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jury
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China in Gefahr: Wie die angloamerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will
China in Gefahr: Wie die angloamerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will
von William Engdahl
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

48 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diesen letzten großen Krieg haben die USA schon verloren, 11. Januar 2014
Wer im neuesten Buch des Wiesbadener Analysten ein Buch über China vermutet, hat nur zum Teil Recht. Schon der Untertitel "Wie die amerikanische Elite die neue eurasische Großmacht ausschalten will" verrät, dass es eigentlich auch darum geht, ob der Rest der Welt die USA überleben kann. Wobei der angloamerikanischen Eroberungsgier auf Zeit wohl kaum ein mächtigerer Gegner erwachsen dürfte als eben China - wenn man davon absieht, dass die alles zerstörende Wirtschafts- und Militärphilosophie der angeblichen Führungsmacht ihren eigenen Bürgern mindestens ebenso schadet wie anderen.

Ich persönlich finde ja den US-Lebenstil, auch stolz "american way of life" genannt, einfach wundervoll. Man ruiniert sich mit 4 Autos pro Familie die Lunge und macht sich für sein Leben finanziell abhängig. Reichlich Psychopharmaka [1] und Lebensmittelgifte wie Aspartam und Glutamat [3] stellen das Hirn auf Wegdenken, Fluor im Trinkwasser sediert aufsässige Geister und durch Weichmacher, lebensvernichtende Stoffe und Genfood werden überholte Strategien wie die menschliche Fortpflanzung einfach abgestellt. Weil Kreativität und Intellekt in dieser betäubten Dekadenz zu weit absinken, um die monströse Verschwendung aller Ressourcen zu finanzieren, überfällt man halt reihum den Rest der Welt und stiehlt, was man gerne haben möchte. Das Ganze nennt man dann "Verteidigung der Freiheit" - schließlich muss man immer irgendwelchen Rebellen helfen, die jeweilige Regierung zu stürzen. Der Arm des Meinungsterrors schließlich reicht von einer fast vollständigen Beherrschung der großen Medien in allen westlichen Staaten bis in die letzten Winkel, sogar - wie man hier sieht - bis in Rezensionsforen: Abklicks, noch bevor die Tinte trocken ist...

Doch - nach diesem kleinen, persönlichen Background-Ausflug - zurück zu Engdahl: Vieles, was scheinbar nur mit den USA und China zu tun hat, betrifft uns vor der eigenen Haustüre. So schildert Engdahl detailliert, dass es sich bei der Griechenland-Eurokrise um eine ganz normale Routine-Destabilisierung der US-Regierung gehandelt hat, die zuvorderst dazu diente, die von den gewaltigen chinesischen Dollarvorräten bedrohte US-Währung durch gezielte Schwächung des Euro zu stützen.

Wenn man solches liest, erschließen sich dem Verständnis gleich weitere "Merkwürdigkeiten" wie der Druck, den die US-gesteuerte Türkei in Richtung eines EU-Beitritts auszuüben gewohnt ist. Aber auch der Eifer, mit dem die immer noch am Tropf von US-Diensten wie der CIA hängende westdeutsche "freie" Presse in allem zeigt, was das wirtschaftsstärkste Land Europas so schwächen könnte, dass es dem US-Weltmachtbestreben keine unnötigen Steine in den Weg legen dürfte. Schließlich würde kein vernünftiger Deutscher freiwillig unsere Sozialsysteme durch die verantwortungslose Öffnung der Grenzen für die übelsten Vertreter inkompatibler Kulturen ruinieren. Aber die CIA-gegründeten "Leitmedien" Süddeutsche Zeitung und DER SPIEGEL treiben ja seit Jahren erbarmungslos eine Weltanschauung vor sich her, nach welcher unser Land für die Finanzierung einkommensschwacher Vorderasiaten mit niederem Länder-IQ und hohem religiösem Fanatismus eine natürliche Grundverantwortung tragen müsste. Der geneigte Leser möge mal darauf achten: Alles, was insbesondere DER SPIEGEL gegen die Interessen unseres Landes vorantreibt, von Monsanto Gen-Getreide bis zur Aufgabe unserer Souveränität, dient natürlich der Schwächung Deutschlands und damit den US-Interessen.

Insofern ist dieses Buch weit mehr als ein Buch über den schon lange nicht mehr nur unterschwelligen Konflikt zwischen den USA und China. Schließlich haben wir zu erheblichen Anteilen die Kosten der jüngsten afrikanischen Eroberungskriege der USA mitgetragen - Kriege, die vor allem die strategische Bedeutung besessen haben, diese Länder und ihre Regierungen wieder aus fruchtbaren und funktionierenden Bündnissen mit China herauszubomben. Zum Glück haben China und Russland in der von den USA und GB angeheizten, organisierten und finanzierten Syrien-Krise genug Druck ausüben können, dass der von den USA geplante heiße Krieg, der natürlich auch wieder über die NATO zu unseren Lasten betrieben worden wäre, zumindest mal verschoben werden musste. Sonst hätten wir unsere Wirtschaftskrise schon heute...

Doch es sind nicht nur militärische Auseinandersetzungen, mit denen die USA ihren selbstgewählten Hauptfeind auf dem Weg zur alleinigen Weltbeherrschung überzieht. Schließlich geben die USA kaum mehr für Kriege aus als die nächststreitbaren 42 Nationen der Erde zusammen. (S. 153) Da gewinnt die Vokabel "defense" nochmal eine ganz besondere Bedeutung. Engdahl sortiert seinen perimilitärischen Stoff nach Kriegsvarianten: Auf den bereits erwähnten Währungskrieg folgen Ölkriege, Nahrungsmittelkriege, Gift- und Medikamenten-Kriege, insbesondere natürlich neue Opiumkriege, Umweltkriege und Wirtschaftskriege. Sogar in unserer restriktiven Presse konnte man bereits in Ansätzen Medienkriege, insbesondere im Internet, verfolgen.

Wenn man eine Gemeinsamkeit der einzelnen Vernichtungsstrategien erkennen kann, dann dürfte das die Tatsache sein, dass die USA zwar vermutlich planen, politische Gegner auszuschalten, tatsächlich aber in unfassbarer Brutalität und Kurzsichtigkeit einen hochwirksamen Krieg gegen das menschliche Leben an sich führen - auch und vor allem im eigenen Land. [2] Worüber sich echte US-Patrioten in diesem Zusammenhang freuen dürften: Sie werden diesen Krieg, soweit man das heute absehen kann, ohne den geringsten Zweifel innerhalb weniger Generationen gewinnen. Sollte es aber tatsächlich in 100 Jahren noch menschliches Leben geben, dann wohl eher in China als in den USA. Und ob benachbarte Nationen mehr Angst vor Chinas Raketen als vor dem Sicherheitsstandard von GE-Atomkraftwerken und der Sterilisation durch Monsanto-Agrarprodukte haben müssen, ist doch sehr fraglich. Dort, wo China international aktiv geworden ist wie in Afrika, sieht man ja wohl eher einen freundlichen und partnerschaftlichen Imperialismus als die Völkermorde, die ebenda durch US-Politik verursacht worden sind.

An dieser Stelle möchte ich doch auch etwas Kritik einfügen. Die Darstellung Engdahls spitzt beispielsweise den erfolgversprechenden Kampf der Chemieindustrie gegen das Überleben der Menschheit so zu, als hätte man ihn in finsteren strategischen Kreisen ausgedacht, um die chinesische Bevölkerung auszudünnen. Man darf aber nicht übersehen, dass gerade in diesem Bereich unsere in Sachen Menschenvernichtungsmittel stets besonders rührige und erfolgreiche Chemieindustrie - hier Bayer - federführend bei der Entwicklung der Nicotinoide zeichnet. Und dass sowohl die USA als auch die europäischen Industrienationen zunächst einmal - und erfolgreich - bemüht waren, ihrer eigenen Tierwelt - man denke an die Bienen! - das Weiterleben zu vergällen. Auch die mit diesen Giften erzeugte Unfruchtbarkeit ausgerechnet am eigenen Kämpfer-Nachwuchs auszutesten, verrät ja wohl weniger einen Plan als die absolute Planlosigkeit, in der die sorgfältig auf Dummheit selektierten Spitzen von Wirtschaft und Politik ihre letztlich schließlich selbstzerstörerischen "Strategien" lancieren. Eigentlich führen die in westlichen Ländern herrschenden Industriekomplexe weniger einen Kampf gegen bestimmte Staaten wie beispielweise China - sie kämpfen mit großem Erfolg gegen Intelligenz und damit gegen das Überleben aller.

Die wenigen Überlebenden der Menschheit werden in einem Jahrhundert nicht leicht entscheiden können, welche Strategie unserer Tage letztlich hauptsächlich für die Zerstörung des organischen Lebens, wie wir es kennen, verantwortlich war. Jedenfalls leben wir in einer Zeit, in der beliebig gefährliche Produkte praktisch ohne Einschränkung hergestellt werden können. Auch die wenigen Familien - Engdahl erwähnt die Namen Rockefeller und Rothschild - die praktisch die Waffen-, Chemie- und "Nahrungs"mittel-Industrie dominieren, haben in letzter Konsequenz keine erkennbare Überlebens-Alternative: Sie, ihre Kinder und Kindeskinder, falls es denn überhaupt noch welche geben wird, können sich einer Verstrahlung ebensowenig entziehen wie den von ihnen produzierten Brutalgiften oder den lebensfeindlichen Designer-Genen, die sie so eifrig entwickeln und produzieren ließen.

Was die Schwarz/Weiß-Malerei angeht: Auch China war stets gerne eine Nation, die sich durch Grausamkeiten bis hin zum Völkermord hervorgetan hat. Und die heutigen Probleme Chinas wären ohne eigene Mitwirkung wohl kaum denkbar. Gerade durch das erschreckende Beispiel der USA hätte man in China vorher wissen können, dass Fastfood tötet und die Volkswirtschaft ruiniert. Ähnliches gilt für den meisten groben Unfug, den die US-Industrie in das Land gebracht hat, insbesondere auch den Schwachsinn, mit dem die Medizinindustrie US-amerikanischen Stils den Menschen Geld und Gesundheit abknöpfen möchte.

China ist zwar ein Land mit ungeheuren Problemen - aber auch großartigen Chancen. Asiatische Länder verfügen über eine nahezu unendliche Tradition. Heute setzen sie dazu an, in einer Parforcejagd die alten Technologienationen niederzureiten: den gewaltigen Ressourcen, der überlegener Länder-Intelligenz und einer auf Familie, Sparsamkeit und Leistung basierender Lebens-Philosophie haben weder die zerfallende alte noch die dekadente neue Welt Vergleichbares entgegenzusetzen. Wenn die Chinesen allerdings tatsächlich zunehmend dem dekadenten US-Lebensstil verfallen, wie der Autor befürchtet, werden sie ebenso wie diese daran zugrunde gehen.

So ist auch meine Titelzeile zu verstehen: Den großen Krieg haben die USA schon verloren, haben wir alle verloren - weil die Vergiftung der Menschheit bereits stattgefunden hat. Denn es ist kein Weg zu erkennen, wie wir alle je wieder aus der Verstrahlungs-, Plastic- und Chemie-Falle herauskommen könnten.

Für mich war es das erste Buch von William Engdahl. Ein erstes Fazit: Selbst in dem hohen politischen und journalistischen Niveau, mit dem andere Kopp-Autoren den Leser üblicherweise verwöhnen, nimmt Engdahl aufgrund seiner akribischen und von Fakten und Daten nur so strotzenden Schreibweise nochmals eine Sonderstellung ein. Bei diesem Autor hat das Attribut "Geostrategischer Analyst" seine volle Berechtigung. Die Lektüre vermittelt wie von selbst eine globale Weltsicht. Vieles wird erklärt, über dessen Hintergründe uns unsere US-hörige Regierung und unsere US-abhängigen "Leitmedien" gewohnheitsmäßig, aber leider keineswegs planlos, im Dunkeln stehen lassen. Neben intimen Einsichten in eine skrupellose Machtpolitik betreibt Engdahl quasi nebenher eine umfassende Aufklärung bezüglich übler Industrie-Lügen hinsichtlich Krankheiten, deren Ursachen und deren Behandlungschancen. Davon kann jeder Einzelne ganz persönlich profitieren.

print-jury 5* A1192 © 11.1.2014 ABR 51.927 Rezensionsexemplar

[1] "2008 sind in den Vereinigten Staaten mehr Menschen an der Einnahme von Schmerzmitteln gestorben als an Kokain und Heroin zusammengenommen." (S. 139)
[2] US-Regierungsbehörden kündigten an, dass innerhalb von 30 Jahren jeder US-Bürger an Krebs erkranken wird.
[3] "Der exzitatorische Neurotransmitter Glutamat spielt bei der Entwicklung neurodegenerativer Erkrankungen wie Demenz eine wichtige Rolle." (S. 92)


Faber-Castell since 1761: Die illustrierte Geschichte einer Bleistiftdynastie
Faber-Castell since 1761: Die illustrierte Geschichte einer Bleistiftdynastie
von Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (Hrsg.)
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 58,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsstunde einmal anders..., 6. Januar 2014
Jeder hat schon mal einen Faber-Castell-Stift in der Hand gehabt, vielleicht verbinden sich damit Kindheitserinnerungen oder man nutzt heute noch gern Schreibutensilien von Faber-Castell. Doch wer hat sich schon mal mit dem Entstehen einer solchen Marke auseinandergesetzt?

Wer Freude an einer Geschichtsstunde der etwas anderen Art hat, liegt bei dem vorliegenden Band genau richtig. Gelebte Werte wie soziales Verantwortungsbewusstsein, nachhaltige Bewirtschaftung von landwirtschaftlichen Flächen und ein Blick für globale Tendenzen - dies sind die Grundlagen eines Erfolges über 250 Jahre. Eingebettet in die großen geschichtlichen Ereignisse wird in diesem umfangreichen Band die Entwicklung einer Familie dargestellt, die sich in vielerlei Hinsicht verdient gemacht hat.

Mich hat es fasziniert zu lesen, wie aus einem kleinen Bleistifthandwerksbetrieb mit viel Leidenschaft und Zielstrebigkeit ein Weltkonzern geformt wurde, ohne sich und seinen Werten untreu zu werden. Und genau dies ist die Stärke, die unsere Wirtschaft heute mit vielen kleineren und größeren gewachsenen Unternehmen trägt. Dies ist der Grund, warum auch heute noch "Made in Germany" einen guten Namen hat und es hoffentlich auch noch in Zukunft haben wird. Aber dafür ist es wichtig, dass wir diese Werte weiterleben und an unsere Kinder weitergeben. Dieses Buch zeigt, dass es sich lohnt, diesen Weg zu gehen.

Es gibt viele Biographien, die es Wert sind, dass sie erzählt und aufgezeichnet werden, damit sie nicht irgendwann verloren geht. Faber-Castell ist ganz sicher eine von Ihnen.

print-jury 5* A1190 © 20.12.2013 ABR 356.304 Rezensionsexemplar


Plastic Planet - limitierte plastikfreie Öko-Verpackung [Blu-ray]
Plastic Planet - limitierte plastikfreie Öko-Verpackung [Blu-ray]
DVD ~ Werner Boote
Preis: EUR 19,99

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Butter bei die Fisch!, 20. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Für Schnell-Leser: Wem sein eigenes Leben und das seiner Kinder und Kindeskinder lieb ist, sollte diesen Film gesehen oder das Buch gelesen haben. Es geht bei den Vergiftungen durch Plastik um essenzielle Schäden, die uns alle betreffen - und innerhalb weniger Generationen um das Überleben der Menschheit. Vor allem aber: Jeder Einzelne kann etwas tun! Der Film von Werner Boote zeigt dies in zarter und einfühlsamer Weise so, dass auch die bravsten Schafe noch eine Chance haben, einige wichtige Inhalte aufzunehmen, ohne sich vorher in ihre Scheinwelt zurückgezogen zu haben.

Die Inhalte sind recht simpel zusammenzufassen: Wir leben in einer pervertierten Welt, in der die Industrie praktisch jedes Produkt unabhängig von seiner Schädlichkeit auf den Markt bringen darf. Es ist dann Sache von den Geschädigten, zu beweisen, dass ein Produkt Menschen krank macht und tötet. Ja, die Chemie-Riesen weigern sich sogar unter Berufung auf "Geschäftsgeheimnisse" erfolgreich, die Substanzen zu veröffentlichen, aus denen Massenprodukte wie Verpackungsmaterialien bestehen. Dummerweise verspeisen oder trinken wir Verbraucher diese Schadstoffe aber mit und werden insbesondere von den sogenannten Weichmachern erwiesenermaßen fett, unfruchtbar, impotent und bekommen üble Krebsarten.

Da die Chemie - insbesondere in den USA und in Europa - aber dermaßen mächtig ist, dass eine Politik gegen diese Riesen faktisch unmöglich ist, gibt es kaum eine Chance, auch nur die übelsten Schadstoffe wie Bisphenol-A oder die bekannten Phthalate aus der Produktion zu verbannen. Also werden weiter Babys mit schweren Gehirnschäden geboren, verrecken Kleinkinder an Hodenkrebs.

Aber leider sind die Plastik-Schäden damit noch lange nicht "gegessen". Ein weiteres Kernthema des Films stellen Schäden durch verrottende Kunststoffabfälle dar. Inzwischen schwimmt in den Ozeanen 60-mal mehr Plastikstaub als Plankton. Das nehmen die Fische auf - letztlich besteht unsere eigene Nahrung zunehmend aus Plastikmüll. Im Moment gehen noch diejenigen Lebewesen am frühesten ein, die in der Fresskette vorne liegen, insbesondere Seevögel. Unter dem Strich haben sie es besser getroffen: der Tod z.B. durch Gebärmutterkrebs ist mit längerem und schwererem Leiden verbunden.

Auch mit der beliebten Industrielüge, es gäbe harmlose Plastikprodukte, macht der Film ein Ende: Experten betonen, dass es nach heutigem Stand der Technik keine harmlosen Plastikprodukte geben kann. Auch die zweite Lieblingslüge, nämlich die der "Grenzwerte", wird entlarvt: Selbst allergeringste Spuren der als Hormonschalter wirksamen Substanzen genügen, um schwere Schäden, Fehlfunktionen und Krankheiten auszulösen.

Werner Boote versucht, wie schon erwähnt, sein Thema weich zu vermitteln. Meine Erfahrungen mit der unerträglichen Sorte von Verdrängungsweltmeistern, die z.B. - die Augen fest auf ihre Pensionsansprüche fixiert - unseren Kindern an den Schulen vorlügen, unsere Welt sei fast vollkommen, Hauptsache, man nimmt zum Frühstück seine Ritalin, machen keine große Hoffnung, dass man solchen Leuten "weich" bekommen kann. Die glauben noch, wenn sie ihre zwei Jahre in der Intensivstation auf einen gnädigen Exitus hoffen, sie hätten nur Pech gehabt. Dabei hatten sie in Wirklichkeit Tupperware, Douglas-Düfte, Zahncrème, beschichtete Pfannen und in Vakuumbeuteln gegarte Lebensmittel.

Nein. Der erste Schritt zu einem verändernden Bewusstsein dieser Problematik muss darin bestehen, sogenannten Multiplikatoren die Denkblockaden von der Stirn zu schrauben. Das geht meiner Überzeugung nach nur mit härtester Argumentation. "Leben und leben lassen" ist ein gutes Prinzip - aber bei der Chemieindustrie kann das nicht funktionieren. Entweder, es gelingt - und zwar sehr bald! -, die Chemieindustrie an ihren eigenen Giften eingehen zu lassen, oder wir - die Menschheit - werden es tun.

Denn ganz offensichtlich mangelt es dem Durchschnittsmenschen hauptsächlich daran, das Offensichtliche zum Anlass zu nehmen, sein persönliches Wohlergehen zu sichern. Selbst in meinem angeblich hochgebildeten Bekanntenkreis schaffen es viele nicht einmal, ihr Mineralwasser wieder in Glasflaschen zu kaufen - trotz guten Kenntnissen der Zusammenhänge. Sie kaufen ihren armen Kindern Plastikspielzeug, Plastik-Kleidung und geben ihnen aus Plastik-Verpackungen zu essen und zu trinken - ich sehe das tagtäglich. Diese Eltern gehören wegen vorsätzlicher schwerer Körperverletzung unter Inkaufnahme der Todesfolge hinter Gitter.

Nun, das ist der erste Teil meiner Kritik: Wenn man ein solches Thema anpackt, muss, wie man so schön sagt, "Butter bei die Fisch".

Aber leider gibt es noch mehr zu bemängeln. Natürlich kann man eine CD nur aus Plastik herstellen. Oder? Ich vermute das mal. Aber Verpackungen lassen sich auch aus Karton herstellen, siehe die DVD-Serien der Süddeutschen Zeitung. Das kann eigentlich nicht wesentlich teuer sein. Nun kommt dieser Film auf Blu-ray in einer angeblich umweltverträglichen Verpackung - aber für knapp 20,- Euro?!?!? Warum gibt man den Film nicht für private Kopien frei? Meine Empfehlung: Man schaue sich den Film auf YouTube an. Damit erzeugt man keinen Plastikmüll und spart den überzogenen Kaufpreis.

Wieso finde ich kein Begleitheft bei der DVD? Und wenn es nur ein paar Seiten wären - einige Zitate nach dem Schema: "Harte Aussage" Quelle: ... würden sicher bei vielen helfen, ihre neu gewonnnenen Erkenntnisse zu vertiefen und an andere weiter zu geben.

Letzte Kritik: Eine systematische Analyse verbreiteter Plastikmaterialien hätte nicht die Welt gekostet, würde aber den schamlosesten Lügnern der Chemieindustrie den Wind aus den Segeln nehmen.

Fazit: Trotz allem liefert dieser Film harte Materialien für verbesserte Überlebenschancen und ist daher ein Muss für jeden, der noch nicht in der Intensivstation liegt. Wo man übrigens noch härter als im normalen Leben von kontaminierten Plastikmaterialien der Firma Fresenius Medical Care vergiftet wird.

Ergänzende Empfehlung: Der Film Unser täglich Gift. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen vergiftet von der Filmemacherin Marie-Monique Robin ergänzt die vorliegenden Inhalte durch weitere Gesichtspunkte und verdeutlicht vor allem auch, wie wir von unseren Prüfbehörden jämmerlich im Stich gelassen werden. Außerdem kommen dort nochmal die Gefahrenstoffe Aspartam und Glutamat auf den Tisch. Auch diesen Film muss man nicht kaufen - er wird regelmäßig auf arte gesendet.

film-jury 3* A1189 © 20.12.2013
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 6, 2014 4:13 PM MEST


Brot selbst backen: Rustikale Landfrauenrezepte für Genießer
Brot selbst backen: Rustikale Landfrauenrezepte für Genießer
von Constanze Eschbach
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zum Reinbeißen lecker, 16. Dezember 2013
Constanze von Eschbach, selbst ein Landkind, befasst sich in ihrem neuesten Buch mit "Landfrauenrezepten" zum Brotbacken wie in der guten, alten Zeit.

Für Menschen, die gerne wieder Brot ohne Chemie essen würden, gibt es zum Selbstbacken eigentlich keine Alternative.

Natürlich wird auch auf Holzöfen eingegangen. Anleitungen und Rezepte zielen aber in erster Linie auf den Normalverbraucher, der im häuslichen Backofen seine Brote bäckt. Auf etwa 50 Seiten geht die Autorin äußerst ausführlich auf die theoretischen Grundlagen und natürlich auf alle Aspekte der Praxis ein. Da dürfte auch der Neu-Einstieg in die Backkunst keine unüberwindlichen Probleme bereiten.

Auf über 120 reich bebilderten Rezeptseiten sollten dann auch keine Wünsche übrig bleiben. Das beginnt mit den traditionellen Broten, die früher (und bei glücklichen Besitzern eines solchen Ofens natürlich noch heute) im Holzofen gebacken worden sind. In weiteren Kapiteln werden Rezepte für internationale Spezialitäten, "herzhafte Kleinigkeiten" und - natürlich - "Süßes" ergänzt.

Na, wann ist es bei Ihnen soweit? Wann ist endlich Schluss mit Emulgatoren, Säuerungsmitteln, Farbstoffen, Stabilisatoren und jodiertem Salz? Mit diesem hübschen Büchlein können Sie problemlos den Einstieg in das chemiefreie Backen starten!

print-jury 5* A1188 © 16.12.2013 ABR 50.610 Rezensionsexemplar
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Mar 6, 2014 2:17 AM CET


Der gesunde Genuss: Köstliche Rezepte mit Kokosöl
Der gesunde Genuss: Köstliche Rezepte mit Kokosöl
von Constanze von Eschbach
  Broschiert
Preis: EUR 9,95

13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel fürs Geld, 16. Dezember 2013
Nach einem allgemeinen Teil, der sich vor allem mit den gesundheitlichen Vorteilen von Kokosöl befasst, aber auch praktische Hinweise für Kauf, Aufbewahrung und Zubereitung enthält, steigt Constanze von Eschbach gleich in den zentralen Rezeptteil des Büchleins.

Den Beginn machen kleine Gerichte - dort findet man auch Suppen, Salate, Snacks und Beilagen. Dann folgen "Hauptsachen" zum Sattessen, sowohl vegetarisch als auch mit Fisch, Fleisch und Geflügel. Abgeschlossen wird der Rezeptteil mit "Süßes", worunter neben Desserts auch Leichtes zum Frühstück und Backwaren zu finden sind.

Ein Glossar und ein Rezept-Register schließen ab Seite 110 das Büchlein ab.

Die mit appetitanregenden Fotos dekorierten Rezepte kann man als alltagstauglich, lecker und leicht nachzukochen einstufen.

Für Einsteiger und Liebhaber von Kokosöl eine kleine, konzentrierte und nützliche Rezeptsammlung. Angesichts des günstigen Preises, für welchen man doch eine sehr ansprechende Farbausstattung und Druckqualität erhält, sicher auch ein pfiffiges kleines Geschenk oder Mitbringsel.

print-jury 5* A1187 © 16.12.2013 ABR 15.458 Rezensionsexemplar


Geschichte der Schönheit
Geschichte der Schönheit
von Hans-Christian Huf
  Gebundene Ausgabe

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schöner Zeitvertreib, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Geschichte der Schönheit (Gebundene Ausgabe)
Man hat sich schnell durch die 267 großformatigen, aber licht gesetzten Seiten gelesen. Verblüffend finde ich bei solchen Büchern immer wieder den "Abgang" am nächsten Tag: Was habe ich eigentlich Bleibendes erfahren von Hans-Christian Huf?

Zwar wird tatsächlich, wie auf der Rückseite des Einbands versprochen, erklärt, warum und wie die Chinesen die Füße ihrer Frauen verkrüppeln. Wohingegen eine Diskussion der naheliegenden Zweckmäßigkeit anscheinend nur am Rande interessiert: Könnte das, was wir an anderen Menschen als "schön" empfinden, nicht in erster Linie dazu dienen, gesunde Funktionalität zu signalisieren und abzusichern? Mit ebenmäßigen Zähnen lässt sich nun mal besser kauen, mit geraden, langen Beinen gut laufen und mit einem ausladenden Becken problemloser austragen. Kräftige, glänzende Haare trägt man nur mit gesundem Stoffwechsel und essenzieller Ernährung. Ein perfekter Teint zeigt, dass Rauchen und Naschen nicht zu den unkontrollierbaren Lastern zählen. Wohingegen das Fehlen von Hasenscharte und Damenbart heutzutage angesichts der medizintechnischen Möglichkeiten nicht mehr unbedingt für gute Gene sprechen muss.

Aber darüber ist schon viel geschrieben worden. Hans-Christian Huf beschäftig mehr die definierte Schönheit - sei es durch Philosophien wie bei den chinesischen Stummelfüßen, durch Rechenspielereien wie beim goldenen Schnitt oder durch Übertreibungen wie der Schnürtaille, die, getrieben bis auf Halsstärke, in früheren Zeiten wohl manchen Mieder-Exzess mit dem Tod bestrafte.

Erwähnenswert hätte ich die Parallele zur Jetztzeit gefunden, in der sich Kosmetik-Fans mit synthetischen Geruchstoffen zu verschönern trachten, ohne den geringsten Gedanken auf die karzinogenen Wirkungen der Düfte zu verschwenden. In der selbst in angeblich aufgeklärten Industriestaaten Gesetze verbogen werden, damit irgendwelche religiösen Spinner die Teile ihrer Gläubigen beschnibbeln dürfen. In der Menschen, welche ihre gesellschaftliche Ohnmacht nicht mehr ertragen können, wenigstens an ihrem Körper zerstörerische Macht beweisen können - übrigens mit den gleichen Methoden, derer sich Primitive bedienen, welche die Ohnmacht der Natur gegenüber kompensieren.

So badet der Autor in Beschreibungen und Fotos von Freaks wie dem "Eidechsenmann", vermeidet aber großräumig die Diskussion gesellschaftlicher Tendenzen, welche den Schluss nahelegen, dass wir uns auch hier und heute noch im "Mittelalter" befinden.

Wer sich jedenfalls anhand der Perversitäten anderer und/oder vergangener Kulturen einen leichten Kitzel verschaffen möchte und ansonsten, im bequemen Sessel liegend und einen guten Tropfen genießend, gerne beliebig in schönen Worten und anregenden Abbildungen schweift, wird mit diesem Buch viel Freude haben und sicher nicht seinen Seelenfrieden gefährden.

print-jury 4* A1186 © 16.12.2013 ABR 54.737 Rezensionsexemplar


Cuisine Int. Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Hangar 7. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte: Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Restaurant Ikarus. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte
Cuisine Int. Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Hangar 7. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte: Zehn Jahre kulinarische Überflieger im Restaurant Ikarus. Die weltbesten Köche und ihre Rezepte
von Roland Trettl
  Gebundene Ausgabe

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniale Ideen für engagierte Hobbyköche, 13. Dezember 2013
Meine kochbegeisterte Frau lässt sich keine Folge der Koch-Castingshow „The Taste“ entgehen – dort lernte ich auch den Gastjuror Roland Trettl kennen, einen Mann, der ganz sicher nicht nur vorzüglich kochen kann, sondern auch einen sehr angenehmen Umgang mit den Kandidaten zeigte.

Dem charmanten Südtiroler hatte sich 2003 eine dieser Chancen geboten, die als einmalig im Leben gelten: Er wurde vom Patron Eckart Witzigmann zum Executive-Chef einer wohl erstmals in der Welt realisierten Gastronomie-Idee gekürt, dem „Restaurant Ikarus“ im stylischen Hangar-7 am Flughafen Salzburg.

Die geniale Idee: Monat für Monat – mit Ausnahme des Augusts – übernimmt ein anderer Spitzenkoch die Regie im Ikarus und präsentiert als Gastkoch seine Küche. Selbst die Weltbesten wie noch im Oktober 2013 ein Klaus Erfort aus Saarbrücken kehren für den Ikarus ihrem eigenen Restaurant gerne mal den Rücken, um sich im Hangar-7 "zu verewigen". [1] Solche Koryphäen stellen naturgemäß enorme Herausforderungen für das Küchenteam am Hangar-7 dar, das ja schließlich die anspruchsvollsten und oft auch exotischsten Zubereitungen aus aller Welt umsetzen muss.

Inzwischen funktioniert das Ikarus-Konzept seit 10 Jahren vorzüglich und machte Salzburg als kulinarisches Zentrum weltberühmt – das vorliegende Buch dokumentiert die Highlights dieses Jahrzehnts mit 120 ausgesuchten Rezepten.

Damit unterscheidet sich „Cuisine Int.“ maßgeblich von anderen Büchern, die sich mit Spitzenküche und den Künstlern am Herd befassen. Denn hier lernt man nicht eine Linie eines Kochs kennen, sondern völlig unterschiedliche Philosophien und Konzepte. Was, auch angesichts des enormen Umfang des mehr als 500 Seiten präsentierenden Buchs, bedeutet, dass dieser „Katalog“ tatsächlich auch für den engagierten Hobby-Koch in überdurchschnittlicher Weise von Nutzen sein dürfte.

Die Bandbreite der Gerichte ist wirklich enorm. Von Hausmannskost auf Sterne-Niveau bis zu angesichts exotischster Zutaten und raffiniertester Zubereitung kaum noch für Amateure zu bewältigender Artistik wird man in jedem Niveau Anregungen finden. Auch ist von der Suppe bis zum Dessert jeder Bestandteil eines Menüs vertreten. Teilweise wird aufwändige Küchentechnik eingesetzt, aber das Gros der Rezepte wäre durchaus in normal eingerichteten Heimküchen umzusetzen.

Nicht alles weckt vielleicht Begeisterung. Für meinen Geschmack sollte man wegen der bekannten Weichmacher bzw. Additiv-Problematik gänzlich vermeiden, an Lebensmitteln mit (Vakuum-)Folien zu arbeiten. Schon die Aufbewahrung in Kunststoff-Behältern und -Flaschen reicht aus, um in kürzester Zeit bedenkliche Schadstoff-Konzentrationen in die Nahrung einzubringen - besonders gefährlich wird es bei erhitzten und fetthaltigen Nahrungsmittel. Natürlich wird man in aller Regel "zugelassene" Produkte verwenden, aber die Zulassung wird in kapitalistischen Ländern nun mal durch finanzielle Beiträge der herstellenden Industrie bzw. durch deren Lobbyisten in den Behörden geregelt. Ein erschreckendes Beispiel für zugelassene Additive in PE, dem in Folien meist eingesetzten Kunststoff, findet man beim BfR. [2] Man kann nicht oft genug darauf hinweisen, dass es für hormonell wirksame Substanzen keine „Grenzwerte“ geben kann. Wie praktisch überall ist die Verwendung von Kunststoffprodukten auch in der Küche in keiner Weise unentbehrlich. [3]

Bei der Zusammenstellung der Gerichte wird zudem ein recht großes Gewicht auf Foie Gras gelegt. Da fragt man sich, warum man einerseits keine Meerschweinchen und Schlangen zubereiten wollte, andererseits aber auf die fragwürdig gewonnene Gänsestopfleber nicht verzichten möchte?

Aber auch wenn man solche vom ein- oder anderen Leser vielleicht als bedenklich empfundenen Gerichte oder Bestandteile von Gerichten außen vor lässt, bleibt noch eine Riesenfülle kulinarischer Träume zu entdecken. Ganz nebenher erhält man vielleicht auch noch Anregungen für einen Restaurantbesuch in der Nähe oder beim Urlaubsort.

Die Rezepte sind, wie man es bei Top-Köchen erwarten kann, vorzüglich strukturiert. Zubereitungen werden detailliert und nachvollziehbar erläutert, wobei angenehmerweise auch exotische Zutaten durch beigefügte Erläuterungen erklärt werden. Die großformatigen Fotos der Speisen sind ein Gedicht.

Format und Schrift sind trotz der Fülle an Informationen sowohl auf dem Küchentisch wie auch im Bett angenehm zu handhaben. Der Geruch von Papier und Farben fällt relativ wenig zur Last. Über die „Flugverbindungen“ auf Seite 12/13 oder durch ein Register am Ende des Buchs findet man die gewünschte Destination.

Nachdem im Oktober bekannt wurde, dass Roland Trettl nach zehn Jahren den Ikarus verlässt, stellt das Buch gleichzeitig auch die Dokumentation einer beeindruckenden Epoche dieses herausragenden Kochs und Managers dar.

Natürlich ist ein solches Buch Luxus - aber die Fülle der Anregungen begeistert einfach. Selbst "nur" zum Stöbern oder für die private, kulinarische Weltreise bietet das Buch auf- und anregenden Stoff in Hülle und Fülle. Wer Freude an ideenreicher Küche, kreativer Gestaltung und handwerklicher Perfektion hat, wird einfach begeistert sein.

print-jury 5* A1185 © 13.12.2013 ABR 14.413 Rezensionsexemplar

[1] In zwei Filmen zeigt Servus.tv Klaus Erfort und Roland Trettl bei den vorbereitenden Treffen in Saarbrücken und Salzburg, wobei auch mehrere Stationen des geplanten Menüs zubereitet werden:

servustv.com/cs/Satellite/Article/Spitzenk%C3%B6che-im-Ikarus-011259526883116

[2] Empfehlungen des BfR für Additive in Polyethylen:

bfr.zadi.de/kse/faces/resources/pdf/030.pdf;jsessionid=BFE79FB09574E7F665D80E613A299340

[3] Wer sich über die Plastik-Problematik näher informieren möchte, findet in den folgenden Filmen viele fundierte Hinweise:

Unser täglich Gift. Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen vergiftet
Plastic Planet


Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten
Handbuch für das Überleben in Krisenzeiten
von Herbert Rhein
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,95

13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ärmel hochkrempeln!, 6. Dezember 2013
Wer noch auf die großen Krisen wartet und vielleicht sogar hofft, dass sie ausbleiben, braucht sich natürlich keine Gedanken darüber zu machen, wie man möglicherweise über die Runden kommen könnte. Für alle anderen ist das "Handbuch" von Herbert Rein das richtige Kompendium, sowohl zur Vorsorge als auch für substanzielle Hilfe in Notzeiten.

Das 300-seitige Buch im großen A4-Format bietet eine Fülle von Ratschlägen, Hinweisen und Anleitungen für die unzähligen Situationen, in welchen unsere Komfort-Infrastruktur nicht mehr zur Verfügung steht.

Das Dilemma solcher Bücher liegt darin, auf der einen Seite alle in Krisenzeiten interessierenden Aspekte berücksichtigen zu müssen, auf der anderen Seite in Tiefe und Breite ausreichend Material zur Verfügung zu stellen, um im Ernstfall auch praktisch erfolgreich sein zu können. Die zahlreichen Internet-Referenzen werden in einer Krise wohl kaum weiterhelfen können.

Wohl dem, der über Haus und Garten verfügt, denn natürlich sind die vielen Ideen zur Selbstversorgung mit pflanzlichen und tierischen Produkten in einer Stadtwohnung genauso wenig umzusetzen wie der beschriebene Aufbau von eigener Wasserversorgung und von Energieversorgungseinrichtungen. Vorsorglich weist der Autor auf medizinische Nutzanwendungen hin, wenn er sich über den Tabak-Anbau und das Brennen von Alkohol verbreitet.

Leider riecht das Buch nach Chemie, aber vielleicht verfliegt dieser Gestank im Laufe der Zeit. Fürs Erste habe ich einfach mal die Lesebrille abgenommen und mir das Werk auf Distanz angetan. Doch die Problematik liegt natürlich eher in den Inhalten. Wie schon angesprochen, lässt sich auf gut 5 Seiten beispielsweise das Thema "Reparaturen an der Elektrik" kaum so darstellen, dass ein durchschnittlich vorinformierter Leser damit allzu viel anfangen kann. Anderes könnte an Beschaffungsproblemen scheitern: Nützliche Medikamente für die Hausapotheke sind nun mal nicht rezeptfrei verkäuflich. Über Geld findet man nur ein paar Zeilen, und über Sicherheit und Selbstverteidigung habe ich kein Wort gefunden. Dafür befasst sich das Handbuch umfänglich mit Holzverbindungen...

Da gibt es meiner Ansicht nach bessere Bücher. Vom gleichen Verlag habe ich zum Beispiel das Buch Perfekte Krisenvorsorge: Überleben, wenn Geld wertlos wird und die Geschäfte leer sind von Gerhard Spannbauer guten Gewissens mit 5 Sternen bewerten können. Was einen natürlich nicht hindern muss, das vorliegende Kompendium zur Abrundung hinzu zu ziehen.

print-jury 3* A1185 © 6.12.2013 ABR 6.798 Rezensionsexemplar


Am Vorabend des Dritten Weltkriegs: Was Hellseher für unsere nahe Zukunft prophezeien und was politische Fakten bestätigen
Am Vorabend des Dritten Weltkriegs: Was Hellseher für unsere nahe Zukunft prophezeien und was politische Fakten bestätigen
von Peter Orzechowski
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Endlich mal ein Horrorszenario mit beruhigender Ungewissheit, 5. Dezember 2013
Es bereitet normalerweise wirklich keine Freude, sich über die Zukunft Gedanken zu machen. Wie heute schon die Vögel und Fische werden wir irgendwann selbst am Plastik ersticken, global Kriege um das letzte trinkbare Wasser führen und regional um die wichtige Frage, mit welcher hirnsubstituierenden Religion man die letzten Vorräte aus Supermärkten plündern darf. Bis dahin macht uns die Chemie schon mal fett und impotent und beglückt uns mit einem gemütlichen mehrjährigen Ende in hoffentlich einer Palliativstation.

Viele, zu denen ich mich auch zähle, empfinden es daher als angenehm, sich zur Abwechslung einmal mit Prophezeiungen zu befassen, die nach gängiger Ansicht NICHT zwangsläufig eintreten müssen. Damit kann das Buch „Am Vorabend des dritten Weltkriegs“ von Peter Orzechowski reichlich dienen.

Leider fällt uns Lesern der Unglaube nicht so leicht, wie man das hoffen konnte.

Einmal stellt der Autor programmatisch Realität und Prophezeihungen auf den Prüftisch. In einem spannenden geopolitischen Abschnitt, der etwa das erste Drittel des Buchs einnimmt, fasst der Geschichts- und Politikspezialist Gegebenheiten und Trends, die eine Abschätzung der nahen Zukunft erlauben, in einem hochinteressanten Überblick zusammen.

Den Damen und Herren von der Seherzunft bleibt im Anschluss eine Qualitätskontrolle nicht erspart. Zwar können wir mit geistiger Burka verdunkelten Erstgesichtler nicht überprüfen, was auf uns zukommt, aber man kann natürlich Vorhersagen, die sich auf vergangene Ereignisse beziehen, mit den tatsächlichen Entwicklungen vergleichen. So könnte eine gewisse Zertifizierung stattfinden, hoffen Leser und Autor.

Doch die Auguren tricksen natürlich durch gezielte Unschärfe. Da schreibt keiner, dass „am 7. Dezember 1941 kleine metallisch glitzernde Objekte in unseriöser Absicht mit der Sonne auf einen großen Militärhafen im Süden Oahus zufliegen“. So etwas könnte man nämlich einfach zu gut überprüfen. Nein, die Aussagen von Pythias Erben klingen fast so gekonnt verschwurbelt wie die politischen Versprecherungen der beliebten deutschen Kanzlerin.

Aber auch die Vorhersagen künftiger Entwicklungen verlieren schnell an Originalität, wenn man selbst ein wenig nachdenkt, was denn da wohl so kommen könnte.

"Dritter Weltkrieg"? Wieso sollte es den nicht geben. Kriege gab’s immer, die Menschen sind schließlich dank gezielter Förderung von Dummheit dämlicher denn je, warum also sollte kein dritter kommen? So kann man’s fast beliebig weiter treiben und sein privates Orakel eröffnen: Die Muslime werden durchdrehen und überall dort, wo man zu viele von ihnen hineingelassen und nicht erzogen hat, Religions-Bürgerkriege entfachen. Die USA hingegen werden versuchen, unter dem anscheinend nie verschleißenden Vorwand der Befreiung weiterhin alle Rohstoffländer der Welt nieder zu bomben und zu Vasallen zu machen. Das wird weder den Russen noch den Chinesen gefallen – aber auch nicht den überlebenden Bewohnern der Regionen. New York bleibt das Traumziel für Attentate, welche bei Einsatz von Atombomben die größten Chancen für eine nachhaltige Zerstörung Manhattans versprechen. Auch die San-Andreas-Verwerfung wartet schon zu lange auf eine richtige tektonische Verschiebung. Klar, dass ein Abkippen Kaliforniens serienweise Pazifik-Anrainer wie die Hawaii-Inseln und Japan im Plastikmeer versinken lässt. Das bringt unsere asiatischen Nachbarn natürlich auf den Gedanken, sich west-, also Europa-wärts zu orientieren. Eine gute Gelegenheit für unsere amerikanischen Freunde, endlich mit innovativen Chemiewaffen einen ultimativ tödlichen, chemischen Vorhang durch die ehemalige DDR zu ziehen, gegen den der ehemalige "eiserne" wie ein putziger Jägerzaun wirkt. Nun ist die Natur wieder dran: Meteoriten sind statistisch längst überfällig – lassen wir doch mal einen in Europa niedergehen und 90% der Bevölkerung eliminieren. Dass so ein 1,4 km dickes Teil beim Landgang die Erdachse verschieben könnte, wird manchem auch ohne Erhellung einleuchten. Wenn unter den wenigen Überlebenden die nächste Generation von religiösen Spinnern leichtes Spiel haben wird, nennt man schon stets „Erbsünde“.

Die gute Nachricht: 2020 ist alles vorbei, die Rest-Menschen sind für die obligatorischen paar Monate „geläutert“, das „Goldene Zeitalter“ bricht an. Die schlechte Nachricht: Das war mit höchster Vorhersagequalität die gute Nachricht für andere Leute.

Auch wenn ich hier vielleicht etwas sarkastisch geklungen haben mag: Ich habe das Buch mit großem Vergnügen gelesen und ausgesprochen spannend gefunden. Dass Peter Orzechowski sein Thema „Politische Fakten versus Prophezeiungen“ auch tatsächlich umsetzt, darf man ihm ja kaum vorwerfen. Dass er viele Vorhersagen aufregend findet, kann man nach unvoreingenommener Lektüre gut verstehen. Wer geglaubt hat, man könne von Propheten konkrete Informationen über die Zukunft erhalten, dem ist sowieso nicht zu helfen.

Immerhin: eine größere Trefferquote als bei dem "wissenschaftlichen" Müll, den beispielsweise Metereologen, Futurologen oder unsere Wirtschaftsweisen für teures Geld in die Medien entsorgen, können unsere altvorderen Seher ohnedies schon mal für sich in Anspruch nehmen.

print-jury 4* A1184 © 5.12.2013 ABR 25.288 Rezensionsexemplar


Politische Korrektheit: Von Gesinnungspolizisten und Meinungsdiktatoren
Politische Korrektheit: Von Gesinnungspolizisten und Meinungsdiktatoren
von Michael Brückner
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

145 von 172 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Politisch korrekt zurück ins Mittelalter, 24. November 2013
Ob es sich um nachweisliche Tatsachen handelt und/oder sogar um den erklärten Willen der Mehrheit der Bevölkerung: Wenn es einer rücksichtlosen Minderheit gelingt, die Öffentlichkeit so zu manipulieren, dass jede freie Meinungsäußerung gegen die Interessen dieser Gruppe verfemt ist und hart geahndet wird, spricht man von "Politischer Korrektheit".

Das hat kuriose Züge, über die man zunächst noch lächeln kann. Die weibliche Schreibweise zum Beispiel beschränkt sich natürlich auf positiv besetzte Begriffe - Verweiblichungen wie "PennerInnen" wird man wohl selten antreffen. Allerdings legen die Damen Wert darauf, nicht mit einem weiblichen Piloten, sondern mit einer "Pilotin" bekannt zu sein - ob sie auch begeistert wären, mit einer Pilotin zu fliegen, für welche man niedrigere Anforderungsprofile verlangt hatte als für ihre fliegenden männlichen Kollegen, muss sich zeigen, wenn erst auch hier Quoten über Qualität gesetzt werden. Denn auf diesem Weg sind wir.

Dieses einfache Beispiel führt schon zum Prinzip, das in dem Buch "Politische Korrektheit" von Michael Brückner und Udo Ulfkotte in zahlreichen Aspekten diskutiert wird: Eine Gruppe - in diesem Beispiel die Frauen - möchte Vorteile erkämpfen, die im normalen Geschäft nicht zu erlangen wären. Also beklagen sie eine Diskriminierung und fordern eine Gleichstellung - als gäbe es nicht längst Frauen in der kämpfenden Truppe, an der Spitze der Regierung und natürlich auch im Cockpit.

Dummerweise gibt es nur wenige Frauen, die sich die schwere Ausbildung zum Verkehrspiloten zumuten möchten. In diesem Moment beginnt die Politische Korrektheit: Dann muss man eben für Frauen die Anforderungen senken. Was manche aus den Augen verlieren: Dies ist nicht nur der Beginn einer Diskriminierung von Männern, sondern ein gefährlicher Abstieg von etablierten Standards.

Was bei Berufschancen von Frauen und Männern vielleicht noch diskutiert werden darf, ist bei Muslimen längst im tödlichen Tabu gelandet. "Scheißdeutsche?" Warum nicht. "Scheißtürken?" Das gilt nach der politischen Korrektheit - und vor Gericht! - als Rassismus.

Die Autoren führen fast endlos immer brutalere Beispiele dafür auf, dass Migranten sich in immer breiterem Umfang das Sagen in der einstmals unseren Gesellschaft erobern. Für bestimmte Gruppen von Migranten wird sogar das Strafrecht plattgebügelt. Sozialbetrug? Bandenkriminalität? Gewaltverbrechen? Inzucht? Schändung? Vergewaltigung? Mord? - "das muss man vor dem kulturellen Hintergrund doch verstehen!"

Im Sinne der Politischen Korrektheit werden dann Polizeiberichte verbogen, Statistiken gefälscht, Klagen fallen gelassen oder schließlich vom Gericht weggetrickst. Schließlich haben wir das in Diktaturen gängige System, dass Staatsanwaltschaften und Gerichte nicht unabhängig sind, sondern ihre Anweisungen und Richtlinien im Sinne der Karriere von Politikern erhalten, die nach Migranten-Stimmen schielen. Wenn dann doch mal muslimische Verbrecher im Gefängnis landen, glaubt man, ihnen auch noch Toiletten bauen zu müssen, die nicht nach Mekka ausgerichtet sind.

Frauenquoten sind im Vergleich zu den Problemen, die zum Beispiel der ständige Intelligenzabbau durch Migration bringt, ja geradezu eine Kleinstbaustelle. So liegt zum Beispiel der Länder-IQ in der Türkei bei 85 - der in Singapur bei 108. Import von Intelligenz bringt Geld - direkte Verbindungen zwischen dem Länder-IQ und dem Wirtschaftsergebnis sind eindeutig nachgewiesen.

Leider funktioniert der Mechanismus auch in die andere Richtung. Jahr für Jahr nimmt unsere Wirtschaftskraft ab, weil wir Migration aus Ländern bis runter zu Länder-IQs von 59 zulassen. Man muss sich mal vor Augen führen: In den USA dürfen Verbrecher mit einem IQ unter 70 wegen ihrer geistigen Schwäche nicht hingerichtet werden - bei uns sollen solche Leute in Zukunft im Wettbewerb gegen hochintelligente Asiaten die Renten verdienen?

Die Verdrängung des Themas Intelligenz schlägt hohe Wellen. So gibt es erste Komplexprediger, die Intelligenztests gerne verboten sehen möchten - in bester Tradition von Stalin und Hitler, welcher die höhere Intelligenz der jüdischen Bevölkerung mit einem Verbot unter den Tisch kehren wollte.

Doch es kommt noch härter: Während große Wettbewerber wie die USA gezielt Qualifikation und Intelligenz importieren, verjagen wir dadurch, dass wir ihre Intelligenz nicht nutzen wollen, gerade unsere besten Mitbürger: Jedes Jahr werden 170.000 qualifizierte und intelligente, gut ausgebildete junge Menschen, darunter rund 40.000 Leistungsträger, aus unserem Land geekelt: In einer islamischen Republik, die künftig von ungebildeten und auffassungsschwachen Gewaltbereiten beherrscht werden soll, wollen freiwillig eben nur Leute leben, deren Sehnsucht einer Rückkehr ins Mittelalter gilt.

Zur "Politischen Korrektheit", dem - wie hoffentlich verständlich wurde - wohl zynischsten Euphemismus unserer Zeit, gehört natürlich auch die entsprechend verlogene Propaganda. So wird inzwischen getan, als hätten die Türken Deutschland nach dem Krieg wiederaufgebaut. Als hätten wir sie gebraucht. Als hätten wir sie gerufen.

Das alles ist nicht wahr. In Wirklichkeit musste die deutsche Regierung erst 1961 auf massiven Druck der USA kleine Kontingente türkischer Arbeiter befristet ins Land lassen. [1] Damals, 16 Jahre nach dem Krieg, war Deutschland von der ganzen Welt hoch angesehen als Wirtschaftswundernation. Gastarbeiter gab es in Deutschland vorher nur aus Ländern des westlichen Kulturkreises wie Italien und Spanien. Niemand wollte damals Menschen aus fremden Kulturkreisen, die niemals in unsere Zivilisation, unser Rechtssystem und unsere Wirtschaft integrationsfähig waren.

Soweit der Versuch, wenigstens einige zentrale Themen und Gedanken aus diesem geradezu an peinlichen Beispielen "platzenden" Buch zu vermitteln.

Aber über das Dargelegte hinaus, was wie stets vorzüglich durch Referenzen - meist aus überregionalen Zeitungen und Zeitschriften - unterstützt ist, bleiben Fragen, die durch eine reine Betrachtung des Geschehens nicht zu beantworten sind. Fragen wie:

Wie kann das alles geschehen sein? Ich meine, wenn ein großer Teil der geplanten Stromautobahn überhaupt nicht zu den Nordsee-Windparks geplant ist, sondern zu zwei neuen, russischen Kernkraftwerken, haben wir wieder den Energie-CDU-Klüngel an den Strippen. Von wegen Ausstieg...

Aber wer sind die angeblichen Gutmenschen, die unser Land über die Migration ruinieren? Und wie kommen sie ans Geld? Verständlich, dass diejenigen, die genüsslich unsere Sozialkassen aussaugen wie transsilvanische Vampire, inzwischen massiven Druck ausüben. In Solingen und Krefeld sind inzwischen die Weihnachtsbeleuchtungen Geschichte, die Politiker feiern islamische Feste. Aber erst mal hat man sie ja gegen den Widerstand der Bevölkerung ins Land mogeln müssen.

Die Angabe, dass inzwischen ein monströser Dienstleistungs-Apparat jährlich über 2 Milliarden Euro an Steuergeldern damit verbrät, Migranten zum Beispiel die Behördengänge zu erledigen, bringt schon etwas Licht in die Lobbyszene. Dass gerade SPD und Grüne die "Multikultiszene" so süß finden, liegt natürlich an der Hoffnung, die Stimmen abgreifen zu können. Kann man nur hoffen, dass keine 11-jährigen Töchter grüner PolitikerInnen von jungen Muslims in die Kunst der Liebe eingeweiht werden - obwohl, man sieht das in dieser Partei ja nicht so eng. Habe ich erwähnt, dass ich begeisterter Grün-Wähler war? Das ist mir heute ja so peinlich...

Dass die Politik unser gebundenes Rechtssystem zur Farce "weist", wurde bereits erwähnt. Aber bei der unfassbaren Militanz, die aus unzähligen Beispielen des Buchs deutlich wird, fragt man sich doch auch, inwieweit inzwischen schon massiver persönlicher Druck auf Polizei und Justiz ausgeübt wird. Man stelle sich vor: da macht eine 2.600 Personen starke Muslimfamilie, die in Bremen von unseren Sozialkassen lebt, fast 50 Millionen Jahresumsatz mit Rauschgifthandel. Unwahrscheinlich, dass solche Leute sich zwar herausnehmen, einer Richterin ins Gesicht zu spucken, aber ansonsten lieb und brav abwarten, was da von der Kanzel verkündet wird. Apropos Kanzel: Die Kirchen arrangieren sich: da zahlen tatsächlich die Katholiken Schutzgeld an "islamische Sicherheitskräfte", damit der Geistliche nicht dasselbe segnen muss.

Ach, das wussten SIE auch nicht? Nach den Autoren werden JEDEN TAG in Deutschland mehrere(!!!) Kirchen und Friedhöfe angegriffen. Solches scheint der Leitpresse in unserem christlichen Abendland allerdings ebenso wenig der Erwähnung wert zu sein wie der "politisch korrekten" Polizeistatistik. Da wartet man - politisch korrekt - lieber darauf, dass mal wieder irgendwo zwei Hakenkreuze auf einer jüdischen Einrichtung auftauchen.

Im gleichen Monat, in welchem in Garben bei Hannover eine christliche Kirche von Zuwanderern in Brand gesteckt worden ist, wurden in Ägypten innerhalb von 5 Tagen 63 christliche Kirchen angezündet. Haben Sie das Eine oder das Andere in Ihrer Zeitung gelesen? Stand da was von muslimischen Fanatikern als Tätern?

Man stelle sich mal vor, in Deutschland würden 63 Moscheen angezündet!

Was ist bloß aus unserem schönen Land geworden?

print-jury 5* A1182 © 23.11.13 ABR 2.470 Rezensionsexemplar

[1] Am besten kann man die Deutschlandpolitik der USA als "gezielte Destabilisierung" zusammenfassen
Kommentar Kommentare (21) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 25, 2014 9:37 AM CET


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