weddingedit Hier klicken muttertagvatertag Cloud Drive Photos OLED TVs Learn More Samsung AddWash Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip GC FS16
Profil für Nase > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Nase
Top-Rezensenten Rang: 925.634
Hilfreiche Bewertungen: 44

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Nase (Köln)

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Das große Janosch-Buch: Geschichten und Bilder (Gulliver)
Das große Janosch-Buch: Geschichten und Bilder (Gulliver)
von Janosch
  Taschenbuch

3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Janosch entzaubert sich selbst - Von belanglos bis grausam..., 12. September 2014
Janosch Rezension
Mit dem großen Buch von Janosch hat man einen beinahe 300 Seiten starken Sammelband mit 40 Geschichten in der Hand. Die Schrift ist relativ groß. Auf vielen Seiten sind Zeichnungen.

Wie sie eventuell in meiner stabtrockenen, nüchternen Formulierungsweise merken, hört damit auch schon die für mich mögliche Objektivität, wenn ich dieses „Werk“ betrachte auf.

Im Moment beschäftige ich mich sehr viel mit Kinder- und Jugendliteratur. Ich habe schon so einige Klassiker durch, aber es waren auch schon neuere Bücher dabei. Wenn man Ersteres betrachtet, dann fällt einem auch irgendwann Janosch zu. Wer kennt sie nicht, die Geschichten vom kleinen Bären & kleinen Tiger (s. u.a. „Das kleine Panama Album) oder der Tigerente. In meiner Sozialisation als Kind bin ich selbst damit schon über Buch und Fernsehen zu genüge in Berührung gekommen. Auch heute noch scheint der Kult um die Marke Janosch nicht gebrochen, eigentlich wird man fast überall mit Janosch-Bezügen zugeschmissen. Nach dem oben bereits erwähnten Panama Album (, welches eigentlich ganz schön ist, nur im Abgang etwas schwächelt) und zwei älteren, kleineren Sammelbänden habe ich mit dem großen Janosch Buch begonnen. Das heißt, ich habe mich, so möchte ich behaupten, ganz gut mit der Materie Janosch auseinandergesetzt. Das Ergebnis dieses Experiments ist, dass ich sehr stark an dem scheinbar unantastbaren Kult von Janosch zweifel. Kurz gesagt, sind viele der Geschichten in diesem Buch meiner Meinung nach für Kinder ganz und gar nicht geeignet (und das sage ich als Grundschullehramtsstudent) und sind, gelinde gesagt, wertlos.

Janosch erlaubt sich, so scheint es, praktisch alles und ohne Zensur auf Papier zu bringen, was seiner Fantasie entspringt. Er legitimiert sich die häufige Belanglosigkeit sogar selbst, wie er auf den Seiten 219-220 in der Geschichte „Geschichten sind Geschichten“ schreibt. Teilweise lässt einem Janoschs schriftstellerisches Talent wirklich die Haare zu Berge stehen, wenn z.B. Handlungen völlig den roten Faden verlieren (u.a. „Der Quasselkasper“ S.21-40) oder irrsinnige Wendungen nehmen (u.a. „Traumstunde für Siebenschläfer“, S.65-95). Andernfalls sucht man eine vermeintliche Moral in einer sperrigen Geschichte und man kommt unweigerlich zu dem Schluss, dass Janosch eigentlich gar nichts zu sagen hatte (u.a. „Katz und Maus in Gesellschaft“, S. 14-17 oder „Der Bär und der Vogel“ S.52-54, die Liste ließe sich fortsetzen.) Ganz schlimm wird es, wenn immer wiederkehrende und den Text zerstückelnde Wiederholungen ins Spiel kommen. Das tut Janosch leider sehr häufig. Das ist nichts außer ermüdend. Was im Panama-Album in der Geschichte „Oh wie schön ist Panama“ noch stimmig war, ist beispielsweise in der Geschichte „Die Geschichte von Antek Pistole, ein Räuberroman aus Magerinien“ (S.137-169) scheinbar einfach nur dazu da, um die Geschichte unnötig in die Länge zu ziehen (noch dazu ist der Inhalt dieser Geschichte mehr als fragwürdig). Noch schlimmer sind diese Wiederholungen nur noch bei „Der Rabe Josef, wie er geboren wurde, vom unteren und vom oberen Josef und wie Josef zu den Menschen kam“ (S. 258-291). Seinen Höhepunkt hatte dieser Sammelband für mich in der Geschichte „Der doppelte Otto“ (S. 250-257) in der man sehen kann, wie ein völlig verhaltensgestörter Sprössling allerlei Absurditäten begeht und sich schließlich selbst mit einer Trompete blutig das Leben aus dem Schädel hämmert (Achtung: Das ist kein Scherz!). Darüber hinaus findet sich kaum eine Geschichte, die nicht entweder sehr fragmentarisch wirkt oder einen eigenartigen Inhalt hat oder beides zugleich.
Wenn ich mir die ganzen Auszeichnungen ansehe (s. Wikipedia zum Schlagwort: Janosch), die Janosch bereits erhalten hat, dann sitze zumindest ich ungläubig und kopfschüttelnd vor dem Computerbildschirm. Gerade beim Deutsche[n] Jugendbuchpreis frage –zumindest ich mich- wie schlecht die Konkurrenz gewesen sein muss, dass Janosch diese Auszeichnung ergattern konnte. Na ja, vielleicht sind die Geschichten vom kleinen Bären & kleinen Tiger auch wirklich eine Ausnahme. So leid es mir tut, dies zu sagen, so habe ich mich jedenfalls dazu entschlossen dieses Buch wegzuschmeißen.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 5, 2016 5:00 AM CET


Aftershock
Aftershock
Preis: EUR 10,99

5 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Das "Best Of"-Ablum, das kein "Best Of" ist, 20. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Aftershock (Audio CD)
Hallo liebe Interessierte,
selten lasse ich mich zu Rezensionen hinreißen. Noch viel seltener würde ich es wagen, vor dem Erscheinen oder gleich nach dem ersten Hördurchlauf eine Rezension über ein Album zu schreiben. In diesem Fall habe ich sehr lange dafür gebraucht, meine Gedanken zu ordnen und mir im Klaren darüber zu sein, was ich schreiben möchte. Aus diesem Grund möchte ich ein kleines Vorwort schreiben um denen, vor allen Dingen den wirklichen Fans, die eine 2 Sterne Rezension lesen und denen nicht gefällt, was ich schreibe, ein bisschen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Dies soll nicht der Versuch sein AFTERSHOCK möglichst sachlich zu beschreiben. Das nur an dieser Stelle erwähnt. Ich finde ohnehin, dass man einen so unterschiedlich wahrgenommenen Gegenstand wie Musik nicht sachlich beschreiben kann. Was folgt, ist mit jedem Satz stets meine rein persönliche Meinung. Ich versuche das in Worte zu fassen, was ich empfinde, wenn die Nachbeben von AFTERSHOCK in meinem Arbeitsgedächtnis ausgewertet werden.
Nun sei zu mir noch gesagt, dass ich mich nicht als DEN Motörhead Fan überhaupt bezeichne. Das heißt, ich habe mich zwar über das kanonischen Material der Band hinaus mit Motörhead beschäftigt, aber längst nicht mit allem. Auf meinem Radar sind neben einigen Livekonzerten, vor allen Dingen die letzten 10 Jahre der Band, welche von den Fans, soweit ich das weiß, recht unterschiedlich aufgenommen wurden und mitunter auch kontrovers diskutiert werden.
Genug davon, nun endlich zum mir vorliegenden Silberling!
Den Jungs hinter dem Namen Motörhead oder eher gesagt Herrn Lemmy Kilmister selbst, der schließlich und praktisch mit jeder Zelle seines Körpers Motörhead lebendig macht, schien es bei diesem Album darum zu gehen, die Geschichte von Motörhead auf den Punkt zu bringen. Die gesamte Historie auf einem Longplayer. Quasi ein "Best Of"-Album der Band in der Gänze bestehend aus neuen Kompositionen. Eine Aufgabe, die auf der einen Seite sehr ehrbar ist und auf der anderen Seite sehr sehr viele Risiken bereitsstellt, an denen man sich das Genick brechen kann. Aber wer, wenn nicht er, sollte dieser Aufgabe besser gerecht werden, als Lemmy Kilmister. Der Mann, dessen Körper und Seele beinahe schon sein ganzes Leben lang einen ausschweifenden Lebensstil sondergleichen erträgt. Jeder "Normalsterbliche" wäre nach spätestens einem Jahrzehnt vor diesen Torturen in die Knie gegangen. Dieser Mann hat halt eben Rock'n'Roll in den Adern, sowohl die weißen, wie auch die schwarzen Blutkörperchen.
Ich würde sagen, Herr Kilmister nimmt die selbstauferlegte Herausforderung mit aufgerichtetem Rückgrat an. Dennoch kann er ihr nicht ganz Herr werden und kommt mit ein paar Prellungen statt des gebrochenen Genicks davon.
Wie schon mehrfach angedeutet, bietet AFTERSHOCK also fast alles, was die Band über seine Jahresringe hinaus in die Regale der Plattenläden gebracht hat. Es gibt Songs, die sich klar zu den letzten Jahren bekennen und es gibt Songs, die eher von vergangenen Tagen inspiriert wurden. So ist sicherlich für den kürzlich hinzugestoßenen Begeisterten, als auch für den alteingesessenen Anhänger etwas dabei. Es ist einfach ein durchmischtes Allerlei. Schnelles und Stampfiges, Rockiges und Bluesiges, Modernes und Klassisches. Alles ist im selben Topf gelandet.
Und doch, wenn ich all die positiven Rezensionen auf Amazon lese, all die wohlwollend gemeinten Kritiken in diversen Musikzeitschriften sehe und all die Lobgesänge in Sozialen Netzwerken höre, frage ich mich in Gottes Namen: "Welches Album habt ihr gehört?" Oder besser: "Welches Album habe ich gehört?".
Versuche ich es vorsichtig auszudrücken, ist es für mich schwer geworden dieses unreflektierte Abfeiern zu ertragen. Manchmal bekomme ich das Gefühl, dass bei vielen Menschen dort draußen die Romantik für die Marke Motörhead deutlich die Geschmackswahrnehmung beeinflusst. Ich bin mir durchaus bewusst, dass es nicht leicht ist beim Thema Motörhead neutral zu bleiben. Ich glaube viele Menschen sehen in AFTERSHOCK die dahinschwindende lebende Legende und lassen ihre persönliche Sorge um Herrn Kilmister mit in die Bewertung einfließen. Zudem halte ich es für durchaus möglich, dass ein "schlechtes" Motörhead Album für Fans und Zugeneigte so überraschend daherkommt, dass es sich für sie einfach nicht aus diesem Blickwinkel fassen lässt. Es passt einfach nicht in das Schema. Dennoch ist es "nur" die Arbeit eines Musikers und nicht die Predigt eines Propheten. Es geht hier nicht um Glauben, sondern um Tatsachen. Jungen Bands klopft man in diesem Zusammenhang oft mit den Worten „Ihr habt euch bemüht“ auf die Schultern, nur um im nächsten Satz ein vernichtendes „Aber an die Originale werdet ihr niemals rankommen“ hinterherzusetzen. Die Originale produzieren hingegen, sollte man den gängigen Fachzeitschriften glauben, am laufenden Band „das beste Album ihrer Karriere“, obwohl sie sich permanent aus dem eigenen Katalog bedienen und uninspiriert A mit B zusammenschustern. Es ist ein absurder Widerspruch, für den es in beide Richtungen genügend Beispiele dafür und dagegen gibt.
Nun ist Motörhead eine Band, die bislang mit vielen Alben bewiesen haben, dass man das Rad nicht ständig neu erfinden muss, um etwas richtig zu machen. Gleich dem Ausspruch "Never change a winning team" haben sie immer aufs Neue gezeigt, dass sie ihre Kunst beherrschen. Meiner Meinung nach, haben sie mit AFTERSHOCK jedoch lediglich versucht, das eigene musikalische Gemälde nachzumalen. Es gibt die Alben, auf denen sich ein oder auch zwei Songs befinden, von denen man denkt, dass sie das Gesamtbild des Albums schädigen. Es gibt auch Alben, auf denen sich neben sehr vielen schlechten Songs nur ein lupenreiner Knaller befindet, von dem man sich am liebsten gewünscht hätte, dass er als Single-Ausskopplung erscheint, um nicht das ganze Album kaufen zu müssen. Jetzt sind Rock'n'Roller aber keine Popsternchen und erbrechen in der Regel auch keine One-Hit-Wonder, sondern sind überzeugte Handwerker und komponieren ganze Alben. Aus diesem Grund würde ich sagen, dass AFTERSHOCK sich genau in der Schnittmenge der eben beschriebenen Alben befindet. Ein GOING TO MEXICO ist eben kein ACE OF SPADES, ein DUST AND GLASS verneigt sich in meinen Ohren viel zu tief vor Claptons OLD LOVE und bei KEEP YOUR POWDER DRY wurde scheinbar versucht im eigenen Fahrwasser ein wenig Luft aus Richtung Riff-Rock in die Segel zu bekommen (vgl. ROSE TATTOO). Selbstverständlich ist nicht alles an AFTERSHOCK verkehrt. COUP DE GRACE hat einen sehr starken Chorus, die Ballade LOST WOMAN BLUES strotzt vor Ehrlichkeit und Melancholie, das treibende END OF TIME erinnert mich sogar an Speed Metal der 80er Jahre (besonders die Schlagzeugakzente sind hervorragend!) und SILENCE WHEN YOU SPEAK TO ME hat ein launisch-vertracktes Riff, das sich aber sogleich im Langzeitgedächtnis festbeißt. Sowohl beim Guten als auch beim Schlechten stellt sich bei mir nichtsdestotrotz ein ständig nörgelndes Aber ein. Ich bin ein Mensch, der sehr auf Authentizität und Natürlichkeit bedacht ist. Und ich höre Alben auch nicht songweise, sondern von Anfang bis Ende durch, um ein Gesamtbild zu entwickeln. AFTERSHOCK fühlt sich für mich jedoch sehr künstlich und gestellt an. Ich bekomme den Eindruck, dass die Idee hinter dem Album zum Zwang wurde und nicht die Inspiration beflügelt hat. Beschäftige ich mich neben dem Albumhören mit etwas anderem, dann plätschern die Songs einer nach dem anderen an mir vorbei und viel zu selten gibt es Momente, in denen das Album von mir direkte Aufmerksamkeit einfordert. Nach etwas mehr als 46 Minuten muss ich ernüchtert feststellen, dass gar keine Musik mehr spielt. So sehr ich ein gutes Wort für dieses Album einlegen möchte, so sehr tut es mir leid sagen zu müssen, dass AFTERSHOCK für mich zum überwiegenden Teil nur die Ansammlung von B-Sides ist.
Für den nächsten Absatz möchte ich mich schon im Vorfeld entschuldigen. Ich bitte Euch darum mich nicht falsch zu verstehen, aber ich versuche die Dinge einfach nur realistisch einzuschätzen. AFTERSHOCK wird vermutlich eines der letzten Alben, wenn nicht sogar das letzte Album von Motörhead sein. In meinen Augen ist es der verzweifelte Versuch noch einmal vor dem Ruhestand einen Klassiker aus dem Boden zu stemmen. In diesem Vorhaben hat man der alten Dampfmaschine aber zu viele Gleiswechsel zugemutet, sodass man einfach nicht auf das Ziel zugefahren ist und letzten Endes war zu wenig Kohle im Tender um den Kurs zu korrigieren. Frühere Alben wie INFERNO, KISS OF DEATH oder das grandiose 2010 erschienene THE WÖRLD IS YOURS kann AFTERSHOCK nicht annähernd das Wasser reichen. Versteht mich nicht falsch, ich finde die Art und Weise, wie sich Lemmy Kilmister durch die 14 Songs kämpft großartig und ich bin mir durchaus im Klaren darüber, dass wohl kaum ein anderer 68 Jähriger solch eine Willensstärker zeigen könnte. Irgendwann jedoch muss sich auch eine lebende Legende eingestehen, dass der Zenit überschritten ist.
Aus eigener Erfahrung möchte ich noch kurz jedem einen Selbstversuch ans Herz legen: Hört Euch AFTERSHOCK an und legt direkt danach das 2004er INFERNO auf. Dann stellt Euch die Frage: "Muss sich dieser Mann, das noch antun?" Diese letze Frage, möchte ich unkommentiert für jeden im Raum stehen lassen. Ich habe meine Antwort darauf jedoch schon klar gefunden.
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Dec 31, 2015 3:13 PM CET


Curse and Chapter
Curse and Chapter
Preis: EUR 16,99

12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine handvoll okkulter Prachtexemplare und noch ein bisschen mehr!, 24. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Curse and Chapter (Audio CD)
Hallo liebe Interessierte,
vor Ihnen sehen Sie das Ergebnis der zweiten Schaffensphase von Hell, …und noch ein bisschen mehr. Wer bereits das 2011 erschienene Erstwerk der Band kennt, der wird sich, denke ich, mit der Musik auf dem zweiten Album sicherlich schnell anfreunden können. Für diejenigen, die bisher noch nicht in Kontakt mit der Band Hell gekommen sind, gebe ich den wohlgesonnenen Rat, sich etwas Zeit zu nehmen und offen für das zu sein, was sie erwartet. Hell bietet mitunter die „etwas andere“ Variante des klassischen Heavy Metals der 80er Jahre. Meiner Meinung nach ungefähr das britische Pendant zu MERCYFUL FATE / KING DIAMOND, aber auch nur wenn man unbedingt versucht solche einzigartig und beispiellosen Erscheinungen in eine Kategorie zu zwängen.

Was kann man von „Curse & Chapter“ erwarten? Unzweifelhaft ließ sich für mich recht schnell erkennen, dass es sich bei der Musik um Hell handelt. Das liegt vor allen Dingen an den theatralischen Gesängen von Sänger David Bower und der erstklassigen Produktion von Andy Sneap. Beides glänzte bereits beim ersten Album.
Ja und bei diesem Punkt sind wir gleich direkt beim richtigen Thema: Bestand das erste Album zu 100% aus wiederaufgenommenem Material der 80er Jahre, so handelt es sich nur bei 4 Stücken des Zweiten um alte Songs aus der Ära Halliday (dem ehemaligen Sänger der sich tragischerweise 1987 das Leben nahm). Auf „Curse & Chapter“ sind hauptsächlich Kev Bower und Andy Sneap für die tonale Ausgestaltung verantwortlich. Seltenst passiert es, dass sich eine Formation so früh dem Test der Zeit stellen muss, ähnlich wie auch BLACK SABBATH, die mit 13 das erste Album nach 35 in (fast) Originalbesetzung zusammentrugen. Man weiß zwar nicht, aus welcher Zeit die neuen 8 Kompositionen von „Curse & Chapter“ stammen, aber man darf glaube ich behaupten, dass sie so ziemlich das erste eigenständige Material ohne David Halliday irgendwie im Hintergrund sind.
Wenn ich das Album höre, spüre ich, dass es nicht aus dem künstlerischen Schaffen der 80er Jahre stammt. Hell bleiben Hell und doch irgendwie sind sie eine kleines bisschen anders. Nämlich genau so anders wie es auch die Besetzung ist. Andy Sneap und David Bower tragen das Vermächtnis von Dave Halliday auf ihren Schultern. Zwei Rollen in einer Person, Sänger und Gitarrist. Der Gitarrenschüler tritt für den Lehrer ein und der Bruder des Gitarristen für den Sänger. Es ist die juvenile Moderne Sneaps und vermutlich der schauspielerische Hintergrund Bowers , die diesen Unterschied ausmachen. Wer Hell kennt, merkt das, wer sie nicht kennt, der wird es irgendwann auch merken. Mit etwas Gewöhnung ganz genau dann, wenn Songs wie „Harbinger Of Death“, „Deathsquad“, „Land Of The Living Dead“ oder „Deliver Us From Evil“ spielen, die dann wiederum ein anderes Gefühl vermitteln als die restlichen Songs des Albums. Das Adjektiv „restlich“ soll an dieser Stelle aber nicht verächtlich sein, denn die neue Songs sind genauso gut wie die Alten phantastisch!

Was hat das neue Album? Mehr Bombast, mehr Synthesizer, mehr Chöre, geniale Riffs, gnadenlose Härte, eine Menge Wahnsinn, viele Ecken und Kanten und: Ihm Fehlt die Geschichte des ersten Albums. Das ist alles. Vor allen Dingen die ersten 3 und das Letzte bewirken, dass das Album wie ein Album des neuen Jahrhunderts klingt. Das ist aber nicht schlecht, keineswegs. Zumindest für jeden, der offen auf Abweichungen vom traditionellen Metal zugehen kann. Ich kanns. Und deswegen finde ich dieses Album großartig. Die neuen Kompositionen sind allesamt aller erste Sahne, auch wenn sie nicht ganz die Eigenständigkeit der Songs auf dem ersten Album erreichen können. Sie klingen eben so, als kämen sie aus einer Zeit und nicht aus dem gesammelten Quell einer Zeitspanne. Die originalen Bandmitglieder beweisen wiedermal, dass es keine Schande ist im Metal Gerne zu altern und die Neulinge beweisen ihrerseits, dass sie es verdienen an der Seite der Originale ihre Sache durchzuziehen. Für mich ein weiteres Meisterwerk. Bei mir glüht dieses Album seit gestern, wo ich es erworben habe, pausenlos und begeistert vom ersten Song bis zum Letzten. Vor allen Dingen „Darkhangel“ und „Something Wicked This Way Comes“ möchte ich hervorheben. Aber eigentlich sind sie alle überdurchschnittlich gut. Eben so gut, dass sie wieder einmal beweisen, dass die „alten Hasen“ es (um Längen) besser können, als die Jungspunde, die nur versuchen so zu sein wie ihre Elterngeneration. Ich kann dieses Album persönlich sehr empfehlen. Die Schnipsel im Amazon-Sampler dürften ihr übriges tun. Sollte spätestens unter jedem Weihnachtsbaum zu finden sein.

Punkt.


Geox Uomo Juan U2255 Herren Halbschuhe
Geox Uomo Juan U2255 Herren Halbschuhe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr modisch allerdings nur begrenzt für den Alltag da, 26. September 2012
Der Geox Uomo Juan war mein aller erster Geox-Schuh. Ich wollte die Marke Geox ausprobieren um zu testen ob sie halten kann was sie in der Werbung verspricht denn von ständigen Schweißfüßen geplagt wollte ich den Turnschuhen als tägliche Fußverpackung entsagen! Die Auswahl bei Geox für Menschen aus jungem Baujahr ist, wie ich es bisher überwiegend feststellen musste, doch sehr begrenzt denn die Schuhe sehen eher nach Geschäftsmann oder Familienvater aus. Mit dem Uomo Juan bin ich dann aber doch recht schnell fündig geworden. Ich persönlich finde das Designe sehr schön. Moderner Schnitt, tolle Materialien und eine gute Verarbeitung. Besonders die Kordel-Optik finde ich sehr erfrischend und ist nicht häufig gesehen.
Mit dem Kauf dieser Schuhe waren allenfalls meine Schweißfüße passé und ich kam nicht ein einziges Mal auf den Gedanken nach ausgiebigem Herumlaufen meine Socken verbrennen zu müssen um der Nachwelt etwas Gutes zu tun.
Leider allerdings kann ich die Alltagstauglichkeit dieses Schuhs nicht hervorheben. Den Schuh besitze ich jetzt seit ungefähr einem 3/4 Jahr und so wie es aussieht muss ich mich bereits nach einem neuen paar Schuhe umsehen. Das hat rein garnichts mit der Verarbeitung zu tun! Das Problem ist nur, dass der Schuh im Großen und Ganzen durch die kordelartige Verschnürung an der unteren Kante zusammengehalten wird. Der Außenschuh wird dadurch vom Innenschuh abgetrennt, die Sohle wird mit einer Verleimung daran festgehalten und mit dem Wildleder verbunden. Es kann natürlich auch an meiner Art zu Gehen liegen, aber die Verschnürung hat sich bereits an vielen Stellen (Ferse, Pike, Stelle am Vorderschuh die geknickt wird wenn man sich z.B. zum Schuhe Schnüren bückt oder sich generell hinhockt) in Wohlgefallen aufgelöst. Das Resultat sind nasse Füße bei jedem kleinen Nieselregen und natürlich die Angst dass beim Gehen plötzlich die Sohle nicht mehr mitmacht.
Würde es um das Aussehen gehen würde dieser Schuh von mir ohne zögern 5 Sterne erhalten. Dem entgegen steht aber die kurze Lebensdauer. In diesem Preissegment erwarte ich einfach dass ein Schuh min. anderthalb bis zwei Jahre tagtägliches Flanieren überlebt, deswegen 3 Sterne abzug. Schade eigentlich!


Korven Kuningas
Korven Kuningas
Preis: EUR 20,03

16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Könige des Waldes bringen ein neues Album hervor!, 23. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Korven Kuningas (Audio CD)
Der erneute Einzug Korpiklaanis (Clan des Waldes) mit ihrem Brandneuen Silberling in die Underground-Szene kann getrost gefeiert werden denn was die sechs Finnen, die schon seit der Gründung ihrer Band treu zusammengehalten haben, hier abliefern ist zweifelsohne das beste Album, das sie in ihrer fünfjährigen Karriere aufgenommen haben.
~> WER NUR DARÜBER LESEN MÖCHTE WIE DIE NEUE KORPIKLAANI CD KLINGT DER SOLLTE DEN NÄCHSTEN ABSCHNITT ÜBERSPRINGEN <~

-----Wie sieht die neue Korpiklaani CD aus?------
Erstmal zur Aufmachung der CD, die je nach Ausführung entweder in einem handelsüblichen Jewle Case, einem reich verzierten Digi Pack oder -wer viel Geld in seine neues Korpiklaani Machwerk stecken will- auf einem Holzbrett mit einem (0,5l) Trinkhorn. Da ich mich für die Digi CD ausgabe entschieden habe und das nicht nur auf Grund persönlicher vorlieben sondern vor allem aus dem Grund, das in dieser Ausführung ein Bonus Track enthalten ist, kann und werde ich auch nur diese bewerten.
Und hier kann ich zweifelsohne fünf Sterne vergeben. Korpiklaani bringen erstmals eine richtiges Gemälde auf ihr Cover, das sich im Digi Pack beim Aufklappen wunderbar entfaltet und eine etwas düstere, aber in sich doch stimmige, Wald- und Flusslandschaft offenlegt. Auf dem Cover ist, wie seit drei Alben selbstverständlich auch wieder der Waldkönig vertreten (Korpiklaanis Maskotchen).
Das Booklet lässt mit seinen Übersetzungen der finnischen Lyriks auch keine Wünsche offen, dazu kommt die ebenfalls einfache und schöne Gestaltung. Nur die Lyriks von Titelsong "Korven Kuningas" werden vermisst. Schade eigentlich...

-----Wie klingt die neue Korpiklaani CD?-----
Man könnte denken die kruze Wartezeit zwischen TERVASKANTO und KORVEN KUNINGAS hätten dem neuen Album geschadet, jedoch ist die scheinbar in den heiligen Wäldern Finnlands geschmiedet CD würdig seine früheren Abkömmlinge noch in den Schatten zu stellen. Kropiklaani entfernen sich zwar mit dem neuen Album von ihrem Party Image und den fröhlichen Saufliedern, können jedoch mit ihrem "Tribut an die finnische Holzfällerkultur" (Jarkko) eine ausgezeichnete CD abliefern. Für mich persönlich war TERVASKANTO nach dem etwas eintönigen TALES ALONG THIS ROAD schon eine Verbesserung, aber mit KROVEN KUNINGAS haben sich die sechs Waldschrate noch um einiges verbessert.
Auffallend ist vor allem schon der starke Einstieg der neuen Scheibe, der das scheinbare Motto der Finnen für das neue Album offenlegt, das da lautet: "Wir wollen wieder rauer, härter und lauter werden!" Und das ist ihnen auch wirklich gelungen. Cane zeigt auf diesem Album wie auf noch keinem seine Gitarrenkünste, die nicht -wie auf den Vorgängeralben gehört- nur aus dem bloßen Begleiten des Akkordeons oder der Geige besteht, sonder eigenständige starke Riffs hervorbringen können (Tapporauta, Keep on Galloping, Runamoine). Ein lang ersehntes Solo bleibt leider immernoch aus.
Bei dem neuen Silberling zeigt Jonne, der für das schreiben der Musik zuständig ist, eindrucksvoll, dass sein Ideenreichtum noch nicht an seine Grenzen gelangt ist, denn das neue Album wirkt in erster Linie frisch und sprüht nur so vor neuen Melodien. Hier ist vor allem die neue Ballade "Gods On Fire" und das sehr gelungene Instrumental "Shall We Take A Turn?" nennen. Mit diesen wird lückenlos an Songs wie "Kädet Siipinä", "Spring Dance" oder "Running With The Wolves" angeschlossen und nicht nur das, Korpiklaani zeigen das sie noch an musikalischer Sicherheit und Komplexität zugenommen haben. Ein weiteres zu lobendes Merkmal des neuen Albums ist auch das zurückgeschraubte Riffcycling, das Wiederverwerten alter Melodien und Riffs in mehreren Songs, und das trotz der 15 Songs!
Als Fazit kann man sagen, dass Korpiklaanis "Back to the roots" mit Pauken und Trompeten gelungen ist und sie (Gott sei Dank, oder eher Týr sei Dank!) wieder mehr in Richtung Underground-Szene tendieren und ihrem Stil treu bleiben. Das einzige nennenswerte Manko an der CD ist das fast 15 minütige monotone Trommelspiel am Ende des Albums, dass einen hoffnungsvoll Warten lässt nach dem Motto "Kommt da noch was?" und dann im Endeffekt doch enttäuscht.

5 Sterne für den neuen Gesandten des Waldclans!


War Without End
War Without End
Preis: EUR 17,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die beste Thrash Metal Erscheinung seit Jahren?, 19. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: War Without End (Audio CD)
Diese Band hält was ihr Name verspricht. Thrash Metal so rein, dass er mit einer imensen, brachialen Kraft auf deine Ohren einprügelt, sie zum Bluten bringt und dir erbarmunslos Metall in's Hirn ballert, so hart und so schnell, dass du denkst der Krieg selbst bricht über dich herein. Nicht umsonst lautet der Name der Band: WARBRINGER!

Die Mitglieder von Kriegbringer hinter Frontmann John Kevill, einer sehr jungen Band aus dem sonnigen Kalifornien Anno 2004, liefern mit ihrem Debüt Album WAR WITHOUT END eine Platte ab, die den Erfolgsmarsch der Band, nach der ebenfalls sehr erfolgreichen Demo EP ONE BY ONE THE WICKED FALL, fortsetzt und die es der Band möglich macht ihr Potenzial der großen weiten Welt unter beweis zu stellen. Dem Ganzen wird zudem auch noch von Produzent Bill Metoyer (Slayer,D.R.I.,Dark Angel) unter die Arme gegriffen und katapultiert die Jungens auf höchstes Niveau!

Die CD kommt daher in einem Jewle Case mit wunderbar brutalem und offensivem Cover Artwork von Dez Ambrose Root, das den Hörer direkt in die richtige Stimmung versetzt. Gezeigt wird eine Panzer umrundet von einer höllischen Arme mit gehörnten Helmen und einer Kriegsszenerie in der eine ganze Stadt in Flammen aufgeht. Sehr beeindruckend. Doch so manches gute Cover Artwork kaschierte bisher leider nur das Durchschnittsgeschramme auf dem Silberling. Nicht so bei WARBRINGER!
Ich möchte garnicht näher auf die einzelnen Song eingehen denn auf diesem Album ist jeder Song ein absoluter Knaller und wird sicherlich bei Konzerten für Blutrausch unter den Besuchern sorgen. Doch trotz des harten, eingängigen Riffings wird durch kleine eingespielte Soli und midtempo Parts für Abwechslung gesorgt, sodass die Scheibe auch beim zehnten Mal hören noch das ein oder andere ungehörte Offenbart. Also eher taktische Kriegsführung anstatt sinnloses Munitionsverschießen.

Diese CD ist ein absolutes Muss für jeden Thrash Metal Fan und wenn die Jungs ihrem Stil treu bleiben und weiterhin so erbarmungslos Metal in die Ohren ihrer Zuhörer schleudern, dann werden sich in 25 Jahren alle an dieser Offenbarung ein Beispiel nehmen!

P.S.: WARBRINGER werden dieses Jahr auf dem Wacken Open Air im hohen Norden Krieg anzetteln.


Ignorance + Surf Nicaragua/Re-Issue (CD + DVD)
Ignorance + Surf Nicaragua/Re-Issue (CD + DVD)
Preis: EUR 22,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Amerikanische Thrash Legende der 80er Jahre still alive!, 10. Juni 2007
Ich denke ich spreche für alle wenn ich sage, dass Sacred Reich mit der Ankundigung eines Re-Release der ersten beiden Veröffentlichungen und einiger Live Konzerte -z.B. dem Auftritt auf dem W:O:A Festival 2007- alle Metal Fans überrascht hat. Nicht nur das es eine Wiederveröffentlichung des eigentlich besten Materials dieser Band ist, sondern es ist gleich eine komplett überarbeitete Version an der die ganze Band und der Produzent Dave Jerden beteiligt war und jeder der die umwerfend druckvolle Soundqualität eines "Independent" (nicht die Härter hinter den Riffs, die leider ein wenig ausblieb) kennt, der wird sich von dieser Box einiges erhoffen und ich denke -im Voraus- das diese Hoffnungen erfüllt werden.

Als kenner des original Materials kann ich nur sagen, dass man von dieser Box Thrash-Metal der Meisterklasse erwarten kann. Ich selbst habe das Album bereits vorbestellt und kann es kaum erwarten die Pressungen in meinen CD-Spieler zu schieben um damit die Nachbarn ordentlich auf Trab zu bringen. Zugreifen ist hier -zumindest für alle Kuttenträger- ein absolutes Muss, vor allem da dieses drei in eins Sahnestück zusätzliches Live - und Demo Material bietet an das man nahezu garnicht mehr kommt.

Mehr brauch man dazu eigentlich nicht mehr sagen, ausser:

Sacred Reich lässt Metal Herzen höher schlagen, die Haare schütteln, die Geldbörsen bereithalten und Nachbarn zittern. Kaufen, kaufen, kaufen!


Seite: 1