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Rezensionen verfasst von
Neurosis

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Mediator Between Head and Hands Must Be the Heart
Mediator Between Head and Hands Must Be the Heart
Wird angeboten von zoreno-deutschland
Preis: EUR 7,62

14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sperriger Rohdiamant, 26. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich glaub ich bin im falschen Film, irgendwie kann ich die ganze negative Kritik überhaupt nicht nachvollziehen.
Das Album strotzt nur so vor unbändiger Energie, die Songs sind verdammt vielschichtig, brutal und kompromisslos.

Ich bin garantiert keiner, der sich ein Album schön-hört, nur weil es von einer wichtigen Band stammt. Aber in diesem Fall war mir schon bei den ersten Hördurchläufen klar, dass "The Mediator..." einiges an Aufmerksamkeit braucht, um sich voll zu entfalten.

Keine Ahnung was einige Leute hier vom neuen Sepultura erwartet haben, aber eigentlich sollte ja den Meisten klar sein, dass sich die Band (fast) nie wiederholt.
Düstere, heftig durchs Gebälk krachende Nackenbrecher wie 'The Age Of Atheist', 'Manipulation Of Tragedy' oder 'Tsunami' sind enorm sperrig und bleiben erst nach mehrmaligen Hören hängen, haben aber durchaus auch sehr geile stampfende Grooves, nur wollen diese entdeckt werden.
Mich erinnert die Scheibe von der Machart und den Songstrukturen her, sehr an die "Necroticism" von Carcass, auch wenn man musikalisch natürlich nicht so viel gemeinsam hat.

Der gerade mal 22 Jahre junge, neue Drummer Eloy Casagrande ist wohl, nebenbei bemerkt, der technisch beste Drummer, den die Band bis jetzt hatte. Mir ist natürlich bewusst, dass das aufgrund eines Igor Cavalera eine gewagte Aussage ist, aber was der Junge hier leistet ist einfach unglaublich.

Ich weiß, der permanente Vergleich nervt, aber im Gegensatz zu Soulfly habe ich bei Sepultura nie das Interesse verloren.
Während erstere einfach nicht von ihren stumpf-ist-Trumpf Songs bzw. banalem Songwriting loszukommen scheinen, haben Sepultura nie den Anspruch verloren auch neue Sachen auszuprobieren.
Klar "A-lex" war nicht gerade der Brüller, aber die Mehrheit der Green-Alben sind durch die Bank großartig.

Ich denke, das "The Mediator..." braucht Zeit zum Reifen. Auch wenn vielleicht einige Alt-Fans noch etwas überfordert mit der Scheibe sind, sollte man dem Album eine Chance geben. "Chaos A.D." oder "Roots" wurden ja am Anfang auch nicht nur geliebt...
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jan 5, 2014 10:57 PM CET


Awesome Science
Awesome Science
Preis: EUR 18,48

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckende Wissenschaft..., 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Awesome Science (Audio CD)
..so der Titel dieses Silberlings. Doch wer hier denkt, dass er es mit sterilem, möglichst komplizierten Theorie-Metal zu tun hat, der irrt.
Doch von vorn: Beim Durchstöbern der Prog-Rezensionen meiner Stammlektüre stieß ich auf die Band Humanfly und deren aktuelles Album "Awesome Science".
Humanfly? Nie gehört. Die Beschreibung der Platte klang recht vielversprechend, also reingehört und nach einem ersten guten Eindruck das Album bestellt.
Als ich die Scheibe dann das erste vollständige Mal hörte, hat sie mich schlicht umgehauen!

Bands wie Mastodon, King Crimson, Isis, Intronaut und Konsorten gehen einem durch den Kopf, aber auch Kyuss.
Doch das sind lediglich Eckpfeiler um den sehr speziellen Sound der Band zu beschreiben.
Sechs vielschichtige Songs, die jeder eine kleine Reise sind und unzählige Bilder vor dem inneren Auge entstehen lassen.
Doch Humanfly begehen nicht den Fehler wie so viele ähnlich gelagerte Bands (nicht unbedingt die oben genannten) mit ihren sterilen, auf Hochglanz produzierten Scheiben.
Denn "Awesome Science" geht bei aller Komplexität nie der Dreck unter den Nägeln verloren. An manchen Stellen haben die Songs sogar regelrechten Jam-Charakter.
Dieses Album lebt und atmet, ist mal ein Erdbeben und mal ein zarter Windhauch.

Übrigens: Wem dieses Album gefällt und sich die älteren Alben der Band besorgen will, der sollte vorher reinhören, denn die Band ist ein wahres Chamäleon.
Die drei bisher erschienen CD's ("A God Among Insects", "II", "Darker Later") sind untereinander recht unterschiedlich, weisen nur bedingt Parallelen zum aktuellen Album auf, reichen von Math Core bis Doom-Sludge, sind jedoch allesamt sehr empfehlenswert.

Definitiv ein Anwärter auf das Album des Jahres!


Flush
Flush
Preis: EUR 20,05

5.0 von 5 Sternen Gnadenlos unterbewertet!, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Flush (Audio CD)
Ich glaube, ich muss hier mal eine Lanze, für dieses leider immer wieder völlig zu Unrecht verrissene Album brechen.
Mit "Flush" setzten MUTW ihre mit der EP "The King's Ransom" eingeschlagene Richtung konsequent fort. Weg vom Down beeinflussten Doom-/Stoner Rock, hin zu mehr Eigenständigkeit.
"Flush" hatte nun mit dem Debut (was ich persönlich übrigens auch sehr klasse finde) fast gar nichts mehr zu tun.
Düstere, verschrobene jedoch mitreißende Songs, verstörende Geräuschkulissen, verfremdeter Gesang, aber auch Spontanität ohne jegliches Kalkül.
Ich glaube, das Letzte was die Band mit diesem Album wollte, war Gefallen. Leider blieben damit die meisten Fans des Debuts auf der Strecke und das potenzielle Zielpublikum wurde schlicht und ergreifend nicht erreicht, da die Band immer noch den Down Stempel mit sich herumtrug.
Einzelne Songs aufzuzählen, macht angesichts der Kompaktheit der Scheibe einfach keinen Sinn.
Wer sich jedoch einen Bastard aus Neurosis, Eyehategod und Ministry (zu "Dark Side..." Zeiten) vorstellen kann, der sollte hier unbedingt zugreifen!
Auch wenn es abgedroschen klingt, glaube ich, dass MUTW mit diesem Album einfach ihrer Zeit voraus waren und hoffe das "Flush" vielleicht irgendwann einmal wiederentdeckt und gewürdigt wird.
Bis dahin bleibt es wohl leider ein kleiner Geheimtipp für Leute, bei denen das Wort "Noise" nicht gleich Brechreiz verursacht.


From Beer to Eternity
From Beer to Eternity
Wird angeboten von hotshotrecordsmailorder
Preis: EUR 7,56

17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der dritte Abschied..., 6. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: From Beer to Eternity (Audio CD)
Gerade mal ein Jahr nach dem völlig misslungenem „Relapse“ steht Al Jourgensen wieder einmal mit einem Abschiedsalbum (jetzt schon das dritte…) auf der Matte.

Schon auf „The Last Sucker“ zeigte die Band, dass sie ihren Zenit überschritten hatte. Zu viele Füllnummern, zu viele Selbskopien und ein absolut mies klingender Drumcomputer.
Der Zeitpunkt sich aufzulösen, war somit gut gewählt, auch wenn das m.E. schon nach „Rio Grande Blood“ hätte passieren sollen.

Dann fünf Jahre später „Relapse“. Der von Tommy Victor geäußerte Vorwurf, das Album sei ein Schnellschuss, um neues Getränke-Geld in die leeren Jourgensen-Kassen zu spülen, trifft vollkommen zu. Die schlechtesten (da banalsten) Songs der Ministry Karriere (ich sag nur ‚Weekend Warrior’ – kotz!…), eine billige klingende Produktion, schlechtes Artwork usw…
Danach wieder der gleiche Spruch: „Das war unser letztes Album“…

Nun also „From Beer To Eternity“ (beknackter Album-Titel übrigens…) und die Frage: was soll uns dieses Album bringen?
Zunächst einmal ein kitschiges, hässliches Cover. Überhaupt geht mir die Selbstbeweihräucherung von Mr. Jourgensen in den letzten Jahren tierisch auf die Naht. Aber das ist ein anderes Thema.

Zur Musik: Mein erster Eindruck nach etwa viermaligem Hören fällt gemischt aus.
Die Band findet zwar nicht zu alter Stärke zurück aber ein zweiter Totalschaden ala „Relapse“ ist die Scheibe nicht geworden.
Das Album startet mit dem düsteren, recht elektronisch gehaltenen Opener ’Hail To His Majesty (Pleasents)’. Kein Hammer aber geht in Ordnung.
Überhaupt fällt im weiteren Verlauf der sehr starke Einsatz elektronischer Spielereien ziemlich auf. Klar, das gab es bei Ministry schon immer, jedoch nie so ausgeprägt wie hier.
Song Nummer zwei ‚Punch In The Face’, ein wuchtiger Stampfer, lässt aufhorschen und ist ganz klar mein Highlight der Scheibe. Danach kommt gewohntes Ministry-Futter mit Songs wie ‚Permawar’, Perfect Sorm’ und ‚Fairly Unbalanced’. Gute Songs die jedoch keineswegs das Zeug zu Klassiker haben.
Im weiteren Albumverlauf finden sich dann recht viele größere und kleinere Experimente.
Diese sind mal völlig unnötig (die Geräuschkulissen ‚The Horror’ und ‚Enjoy The Quiet’),
mal gewöhnungsbedürftig (das mit Frauengesang versehene ‚Lesson Unlearned’) und mal recht gelungen (z.B. das Dub-angehauchte ‚Thanx But No Thanx’).

Im Großen und Ganzen ist das Album zwar weder Fisch noch Fleisch, hat aber durchaus seine Qualitäten. Aber so richtig sicher, ob man das Album denn nun wirklich braucht, bin ich mir dennoch (noch) nicht.

Fazit: Ein richtiger, letzter Knaller ist auch „F.B.T.E.“ nicht geworden. Dies ist aber m.E. eh nur mit Gründungsmitglied und ehem. Zweitchef Paul Barker möglich, dessen Fehlen bei allen Ministry-Alben seit seinem Abgang deutlich zu hören ist.
Kommentar Kommentare (5) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 16, 2015 11:48 AM MEST


Honour Found in Decay
Honour Found in Decay
Preis: EUR 12,97

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der nächste Schritt, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Honour Found in Decay (Audio CD)
Da ist er also, der sehnsüchtigst erwartete Nachfolger zum 2007 erschienenen Überflieger „Given To The Rising“.
Jenes Album bildet für mich die Essenz von Neurosis. Ein tiefschwarzer Monolith voller Verzweiflung, Wut und ungezähmter Emotionen.
Somit war es natürlich schwer, um nicht zu sagen unmöglich, dieses Meisterwerk zu toppen.
Nach vielen Durchläufen kann man nun getrost sagen, dass die Band es zwar nicht ganz geschafft hat, den überragenden Vorgänger zu übertreffen, aber man ihm immerhin einen würdigen Nachfolger zur Seite gestellt hat.
„Honor Found in Decay“ stellt meines Erachtens einen sehr gelungenen Querschnitt der letzten Alben seit „Times Of Grace“ dar.
Mit ‚We All Rage In Gold’ hat man diesmal einen ziemlich geradlinigen (und für Neurosis Verhältnisse zu anfangs fast schon schnellen…) Opener am Start.
Und generell sind die meisten Songs m.E. wieder etwas zugänglicher als auf dem letzten Album, wobei vertrackte Bestien wie ‚Bleeding The Pigs’ (der Hammer!) oder ‚All is Found…In Time’ einem auch diesmal wieder Einiges abverlangen.
Einer der Highlights der Scheibe ist das bereits vorab im Internet vorgestellte ‚At The Well’. Der Song beginnt, von Steve Von Till gesungen, sehr getragen und bricht nach mehreren verschiedenen Stimmungsphasen regelrecht aus. Wahnsinn!
Die beiden Longtracks ‚My Heart For Deliverance’ und ‚Casting Of The Ages’ erinnern stark an die „A Sun That Never Sets“ Phase und gehen einem direkt unter die Haut.
Es sind eben diese Stimmungen voller Verzweiflung, Melancholie aber eben auch Hoffnung und Kraft wie sie keine zweite Band in Songs zu verkleiden versteht.
Mit ‚Raise The Dawn’ steht ein relativ kurzer aber würdiger Abschluss am Ende eines mehr als gelungenen Albums, dass sich keineswegs hinter den anderen, hervorragenden Alben der Band verstecken muss.
„Honor Found In Decay“ macht wieder deutlich das Neurosis mehr sind als eine gewöhnliche Band. Musik als Lebenshilfe. Danke dafür!


Under the Running Board (Reissue)
Under the Running Board (Reissue)
Preis: EUR 10,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wiederveröffentlichter Wahnsinn!, 2. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Under the Running Board (Reissue) (Audio CD)
Im Gegensatz zu der bereits vorhandenen Rezi beziehe ich mich auf die Wiederveröffentlichung der EP mit den 10 Bonus Tracks.
Ich hatte die Scheibe leider noch nicht im Original im Schrank stehen und somit kam mir die neue, erweiterte Version gerade Recht um meine Sammlung zu komplettieren.
Die eigentlichen 3 Songs der Ep ('The Mullet Burden', 'Sandbox Magican' und 'Abe The Cop') sind sozusagen der Vorbote des ein Jahr später erscheinenden Albums "Calculating Infinity" und musikalisch ganz klar in diese Phase der Jungs einzuordnen. Die unter-die-Haut-gehenden Melodien die sich ab dem Album "Miss Machine" noch zusätzlich in das Geprügel mitmischten sucht man hier noch vergebens.
Es wüten wahnsinnig schnelle Grind/Thrash/Hardcore-Attacken, unerwartete Tempo- und Riffwechsel en masse, verstörende Samples und ein Sänger der sich unglaublich aggressiv die Sehle aus dem Leib kotzt.
Nach nicht einmal 8 Minuten ist die eigentliche EP dann schon vorbei und man fühlt sich als hätte gerade ein alles vernichtendes Erdbeben im Wohnzimmer gewütet! Und das kommt der Sache schon recht nahe...
Aber man ist noch nicht erlöst: den es gibt ja noch den genialen Bonus-Teil der neuen Auflage.
Und der hat es in sich: da hätten wir zum einen 9 Live Songs der Truppe, aufgenommen im Jahr 2000 als Vorband von den Misfits. Die Songs umfassen die 3 Tracks der "Under the Running Board" Ep und 6 Titel vom "Calculating Infinity" Album. Der Sound ist unglaublich druckvoll und steht den Original-Versionen in nichts nach! Es ist wahnsinnig erstaunlich wie präzise und nahezu fehlerfrei die Band bei diesem unglaublich komplexen Material hier zu Werke geht. Der Hammer!
Den Abschluss macht das Black Sabbath Cover Paranoid. Als ich den Song zum ersten Mal hörte hätte ich mir vor Lachen fast in die Hose gemacht. Denn anstatt, wie die meisten Bands, den Song nur 1 zu 1 zu kopieren, krempeln Dillinger das Ding komplett um!
Der Song wird zu Grind-Attacke und im Mittelteil wirds auf einmal jazzig und der Sänger singt die Strophen im Wechsel mit einer Frau (es ertönt auch kurz eine Trompete...) bevor es wieder mit Krawall zum Geböller zurückgeht. Denoch ist es stets erkennbar um welchen Klassiker es sich hier handelt! Sowas hab ich noch nicht gehört. Die originellste Cover-Version die ich kenne!
Schade dass die Jungs auf ihrer 2007er Cover-EP "Plagiarism" nicht ähnlich geistreich zu Werke gingen, anstatt die Tracks nur 100%ig nachzuspielen... Aber das ist ein anderes Thema!
Mit einer Gesamtspielzeit von 41 Minuten ist diese Wiederveröffentlichung in etwa genauso lang wie jedes reguläre Dillinger Album.
Für Fans der Band besteht also absolute Kaufpflicht, selbst wenn man die Original-Scheibe schon besitzt. Es lohnt sich!!


Live
Live

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Party Live-Scheibe, 31. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Live (Audio CD)
Das erste Pigmy Love Circus Album ist gleich ne Live-Platte geworden.
Die meisten werden die Band bestimmt durch ihren letzten Output "The Power Of Beef" kennen mit Tool-Drummer Danny Carey hinter den Kesseln. Vorher kamen noch zwei Studio-Alben und eben diese Live-Scheiblette.
Man kennt ja den normalen Ablauf: Band XY veröffentlicht mehrere Studio-Platten und macht später ein Live-Album. Bei Pigmy war es genau anders herum. Auf diesem Album sind sowohl Songs von dem nachfolgendem "Drink Free Forever" ('Friday Night Fights', 'Cold Chile Pepper', 'Brutish Lout') als auch vom oben erwähnten "The Power Of Beef" ('Highway Man', 'Bone Orchard' und das zum Saufen bestens geeignete 'Madhouse Clown'). Nur vom dritten Album "When Clowns Become Kings" ist hier nix zu hören.
Aber auch die weniger bekannten, hier vertretenen Titel wie 'Jailbreak', 'Dragwood Killed Blondie' oder 'Always Be Mine' sind auf dem gewohnten Niveau irgendwo zwischen AC/DC, Rose Tattoo und Motörhead!
Der Sound des Silberlings ist angenehm druckvoll und alles klingt sehr authentisch nach einer richtig geilen Live-Party. Hier wurde zum Glück nichts nachträglich ausgebessert.
Und bevor jemand fragt: Nein Danny Carey spielt nicht auf diesem Album Schlagzeug. Auf den beiden folgenden Studio-Veröffentlichungen übrigens auch nicht. Aber das tut der Qualität keinen Abbruch.
Jungs und Mädels, das hier ist die ideale Scheibe für die nächste Sauf-Party!


Force Fed CD
Force Fed CD
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 56,78

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prong - die Erste, 31. Oktober 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Force Fed CD (Audio CD)
Das Prong aus dem Hardcore stammen, müsste eigentlich den Meisten bekannt sein. "Force Fed" ist das erste vollständige Album der Band. Ihm vorrangegangen war die EP "Primitive Origins" auf der man noch weitaus mehr dem Hardcore fröhnte als auf diesem Longplayer. Auf "Force Fed" ist schon teilweise rauszuhören wohin die Reise einmal gehen wird, nämlich in Metal-lastigere Gefilde. Man kann erkennen, dass die Band hier und da wohl oft Slayer gehört haben muss.
Jedoch ist die Platte von einer Großtat wie dem nachfolgendem "Beg To Differ" noch meilenweit entfernt, und hat auch musikalisch nur wenig mit dem zu tun was noch kommen wird. Abgehackte Stakkato Riffs sucht man hier nämlich vergebens. Die späteren Trademarks sind generell noch kaum vorhanden, wenn man mal von Tommy Victors Gesang absieht.
Dennoch ist das Album alles andere als schwach, es lässt sich auch stets erkennen, dass hier Prong am Werke sind.
Die Nummern sind überwiegend schnell gehalten oder im schnelleren Midtempo-Bereich angesiedelt. Ein Track sticht jedoch besonders heraus, nämlich das langsame, 8-minütige 'Third From The Sun'. Dieser erinnert noch am ehesten an die späteren Songs der Band. Mit einem experimentellen Mittelteil versehen und einer leichten melancholischen Atmosphäre hebt sich 'Third From The Sun' besonders von den übrigen Tracks ab. Den meisten müsste das Stück in seiner Live-Version vom Nachfolgealbum bekannt sein.
Die restlichen Songs durchgängig von guter Qualität, wenn auch etwas ungewöhnlich, eben noch nicht richtig Prong. Auch die Produktion hätte etwas druckvoller sein können, aber darüber kann man gerne wegsehen.
Denn alles in allem ist "Force Fed" ein sehr interressantes Zeitdokument einer Band, die Geschichte schreiben sollte!


Inferno
Inferno
Wird angeboten von groovetemplemusic
Preis: EUR 6,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doom + Death + Rock'n'Roll, 31. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Inferno (Audio CD)
Wie eigentlich jedes Entombed Werk, ist auch Inferno ein klein bisschen anders als der Rest ihrer Scheiben. Was uns nämlich diesmal erwartet ist eine ungewöhnlich starke Doom-Schlagseite einiger Songs. Und das steht dem Album hervorragend zu Gesicht. Mit Songs wie dem überragenden Opener 'Retaliation', 'Children Of The Underworld', 'Descent Into Inferno', 'Flexing Muscles' und dem Rausschmeißer 'Night For Day' sind nämlich gleich 5 schleppend, langsame Nackenbrecher auf dem Album gelandet, die es in sich haben!
Aber natürlich kommen auch die üblichen Death'n'Roll Nummern zum Einsatz, 'The Fix Is In', Incinerator', 'Thats When I Became A Satanist', das sehr geile 'Public Burning' (das in etwas abgewandelter Form auch von Motörhead stammen könnte) oder 'Nobodaddy' seien da genannt.
Und die beiden Death/Thrash Oberhammer 'Young And Dead' und 'Skeletons Of Steel' hätten durchaus auch auf dem "Left Hand Path" Album oder "Clandestine" stehen können.
Eine überaus abwechslungsreiche Platte, die wirklich Laune macht, interessant ist und obendrein noch von einer amtlich-dreckigen Produktion veredelt wird, die äußerst fett rüberkommt. Allerdings muss gesagt werden, dass sich gerade an der Produktion seltsamerweiße die Geister scheiden. Keine Ahnung warum...
Schade dass Hauptsongwriter Uffe Cederlund die Band nach diesem Album verließ!


None
None
Wird angeboten von EliteDigital DE
Preis: EUR 40,95

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meshuggah entwickeln ihren Stil!, 30. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: None (Audio CD)
Mit der EP "None" klingen Meshuggah endlich so, wie man sie von späteren Werken wie "Destroy Erase Improve", "Chaosphere" oder dem neusten Album "Obzen" her kennt. Spielte man auf dem Vorgänger Contradictions Collapse eher noch typischenen (technisch aber ebenfalls schon sehr anspruchsvollen) Extrem-Prog-Metal, der eher wie eine heftigere Version von Metallica zu Justice Zeiten klang, kamen hier zum ersten Mal die Band-typischen abstrakten Gitarren-Riffs zum Einsatz. Zwar sind die Songs noch um einiges geradliniger als auf den späteren Machwerken, aber jeder normalstrebliche Metaller kriegt auch schon bei den None-Songs Knoten in den Ohren!
Das Augenmerk liegt mehr auf wuchtigen Midtempo Material, die Thrash-Elemente die ja beim ersten Album noch sehr häufig vertreten waren, treten hier eher subtil zu Tage.
Schon der Opener 'Humiliative' zeigt wie sich die Band verändert hat. Ebenso wie auch 'Sickening' und 'Gods Of Rapture' beginnt der Song mit einem absoluten Hammerriff mit geballter Durchschlagskraft, und wird zum Ende zu immer vertrackter und komplexer! Der Wahnsinn! Als nächstes wird deutlich, dass die Stimme von Jens Kidman um einiges tiefer und kraftvoller klingt als zuvor. Zwar wird er seine volle stimmliche Brutalität erst auf dem Album "Chaosphere" zeigen, doch hier ist er bereits auf dem besten Weg dahin. Auch die Produktion ist um einiges amtlicher als beim Vorgänger, die Gitarren sind äußerst fett!!
Zwei der 5 Songs sind etwas anderer Natur.
'Ritual' ist ein sehr atmosphärischer Song mit teilweiße wunderschönen, unter die Haut-gehenden Gitarrenklängen. Aber keine Angst, der Song ist alles andere als soft, die Melodien sind eingebunden in heftige, stampfende Riffs, unterbrochen von ein paar ruhigeren Passagen. Auch Kidman's Gesang ist hier etwas gedrosselter. Dieser Track ist faszinierend anders!!
Der Abschlusstrack 'Aztec Two Step' ist wohl der außergewöhnlichste Meshuggah Song den die Band je geschrieben hat. Ein stampfender, brutaler Industrial-Zerstörer der eher klingt wie eine außer Kontrolle geratene wütende, allesvernichtende Maschine. Verzehrer " Gesang", simple Stakkato-Riffs, und die Snare-Drum wurde ersetzt durch irgend ein schepperndes Explosions-Geräusch. Muss man gehört haben!
Danach werden die restlichen stillen 6 Minuten der Ep immer mal wieder durchbrochen von bestialischen, verzerrten Schreien. Sehr crazy!
Dieser 5-Song - Hammer zeigt deutlich zu welchen Ufern die Band aufbrechen will/wollte! Der nächste logische Schritt musste automatisch ein Meilenstein werden. Und genau das ist "Destroy Erase Improve" auch geworden!
Legt euch auch seinen Vorgänger zu! "None" ist ein Pflichtkauf!
Schade dass die Scheibe nur noch schwer zu kriegen ist!


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