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Film- und Buchfreund (Bayern)
(TOP 500 REZENSENT)   

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Adoptiertes Glück
Adoptiertes Glück
DVD ~ Sonja Henie

5.0 von 5 Sternen Revuefilm mit Glenn Miller (1904-1944), Sonja Henie (1912-1969) und John Payne (1912-1989), 21. August 2014
Rezension bezieht sich auf: Adoptiertes Glück (DVD)
Rezension zu: "Adoptiertes Glück" (Originaltitel: "Sun Valley Serenade", USA 1941)

Diese DVD gibt es mit deutscher Tonspur in verschiedenen Veröffentlichungen:

1. "Adoptiertes Glück" in der Reihe "Grosse Film-Klassiker"
2. "Sun Valley Serenade" in der Reihe "Studio Classics" [UK Import]

Dieser Film erschien in der Reihe "Grosse Film-Klassiker" und in der Reihe "Studio Classics". Einige
Veröffentlichungen der Reihec "Studio Classics" centhalten neben der Original- auch eine deutsche
Tonspur. Das trifft auch für diesen Film zu. Das Film-Cover des UK-Importes ist in englischer Sprache.

Gedreht wurde dieser US-amerikanische Revuefilm im Jahre 1941. Das Grundkonzept dieses Films
waren die Auftritte Glenn Millers und Sonja Henies. Glenn Miller gab in diesem Film sein Debüt als
Schauspieler, überzeugt natürlich vor allem als Bandleader und durch seine Musik.

Sonja Henie war eine norwegische Eiskunstläuferin, dreifache Olympiasiegerin und gilt heute als die
erfolgreichste Eiskunstläuferin aller Zeiten. Nach Beendigung ihrer aktiven Sportlaufbahn in der zwei-
ten Hälfte der 30er-Jahre begann Henie eine ebenfalls sehr erfolgreiche Karriere als Hollywoodschau-
spielerin.

Zur Filmhandlung:

Kleines blondes norwegisches Flüchtlingsmädchen (Sonja Henie) kommt nach Amerika und verliebt sich
gleich bei ihrer Ankunft in Amerika in den Pianisten (John Payne, 1912-1989) der Glenn-Miller-Band und
weicht ihm nicht mehr von der Seite.

In erster Linie ging es bei diesem Film darum, die beeindruckenden Eiskunstlaufeinlagen der attraktiven
kleinen blonden Sonja Henie und die legendäre Musik von Glenn Miller in eine filmische Rahmenhandlung
zu packen.

In Deutschland erschien dieser Film unter dem Filmtitel "Adoptiertes Glück" und wurde dort erstmals im
Jahre 1947 gezeigt.

Bei der Oscarverleihung im Jahr 1942 erhielt der Film drei Nominierungen in den Kategorien: Beste Kamera
(Schwarz-Weiß), Beste Filmmusik (Musikfilm) und Bester Song (Chattanooga Choo Choo).

Die Bild- und Tonqualität [ schwarz-weiß; Filmlänge: ca. 86 Minuten ] ist sehr gut. Auch wenn das DVD-
Cover in Farbe ist, der Film wurde in schwarz-weiß gedreht!!!

Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Mono), Englisch (Dolby Digital 2.0 Mono)
Untertitel: Deutsch, Dänisch, Niederländisch, Finnisch, Französisch, Norwegisch, Spanisch, Englisch

FAZIT:

Dieser Film gefiel mir persönlich sehr gut. Obwohl die Filmhandlung einfach und vorhersehbar ist,
spielen John Payne und Sonja Henie ihre Rollen sehr gut. Glenn Miller macht in diesem Film genau
das, wofür er weltberühmt wurde: Bandleader und genialer Musiker. Verschiedene Musiktitel werden
gespielt: u.a. auch "In the Mood" und "Chatanooga Choo Choo".

Dieser Film ist -auch heute noch- absolut sehens- und empfehlenswert.


Australien Neuseeland. Sanella-Bilder-Sammelmappe. Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse.
Australien Neuseeland. Sanella-Bilder-Sammelmappe. Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse.

5.0 von 5 Sternen Australien und Neuseeland, vorgestellt in einem alten Sammelbilderalbum, 21. August 2014
Rezension zu: "Australien, Neuseeland: Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse" von Sanella

Zum historischen Hintergrund:

Sammelbilder haben in Deutschland eine lange Sammel-Tradition. Zigarettenhersteller, wie Reemtsma,
boten in den 30er-Jahren Sammelbilder und die dazugehörigen Sammelbilderalben an.

Diese Sammelbilder waren damals sehr beliebt und sind auch heute noch bei Sammlern begehrt.

Anfang der 50er-Jahre begann man in Deutschland damit, die sogenannten "Sanella-Bilder" zu sammeln,
die man in Sammelbilderalben einkleben konnte.

Folgende Sammelbilderalben des Margarine-Herstellers "Sanella" gab es:

1. "Afrika: Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil"
2. "China, Tibet, Japan: Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten"
3. "Australien, Neuseeland: Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse"
4. "Mittel- und Südamerika: Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise"

> Für jedes dieser Sammelbilderalben gab es 100 farbige Einklebebilder.
> Außerdem gab es Ausschneidebogen mit Flaggen, die man ausschneiden und einkleben konnte.
> Format der Alben (Breite/Höhe): 24 cm / 31 cm; Seitenzahl: ca. 71 Seiten.

FAZIT:

Damals waren diese "Sanella-Sammelbilder-Alben" eine tolle und sehr erfolgreiche Werbe-Idee. Heute
sind diese Alben sehr beliebte Sammelobjekte.


Mittel- und Südamerika : Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise (Sanella Sammelalbum)
Mittel- und Südamerika : Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise (Sanella Sammelalbum)

5.0 von 5 Sternen Mittel- und Südamerika, vorgestellt in einem alten Sammelbilderalbum, 21. August 2014
Rezension zu: "Mittel- und Südamerika : Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise" von Sanella

Zum historischen Hintergrund:

Sammelbilder haben in Deutschland eine lange Sammel-Tradition. Zigarettenhersteller, wie Reemtsma,
boten in den 30er-Jahren Sammelbilder und die dazugehörigen Sammelbilderalben an.

Diese Sammelbilder waren damals sehr beliebt und sind auch heute noch bei Sammlern begehrt.

Anfang der 50er-Jahre begann man in Deutschland damit, die sogenannten "Sanella-Bilder" zu sammeln,
die man in Sammelbilderalben einkleben konnte.

Folgende Sammelbilderalben des Margarine-Herstellers "Sanella" gab es:

1. "Afrika: Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil"
2. "China, Tibet, Japan: Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten"
3. "Australien, Neuseeland: Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse"
4. "Mittel- und Südamerika: Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise"

> Für jedes dieser Sammelbilderalben gab es 100 farbige Einklebebilder.
> Außerdem gab es Ausschneidebogen mit Flaggen, die man ausschneiden und einkleben konnte.
> Format der Alben (Breite/Höhe): 24 cm / 31 cm; Seitenzahl: ca. 71 Seiten.

FAZIT:

Damals waren diese "Sanella-Sammelbilder-Alben" eine tolle und sehr erfolgreiche Werbe-Idee. Heute
sind diese Alben sehr beliebte Sammelobjekte.


China Tibet Japan. Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten.
China Tibet Japan. Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten.

5.0 von 5 Sternen China, Tibet, Japan, vorgestellt in einem alten Sammelbilder-Album, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension zu: "China, Tibet, Japan: Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten" von Sanella

Zum historischen Hintergrund:

Sammelbilder haben in Deutschland eine lange Sammel-Tradition. Zigarettenhersteller, wie Reemtsma,
boten in den 30er-Jahren Sammelbilder und die dazugehörigen Sammelbilderalben an.

Diese Sammelbilder waren damals sehr beliebt und sind auch heute noch bei Sammlern begehrt.

Anfang der 50er-Jahre begann man in Deutschland damit, die sogenannten "Sanella-Bilder" zu sammeln,
die man in Sammelbilderalben einkleben konnte.

Folgende Sammelbilderalben des Margarine-Herstellers "Sanella" gab es:

1. "Afrika: Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil"
2. "China, Tibet, Japan: Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten"
3. "Australien, Neuseeland: Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse"
4. "Mittel- und Südamerika: Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise"

> Für jedes dieser Sammelbilderalben gab es 100 farbige Einklebebilder.
> Außerdem gab es Ausschneidebogen mit Flaggen, die man ausschneiden und einkleben konnte.
> Format der Alben (Breite/Höhe): 24 cm / 31 cm; Seitenzahl: ca. 71 Seiten.

FAZIT:

Damals waren diese "Sanella-Sammelbilder-Alben" eine tolle und sehr erfolgreiche Werbe-Idee. Heute
sind diese Alben sehr beliebte Sammelobjekte.


Afrika : Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil.
Afrika : Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil.
von unbekannt
  Broschiert

5.0 von 5 Sternen Afrika, vorgestellt in einem Sammelbilder-Album., 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension zu: "Afrika : Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil" von Sanella

Zum historischen Hintergrund:

Sammelbilder haben in Deutschland eine lange Sammel-Tradition. Zigarettenhersteller, wie Reemtsma,
boten in den 30er-Jahren Sammelbilder und die dazugehörigen Sammelbilderalben an.

Diese Sammelbilder waren damals sehr beliebt und sind auch heute noch bei Sammlern begehrt.

Anfang der 50er-Jahre begann man in Deutschland damit, die sogenannten "Sanella-Bilder" zu sammeln,
die man in Sammelbilderalben einkleben konnte.

Folgende Sammelbilderalben des Margarine-Herstellers "Sanella" gab es:

1. "Afrika: Jürgen Hansen erlebt den schwarzen Erdteil"
2. "China, Tibet, Japan: Tom Birkenfeldt abenteuert durch den Fernen Osten"
3. "Australien, Neuseeland: Jims Abenteuer im Land der trockenen Flüsse"
4. "Mittel- und Südamerika: Conny Pünnebergs abenteuerliche Reise"

> Für jedes dieser Sammelbilderalben gab es 100 farbige Einklebebilder.
> Außerdem gab es Ausschneidebogen mit Flaggen, die man ausschneiden und einkleben konnte.
> Format der Alben (Breite/Höhe): 24 cm / 31 cm; Seitenzahl: ca. 71 Seiten.

FAZIT:

Damals waren diese "Sanella-Sammelbilder-Alben" eine tolle und sehr erfolgreiche Werbe-Idee. Heute
sind diese Alben sehr beliebte Sammelobjekte.


Historische Ansichten vom Sudetenland
Historische Ansichten vom Sudetenland
von Heinz Csallner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,95

5.0 von 5 Sternen Eine Bilderreise durch das Sudetenland, wie es vor 1945 war, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension zu: "Historische Ansichten vom Sudetenland" von Heinz Csallner ( D 2006 )

Inhaltsangabe:

01. Vorwort
02. Asch
03. Franzensbad
04. Eger
05. Graslitz
06. Marienbad
07. Falkenau
08. Karlsbad
09. St. Joachimsthal
10. Weipert
11. Kaaden
12. Saaz
13. Komotau
14. Brüx
15. Drux
16. Teplitz-Schönau
17. Leitmeritz
18. Aussig
19. Tetschen-Bodenbach
20. Warnsdorf
21. Schönlinde
22. Schluckenau
23. Rumburg
24. Böhmisch Leipa
25. Friedland
26. Reichenberg
27. Haindorf
28. Gablonz
29. Spindlerbaude
30. Hohenelbe
31. Trautenau
32. Mährisch Schönberg
33. Zwittenau
34. Römerstadt
35. Freiwaldau
36. Jägerndorf
37. Sternberg
38. Troppau
39. Hultschin
40. Neutitschein
41. Krummau
42. Landkarte

Zur Bewertung:

Heinz Csallner veröffentlichte in den vergangenen Jahren einige interessante Bildbände über die nach
dem Zweiten Weltkrieg verlorengegangenen ehemaligen deutschen Ostgebiete.

Das vorgestellte Buch beschreibt in ca. 400 alten Bildern eine Zeitreise durch das alte Sudetenland.

Das Sudetenland war ein nicht zusammenhängendes Gebiet entlang der Grenzen der damaligen Tschechos-
lowakei zu Deutschland und Österreich, in dem vorwiegend Deutsche lebten. Bekannt und unvergessen sind
bis heute die feudalen Kurorte Franzensbad, Marienbad und Karlsbad.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die deutsche Bevölkerung enteignet und vertrieben.

Heinz Csallner veröffentlichte in den letzten Jahren unter "Dörfler Zeitgeschichte" (Nebel-Verlag Eggolsheim)
mehrere interessante Bildbände über ehemals deutsche Gebiete. Die Bildbände liegen in gebundener Form
vor und sind hochwertig (auch das Bild-Material) gestaltet.

Buch-Format (Breite/Höhe): 17,5 cm / 24,5 cm; Seitenzahl: 176


Ritterkreuzträger - Generalleutnant Max Josef Pemsel - Vom Armeechef während der alliierten Invasion zum Kommandierenden General in der Bundeswehr - FLECHSIG Verlag
Ritterkreuzträger - Generalleutnant Max Josef Pemsel - Vom Armeechef während der alliierten Invasion zum Kommandierenden General in der Bundeswehr - FLECHSIG Verlag
von Roland Kaltenegger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Generalleutnant Max-Josef Pemsel (1897-1985), Offizier in vier deutschen Armeen., 21. August 2014
Rezension zu:

"Generalleutnant Max-Josef Pemsel: Vom Armeechef während der alliierten Invasion zum Kommandierenden General in der Bundeswehr" von Roland Kaltenegger

Zum historischen Hintergrund:

Max-Josef Pemsel, 1897 in Regensburg gebioren, wurde im I. Weltkrieg Kriegsfreiwilliger und war bei Kriegsende (1918)
Leutnant. Nach Kriegsende in die Reichswehr übernommen, baute Pemsel -seit 1935 Erster Generalstabsoffizier der 1.
Gebirgsdivision (Generalmajor Ludwig Kübler)- die deutsche Gebirgstruppe mit auf.

D-Day, 06.06.1944:
Während der alliierten Landung in der Normandie am 06. Juni 1944 organisierte Generalmajor Pemsel die Verteidigung
der Normandie. in dem 1962 erschienenen amerikanischen Kriegsfilm "Der längste Tag" wird Max Pemsel von Wolfgang
Preiss verkörpert.

Bei Kriegsende kam Generalleutnant Pemsel zunächst in amerikanische, später in britische Kriegsgefangenschaft und
wurde 1948 aus der Gefangenschaft entlassen.

1956 trat Max Pemsel in die deutsche Bundeswehr ein und wurde 1961 als Generalleutnant (= 3-Sterne-General) in den
Ruhestand versetzt.

Zur Bewertung:

Der Buch-Autor, Roland Kaltenegger, Geburtsjahrgang 1941, war Zeitsoldat der Gebirgstruppe der Bundeswehr, arbeitete
als Diplom-Bibliothekar für die Bundeswehr und schrieb in den letzten Jahren einige militärgeschichtliche Bücher mit dem
Schwerpunktthema "Gebirgstruppe".
In den letzten Jahren schrieb er auch eine Reihe interessanter Biographien über Soldaten/Offiziere der deutschen Gebirgs-
truppe. So auch über Max-Josef Pemsel.

Generalleutnant Max-Josef Pemsel diente in vier deutschen Armeen: 1. Königreich Bayern; 2. Reichswehr; 3. Wehrmacht;
4. Bundeswehr. Eine Militär-Laufbahn, die sich über eine Zeitspanne von 45 Jahre erstreckte.

Auffallend in den Biographien der "Gebirgsjäger-Generalität" ist die Tatsache, dass viele dieser Generale in Kriegsverbrechen/
Völkerrechtsverletzungen verstrickt waren. Woran lag das?
Während des II. Weltkriegs war die deutsche Wehrmacht verstärkt verlustreichen Partisanen-Angriffen ausgesetzt. Da Partisa-
nen aus dem Hinterhalt agieren und sich danach wieder unbemerkt unter die Zivilbevölkerung mischen, ist ihnen kaum habhaft
zu werden. Diese bittere Erfahrung mussten ca. 20 Jahre später auch die US-Amerikaner in Vietnam machen.

Adolf Hitler forderte, für die von Partisanen getöteten deutschen Soldaten, drastische Strafmassnahmen. Auch Max Pemsel
musste auf Befehl Adolf Hitlers im Jahre 1941 eine derartige Vergeltungsmassnahme durchführen. Dabei wurden 1600 Zivi-
listen exekutiert. Max Pemsel wurde deswegen nie zur Rechenschaft gezogen.

Fazit:

Roland Kaltenegger hat in den letzten Jahren viele interessante Bücher über die deutsche Gebirgstruppe -darunter viele
Biographien- geschrieben.

Kaltenegger ist ein profunder Fachmann zum Thema "Deutsche Gebirgstruppe". Ein Vorteil ist es, dass dieser Autor viele
Zeitzeugen kannte und befragen konnte.

Ich hoffe, dass diese interessante Biographie-Buchreihe weiter fortgesetzt wird.


Ritterkreuzträger: General der Gebirgstruppe Rudolf Konrad: Vom Kommandierenden General der Kaukasusfront zum Namenspratron der Bundeswehr von Kaltenegger, Roland (2012) Gebundene Ausgabe
Ritterkreuzträger: General der Gebirgstruppe Rudolf Konrad: Vom Kommandierenden General der Kaukasusfront zum Namenspratron der Bundeswehr von Kaltenegger, Roland (2012) Gebundene Ausgabe
von Roland Kaltenegger
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen General der Gebirgstruppe Rudolf Konrad (1891-1964) als Namensgeber einer Bundeswehr-Kaserne, 21. August 2014
Rezension zu:

"General der Gebirgstruppe Rudolf Konrad: Vom Kommandierenden General der Kaukasusfront zum Namenspatron der Bundeswehr"
von Roland Kaltenegger

Zum historischen Hintergrund:

Rudolf Konrad, 1891 in der oberfränkischen "Bierstadt" KULMBACH geboren, trat im Jahre 1910 als Offiziersanwärter
in das 1. Bayerische-Feldartillerie-Regiment "Prinzregent Luitpold" in München ein und nahm mit seinem Regiment
am I. Weltkrieg teil.
Nach Kriegsende bkieb Konrad aktiver Offizier der Reichswehr und baute in den 30er-Jahren -im Rahmen der deutschen
Wiederaufrüstung- die deutsche Gebirgstruppe mit auf.

Rudolf Konrad übernahm dabei mehrere herausgehobene Führungspositionen:

1935: Aufstellung des Gebirgsjäger-Regiments 100 und Funktion als erster Regiments-Kommandeur;
1938: Generalstabs-Chef des XVII. Armeekorps in Salzburg
1939: Generalstabs-Chef der 2. Armee ( GFM von Weichs );
1941: Erster Divisions-Kommandeur der neuaufgestellten 7. Gebirgs-Division;
1941: Kommandierender General des XXXXIX. Gebirgs-Korps.

Mit seinem Gebirgskorps kämpfte Konrad im Kaukasus, im Kuban-Brückenkopf und auf der Krim. In seiner Funktion als
Kommandierender General griff General Konrad in seinem Kommando-Bereich hart gegen Partisanen durch.
Im April 1944 wurde er von Hitler seines Kommandos enthoben und ein kriegsgerichtliches Ermittlungsverfahren wurde
gegen ihn eingeleitet, da Konrad vorsorglich Vorbereitungen für einen möglichen Rückzug seiner Truppen getroffen
hatte.
Konrad wurde jedoch rehabilitiert und ging am 8. Mai 1945 als Kommandierender General des LXVIII. Armeekorps in
Österreich in Kriegsgefangenschaft, aus der er 1947 wieder entlassen wurde. General der Gebirgstruppe a.D. Rudolf
Konrad starb am 10. Juni 1964 in München.

Am 13. Juni 1966 wurde eine Bundeswehr-Kaserne in Bad Reichenhall in "General-Konrad-Kaserne" umbenannt.
Im April 2012 wurde diese Kaserne auf Veranlassung des Bundesministeriums der Verteidigung in "Hochstaufen-Kaserne"
umbenannt.

Zur Bewertung:

Roland Kaltenegger hat bisher eine Reihe interessanter Bücher über Offiziere der Gebirgsjäger-Truppe der ehemaligen
deutschen Wehrmacht geschrieben. Viele ehemals hochrangige Offiziere der Gebirgstruppe: Dietl, Schörner, Ritter von
Hengl, Kübler, Konrad u.a. waren überzeugte Nationalsozialisten und wurden später mit Kriegsverbrechen (sog. Sühne-
Massnahmen, Partisanen-Bekämpfung usw.) in Verbindung gebracht.
Auch General Konrad griff als Kommandierender General in seinem Kommandobereich auf der KRIM hart gegen Partisanen
durch.

Die deutsche BUNDESWEHR hat bereits seit ihrer Gründung im Jahre 1955/1956 Probleme mit der Pflege militärischer
Tradidionen. Viele "Bundeswehr-Benennungen" der 50er- und 60er-Jahre nach Offizieren der ehemaligen deutschen
Wehrmacht (General-Dietl-Kaserne, General-Ludwig-Kübler-Kaserne, General-Konrad-Kaserne, Jagdgeschwader Mölders usw.)
wurden inzwischen wieder aberkannt.

Über General Rudolf Konrad und andere Generale der deutschen Gebirgstruppe gab es sehr lange keine Biographie. Roland
Kaltenegger schließt nach und nach diese Lücke. Kaltenegger stellt in diesen Biographien sachlich die Personen vor und
verzichtet auf Wertungen. Gerade dies zeichnet meines Erachtens eine gute Biographie aus.

General Konrad war über 40 Jahre der Namensgeber einer Bundewehr-Kaserne. Während des II. Weltkrieges hielt er mehrmals
begeisterte Lobes-Reden über Adolf-Hitler. Das, und sein hartes Durchgreifen gegen Partisanen, könnten Gründe für die
Umbenennung der "General-Rudolf-Konrad-Kaserne" in "Hochstaufen-Kaserne" gewesen sein.

FAZIT:

Diese interessante Biographie [ Maße: 17,4 x 24,9 cm; gebunden; 156 Seiten; zahlreiche s/w-Abbildungen und Dokumente ]
ist für militärgeschichtlich Interessierte lesens- und empfehlenswert.


Generaloberst Eduard Dietl 01: Die Symbolfigur der deutschen Gebirgstruppe 1890-1933 von Roland Kaltenegger (2012) Gebundene Ausgabe
Generaloberst Eduard Dietl 01: Die Symbolfigur der deutschen Gebirgstruppe 1890-1933 von Roland Kaltenegger (2012) Gebundene Ausgabe
von Roland Kaltenegger
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Generaloberst Eduard Dietl (1890-1944): Der bekannteste Gebirgsjäger-General der Deutschen Wehrmacht., 21. August 2014
Rezension zu: "Generaloberst Eduard Dietl" 2-bändige Biographie von Roland Kaltenegger

Diese Biographie von Roland Kaltenegger ist eine erweiterte Neuauflage (früher 1-bändig, nun 2-bändig):

> Generaloberst Eduard Dietl - Teil 1: Die Symbolfigur der deutschen Gebirgstruppe 1890-1933
> Generaloberst Eduard Dietl - Teil 2: Der Held von Narvik 1933-1944

Zum historischen Hintergrund:

Eduard Dietl wurde 1890 in Aibling (Oberbayern) geboren und schlug nach seinem Abitur (im Jahre 1909)
die Offiziers-Laufbahn ein.
Nach dem I. Weltkrieg war Hauptmann Dietl zunächst Angehöriger des Freikorps "Epp" und wurde im Jahre
1920 in die Reichswehr übernommen.
Anfang der 20er-Jahre begegnete Dietl erstmals Adokf Hitler. Hitler beeindruckte Dietl derart, dass dieser zum
überzeugten Nationalsozialisten wurde und dies auch bis zu seinem Tode blieb,

In der Reichswehr (100.000-Mann-Heer) war es sehr schwer, Karriere zu machen. Beförderungen dauerten in
der Regel sehr lange. Dietl schaffte es aber dennoch, bereits vor der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten
(30.Januar 1933) den Rang eines Oberstleutnants zu erreichen.

Dietl war ein sehr guter Skifahrer, der viele nationale und internationale Wettkämpfe bestritt. Im Jahre 1931 erwarb
er außerdem das begehrte Heeresbergführer-Abzeichen. Dieses Heeresbergführer-Abzeichen, das es auch heute
noch bei der Deutschen Bundeswehr gibt, ist nicht leicht zu erwerben und daher in der Truppe sehr angesehen.

Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten machte Dietl schnell Karriere und wurde zu Beginn des Zweiten
Weltkrieges von der nationalsozialistischen Propaganda zum "Vorzeige-Gebirgsjäger-General" aufgebaut.

Am 23. Juni 1944 flog Dietl mit den Generalen Karl Eglseer (1890-1944; General der Gebirgstruppe), Franz Rossi
(1889-1944; Generalleutnant) und Thomas-Emil von Wickede (1893-1944; General der Infanterie) zum Lagevor-
trag auf Hitlers Berghof. Auf den Weg dorthin stürzte das Flugzeug ab, Dietl und die ihn begleitenden Generale star-
ben dabei.

Bewertung:

Roland Kaltenegger, Geburtsjahrgang 1941, Diplom-Bibliothekar, war selbst als Zeitsoldat bei der Gebirgsjäger-
Truppe der Deutschen Bundeswehr. Bereits seit vielen Jahren befasst er sich als Autor mit der "Geschichte der
Gebirgstruppe". Zu diesem Themen-Schwerpunkt hat Kaltenegger in den letzten Jahren einige interessante Bü-
cher veröffentlicht.

Über Generaloberst Eduard Dietl eine Biographie zu schreiben, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Denn:
Eduard Dietl wird heute sehr widersprüchlich beurteilt. Warum ist das eigentlich so?

Vorausgeschickt: Ich bin kein Historiker und kein Zeitzeuge. Ich gehöre der Nachkriegs-Generation an, interessiere
mich aber sehr für Geschichte. Mein besonderes Interesse gilt dabei dem militärgeschichtlichem Themenkreis.

Wie würde ich Eduard Dietl beurteilen? Eine Sprichwort sagt: "Jede Medaille hat zwei Seiten".

1. Beginnen wir mit der "Kehrseite" (Rückseite):

Eduard Dietl war ca. seit 1920, seit er Adolf Hitler perönlich kennengelernt hatte, ein glühender Hitler-Verehrer und
ein überzeugter Nationalsozialist und blieb dies bis zu seinen Tod im Juni 1944.
Selbst als sich nach dem Untergang der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eine -für Deutschland negative- Kriegs-
wende abzeichnete, hielt Dietl noch mehrere flammende Reden für den Nationalsozialismus. Dietl war intelligent ge-
nug zu wissen, dass der Krieg für Deutschland nicht mehr zu gewinnen war.
Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb in den letzten Jahren versucht wird, die Erinnerung an Dietl allerorts zu
tilgen: Umbenennund einer Bundeswehr-Kaserne, Umbenennung von Strassen, Enfernung von Gedenktafeln etc.

2. Es gibt aber auch die andere (menschliche) Seite (Vorderseite):

Hier kann ich auf Zeitzeugen (u.a. meinen Großvater) zurückgreifen. Mein Großvater, Geburtsjahrgang 1914, legte
im Jahre 1932 sein Abitur ab. Da ein Universitätsstudium finanziell damals für ihn nicht in Frage kam, bewarb er sich
bei der Reichswehr. Die Reichswehr nahm damals nur wenige Bewerber auf. Daher bewarb sich mein Großvater pa-
rallel auch bei einer Bank und bekam die Zusage für eine Banklehre. Womit mein Großvater nicht gerechnet hatte,
auch die Reichswehr lud ihn ein und nahm ihn schließlich. So wurde mein Großvater Soldat der "Schwarzen Reichs-
wehr", wie er es selbst nannte. In den dreißger Jahren lernte mein Großvater, damals Leutnant/Oberleutnant, Dietl
persönlich kennen. Dietl war damals sein Kommandeur. Im Winter 1942/43 wurde mein Großvater in der "Schlacht
um Stalingrad" schwer verwundet und konnte mit einem der letzten Flugzeuge noch ausgeflogen werden. In einem
bayerischen Lazarett erhielt er überraschend Besuch von Dietl und wurde auf dessen Veranlassung sofort in die
Berliner Charité verlegt und dort operiert. So erholte sich mein Großvater und überlebte den Krieg.

1944 traf mein Großvater einen Kameraden, der mit ihm in den 30er-Jahren unter Dietl gedient hatte. Sie saßen beim
Mittagsessen im Offiziers-Kasino, als sie die Nachricht von Dietls Tod erhielten. Beide traf diese Nachricht sehr hart.
Jahrzehnte später berichtete mein Großvater, dass sein Freund "ein harter Kerl, mit Ritterkreuz und anderen hohen
Auszeichnungen, der sonst kaum emotional reagierte" plötzlich weinte.

Dietl, der Unmensch? Diese Charakterisierung trifft auf diesen Mann sicherlich nicht zu.

Dietl, der Kriegsverbrecher? Dietl war ein überzeugter Nationalsozialist und blieb dies auch bis zuletzt. Er stellte Adolf
Hitler und die nationalsozialistische Politik niemals in Frage. Das führte auch dazu, dass Hitler ihm vertraute und ihm am
30. Januar 1943 -zusammen mit Schörner- das goldene Parteiabzeichen verlieh. Diese "Verblendung" führte auch dazu,
dass Dietl völkerrechtswidrige Befehle, wie den berüchtigten "Kommissars-Befehl" in seinem Kammandobereich zuließ. Ein
anderer Punkt ist das Vorgehen gegen Partisanen, was nach Kriegsende vielen Gebirgsjäger-Generalen "den Kopf kostete".

Der Partisanenkrieg wurde auf beiden Seiten sehr hart geführt. Die Partisanen hielten sich aber auch ihrerseits an kein
Kriegsrecht/Völkerrecht. Man sollte auch bedenken, dass Partisanen für ihre Kriegsverbrechen nach dem Kriege nicht
angeklagt oder verurteilt wurden!!!

Dietl wurde von Zeitzeugen immer beschrieben als bescheidener Mann, der sich seinen Gebnirgsjägern immer verbunden fühlte.
Leider gibt es heute nur noch wenige Zeitzeugen. Ich selbst konnte während meiner eigenen Dienstzeit als Zeitsoldat der
Bundeswehr selbst Zeitzeugen, damals schon alte Herren, befragen, die mit Hochachtung über Dietl berichteten.

Diese 2-bändige Dietl-Biographie von Roland Kaltenegger ( Flechsig-Verlag-Würzburg, 2012, gebunden ) ist eine erweiterte
Neuauflage ( früher: Universitas-Verlag-München, 1990), die 1-bändig war.

Ich besitze die Ausgabe des Universitas-Verlages und habe mir auch die 2-bändige Neuauflage gekauft. Diese 2-bändige und
erweiterte Neuauflage halte ich für absolut lesens- und empfehlenswert.

Fazit:

Roland Kaltenegger hat in den letzten Jahren viele interessante Bücher über die deutsche Gebirgstruppe -darunter
viele Biographien- geschrieben.

Was macht eigentlich eine gute Biographie aus?

1.
Sie muß nicht spannend geschrieben sein, denn ich erwarte hier keinen Roman!
2.
Eine gute Biographie sollte sachlich bleiben. Gerade bei der Biographie umstrittener Perönlichkeiten bewegt sich der
Autor auf einem schmalen Grat. Er sollte nicht Partei ergreifen und nicht versuchen, mit der Person abzurechnen.

Alleine dem Leser sollte es dann obliegen, sich aus den Fakten -die ihm der Autor liefert- ein Bild bzw. ein Urteil zu bilden!!!


Generaloberst Eduard Dietl 02: Der Held von Narvik 1933-1944 von Kaltenegger, Roland (2012) Gebundene Ausgabe
Generaloberst Eduard Dietl 02: Der Held von Narvik 1933-1944 von Kaltenegger, Roland (2012) Gebundene Ausgabe
von Roland Kaltenegger
  Gebundene Ausgabe

5.0 von 5 Sternen Generaloberst Eduard Dietl (1890-1944): Der bekannteste Gebirgsjäger-General der Deutschen Wehrmacht., 21. August 2014
Rezension zu: "Generaloberst Eduard Dietl" 2-bändige Biographie von Roland Kaltenegger

Diese Biographie von Roland Kaltenegger ist eine erweiterte Neuauflage (früher 1-bändig, nun 2-bändig):

> Generaloberst Eduard Dietl - Teil 1: Die Symbolfigur der deutschen Gebirgstruppe 1890-1933
> Generaloberst Eduard Dietl - Teil 2: Der Held von Narvik 1933-1944

Zum historischen Hintergrund:

Eduard Dietl wurde 1890 in Aibling (Oberbayern) geboren und schlug nach seinem Abitur (im Jahre 1909)
die Offiziers-Laufbahn ein.
Nach dem I. Weltkrieg war Hauptmann Dietl zunächst Angehöriger des Freikorps "Epp" und wurde im Jahre
1920 in die Reichswehr übernommen.
Anfang der 20er-Jahre begegnete Dietl erstmals Adokf Hitler. Hitler beeindruckte Dietl derart, dass dieser zum
überzeugten Nationalsozialisten wurde und dies auch bis zu seinem Tode blieb,

In der Reichswehr (100.000-Mann-Heer) war es sehr schwer, Karriere zu machen. Beförderungen dauerten in
der Regel sehr lange. Dietl schaffte es aber dennoch, bereits vor der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten
(30.Januar 1933) den Rang eines Oberstleutnants zu erreichen.

Dietl war ein sehr guter Skifahrer, der viele nationale und internationale Wettkämpfe bestritt. Im Jahre 1931 erwarb
er außerdem das begehrte Heeresbergführer-Abzeichen. Dieses Heeresbergführer-Abzeichen, das es auch heute
noch bei der Deutschen Bundeswehr gibt, ist nicht leicht zu erwerben und daher in der Truppe sehr angesehen.

Nach der "Machtergreifung" der Nationalsozialisten machte Dietl schnell Karriere und wurde zu Beginn des Zweiten
Weltkrieges von der nationalsozialistischen Propaganda zum "Vorzeige-Gebirgsjäger-General" aufgebaut.

Am 23. Juni 1944 flog Dietl mit den Generalen Karl Eglseer (1890-1944; General der Gebirgstruppe), Franz Rossi
(1889-1944; Generalleutnant) und Thomas-Emil von Wickede (1893-1944; General der Infanterie) zum Lagevor-
trag auf Hitlers Berghof. Auf den Weg dorthin stürzte das Flugzeug ab, Dietl und die ihn begleitenden Generale star-
ben dabei.

Bewertung:

Roland Kaltenegger, Geburtsjahrgang 1941, Diplom-Bibliothekar, war selbst als Zeitsoldat bei der Gebirgsjäger-
Truppe der Deutschen Bundeswehr. Bereits seit vielen Jahren befasst er sich als Autor mit der "Geschichte der
Gebirgstruppe". Zu diesem Themen-Schwerpunkt hat Kaltenegger in den letzten Jahren einige interessante Bü-
cher veröffentlicht.

Über Generaloberst Eduard Dietl eine Biographie zu schreiben, ist sicherlich kein leichtes Unterfangen. Denn:
Eduard Dietl wird heute sehr widersprüchlich beurteilt. Warum ist das eigentlich so?

Vorausgeschickt: Ich bin kein Historiker und kein Zeitzeuge. Ich gehöre der Nachkriegs-Generation an, interessiere
mich aber sehr für Geschichte. Mein besonderes Interesse gilt dabei dem militärgeschichtlichem Themenkreis.

Wie würde ich Eduard Dietl beurteilen? Eine Sprichwort sagt: "Jede Medaille hat zwei Seiten".

1. Beginnen wir mit der "Kehrseite" (Rückseite):

Eduard Dietl war ca. seit 1920, seit er Adolf Hitler perönlich kennengelernt hatte, ein glühender Hitler-Verehrer und
ein überzeugter Nationalsozialist und blieb dies bis zu seinen Tod im Juni 1944.
Selbst als sich nach dem Untergang der 6. Armee im Kessel von Stalingrad eine -für Deutschland negative- Kriegs-
wende abzeichnete, hielt Dietl noch mehrere flammende Reden für den Nationalsozialismus. Dietl war intelligent ge-
nug zu wissen, dass der Krieg für Deutschland nicht mehr zu gewinnen war.
Das ist wahrscheinlich der Grund, weshalb in den letzten Jahren versucht wird, die Erinnerung an Dietl allerorts zu
tilgen: Umbenennund einer Bundeswehr-Kaserne, Umbenennung von Strassen, Enfernung von Gedenktafeln etc.

2. Es gibt aber auch die andere (menschliche) Seite (Vorderseite):

Hier kann ich auf Zeitzeugen (u.a. meinen Großvater) zurückgreifen. Mein Großvater, Geburtsjahrgang 1914, legte
im Jahre 1932 sein Abitur ab. Da ein Universitätsstudium finanziell damals für ihn nicht in Frage kam, bewarb er sich
bei der Reichswehr. Die Reichswehr nahm damals nur wenige Bewerber auf. Daher bewarb sich mein Großvater pa-
rallel auch bei einer Bank und bekam die Zusage für eine Banklehre. Womit mein Großvater nicht gerechnet hatte,
auch die Reichswehr lud ihn ein und nahm ihn schließlich. So wurde mein Großvater Soldat der "Schwarzen Reichs-
wehr", wie er es selbst nannte. In den dreißger Jahren lernte mein Großvater, damals Leutnant/Oberleutnant, Dietl
persönlich kennen. Dietl war damals sein Kommandeur. Im Winter 1942/43 wurde mein Großvater in der "Schlacht
um Stalingrad" schwer verwundet und konnte mit einem der letzten Flugzeuge noch ausgeflogen werden. In einem
bayerischen Lazarett erhielt er überraschend Besuch von Dietl und wurde auf dessen Veranlassung sofort in die
Berliner Charité verlegt und dort operiert. So erholte sich mein Großvater und überlebte den Krieg.

1944 traf mein Großvater einen Kameraden, der mit ihm in den 30er-Jahren unter Dietl gedient hatte. Sie saßen beim
Mittagsessen im Offiziers-Kasino, als sie die Nachricht von Dietls Tod erhielten. Beide traf diese Nachricht sehr hart.
Jahrzehnte später berichtete mein Großvater, dass sein Freund "ein harter Kerl, mit Ritterkreuz und anderen hohen
Auszeichnungen, der sonst kaum emotional reagierte" plötzlich weinte.

Dietl, der Unmensch? Diese Charakterisierung trifft auf diesen Mann sicherlich nicht zu.

Dietl, der Kriegsverbrecher? Dietl war ein überzeugter Nationalsozialist und blieb dies auch bis zuletzt. Er stellte Adolf
Hitler und die nationalsozialistische Politik niemals in Frage. Das führte auch dazu, dass Hitler ihm vertraute und ihm am
30. Januar 1943 -zusammen mit Schörner- das goldene Parteiabzeichen verlieh. Diese "Verblendung" führte auch dazu,
dass Dietl völkerrechtswidrige Befehle, wie den berüchtigten "Kommissars-Befehl" in seinem Kammandobereich zuließ. Ein
anderer Punkt ist das Vorgehen gegen Partisanen, was nach Kriegsende vielen Gebirgsjäger-Generalen "den Kopf kostete".

Der Partisanenkrieg wurde auf beiden Seiten sehr hart geführt. Die Partisanen hielten sich aber auch ihrerseits an kein
Kriegsrecht/Völkerrecht. Man sollte auch bedenken, dass Partisanen für ihre Kriegsverbrechen nach dem Kriege nicht
angeklagt oder verurteilt wurden!!!

Dietl wurde von Zeitzeugen immer beschrieben als bescheidener Mann, der sich seinen Gebnirgsjägern immer verbunden fühlte.
Leider gibt es heute nur noch wenige Zeitzeugen. Ich selbst konnte während meiner eigenen Dienstzeit als Zeitsoldat der
Bundeswehr selbst Zeitzeugen, damals schon alte Herren, befragen, die mit Hochachtung über Dietl berichteten.

Diese 2-bändige Dietl-Biographie von Roland Kaltenegger ( Flechsig-Verlag-Würzburg, 2012, gebunden ) ist eine erweiterte
Neuauflage ( früher: Universitas-Verlag-München, 1990), die 1-bändig war.

Ich besitze die Ausgabe des Universitas-Verlages und habe mir auch die 2-bändige Neuauflage gekauft. Diese 2-bändige und
erweiterte Neuauflage halte ich für absolut lesens- und empfehlenswert.

Fazit:

Roland Kaltenegger hat in den letzten Jahren viele interessante Bücher über die deutsche Gebirgstruppe -darunter
viele Biographien- geschrieben.

Was macht eigentlich eine gute Biographie aus?

1.
Sie muß nicht spannend geschrieben sein, denn ich erwarte hier keinen Roman!
2.
Eine gute Biographie sollte sachlich bleiben. Gerade bei der Biographie umstrittener Perönlichkeiten bewegt sich der
Autor auf einem schmalen Grat. Er sollte nicht Partei ergreifen und nicht versuchen, mit der Person abzurechnen.

Alleine dem Leser sollte es dann obliegen, sich aus den Fakten -die ihm der Autor liefert- ein Bild bzw. ein Urteil zu bilden!!!


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