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"callasianer2"

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Wahnsinnsszenen (Aufnahmen 1958)
Wahnsinnsszenen (Aufnahmen 1958)

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die größte von allen!, 21. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Wahnsinnsszenen (Aufnahmen 1958) (Audio CD)
Die Callas, eines der größten Gesangswunder des Jahrtausends, stellt mit diesem Recital erneut ihre Fähigkeiten unter Beweis. Sie brilliert mit einigen der anspruchsvollsten Arien aus der Welt des Belcanto. Zum einen ist da die dem Tode geweihte Königin Anna Bolena, die in ihrem unsagbar anrührenden "Al dolce guidami" Abschied von der Welt nimmt! Callas singt es so herzzerreißend, dass man vor Rührung den Tränen nahe ist. Die anschließende Cabaletta "Coppia iniqua" ist virtuos und voll von dramatischen Elementen, die Maria Callas vollkomen auskostet. Auch die Wahnsinnsarie der Ophelia ist umwerfend gelungen. War eine Sängerin in dieser Arie dem Wahnsinn jamls so nahe wie die Callas? Die Antwort ist leicht... Man höre sich nur die Fiorituren und Tonumspielungen an. Bei Callas sind sie nicht gegebene Mittel um stimmliche Fertigkeiten zu präsentieren, sondern sie nutzt sie als Azsdrucksmittel um den verwirrten Geist der Ophelia glaubwürdig zu machen! Die Arien aus den 60er Jahren sind ebenfallas gut gelungen. Sie mögen zwar stimmlich nicht einwandfrei sein und die eine oder andere Schwäche ist hörbar, doch daran darf man sich nicht stören. Was nutzt eine Stimme die makellos und einwandfrei ist, aber emotionslos und kühl klingt? In der ersten Arie der Imogene aus Bellinis "Il Pirata" fehlt es der Callas an Glanz und Höhensicherheit. Dennoch hat auch diese Aufnahme eine unglaubliche Wirkung, denn der Wahnsinn ist nicht nur hörbar, sondern auch spürbar! Für mich ist diese Cd ein Meilenstein und die Callas hat weitere Arbeit geleistet, um sich für die Ewigkeit unsterblich zu machen! Großartig!!!


Puccini-Arien (Aufnahmen 1954)
Puccini-Arien (Aufnahmen 1954)

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Muss man haben!, 21. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Puccini-Arien (Aufnahmen 1954) (Audio CD)
Es sollte die Pflicht eines jeden Sängers werden, dieses Recital anzuhören. Die Callas, eigentlich keine sonderlich große Liebhaberin der Musik von Puccini, hat hier großartiges geschaffen. Wenn Kritiker behaupten, sie hatte für jede Rolle eine andere Stimme, dann entspricht das sicherlich der Wahrheit. Bei keiner anderen Sängerin vor und nach der Callas wurden Charaktere so meisterlich und genau ausgeleuchtet. Die verschiedenen Stimmungen der einzelnen Rollen werden auf unverkennbare Weise widergegeben. Man vergleiche nur die zarte Mimi aus "La Bohemé" mit der rachsüchtigen "Turandot". Unterschiedlicher könnten die Rollen nicht sein. Dennoch vermag sie es, alle Charaktere glaubwürdig und mit unbändiger Gestaltungskraft wiederzugeben. In Manon Lescaut ist sie die einsame, verlassene Frau, die dem Tode näher ist, als dem Leben. Sie rührt zu Tränen! In "Madame Butterfly" ist sie die verlassene und vom Leben betrogene, die bis zuletzt die Hoffnung nicht verliert. Die beiden Arien aus dieser Oper sind unwahrscheinlich anrührend und gehen zu Herzen. Die Mimi in der Bohemé ist ein sanftmütiges und zartes Wesen, die ihr schreckliches Schicksal aktzeptiert und voller Glauben in den Tod geht. Die Callas singt die Arien fast mit kindlicher Stimme. Ein unglaublich guter Effekt! Dann noch "Turandot". Hier singt sowohl die Liu, als auch die Prinzessin Turandot. Das "in questa reggia" ist wohl das großartigste auf dieser Platte. So viel Energie, Wut, Erregung und Schmerz! Callas singt nicht nur wundervoll, sie ist ein Wunder!


Verdi: Rigoletto
Verdi: Rigoletto
Preis: EUR 28,99

11 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Und die Sterne leuchten heller..., 17. Februar 2006
Rezension bezieht sich auf: Verdi: Rigoletto (Audio CD)
Die Einspielung von Verdis Oper Rigoletto verdient allerhöchstes Lob und ist eine der schönsten und ergreifendsten des Werkes. Sänger von allerhöchstem Weltrang, darunter Luciano Pavarotti und Joan Sutherland, machen diese Einspielung zum unvergesslichen Highlight! Sherrill Milnes gibt einen wunderbaren Rigoletto. Seine Stimme ist wunderschön und in den Duetten mit Gilda schmelzt man förmlich dahin. Seine Darstellung ist brilliant!!! Luciano Pavarotti schwelgt in den höchsten Tönen und singt mit großer Musikalität. Seine Stimme zählt zu den edelsten der Welt. Seine Arien sind richtige Reißer und lassen einen innerlich schunkeln.
Das absolute Highlight ist jedoch die begnadete Joan Sutherland. Ihre Stimme ist einzigartig auf dieser Welt. Wunderschöne Koloraturen und atemberaubende Spitzentöne sind ihre Markenzeichen. Die Arie "Caro nome" ist beinahe lyrisch! Sanftmut und Elegie paaren sich und man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus. Auch im großen Duett mit Milnes (Rigoletto) brilliert die Primadonna. Sie schließt es mit einem dreigestrichenen D ab! Auch das Finale der Oper hat man selten so anrührend und großartig erlebt! Die Darstellung der Sutherland und die unglaublichen vokalen Fähigkeiten machen sie zu einer der bemerkenswertesten Sängerpersönlichkeiten des Jahrhunderts. Das Dirigat ist schwungvoll und Chor und Orchester sind grandios. Eine göttliche Einspielung!
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 18, 2009 10:22 PM MEST


The Originals - Tosca (Gesamtaufnahme)
The Originals - Tosca (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 16,99

8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum di Stafano?, 17. Februar 2006
Dies hätte eine der bewegendsten und schönsten Tosca - Einspielungen des Jahrhunderts werden können. Es wird ein Star - Aufgebot geliefert, welches seines gleichen sucht! Eine göttliche Leontyne Price, ein himmlischer Giuseppe Taddei, ein spritziger und dynamischer Karajan! Die Price liefert ein Rollenportrait der Sonderklasse. Große opernhafte Gesten werden gekrönt von einer der schönsten Stimmen, die jemals auf Schallplatte gepresst wurden. Giuseppe Taddei ist feurig und gnadenlos. Er singt und spielt die Rolle des bösen Scarpia excellent. Leider jedoch singt der völlig verbrauchte Giuseppe di Stefano die Glanzpartie des Mario. Er kann an die Erfolge seiner früheren Einspielung unter Viktor de Sabata an der Seite der Callas nicht anknüpfen! Er singt schrill und gepreßt in der Höhe, die Tiefe wirkt kraftlos und verbraucht. Schade!


Giuseppe Verdi: Il Trovatore (Der Troubadour) (Gesamtaufnahme)
Giuseppe Verdi: Il Trovatore (Der Troubadour) (Gesamtaufnahme)
Wird angeboten von Get it in a Jiffy
Preis: EUR 56,62

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gelungene Einspielung!, 17. Februar 2006
An aller erster Stelle sei gesagt, dass Leontyne Price zum Entstehungszeitpunkt der Aufnahme nicht mehr die jungendliche und frische Stimme präsentieren konte, die viele von ihren früheren Einspielungen gewohnt sind. Dennoch ist sie eine unglaublich gute Interpretin der Rolle und glänzt sowohl in den Arien "Tacea la notte" und "D'amour sull'ali rosee", sondern auch in den Duetten und Ensembleszenen. Ihre Stimme ist in der Höhe etwas stählerner als gewohnt, dennoch singt sie die Rolle mit erstaunlicher Sorgfalt und wunderschönen Verzierungen. Ihre Arien sind anrührend und Balsam für die Seele! Ihr herrliches Piano ist traumhaft schön und sanft, ganz anders als die lauten Stellen, wo die Stime zeitweise etwas aus dem Ruder läuft. Alles in allem ist sie jedoch eine begnadete Sängerin mit erstaunlichen Fertigkeiten, die selbst kleine Schwächen vergessen machen.
Franco Bonisolli hat eine laute, fast stählerne Stimme, kraftvoll in der Höhe und sicher in den Verzierungen. Ich finde seine Stimme sehr schön und bin der Meinung, dass er die Rolle besser zu gestalten und zu interpretieren weiß, als Giuseppe di Stefano, der neben Maria Callas in der ersten Aufnahme unter Herbert von Karajan mitgewirkt hatte. Piero Cappuccilli überzeugt als Luna auf ganzer Länge. Seine Stimme mag nicht sonderlich schön sein, aber sie paßt zur Rolle die er verkörpert. Bei einer solchen Partie ist eine besonders schöne Stimme nutzlos, da sie den eigentlichen Charakter der Rolle verfälschen würde. Er singt großartig mit viel Energie und purer Dramatik! Ein weiteres Lob gebührt Elena Obratzova als Zigeunerin. Sie ist großartig und liefert ein sprudelndes "Stride la vampa!". Dirigat wie auch Orchester und Chor lassen keine Wünsche offen. Zugreifen!!!
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Sep 20, 2010 6:02 AM MEST


Puccini: Madame Butterfly (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1972)
Puccini: Madame Butterfly (Gesamtaufnahme) (Aufnahme 1972)

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön!, 16. Februar 2006
Madame Butterfly ist eine der gelungensten Opern Puccinis. Die Musik ist innig, rührend und sehr dramatisch. Die herzzerreißende Geschichte der jungen Butterfly geht unter die Haut und rührt zu Tränen. Maria Chiara ist eine wundervolle Interpretin dieser Rolle. Sie füllt sie mit Lebendigkeit und Dranatik und nicht allein mit schönen Tönen! Besonders die Arie "Un bel di vedremo", in der sie sich sehnsuchtsvoll nach der Rückkehr ihres gelkiebten Pinkertons verzehrt, macht Staunen. Mit Sanftheit, Wehklagen, Sehnsuchtsbangen und vielen anderen Faccetten leuchtet die Chiara den Charakter dieser betrogenen und ungeliebten Frau aus. James King als Pinkerton singt göttlich und steht seiner weiblichen Hauptdarstellerin in nichts nach. Sowohl gesanglich, als auch darstellerisch ist er perfekt! Herrmann Prey klingt manchmal etwas heiser und in der Höhe angespannt, was dem Gesamteindruck keinen Abbruch tut. Ein herrliches Opernvergnügen mit Gänsehautgarantie!!!


Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme)
Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme)
Preis: EUR 34,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Aufnahme, 11. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Puccini: Tosca (Gesamtaufnahme) (Audio CD)
Diese Aufnahme von Puccinis Tosca zählt wahrlich zu den schönsten. Die Besetzung ist meisterlich und lässt keine Wünsche offen. Zum einen erleben wir Mirella Freni in der Titelrolle. Ihre Stimme ist strahlend schön, sicher geführt und vor allem sehr farbenreich. Mag auch das eine oder andere Zeichen des Alterungsprozesses nicht zu überhören sein, ist sie dennoch sehr überzeugend und vor allem ihre dramatische und wahre Gestaltung der Rolle ist exemplarisch. Die Spitzentöne sitzen perfekt und ihr "Vissi d'Arte" ist rührend und anmutig. Im zweiten Akt wächst sie über sich hinaus und vollführt ein wahres Feuerwerk an Dramatik und Expression.
Domingo ist in seiner Rolle des Cavaradossi ebenfalls unschlagbar. Von all seinen Aufnahmen des Werkes, würde ich diese als die gelungenste bezeichnen. Seine Arie im dritten Akt ist von solchem Schmerz und solcher Trauer erfüllt, dass man zu Tränen gerührt ist. Als Darsteller ist er ebenso brilliant und verbindet den Schmelz und die Schönheit seiner Stimme in einmaliger Weise zu einem ganzen. Ramey als Scarpia ist unanfechtbar! Er hat eine kräftige und ausdrucksstarke Stimme. Auch seine Darstellung ist grandios. Besonders im zweiten Akt des Werkes wird sein ganzes Genie deutlich. Sinopolie dirigiert phantastisch! Chor und Orchester sind grandios. Also eine perfekte Einspielung, auf die man als Opernliebhaber nicht verzichten sollte...


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