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jury
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Selbstversorgung aus der Natur mit essbaren Wildpflanzen
Selbstversorgung aus der Natur mit essbaren Wildpflanzen
von Constanze von Eschbach
  Broschiert
Preis: EUR 14,95

30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Voll im Trend, 11. September 2013
In manchem Überlebensratgeber wurde in letzter Zeit auf die Vielfalt nützlicher Wildpflanzen hingewiesen, die für Kundige in unserer Umgebung zum Nulltarif und dazu noch hoffentlich frei von Pestiziden zur Selbstversorgung zu Verfügung stehen. Dabei tauchte gelegentlich Kritik auf, dass die aufgeführten Beispiele nicht ausführlicher behandelt worden sind.

Nun, genau diese Lücke füllt Constanze von Eschbach in für meinen Geschmack optimaler Weise.

Das vorgestellte Pflanzensortiment enthält sicher nicht jedes Kraut, das man noch irgendwie in der Küche verwenden könnte, dürfte aber mit 50 Beispielen einen guten und hinreichend umfassenden Überblick bieten. Dabei wird jede Pflanze auf 2-3 Seiten vorgestellt. Man erfährt, wo man sie findet, wie man sie erkennt, wann man sie sammeln sollte, welche Teile verwertbar sind, warum sie uns nützen und was man damit zubereiten kann.

Auf den Katalogteil von knapp 150 Seiten folgt der Küchenteil mit vielen wichtigen Hinweisen und Rezeptbeispielen, die Einsteigern den rechten Weg weisen und Fortgeschrittenen Anregungen zu weiteren Experimenten liefern.

Trotz der vielen und hochwertig gedruckten Fotos bleibt das Ganze handlich und findet bei der nächsten Wanderung sicher Platz im Rucksack. Für spätere Auflagen würde ich anregen, eventuell den Pflanzenteil und den Küchenteil in zwei Büchlein aufzuteilen.

Ein echter Helfer für Menschen, die sich jenseits des Supermarkts gesünder und leckerer ernähren wollen!

print-jury 5* A1174 © 11.9.2013 ABR 9.297 Rezensionsexemplar


Vogue on Christian Dior
Vogue on Christian Dior
von Charlotte Sinclair
  Gebundene Ausgabe

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zurück zur Kultur?, 8. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Vogue on Christian Dior (Gebundene Ausgabe)
Vogue-Redakteurin Charlotte Sinclair hätte sich vermutlich kein besseres Thema für ein Buch wünschen können als das Leben und die Karriere des vielschichtigen Christian Dior, der nach der zweckmäßigen Versachlichung der Mode-Revolutionärin Coco Chanel für viele die Haute Couture wieder dorthin holte, wo sie nach Meinung der Upper Class hingehört: Zu den Luxus-verwöhnten Damen der Gesellschaft.

Endlich war es wieder vorbei mit der Bequemlichkeit, die Damen durften sich wieder in "atemberaubende" Korsetts zwängen. Für den homosexuellen Dior war "feminin" ein Synonym zu Luxus, das Werk des Modeschöpfers eine der Schönheit der Frau gewidmete Architektur.

Wie in der "Vogue on" - Reihe üblich, führt Charlotte Sinclair durch Leben und Werken des Meisters. Angereichert ist das Büchlein mit reichlich Fotomaterial aus den Archiven des weltweit führenden Modemagazins.

print-jury 5* A1173 © 8.9.2013 ABR 73.988 Rezensionsexemplar


Vogue on: Alexander McQueen (Vogue on Designers)
Vogue on: Alexander McQueen (Vogue on Designers)
von Chloe Fox
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 16,95

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das "enfant terrible" der Mode aus Sicht der Fachwelt, 7. September 2013
"Regeln brechen" hieß das Motto von Alexander McQueen, dessen kurzer, kometenhafter Aufstieg, aber auch sein tragisch frühes Ende, selbst in der an Verrücktheiten reichen Modewelt seinesgleichen suchen.

Vom Herren-Schneider über die Designer-Position bei Givenchy und Gucci führte sein Aufstieg zum Zaren des eigenen Labels. 2010 endete die Star-Karriere des 41-Jährigen mit einem Drogencocktail.

In der Reihe "Vogue on" wurden wie stets Beiträge des bedeutendsten Modemagazins weltweit über Alexander McQueen durch Chloe Fox, die frühere Leiterin der Bogue-Kulturredation zusammengestellt. Der reich bebilderte Band bietet einen guten Überblick über des Leben des schrägen Genies, in welchem auch Beispiele tragbarer Schöpfungen Raum gefunden haben.

print-jury 5* A1172 © 7.9.2013 ABR 8.357 Rezensionsexemplar


Deutschland vor dem Kollaps: Warum es zum Staatsbankrott kommen muss!
Deutschland vor dem Kollaps: Warum es zum Staatsbankrott kommen muss!
von Michael Grandt
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

29 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel Wichtiges auf einen Blick, 7. September 2013
Wenn ich richtig gezählt habe, präsentiert Michael Grandt mit "Deutschland vor dem Kollaps" den 7. Krisenratgeber. Wer noch keinen dieser Titel im Regal stehen hat, sollte jetzt wirklich zugreifen - denn der Horizont spannt sich, von heute aus gerechnet, zwischen 5 und 15 Jahren, und Grandt kann eine ganze Liste erfolgreicher, weil inzwischen eingetretener, Prophezeiungen für sich in Anspruch nehmen.

Wie der Titel schon sagt, geht es in diesem Buch überwiegend um das Bündel von Gründen, warum der Kollaps unausweichlich ist. Angesichts der bevorstehenden Wahl möchte ich ergänzen: Man findet dort auch reichlich gute Gründe, warum es das Allerletzte wäre, Anti-Demokraten, Verfassungsbrecher oder notorische Lügner wie z.B. Merkel oder Steinbrück zum Kanzler zu wählen. Jedenfalls leistet Grandt hier ganze Arbeit: Wer's nach der Lektüre immer noch nicht begriffen hat, dem ist nicht zu helfen.

Im letzten Teil des Buchs stellt Grandt ein Bündel von vorbeugenden Maßnahmen zusammen, mit denen man - mit etwas Glück - wenigstens einen Teil des hoffentlich vorhandenen Vermögens über den Kollaps hinüberretten kann. Allerdings wird nicht jeder die Meinung des Autors teilen, dass die nimmersatten Chaos-Regierungen der nahen Zukunft ausgerechnet vor dem gut mit Gold gefüllten heimischen Tresor haltmachen werden. Wer's erträgt, kann mal selbst nachrechnen: Eine Verschuldung von 2,4 Billionen Euro ergibt ein zu beschlagnahmendes Vermögen von 30.000 Euro pro Kopf der deutschen Bevölkerung. Da sind die "inoffiziellen" Schulden noch nicht mal annähernd eingerechnet. Und ganz sicher werden sich weder Arbeitslose noch Sozialhilfeempfänger noch Superreiche noch Politiker am Ausgleich dieser Schulden beteiligen. Irgendwo scheint Grandt selbst immer noch auf Reste von Recht und Ordnung zu hoffen, obwohl er selbst detailliert aufzählt, dass die Vergangenheit zeigt, in welcher brutalen Härte unser Staat jedes Mal gegen die Mittelschicht vorgegangen war.

Wer glaubt, Grandt sähe zu schwarz, sei an hochkarätige Pessimisten erinnert, gegen die dieses Buch geradezu lahm klingt. In Klartext übersetzt, steht da nichts anderes als: Jean-Claude Juncker befürchtet nichts weniger als einen Krieg - aufgrund der Überschuldungs-Situation. [1] Auch CIA Director Michael V. Hayden hält europaweite Bürgerkriege für wahrscheinlich. [2]

Zusammenfassend kann man den mit aktuellen Beispielen bis zur Zypernkrise reichlich und übersichtlich ausgestatteten Infoteil nur loben. Die Anmerkungen zur persönlichen Vorsorge hätten für meinen Geschmack detaillierter, praxisnaher und etwas weniger gutgläubig ausfallen können.

print-jury 5* A1171 © 7.9.2013eg ABR 140.260 Rezensionsexemplar

[1] "De Premier huet - e bësse prophéitesch - gewarnt, d'Joer 2013 kéint e Virkrisejoer ginn wéi d'Joer 1913, wou all Mënsch u Fridde gegleeft huet, ier de Krich koum." (RTL Luxemburg)
Übersetzung auf Deutsch: "Der Premier hat - ein wenig prophetisch - gewarnt, das Jahr 2013 könnte ein Vorkriegsjahr werden wie das Jahr 1913, wo alle Menschen an Frieden geglaubt haben, bevor der Krieg kam."

[2] Washington Post vom 1. Mai 2008: "Europa werde weiterhin ein starkes Anwachsen der moslemischen Bevölkerungsgruppe zu verzeichnen haben. Zugleich würden die Geburtenzahlen der alt eingesessenen europäischen Bevölkerung weiter sinken. Die Integration dieser moslemischen Migranten werde die europäischen Staaten vor große Herausforderungen stellen - und das Potential für Bürgerkriege und Extremisten deutlich erhöhen."
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 14, 2015 5:42 PM CET


Kokosöl: Das Geheimnis gesunder Zellen
Kokosöl: Das Geheimnis gesunder Zellen
von Bruce Fife
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 14,95

28 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Begeisterte Ode an die Kokosnuss, 2. September 2013
Schon oft habe ich die Erfahrung machen dürfen, dass es sich lohnt, Büchern aus dem Kopp-Verlag auch dann eine Chance zu geben, wenn der Titel auf den ersten Blick vielleicht nicht so vielversprechend aussieht. Ein gutes Beispiel dafür könnte das neue Buch "Kokosöl" von Bruce Fife bilden.

Massive Marktinteressen der Produzenten und der Industrie treiben über die jeweiligen Lobbyisten und "Wissenschaftler" immer wieder Blüten, und immer wieder fliegen sogenannte Experten, Medien und Verbraucher auf den Leim, der sich nach wenigen Jahren als vergiftet herausstellt. Was wurde nicht alles über Margarine geschrieben! Heute weiß man, dass es sich mit wenigen Ausnahmen um Industriemüll handelt, dessen Transfette mit zum Gefährlichsten gehören, was die Industrie je auf unsere Teller gelogen hat.

Man muss also vorsichtig sein. Das gilt nicht nur für künstlich erzeugte Nahrung, sondern auch für natürliche Produkte. Denn auch dort findet sich inzwischen für fast jedes Pflänzchen eine engagierte Fangemeinde, die von babyglatter Haut über unerschütterliche Manneskraft bis zum ewigen Leben alles verspricht, wenn man nur "ihre" Früchte in erkennbar unsinnigen Mengen verzehrt. Auch in diesen Fällen stehen die Konzentrate merkwürdigerweise rechtzeitig und passend zum jeweiligen Hype in ausreichenden Mengen in den entsprechenden Läden herum. Dahinter stehen oft die gleichen multinationalen Konzerne, die auch die bekannten Gifte unermüdlich in die Nahrung schaffen.

Nun muss man nicht unbedingt im Drogerieregal von Aldi & Co wühlen, um Kokosöl zu finden. Wegen seiner hohen Schmelzwärme wird Kokosfettglasur seit Jahr und Tag zum Beispiel in Eiskonfekt eingesetzt, und der Markenname Palmin wird sicher nicht nur den jüngeren Lesern bekannt vorkommen.

Folglich sollte man, wenn man dieses an sich durchaus empfehlenswerte, aber auch einseitig auf die Vorzüge von Kokosöl konzentrierte Buch studiert, im Geiste auch stets die Gegenargumente erwägen. So ist die Ursache von Karies keineswegs unbekannt - die gleichzeitige Einwirkung von Säuren und Zucker, idealerweise in Form von süßsauren Bonbons, Coca-Cola und anderen gesäuerten und gezuckerten "Erfrischungs"-Getränken verursacht bereits nach wenigen Tagen Karies. Zu diesen Verursachern zählen selbstredend auch vermeintlich "gesunde" Getränke wie Apfelsaft oder Orangensaft. Auch deutsche Eltern erproben dies seit Jahr und Tag in gigantischen Studien an ihren Kindern. Und, wie man sich leicht überlegen kann, verschwinden diese Ursachen nicht, wenn man etwas Kokosöl dazutut, wohl aber, wenn man die Süßgetränke weglässt.

Relativieren muss man auch scheinbar absolute Angaben wie "tierische Fette enthalten...". Wie tierische Fette zusammengesetzt sind, hängt nämlich erheblich von der Ernährung der armen Tiere ab. Kühe oder Hühner, die natürlich leben, nämlich ohne "Kraftfutter", erzeugen und bilden sehr viel bekömmlichere Nahrung für den Menschen. Insbesondere finden sich bei wirklich - nicht nur in Werbefilmen - freilaufenden Hühnern und Kühen, die wirklich auf der Weide stehen, sehr viel weniger gesättigte Fettsäuren in Fleisch, Milch, Butter und Eiern. Auch diese Wirkungskreise haben nicht das Geringste mit Kokosprodukten zu tun, wenn man davon absieht, dass Kokos-Pressreste bei der Herstellung von Tierfutter eingesetzt werden.

Skepsis ist also ein guter Begleiter, wenn man sich den begeisterten Elogen eines Nahrungsmittelfans aussetzt. Wer den Blick auf das Ganze allerdings nicht aus dem Auge verliert und einkalkuliert, dass hier und da über das Ziel hinausgeschossen wird, kann sicher viel Interessantes über den Einsatz von Kokosöl in unserer Ernährung erfahren.

print-jury 5* A1169 © 2.9.2013eg ABR 2.704 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 29, 2015 11:23 PM MEST


Vogue on Elsa Schiaparelli
Vogue on Elsa Schiaparelli
von Judith Watt
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebesträume zum Tragen, 2. September 2013
So kann man es auch machen: Frau zieht sich ein selbstentworfen- und gefertigtes Designerstück selbst an, besucht - so ausgestattet - eine Modenschau und lässt sich entdecken.

Rechnet man den Lauf der Zeit dazu, war die 1973 verstorbene Elsa Schiaparelli fast so irre wie McQueen, aber im Gegensatz zu diesem zeitlos kleidsam.

Wer die femininen, farbenfrohen und manchmal sogar verrückten Kreationen der italienisch-französischen Modeschöpferin mag, wird an diesem lesenswerten Büchlein viel Freude haben.

print-jury 5* A1168 © 2.9.2013 ABR 693.431 Rezensionsexemplar


Sicherheit im Internet für alle
Sicherheit im Internet für alle
von Thorsten Petrowski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 7,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Wichtige verständlich dargestellt, 20. Juli 2013
Die größte Sicherheitslücke bei Computeranwendungen wird durch naive Anwender aufgetan. Thorsten Petrowski spricht in seinem kompakten Buch "Sicherheit im Internet für alle" genau diesen Otto Normalverbraucher an, der zwar täglich liest, wie wieder einmal Datendiebstahl im Großen betrieben wurde, aber fest überzeugt ist, dass das mit seinem PC zuhause nichts zu tun hat.

Systematisch führt das Buch durch alle relevanten Bereiche, vermeidet dabei weitgehend technischen Jargon und betont vor allem immer wieder die Gefahren des Leichtsinns. "Sicherheit" beschränkt sich dabei nicht nur auf Datensicherung, sondern auch auf Fallen, die dem Anwender durch unseriöse Anbieter und gierige Rechtsanwälte gestellt werden.

Das alles bewegt sich auf einfachem, verständlichen Niveau und könnte damit genau den Bedürfnissen der breiten Masse der Anwender genügen - jedenfalls, wenn diese Klientel sich bewegen lässt, ein solches Buch zu kaufen und zu lesen. Daran dürfen Zweifel bestehen, was man natürlich nicht dem Autor anlasten muss. Für Computeranwender, die gelegentlich in eine Fachzeitschrift oder die Wikipedia hineinschauen, wird die Lektüre dieses Buchs wohl selten neue Einsichten öffnen; aber irgendetwas, was man noch nicht gewusst hat, findet man bekanntlich immer.

Das Büchlein wirkt übersichtlich und aufgeräumt. Durch eine gute Gliederung, ein Register und ein durchdachtes Inhaltsverzeichnis findet man bei späterem Nachschlagen das Gesuchte überraschend leicht.

print-jury 5* A1166 © 20.7.2013 ABR 11.517 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 16, 2013 8:39 PM MEST


Kolloidales Silber: Das Kompendium der Alternativen Silberheilkunde
Kolloidales Silber: Das Kompendium der Alternativen Silberheilkunde
von Oliver Franneck
  Gebundene Ausgabe

16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutmaßlich, 7. Juni 2013
Wenn Autoren Heilungschancen gegen Krebs und HIV in Aussicht stellen, sollte man sich jedenfalls mal anhören, was sie zu sagen haben - das gilt natürlich auch für das neue Buch "Kolloidales Silber" von Oliver Franneck.

Skeptische Menschen wie der Rezensent tun sich zugegebenermaßen schwer, wenn (S. 47 ff) mehr als 100 Krankheiten aufgezählt werden, die durch das Heilwasser wirksam bekämpfbar sein sollen. "Sein sollen" zieht sich durch das gesamte Buch, denn der Autor gibt sich hinsichtlich Fakten und Versprechungen sehr vorsichtig - er beschreibt, wie thematisiert, "mutmaßliche" Heilungsmethoden.

So macht auch das einführende Kompendium über die Rechtslage in USA, EU, Deutschland, Österreich und der Schweiz Sinn, weil es einen Einblick in die Bandbreite der Diskussion gibt. Die geschichtlichen Exkurse belegen, dass der Einsatz von kolloidalem Silber als Antibiotikum eine lange Tradition hat. Nun haben Ärzte zu allen Zeiten alles gegriffen, was verfügbar war, und damit Behandlungen vorgenommen. Der große Vorteil ärztlicher Maßnahmen liegt ja bekanntlich darin, dass die Therapie nur gewinnen kann: Genest der Patient, war es sowieso das Verdienst des Arztes. In jedem anderen Fall wäre die Krankheit ohne die Medikation noch schlimmer verlaufen. Und im Rechnungs-begleitenden Schluss-Satz "Wir haben getan, was wir konnten" liegt - genau gelesen - viel ewige Wahrheit.

Der Einsatz metallischer Antibiotika hat natürlich nachgelassen, seit die Pharma-Konzerne darüber bestimmen, was unser Körper braucht. Vielleicht aber werden Stoffe wie Arsen oder eben kolloidales Silber wieder modern, wenn sich kein Erreger mehr über Penicillin grämt. Allen Antibiotika gemein jedoch dürfte die ewige Hoffnung sein, sie würden in unserem Interesse selektiv wirken - eine Hoffnung, die ebenso hinfällig ist wie die auf ewiges Leben.

Jeder muss letztlich selbst entscheiden, ob er in der Tradition ärztlicher Forschung seinen Körper für Experimente hergibt und ob er organische oder anorganische Giftstoffe vorzieht.

Vieles, was man über kolloidales Silber wissen und ahnen kann, hat Oliver Franneck jedenfalls sorgfältig zusammen getragen, so dass man als Behandlungswilliger auf breite Information zugreifen kann.

print-jury 5* A1165 © 7.6.2013 ABR 47.345 Rezensionsexemplar


Das große Buch der Gewürze. Von Bittersüß nach Feuerscharf - mit 600 Rezepten: Der Reiseführer durch die Welt der Gewürze
Das große Buch der Gewürze. Von Bittersüß nach Feuerscharf - mit 600 Rezepten: Der Reiseführer durch die Welt der Gewürze
von Bettina Matthaei
  Gebundene Ausgabe

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekt zubereitet, 15. Mai 2013
Bettina Matthaei hat nicht nur ein ganzes Regal voller Kochbücher verfasst - sie betreibt zusammen mit ihrer Tochter Katharina Wilck seit gut 10 Jahren in Hamburg die Gewürzmanufaktur "1001 Gewürze". Ihr Beitrag zum "Mutter-Tochter-Unternehmen" liegt nach ihren eigenen Worten darin, die "die Nase des Unternehmens" zur Verfügung zu stellen. Zudem entwickelt die vielseitige Grafikerin neue Gewürzmischungen und schreibt die Rezepte dazu.

So konnte es nicht ausbleiben, dass früher oder später auch "Das große Buch der Gewürze" mit dem schönen Titel "VON BITTERSÜSS NACH FEUERSCHARF" erschien, in welchem Bettina Matthaei ihre ganze Erfahrung zusammenfassen konnte.

Den erforderlichen internationalen Touch verdankt die Autorin ihrer Seminartätigkeit für Hapag Lloyd auf der "MS Europa", wo sie bereits 15-mal den Passagieren die Seetage in Gewürz-Workshops spannend gestalten konnte. Es ist eben schon etwas Besonderes, an den verschiedensten Winkeln der Welt die Pflanzen selbst kennenzulernen, die später den Speisen einen besonderen Charakter schenken.

Das Buch aus der Collection Rolf Heyne ist nach 49 Gewürzen oder Gewürzgruppen gegliedert. Aber es möchte nicht nur ein Lexikon bieten, sondern auch ein Gewürz-orientiertes Kochbuch, welches mit Gerichten, bei denen die entsprechenden Aromen besonders gut zur Geltung kommen, dem Leser oder der Leserin Anregungen für eigene kulinarische Experimente liefert.

Das Auge wird durch eine angenehm schlichte Fotografie und ein dezentes Layout verwöhnt. Durch die relativ kleine, aber gut lesbare Type und das große Format von 19 cm x 25 cm findet man eine Fülle von Material, die man auf den knapp 300 Seiten normalerweise nicht erwarten würde. Nicht zuletzt nahm sich die Autorin die Zeit für ein umfangreiches Register.

Ein Buch, das in keiner ambitionierten Küche fehlen sollte - und ein sicher willkommenes Geschenk auch für Kochfreunde, die ansonsten "schon alles haben".

print-jury 5* A1164 © 15.5.2013 ABR 34.637 Rezensionsexemplar


Trust - Blindes Vertrauen [Blu-ray]
Trust - Blindes Vertrauen [Blu-ray]
DVD ~ Clive Owen
Wird angeboten von schnuppie83
Preis: EUR 8,99

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wirrer Film - interessante Fragestellungen (SPOILER!), 18. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Trust - Blindes Vertrauen [Blu-ray] (Blu-ray)
Offensichtlich war das Team um Regisseur David Schwimmer fest entschlossen, sich nicht festzulegen bei ihrem als Thriller getarnten und in keiner Richtung durchdachten "Problemfilm". Insofern stimmt die TV-Movie-Werbung: Dieser Film ist frei von Klischees - er ist sogar beinahe frei von allem, was mit Aussage zu tun hat. Das Öffentlich-Rechtliche muss von solchen Filmen feucht träumen - immerhin wurden für aufmerksame Zuschauer einige Haken in die plakativ-vordergründige Handlung eingebaut.

Die 14-jährige Annie (Liana Liberato) mag endlich mal mit Menschen spielen. In einem Erotik-Chat und in endlosen Telefonaten lässt sie es voll raus - volle Lehrstunde für Telefonsex-Fans. Pech für das Mädchen aus höchst ordentlichen US-Mittelklasse-Verhältnissen: Ihr Chat-Partner ist etwas älter als 16 - 20 Jahre älter, um genau zu sein. Was soll's - wenn die Liebe ruft, geht man trotzdem mit auf's Hotelzimmer.

Annie wirkt noch recht kindlich, und der smarte Freier drängelt ganz schön - dennoch wird klar, dass "sich kein Mensch aufregt, wenn eine meiner Klassenkameradinnen mit dem halben Baseballteam vögelt."

Wie US-Amerikaner mit so etwas umgehen, kann man sich spätestens seit Polanski gut vorstellen - und doch, im Film wird es noch schlimmer. Da rückt das FBI an, der Vater dreht durch und will zum Killer mutieren, keiner erkundigt sich bei der Kleinen, was nun wirklich im Hotel passiert ist - das wäre auch die falsche Frage gewesen, denn offensichtlich war alles, was geschehen war, einvernehmlich erfolgt - natürlich aber nicht gerade ideal für die Entwicklung eines Teenagers.

Der Vater vergeigt es dermaßen, dass sogar etwas Spannung aufkommt, wie sich die Erzählung da wieder rauswinden würde: In einer trief-rührseligen "ich bin schuld" - Tränen-Szenen wird alles wieder gut. Damit war auch Routinier Cliff Owen sichtlich überfordert, wodurch die Auflösung ebenso unnatürlich wirkte wie weite Strecken der anderen Szenen.

Ganz allgemein gebe ich zu bedenken, dass die bei uns übliche 16-Jahre-Grenze eine willkürliche Linie ist, die - je nach Entwicklung - zu niedrig oder zu hoch liegen kann. Ansonsten müsste man jede Menge Politiker einbuchten, wenn ein Beziehung mit einem 20-Jahres-Unterschied gleich kriminell wäre. Im Film wird einvernehmlicher Sex alleine deswegen kriminalisiert, oft sogar von "Vergewaltigung" gesprochen, weil der Altersunterschied so groß war. Das ist unlogisch und entspricht auch nicht dem Rechtsverständnis der meisten westlichen Kulturen. Insbesondere wird so auch der Tatbestand "Vergewaltigung" in unerträglicher Weise verniedlicht. Es ist nun mal etwas völlig anderes, ob Elemente der Nötigung im Spiel gewesen sein könnten wie im Film, oder ob ein Mensch mit Gewalt und gegen seinen Willen erniedrigt wird.

Unter dem Strich: Der Film wirkt in dieser Besetzung unglaubwürdig, weil das Mädchen zu kindhaft dargestellt worden ist, um eine dermaßen pornografische Phantasie ungehemmt durch die Gegend chatten zu können. Unglaubwürdig war ebenfalls, dass sich dieses Kind darauf einlässt, die Warnungen der Eltern zu missachten und mit einem erwachsenen Mann aufs Zimmer zu gehen. Weiter wirkte das "Ein Mann sieht rot" - Gehabe von Cliff Owen für den dargestellten ruhigen und besonnenen Papi-Typ aufgesetzt.

So wären dem Film an sich nicht mehr als freundliche 2 Sterne zuzugestehen. Wegen der - gerade durch die Ungereimtheiten - Diskussions-anregenden Fragestellungen kann man Menschen, die an der Thematik interessiert sind, dennoch empfehlen, als Basis einer Diskussion den Film anzuschauen.

Das IMDb - Genre "Thriller" sollte man ignorieren - das ist nicht mehr als eine Werbelüge des Verleihs.

film-jury 3* A1162 © 18.4.2013 Genre: Thriller
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Apr 16, 2015 4:33 AM MEST


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