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Rezensionen verfasst von
Helga Kurz "Helga Kurz" (Stuttgart)
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   

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Philips YS521/17 Shave und Groom (Rasierer und Groomer in einem Produkt), schwarz/blau
Philips YS521/17 Shave und Groom (Rasierer und Groomer in einem Produkt), schwarz/blau

5.0 von 5 Sternen Ist auch zu Frauen sanft!, 21. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Da viele Damenrasierer nach meiner Erfahrung zwar nett aussehen, aber leider oft keine besonders guten und / oder schnelle Ergebnisse liefern, ermutige ich die Damen, sich ruhig auch einmal bei den ernsthafteren Geräten für die Herren umzusehen. Zur Gesichtsrasur und Bartstyling kann ich aus naheliegenden Gründen und glücklicherweise allerdings selbst nichts sagen, die männliche Testperson mit langjähriger Rasiererfahrung war mit diesem 2-Kopf- Rotationsrasierer aber sehr zufrieden. Wichtig sind für eine optimales Ergebnis kreisende Bewegungen, das steht auch so in der Anleitung. Damit komme ich zügig zur Ganzkörperpflege und somit zum "Bodygroom-Aufsatz", mit dem ich rundum zufrieden bin. Das Gerät arbeitet gründlich und schnell, ohne dass Druck ausgeübt werden muss. Keine Hautreizungen, keine Rötungen. Perfektes Ergebnis in kürzester Zeit.

Das Gerät ist leicht, aber dennoch stabil, liegt sehr gut und sicher in der Hand und ist auch für diejenigen, die auf Optik wert legen, durchaus annehmbar. Das Gerät kann mit beiden Aufsätzen trocken und nass benutzt werden, hat eine Akkulaufzeit von circa 40 Minuten und muss dann wieder für ungefähr eine Stunde ans Netz. Es verfügt aber über eine Schnellaufladung, die für kürzere Aktionen ausreichend ist. Am Kabel funktioniert es nicht, die verbliebene Akkulaufzeit wird nicht angezeigt. Die Aufsätze lassen sich kinderleicht austauschen, sowohl das Blatt für den Bodygroomer als auch die Scherköpfe können ausgetauscht werden (was bei Damenspielzeug oft nicht der Fall ist und ex und hopp bedeutet). Der Austausch wird ca. alle zwei Jahre empfohlen. Wird das Gerät mobil benutzt, soll der Rasieraufsatz mit einer Abdeckung, die allerdings nicht besonders gut hält, geschützt werden und der Groomer mit dem im Lieferumfang enthaltenen Kamm. Der sitzt gut. Ansonsten gibt es noch ein Reinigungsbürstchen, aber keine Hülle zum Transport. Fazit: Ein sehr guter Allrounder (wenn man vom Kopfhaar absieht, dafür ist er nicht geeignet) für rund 80 Euro und durchaus auch unisex zu gebrauchen. Nicht immer garantiert ein höherer Preis bessere Ware. Hier scheint das aber der Fall zu sein. Sollten sich in der Langzeitanwendung noch unangenehme Überraschungen ergeben, werde ich diese Rezension entsprechend ergänzen. Stand heute: Kaufempfehlung.

Helga Kurz
21. Mai 2013

Goalzero Solarpanel Nomad 7M, schwarz, 12301
Goalzero Solarpanel Nomad 7M, schwarz, 12301
Preis: EUR 79,99

4.0 von 5 Sternen Modulares Konzept gut umgesetzt - besonders flexibel zusammen mit dem Guide 10 akkupack, 21. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Das Solarpanel GoalZero Nomad 7 kann in der Grundausstattung zur Ladung von Mobilgeräten mit USB-Ladekabel oder über den 12V-Ausgang (Kfz-Adapterkabel mit Standardbuchse im Lieferumfang) eingesetzt werden. Mit einem vorhandenen Kfz-Adapter also auch iPhone/iPad & Co.

Es ist praktischer Weise 3-teilig faltbar, hat 2 starre Solarmodule und eine sehr nützliche Zubehörtasche aus Netzmaterial.

Selbst bei teilweise bedecktem Himmel liefert das Solarmodul noch eine Leerlaufspannung von über 15 Volt (nachgemessen).

Angenähte Schlaufen bieten ausreichend Möglichkeit, das Panel z.B. auf dem Fahrrad, dem Zelt, dem Rucksack oder dem Kanu sicher zu befestigen und so während der Reise unter entsprechender Sonneneinstrahlung zu nutzen. Mit ca. 360g Gewicht und seiner kompakten Maße lässt sich das Solarpanel GoalZero Nomad 7 gut verstauen und transportieren. Der beim Auspacken auffallend unangenehme Geruch verfliegt mit der Zeit.

Bei direkter Sonneneinstrahlung ist ein Mobile Phone in knapp drei Stunden vollständig geladen. Es empfiehlt sich jedoch, das zu ladende Gerät nicht so lange in der prallen Sonne liegen zu lassen.

Ideal ist die Kombination mit dem als Zubehör lieferbaren Akkupack Guide 10 (Plus). Seine austauschbaren AA-Standard-Rundzellen puffern tagsüber die Sonnenenergie und liefert dann zur Nachtzeit die notwendige Stromtankstelle für Smartphones und andere Geräte.

Eine Empfehiung für moderne Nomaden, die tagelang keine Möglichkeit haben ihr Kommunikationsequipment am Netz aufzuladen.

Preis-/Leistungsverhältnis noch in Ordnung.

Helga Kurz
21. Mai 2013

Grundig HD 3100 Haartrockner
Grundig HD 3100 Haartrockner
Preis: EUR 17,98

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Leichtgewicht, das seinen Zweck erfüllt., 19. Mai 2013
Rezension bezieht sich auf: Grundig HD 3100 Haartrockner (Badartikel)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Dieser im Rahmen seiner Möglichkeiten gut funktionierende Fön ohne viel Schnickschnack ist kein Reisefön, eignet sich aber wegen seines geringen Gewichts (keine 400 Gramm) dazu. Je nach Spannung liegt seine Leistung zwischen 1400 und 1600 Watt und erzeugt einen zweistufigen Luftstrom von ca. 60 bzw. 75 Grad. Das ist ausreichend, um auch längeres und dickeres Haar in einem akzeptablen Zeitraum zu trocknen. Die Kühlung wird durch eine eigenständige Stufe des Schiebeschalters in Gang gebracht, das ist komfortabler als ein Druckknopf, der während des Vorgangs unablässig gedrückt bleiben muss. Außer einer schmalen Konzentratordüse bietet er kein weiteres Zubehör, tendenziell würde ich ihn als klassischen Zweitfön, beispielsweise für die Sporttasche, einordnen. Leider sind Trockenvorrichtungen in öffentlichen Einrichtungen und in vielen Hotelbädern meist eine frustrierende Angelegenheit für Leute, die nennenswertes Haar auf dem Kopf haben. Für geruchsempfindliche Nasen sowieso. Der muffige Geruch wird in erster Linie durch mangelnde Reinigung des Lufteinlassbereichs erzeugt. Dieser Fön hat ein abnehmbares Gitter zur leichteren Reinigung. Die Aufhängevorrichtung am Ende des Griffs kann bei sehr großen Händen im Weg sein, dürfte aber außerhalb des häuslichen Umfelds kaum zum Einsatz kommen. Fast überall im öffentlichen Raum und in vielen - auch hochpreisigen - Hotelbadezimmern sind eine Auswahl an Haken an sinnvollen Stellen leider Mangelware.

Grundig war einmal eine herausragende deutsche Marke, das ist Wirtschaftsgeschichte. Dieser Fön kann überall auf der Welt hergestellt worden sein. „Made in Germany“ ist er, betrachtet man den relativ günstigen Preis – sicher nicht. Interessant ist der Hinweis in der 52-seitigen (!) Bedienungsanleitung in 12 Sprachen: „GRUNDIG setzt intern wie auch bei unseren Lieferanten auf vertraglich zugesicherte soziale Arbeitsbedingen mit fairem Lohn, auf effizienten Rohstoffeinsatz bei stetiger Abfallreduzierung von mehreren Tonnen Plastik pro Jahr – und auf mindestens 5 Jahre Verfügbarkeit sämtlichen Zubehörs.“ Klingt gut, kann aber alles Mögliche und nichts Bestimmtes bedeuten. Die Globalisierung kennt unter der Oberfläche viele hässliche Fratzen und soziale Arbeitsbedingen und fairer Lohn kann je nach Land völlig unterschiedliche Standards bedeuten. Zur Müllvermeidung trägt jedoch am effektivsten Langlebigkeit der Güter bei und daran hapert es heute nur allzu oft, besonders bei technischem Gerät. Ob das bei diesem Fön der Fall ist, kann ich in Anbetracht der Kürze der Nutzung noch nicht sagen. Sollte er sehr schnell den Geist aufgeben, werde ich diese Bewertung entsprechend berichtigen.

Helga Kurz
19. Mai 2013

Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: Roman
Das geraubte Leben des Waisen Jun Do: Roman
von Adam Johnson
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "BÜRGER, schart euch um eure Lautsprecher! ..., 17. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
... Ihr hört nun die letzte Folge der Besten Nordkoreanischen Kurzgeschichte dieses Jahres, die wir aber genauso gut die Beste Nordkoreanische Kurzgeschichte Aller Zeiten nennen könnten!"

Nordkorea. Fremd. Beängstigende, bizarre Nachrichtenschnipsel. In letzter Zeit häufiger, da ein Diktatorwechsel hin zum Dritten aus dem Kim-Clan stattgefunden hat. In der freien Welt mit selbstverständlichem Internetzugang ist der pausbäckige, mit Raketen fuchtelnde Diktatorlehrling Kim Jong-un auch Zielscheibe für Spott und Häme. Wo er herrscht, sicher nicht. Mit ihm, der sich durch das Tragen von Schuhen mit Absätzen nach westlichem Verständnis als ein Mann outet, der seine Körperlänge als unzureichend ansieht, ist sicher nicht zu spaßen. Noch nicht einmal die allgegenwärtigen Statuen der Diktatoren vor Pjöngjangs leblos anmutender Hochhaussilhouette dürfen beim Fotografieren beschnitten werden. Vermutlich eine der harmloseren Verhaltensregeln, die ein Schlaglicht auf nicht wirklich vorhandene Souveränität wirft. Folgt man dieser Geschichte und nimmt ihre grausame Melodie als bare Münze, weiß man, dass Witz und Ironie in diesem Land nicht angebracht sind, sich sogar als lebensgefährlich erweisen können. Aber all dies muss Spekulation bleiben. Es gibt viele Berichte über Nordkorea, aber so gut wie keine aus diesem Land, sieht man von offizieller Propaganda einmal ab.

Beim Erscheinen des Buches lebte, so weit wir das aus der Ferne beurteilen können, der alte Diktator Kim Jong Il bereits nicht mehr. Der „Geliebte Führer“ ist eine nur selten auftretende, aber allgegenwärtig lauernde Figur in diesem fast siebenhundertseitigen Schwergewicht, das sich ansonsten um den Titelhelden und Nichtwaisen Jun Do, der auf fremdbestimmten Wegen zum Kidnapper ahnungsloser Bürger anderer Staaten und Spion auf einem abgewrackten Fischkutter auf dem Gelben Meer wird und als Volksheld und Mitglied einer nordkoreanischen Delegation für kurze Zeit sogar texanischen Boden betritt. Zum letzten Mal begegnen wir Jun Do als er als namenloses Opfer dabei ist, abgefaulte Zehen aus den Stiefeln eines Sterbenden zu kratzen, um in ihnen als Nummer an einem bedeutungslosen und furchtbaren Ort zu verschwinden.

Als Kommandant Ga taucht er die längste Zeit wieder auf, aber diese Geschichte wird vor allem aus der Sicht seines Vernehmungsbeamten erzählt, ein fatalistisch leidendes und wie alle anderen auch stets bedrohtes Rädchen im Getriebe einer mörderischen Maschine, an dessen Hebeln in hell erleuchteten, tief unter der finsteren Hauptstadt Pjöngjang liegenden Bunkern der „Geliebte Führer“ nach Belieben schaltet und waltet. Der Vernehmungsbeamte ist ein Folterer der feineren Art, der vor allem an den umfassenden Biografien der Menschen interessiert ist, die er ihnen entreißt und sie anschließend von einer Maschine töten oder zu Zombies machen lässt. Aber derjenige, der als Kommandant Ga in der Volksschauspielerin Sun Moon, die er schon lange nahe am Herzen trägt, die Liebe seines Lebens und dadurch endgültige Zuflucht findet, erweist sich als der mental Stärkere. Und wir, die Leser, können uns glücklich schätzen, dass wir diese Liebe nicht nur aus der Sicht der pervertierten Propagandaversion der „besten koreanischen Kurzgeschichte des Jahres“ erfahren werden. „Liebe Bürger“, in vielen koreanischen Haushalten soll es Lautsprecher geben, die weder in der Lautstärke geregelt noch ausgeschaltet werden können. Vermutlich haben sie auch Ohren und belauschen die Kommentare zu dieser und andern erbaulichen Geschichten und sprechen selbstverständlich Gebote und Verbote aus.

In diesem Buch, das nicht furchtbar ist und an einigen Stellen sogar Poesie zulässt, werden furchtbare Dinge nicht selten ironisch, aber immer mit schrecklicher Beiläufigkeit erzählt. Gerade so, als zucke der Autor mit den Schultern, was heißen soll, dass er uns eben genau diese Geschichte erzählen will und für die Umstände, in der sie existieren muss, nichts kann, diese gegeben sind und wir uns damit abzufinden haben. Er hat das Land selbst bereist und behauptet nicht nur, dass er dort und anderswo genaue Recherche betrieben habe, sondern dass er im Sinne eines gerade noch glaubwürdigen Szenarios den zynischen Aberwitz der nordkoreanischen Wirklichkeit sogar abgemildert habe. Das macht fassungslos. Und natürlich wusste der amerikanische Autor mit seinem zwangsläufig amerikanischen Blickwinkel von vornherein, dass dieses Buch vor allem von Menschen gelesen werden würde, die nicht in Diktaturen leben. Es ist also ein westliches Buch über ein asiatisches, nahezu völlig abgeschottetes Land, über eine sehr fremde Welt auch in Zeiten der Globalisierung und des Massentourismus. Dennoch gibt es im Internet eine Flut von Bildern zu Nordkorea und Satellitenaufnahmen, für die Eiserne Vorhänge keine Bedeutung haben. Betrachtet man diese Bilder, die oft etwas Unwirkliches, nicht Existierendes an sich haben oder nur dazu existieren, um Wesentliches zu verschleiern, stellen sich ähnliche Empfindungen wie bei dieser Lektüre ein. Es ist eine schwer zu beschreibende Fassungslosigkeit, eine Art gläubige Ungläubigkeit, das Gefühl potemkinsche Dörfer zu besichtigen, aber in dem Wissen, dass diese trotz der Farbenpracht so düstere, fremde Welt für rund 24 Millionen Menschen überaus gefährliche Realität ist, in welcher der stets bedrohlich nahe Hungertod vielleicht noch die gnädigere Variante des Sterbens bedeutet und eine Büchse Pfirsiche so oder so die Rettung sein kann.

So möchte man also Jun Do, an einem texanischen Holztisch sitzend und Steaks vom Grill essend, zurufen: Bleib. Bleib wo du bist. Aber das ist nicht möglich. Sein Schicksal ist Sun Moon und ein westlicher Filmklassiker, kein geringerer als "Casablanca", wird ihm den Weg zu ihrer Rettung vorgeben. So sehen wir die große Volksschauspielerin, „eine wahre Tochter des Vaterlands“ und Liebling des Diktators zum letzten Mal auf dem Flughafen der Hauptstadt, wo sie vor der Delegation aus Nordarmerika, die ihr Rudermädchen – eine fantastische Geschichte in dieser Geschichte, auf die an dieser Stelle nicht weiter eingegangen wird – aus den Klauen des Diktators befreien wollen, auftreten wird. Sie soll dabei drei verschiedene Chosŏn-ot, die traditionelle koreanische Tracht für Frauen, in den Farben der nordkoreanischen Flagge tragen: rot, blau, weiß. Das sind nicht zuletzt auch die Farben der amerikanischen Flagge mit ihren vielen Sternen, jeder einzelne eine individuelle Verheißung, was, wie wir wissen, noch lange nicht heißt, dass in diesem Land alle Wünsche in Erfüllung gehen. Die nordkoreanische Flagge verfügt nur über einen sehr großen, kollektiven Stern und wir können erleichtert zur Kenntnis nehmen, dass auf dem geheimnisvollen Gerät, das der Vernehmungsbeamte seinem Gefangenen abgenommen hat, das Bild eines weiteren Sterns aufblitzt, in dessen Mitte „Ingrid Bergman“ zu lesen ist. Damit kann er nichts anfangen, das ist ein Bild aus einer Welt außerhalb seiner Vorstellungskraft und das Wort „Ingrid“, so denkt er, gibt es ja gar nicht. Wir wissen es besser und ich danke Adam Johnson (und seiner Übersetzerin Anke Caroline Burger) für diese anstrengende und außergewöhnliche Geschichte, die dem mitunter etwas stumpfen Pulitzerpreis zu neuem Glanz verhilft.

Lob und ein wenig Tadel an Suhrkamps Adresse: Ansprechender Schutzumschlag, viel Lesestoff zu fairem Preis, aber leider kein Lesebändchen, das sich bei rund 700 Seiten nun wirklich angeboten hätte.

Helga Kurz
17. März 2013

Philips HD7874/60 Senseo Twist & Milk Kaffeepadmaschine mit Milchaufschäumer (Touch-Display) misty dawn-schwarz
Philips HD7874/60 Senseo Twist & Milk Kaffeepadmaschine mit Milchaufschäumer (Touch-Display) misty dawn-schwarz
Preis: EUR 159,99

5.0 von 5 Sternen Gute Wahl, 6. Mai 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Aufbau und Bedienung der Kaffeemaschine erfolgen intuitiv und völlig problemlos. Die Philips HD 7874/60 ist formschön und leicht zu reinigen. Allerdings sollte man sie dazu von der Stromversorgung nehmen, da das Touchpanel gewollt sehr berührungsempfindlich ist. Ein leichtes Fingertippen genügt. Der Wassertank ist nicht in die Maschine integriert und bequem zu händeln. Allerdings benötigt man auch etwas mehr Platz, als das bei Geräten mit integriertem Tank der Fall ist. Und nein, die Maschine darf nicht ins Wasser getaucht werden und kann auch nicht in der Spülmaschine gereinigt werden. Die Tassenabstellplatte ist abnehmbar (gut für sehr hohe Gefäße) und komplett aus Kunststoff. Zum Lieferumfang gehören drei verschiedene Kaffeesorten, ein Rezeptbüchlein für Kaffeespezialitäten und drei verschiedene Padshalterungen. Alle gängigen Kaffeevarianten können damit produziert werden und man hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Kaffeestärken und -mengen. Der Kaffeeauslauf ist höhenverstellbar, ein Glas zu befüllen stellt kein Problem dar. Die Vorteile von Padsmaschinen gegenüber Kapselmaschinen liegen auf der Hand: weniger Müll und der Einsatz von Pads verschiedener Anbieter. Die Bindung an einen bestimmten Hersteller entfällt, Sonderangebote können genutzt werden. Die Auswahl an verschiedenen Kaffeesorten, auch sortenrein und in Bioqualität, ist mittlerweile groß. Die ärgerliche Beschaffung von Kapseln zum Teil nur durchs Internet oder in speziellen Shops entfällt, Kaffeepads gibt es in jedem Supermarkt. Bleibt der Vergleich zu den wesentlich teureren Kaffeevollautomaten. Puristen schwören auf frisch gemahlene Bohnen und werden sich davon auch nicht abbringen lassen. Dennoch. Der Kaffee aus dieser Padsmaschine muss den Vergleich zum Aroma und Geschmack des Kaffees aus beispielsweise einem Jura-Kaffeevollautomaten nicht scheuen. Zwar kann sie, was die Crema anbelangt, nicht mithalten, aber der Kaffee ist, auch im direkten Vergleich ohne wenn und aber, gut und stellt je nach Sorte auch anspruchsvolle Kaffeetrinker zufrieden.

Besonders punktet das dazugehörende wertige und durchdachte Gefäß zum Milchaufschäumen mit doppelter Antihaftbeschichtung. Unter Reinigungsgesichtspunkten gibt es nichts zu bemängeln, die Milch wird heiß und der in ausreichender Menge produzierte kleinporige Schaum hat Stand und fällt nicht sofort wieder in sich zusammen. Sehr gut im Hinblick auf die heiße Jahreszeit, wenn sie denn kommen sollte, ist die Option für kalten Milchschaum. Einfach den Knopf etwas länger betätigen, schon wird die Milch kalt geschäumt. Funktioniert einwandfrei, das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wie immer, wenn Milch im Spiel ist, muss die Reinigung möglichst schnell und gründlich erfolgen. Da das Gefäß kabellos von der Platte mit der Stromversorgung abgenommen werden kann, ist wegen des Kontakts am Boden eine Reinigung in der Spülmaschine ausgeschlossen. Auch darf es nicht in Wasser getaucht werden, aber das ist bei allen derartigen Gefäßen so und kein Manko. Die Elektroplatte verfügt über ein eigenes Kabel und kann unabhängig von der Kaffeemaschine verwendet werden. Der Deckel mit den integrierten Aufschäumrädchen darf in die Spülmaschine. Man kann den Milchaufschäumer auch einzeln erwerben, sein Preis macht ziemlich genau die Hälfte des Kaufpreises für dieses Duo aus und ist, wie Marketingstrategen zu sagen pflegen, "ambitioniert". Wer also keine geschäumte Milch benötigt, ist mit einer Solomaschine preislich besser bedient. Allen Cappuccinofans jedoch ist diese Maschine durchaus zu empfehlen. Noch besser bedient ist man beispielsweise mit einem Vollautomaten, der das mit einem Knopfdruck erledigt und vielleicht sogar die Milch in einem seperaten Gehäuse kühl hält. Ein solches Gerät ist jedoch wesentlich teurer und pflegeaufwendiger. Ein Mindestmaß an Pflege benötigt diese Padsmaschine aber auch. Ein Entkalkungsmittel gehört ebenfalls zum Paket und es ist ratsam, die Maschine auch wirklich regelmäßig zu entkalken, da sie sonst unweigerlich frühzeitig den Geist aufgibt. Das ist aber kein spezielles Problem von Philips, bei Produkten anderer Hersteller ist das nicht anders. Diese Empfehlung (meinetwegen auch Mahnung) richtet sich besonders an bestimmte junge Damen und Herren, die diese Maschine in Jugendzimmern und Studentenbuden betreiben werden. Auch der Schimmel an ewig in der Maschine befindlichen Pads und verkeimtes Wasser ist nicht das Problem der Maschine oder seines Herstellers! Und nein, die Maschine hilft sich da nicht irgendwie schon selbst.

Fazit: Wer den Preis für einen Tausendsassa von Vollautomaten, der gerne auch einmal einen Tausender und mehr kosten kann, scheut und auf das höherwertige Edelstahl nebst Klavierlackbeschichtungen oder die Beleuchtung der Tasse dank punktgenauer LED-Technik und was es da für nette kostspielige Sächelchen - die auf den Geschmack des Kaffees oft gar keinen Einfluss haben - noch so gibt, ist mit dieser Kombination sehr gut bedient. Eine Garantie im üblichen Rahmen wird auch gewährt.

Sollten sich im Dauereinsatz Mängel zeigen oder beide Geräte sehr schnell ihren Dienst nicht mehr leisten, werde ich diese Produkteinschätzung entsprechend überarbeiten. Stand heute gebe ich eine klare Kaufempfehlung ab.

Helga Kurz
6. Mai 2013

Der Schrecken verliert sich vor Ort: Roman
Der Schrecken verliert sich vor Ort: Roman
von Monika Held
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen R. U. Rückkehr unerwünscht., 27. April 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Alle umzubringen, haben sie nicht geschafft. Die Zeit war zu knapp, es waren zu viele.
Es gab Überlebende.

Ein waghalsiger, kommunistischer und vor allem sehr junger Mann aus Wien, kämpft selbst dann noch gegen die Nazis, als er in ihrer Wehrmachtsuniform steckt. Schutzhaft, R. U., bringt ihm das ein. Dass R. U. für Rückkehr unerwünscht steht und also sein Todesurteil ist, ahnt er da noch nicht, auch nicht, was Auschwitz bedeutet, ihn bedeuten wird, und dass er Auschwitz innerlich bis an sein tatsächliches Lebensende, viele Jahrzehnte nach der Zäsur, nicht mehr verlassen wird: Heiner Rosseck, KL Auschwitz, Block 21, Gefangenennummer 63.387.

Es gibt Opfer, die schweigen, vielleicht ihr ganzes Leben lang, und es gibt Opfer, die reden. Heiner redet. Er redet und redet und brüllt mit leiser Stimme in die Welt, was geschehen ist. Um Zeugnis abzulegen hat er, der tot sein müsste, überlebt: Er will Zeuge sein, sprechen für die, die umgekommen sind. Das ist seine Mission, dafür geht er emotional über Leichen, schont sich nicht und andere auch nicht. Der Tod hat keinen Schrecken für ihn, das Leben schon. Viele. Wörter kann er auf Distanz halten, Geräusche nicht. Der, der er in Auschwitz war, wird ihn in Zukunft immer begleiten und Lena, die Deutsche, ausgerechnet eine Deutsche, die im Gegensatz zu ihm polnisch spricht und Kind war im Dritten Reich und also nicht zu den Jahrgängen gehört, von denen er sich fernhält, wird seine Frau und wird das aushalten. Seine erste Frau, wie er Widerständlerin und Gefährtin aus seinem ersten Leben, hält das nicht aus. Sie will die Schatten nicht leugnen, aber hinter sich lassen. Und seine Tochter wird später in einem Interview berichten, dass sie keinen Vater hat, weil der in Auschwitz geblieben ist.

Heiner und Lena also. Und über den beiden die Autorin, ebenfalls eine Nachgeborene, Monika Held. Die sich sehr intensiv mit dieser speziellen Hölle beschäftigt haben muss, wie nahezu jede Seite dieses Buches beweist. Aber kann sie – darf sie? ist das eine Anmaßung? würde Heiner, 63.387, ihr das zugestehen? – einen Protagonisten schaffen, der überzeugend KZ-Überlebender ist? Nun, sie hat es getan und ich, ebenfalls eine Nachgeborene, maße mir an, zu behaupten, das ist ihr gelungen. Heiner, 63.387, wird auf rund 266 Seiten schwerer Lektüre äußerst lebendig. Lena, sanft, klug, geduldig, ebenso, wenn auch blasser, zurückhaltender. Sie ist sein Resonanzmensch, gehört aber nicht zu seinem zweiten Leben, wird nie dazu gehören, weil sie kein Naziopfer ist, in keinem KZ war, auch wenn sie sein drittes gerettet hat. Aber sein zweites Leben ist das, was ihn ausmacht, was ihn umtreibt, was ihn wirklich interessiert und leben lässt. Da er Auschwitz nie verlassen hat, kann er auch ohne Angst zurückkehren. Für ihn, nicht für Lena, ist es tatsächlich so, dass sich der Schrecken vor Ort verliert, kommt er doch in das vertraute Gebiet seiner nächtlichen Alpträume zurück. Es ist, man muss es so ausdrücken, eine Heimkehr. Er ist nicht der einzige, der so empfindet. Andere sind auch da, einige davon lernen wir kennen, die immer wieder zurückkehren, die wie Gespenster durch das Museum Auschwitz und die Ruinenlandschaft von Birkenau streifen und etwas sehen, das nicht mehr da ist. Sie sind Menschen, die nach den Willen anderer Menschen tot sein müssten. Ihre Wege sind andere, als die der Touristen, die sich nur in der Gegenwart bewegen können. Sie sind nicht wichtig, sind im Grunde nicht da, weil sie nicht dabei gewesen sind. Die können nur sehen, was sichtbar ist. Sie können nichts dafür, aber auch nichts daran ändern. Sie können sich unbesorgt da aufhalten, denn „in Auschwitz stirbt man nicht“, lacht Heiner, 63.387. Man kann Auschwitz niemand beibringen, auch dann nicht, wenn der Gegenüber lern- und wissbegierig ist. Er wird niemals genügen. Und nicht wenige wollen das auch nicht. Es gibt viele, die sagen, „man soll das Ganze jetzt doch endlich einmal ruhen lassen.“ Und Margarete Mitscherlich, die große alte Dame der Psychoanalyse, die kurz nachdem sie das Nachwort zu diesem Buch verfasst hat, gestorben ist, berichtet sinngemäß, dass immer die Opfer auf der Couch landen, nicht aber die Täter. Diese Erfahrung bleibt auch Heiner, der für immer 63.387 bleiben muss, bleiben will, und der weiß, dass es innerhalb dieser speziellen Nummern eine entsetzliche Hierarchie gibt, nicht erspart. Die Täter wollen nicht schuldig sein und ihnen ist letztendlich mit rechtsstaatlichen Mitteln nicht beizukommen, auch dann nicht, wenn sie verurteilt werden. Die Erkenntnis der Schuld ist nicht zu erzwingen, die Erde wird sich nicht auftun und die Täter verschlingen. So war es schon immer und so wird es immer sein. Dennoch ist es wichtig, dass diesen Menschen der Prozess gemacht wurde und wird, so unzureichend und unbefriedigend das Ergebnis auch ausfallen mag. Er aber wird damit leben müssen, dass seine Angst vor den Folterern und Mördern niemals enden wird, solange er lebt, denn er ist der, der Lebenslänglich hat und dem keine umfassende Gerechtigkeit zu Teil werden wird. Er wird ein Mensch gewordenes Mahnmal bleiben müssen, solange er lebt.

Heiner, 63.387, ist ein Mensch, der ein Glas mit Asche und Knochensplittern bei sich trägt und sich selbst mit rund 50 Zigaretten am Tag in Rauch hüllt. Das muss man erst einmal aushalten können, tagein, tagaus. Warum setzt sich Lena fortwährend dem Schatten von Auschwitz aus, ohne jemals zu genügen? Heiner, 63.387 ist nicht nur ein äußerst schwieriger Partner, er ist auch fordernd und sein wienerisch gefärbtes, diktatorisches „Schau, Lena“ ist auch für den Leser nicht immer leicht zu ertragen. „Schau Lena“ bedeutet, schau genau hin. Ganz genau. Heiner, 63.387 möchte seine Gedanken zu den ihren machen und gesteht ihr doch kein Wissen zu. Im Grunde ist es sehr wenig, was er ihr, die sich zu wehren weiß, zugesteht. Ihr erinnerter Schmerz, als sie als kleines Kind von der Schaukel gefallen und sich sehr weh getan hat, ist nichts, absolut gar nichts, gegen das Leid von Auschwitz. Dagegen kommt der reale Schmerz des Kindes, seine Tränen, nicht an. Niemals. Heiner, 63.387, der dem Tod so oft von der Schippe gesprungen ist, fühlt sich in gewisser Weise unsterblich und das hat ihn unendlich verletzlich und unendlich rücksichtslos gemacht. Die Kehrseite ist fast unerträgliche Arroganz Nichtopfern gegenüber. Im Grunde lässt er neben sich nur die anderen Überlebenden gelten. Sie zählen. Aber Lena will auch zählen, zählt auch, wenn auch anders und nur im dritten Leben. Diese Geschichte ist tatsächlich auch die Geschichte einer gelungenen und gelebten außergewöhnlichen Liebe, das muss man anerkennen, auch dann, wenn man selbst so eine Art der Liebe nicht erleben will, ihr vielleicht nicht gewachsen wäre und auch nicht gewachsen sein will. Lena ist klug, stark, mitfühlend, aber gegen Auschwitz wird sie niemals ankommen. Das ist der Preis, den sie für diese Liebe zu bezahlen hat.

Zunehmend beschäftigen sich Nachgeborene nicht nur journalistisch sondern auch literarisch mit der Zeit des Nationalsozialismus und den Folgen des bis dahin unvorstellbaren Zivilisationsbruchs auch und besonders in Deutschland. Nichts und niemand hat die Macht, die Vergangenheit auch nur um eine Winzigkeit zu verändern, dennoch sind Erzählungen wie diese von großer Bedeutung, tragen sie doch das Wissen um die dunkelste Zeit deutscher Geschichte in die Gegenwart und Zukunft. Auschwitz war. Und ist damit in der Welt. Täglich passieren auch in unserer Zeit Dinge, die, wenn auch nicht annähernd in diesem letztendlich unvorstellbarem Ausmaß, durchaus an Auschwitz erinnern können. Dieses Buch leistet einen Beitrag dazu, wachsam zu sein und zu bleiben. Allerdings befürchte ich, dass es nicht die große Aufmerksamkeit erhalten wird, die es verdient. Dennoch. Ich schließe mich Margarete Mitscherlichs letzten Worten zu diesem Buch an: „Es bleibt ein ewiges Thema. Ich glaube nicht, dass wir aufhören sollten, uns damit zu beschäftigen."

Helga Kurz

27. April 2013

Bettler und Hase
Bettler und Hase
von Tuomas Kyrö
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Finnland findet den Superstar!, 21. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Bettler und Hase (Gebundene Ausgabe)
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
„Die höchste Form des Daseins ist der Promi“ heißt es gegen Ende des Buches. Und dass man aus den trivialsten Gründen einer werden kann, weil die mediale Gesellschaft das so will, ist kein Märchen. Das glauben Sie nicht? Suchen Sie beispielsweise einmal nach dem „Original“ von „Charlie bit my finger“ und sehen Sie sich die Klicks und den Hype drumherum an, wozu Sie dann – wie ich mit dieser Erwähnung - beigetragen haben werden.

„Der Bettler und der Hase“ (der ein Kaninchen ist) ist eine Sozialsatire auf nicht nur in Finnland real existierende Verhältnisse. Das Buch kann auch als ein Märchen auf Speed oder verrücktes Roadmovie gelesen werden, das im Kontext jene traurige Tiefe hat, ohne die Humor nicht funkeln kann. Es bietet ein sprachliches Feuerwerk, bei dem es einem nicht langweilig wird, auch dann nicht, wenn man sich in finnischen Befindlichkeiten nicht besonders gut auskennt und wer - von den Finnen einmal abgesehen - tut das schon? Das Buch bietet intelligenten Sprachwitz, skurrile Situationen am hoppelnden Band, ein in rasanter Folge auftretendes Personal von spießbürgerlich über kriminell und umweltschänderisch bis hin zu einem durchgeknallten Politprofi. Und im Auge des Hurrikans befindet sich stets der rumänische Bettler Vatanescu, der sich illegal in Finnland aufhält und den neben dem Wunsch nach einem auskömmlichen Leben vor allem eins vorantreibt: Stollenschuhe für seinen fußballbegeisterten Sohn, den er in desolaten Verhältnissen zurücklassen musste, als ein krimineller Ukrainer ihn in das Land im Norden einschleuste und auszubeuten versuchte. Dort ist es wie überall auf der Welt: ungemütlich für Nonames ohne Geld, Sozialversicherungsnummer und Sprachkenntnissen. Verschärfend kommen langanhaltende Kälte und Dunkelheit dazu und eine Mentalität (wie die Finnen aussehen, entnehmen Sie bitte den Bild des Autors auf der Umschlaginnenseite), die dieser vom Leben gebeutelte Philosoph nicht versteht. So rollt er wie ein Hans im Glück mit umgekehrten Vorzeichen das Feld von hinten auf und, soviel sei verraten, findet am Ende seine Version von Glück, die sich nicht viel von der vieler anderer Menschen überall auf der Welt unterscheidet.

Ein einziges Mal nur, ich gebe zu, darauf gelauert zu haben, fällt auch das Wort Tanzboden, findet aber leider keine weitere Beachtung. Das Wort für Tanzboden ist das einzige, das ich auf Finnisch zu benennen weiß: Lavatanssit. Tanzböden gibt es in Finnland wohl so häufig wie Autobahnraststätten. Die Finnen sollen begeisterte Tangotänzer sein, das gilt dort als Volkssport, und sich bei längeren Autofahrten die Beine bei einem anspruchsvollen Tänzchen eben auf diesen öffentlichen Tanzböden vertreten. Kaum zu glauben, soll aber wahr sein! Schade also, dass Vatanescu auf einem solchen Tanzboden nicht auftaucht, wo er doch sonst überall wie ein Blatt im Wind hingepustet wird. Außerdem verschlägt es den Mann auch nicht in eine Bibliothek oder Buchhandlung. Logisch, er kann die Sprache nicht. Lesen soll ebenfalls Volkssport in Finnland sein und die Bibliothek- und Buchhandlungsdichte phänomenal. Toll! Wenn nur die Dunkelheit, Kälte und Sprache nicht wären, dann würde ich mich vielleicht sogar auf Vatanescus Spuren begeben. So begnüge ich mich eben mit finnischer Literatur und danke Stefan Moster herzlich, dass er diese schräge und liebenswürdige Geschichte ins Deutsche übersetzt hat. Humor- und Fantasielose sollten aber die Finger davon lassen, weil sie sich darüber nur fürchterlich ärgern würden.

Helga Kurz
21. April 2013
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 21, 2013 10:09 PM MEST


WMF 6087829990 Filterkartuschen Dara, 6-er Set
WMF 6087829990 Filterkartuschen Dara, 6-er Set
Preis: EUR 29,98

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5.0 von 5 Sternen Wohlschmeckend, 13. März 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Diese Filterkartuschen sind geringfügig teurer als viele andere und arbeiten mit der patentierten Mg2+ Technologie, bei der die Filtration in vier Stufen erfolgt und das Wasser mit Magnesium, das für besseren Geschmack sorgt, angereichert wird. So weit der Hersteller, dem man Glauben schenkt oder eben das Wasser Labortests unterzieht. Auf alle Fälle schmeckt das Wasser besser als aus dem Hahn, Kaffee und Tee sogar wesentlich besser, was eben an der Anreicherung mit Magnesium liegen soll. Das gilt auch für Gemüse und Salate, die mit diesem Wasser gewaschen bzw. darin gekocht werden, da sie weniger Mineralstoffe abgeben sollen. Weitere Vorteile liegen auf der Hand: Keine Kastenschlepperei, Geräte werden geschont, bei den teuren Kaffeevollautomaten spart man sich eventuell die sehr teuren Filterkartuschen. Nach 85 Füllungen oder 120 Litern ist die Kartusche, die am besten im preisgünstigen 6-er-Pack gekauft wird, erschöpft und muss ersetzt werden. Bei geringem Verbrauch ist darauf zu achten, dass wegen der Gefahr der Verkeimung, die auch mit Spurenelementen von Silber bekämpft wird, trotzdem nach spätestens 4 Wochen ein Wechsel erfolgen sollte. Aus dem gleichen Grund sollte das gefilterte Wasser im Kühlschrank aufbewahrt und generell die Kanne sehr sauber gehalten werden. Schöpft man die Kapazität voll aus, beträgt der Literpreis bei einer Kartusche zum Preis von rund 5 Euro knapp über 4 Cent, die Wasserkosten, die bei 1 Liter kaum ins Gewicht fallen, nicht eingerechnet. Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die berüchtigte Statistik, die behauptet, dass wir in Deutschland pro Nase durchschnittlich 121 Liter Trinkwasser pro Tag verbrauchen. Davon ganze 5 Liter fürs Essen und Trinken. Der Löwenanteil, nämlich rund 43 Liter, gehen für Baden/Duschen/Körperpflege drauf und 33 Liter für - die Toilettenspülung.

Die Bedienung ist kinderleicht und nicht weiter erwähnenswert, wenn man einmal einen Blick auf die Bedienungsanleitung geworfen hat. Zu der ausgeklügelten vierstufigen Filtration ist noch anzumerken, dass die ihre Zeit braucht, mehr Zeit als bei anderen Filtern, wenn auch nicht wesentlich mehr. Wenn es nicht gerade sehr schnell gehen muss, fällt das gar nicht ins Gewicht. Die Kartuschen passen auch in andere Systeme, diese wurden für die WMF Filterkanne „Dara“ konzipiert, beide zusammen bilden ein gelungenes und einfach zu handhabendes Konzept für diese Art der Wasseraufbereitung. Ob man sich dafür entscheidet, ist sowohl Geschmacks- als auch Glaubenssache. Eine Kostenfrage ist es langfristig gesehen nicht, es sei denn, man hat sich bereits grundsätzlich für die günstigste Lösung entschieden: Wasser ungefiltert aus dem Hahn. Alle anderen haben bei dieser Lösung zudem noch den Vorteil, dass sie sich fortan wenigstens wegen des Wassers nicht mehr mit diesen verflixten Pfandautomaten herumschlagen müssen. Plastik spart man auch, allerdings sind die Kartuschen am Ende eben auch nur Müll.

Kaeppel G-101986-53D1-VA97 Bettwäsche Be mine, Satin, 1 x 80/80 + 135/200 cm, mint
Kaeppel G-101986-53D1-VA97 Bettwäsche Be mine, Satin, 1 x 80/80 + 135/200 cm, mint
Preis: EUR 27,98

5.0 von 5 Sternen Heimtextilien auf hohem Niveau, 13. März 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Diese Mako-Satin-Bettwäsche von Kaeppel ist ein hochwertiges Markenprodukt mit gut laufendem und sorgfältig eingenähtem Reißverschluss, hochglanzveredelt, aus 100 % Baumwolle, zertifiziert nach Öko-Tex Standart 100, der Schadstofffreiheit verspricht. Die Verarbeitung ist einwandfrei. Das Design besticht durch geschmackvolle Optik, die Farben sind ausdrucksstark und leuchtend. Streifen und florale Drucke im gelungenen Mustermix, wie man es bei diesem Artikel findet, scheinen ein Markenzeichen des Hauses sein. Das für ein Einzelbett mit Standardmaßen konzipierte Produkt (1 Bett- und 1 Kissenbezug) kann bei 60 Grad gewaschen werden und kommt nahezu knitterfrei aus dem Trockner. Bügeln ist nicht notwendig, ein gewichtiges Plus. Sie fühlt sich seidig und glatt an, Schlafkomfort unter diesem Aspekt ist vorprogrammiert. Das Preis-Leistungsverhältnis bei einem reduzierten Preis von rund 25 Euro ist sehr angemessen, die Bettwäsche ist ein hochwertiges deutsches Markenprodukt eines versierten Herstellers aus Augsburg, wo seit rund 75 Jahren erfolgreich Bezüge produziert werden. Der Tatsache, dass Bettwäsche heute als dominierender Bestandteil der wohnlichen Schlafzimmergestaltung gilt, wird, wie man auf im firmeneigenen Internetauftritt sehen kann, mit rundherum gelungenen Designs und Farbgestaltungen, die kaum eine Geschmacksrichtung unberücksichtigt lassen, Rechnung getragen. Die Qualität der Bettwäsche lässt hoffen, dass man auch nach vielen Waschgängen Freude daran haben wird. Kaufempfehlung mit gutem Gewissen. Bei diesem Preis sollte man zugreifen.

Helga Kurz
13.3.2013

WMF 0617817410 Filterkaraffe Dara weiß
WMF 0617817410 Filterkaraffe Dara weiß
Wird angeboten von Sonntagskind
Preis: EUR 15,00

4.0 von 5 Sternen Durchdachtes Qualitätsprodukt mit beinahe perfekter Funktionalität, 5. März 2013
Kundenmeinung aus dem Amazon Vine - Club der Produkttester-Programm (Was ist das?)
Bei stark kalkhaltigem Wasser überzeugt diese Filterkanne durch weiches, wohlschmeckendes Wasser, was sich auf alle Getränke positiv auswirkt, die damit zubereitet werden. Tee und Kaffee sind besonders hervorzuheben. Ob man eine Anreicherung mit Magnesium haben will oder nicht, muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er Spurenelemente von Silber, die vor Verkeimung schützen sollen, im Wasser haben will, ebenso. Sofern man das Wasser nicht Labortests unterzieht, ist vieles ohnehin Glaubenssache. Die Folgekosten durch Filterwechsel sind ähnlich wie bei anderen Produkten, vielleicht etwas höher, man muss sich von vornherein darüber im Klaren sein, dass der Anschaffungspreis einer Filterkanne, egal welcher, eben nur ein Teil des Preises für Filtersysteme ist und zwar auf Dauer der Geringere.

Die Karaffe ist hoch und benötigt ungefähr die Hälfte des Platzes eines durchschnittlichen Kühlschranktürfachs, in die sie perfekt hineinpasst. Allerdings passt in dieses Fach dann nicht mehr viel anderes, bei maximal zwei Flaschen bzw. Tetrapacks ist man am Ende der Fahnenstange angekommen. Das Design ist gelungen, die Kanne lässt sich gut greifen und halten, ordentlich verarbeitet ist sie auch. Zur Standfestigkeit trägt die Gummierung am Boden bei. Ihre Größe ist der Menge von fast 2 Liter gefilterten Wassers geschuldet und diese Menge ist auch sinnvoll, wenn mehrere Personen im Haushalt leben. Mir wäre Glas als Material lieber, ich sehe aber ein, dass die gefüllte Kanne dann so schwer wäre, dass sie für Kinder oder Menschen, die wenig Kraft in den Händen haben, kaum noch zu handhaben wäre und bei Bruch ein zu hohes Verletzungsrisiko bestünde.

Der Filtervorgang dauert ewig, wenn man gerade zeitlich unter Druck steht und die Kanne wieder einmal fast leer ist. Es geht ganz fix, wenn man nicht in Eile ist.

Der Ausguss ist nicht ideal. Es gibt wesentlich besser geformte Tüllen, die das Tropfen nahezu vollständig verhindern. Diese sabbert grundsätzlich ein wenig, wenn man nicht gerade mit Schwung eingießen kann, was nur bei Gefäßen mit größerer Öffnung möglich ist. Dafür ist sie jedoch mit einer automatisch schließenden Abdeckung versehen, was vielleicht ein Teil des Problems ist. Zum Deckel. Er ist im Prinzip in Ordnung, tut was er soll und das gut. In der Mitte befindet sich eine runde Vertiefung, die sich selbständig öffnet, wenn man Wasser eingießt und sich schließt, wenn die Füllmenge erreicht ist. Im Deckel befindet sich auch eine nicht auswechselbare Batterie, die die Energieversorgung für die Anzeige der Befüllungen bis zum Filterwechsel anzeigt. Spülmaschinentauglich ist er, anders als die eigentliche Karaffe, dadurch natürlich nicht. Diese Anzeige ist nice to have und vor allem bequem, wenn aber die Leistung der Batterie erschöpft ist, gibt es auch keine Anzeige mehr. Dies soll nach durchschnittlich 3,5 Jahren der Fall sein. So wie unsere Wirtschaft gestrickt ist, lohnt sich wahrscheinlich der Austausch des Deckels preislich nicht, das heißt aber dennoch nicht zwangsläufig, dass man die Kanne dann nicht mehr sinnvoll benutzen kann, sofern sie, was pflegliche Behandlung voraussetzt, überhaupt so lange durchhält. Man könnte, wenn man wollte, anschließend auch einfach eine Strichliste führen, das erfordert nur ein Mindestmass an Organisationstalent und Konzentration und würde die Umwelt schonen. Es ist überliefert, dass unsere Vorfahren, die noch nicht über Knopfzellen verfügt haben, solche und ähnliche exotischen Hilfsmittel mit großem Erfolg benutzt haben.

Das Produkt kann ich Ihnen - mit genannten kleinen Einschränkungen - guten Gewissens empfehlen.

Helga Kurz
5. März 2013

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