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jury
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Die Paris-London-Connection
Die Paris-London-Connection
von John Morgan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trieb Minderwertigkeit die Royals zum heimtückischen Mord?, 24. November 2014
John Morgan hat die Untersuchung des Mordanschlages auf Prinzessin Diana zu seiner Lebensaufgabe gemacht: Auf über 5000 Seiten versuchte er akribisch, die sorgfältig unterlassenen Untersuchungen des Auftrags-Mordes an Prinzessin Diana auf eigene Faust nachzuvollziehen. In seiner 5-teiligen Buchreihe "Diana Inquest" wird mit Sicherheit jedes Steinchen dreimal umgedreht.

Wem Antrieb und Interesse zu einer solch gewaltigen Lektüre fehlen, der findet im vorliegenden Büchlein "Die Paris London Connection" eine geschlossene Zusammenfassung, ein gut lesbares Protokoll der Ereignisse.

Einen ersten Überblick liefert eine Time-Line über 10 Seiten. Die detailliertere Darstellung folgt in Berichtsform, angefangen von den Querelen am Königshof während der frühen 90-er Jahre über die Planung und Vorbereitung des Mordanschlages durch den MI6 und die französischen Dienste bis zur exakten Rekonstruktion der Tat selbst, die am 31. August 1997 um 00:23 h stattfand. Die folgenden Kapitel des Buchs befassen sich mit der unterlassenen Hilfeleistung und dem Tod der Prinzessin. Schließlich werden die Vertuschungsversuche der französischen und englischen Geheimdienste aufgedeckt.

Der Autor lässt nicht die Spur eines Zweifels, dass seine umfangreichen Untersuchungen über viele Jahre nur zu einem Ergebnis führen konnten: Der Mord an Prinzessin Diana war vom britischen Königshaus in Auftrag gegeben worden. Die eigentliche Durchführung erfolgte in Zusammenarbeit durch den MI6, unterstützt durch französische Geheimdienste und den Unfallarzt, an der Vertuschung beteiligt waren französische wie britische Pathologen und Richter auf beiden Seiten des Kanals.

Ein politisches Motiv für den Mord liegt sicher in der ebenso erfolgreichen wie gefürchteten Kampagne der Prinzessin gegen die Landminen. Aber bedeutsamer scheinen die Ängste und Krämpfe der Royals hinsichtlich des geschädigten Rufs ihrer Familie, vor allem aber hinsichtlich der eigenen Minderwertigkeit zu wiegen. Einer Minderwertigkeit, die der Öffentlichkeit durch die ständige Gegenüberstellung mit der leuchtenden Figur der Prinzessin ganz offensichtlich immer bewusster wurde.

print-jury 5* A1212 © 24.11.2014 ABR 15.081 Rezensionsexemplar


Krieg in der Ukraine
Krieg in der Ukraine
von F. William Engdahl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen USA auf gutem Weg zum dritten Weltkrieg, 7. November 2014
Rezension bezieht sich auf: Krieg in der Ukraine (Gebundene Ausgabe)
Wer den Ukraine-Konflikt in den deutschen Mainstream-Medien verfolgt hat, findet leicht ein scheinbar schlüssiges Bild: Ein durchgeknallter Putin raubt erst die Insel Krim und stachelt dann die Ost-Ukrainer zu einem Separations-Krieg auf. Zwischendurch lässt er noch die malaysische Verkehrsmaschine MH-17 mit russischen Boden-Luft-Raketen abschießen.

Nun weiß man spätestens nach den Ulfkotte-Aufdeckungen über die Verflechtungen der Medien mit jüdisch-amerikanisch-gesteuerten „transatlantischen“ Geheimbünden, Logen, Vereinigungen und Gesprächsrunden von Atlantik-Brücke bis zu den Bilderbergern, dass in den großen Blättern wie in den Nachrichtensendungen von ARD und ZDF überwiegend CIA- und NATO-Propaganda gesendet und gedruckt wird. So mancher wird sich daher fragen: Was geht in der Ukraine wirklich ab?

In „Krieg in der Ukraine“ gelingt es F. William Engdahl, eine Chronik der Ereignisse zu präsentieren und gleichzeitig die verwirrenden Hintergründe und Aktivitäten aufzuzeigen, die nach den Plänen der USA direkt zum Dritten Weltkrieg führen sollen.

Der Weg führt in 38 Kapiteln von der Auflösung der Sowjetunion im Jahre 1991 bis zum September 2014. Selbst für den Rezensenten, der die Entwicklung in der Ukraine intensiv am Internet verfolgt hat, ist die Fülle der Informationen und Details erstaunlich. Es ist schier unmöglich, im Rahmen einer Rezension auch nur einen Querschnitt dieser Reports wiederzugeben. Um überhaupt einen Eindruck zu vermitteln, fasse ich skizzenartig einige Details aus der Zeit des Putschs zusammen:

Von langer Hand geplant haben die USA bzw. regierungsnahe Akteure den Putsch durchgeführt, um einen Beitritt der Ukraine zum EU-Freihandelsabkommen doch noch durchzusetzen, nachdem der ukrainische Präsident Wiktor Janukowytsch die EU-Angebote abgelehnt und mit Russland Verträge abgeschlossen hatte. Schlüsselfiguren dabei sind der Scientologe Arsenij Jezenjuk und Victoria Nuland, die im Auftrage von Hillary Clinton tätig wurde.

Die Motive sind ebenso vielfältig und komplex wie die Aktivitäten dieser US-Verschwörung. Im Zentrum stehen die vermuteten enormen Vorkommen an Schieferöl und –Gas in der Ostukraine, was bei Shell, Chevron und Exxon Begehrlichkeiten weckt, insbesondere vor dem Hintergrund der schnell versiegenden Schiefergas-Exploration in den USA. Vor allem aber geht es um die Öffnung der ukrainischen Landwirtschaft für US-amerikanische und EU-europäische Agrobusiness-Konzerne, allen voran die Gen-Saatgut-Hersteller Monsanto und DuPont.

Denn laut einer Prognose der US-Landwirtschaftsministeriums von 2013 war die Ukraine, reich an Schwarzerde-Anbauflächen, damals auf dem Weg, zum zweitgrößten Getreideexporteur der Welt (nach den USA) zu werden. Zudem war die Ukraine vor der Krise drittgrößter Exporteuer von Mais und Baumwolle und der größte Exporteur von Sonnenblumenöl. Der Anbau von Gen-Getreide war bis dahin verboten!

Durchgeführt wurde der Putsch mit der UNA-UNSO, einer paramilitärischen Organisation, die als NATO-„Gladio“-Terrortruppe identifiziert wurde. Diese Truppe war auch in Tschetschenien gegen russische Soldaten aktiv, ebenso wie an der Seite von Boris Jelzin. An auswärtigen Kräften war die von den USA finanzierte Belgrader Truppe CANVAS an den mit größter Sorgfalt inszenierten Protesten in Kiew beteiligt, wie neue Beweise der Ukraine zeigen. Natürlich unterstützt durch die bewährten Söldner des US-Kriegsunternehmens Blackwater/Akademi.

Die Europa-Beauftragte des US-Außenministeriums, Victoria Nuland, wurde bei einem Telefongespräch mit ihrem Kiewer Botschaftster Goeffrey Pyatt in flagranti bei der Planung von Einzelheiten einer US-Intervention in die Regierung der Ukraine ertappt. „Eindrucksvolle“ Proteste wurden mit Hilfe der von der NATO und Nuland bezahlten Neonazis des Pravyj Sektor organisiert.

Akribisch listet Engdahl die nicht enden wollende Serie der Versuche der USA und ihrer Partner in Kiew auf, die Weltöffentlichkeit zu belügen und zu betrügen – so zum Beispiel mit dem Versprechen, in russische Gaslieferungen eintreten zu wollen; das vor dem Hintergrund, dass das Fracking-Abenteuer in den USA weit hinter den Erwartungen zurückbleibt und sukzessive eingestellt werden muss.

Über Gegen-Demonstrationen von Tausenden ukrainischer Mitglieder der neuen Organisation „Bürger von Kiew für einen saubere Stadt“ vor der US-Botschaft wurde in der westlichen Presse natürlich nicht berichtet.

Soweit einige Skizzen aus dem Buch. Wobei der große Hintergrund aus Sicht der US-Falken natürlich darin besteht, vielleicht doch noch einen großen Krieg in die Gänge zu bekommen, bevor der Finanzcrash die Wirtschaft der USA ins Mittelalter zurückbombt. Ein Krieg, der nach Geheim-Abkommen zwischen Russland und den USA in keinem Fall auf dem Boden einer dieser beiden Länder ausgetragen werden soll.

F. William Engdahl hat bereits durch eine erstaunliche Reihe hochkarätiger politischer Bücher auf sich aufmerksam gemacht, zuletzt von mir besprochen worden sind die vorzüglichen Themen-Abhandlungen „Amerikas heiliger Krieg“ und „China in Gefahr“. Mit dem vorliegenden Buch übertrifft er wieder mal sich selbst, indem er mit verblüffendem Detailreichtum und gut vernetztem Hintergrundwissen in einem Buch, in welchem die Farbe noch feucht ist, fast an den aktuellen Stand der Dinge heranführt.

print-jury 5* A1211 © 7.11.2014 ABR 2.233 Rezensionsexemplar


Gekaufte Journalisten
Gekaufte Journalisten
von Udo Ulfkotte
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

188 von 202 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie die US-Eliten uns mit Ukraine, Euro und Islam destabilisieren, 24. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Gekaufte Journalisten (Gebundene Ausgabe)
Carl Bernstein brachte 1974 über die Watergate-Affäre Präsident Nixon zu Fall. 1977 veröffentlichte der Pulitzerpreisträger einen Artikel, der enthüllte, dass rund 400 amerikanische Journalisten für die CIA tätig waren. Die bekanntesten Leitartikler und Kommentatoren standen auf der Gehaltsliste der CIA, auch Herausgeber und Chefredakteure – natürlich auch ausländische Journalisten. Spätestens seit dieser Enthüllung war klar, dass die CIA weltweit Jounalisten und führende Mitarbeiter in Medienunternehmen rekrutiert oder aber als Informanten führt.

Seit 2006 kann auch in Deutschland niemand mehr über diese Tatsache hinwegsehen. Damals lief auf arte die Dokumentation „Benutzt und gesteuert“. Darin wurde gezeigt, wie die CIA die Redaktionen deutscher Verlage und Sender über getarnte Organisationen steuert.

Der jüngste Skandal gelang ausgerechnet einer satirischen Sendung. „Die Anstalt“ zeigte in einem provokanten Sketch im April 2014 die dichten Verflechtungen führender Persönlichkeiten aus den deutschen Medien mit „transatlantischen Organisationen“. [3] Namentlich genannt wurden Alpha-Journalisten aus der SÜDDEUTSCHEN, der ZEIT, der FAZ und von BILD.

Über diese Satire geht Udo Ulfkotte in seinem neuesten Buch „Gekaufte Journalisten“ [1] in Breite und Tiefe weit hinaus. Dutzende Lobby-Organisationen, Dutzende involvierte Unternehmen, Politiker aller Couleur und unzählbare Journalisten aus praktisch allen deutschen „Leitmedien“, also der Zuschauer- und Leser-starken Zeitungen, Zeitschriften und Sender, werden namentlich genannt. Selbstredend auch die große Zahl von Lobby-Verbänden und –Vereinen, die von US-Finanzgrößen bzw. auch direkt von US-Nachrichtendiensten aufgebaut worden sind, um diese Journaille zu steuern.

Doch das Buch geht über diese Bestandsaufnahme der US-Propaganda hinaus, indem Ulfkotte praktische Beispiele aus eigenem und fremdem Erleben beisteuert. Man erfährt, wie die Bestechung funktioniert, wie junge Journalisten eingefangen und verführt werden, aber auch, wie ungehorsame Geister bestraft und ausgesondert werden. Es gereicht Ulfkotte zur Ehre, dass er auch eigene Verstrickungen als gesteuerter Schreiber darstellt, in welchen er während der 17 Jahre, in welchen er für die FAZ gearbeitet hat, verfangen war.

Der Autor berichtet auch von den Betrugsfeldzügen unserer Kanzler in Zusammenarbeit mit den Medien, beispielsweise anhand der Euro-Einprügelung. Da wird auch manche greise Ikone demaskiert, die sich – wie Helmut Schmidt – allzu sehr auf die Vergesslichkeit der Deutschen verlässt.

Komische Züge kommen auf, wenn man erfährt, dass sich Politiker scheinbar verschiedener Ausrichtung wie Merkel und Özdemir auf der gleichen CIA-nahen Akademie haben briefen lassen – und andere, sonst Konkurrenten, sich einträchtig bei den Treffen der Bilderberger vorkauen lassen, was sie in den nächsten Monaten und Jahren zu tun und zu lassen haben.

Tragisch wird es bei der Schilderung von Kriegen und Revolten, die praktisch autark durch solche Lobby-Organisationen an Politik und Recht vorbei „staatenübergreifend“ organisiert und durchgeführt worden sind, wie dem von Soros mit hunderten Millionen Dollars finanzierten und lang eingefädelten Umsturz der Regierung Milosovic in Serbien: „Soros, Rockefeller und transatlantische Denkfabriken haben vor allem aus machtstrategischen und wirtschaftlichen Erwägungen Umstürze in den früheren Ostblockländern und im Nahen Osten und Nordafrika begleitet, mitunter sogar selbst entfacht.“

Natürlich war einem Profi wie Ulfkotte bewusst, dass seine Kollegen auf der dunklen Seite der Macht jede Handhabe nützen würden, um gegen ihn und dieses Buch vorzugehen. Am Ende des Buches finden sich daher unter anderem 24 Seiten Referenzen und Nachweise – eine reiche Fundgrube für Leser, die sich weiter informieren möchten.

Jedes Kapitel beginnt mit der folgenden Bemerkung, die ich wegen ihrer offensichtlichen Bedeutung für den Autor im Wesentlichen wiedergeben möchte:

„Alle in diesem Buch namentlich genannten Personen bestreiten eine klebrig-filzige Nähe zu Eliteorganisationen. Sie bestreiten zudem, Lobbyisten zu sein. Sie bestreiten auch, sich durch die Nähe zur Elite „korrumpieren“ zu lassen. […] Sie bestreiten, dass sich die dargelegte Nähe auf ihre Berichterstattung auswirkt.“

Nun - nach diesem Buch wird es nicht mehr so leicht sein, allzu viel zu bestreiten. Es werden Köpfe rollen, wenn in den Verlagen überhaupt noch Reste von Anstand regieren.

Das Publikum tut das Seine dazu: diese Dialektik-freie und Fakten-ferne Propaganda-Presse scheint mehr und mehr die Leser und Zuschauer zu öden. Das Zeitungs- und Zeitschriften-Sterben wird weitergehen. Ulfkotte kann sich am Fluss niederlassen...

[1] „Gekaufte Journalisten – Wie Politiker, Geheimdienste und Hochfinanz Deutschlands Massenmedien lenken“, Udo Ulfkotte, KOPP-Verlag, September 2014

[3] youtube.com/watch?v=5_c2-Yg5spU

print-jury 5* A1210 © 24.9.2014 ABR 67 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 22, 2014 3:33 PM CET


Freie Energie für alle Menschen: Raumenergiemotor: Nachweis und Bauanleitung
Freie Energie für alle Menschen: Raumenergiemotor: Nachweis und Bauanleitung
von Claus W. Turtur
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Magere Information für wenige Menschen, 1. August 2014
Claus W. Turtur, Autor von "Freie Energie für alle Menschen", ist Festkörperphysiker und Inhaber einer Professur in Wolfenbüttel. Quantenphysikalische Kenntnisse kann er sich natürlich zusätzlich erworben haben - etwas, wovon der Autor dieser Rezension während seines Physikstudiums angesichts unfassbarer mathematischer Anforderungen bereits nach wenigen Tagen Abstand genommen hat.

Somit fehlen mir - vermutlich nicht als einzigem Leser dieses Buchs - schlicht die Voraussetzungen, um auch nur annähernd beurteilen zu könnnen, welche Plausibilität den beschriebenen theoretischen Fundamenten der Raumenergie zubebilligt werden kann.

Ich habe mir auch nicht die Mühe gemacht, die beschriebene Kristallbatterie nachzubauen. Ob jemand privat die Möglichkeit hat, die Basis-Experimente für den Raum-Motor nachzuvollziehen, darf stark bezweifelt werden. Vermutlich kosten die benötigen Apparaturen mehr als ein Wohnhaus.

In der Hauptsache geht es dem Autor auch nicht wirklich darum, Populärwissen zu verbreiten - das Buch hat mehr den Charakter einer qualifizierten Bewerbungsarbeit für einen Forschungsetat. Man kann es aber auch als einen Zwischen-Status des durchschnittlich intelligenten und eingebundenen Akademikern zugänglichen Wissens in Sachen Raumenergie betrachten, bei dem vermutlich eher weniger Traumtänzereien und Spinnereien Raum erhalten haben.

Ich weiß, ein Leser dieser Rezension möchte von mir hören, ob was dran ist oder nicht. Aber mit dieser Frage bin ich einfach überfordert - ich habe dazu keine klare Meinung. Was mich noch am meisten in der Ansicht bestärkt, dass da etwas dran sein könnte, sind erstens die Geschichten über den Raumenergie-Motor, mit dem Tesla durch die Gegend gefahren sein soll. Zweitens die absolute Stille um dieses Thema, wenn man mal von der grenzenlosen Phantasie des Internets absieht. Immer, wenn es so still ist, ist etwas faul. Dort, wo nie etwas anderes als immense Kosten herausschauen wird wie bei der heißen Fusion, hört man 10 angebliche Sensationsmeldungen im Jahr. Meine ganz persönliche und völlig irrelevante Einschätzung also: Ja, ich denke, es ist etwas daran. Aber mehr wegen solcher politischer Randerscheinungen als wegen der Aussagen des Herrn Dr. Turtur.

Den Autor halte ich für seriös und systematisch, aber keineswegs für einen Durchblicker. Nun benötigt man vielleicht weniger Genie als Offenheit für Neues und Hartnäckigkeit, um eine Technologie nachzuerfinden, mit der Tesla schon vor mehr als 100 Jahren [1] durch die Gegend gefahren sein soll - mit damaligen Mitteln!

Ich würde Turtur seinen Etat wirklich gönnen. Für Otto Normalleser fehlen dem Buch journalistische Qualitäten, die meisten Menschen - damit meine ich grob 999,9 Promille - dürfte die Darstellung auch ihre mathematisch-physikalische Auffassungsgabe übersteigen.

Dennoch fände ich 3 Sterne zu wenig für eine möglicherweise wichtige Bestandsaufnahme des Standes der öffentlich zugänglichen Wissenschaft zu diesem vielleicht revolutionären Thema.

[1] wikipedia.org/wiki/Nikola_Tesla

print-jury 4* A1209 © 1.8.2014 ABR 5.742 Rezensionsexemplar


Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken
Amerikas heiliger Krieg: Was die USA mit dem »Krieg gegen den Terror« wirklich bezwecken
von F. William Engdahl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die schmutzigen Kriege der Faschisten, 16. Juli 2014
Inzwischen hat der 1964 geborene deutsch-amerikanische Ingenieur und Jurist, Publizist, Wirtschaftsjournalist und Dozent Frederick William Engdahl eine ganze Reihe von politischen Aufklärungsbüchern veröffentlicht. Heute lebt Engdahl in Wiesbaden.

Mit dem vorliegenden, Ende Juni 2014 veröffentlichten neuesten Buch mit dem Titel „Amerikas heiliger Krieg“ beleuchtet der Autor quasi in Ergänzung seines letzten Buchs „China in Gefahr“ (siehe meine zugehörige Rezension) weitere Aspekte der Bemühungen der angloamerikanischen Elite, den USA eine völlige Beherrschung der Welt zu erobern.

Wie der Titel schon andeutet, geben die USA vor, einen „heiligen“ Krieg zu führen. Dabei werden, vor allem seit dem inszenierten 9/11 – Attentat, islamische Länder in einer „Achse des Bösen“ verteufelt, um dort systematisch US-hörigen Systemen zur Macht zu verhelfen. Wer erinnert sich nicht an die flammende Rede des US-Präsidenten George W. Bush unmittelbar nach der Sprengung der World-Trade-Tower.

Bis dahin werden die großen Züge jedem interessierten Leser vertraut sein. Seine eigentliche Leistung, die man als wahrhaft „aufklärerisch“ bezeichnen muss, liefert Engdahl mit einem weitgehend vollständigen Überblick über die vielfältige und enge Zusammenarbeit zwischen Dschihadisten, islamischen Gotteskriegern und den USA.

Der Rezensent, als aktiver Islam-Kritiker durchaus bereits vorher an dieser unsäglich unethischen Machtpolitik interessiert und der Selbsteinschätzung nach auch recht gut informiert, muss zugeben, dass die Fülle der Belege, Details und Zusammenhänge, die in „Amerikas heiliger Krieg“ präsentiert werden, geradezu überwältigt. Da wird der weite Bogen gespannt von der Gründung der ersten islamischen, faschistischen Kampfverbände um 1920 über die intensive Zusammenarbeit der Muslimbruderschaft mit dem Nationalsozialismus, die enge Freundschaft des Mufti von Jerusalem mit Himmler, die Gründung der ersten muslimischen SS-Kampftruppe bis zur Sammlung der muslimischen Agitatoren zum Kriegsende in München – und deren Übergabe an die CIA-Organisatoren, die bereits damals über einen Einsatz der Mudschaheddin zur Destabilisierung der UDSSR nachdachten.

Dass die USA bzw. deren angebliche Nichtregierungsorganisationen später auf diesen Kontakten eine 100.000 Mann starke islamische Söldnertruppe in Pakistan aufbaute, die dann im Afghanistan-Krieg und im Tschetschenien als Falle gegen Russland agierte und aus der schließlich mit Hilfe des arabischen Edlen Bin Laden die aggressivste Terror-Organisation aller Zeiten hervorging, die in mehr als 25 Ländern der Erde Stützpunkte unterhält, dürfte schon wieder allgemeiner bekannt sein.

Dass mit Hilfe dieser Dschihadisten die USA daraufhin praktisch sämtliche Kriege in Ländern mit islamischen Bevölkerungsanteilen arrangierte, organisierte, agitierte, finanzierte und ausstattete, belegt Engdahl Land für Land, angefangen von Bosnien und dem Kosovo über die afrikanischen Staaten bis hin zum „neuesten“ Krieg in Syrien. Stets wurden relativ stabile und im Rahmen der Möglichkeiten mit multiplen, fanatischen Religionsgesellschaften friedlichen und aufgeschlossenen Staaten destabilisiert, dann sogenannte Befreiungskriege angestachelt, die aber stets unter dem Vorzeichen einer islamischen Revolution standen und in äußerst grausamen, intoleranten und oft völkervernichtenden islamischen Terrorstaaten endeten.

So ergibt sich das Bild der furchtbarsten und grausamsten Waffe aller Zeiten, des islamischen Religionskrieges, die von den USA poliert, geschärft und zynisch gegen viele Völker der Welt, insbesondere aber auch gegen Europa, rücksichtlos eingesetzt worden ist. Ungläubig steht man den von Fall zu Fall schnell wechselnden Allianzen der unterschiedlichsten Interessen gegenüber. Engdahl dokumentiert unfassbare Gräuel und ethnische Säuberungen, die dabei stattgefunden haben – auch in Europa. Heute kann man entsetzt feststellen, dass die Beherrschung dieser radikalen Kampftruppen den USA aus der Hand geglitten ist. Das Böse hat sich verselbständigt, und niemand kann sagen, ob es der westlichen Welt gelingen wird, sich von der Pest dieser Vernichtungsreligion noch einmal zu befreien.

Dies alles ist vorzüglich dokumentiert und mit interessanten Fotos ergänzt. Die „Endnoten“ mit reichlich Bezugsquellen füllen alleine 30 Seiten, ein Glossar hilft Themen-Einsteigern, die Übersicht zu behalten, ein 12-seitiger Index hilft bei eventuellen Nachbearbeitungen.

Dieses Buch, das sowohl in seiner Thematik als auch in der Qualität und Lesbarkeit der Darstellung die früheren Engdahl-Bücher noch übertrifft, sollte jeder gelesen haben, insbesondere jeder Deutsche. Aber man sollte sich, wie ich neulich einem Freund geschrieben haben, darüber im Klaren sein, dass nach einer Lektüre dieses Buches die Welt nicht mehr dieselbe ist wie zuvor.

Manchem wird das Verständnis der Vorgehensweise der USA auf ihrem Streben zur alleinigen Weltmacht auch helfen, die gegenwärtigen Auseinandersetzungen um die Ukraine, die einzig dem Ziel der USA dienen, einen vernichtenden Atomkrieg zwischen Europa und Russland zu erzwingen, mit anderen Augen zu sehen und sich vielleicht einmal die Mühe zu machen, nicht nur die US-Propaganda, wie sie in unseren Medien verbreitet wird, zu sehen, sondern auch im Internet nach alternativen und originalen Quellen zu suchen.

print-jury 5* A1208 © 16.7.2014 ABR 943 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentare (4) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 1, 2014 10:53 AM MEST


Der Tod hat viele Gerüche: Beruf: Tatortreinigerin
Der Tod hat viele Gerüche: Beruf: Tatortreinigerin
von Rosalia Zelenka
  Broschiert
Preis: EUR 17,00

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zwischenreinigung der eigenen Seele, 6. Juni 2014
Rosalia Zelenka wollte in ihrer Jugend eigentlich Tänzerin werden. Nun beseitigt sie als Tatortreinigerin Spuren von Verbrechen und Selbstmorden. Wer sich mit ihrem im März 2014 erschienenen Buch "Der Tod hat viele Gerüche: Beruf: Tatortreinigerin" auseinandersetzt, stellt schnell fest: Diese Frau betreibt ihre Profession mit sachlicher Leidenschaft.

Es ist nicht leicht, ein dermaßen ungewöhnliches Buch zu beschreiben. Grob die erste Hälfte setzt sich aus Beschreibungen von Aufträgen zusammen, die eine Vorstellung davon vermitteln können, wie der Berufsalltag in dieser für die meisten Menschen schon fast unvorstellbaren Branche aussieht. In der zweiten Hälfte trägt Frau Zelenka Gedanken, Überlegungen und Empfindungen zusammen, die sie - rings um ihre Berufswelt - beschäftigen. Teils hat dies den Charakter eines Lehrbuchs für Tatortreiniger, teils geht es ins Philosophische und Meditative.

Bei manchem, was das gesagt und als richtig erkannt wird, bin ich mir nicht sicher, ob das alles so zutrifft. Da es sich aber definitiv um kein Sachbuch in diesen peripheren Fragen handelt und Frau Zelenka auch diesen Anspruch nicht erhebt, habe ich mir bis auf die folgenden Ausnahmen Recherchen erspart und empfehle möglichen Lesern einfach, die Ausführungen als Meinung anzuerkennen und dort, wo es wichtig erscheint, auch andere Quellen zu Rate zu ziehen. Das gilt insbesondere, bevor man sich medizinischen Behandlungen unterzieht.

Im Buch wird von der "Zuständigkeit von Kriseninterventionszentren und Fachärzten" gesprochen, einer konkreten Empfehlung enthält sich die vorsichtige Autorin. Ich möchte jedenfall deutlich zu Vorsicht vor diesem Handwerk und seinen Methoden raten. [1] Auf die extreme Gefährlichkeit und fast durch die Bank bezüglich der gewünschten Effekte wirkungslosen gängigen Psychopharmaka gehe ich später am Beispiel der Antidepressiva noch ein.

Wenn nach einer Kontamination die einzige Alternative darin bestünde, auf eine Wohnung oder ein Haus verzichten zu müssen, wird man womöglich allzu unkritisch die Hoffnung teilen, dass es gefahrlos wäre, Räume (wieder) zu beziehen, in welchen eine Tatortreinigung tätig geworden ist. In solchen Fällen empfiehlt sich, auf einer Liste aller angewandten Stoffe zu bestehen und sich gründlich über die Toxizität dieser Materialien zu informieren, bevor man sich ihnen aussetzt. Frau Zelenka verwendet Ozon als Insektizid, Antibiotikum und Desinfektionsmittel. Ozon ist eine aggressive Sauerstoffverbindung, die auch natürlich vorkommt.

Andere Betriebe verwenden, wie im Buch erwähnt wird, auch gängige Pestizide, die üblicherweise auf Chlor- und Fluor-Verbindungen aufbauen, was ich als gefährlicher einschätzen würde. In jedem Fall hängt die Bewohnbarkeit entscheidend davon ab, welche Gaskonzentrationen sich unter ungünstigen Bedingungen aufbauen, wenn zum Beispiel im Winter die Fenster geschlossen sind und die Räume beheizt werden. Bekannt wurden Todesfälle von Kleinkindern in Krabbelecken, die mit Wollsiegel-Teppichen ausgelegt waren. Wollsiegel-Teppiche waren mit dem Insektizid "Lindan" behandelt. Ebenso, wie solche Gase, wie im Buch geschildert, bis tief in Hölzer hinein eindringen, verflüchtigen sie sich auch erst innerhalb langer Zeiträume. Man kann die Konzentrationen von Fachbetrieben ermitteln lassen.

Davor, in Räumen mit Epoxidharzversiegelungen, wie sie im Buch angesprochen werden, zu wohnen, kann ich nur abraten. Ein Bestandteil von Epoxidharzen ist das als "Weichmacher" bekannte Bisphenol-A, welches schon in einzelnen Molekülen, egal, ob eingeatmet oder durch Hautkontakt, die bekannten Wirkungen wie Impotenz, Fettsucht, Unfruchtbarkeit und verschiedene Krebsarten, bevorzugt im Genitalbereich, verursachen kann. Die gängige Grenzwert-Methode greift bei diesen Hormonschalterstoffen nicht. Wie bei allen Schadstoffen wird man mühelos industrienahe Gutachten finden, welche die Harmlosigkeit bestätigen. Ich neige dazu, eher unabhängigen Kritikern Glauben zu schenken. [2] Wer natürlich nach dem Motto vorgeht, es würde schon nicht so schlimm sein, kann sich damit trösten, dass Epoxidharze in verschiedenden Baustoffen eingesetzt werden, z. B. in "vergüteten" Estrichen oder Fugenmitteln für Natursteine. Auch trifft die Behauptung zu, dass ein vollständig abgebundenes Epoxidharz ungefährlich sei - leider aber gibt es diesen Idealzustand in der Realität nicht.

Offensichtlich beschäftigt Frau Zelenka und ihre Mitarbeiter die Frage, wieso es gehäuft zu Selbstmorden kommt und wieso viele Selbstmörder zu Schusswaffen greifen. Ihre Vermutung, dass dabei die Vereinsamung von Menschen vor dem Hintergrund des Verlustes traditioneller Familienstrukturen eine Rolle spielt, klingt plausibel.

Man darf aber auch nicht übersehen, dass eine Vielzahl von Selbstmorden durch die Einnahme von Medikamenten begünstigt wird. "Insbesondere die häufig an Depressive verschriebenen Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) stehen in der Kritik, weil sie Aggressionen schüren können - gegen andere und gegen sich selbst." [3]

Der private Besitz von Schusswaffen widerspricht den Interessen von Machthabern und Regierungen und wird daher gerne in schlechtes Licht gesetzt oder als Erklärung für negative Phänomene verwendet. Wenn man sich allerdings näher mit den verschiedenen Erscheinungen beschäftigt, stellen sich die meisten Vorwürfe als wenig überzeugend heraus. [4]

Ich würde eher vermuten, dass eine von der Autorin vermutetet neuerdings häufigere Verwendung von Schusswaffen für den Freitod einfach darauf zurückzuführen ist, dass andere, früher beliebte Methoden von der Obrigkeit systematisch blockiert werden. So werden inzwischen geeignete Medikamente vergällt und nur in zu kleinen Packungen verkauft. Auch die einst verbreiteten Methoden, sich durch Gas oder Auto-Abgase zu vergiften, sind heute nicht mehr praktikabel, da Autoabgase und Stadtgas inzwischen Übelkeit-erregende Zusätze aufweisen. Offiziell wird auf die Vermeidung versehentlicher Gas-Unfälle durch den Geruch hingewiesen, aber natürlich hätte man dafür auch weniger problematische Stoffe verwenden können. [5]

Ganz zu schweigen von einst jedermann frei zugänglichen Opiaten wie Laudanum oder später Heroin: Medikamente, die einen äußerst angenehmen Tod einleiten können, aber längst nur noch für wohlhabende Käufer mit Zugang zu Drogendealern illegal erhältlich sind. Die Dreistigkeit, mit der der Gesetzgeber in persönlichste Bereiche eingreift, kennt keine Grenzen des Anstands. Zudem trifft sie wieder mal nur die weniger Betuchten, denen es nicht möglich ist, einem Institut für Sterbehilfe 5.000,- Euro auf den Tisch zu blättern oder nach Michael-Jackson-Manier Ärzte zur Verabreichung von Narkotika wie Propofol zu "motivieren".

Ein einfacher, humaner und kostengünstiger Freitod wäre also ohne weiteres gestaltbar, aber natürlich ist die einflussreiche Medizin-Lobby eher davon angetan, wenn Menschen jahrelang in Intensivstationen leiden und satte Umsätze generieren. Folglich darf man sich auch nicht wundern, wenn Menschen, die sterben möchten, auf martialischere Methoden wie Schusswaffen oder den Sprung von Gebäuden zurückgreifen müssen.

Zum Arbeitsanfall von Tatortreinigern trägt sicher auch die Tatsache bei, dass man sich heute strafbar machen kann, wenn man dem Freitod eines Angehörigen beiwohnt - so muss sich ein Selbstmörder zum Schutz seiner Freunde und Angehörigen einsam und heimlich umbringen und wird u.U. erst nach Tagen gefunden.

Nach diesen Anmerkungen zur Problematik der politischen Maßnahmen gegen den Freitod zurück zum Buch von Rosalia Zelenka. Ich bin mir sicher, dass nicht nur bei mir und meiner Umgebung die Leküre dieses ungewöhnlichen Buchs umfangreiche Diskussionen über Ursachen, Umstände und Folgen des Freitods angestoßen hat. Es ist üblich geworden, unangenehme Themen wie dieses zu verdrängen, zu vertuschen und zu verschweigen - aber die von der Autorin vertretene Tatsache, dass mehr Menschen denn je diesen Weg wählen, kann man nun mal nicht vom Tisch wischen.

Deswegen finde ich das Buch von Rosalia Zelenka wichtig - und zudem durch die zurückhaltend-nachdenkliche Betrachtung bewegend und hilfreich.

print-jury 4* A1207 © 5.6.2014 ABR 40.663 Rezensionsexemplar

[1] facebook.com/notes/medi-jury/-geisteskrank-ist-einzig-das-pharma-marketing/280649508754348

[2] Marie-Monique Robin, "Unser täglich Gift", youtu.be/rz3BMJXlTig

[3] swr.de/odysso/psychopillen-aggressiv-durch-antidepressiva/-/id=1046894/did=10912484/nid=1046894/1j3e4xu/index.html

[4] legalwaffenbesitzer.wordpress.com/opferschutz/[3] [...]

[5] de.wikipedia.org/wiki/Verg%C3%A4llung


Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten
Der Crash ist die Lösung: Warum der finale Kollaps kommt und wie Sie Ihr Vermögen retten
von Matthias Weik
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

53 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoffen wir mal, dass es "nur" eine Währungsreform wird!, 13. Mai 2014
Nach ihrem Bestseller „Der größte Raubzug der Geschichte“ lieferten die Ökonomen Matthias Weik und Marc Friedrich im April 2014 ein weiteres Buch zum "finalen Kollaps" ab: "Der Crash ist die Lösung". [1] Vorab eine Bemerkung zu den Verlagsleistungen: Gegenüber dem Vorgänger hat sich hier einiges getan - Satz, Layout und vor allem auch die Sprache geben keinen Anlass zu Beanstandungen.

Im ersten Teil des Buches werden – anschließend an den „Raubzug“ – neuerliche Verfehlungen des weltweiten Finanzsystems skizziert. Aber auch die verschiedenen Politik-Löcher, durch welche Milliarden von noch nicht realisierten Steuergeldern bereits verschwunden sind, werden akribisch aufgezählt. Man muss – wieder einmal – starke Nerven haben, um den unfassbaren Strom von Betrügereien unserer Institutionen und Regierungen ertragen zu können.

Wieder einmal wird gezeigt, dass unser Geld im Wesentlichen in den Taschen krimineller Bänker versickert. Für viele Wahlwerbungs-Gläubige könnte aber auch der Hinweis nützlich sein, dass "Exportweltmeister" ein zweifelhafter Titel ist, wenn man befürchten muss, dass ein großer Teil unserer Forderungen niemals gezahlt werden dürfte.

Was für mich neu war, ist der umfassende Nachweis, dass unsere Nachbarländer - soweit das überhaupt möglich ist - noch "kränker" sind als wir.

Einen merkwürdigen Bogen schlagen die Autoren um das Problemfeld der Islamisierung. Diese enorm dramatische Entwicklung betrifft ja keineswegs nur die Frage, ob Deutschland in wenigen Jahren eine Provinz der Türkei bilden wird – es geht auch ganz konkret um gewaltige Summen von Geld, das wir für diesen zweifelhaften Zweck aufwenden. So errechnen sich bereits für 2007 jährliche Kosten der islamischen Migration alleine über die Sozialtransfers in Höhe von knapp 80 Milliarden Euro jährlich! [2] Fachleute gehen davon aus, dass im Umfeld der Migration, angefangen von entsprechenden Instituten über die Kosten der Betreuung bis zu Verwaltungskosten, Polizei, Rechtsverfolgung und Strafvollzug mindestens nochmal der gleiche Betrag anfällt.

Seit 2007 dürften sich diese Kosten mehr als verdoppelt haben. Wenn man sich also mit Geldverschwendung von Regierungen in Europa befasst, steht die Islamisierung mit Sicherheit mit jährlichen Kosten, die heute eher bei 250-300 Milliarden Euro im Jahr liegen dürften, ganz oben auf der Ursachenliste; insbesondere, da unsere europäischen Nachbarn von diesem hausgemachten [3] Problem mit leichten Abweichungen ebenso betroffen sind wie wir.

Weik und Friedrich zählen sicher nicht zu den Unaufgeklärten und Naiven, denen solche Vorgänge nicht bewusst sind – entsprechend fragt man sich, welche Motive hinter dem Verschweigen dieser Zusammenhänge liegen.

Der zweite Teil befasst sich mit einer Analyse der Möglichkeiten, die der betroffene Bürger hat, wenigstens einen Teil seines Vermögens über einen Crash hinüber zu retten.

Man muss den Autoren zugestehen, dass sie hier nicht leichtfertig Hoffnung verbreiten, sondern relativ nüchtern und ehrlich die Probleme aufzählen, die mit einzelnen, hier und da genannten Vorkehrungen verbunden sind. Insbesondere wird durchgängig davor gewarnt, sich auf Abenteuer zu stürzen, von denen man wenig oder keine Ahnung hat.

So mag es für einen Experten durchaus sinnvoll sein, sein Haus auf regenerative Energiegewinnung aufzurüsten; insbesondere, wenn es gelingt, die Investition mit einer Autarkie für den Krisenfall zu kombinieren, kann man auf diesem Weg einen Mehrfachnutzen erreichen – aber eben nur, wenn man genug davon versteht, sich nicht auf ineffiziente Technologien einzulassen. Technischer Durchblick ist da ebenso gefragt wie nüchternes kaufmännisches Kalkulieren. Dieses Beispiel zeigt, dass den Autoren durchaus Vorsorgemöglichkeiten eingefallen sind, von denen man nicht überall schon gelesene hat.

Ganz besonders wichtig finde ich die ernüchternde Aufklärung zu Immobilien – das ist schließlich die meistverbreitete Hoffnung von Krisen-Taktikern. Jeder, der gelegentlich Gespräche über das Thema führt, erlebt, wie naiv viele Menschen hinsichtlich des Einfallsreichtums und der Skrupellosigkeit von Regierungen agieren.

Dennoch muss man sich im Klaren darüber sein, dass alleine schon durch die Begrenztheit des zur Verfügung stehenden Raumes der Ratgeberteil, der sich mit Vorsorge beschäftigt, weder in Breite noch in der Tiefe mit spezialisierten Büchern messen kann. Er sollte aber durchaus einen ersten Überblick bieten und - wenn man seine persönlichen Optionen überprüft hat - zum Kauf weiterführender Literatur Hilfestellung bieten. 38(!) Seiten Anmerkungen mit unzähligen Referenzen und Links bieten da reichlich Anregungen.Im letzten Kapitel gehen die Autoren dann auf mögliche Lösungswege ein - die, um nicht missverstanden zu werden, natürlich nur nach einem Crash begangen werden könnten. Sie hoffen dabei im Wesentlichen auf eine Rückbesinnung auf menschliche Werte.

Auch wenn im oben ausführlich dargestellten Problemfeld der Islamisierung beim Rezensenten etwas Unverständnis zur Abstinenz der Autoren besteht, kann man das Buch eindeutig zur Lektüre empfehlen. Es birgt sicher nicht die Brisanz und auch nicht die Bedeutung eines "Deutschland schafft sich ab", sollte jedoch auch hartnäckige Optimisten davon überzeugen können, dass es Zeit wird, seine Finanzen zur Abwehr des unvermeidlichen Jahrhundertsturms so gut es noch geht festzuzurren.

Ob die Auflösung des größten Schuldenbergs der Geschichte tatsächlich über eine Währungsreform erfolgt - andere Autoren wie Janne Jörg Kipp fabulieren ja sogar von der möglichen Einführung einer Weltwährung -, wird viel davon abhängen, ob es zum von den USA betriebenen dritten Europakrieg kommen wird oder nicht. [4] Die wenigsten von uns werden sich in einem solchen Fall noch Sorgen um ihre Ersparnisse machen dürfen.

Was man jedenfalls aus dem Buch lernen kann - und das ist für mich die wesentliche Erkenntnis, die "Der Crash ist die Lösung" präsentiert: Die Dinge liegen, insbesondere auch bei unseren Nachbarn, noch viel schlimmer, als man so schon befürchtet hat. Wer noch etwas unternehmen will, sollte sich sputen.

Meine ganz persönliche Hoffnung liegt darin, dass wenigstens ein paar von uns Hunden endlich mal die Hand beißen, die sie ertränkt.

print-jury 5* A1206 © 11.5.2014 ABR Rezensionsexemplar

[1] [...]

[2] Ermittlung der Sozialkosten deutscher Migranten (nach Mannheimer):

Sozialleistungen 2007 insgesamt: 707 Milliarden Euro
Pro Kopf: 8.593 Euro
Anzahl der Migranten und Personen mit Migrationshintergrund: 15,2 Millionen
Einkünfte ohne Sozialleistungen von Migranten: 53 Milliarden Euro
Pro Kopf: 3.486,21 Euro
Unterdeckung im Sozialsystem pro Kopf: 5.106,79
Wahre Kosten der Migration, auf den Durchschnitt bezogen, somit: 77,62 Milliarden Euro.

[3] Kein Staat der Welt ist verpflichtet, Armuts-Einwanderung zuzulassen oder gar mit der Sozial-Gießkanne massiv zu fördern. In traditionellen Einwanderungsländern wie den USA zum Beispiel erhalten Einwanderer 5 Jahre lang überhaupt keine Sozialunterstützung.

[4] Solange keine Bomben auf die USA fallen, beinhaltet das Wort "Weltkrieg" eine Falschfärbung der Geschehnisse, die man nicht mittragen sollte.


So verlieben Sie sich richtig
So verlieben Sie sich richtig
von Nina Deissler
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn nicht so, wie dann?, 1. April 2014
Rezension bezieht sich auf: So verlieben Sie sich richtig (Broschiert)
"Flirt-Beraterin" Nina Deißler hat sich als "Flirt-Autorin" mit mehreren Titeln etabliert. In ihrem neuen Buch (2013) "So verlieben Sie sich richtig" behandelt sie deutlich verbindlicher das breitere Thema, "wie man seinen Traumpartner sucht und findet".

Die beiden ersten, großen Kapitel klären zunächst einmal die naheliegenden Fragen, was man sich eigentlich von seinem Partner erhofft und was man dafür zu bieten hat. Danach geht es zur Sache: Wo und wie findet man seinen "Traumpartner"? Im letzten Hauptteil schließlich erfahren die Leser und Leserinnen, was man bei den ersten Verabredungen richtig und falsch machen kann. Ein umfangreiches, 4-seitiges Literaturverzeichnis macht Appetit auf vertiefende Lektüre.

Wie Nina Deißler bereits in der Einführung verspricht, ist das Büchlein auf der Höhe der Zeit. Alles wirkt modern und unverstaubt, die behandelten Szenerien beinhalten beispielsweise auch Fragen, die beim Online- und Speeddating aufkommen könnten. Ebenso frisch erscheint das Layout des Büchleins, lediglich die rein dekorativen Fotos wirken etwas angestrengt. Speziell bei Kunstlicht sind die auf ein farbiges Feld gedruckten Tabellen schlecht lesbar. Hier sollte man den Kontrast erhöhen, und vielleicht finden sich ja für die nächste Auflage ein paar "anmachendere" Fotos.

Das 173 Seiten starke Büchlein bleibt keineswegs bei Tipps und Umgangsformen stehen: Schließlich entscheidet sich schon bei der Einstellung zum künftigen Partner und bei der Selbsteinschätzung, wie gut die Chancen stehen. Weil das eben so wichtig ist, geht die Autorin in diesen Punkten auch zur Sache: Im Stil eines Persönlichkeits-Trainings werden die künftigen Ex-Singles für die Erfordernisse des Lebens zu zweit fitgemacht. Zahlreiche Fragebögen und Übungen führen durch einen sehr konkreten Kurs, bei dessen erfolgreichem Abschluss tatsächlich wesentlich günstigere Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnersuche geschaffen sein sollten.

Wer häufiger Beraterbücher liest, weiß, wie langweilig das werden kann; im vorliegenden Fall allerdings hat man mal eine der erfreulichen Ausnahmen vor sich: einmal ist das Thema natürlich spannend, dann aber findet die Autorin auch den richtigen Mittelweg zwischen einer nüchternen Sprache und einer lockeren Darstellung.

Egal, ob Dating-Profi oder zaghafter Anfänger: Nina Deißler kann nach ehrlicher Überzeugung des Rezensenten mit diesem Buch die Chancen, das "Glück fürs Leben" - oder zumindest für einen erfreulichen Teil des Lebens - zu finden, deutlich verbessern. Nun liegt es an Ihnen, was Sie daraus machen!

print-jury 5* A1205 © 1.4.2014 ABR 51.332 Rezensionsexemplar


Körpersprache einfach nutzen: Eine Schauspielerin verrät die besten Tricks für Alltag, Flirt und Job
Körpersprache einfach nutzen: Eine Schauspielerin verrät die besten Tricks für Alltag, Flirt und Job
von Yvonne de Bark
  Broschiert
Preis: EUR 29,99

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sensibilisieren: Ja! - Manipulieren: Nein!, 18. März 2014
Körpersprache, also die Verständigung über Mimik und Gestik, bestimmt die Kommunikation zwischen Menschen in oft unterschätztem Umfang. Die Bedeutung der non-verbalen Kommunikation wird deutlich, wenn man bedenkt, dass die meisten Fluglinien ihren Business-Kunden die Existenz verdanken. Kunden, die Zeit und Aufwand ihrer Geschäftsreisen aus einem einzigen Grund investieren: sie möchten ihrem Verhandlungspartner gegenübersitzen. Das Gespräch alleine könnte man auch per Telefon schnell und günstig führen - aber ein "Gefühl" für den Anderen kann man eben nur erhalten, wenn man ihn hört und vor allem sieht.

So wundert es nicht: 569 Titel findet Amazon, wenn man den Begriff "Körpersprache" eingibt. Ein Mangel an entsprechenden Ratgebern ist also nicht zu erkennen. Dennoch finde ich das vorliegende Buch "Körpersprache einfach nutzen" bemerkenswert, weil es aus der Masse durch eine Besonderheit herausragt: es stammt nämlich von der "gelernten" Schauspielerin Yvonne de Bark (42).

Diese besonderen Fertigkeiten nutzt die Autorin im Sinne der Sache: Auf der beiliegenden DVD findet man ein Video, in welchem Yvonne de Bark die wichtigsten 15 ihrer Körpersprache-Themen, unterteilt nach "Deutung" und "Einsatz", bespricht und vor allem demonstriert. Wenn man davon absieht, dass eine kleine Pause zwischen den Themen dem Zuschauer die Abgrenzung erleichtern würde - eine oder zwei Sekunden wären da vermutlich ausreichend -, sind diese Videos vorzüglich gelungen. Man würde sich wünschen, dass dieser Teil noch etwas erweitert würde. Wer sich zunächst einmal ein- oder mehrmals das Video anschaut, wird sehr viel aufgeschlossener an die Lektüre des Buchs gehen.

Im Buch selbst spiegelt sich die Aufteilung der CD, lediglich eine zusätzliche, allgemeine Einführung leitet den Leser zum Thema. Das Buch führt natürlich in Breite und Tiefe weiter als die DVD, auch angrenzende Bereiche wie Rhetorik, (nicht nur) mentale Vorbereitung und Outfit werden berührt. Auch hier kann die Autorin, die ja bestens mit dem berühmten Lampenfieber und Castings vertraut ist, gerade für Vorhaben wie Bewerbungen oder Referate etwas mehr beitragen als nur die Erfahrungen einer Seminarleiterin. Am Ende findet man Referenzen zu weiterführenden Videos und Büchern, eine Tracklist der DVD und ein knappes Register.

Yvonne de Bark bemüht sich um einen lockeren Schreibstil in der für Frauen typischen Art mit Späßchen nicht nur aus dem Business-Bereich, sondern auch zu Partner- und Kinderthemen. Auch wenn man das vielleicht ebenso wie der Rezensent nicht so überzeugend finden mag, gestaltet sich die doch recht umfangreiche Lektüre dadurch sicher unterhaltsamer als eine bierernste Fachsprache das erlauben würde.

Inhaltlich fand ich das Meiste überzeugend. Allerdings weiß ich aus eigener Erfahrung, dass man als weder ganz junger noch sehr schlanker Mann einfach deswegen häufig mit gespreizten Beinen dasitzt, weil das Zusammenführen der Schenkel einigen Kraftaufwand erfordert und nach kurzer Zeit ziemlich anstrengt; da entlockt die wohlfeile und pauschale Erklärung, man wolle seine Geschlechtsteile präsentieren, zu einem schon etwas genervten Stöhnen. Wer - ob Mann oder Frau - bei anderen ständig nur auf der Suche nach Geschlechtsteilen ist, wird im Übrigen auch von den engen Jeans-Leggins der Autorin nicht übermäßig daran gehindert.

Auch sollte man noch mehr und noch deutlicher, als es Yvonne de Bark schon tut, auf die Gefahren und die Unanständigkeit eines bewusst manipulativen Einsatzes von Körpersprache hinweisen: Man verspielt unter Umständen die Chance, in einer klaren, unmissverständlichen und glaubhaften Identität aufzutreten. Mir wäre zum Beispiel Frau de Bark eher unsympathisch, weil sie irgendwie nicht stimmig "rüberkommt" - das dürfte auch nicht zuletzt ihrem bemerkenswert sorglosen Umgang mit Manipulation und Lüge zu verdanken sein. Die mit Stolz erwähnten Spielchen mit anderen Menschen, sei es nun mit dem Salzstreuer, beim Flirt oder im Fahrstuhl, zeigen auch, dass man gerade bei psychologischen Beratern manchmal mit reiferen Autoren besser bedient ist.

Insgesamt ist eine solche Kombination aus Buch und DVD aber durchaus zu empfehlen - insbesondere solchen Interessenten, die sich erstmals mit Körpersprache näher befassen wollen. Das solide Taschenbuch vom Humboldt-Verlag ist nicht ganz billig - man darf bei der Preisbeurteilung aber nicht die Produktionskosten eines DVD-Films übersehen, der in diesem besonderen Fall - anders als häufig! - durchaus sinnvoll, bereichernd und somit werterhöhend zu beurteilen ist.

print-jury 4* A1204 © 18.3.2014 ABR 96.001 Rezensionsexemplar


Tal des Raben
Tal des Raben
von Claudia Schwarz
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Raben Schwarz, 15. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Tal des Raben (Broschiert)
Ende 2013 erschien mit „Tal des Raben“ der zweite Band des historischen Romans um Sionnach und Raven von der Nordhorner Autorin Claudia Schwarz. Die Geschichte spielt in den schottischen Highlands des späten 17. Jahrhunderts vor dem Hintergrund einer historisch belegten Auseinandersetzung zweier Clans, die mit der militärischen Ausmerzung eines Clans endet.

Bei Romanen vor historischem Hintergrund mangelt es nicht an berühmten Beispielen. Das - nicht zuletzt durch die Verfilmung - bekannteste Werk dieses Genres dürfte wohl Umberto Ecos "Der Name der Rose" darstellen. Hervorheben möchte ich die in jeder Sicht gelungenen Indianer-Bücher der Thüringer Autorin Antje Babendererde, die natürlich in einer neueren Zeit spielen. Man könnte noch viele nennen, nicht verschweigen möchte ich – auch als Lesetipp - Frank Schätzings „Tod und Teufel“.

Die Handlung von „Tal des Raben“ ist rasch skizziert: Das junge Paar wird nach einer viel zu kurzen, friedlichen, gemeinsamen Zeit in den Strudel der Ereignisse gerissen und getrennt. Sionnach kommt ausgerechnet bei einem Edlen des feindlichen Clans unter. Dort gebiert sie auch Ravens Tochter Edana. Aber nach der glücklichen Wiedervereinigung mit Raven steht das Misstrauen über die Vaterschaftsfrage zwischen den Eheleuten. Außerdem spitzt sich der Konflikt der Clans zu…

Durch viele Details aus dem täglichen Leben der Hochlandbewohner dieser Zeit versucht Claudia Schwarz, der Erzählung eine gewisse Authentizität zu verleihen. Ein paar eingestreute gälische Begriffe verstärken diesen Eindruck. Dass eine Mutter von drei Kindern eine realistische Schilderung einer Geburt vornimmt, soll nicht in Frage gestellt werden.

Vielleicht auch, weil ich den ersten Band nicht kannte, wirkt die Vielzahl der umfangreichen und komplexen Namen der Clan-Mitglieder zunächst einmal verwirrend. Das verlangt vom Leser eine ähnliche Konzentration wie bei dem in dieser Kategorie unschlagbaren Boris Pasternak. Vielleicht, weil die Ausrichtung der Erzählung wohl mehr auf junge Frauen zielt, hat mich, einen vielbelesenen Senior, das Buch aber auch von den Abläufen her leider nicht erreichen können.

Eine Ursache mag in der etwas holprigen, wenig geschmeidigen und gelegentlich angestrengt wirkenden Erzählweise liegen, bei der man manchmal fast die charakteristisch karge, norddeutsche Diktion zu „hören“ glaubt. Die geschichtlichen Betrachtungen bleiben für meinen Geschmack gemessen an dem Anspruch „historischer Roman“ zu sehr im Oberflächlichen, die Figuren bescheiden sich mit schlichtem Denken und recht platten Weltmodellen.

Zwischen den eingangs erwähnten Titeln und dem „Tal des Raben“ liegen – leider nicht nur geographisch und zeitlich – Welten. Dennoch kann man sich einen bestimmten Typ junger Leserinnen vorstellen, der an Bücher dieser Art aufgeschlossener als der Rezensent herangeht und Freude an der Lektüre findet.

print-jury 3* A1203 © 15.3.2014 ABR 969.273 Rezensionsexemplar

Anmerkung: So viele Rechtschreibefehler, wie die Autorin offensichtlich befürchtet, habe ich nun auch wieder nicht gefunden. Den doppelten Satz am Ende der Seite 399 könnte der Verlag bei künftigen Auflagen vielleicht dennoch entfernen – die nörgelnden Lesern spöttisch versprochene Zusendung eines signierten Exemplars kann in meinem Fall gerne unterbleiben.


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