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Rezensionen verfasst von
"buecher-eule"

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Exponentialdrift: Roman
Exponentialdrift: Roman
von Andreas Eschbach
  Taschenbuch
Preis: EUR 7,99

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessantes Experiment, 3. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Exponentialdrift: Roman (Taschenbuch)
Ein Mann erwacht nach vier Jahren aus dem Wachkoma und kann sich nicht mehr mit sich selbst identifizieren. Nach einiger Zeit kommt er zu der Überzeugung, dass er ein Außerirdischer ist. Sein behandelnder Neurologe findet heraus, dass es alle 11 Jahre irgendwo auf der Welt vorkommt, dass ein aus dem Wachkoma erwachender Patient sich für einen Außerirdischer hält. Doch sind es wirklich Außerirdische, oder sind das eher Nachwirkungen des Wachkomas in Form von Schizophrenie?
Dieser Roman erschien als Fortsetzungsroman in der Sonntagsausgabe der FAZ und jede Folge wurde auch extra für die entsprechende Ausgabe geschrieben. So war es möglich, tagesaktuelle Ereignisse in den Roman einfließen zu lassen. Damit man das auch jetzt noch erkennen kann, wurden in der Buchausgabe des Romans vor jede Folge die Schlagzeilen dieser Woche abgedruckt (und allein das macht das Lesen des Romans schon sehr interessant).
Die Idee der Geschichte ist wirklich sehr gelungen. Die Charaktere sind sehr gut eingeführt und es kommt auch richtig Spannung auf. Aber es gibt natürlich auch Negatives: So tauchen sehr gut eingeführte Charaktere später nicht mehr auf, teilweise wirken die Folgen einfach viel zu kurz, und auch das Ende wirkt sehr abrupt und könnte so manchen Leser enttäuschen.
Doch genau dafür ist das "Making Of", das im Anschluss an die Geschichte abgedruckt ist, wirklich gut. Der Autor erklärt darin, wie dieses Experiment eigentlich zustande kam, und auch wie er auf die Ideen kam und mit welchen Problemen er zu kämpfen hatte. Das ist einerseits sehr interessant, trägt aber andererseits auch sehr zum Verständnis des Werkes bei, was so manche Enttäuschung über die Geschichte versöhnt. So erfährt man z. B., dass das eigentlich für eine sehr viel längere Zeit geplante Projekt wohl aus finanziellen Gründen frühzeitig gestoppt wurde und der Autor ziemlich plötzlich zu einem Ende kommen musste.
Mein Fazit: Aus der Idee hätte man wohl wesentlich mehr machen können, aber wenn man das Buch als das sieht, was es ist, nämlich die Dokumentation eines interessanten Experimentes, dann kann man durchaus seinen Spaß daran haben.


Der Letzte seiner Art
Der Letzte seiner Art
von Andreas Eschbach
  Gebundene Ausgabe

22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wieder eine sehr gute Idee von Eschbach, 2. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Der Letzte seiner Art (Gebundene Ausgabe)
Duane Fitzgerald ist ein von der US-Army ausgemusterter Elitesoldat, ein Cyborg, der durch Computer und Maschinen aufgerüstet worden ist und so der perfekte Soldat werden sollte. Leider ist dieses Experiment schief gegangen und er kam nie zum Einsatz. Jetzt lebt er im Ruhestand in einem kleinen Ort an der irischen Küste, er kann nichts normales mehr essen oder trinken und ist geplagt durch Alterserscheinungen seines künstlichen Innenlebens. Doch plötzlich kommt ein amerikanischer Anwalt, der behauptet, sämtliche mit ihm in Zusammenhang stehenden Staatsgeheimnisse zu kennen, und ihn überreden will, den Staat auf Schadensersatz zu verklagen. Doch noch bevor er Duane die Unterlagen, die dieses Wissen beweisen sollen, zeigen kann, wird er erschossen. Und auch die Hotelmanagerin verschwindet spurlos ...
Schon die Grundidee des Buches ist wirklich sehr interessant. Aber auch die Umsetzung ist wieder einmal wirklich gelungen. Sehr passend fand ich, wie Duane sich mit der Philosophie von Seneca auseinandergesetzt hat. Das macht besonders deutlich, wie schwierig das Leben von Duane ist und wie schwer es ihm fällt, nicht in Depressionen zu verfallen. Zwar bekommt das Buch so eine etwas düstere Grundstimmung, aber die passt einfach sehr gut zum Thema. Außerdem ist die Geschichte aber auch von Anfang an sehr spannend und fesselnd. An die Bücher "Das Jesus Video" und "Eine Billion Dollar" von Eschbach kommt dieser Roman zwar meiner Meinung nach nicht ganz heran, aber trotzdem kann ich ihn sehr empfehlen.


Hexentage: Historischer Roman
Hexentage: Historischer Roman
von Michael Wilcke
  Taschenbuch

5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Roman über die Hexenprozesse, 2. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Hexentage: Historischer Roman (Taschenbuch)
Jakob Theis möchte Jurist werden und sich dann der Hexenverfolgung widmen. Deshalb reist er mit seinem Brautvater nach Osnabrück, um dort den Hexenprozeß gegen Anna Ameldung, der Frau des Apothekers, zu verfolgen. Dort lernt er Sara, die Tochter des Goldschmieds, kennen, die ihm zu erklären versucht, dass Anna keine Hexe ist. Sie bittet ihn, ihr und den Angehörigen von Anna und ihrer Mitangeklagten, der Mutter des größten Konkurrenten des Bürgermeisters, zu helfen. Nach anfänglichen Zweifeln lässt er sich darauf ein und macht sich so den Bürgermeister, und damit auch dessen Freund, seinen Brautvater, zum Feind.
Dieses Buch hat mich sehr interessiert, weil es zu der Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Deutschland spielt. Leider kommt die historische Grundlage etwas zu kurz, da hätte ich mir ein bisschen mehr gewünscht. Schlimm ist das aber nicht, weil man die Geschichte auch so sehr gut verstehen kann. Die Geschichte des Hexenprozesses um Anna Ameldung ist dafür sehr gut erklärt und zusammen mit der Rahmenhandlung um Jakob und Sara wirklich spannend. Manchmal ist die Handlung zwar etwas vorhersehbar, was der Lesefreude aber keinen Abbruch tut.


Die Siedler von Catan
Die Siedler von Catan
von Rebecca Gablé
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 10,95

11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Besiedlung einer Insel durch die Wikinger, 8. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Siedler von Catan (Gebundene Ausgabe)
Nach einem Überfall ihrer Feinde, bei dem viele Menschen verschleppt oder getötet werden, und auf den wegen der zerstörten oder gestohlenen Vorräte ein Hungerwinter folgt, machen sich die überlebenden Dorfbewohner im Frühjahr mit neun Schiffen auf den Weg in eine neue Zukunft. Nach einer langen und beschwerlichen Reise landen sie auf einer sehr fruchtbaren Insel, die sie Catan nennen und voller Tatendrang besiedeln. Auf einmal sind alle Sorgen der vergangenen Jahre vergessen. Doch schon bald müssen sie feststellen, dass Menschen sich ihre Probleme auch selbst schaffen können ...
Diesmal beruht Rebecca Gablés neuer Roman nicht auf wahren historischen Fakten, sondern beschreibt die fiktive Besiedlung einer Insel durch die Wikinger. Doch trotzdem hat die Autorin sehr gut recherchiert und die Wikinger mit ihren Gewohnheiten, Traditionen und Göttersagen historisch genau beschrieben. Auch die Charaktere sind liebevoll und mit vielen Details beschrieben, und alle haben sie ihre Ecken und Kanten, keiner ist perfekt, wodurch sie sehr glaubwürdig und lebendig wirken. Die Geschichte hat zwar nur wenige spannende Höhepunkte, dafür ist sie aber fast durchgängig so spannend, dass es mir wirklich schwer fiel, das Buch aus der Hand zu legen.
Wie der Titel und das Cover-Bild schon erahnen lassen, handelt es sich hier um das Buch zum Spiel. Die eigentliche Idee für das Buch hatte Klaus Teuber schon vor Jahren, doch er fühlte sich selbst nicht in der Lage, einen Roman zu schreiben. Deshalb bat er Rebecca Gablé, es zu tun, und sie entwickelten die Idee gemeinsam weiter. Natürlich sind die Grundelemente des Spiels enthalten, und wer das Spiel kennt, wird diese Elemente auch manchmal wiedererkennen. Allerdings sollte man nicht zu viel davon im Buch erwarten, was sicherlich manche Fans des Spiels etwas enttäuscht. Mich hat es allerdings überhaupt nicht gestört, denn meiner nach ist der Sinn des Buches nicht, das Spiel nachzuspielen, sondern die Grundidee des Spiels aufzugreifen und eine spannende Geschichte daraus zu machen. Und das ist der Autorin auf jeden Fall sehr gut gelungen.


Die Könige von Albion
Die Könige von Albion
von Julian Rathbone
  Gebundene Ausgabe

3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Netter historischer Abenteuerroman, 6. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Könige von Albion (Gebundene Ausgabe)
Eine Gruppe um einen Prinzen aus Vijayanagara, der auf der Suche nach seinem Bruder ist, reist nach England, wo sie mitten in die Rosenkriege platzt. Dort treffen die Reisenden auf die in ihren Augen völlig unzivilisierten Sitten und Grebräuche der Europäer und sind erstaunt über bei uns so alltägliche Dinge wie "Wetter".
Erzählt wird die Geschichte auf völlig unterschiedliche Weise von drei Ich-Erzählern, was ich zuerst etwas gewöhnungsbedürftig, aber durchaus interessant fand. Dennoch hat das Buch einige Längen, vor allem im mittleren Teil. Und auch die Briefe, die der Prinz an seinen Vetter, den Kaiser, schreibt, haben mir nicht immer ganz so gut gefallen. Hauptsächlich durch diese Briefe erfährt man zwar die Geschichte der Rosenkriege, aber dadurch, dass er seinem Vetter vor allem die Kriegstechniken näherbringen will, die das Königreich Vijayanagara so dringend brauchen kann, ist sie oft einfach zu sachlich beschrieben.
Alles in allem ist dies aber auf jeden Fall ein ganz nettes Buch, mit dem man sich trotz des eigentlich recht düsteren Themas der Rosenkriege gut amüsieren kann.


Götterdämmerung
Götterdämmerung
von Tanja Kinkel
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr guter Thriller, 3. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Götterdämmerung (Gebundene Ausgabe)
Der Journalist Neil LaHaye, der durch ein regierungskritisches Buch über die Bedingungen der Gefangenen in Guantanamo die Gunst der Leser verloren hat, muss dringend ein neues Buch schreiben, um sein Image zu verbessern. Als ein alter Bekannter von ihm an AIDS stirbt, beschließt er, es mit einem Buch über diese Krankheit zu versuchen. So erfährt er von dem Gen-Spezialisten Sanchez, der einige der ersten AIDS-Patienten vor Jahren behandelt hat, aber plötzlich verschwunden ist. Durch seine Suche nach ihm lernt er Beatrice, die Tochter von Sanchez, kennen und gelangt durch sie auf die Spur eines gefährlichen Geheimnisses, das ihrer beider Leben bedroht ...
Tanja Kinkel, die schon einige erfolgreiche historische Romane geschrieben hat, versuchte sich hier das erste Mal an einem Thriller. Dies ist ihr meiner Meinung nach auch wirklich gut gelungen. Das Buch ist richtig spannend, ich konnte es kaum noch aus der Hand legen, und das Thema ist wirklich interessant und sehr aktuell. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben, man kann sich gut in sie hineinversetzen. Auch wenn die Geschichte gegenüber der Wirklichkeit hoffentlich etwas übertrieben ist, zeigt sie doch sehr gut die Gefahr, die von missbrauchter Wissenschaft ausgehen kann. Aber auch die Möglichkeiten, die die Gentechnik bietet, werden nicht außer Acht gelassen, wodurch sehr schön der Zwiespalt deutlich wird, in dem sich die Menschheit durch die neuen Möglichkeiten befindet. Ein wirklich gutes Buch mit einem Ende, das mich dann doch etwas überrascht hat.


Mitternachtsfalken: Roman
Mitternachtsfalken: Roman
von Ken Follett
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,99

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender Thriller über den dänischen Widerstand, 16. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Mitternachtsfalken: Roman (Gebundene Ausgabe)
Harald Olufsen entdeckt während des zweiten Weltkriegs per Zufall auf einem Militärstützpunkt der Deutschen auf seiner Heimatinsel im besetzten Dänemark eine Radarstation. Nachdem er Poul Kirke, der zu den "Mitternachtsfalken", einer dänischen Widerstandsgruppe, gehört und ein Freund seines Bruders Arne ist, eine Zeichnung davon angefertigt hat, stürzt dieser mit seinem Flugzeug bei einem Testflug ab. Arne und Harald setzen seine Arbeit fort und versuchen, den Engländern Fotos von der Radar-Anlage zukommen zu lassen - und begeben sich dadurch selbst in Lebensgefahr.
Dieser Spionagethriller von Ken Follett beruht auf einer wahren Begebenheit. Manchmal ist das Buch ein wenig vorhersehbar und der Polizei kommen teilweise doch ein paar Zufälle zu viel zu Hilfe. Das macht Follett aber durch seine schönen Beschreibungen ganz klar wieder wett. So kam ich mir zum Beispiel beim Lesen des Kapitels über Haralds erste Flugstunde wirklich fast so vor, als säße ich selbst in diesem Flugzeug. Ein sehr spannendes Buch, das sich sehr flüssig liest und nie langweilig wird.


Die Tochter des Salzsieders
Die Tochter des Salzsieders
von Ulrike Schweikert
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannender historischer Krimi, 5. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Tochter des Salzsieders (Taschenbuch)
Anne Katharina ist sehr wissbegierig, darf dies aber als Frau nicht sein und liefert sich deshalb ständig Diskussionen mit ihrem älteren Bruder, der nach dem Tod der Eltern das Familienoberhaupt ist. Als in ihrem Wohnort immer wieder große Mengen Holz verschwinden und mehrere Menschen sterben, geht Anne Katharina der Sache nach und spielt auch mir ihrem eigenen Leben.
Am Anfang ist das Buch etwas langatmig, die Spannung fehlt ein wenig. Doch nach etwas mehr als 100 Seiten kommt die Handlung in Gang und es wird auch richtig spannend. Die Autorin beschreibt wunderschön die Lebensweise im Mittelalter, besonders die Rolle der Frau und die Salzsiederei. Zwar ist das Buch nicht besonders anspruchsvoll, aber sehr unterhaltsam und lässt sich wunderbar in einem Rutsch lesen.


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