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Paganist

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 4. Mai 2014
Ja, mit diesem Album machen es Arkona ihren Fans nicht leicht. Um überhaupt diesen Brocken von Album einigermaßen begreifen zu können, benötigt man schon mehrere Durchläufe. Am Besten ist es, überhaupt keinerlei Erwartungen zu haben und die älteren Alben nicht als Vergleich heranzuziehen.

Das Album ist gigantisch, manchmal fühlt man sich von einer Wand aus Sound einfach erschlagen und es gibt so viele versteckte Details, dass es unmöglich ist, diese alle beim ersten Höreindruck zu erfassen. Ständig etwas neues entdecken zu wollen, kann hier durchaus süchtig machen. Ins Detail möchte ich gar nicht gehen und viele der Veränderungen werden bereits in anderen Reviews erwähnt.

Was interessant ist, ist Maschas Variation ihrer Stimme. So hat man sie noch nie zuvor gehört und es gibt sehr ungewöhnliche Gesangslinien, die einen auch nicht mehr loslassen wollen. Auf dem Album warten eine Menge Überraschungen und Dinge, die man nicht erwartet. In einigen Vorab-Interviews war bereits die Rede davon, dass man auf keinen Fall ein typisches Arkona-Album erwarten soll. So hieß es beispielsweise von Sergei "Lazar": "Die Musik hat sich sehr verändert. Sie klingt nicht mehr so heavy und die Songs haben eine weitestgehend komplizierte Struktur bekommen. Es finden sich viele Elemente des Hard Rocks wieder, stellenweise aus der Musik der Siebziger Jahre. Auch sind die Songs länger geworden. Wir versuchen von Album zu Album unseren Sound zu verändern, wobei jetzt sehr starke Veränderungen auf den Hörer zukommen. Im Grunde werden wir jetzt eine ziemlich andere Musik spielen, aber das hängt dann letztendlich alles von den Ideen unserer Autorin ab, also von unserer Leaderin Mascha. So wie sie es will, so macht sie das dann auch."

Das nennt man künstlerische Freiheit. Und Mascha ist definitiv eine Frau, die ihre Kunst, das Songwriting, weiter entwickelt. Stagnation und Wiederholung wird es bei Arkona nie geben. Andere Musiker mögen ihre Songs nach dem selben Schema F schreiben und auf Nummer sicher gehen, was das neue Album oftmals zum ähnlichen kommerziellen Erfolgen führt, wenn man mal die richtige Formel gefunden hat. Einen früheren Meilenstein wie "Na Moyey Zemle" mit u.a. Sängern von Bands wie Heidevolk (Holland), Manegarm (Schweden), Skyforger (Lettland) und Menhir (Deutschland) hätte man leicht kopieren können und Musiker von diesmal bspw. Ensiferum (Finnland), Einherjer (Norwegen), Tyr (Faröer Inseln) Eluveitie (Schweiz), Ancient Rites (Belgien) usw. einladen können. Man kann Fans verstehen, die genau so etwas wieder hören wollen, doch aus künstlerischer Sicht wäre dies nicht in Frage gekommen. Keine Herausforderung, nichts neues, denn so etwas wurde ja bereits schon erschaffen.

Sicherlich wird die Band mit diesem Album einige Fans verlieren, doch es ist ein mutiger und vielleicht auch notwendiger Schritt, das nächste Level anzuvisieren. Dieses Album verdient daher viel Respekt.


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