusammenhang von Erlebnisgesellschaft und Event-Marketing ist non-existent. Da Rahmenbedingungen, Konzepte und Zielgruppen mehr oder minder überflogen werden, beschäftigt sich Dr. Müller auf den letzten 60 Seiten mit der Zukunft des Event-Marketing (was ohne Darstellung des gegenwärtigen Status Quo recht merkwürdig ist). Wie schon erwähnt, mangelt das Buch eines Roten Fadens und dies wird im Fall der präsentierten deutlich sichtbar. Mir scheint, daß Dr. Müller gar keine rechte Ahnung hat, was Event-Marketing eigendlich ist und um was es dabei eigendlich geht. Das offensichtlichste Beispiel ist hierbei, daß Dr. Müller bei der Definition von Event-Marketing schließlich zu Nickel's Schluß kommt, es handelt hierbei um das Marketing von Produkten, Marken und Unternehmen durch Events als mehrdimensionale Erlebniswelten und nicht um das Marketing von Events. Dennoch beziehen sich ALLE Zukunftsperspektiven des Event-Marketing auf das Marketing von Events - Ein logischer Widerspruch. Alles im allen erscheint dieses Buch als ein billiger, aber scheinbar erfolgreicher Cash-In-Versuch zu sein, am Trend Event-Marketing zu profitieren.
Meine Entscheidung, das Buch zu kaufen, wurde durch die überraschend vielen positiven Bewertungen beeinflußt. Leider scheinen leider auch die akademischen und praktischen Befürworter dieses Buches wie Dr. Müller nicht recht zu wissen, um was es beim Event-Marketing geht.
Interessenten sind mit Oliver Nickel's "Eventmarketing"-Buch als Pflichtlektüre (Allein schon, da die meisten von Dr. Müller verwendeten Zitate eh daraus entstammen!), sowie Bremshey et al.'s Buch aus Sicht von Praktikern besser beraten.


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