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Rezensionen verfasst von
Frank Hegermann "bytemania" (Rheinhessen)
(REAL NAME)   

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Der Spiegel von Kajx
Der Spiegel von Kajx
von Gesa Helm
  Gebundene Ausgabe

3.0 von 5 Sternen vielversprechender Beginn, verflachende Handlung, 13. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Spiegel von Kajx (Gebundene Ausgabe)
Die junge Frau Zjapina führt ein recht durchschnittliches Leben in der Burg
Dochant. Sie hat eine besondere Gabe, sie kann die Aura von Menschen lesen.
Dies ist in ihrem Beruf - sie geht bei einer Heilerin in die Lehre - ungeheuer
nützlich, ohne daß sie genau weiß, was es damit auf sich hat. Dies ändert
sich, als Pekeiraz vom entfernten Gachten die Burg besucht, um Bündnisgespräche
zu führen. Zjapina wird von seiner Überheblichkeit abgestoßen, gleichzeitg
aber von seiner Kraft angezogen. Er ist der erste Mensch, dessen Aura sie
nicht lesen kann, und sie bemerkt, wie Pekeiraz dieselbe Gabe hat, mit deren
Hilfe er andere Menschen beinflußt, um seine Ziele zu erreichen. Auch er entdeckt
Zjapinas Gabe und überredet sie, ihre Lehre zu beenden und die Hohe Schule
von Zabga zu besuchen, wo sie lernen soll, ihre Gaben anzuwenden und ihr
volles Potential auszuschöpfen.

Doch in der Schule schlägt ihr nur Feindschaft entgegen, und schließlich flieht
sie mit dem ihr wohlgesonnen Mazron, der sich nicht nur als ihr Halbbruder
enpuppt, sondern darüber hinaus noch der verschollene Sohn und Thronerbe
eines Königshauses ist. Nachdem er seinen Anspruch geltend gemacht und seinen
rechtmäßigen Platz zurückerlangt hat, nicht zuletzt mit der Hilfe von Zjapinas
Gabe, überedet er seine Halbschwester, seine Frau zu werden. In der Folge ist
er häufig aufgrund seiner Kriegsgeschäfte abwesend, wodruch Zjapina immer mehr
zur Regentin wird, und sie zögert nicht, ihre Gabe für ihre Zwecke einzusetzen.
Doch Pekeiraz verschwindet nicht völlig aus ihrem Leben, immer wieder fühlt sie
sich zu diesem unheimlichen Mann hingezogen, wodurch er und ihr Gatte sogar
Todfeinde werden.

Auch wenn ich mich zu Beginn der Geschichte unwillkürlich an Luke Skywalker
erinnert fühlte und man sofort den Eindruck hat, diese Geschichte hat man
schon ein Dutzend mal gelesen, beginnt der Roman sehr vielversprechend, nach
100 Seiten dachte ich, ein Fünfsternebuch vor mir zu haben. Doch die Autorin
übertreibt mit der Ausarbeitung der Sprache, der Geographie und der Politik,
so daß man bald den Überblick verliert. Personen und Handlung werden zwar
einigermaßen gut beschrieben, doch bleibt die Atmopshäre dabei auf der Strecke,
so hat man bis zum Ende keine Vorstellung davon, wie es in Zjapinas Welt
eigentlich aussieht. Die Autorin verfällt immer mehr in ihre selbsterfundene
Sprache, es geht immer mehr um Politik und Kriege, die in weiter Ferne stattfinden,
wodruch die Spannung völlig auf der Strecke bleibt. Sehr schade nach dem
vielversprechenden Beginn.


Tintentod
Tintentod
von Cornelia Funke
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,00

3.0 von 5 Sternen zu übersichtlich, 28. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tintentod (Taschenbuch)
Mo, Resa und Meggie versuchen Fenoglio dazu zu bewegen, sie aus der Tintenwelt
zurück zu schreiben, doch diesem gelingt es nicht, vernünftige Worte zu Papier
zu bringen. Meggie ist noch immer in Farid verliebt, doch dessen Trauer um
Staubfinger ist größer. Die vier planen, einen Deal mit den weißen Frauen einzugehen,
um Staubfinger von den Toten zurückzuholen. Mo alias der Eichelhäher versucht
inzwischen, ein paar Dutzend Kinder zu befreien, die der Pfeifer, Herold des
grausamen Natternkopfes, für den Einsatz in seinen Silberminen entführt hat.


Anstelle von Fonoglio übernimmt Orpheus das Schreiben und bestimmt somit über
weite Strecken die Handlung, aber auch davon abgesehen, sieht es in der
Tintenweltstadt Ombra eher finster aus: Der Natternkopf herrscht, erneut arbeitet
Orpheus an der Rückkehr Capricorns, nur der Schwarze Prinz und seine Räuberbande
leisten Widerstand.


Eine vernünftige Zusammenfassung fällt schwer, da es aufgrund der vielen
Hauptpersonen auch sehr viele paralelle Erzählstränge gibt, was die ganze
Geschichte sehr unübersichtlich macht, dies kann auch Funkes gute und bildliche
Sprache nicht wettmachen. Die Idee der Trilogie ist gut und im ersten Band auch
entsprechend umgesetzt, aber die beiden folgenden Teile können dann leider
einfach nicht mithalten.



Der Bund der Drachenlanze 7 - Schattenreiter
Der Bund der Drachenlanze 7 - Schattenreiter
von Michael Williams
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Die typischste aller Fantasyhandlungen, 31. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Ritter von Solamnia feiern ihr Julifest, als ein mächtiger Magier hereinplatzt
und alles durcheinander bringt: Vertumnus, der Herr der Wildnis. Sturm Feuerklinge,
der junge Ritter, läßt sich von ihm provozieren und Vertumnus fordert ihn für
nächste Frühjahr zum Zweikampf, bei sich zuhause im Finsterwald. Die Ritterehre
verbietet ihm, die Herausforderung abzulehnen, und so macht sich Sturm Feuerklinge
gegen Ende des nächsten Winters auf den Weg.

Die Reise gestaltet sich beschwerlich, so verrirrt er sich gleich zu Beginn in
einem seltsamen, dichten Nebel. Ständig scheinen geheimnisvolle Gegner zu wissen,
wo er sich befindet - liegt das an der Magie von Vertumnus oder hat er gar Verräter
in eigenen Reihen? Doch Sturm findet auch Verbündete: die Elfe Mara, den in eine
Riesenspinne verwandelten Prinz Cyren und den geheimnsivollen Jack Derry, der
ihm das Leben rettet.

Auch wenn die Geschichte nicht schlecht ist, so richtig zündet die Handlung
einfach nicht, dafür bietet diese typischste aller Fantasyhandlungen - Held
zieht mit einer Mission und einer handvoll Verbündete durch eine magische Welt -
zu wenig Neues. Wie alle Bänder dieses Zyklus enden alle ungeraden offen, erst
mit dem nächsten Band wird die Geschichte abgerundet.


Star Wars(TM) Der letzte Jedi-Ritter
Star Wars(TM) Der letzte Jedi-Ritter
von Michael Reaves
  Broschiert
Preis: EUR 13,00

4.0 von 5 Sternen Gute Ansätze und einige Fehlgriffe, 25. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jax Pavan ist einer der Jedi, die Order 66 überlebt haben. Er ist Mitglied
in der Organisation "Die Peitsche", die das erklärte Ziel hat, den Imperator
zu töten. Bei einer Mission gerät die Peitsche unerwartet in einen
imperialen HInterhalt und wird fast vollständig aufgerieben, dabei verliert
Jax' Freundin Laranth ihr Leben und Thi Xon Yimmon, einer der Anführer, wird
von Darth Vader gefangen genommen.


Mit einem neuen Schiff, dem empfindungsfähigen Droiden I5 und Resten der
"Peitsche" macht sich Jax daran, Yimmon zu befreien, dies führt ihn immer
wieder in die Nähe von Darth Vader, den Jax noch als Anakin kennt. Doch nicht
das alleine macht die Sache schwierig, sowohl Prinz Xizor von der Schwarzen
Sonne, den jJx hinzugegzogen hat, als auch Untergruppierungen der Peitsche
spielen ein doppeltes Spiel und verfolgen ihre eigenen Ziele.


Die Geschichte enthält gute Ansätze, aber auch einige Fehlgriffe. So wurden
mit Jax, I5 und Laranth drei interessante Charaktere geschaffen, wobei nicht
so klar wird, warum Laranth gleich zu Anfang aus der Geschichte genommen wird.
Originell sind I5s permanente Umbauaktionen. Andere Hauptpersonen bleiben
allerdings eher farblos. Ständig werden Anspielungen auf Ereignisse gemacht,
die sich auf Jax' und Anakins gemeinsame Vergangenheit beziehen, davon habe
ich jedoch noch in keinem Buch etwas gelesen. Warum I5 angeblich empfindungsfähig
und sogar ein wenig machtsensitiv sein soll, bleibt im Dunkeln und wirkt eher
unglaubhaft. Auch die Anzahl der "letzten Jediritter", also all derer, die glauben
als einziger Order 66 überlebt zu haben, wird mir allmählich etwas zu hoch.
Davon abgesehen ist die Geschichte nicht schlecht, aber es hätte sich mehr
daraus machen lassen.



Die sieben Siegel der Macht: Der Hexer-Zyklus, Bd. 4. Ein Hexer-Roman
Die sieben Siegel der Macht: Der Hexer-Zyklus, Bd. 4. Ein Hexer-Roman
von Wolfgang Hohlbein
  Taschenbuch

2.0 von 5 Sternen Farbloser Held stoplert ohne Plan von Handlung zu Handlung, 5. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In diesem Buch sind weitere elf Groschenromanhefte zusammengefaßt.
Robert Craven macht sich mit seinem indianischen Freund Ixmal auf die Suche
nach Necro, der in der verborgenen Drachenburg lebt. Die Spur führt den
Hexer in die Mojave-Wüste, die es zu durchqueren gilt - doch ein magischer
Schild versucht, Eindringliche fernzuhalten. Zur gleichen Zeit treffen fünf
Meister des Tempelordens mit einer 500 Mann starken Armee dort ein - und Necro
scheint beide Gruppen erwartet zu haben.

Craven findet nicht nur seine Geliebte Priscylla wieder, sondern auch Shannon,
beide im Tiefschlaf. Priscylla ist offenbar nicht mehr sie selbst, sondern nur
noch eine körperlose Hülle. Es kommt zur großen Schlacht, als Balestrano,
seine 4 Master und die die Armee in der Drachenburg eintreffen. Craven bekommt
unerwartet Hilfe von einer El-O-Hym namens Shadow, und unter großen Opfern
kann Necro in die Flucht geschlagen werden. Craven kann seine drei Siegel der
Macht an sich bringen und erfährt, daß er die ganze Zeit schon das Vierte bei
sich hatte. Craven und Ixmal bringen Priscylla, die inzwischen fest mit dem
Necronomicon verweoben ist, zu einem Medizinmann, der sie davon zu befreien
versucht, doch die Zeremonie wird von einer Kavallerie Soldaten unterbrochen.
Wieder ist Craven nicht lange gefangen, denn die restlichen acht Templer
greifen die Soldaten an - warum, wird vorerst nicht geklärt.

Zurück in London versucht Craven, Priscyllas Geist zu befreien, doch inzwischen
wird ihm ein Mord untergeschoben. Die Gerichtwverhandlung wird zur Farce, da
Richter, Schöffen, Anwalt und Ankläger inzwischen durch Puppen des "Puppenspielers"
ausgetauscht wurden - blitzschnell wird Craven verurteilt und gleich am nächsten
Tag hingerichtet. Sogleich macht sich sein Freund Lovecraft daran, ihn wieder
ins Leben zurückzuholen, helfen soll ihm dabi niemand anderer als Dr. Frankstein
selbst. Doch irgendwie hat Craven überlebt und ist in einem Bild in seinem, Haus
gefangen - waurm, kommt wieder mal nicht deutlich heraus.

Szenenwechsel - Craven wird in die arabische Wüste versetzt und gerät an den
bösen Zaubrer Nazca(?), der seine Macht auf die Magie der Rubin aufbaut. Mit
von der Partie sind einige Beduinenstämme sowie einige Templer - wer jetzt eine
Wiederholung des Strickmusters zum ersten Absatz bemerkt hat, liegt richtig.
Mehr oder weniger zufällig findet Craven den großen Rubin, der Quelle von Nazcas(?)
Macht darstellt und zerstört ihn, dabei gerät er zufällig in den Besitz des
fünften Siegels der Macht. So geht die Geschichte weiter bis zum Showdown,
dessen einziger Höhepunkt die Enthüllung darstellt, wer oder was das sechste und
das siebte Siegel darstellt.

Selten hat man solch einen farblosen Held gesehen - obgleich Craven der Ich-Erzähler
ist, erfärbt man nie, was er denkt, was er fühlt, was er plant. Man hat den
Eindruck, er stolpert als Beobachter von Handlung zu Handlung und er hat
niemals die Kontrolle über das, was vorgeht, er ist nur ein Spielball aller möglichen
mystischen Mächte. Er verfügt über schwache magische Kräfte, doch welche genau bleibt
weitgehend verborgen, weil er sie fast nie einsetzt. Die Szenenwechsel sind abrupt
und ohne erkennbaren roten Faden. Mehr als einmal habe ich mir die Frage "Warum lese
ich das überhaupt?" gestellt und nun beschlossen, daß dies endgültig mein letzter
Hexerroman war.


Das Buch Kane, Sonderbd.
Das Buch Kane, Sonderbd.
von Karl E. Wagner
  Broschiert

4.0 von 5 Sternen Held oder Antiheld?, 30. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Buch Kane, Sonderbd. (Broschiert)
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Sammlung von zwei kurzen und zwei längeren Romanen über die Fantasygestalt Kane, einem zwei Meter großen, muskelbepackten Schwertkämpfer und gleichzeitig mächtigem Magier. Die erste Geschichte beschreibt den Versuch einer seiner Frauen, mit List und Tücke aus seinen Fängen zu entkommen. In der zweiten Geschichte verläßt Kane seine Heimat und begibt sich auf eine Wanderung durch die Wüste, wo er einem Riesen hilft, sein Vermächtnis anzutreten.

In den beiden längeren Geschichten geht es stets um Versuch, an große Macht zu gelangen, dabei steht einmal der sogenannte Blutstein, ein anderes Mal die dämonische Hexe Efrel im Mittelpunkt. In beiden Fällen entpuppt sich die dunkle Magie als vergessene Wissenschaft von mächtigen und bösartigen, außerirdischen Wesen, wodurch die Brücke zu den Genres Horror und Science Fiction geschlagen wird. In beiden Fällen jedoch muß Kane erkennen, daß er diese Kräfte zwar nutzbar machen, aber nicht kontrollieren kann, und daß er jeweils zum Diener des Bösen und nicht zum Herrscher wird.

Der Schreibstil des Autors ist literarisch ansprechend, ungewöhnlich jedoch ist der Perspektivenwechsel: Ein einigen Geschichten wird alles aus Kanes Sicht erzählt und der Leser kann sich mit ihm identifizieren - in anderen ist Kane der bösartige, undurchschaubare Fremde, uns es wird eigentlich nie klar, warum Kane das tut, was er tut, und was seine Absichten sind. Kane wird immer als bösartig hingestellt, er folgt jedoch einer eigenen Ethik, worduch man sich doch stellenweise mit ihm identifizieren kann. In der letzten Geschichte erfährt man andeutungsweise, daß Kane auf den biblischen "Kain" zurückgeht, der aufgrund des Brudermordes dazu verflucht wurde, für immer zu leben und durch die Jahrhunderte zu wandeln.


Der Fall Jane Eyre
Der Fall Jane Eyre
von Jasper Fforde
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Per Anhalter durch die Literatur, 14. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Der Fall Jane Eyre (Taschenbuch)
Dieser Kriminalrom spielt in einer veränderten Realität der Achtziger Jahre:
Das Düsentriebwerk wurde als Fehlentwicklung eingestuft und sein Bau eingestellt,
dafür ist die Klontechnik so weit, daß sich jeder Dodos als Haustiere halten
kann. England liegt seit 150 Jahren mit Rußland im Krieg - und es gibt eine
strengeheime Organisation mit 30 Abteilungen, die sich mit Zeitreisen, Vampiren
oder Literaturverbrechen befaßt. Veränderte "Realität" trifft es nicht ganz,
denn mit den naturgesetzt wird es nicht so genau genommen - so erfindet ein
Wissenschaftler eine Maschine, durch die Pesonen in einen Roman versetzt
werden können - oder Romanfiguren aus Büchern entführt und somit aus der
Geschichte getilgt.

Thursday Next ist eine solche Agentin und Protagonistin des Romand, die den
Superschurken Acheron Hades jagt, der aus nicht geklärten Gründen über
Superkräfte verfügt. Er hat die Maschine des Wissenschaftlers - Thursday Onkel -
gestohlen und ist außerdem hinter Originalmanuskripten her, um deren Geschichte
zu verändern - zum Beispiel auch hinter dem Roman "Jane Eyre" von Charlotte
Brontë, das als Lieblinkwerk der Engländer gilt.

Das Buch ist recht verdreht und im Stile Douglas Adams gehalten, ohne daß
Fforde an den großen Meister heranreicht. Es ist leicht lesbar und an einigen
Stellen recht witzig - toll zum Beispiel die Idee, daß der Wissenschaftler
vergessen hat, daß er einst einen Apparat zur Gedächtnislöschung erfunden
hat. Dennoch wirkt die Geschichte recht konfus, weil man stellenweise nicht
genau weiß, um was es eigentlich geht - dem Lesevergüngen tut dies aber keinen
Abbruch. Wer "Der elektrische Mönch" mochte, dem wird auch dieses Werk
gefallen!


Resident Evil 03. Stadt der Verdammten.
Resident Evil 03. Stadt der Verdammten.
von Stephani D. Perry
  Taschenbuch

3.0 von 5 Sternen Gleiches Strickmuster, schlechterer Stoff, 5. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Roman spielt kurz nach dem zweiten Band der Reihe und läßt sich zeitlich
etwa zum zweiten Film einordnen, auch wenn immer deutlicher wird, daß Film-
und Romanreihe außer der gemeinsamen Idee nichts miteinander zu tun haben.
Der junge Polizist Leon fährt zu einem Arbeitsantritt nach Raccoon City und
stellt dort fest, daß die Hälfte der Stadt von Zombies überlaufen ist.
Warum dies bisher noch nicht nach draußen gedrungen ist und der Notstand
ausgerufen, bleibt leider ein unglaubwürdiges Geheimnis.

In der Folge schließen sich mehrere Kleingruppen zusammen und fliehen
kämpfend und schießend durch die Labyrinthe der Umbrella-Corporation unterhalb
von Raccoon City. Die aus dem T-Virus hervorgegangenen Zombies geraten dabei
zur Nebensache, denn als viel gefährlicher erweisen sich die Kreaturen, die
sich aus dem sogenannten G-Virus entwikelt haben. Und nicht jeder der Gruppe
möchte diesen vernichten, es befinden sich auch Angestellte und Gegner der
Umbrella-Corporation unter ihnen, die das Virus in ihren Besitz bringen möchten.

Wie schon in der Alien-versus-Predator-Reihe gibt sich die Autorin nicht mit
Monster, Held und Opfer ab, sondern führt verschiedene Grautöne ein. Leider
verpufft diese Idee, da nicht ein einziger Charakter dabei ist, in den man
sich hereinversetzen kann, allenfalls noch Polizist Leon, doch auch dieser
bleibt recht farblos. Auch die Handlung nimmt keine interessanten Wendungen,
sondern wirkt wie das, was es auch ist: Wie ein Kampf durch den Level eines
Videospiels, die Strickmuster der ersten beiden Bücher wurden also fortgesetzt,
aber mit schlechterem Stoff.


Fabelwaldgeschichten. Eine abenteuerliche Reise um die Welt. Der geheimnisvolle Urwald.
Fabelwaldgeschichten. Eine abenteuerliche Reise um die Welt. Der geheimnisvolle Urwald.
von Tony Wolf
  Gebundene Ausgabe

1.0 von 5 Sternen keine schönen Geschichten mehr., 1. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Angetan vom ersten Fabelwaldbuch kaufte ich diese Fortsetzung für meine vierjährige Tochter. Doch schon nach den ersten Seiten wird klar: Dies hat mir dem Original nichts mehr zu tun. Anstatt viele kleine Geschichten in abendlicher Vorleselänge wird hier eine durchgehende Geschichte präsentiert, die für kleine Kinder völlig ungeeignet ist. Die Handlung ist sprunghaft und schwer nachzuvollziehen, meine Tochter weinte an der Stelle, wo ein Krokodil den anderen zum Fraß vorgewofen wird, um sie abzulenken, und an der, als die Schildkörte gekocht wird. Auch sind kaum noch bekannte Figuren aus dem Fabelwald dabei. Absolut ungeeignet!


Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien
Die Stadt der träumenden Bücher: Ein Roman aus Zamonien
von Walter Moers
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

5.0 von 5 Sternen Eine Hommage ans Lesen und Schreiben - Neues aus Zamonien, 1. Februar 2014
Hildegunst von Mythenmetz, ein Lindwurm von der Lindwurmfeste und angehender
Dichter, erbt von seinem Dichtpaten ein Manuskript. Ein Manuskript, das so
makellos perfekt ist, daß Hildegunst beschließt, seinem Ursprung nachzugehen.
Dazu bricht er nach Buchhaim auf, der Stadt der träumenden Bücher - eine Stadt,
in der sich alles um Lesen, Schreiben, Drucken und Verlegen von Büchern dreht.
Hier findet sich die größe Ansammlung von Büchern weltweit - pardon, von ganz
Zamonien, und auch die seltensten und wertvollsten sind hier vertreten. Doch
so viel lieterarsicher Reichtum lockt auch eine Unmenge an finsteren und bösen
Gestalten an.

Hildegunst gerät leider immer an die falschen Leute und wird bald in den
Katakomben unter der Stadt eingesperrt - in einem gewaltiges Labyrinth, das noch
mehr Bücher beherbergt als Buchhain selbst. Dort ist es sogar noch gefährlicher
als in der Stadt, in den Katakomben wimmelt es von Bücherjägern, Henkern,
sechszehnbeinigen Riesenspinnen und vielen anderen bösartigen Lebewesen. Doch
Hildegunst trifft auch auf Helfer, so zum Beispiel die freundlichen Buchlinge
und den sagenhaften Schattenkönig, dem mächtigsten Wesen der Katakomben überhaupt.
Und schließlich darf Hildegunst festellen, daß dieser Irrweg ins Labyrinth gerade
zu dem Ziel seiner Suche führt, dem Verfasser des makellosen Manuskriptes. Doch
ein letztes Problem bleibt: Wie einen Ausweg aus einem Labyrinth finden, aus
dem es keinen Ausweg gibt?

Walter Moers besticht wieder mal mit einem literarischen Meisterwerk. Dabei ist
es nicht die Handlung selbst, sondern seine zahlreichen Ideen und Wortspiele, die
pausenlos das Geschehen würzen. Der ganze Roman bildet somit selbst eine
Hommage ans Lesen und Schreiben und spricht somit passenderweise jeden an, der
sich ohnehin gerne mit dem gedruckten Wort beschäftigt. Nicht ganz das hohe Niveau
von Käptn Blaubär, aber nur knapp darunter, insgesamt absolut lesenswert.


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