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Jucman (M.)

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Live Summer 2003
Live Summer 2003
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 7,49

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Forever No. 1, 28. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Live Summer 2003 (Audio CD)
Er war DAS Live-Ereignis des Sommers 2003. Und nun sorgt er mit dieser Scheibe für Live-Atmosphäre. Schon beim Zuhören zieht Robbie Williams den Hörer in seinen Bann. Es ist weniger die musikalische oder gesangliche Qualität, die beeindruckt. Vielmehr wird man Zeuge, wie er mit dem sagenhaften Publikum in Knebworth flirtet und spielt.
Zugegeben, von „Escapology" war ich nicht ganz so angetan. Allerdings: Was auf dieser Live-Scheibe festgehalten wurde, ähnelt einer Best-of-Platte. Jedoch streut Robbie Williams auch „unbekannte" Songs (z.B. Monsoon, Me and my monkey) aus Escapology in sein Live-Programm und sorgt so für das gewisse Flair der Platte.
Fazit: Gelungene Songauswahl, grandiose Atmosphäre, gute Live-Qualitäten von R.W. & Band. Kaufen!


Der Spiegelmacher /Der Fluch des Kopernikus
Der Spiegelmacher /Der Fluch des Kopernikus
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Spiegelmacher gut - Kopernikus eher schwach!, 22. September 2003
Buch 1 - Der Spiegelmacher
Zu Zeiten des frühen 15. Jahrhunderts, als sich die Menschen mit ein paar Gulden durch's Leben schlagen mussten, erlangt der Mainzer Michel Melzer erstmals Aufsehen durch seine Fähigkeiten als Spiegelmacher. Geschürt durch Intrigen und Neid verliert er jedoch sein Hab und Gut, weshalb er mit seiner Tochter Editha die weite Schiffsreise nach Konstantinopel auf sich nimmt.
Dort will er seine Tochter ihrem künftigen Ehemann übergeben. Doch es entwickelt sich weitaus komplizierter als gedacht. Die Vermählung scheitert und Editha wendet sich von ihrem Vater ab, der sie für eine Auslösung von 100 Gulden vermählen wollte.
Im fernen Konstantinopel wird Melzer in die sogenannte Schwarzkunst eingeweiht und hat fortan die Möglichkeit, „schneller zu schreiben als tausend Mönche in tausend Schreibstuben". Gemeint ist die Kunst des Druckes, womit die Vervielfältigung von Briefen möglich ist. Durch dieses Wissen und diese Fähigkeit erlangt Melzer nicht nur beachtlichen Reichtum, sondern entwickelt sich zur Zielscheibe diverser Intrigen und undurchsichtiger Machenschaften. Ob Byzantiner, Venezianer oder schließlich auch der allmächtige Vatikan - jeder sieht in der Schwarzkunst eine Möglichkeit, die eigenen Reichtümer zu mehren, sodass Melzer letztlich zwischen die Mühlen seiner konkurrierenden Auftraggeber gerät.
Philipp Vandenberg schildert äußerst lebendig und farbenfroh den Werdegang des Spiegelmachers Michel Melzer, den es im Laufe der Erzählung quer durch Europa treibt. Als Leser leidet man förmlich mit dem teils naiven, teils gewitzten Melzer, dessen Ende jedoch leider sehr vorhersehbar ist. Zum einen beginnt der Roman in der Gegenwart und stellt einen Rückblick auf das Leben Melzers dar. Zum anderen ist sein Schicksal insofern absehbar, dass er sich fortwährend gegen den Ruf des Magiers, Hexers oder Ketzers wehren muss.
„Der Spiegelmacher" war für mich der erste historische Roman und meine Skepsis bestätigte sich im anfangs gewöhnungsbedürftigen Sprachstil, der etwas an die Epoche angepasst wirkt. Ansonsten führt Vandenberg den Leser zügig und verständlich durch das Leben des 15. Jahrhunderts und vermittelt dabei einen lebendigen Eindruck über die Lebensverhältnisse und Denkweise der Menschen.
--> 4 Sterne
Buch 2 - Der Fluch des Kopernikus
In aller Kürze:
Europa im 16. Jahrhundert. Zwischen dem jungen Steinmetz Leberecht Hamann und dem Jesuitenschüler Christoph Schlüssel entbrennt eine tödliche Feindschaft. Leberecht, Humanist und Freidenker, ist im Besitz eines der größten Geheimnisse der Astronomie. Jahre später trifft er in Rom wieder auf seinen alten Rivalen, der nun den lateinischen Namen Clavius führt und damit beauftragt wurde, den Kalender zu reformieren. Clavius allein besitzt den Schlüssel, die Zeit aus den Fugen zu heben, sowohl um seinen alten Feind zu vernichten, als auch um etwas zu verhindern, das niemals Wirklichkeit werden darf.
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante" („Vom drohenden Stern") von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte. Zusammen mit seiner großen „verbotenen" Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus' zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh. Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung). Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
P.S.: Historischer Hintergrund dieses Romans ist die Kalenderreform aus dem Jahr 1582, bei dem der Julianische Kalender durch die neuere, christliche Zeitrechnung ersetzt wurde. Dabei ergab sich jedoch eine Besonderheit in der Form, dass dem 4. Oktober der 15. Oktober 1582 folgte. Vandenberg beschreibt, wie es zur Löschung dieser 10 Tage gekommen sein könnte und lässt dabei historische sowie frei erfundene Akteure handeln.
--> 2 Sterne
Abschließend musste ich leider feststellen, dass beide Romane nicht das Geringste miteinander zu tun hatten. Es handelt sich vielmehr um eine „willkürliche" Aneinaderreihung zweier Erzählungen, die nicht aufeinander aufbauen. „Der Spiegelmacher" ist sehr empfehlenswert, „Der Fluch des Kopernikus" wohl nur was für eingefleischte Vandenberg-Fans.


Der Fluch des Kopernikus:
Der Fluch des Kopernikus:
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schwache Erzählung historischer Ereignisse, 22. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
In aller Kürze:
Europa im 16. Jahrhundert. Zwischen dem jungen Steinmetz Leberecht Hamann und dem Jesuitenschüler Christoph Schlüssel entbrennt eine tödliche Feindschaft. Leberecht, Humanist und Freidenker, ist im Besitz eines der größten Geheimnisse der Astronomie. Jahre später trifft er in Rom wieder auf seinen alten Rivalen, der nun den lateinischen Namen Clavius führt und damit beauftragt wurde, den Kalender zu reformieren. Clavius allein besitzt den Schlüssel, die Zeit aus den Fugen zu heben, sowohl um seinen alten Feind zu vernichten, als auch um etwas zu verhindern, das niemals Wirklichkeit werden darf.
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante“ („Vom drohenden Stern“) von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte.
Zusammen mit seiner großen „verbotenen“ Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus’ zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh.
Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung).
Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
P.S.: Historischer Hintergrund dieses Romans ist die Kalenderreform aus dem Jahr 1582, bei dem der Julianische Kalender durch die neuere, christliche Zeitrechnung ersetzt wurde. Dabei ergab sich jedoch eine Besonderheit in der Form, dass dem 4. Oktober der 15. Oktober 1582 folgte. Vandenberg beschreibt, wie es zur Löschung dieser 10 Tage gekommen sein könnte und lässt dabei historische sowie frei erfundene Akteure handeln.


Der Spiegelmacher /Der Fluch des Kopernikus
Der Spiegelmacher /Der Fluch des Kopernikus
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zwei "willkürlich" zusammengefügte Romane, 8. September 2003
Buch 1 - Der Spiegelmacher

Philipp Vandenberg schildert äußerst lebendig und farbenfroh den Werdegang des Spiegelmachers Michel Melzer, den es im Laufe der Erzählung quer durch Europa treibt. Als Leser leidet man förmlich mit dem teils naiven, teils gewitzten Melzer, dessen Ende jedoch leider sehr vorhersehbar ist. Zum einen beginnt der Roman in der Gegenwart und stellt einen Rückblick auf das Leben Melzers dar. Zum anderen ist sein Schicksal insofern absehbar, dass er sich fortwährend gegen den Ruf des Magiers, Hexers oder Ketzers wehren muss.
„Der Spiegelmacher" war für mich der erste historische Roman und meine Skepsis bestätigte sich im anfangs gewöhnungsbedürftigen Sprachstil, der etwas an die Epoche angepasst wirkt. Ansonsten führt Vandenberg den Leser zügig und verständlich durch das Leben des 15. Jahrhunderts und vermittelt dabei einen lebendigen Eindruck über die Lebensverhältnisse und Denkweise der Menschen.
--> 4 Sterne
Buch 2 - Der Fluch des Kopernikus

Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh.
Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung).
Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
--> 2 Sterne
Abschließend musste ich leider feststellen, dass beide Romane nicht das Geringste miteinander zu tun hatten. Es handelt sich vielmehr um eine „willkürliche" Aneinaderreihung zweier Erzählungen, die nicht aufeinander aufbauen. „Der Spiegelmacher" ist sehr empfehlenswert, „Der Fluch des Kopernikus" wohl nur was für eingefleischte Vandenberg-Fans.


Der Fluch des Kopernikus:
Der Fluch des Kopernikus:
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht überzeugend!, 8. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Fluch des Kopernikus: (Taschenbuch)
Philipp Vandenberg beschreibt das Leben des jungen Steinmetz Leberecht Hamann, der miterleben muss, wie sein Vater postum von der Inquisition zum Ketzer verurteilt wird. Auf der stetigen Suche nach Wiedergutmachung folgt er den Fußstapfen seines Vaters, der zu Lebzeiten über einen für seinen Stand unangemessen hohen Wissenstand verfügte. Die Spur führt ihn in ein Benediktiner-Kloster, wo er sich in den verschiedensten Wissenschaften unterrichten lässt. Hier stößt er auch auf das Buch „De astro minante" („Vom drohenden Stern") von Nikolaus Kopernikus, das sein Leben nachhaltig beeinflussen sollte.
Zusammen mit seiner großen „verbotenen" Liebe flieht er vor den Fängen der Inquisition ins ferne Rom, wo er die Heilige Kirche mit der Drohung konfrontiert, die Erkenntnisse Kopernikus' zu verbreiten. Eine Drohung, die den Vatikan erschüttert...
Leider ist es Vandenberg nicht gelungen, Spannung zu erzeugen. Zudem ist das Ende der Geschichte vorhersehbar, denn (wie jeder weiß) gelang es bislang niemandem, die katholische Kirche aus ihren Angeln zu heben. Die Story könnte meines Erachtens flüssiger sein; so zieht sich der Erzählungsstrang teilweise recht zäh.
Vandenberg baut den großen Michelangelo in die Handlung mit ein, was für die Handlung jedoch von sehr geringer Bedeutung ist. Des weiteren muss ich das Ende der Geschichte bemängeln, das letztlich in Anbetracht der Ereignisse viel zu knapp geraten ist.
Gelungen finde ich hingegen den zeitgemäßen Erzählungsstil, der anfangs etwas gewöhnungsbedürftig ist, den Leser jedoch in das 16. Jahrhundert eintauchen lässt. Sehr störend fand ich aber die Anhäufung lateinischer Zitate (mit Fußnote und Übersetzung).
Zu guter Letzt vermisste ich etwas die detailgetreue Beschreibung der handelnden Personen. Man kann sich nur schwerlich ein Bild von Leberecht oder Martha machen. So lässt Vandenberg z.B. den Leser erst nach 2/3 der Handlung wissen, dass Leberecht von großer Statur oder dass Martha rothaarig ist.
P.S.: Historischer Hintergrund dieses Romans ist die Kalenderreform aus dem Jahr 1582, bei dem der Julianische Kalender durch die neuere, christliche Zeitrechnung ersetzt wurde. Dabei ergab sich jedoch eine Besonderheit in der Form, dass dem 4. Oktober der 15. Oktober 1582 folgte. Vandenberg beschreibt, wie es zur Löschung dieser 10 Tage gekommen sein könnte und lässt dabei historische sowie frei erfundene Akteure handeln.


Schlußblende
Schlußblende
von Val McDermid
  Taschenbuch

9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jordan & Hill ermitteln wieder, 8. September 2003
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Schlußblende (Taschenbuch)
Zur Story:
Dr. Tony Hill leitet eine neu ins Leben gerufene Profiler-Gruppe, der auch u.a. Shaz Bowman angehört. Völlig überraschend entdeckt Shaz in einem auf wahren Begebenheiten beruhenden Übungsfall Gemeinsamkeiten und erarbeitet ein Täterprofil. Sie kommt zu dem Ergebnis, dass der allseits beliebte Fernsehstar Jacko Vance hinter einer Serie von vermissten Mädchen steht. Natürlich erntet sie für diese These nur Hohn und Spott. Daher ermittelt Shaz Bowman auf eigene Faust. Ein Risiko, das sie mit ihrem Leben bezahlt. Der Tod von Bowman ruft Dr. Hill auf den Plan, der in Carol Jordan eine kongeniale Unterstützung findet. Ihr Ziel ist es, die „Saubermann"-Fassade von Jacko Vance zu zerstören und seine wahren Neigungen offenzulegen.
Val McDermid vertraut einmal mehr auf das geniale Ermittler-Duo Carol Jordan und Dr. Tony Hill. Allerdings kann sie nur bedingt an den Vorgängerroman „Das Lied der Sirenen" anknüpfen, der in punkto Spannung unerreicht bleibt. Der Erzählstil ist sehr angenehm, flüssig und dennoch detailgetreu. Der Leser findet sehr schnell in die Story, die ohne großen Schnick-Schnack zügig vorangetrieben wird. „Schlussblende" gehört sicherlich zu den Romanen, die man am liebsten in einem Rutsch durchliest.
Allerdings war ich vom Ende der Story doch sehr enttäuscht, denn ein richtiger „Showdown" blieb aus. Auch waren die Fähigkeiten von Tony Hill als Profiler absolut nebensächlich. Während sein Täterprofil in „Das Lied der Sirenen" die Ermittler auf die Spur des Täters brachte, war in „Schlussblende" die reine Polizei- und Ermittlerarbeit erforderlich.
Wichtig: Man sollte „Das Lied der Sirenen" vorab schon gelesen haben, da speziell die Beziehung zwischen Carol und Tony auf diesen Geschehnissen basiert.


Die Männer von Bravo Two Zero.
Die Männer von Bravo Two Zero.
von Andy McNab
  Taschenbuch

13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schmutzige Seite des Krieges, 5. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Männer von Bravo Two Zero. (Taschenbuch)
Dem Käufer dieses Buches muss klar sein, dass es sich um wahre Begebenheiten und klare (zum Teil harte) Fakten handelt - erzählt von einem ehemaligen SAS-Elitesoldaten. Andy McNab erzählt ausschließlich in der Ich-Form, wobei der Stil und die Wortwahl mitunter zu wünschen übrig lassen. Aber letztlich sind dies nebensächliche Details, die man einfach als gegeben hinnehmen sollte.
McNab schildert sehr detailliert den Einsatz eines britischen Stoßtrupps hinter den feindlichen Linien. Er selbst ist der Kommandant der 8-köpfigen Truppe und gibt dem Leser exakte Einblicke in die Planungen und Vorbereitungen eines Kriegseinsatzes. Als Laie ist man fasziniert, auf welche (vermeintlichen) Kleinigkeiten ein Profi zu achten hat.
Seiner Treue zum Detail bleibt McNab während seiner gesamten Erzählung treu und zeigt dadurch ein (für mich) neues Bild vom Krieg fernab der Hochglanz-Bilder von CNN. Er beschreibt den Hergang und das Scheitern des Einsatzes, die Flucht, die Gefangennahme bis hin zu den Bedingungen in der Gefangenschaft.
Gerade letzteres ist sicherlich nichts für schwache Gemüter. McNab schildert sehr präzise die diversen Misshandlungen, die er über sich ergehen lassen musste. Jedoch mehr als diese Beschreibungen hat mich die Frage bewegt: Wie kann jemand über seine eigenen Misshandlung derart gefühlsneutral berichten?
Es klingt teilweise wie eine schlichte Bestandsaufnahme, fernab jeglicher Emotionen.
McNab liefert dem Leser aber letztlich selbst die Antwort und erklärt, warum er trotz dieser Erlebnisse nicht traumatisiert zurückgekehrt ist.
Sehr interessant, teilweise sehr harte Geschehnisse und gerade deshalb hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein. Kaufempfehlung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 11, 2010 7:43 PM MEST


Der Spiegelmacher
Der Spiegelmacher
von Philipp Vandenberg
  Taschenbuch

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Schwarzkunst von Vandenberg, 11. Juni 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Spiegelmacher (Taschenbuch)
Zu Zeiten des frühen 15. Jahrhunderts, als sich die Menschen mit ein paar Gulden durch's Leben schlagen mussten, erlangt der Mainzer Michel Melzer erstmals Aufsehen durch seine Fähigkeiten als Spiegelmacher. Geschürt durch Intrigen und Neid verliert er jedoch sein Hab und Gut, weshalb er mit seiner Tochter Editha die weite Schiffsreise nach Konstantinopel auf sich nimmt.
Dort will er seine Tochter ihrem künftigen Ehemann übergeben. Doch es entwickelt sich weitaus komplizierter als gedacht. Die Vermählung scheitert und Editha wendet sich von ihrem Vater ab, der sie für eine Auslösung von 100 Gulden vermählen wollte.
Im fernen Konstantinopel wird Melzer in die sogenannte Schwarzkunst eingeweiht und hat fortan die Möglichkeit, „schneller zu schreiben als tausend Mönche in tausend Schreibstuben". Gemeint ist die Kunst des Druckes, womit die Vervielfältigung von Briefen möglich ist. Durch dieses Wissen und diese Fähigkeit erlangt Melzer nicht nur beachtlichen Reichtum, sondern entwickelt sich zur Zielscheibe diverser Intrigen und undurchsichtiger Machenschaften. Ob Byzantiner, Venezianer oder schließlich auch der allmächtige Vatikan - jeder sieht in der Schwarzkunst eine Möglichkeit, die eigenen Reichtümer zu mehren, sodass Melzer letztlich zwischen die Mühlen seiner konkurrierenden Auftraggeber gerät.
Philipp Vandenberg schildert äußerst lebendig und farbenfroh den Werdegang des Spiegelmachers Michel Melzer, den es im Laufe der Erzählung quer durch Europa treibt. Als Leser leidet man förmlich mit dem teils naiven, teils gewitzten Melzer, dessen Ende jedoch leider sehr vorhersehbar ist. Zum einen beginnt der Roman in der Gegenwart und stellt einen Rückblick auf das Leben Melzers dar. Zum anderen ist sein Schicksal insofern absehbar, dass er sich fortwährend gegen den Ruf des Magiers, Hexers oder Ketzers wehren muss.
„Der Spiegelmacher" war für mich der erste historische Roman und meine Skepsis bestätigte sich im anfangs gewöhnungsbedürftigen Sprachstil, der etwas an die Epoche angepasst wirkt. Ansonsten führt Vandenberg den Leser zügig und verständlich durch das Leben des 15. Jahrhunderts und vermittelt dabei einen lebendigen Eindruck über die Lebensverhältnisse und Denkweise der Menschen.
Mein Fazit: Kaufet dieses Werk der edlen Schwarzkunst, so soll es Euer Schaden nicht sein!


Loose Screw
Loose Screw
Wird angeboten von hifi-max
Preis: EUR 13,29

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Langersehntes Comeback, 23. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Loose Screw (Audio CD)
4 ewig lange Jahre ließen die Pretenders auf ein neues Album warten. Von der Original-Besetzung der Pretenders sind nur noch der Schlagzeuger Martin Chambers und die Bandchefin Chrissie Hynde selbst dabei. Ihre markante Stimme sorgt jedoch trotz langer, musikalischer Abstinenz sehr schnell für vertraute Töne.
Etwas holprig kommt das Album in die Gänge. Die rockige Nummer „Lie To Me" und der schmucklose Synthi-Song „Time" gehören sicher nicht zu den Highlights von „Loose Screw". Doch mit zunehmender Spieldauer gewinnt die Scheibe zunehmend an Profil.
Bei der poppig arrangierten Single „You Know Who Your Friends Are" oder „Nothing Breaks A Heart" und „Saving Grace" kommt die sinnlich sanfte Stimme von Chrissie Hynde voll zur Geltung.
Meinen persönlichen Glanzpunkt setzt der mit Piano klassisch instrumentierte Song „I Wish You Love" aus dem Film „Eye Of The Beholder".


Do It for Love
Do It for Love
Wird angeboten von RAPIDisc
Preis: EUR 9,94

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Helden der 80er sind zurück, 23. Mai 2003
Rezension bezieht sich auf: Do It for Love (Audio CD)
Die beiden Amerikaner Daryl Hall und John Oates waren in den 80er Jahren weltweit die absoluten Überflieger und produzierten Hit an Hit.
Nach diversen Solo-Projekten und mäßigem Erfolg in den 90er Jahren knüpfen die beiden Musiker aus Philadelphia mit der CD „Do It For Love" wieder an ihren erfolgreichen Sound an.
Mit ihrem typischen „Blue Eyed Soul" begeistert das Duo gerade zu Beginn der neuen Platte. Gleich der erste Titel „Man On A Mission" ist ein perfekt gesungener Pop-Ohrwurm und selbst das Cover des Greg Alexander-Songs „Someday We'll Know" gewinnt in der Neuinterpretation an Glanz.
Teilweise driften die Melodien (wie in der Ballade „Forever For You") hart an der Grenze zum Schmalz und kitschigen Mainstream. Trotzdem klingt das modern produzierte Comeback von Hall & Oates insgesamt hörenswert.
Fazit: Die Helden meiner Jugendzeit sind wieder zurück. Diese Scheibe kann man nicht nur Nostalgikern empfehlen.


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