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Rezensionen verfasst von
A. Humphreys "abeuerma"
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Peter Gabriel 3 (Remastered)
Peter Gabriel 3 (Remastered)
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 38,95

16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The best of Peter Gabriel, part one, 7. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Peter Gabriel 3 (Remastered) (Audio CD)
Dieses Album entstand in der künstlerisch wohl produktivsten Phase der Solokarriere Peter Gabriels. Der Stil seiner ersten beiden Soloalben wird hier perfektioniert und zu einem künstlerischen Höhepunkt in Peter Gabriels musikalischem Schaffen geführt.
Ein vielschichtiges und ungeheuer kreatives Album, dessen Songs durch Peter Gabriels einzigartigen Gesangs- und Kompositionsstil geprägt sind: kompositorisch ist Peter Gabriel mit Songs wie "No self control" und "Family Snapshot" in bis dahin nur bei Genesis erreichte Höhen vorgedrungen, gesanglich lässt er die ungeheure Variabilität seiner Stimme erkennen.
Das Album ist von einer jugendlichen anmutenden Wildheit geprägt, die sich mit kompositorischen Finesse und einer sprühenden Kreativität paart - Teil 1 der künstlerischen Reifeprüfung Gabriels.
Das Folgealbum wird das zuende führen, was hier bereits angedacht worden ist und wird Peter Gabriel zu einem Monument der Popmusiklandschaft erheben.


Up
Up
Wird angeboten von Multi-Media-Trade GmbH - Alle Preisangaben inkl. MwSt.
Preis: EUR 14,99

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spät, aber nicht zu spät, 7. Dezember 2002
Rezension bezieht sich auf: Up (Audio CD)
Man schrieb das Jahr 1996, als sich die Gerüchte verdichteten, Peter Gabriel würde ein neues Studioalbum mit dem Namen "Up" veröffentlichen. Keine präzise Zeitangabe wurde gemacht, immer wieder wurde man auf seiner Webseite in der Folge von "Tina" vertröstet. Man registrierte ein gleichnamiges Album von REM, erschrocken nahm man Gabriels Overkill-Projekt "Ovo" zur Kenntnis, das hinsichtlich eines neuen Albums schlimmste Befürchtungen hervorrufen musste.
Und nun, 10 Jahre nach dem zweiten Teil der "einsilbigen Alben" steht es plötzlich im CD-Regal, das lang angekündigte und zum ersten Mal in völliger Eigenregie aufgenommene neue Studioalbum. Die Spannung ist dementsprechend groß.
Nach dem ersten Hören weiß man nicht so recht, was man von dem soeben Gehörten halten soll, nach dem zweiten Hören noch immer nicht. Nach dem fünften Hören aber stellt man erleichtert fest, dass Peter Gabriel sich nicht nur treu geblieben ist, sondern auch im hohen Alter noch immer über eine kreative Ader sowie diese charismatische, ihn auszeichnende Stimme verfügt.
Natürlich hat auch Gabriel der modernen Zeit Tribut gezollt und hier und da etwas poppig anmutenden Beat aus dem Drumcomputer eingebaut. Natürlich ist er (schon lange) nicht mehr der gleiche suchende Rebell wie zu Genesis-Zeiten oder bei seinen vier ersten Soloalben, er hat sich längst künstlerisch wie auch finanziell etabliert. Wer aber die neuen Songs unvoreingenommen auf sich einwirken lässt, dem wird das egal sein. Wohlwollende "Experten" unter den Fans werden einige Nuancen aus den "wilden Zeiten" von "No self control" oder "I don't remember" heraushören und feststellen, wie die Musik offenbart, dass hinter der heute scheinbar bourgeois anmutenden Fassade des Künstlers noch immer der Wille zu einer künstlerischen Eigenständigkeit vorhanden ist, die weit ab vom Mainstream liegt. Peter Gabriel ist dem durchkomponierten Liedstil treu geblieben und hat über die Jahre hinweg gerade mit dem Alter sein Talent zum Schreiben und Interpretieren von unwiderstehlichen Balladen, für welche die Ausdruckskraft seiner Stimme wie geschaffen ist, entdeckt und weiterentwickelt.
Im Gegensatz zur heute gängigen, stillstehenden Popmusik klingen seine Balladen niemals monoton, geschweige denn aufgesetzt. Sie sind allesamt Individuen.
Bei seiner Band setzt Gabriel glücklicherweise auf ein bewährtes Lineup von bekannten Namen, allesamt große Musiker, die dieses Werk zusätzlich vor Sterilität bewahren.
Meiner Meinung nach ist "Up" ein gelungenes Spätwerk eines nach wie vor kreativen Künstlers, der dem Hörer mit diesem Werk eine Synthese dessen darbietet, was er war und was er ist. Dass dieses Opus ein lebendes und lebendiges ist, mag man sich auch dadurch verdeutlichen, indem man das neueste Werk des ehemaligen verhassten Bandgefährten Phil Collins als Vergleich zu Rate zieht...


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