10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Nicht lustig!, 9. August 2010
Ich bin nur enttäuscht von diesem Buch! Die anderen Bücher von Frau Gier hatte ich geradezu verschlungen und dabei wirklich selten so viel gelacht. Bei vorliegendem Buch musste ich mich zwingen weiterzulesen, möglicherweise auch, weil ich erfahren wollte, ob es doch noch lustig wird. Bis auf das Kapitel über den Besuch ihrer Öko-Freunde, konnte ich nichts, aber auch gar nichts finden, was an den spritzigen Humor der Mafia-Bücher erinnert. In anderen Rezensionen wurde bereits gemutmaßt, dass Frau Gier möglicherweise etwas abliefern musste und deswegen irgend etwas zusammengeschrieben habe. Ganz so abwegig ist dieser Gedankengang nicht, ohne der Autorin etwas Schlechtes unterstellen zu wollen.
Dieser Verdacht drängt sich im Übrigen auch auf, wenn man die Fehler sieht, an denen ich mich wohl gestoßen habe (wahrscheinlich wäre ich nie auf die Idee gekommen, wenn das Buch interessant gewesen wäre), aber nun:
1. Im Kapitel "Die Mühle des Einarmigen Müllers" bezahlt die Hauptheldin doch tatsächlich mit Pfund und CENT? Hab ich da etwas verpasst? Vielleicht ist dies ja der erste Schritt Englands zum Euro, wenn sie Pence gegen Cent tauschen!
2. Im Kapitel "Sechsbettzimmer" wirft der Ehemann Frank der Protagonistin ihre "Fla-Orgie" vor. Hm, man fragt sich, was das sein soll. Da von Holland die Rede ist, vermute ich einmal, dass damit wohl eher die für viele Menschen leckere Süßspeise namens VLA gemeint ist.
Es mag wie die Aufzählung eines Erbsenzählers klingen, aber ich meine, dass solcherlei Sachen eben auch ein Indiz dafür sein können, dass Frau Gier hier nicht mit Herzblut geschrieben hat.
Sie es wie es sei - ich ärgere mich sehr, für dieses Werk überhaupt Geld ausgegeben zu haben. Schade!
Fazit von meiner Seite: nicht zu empfehlen!