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Rezensionen verfasst von
Steve

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Die ganze Wahrheit - Todesflug MH 370
Die ganze Wahrheit - Todesflug MH 370
von Ed Winter
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die ganze Wahrheit - Über die Phantasie des Autors..., 21. Juli 2014
Wie kann dieses Buch fast durchgehend so gute Bewertungen bekommen? Ein Schlag in's Gesicht der Hinterbliebenen ist es, mit dem der Autor Geld machen möchte - nicht mehr! Aber der Reihe nach, und ich werde nicht mit Spoilern sparen!

Ed Winter beginnt mit einer an den Haaren herbei gezogenen Aneinanderreihung der Zahl 37 und wie oft sie mit dem Flug MH370 auftauchen würde. Und schon hier stimmen einige Dinge ganz einfach nicht. Das Unglück wäre angeblich genau 37 Monate nach dem Atomunfall in Fukushima passiert. Vom 11.03.2011 bis zum 08.03.2014 sind es exakt 37 Monate? Rechnet selbst nach.

Es folgen ASCII-Code-Übersetzungen und der Vergleich mit dem seit Jahren als Hoax aufgedeckten 9/11-Windings-Mysterium. Was der Autor hier in die MH370-Windings-Übersetzung (oder Webdings, weil's hier besser passt) reininterpretriert, kann einen beim Lesen nur zum Kopfschütteln bringen. Die Boeing 777 könnte also in einem Vulkan auf Island geparkt worden sein? Eine Aktion, die Island gemeinsam mit den USA unter Zuhilfenahme des Philadelphia-Experiments durchgezogen hat, um den Russen eins auszuwischen? Lächerlich.

Überhaupt, die Sache mit dem Philadelphia-Experiment: praktisch alles, was Winter hier dazu aufführt, wurde quasi 1:1 von Wikipedia abgeschrieben. Investigativer Journalismus sieht anders aus. Winter scheint sich wenig bis keine Mühe gemacht zu haben, eigene Nachforschungen anzustellen. Stattdessen gibt er sogar die Bild-Zeitung bei den Quellenangaben an. Ohne Worte.

Aber es geht weiter: das Flugzeugmodell der Boeing 777 wird laut Ed Winter "seit vielen Jahren nicht mehr gebaut". Aha. Eine kurze Recherche meinerseits hat ergeben, dass die 777 seit 1994 durchgehend in Serienproduktion ist. Aktuelle Bestellungen sind noch nicht mal vollständig ausgeliefert. Von einem Produktionsende dieses Modells kann keine Rede sein. Übrigens: die Boeing 767 wird ebenfalls nach wie vor gebaut.

Laut dem Autor wird wenige Wochen nach Erscheinen seines Buches das Wrack - oder zumindest Wrackteile - der Maschine gefunden werden. Oder eine nachgebaute Maschine, da das Original ja in Island steht. Währenddessen rufen die angeblich beim Absturz umgekommenen Passagiere aus dem Tschagos-Archipel (was im Indischen Ozean liegt) ihre Verwandten an, weil, ja warum eigentlich? Ach richtig, weil das Flugzeug ja auch nach Diego Garcia geflogen worden sein könnte. Mann oh Mann, ich krieg zu viel! Na jedenfalls: das Flugzeug wurde bis heute nicht gefunden, womit dieses Buch zumindest die Wahrheit gezeigt hat, dass Ed Winters prophetische Begabung etwas zu wünschen übrig lässt.

Weiter geht's: Ed Winter fragt, wieso es eigentlich keine Foto-Aufnahmen der Maschine gibt, während sie in Kuala Lumpur zum Unglücksflug gestartet ist? Ähm, hallo? Weil es mitten in der Nacht und deshalb stockdunkel war, als das Flugzeug gestartet ist. Aber das verschweigt der Autor und verkauft seine Leser lieber für dumm. Als nächstes möchte er wissen, wieso es keine Fotos von "jubelnden Angehörigen" gibt, die ihre Lieben beim Boarding der Maschine fotografiert haben. Also bitte! Jeder, der schon mal mit einem Passagierflugzeug geflogen ist, weiß, dass Personen, die keine Bordkarte haben, keinen Zutritt in den Terminalbereich eines Flughafens erhalten. Somit können auch keine Fotos von den an Bord gehenden Passagieren existieren. Desweiteren war dieser Flug mit über zwei Dritteln Chinesen besetzt, deren Angehörige sich dann wohl eher am Ankunftsflughafen in Peking aufhalten würden als in Kuala Lumpur. Außerdem: wie viele Fotos von diversen Flugzeugen existieren denn generell? Wird wirklich jede Maschine hunderte Male in ihrer Dienstzeit von allen möglichen Leuten und Passagieren fotografiert? Wohl eher nicht.
Zahlenspiele a la "auf jedes Flugzeug der Welt kommen 280000 Menschen und da kann es doch gar nicht sein, dass eins spurlos verschwindet" sind argumentativ überhaupt nicht haltbar. Mit so einem Käse wird hier Geld gemacht.

Ich gebe zu, dass die Sache mit den beiden gestohlenen Pässen, mit denen zwei iranische Personen an Bord gegangen sein sollen, Fragen offen lässt. Aber dahinter zu vermuten, wie Ed Winter es hier tut, dass der iranische Geheimdienst mit den USA hier gemeinsame Sache gemacht hätte, um ein künftiges "Anschlagflugzeug" gegen Russland in seinen Besitz zu bringen, ist abenteuerlich und absolut lachhaft. Iran und die USA, na klar...

Mir ist klar, dass das ungelöste Rätsel dieses Fluges viele Fragen aufwirft, und die Leute Antworten haben möchten. Fakt ist aber, in diesem Buch werden sie diese Antworten nicht finden. Tatsächlich sollte jeder, der sich für diesen mysteriösen Fall interessiert, weit weg von diesem Schund auf 200 Seiten bleiben! Und alle anderen am besten auch.

Eins noch: Der Autor empfiehlt seinen Lesern am Anfang, das Büchlein nicht in einem Rutsch durchzulesen, sondern zwischendurch Pausen zu machen, damit man sich eigene Gedanken zu dem Geschriebenen machen kann. Tja, danke für den guten Rat! Ohne Pausen wäre das Ding nämlich kaum zu ertragen gewesen. :-)
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 2:38 PM MEST


Xbox-360-Kinect- und PS3-Eye-Cam-Halterung für TV- und Wandmontage
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Wird angeboten von expressbuch24
Preis: EUR 10,03

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schrott, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Halterung wurde konzipiert für TV-Geräte, die hinten absolut senkrecht sind. Ist das nicht der Fall, macht man sich schnell Kratzer in das teure Gerät. Obendrein ist das Ding dann auch gar nicht stabil. Plastikschrott trifft es am Besten. Finger weg!


Corsair 2GB (1x2GB) DDR2 800 MHz (PC2 6400) Desktop Arbeitsspeicher (CM2X2048-6400C5)
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Preis: EUR 34,24

5.0 von 5 Sternen Noch nie schlechte Erfahrungen mit Corsair-RAM, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe schon oft Arbeitsspeicher von Corsair verbaut. Ob nun ValueSelect, XMS2 oder XMS3 - mit Corsair-RAM gab es noch nie Probleme. So auch dieses Mal. Absolute Kaufempfehlung!


Einbaurahmen 2,5" Festplatte SSD auf 3,5" Adapter Festplatten Einbau Rahmen (kompatibel mit bis zu 2x 2,5" Festplatten HDD oder SSD) Wechselrahmen Halterung
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Wird angeboten von *MEMORYKING*
Preis: EUR 16,99

5.0 von 5 Sternen Perfektes Teil, 14. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Einbaurahmen passte bei mir perfekt in mein PC-Gehäuse und hält dort eine 2,5 Zoll Festplatte. Letztere passte ebenfalls absolut perfekt in den Rahmen hinein. Zubehör war auch noch reichlich dabei (Kabel, Adapter, Schrauben), so dass ich diesen Einbaurahmen absolut empfehlen kann!


Der Hobbit: Smaugs Einöde [Blu-ray]
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DVD ~ Billy Connolly
Preis: EUR 9,97

888 von 1.144 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Au weia! Der arme Herr Beutlin.., 22. Dezember 2013
Rezension enthält Spoiler, also seit gewarnt ^^

Ich habe es von Anfang an sehr skeptisch gesehen, dass aus dem vergleichsweise kurzen Buch eine ganze 9-stündige Filmtrilogie gemacht werden sollte. Mit dem zweiten Teil Smaugs Einöde kristallisiert sich noch mehr als beim ersten Film heraus, dass dies einfach nicht wirklich gut funktioniert.

Ich bin Tolkien-Fan und kenne nicht nur den Hobbit und den Herrn der Ringe, sondern habe auch das Silmarillion und die Anhänge und Register gelesen, außerdem die Kinder Hurins. Ich liebe den Stoff und Jacksons Ring-Trilogie, ich liebe Fantasy und ich habe mit wirklich großer Neugier und Vorfreude die Hobbit-Filme erwartet. Optisch und atmosphärisch sind sie der erwartete Knaller. Kitschig, detailreich und mit großem Aufwand realisiert - genau so habe ich es nach der Ring-Trilogie erwartet und wurde nicht enttäuscht. Das Problem ist der Inhalt. Nicht nur ist dieser einfach nicht auf drei Filme ausgelegt, es wurde bei vielen Dingen enorm viel geändert, hinzugedichtet oder unnötig aufgeblasen, wohingegen andere Dinge zu kurz kommen. Beorn beispielsweise wird in etwa zwei Minuten abgehandelt, dafür gibt es aber später im Erebor eine unglaublich lange und ermüdende Verfolgungsjagd zwischen Smaug und den Zwergen (+Bilbo), inklusive Schubkarren-Flüssiggoldsurfen und Drachenschnauzen-Balancieren. Diese Szenen sind, genauso wie die total mit Slapstick überfrachtete Fässerfahrt im Fluss, eine reine Anbiederung an das Popcorn-Action-Kino. Ganz offensichtlich traut man dem heutigen Filmgucker nicht zu, Gefallen an einer Fantasygeschichte wie dem Hobbit zu finden, wenn darin nicht irgendwelche völlig abgedrehten, selbst der Logik eines Fantasyuniversums spottenden Szenen vorkommen.
Kämpfe und Verfolgungsjagden werden hier kaum bedrohlich und angsteinflößend dargestellt, sondern eher klamaukhaft und comicartig. Die Orks sind keine ernstzunehmenden Gegner mehr (wie noch in der Ring-Trilogie), die man fürchten und respektieren muss, sondern Kanonenfutter für jeden nur erdenklichen Slapstick. Soll ich das als Fan der Tolkien-Welt interessant finden? Und was ist mit diesem Kratos-Ork, der soll seit Neuestem Saurons Armee anführen? Da ist ja die Niederlage vorprogrammiert..
Und warum wird aus Radagast, wenn er denn schon entgegen der Vorlage im Film dabei sein soll, eine absolute Witzfigur gemacht, die ein Vogelnest auf dem Kopf und Vogelkacka im Gesicht hat?
In der Seestadt Esgaroth werden ein Dutzend Orks in einer 10 m2-Wohnung gekillt. Dort müsste es also wimmeln vor Leichen. Aber schon fünf Sekunden später ist dort nichts mehr zu sehen von einem Kampf, wenn die Elbin Tauriel den Zwerg Kili heilt, der übrigens auch noch verliebt in sie ist...
Und dann ist da natürlich noch Smaug, der ungeschickteste Drache aller Zeiten mit dem kältesten Feueratem aller Zeiten, das nicht mal dazu in der Lage ist, einem Zwerg die Barthaare anzusengen. Sein Bauch ist hier nicht mit Gold und Edelsteinen überzogen. Nein, hier hat man ihn während der Eroberung des Erebors eine Schuppe am Bauch verlieren lassen, die nicht nachgewachsen ist und deshalb eine verwundbare Stelle hinterlässt. Na Prost! Nach all dem übertriebenen Special-Effects-Klamauk wählt man ausgerechnet hier eine so unspektakuläre - wenn auch nachvollziehbare - Lösung.
Enttäuschend ist außerdem, dass etwas anderes enorm wichtiges unter all dem begraben wird: die Charaktere. Bilbo hat nur noch wenige Szenen, und noch viel weniger wirklich gute. Thorin ist nicht annähernd so ambivalent dargestellt wie er sein müsste bzw. Tolkien ihn ausgearbeitet hat. Die meisten anderen Zwerge bleiben dem Zuschauer völlig fremd, sind halt der Vollständigkeit halber dabei. Legolas wurde im Vergleich zu Jacksons HdR-Trilogie komplett verändert. Dort war er intelligent und vorausschauend, hier ist er verbittert und fast schon bösartig.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Film durchaus Unterhaltung bietet, vor allem optischer Natur. Inhaltlich fehlt mir der Respekt zu dem Material der Vorlage, denn selbige wurde äußerst frei adaptiert, auch unter Berücksichtigung der Zusatzinhalte aus dem Silmarillion. Smaugs Einöde ist nicht spannend. Smaugs Einöde ist in sich nicht logisch. Smaugs Einöde ist kein Film für Fans anspruchsvoller Fantasy. Im Grunde genommen ist er lediglich ein Zeitvertreib für einen Nachmittag/Abend, an dem einem sonst nichts anderes einfällt, was man tun könnte. Und das ist ein trauriges Urteil. Man spürt beim Schauen nicht mehr die Magie, wie sie noch bei der Ring-Trilogie allgegenwärtig war. Hier hat man eher das schwer zu erklärende Gefühl, sich über die Dauer des Films "hindurcharbeiten" zu müssen. Irgendwie beschlich mich der Gedanke, dass die Produktion auch für Jackson und seine Crew viel mühsamer und schwerfälliger als beim Herrn der Ringe war. Optisch ist alles da, aber es fehlt die Seele.

Update (16.01.14):
Aufgrund der vielen bösartigen Kommentare möchte ich doch um eines bitten: Nicht jedes Wort aus dieser Rezension drei Mal umdrehen, analysieren und zu viel hinein- oder falsch interpretieren.
Kommentar Kommentare (224) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 23, 2014 11:01 PM MEST


Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben
Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben
von George R.R. Martin
  Broschiert
Preis: EUR 15,00

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DIE Vorgeschichte? Mitnichten..., 9. November 2013
Der Heckenritter von Westeros: Das Urteil der Sieben ist ein gutes Buch. Eine Geschichte, die vor den Ereignissen im "Lied von Eis und Feuer" spielt, aber nicht wirklich eine Vorgeschichte im klassischen Sinn ist. So gesehen, ist der Sticker auf dem Buch "Die Vorgeschichte zu Das Lied von Eis und Feuer" mehr oder weniger irreführend. Klar werden Fans des Zyklus auch dieses Buch hier mit Interesse lesen, aber DIE Vorgeschichte ist es beileibe nicht. Die wäre in einem 416-Seiten-Band auch nie und nimmer unterzubringen.

Zum Buch selbst (Spoiler): mir hat am Ende zwar ein bißchen der Schulterschluss gefehlt zu dem, was Dunk und Egg später noch werden (Kommandant der Königsgarde bzw. Aegon V. König von Westeros), aber dennoch ist das Buch absolut zu empfehlen. Man merkt natürlich, dass hier drei ursprüngliche Kurzgeschichten zu einem Buch gemacht wurden, da es Sprünge in der Handlung gibt, aber das stört nicht. Wer schon immer mehr Targaryen wollte, wird hier bestens bedient. Egg, Daeron, Baelor, Maekar, Aerion - sie alle sind in diesem Buch Hauptfiguren (zumindest im ersten Teil).

Fazit: Wenn der gute Herr Martin mit seiner Fantasy-Soap mal irgendwann fertig ist, wird es ja vielleicht noch weitere Bände zu "Dunk & Egg" geben. Das wäre fein..


Der letzte Tag der Schöpfung: Roman - Mit einem Vorwort von Frank Schätzing - (Meisterwerke der Science Fiction)
Der letzte Tag der Schöpfung: Roman - Mit einem Vorwort von Frank Schätzing - (Meisterwerke der Science Fiction)
von Wolfgang Jeschke
  Taschenbuch

2 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Überbewerteter Schwachsinn, 2. Juni 2013
Ich habe mich blenden lassen. Blenden lassen von den vielen guten Rezensionen und Bewertungen. "Der letzte Tag der Schöpfung" ist kein guter (Zeitreise-)Roman. Im Gegenteil..

Ich möchte vorab auf diverse Spoiler hinweisen!

Es beginnt damit, dass der Fund diverser Artefakte beschrieben wird und wie die mittelalterliche Erdbevölkerung diese Artefakte jahrhundertelang als heilige Reliquien verehrt. Tatsächlich sind diese Artefakte hier jedoch durch die Zeit zurückgeschickte technische Gegenstände, die die Bevölkerung zwischen 300 und 1800 natürlich nicht als solche identifizieren kann. So wird dann aus einem Atemschlauch eines Kampfpiloten das beste Stück des Heiligen Vitus, das sich durch das ihm zur Strafe auferlegte "Bad" in kochendem Öl entsprechend verändert haben soll...
Nach dieser sehr trockenen Einleitung, die etwa 70 Seiten lang ist, kommt der etwas interessantere Teil, in dem die amerikanischen Wissenschaftler und Militärs über das hochgeheime Projekt der Zeitreise - und den damit beabsichtigten Zielen - diskutieren. Leider wird hier bereits ein großes Manko des Romans klar: die Charaktere sind alle sehr eindimensional und starrköpfig ausgearbeitet, eine Identifikation mit egal welchem fällt hier sehr schwer.
Später schicken die USA dann diverse Wissenschafter, Bauarbeiter und Solaten (unter ihnen Steve und Jerome, die zwei Helden des Buchs) durch die Zeit zurück, um in der prähistorischen Epoche eine Pipeline von Arabien nach England zu legen, damit man den Arabern das Erdöl klauen kann, bevor diese es in Besitz nehmen können. Hier stellt sich die Frage, ob das denn überhaupt möglich wäre, denn ich frage mich ob das Erdöl vor 5 Millionen Jahren dort überhaupt schon existiert hat.. Aber egal. Dennoch wird diese eigentlich interessante Geschichte sofort nach der Ankunft in der Urzeit kaputt gemacht, als die Neuankömmlinge von ihren Kameraden per Funk gewarnt werden, auf frische Kamelspuren zu achten. Daraus folgern Steve und Jerome, dass die Araber wohl ebenfalls bereits in der Vergangenheit angekommen sind - und dass sie ihre Kamele mitgebracht haben. An dieser Stelle musste ich laut lachen und hätte das Buch fast endgültig zur Seite gelegt... Der Gipfel der Absurdität kommt allerdings erst im Nachwort von Wolfgang Jeschke persönlich, als er sich wünscht, sein Buch würde verfilmt werden. Nun, vielleicht würde sich Roger Corman dazu überreden lassen..

Ich gebe zwei Sterne für den interessanten Teil, in dem die Wissenschaftler über die Möglichkeiten und Konsequenzen des Zeitreiseprojekts diskutieren. Hier werden einige kluge Aspekte angesprochen (aber längst nicht alle), die den Leser doch über das Konzept nachdenken lassen. Der Rest des Romans ist jedoch schlecht ausgearbeitet, schlecht erzählt und daher nicht mehr als zwei Sterne wert.


BioShock: Rapture
BioShock: Rapture
von John Shirley
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Gesellschaft ohne Grenzen?, 23. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: BioShock: Rapture (Broschiert)
Andrew Ryan - oder Andrei Rianofski - ist ein russischer Flüchtling, der es im Amerika der 1930er und 1940er Jahre zu einem reichen Industriellen geschafft hat. Nach den Atombombenabwürfen über Hiroshima und Nagasaki ist er davon überzeugt, dass die Menschheit sich in absehbarer Zeit selbst auslöschen wird. Zudem ist Ryan genervt von den politischen, gesellschaftlichen, religiösen und moralischen Zwängen der Welt und sieht nur einen Ausweg: Rapture, eine gigantische Unterwasserstadt im Nordatlantik, die völlig autark von der restlichen Welt existieren soll. Also lässt er Rapture bauen und bietet Freigeistern aus aller Welt die Chance, mit ihm zusammen dorthin zu ziehen, mit dem Versprechen, dass dort eine neue Gesellschaft aufgebaut wird, in der sich niemand mehr wirtschaftlichen, religiösen oder moralischen Regeln unterwerfen soll. Die einzigen Bedingungen: wer ein mal nach Rapture gezogen ist, darf die Stadt nie wieder verlassen und auch keinen Kontakt zur Außenwelt mehr haben. Dies soll die Integrität der Stadt bewahren und sie für äußere - vermeintlich negative - Einflüsse unangreifbar machen. Die neuen Bewohner nehmen das jedoch gerne in Kauf, da für sie die Aussicht auf freies künstlerisches und technisches Schaffen zu verlockend ist. Was sich theoretisch nach kreativer, geistiger Freiheit anhört, zeigt schnell die Schattenseiten einer Gesellschaft ohne Regeln...

Es gibt nur wenige Videospielromane, die man als rundum gelungen bezeichnen kann. "BioShock: Rapture" gehört aber auf jeden Fall dazu. John Shirley erzählt die Vorgeschichte zu den BioShock-Spielen souverän und gekonnt. Es gibt kaum Längen, stattdessen versteht Shirley es, die Geschichte immer interessant und spannend zu halten. Erfreulich ist außerdem, wie nah sich der Autor bei allen Elementen und Charakteren an die Spielvorlage gehalten hat, was einen direkten Übergang vom Buch zum Spiel schafft.
Was an BioShock schon immer faszinierend war, ist die Tatsache, dass es sich quasi um Science-Fiction handelt, die in der Vergangenheit - den 1940er und 1950er Jahren - spielt. Dennoch ist das hier keine klassische Sci-Fi-Story, denn es geht viel mehr um die Probleme und Schicksale der Menschen als um überdrehte futuristische Technik oder Architektur. Diese Elemente sind vorhanden und Rapture selbst ist auch in gewisser Hinsicht der Star des Romans, aber Shirley stellt dennoch die Charaktere in den Vordergrund.

Wer die BioShock-Spiele von Irrational Games kennt, weiß, wie gut die Entwickler es verstehen, optische, akustische und inhaltliche Elemente zu einem herausragenden Ganzen zusammenzufügen. Hier reiht sich "BioShock: Rapture" nahtlos ein. Ich würde sogar so weit gehen zu sagen, dass der Roman auch ohne die chronologisch nachfolgenden Spiele existieren und überzeugen kann. Er beschreibt eine Gesellschaft, die aller Regeln und Einschränkungen überdrüssig ist und daher einen Ausweg in einem Unterwasser-Utopia sucht. Eine Gesellschaft, deren einzige Regel es ist, dass es keine Regeln geben soll. Ein Unterfangen, das trotz aller guten Absichten nicht gut gehen kann, und so sehen wir in diesem Roman, wie extrem sich eine solche ungehemmte Gesellschaft entwickeln könnte. Dem Leser wird klar, dass die Menschen Regeln und Gesetze brauchen, weil sie sich ohne diese selbst in's Chaos stürzen würden. Als der Zeitpunkt kommt, an dem auch einige Bewohner von Rapture zu dieser Erkenntnis gelangen, ist es für die Unterwasserstadt aber bereits zu spät. Das Ende des Romans ist tragisch, aber konsequent und die logische Folge der vorhandenen Gegebenheiten.

Mir hat "BioShock: Rapture" außerordentlich gut gefallen. Mal abgesehen von ein paar für meinen Geschmack etwas zu häufig verwendeten Formulierungen, wie z.B. "er zuckte mit den Achseln". Man sollte meinen, dass Autoren und Übersetzer da etwas kreativer sein könnten, um das für den Leser etwas abwechslungsreicher zu gestalten.
Nichtsdestotrotz ein absolut empfehlenswerter Roman! 5 Sterne!


Philips BDP3300/12  Blu-ray Disc/DVD-Player (DivX Plus HD, WiFi-vorbereitet, USB 2.0) schwarz
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Wird angeboten von Robert Veith ,,Preise inkl. MwSt"
Preis: EUR 109,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellentes Gerät mit einer kleinen Macke, 16. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Philips BDP3300/12 ist ein exzellenter Multi-Format-Player, denn so muss man ihn beinahe schon nennen. Offiziell ein Blu-ray-Player, kann er so viel mehr als nur Blu-ray-Discs abspielen. DVDs, Musik-CDs und sämtliche erdenklichen Videoformate von avi bis mkv kann dieser Player ohne Probleme abspielen. Über den USB-Port lassen sich außerdem Sticks oder Festplatten anschließen, so dass das Funktionsspektrum noch mal größer wird. Was mir besonders gut gefällt: der Player macht das Bild von DVDs per Upscaling besser. Es wird dadurch zwar keine HD-Qualität erreicht, das Bild ist aber trotzdem wesentlich besser als mit einem 'normalen' DVD-Player.
Eine Kleinigkeit stört mich an dem Gerät dann aber doch: Der Front-USB-Port ist leicht angeschrägt. Das heißt, dass das Kabel oder der USB-Stick nicht waagrecht reingeschoben wird, sondern leicht schräg nach unten gehalten werden muss. Ist man da etwas unachtsam, kann es schon vorkommen, dass man sich den Anschluss oder den anzuschließenden Stecker kaputt macht.
Ansonsten ein Top-Gerät, sehr zu empfehlen!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 17, 2013 3:46 PM MEST


Falsche Götter - Der Große Bruderkrieg 2: Warhammer 40.000-Roman
Falsche Götter - Der Große Bruderkrieg 2: Warhammer 40.000-Roman
von Graham McNeill
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Geschichte top, Übersetzung flop!, 16. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die erzählte Geschichte um die Korrumpierung von Horus und einem Teil der Space Marine Legionen ist höchst interessant - auch wenn man die eigentlichen Geschehnisse z.B. aus dem Lexicanum bereits kennt. Verschiedene Handlungsstränge werden parallel erzählt und führen am Ende teilweise sogar zusammen. Spannend ist der Roman auch, sodass einem echten Lesegenuss eigentlich nichts im Weg steht.

Eigentlich!

Denn das große Problem dieses Romans ist die Übersetzung. Genauer: die immer wiederkehrende Verwendung exakt der gleichen Phrase "ihm ging auf". Mir ist bei der Space Wolf-Reihe schon aufgefallen, dass dem Übersetzer Christian Jentzsch diese Formulierung anscheinend außergewöhnlich gut gefällt. Dort war sie schon gefühlte hundert Mal pro Buch enthalten, bei "Falsche Götter" ist es leider ebenso. Vielleicht ist das Kleinkariertheit meinerseits, aber ich erwarte da von einem Übersetzer schon etwas mehr Kreativität. Wie wäre es mit "er bemerkte", "er realisierte", "ihm wurde klar" oder "ihm wurde bewusst"? Aber nein, nicht hier. Hier gibt's nur ein "ihm ging auf". Sorry, aber bei sowas vergeht mir echt die Lust am Lesen. Teilweise habe ich diese Passagen ausgeblendet oder mir eine der eben genannten Alternativen gedacht, um nicht schon wieder die gleiche Formulierung lesen zu müssen. Kann es das sein? Ich glaube nicht. Außerdem sind manche Wortschöpfungen - aus dem Bolter wird bei Herrn Jentzsch das Boltgewehr... - befremdlich. Hier wird mit dem Kanon des 40k-Universums schon in gewisser Weise gebrochen, so dass man auf den Gedanken kommen könnte, der Übersetzer wollte sich da irgendwie besonders individuell verewigen.
Glücklicherweise hat Herr Jentzsch nach "Aufstieg des Horus" und "Falsche Götter" keinen weiteren Horus Heresy-Roman übersetzt, sonst hätte ich die Reihe nicht weiter gelesen.

Für die Geschichte als solches gebe ich glatte fünf Sterne, und weil ich es gut mit dem Roman meine ziehe ich für die grottige Übersetzung nur einen Stern ab.


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