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Rezensionen verfasst von
Birdonawire "Birdonawire" (On a Wire)

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Spieltrieb
Spieltrieb
von Juli Zeh
  Taschenbuch
Preis: EUR 10,00

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Die Frau hätte einen guten Lektor gebraucht, 29. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Spieltrieb (Taschenbuch)
In diesem Buch antwortet Ada, die weibliche Hauptperson, auf die Frage, was sie über ein Buch denkt: "Dass der Mann einen guten Lektor gebraucht hätte." Genau das dachte ich auch nach der Lektüre von "Spieltrieb": Dass die Frau einen guten Lektor gebraucht hätte. Dann hätte aus der interessanten Story zusammen mit einer stringenten und klugen Erzählweise ein herausragendes Buch von 300 Seiten werden können. So ist es doppelt so lang geworden und überfrachtet mit gestelzten Dialogen, haarsträubenden Aussetzern in der Handlung, albernen Anspielungen aus dem "Bin ich klug !" Nachwuchsliteratenbaukasten und hoch abstrakten Aussagen der überflüssen, bisweilen ärgerlichen Sorte. Wer den Nerv hat, den Schutt beiseite zu räumen, wird dennoch eine lohnende Lektüre finden.


Nokia Asha 300 Handy (6,1 cm (2,4 Zoll) Display, Touchscreen, 5 Megapixel Kamera) Graphite
Nokia Asha 300 Handy (6,1 cm (2,4 Zoll) Display, Touchscreen, 5 Megapixel Kamera) Graphite
Wird angeboten von we-sell-more
Preis: EUR 79,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nokia Fans: Hände weg !!!, 3. Dezember 2013
Ich bekam dieses Handy von meinem Arbeitgeber. Ich konnte zwischen einem Samsung und diesem Modell wählen. Da meine vielen bisherigen NOKIA-Handies bisher immer hervorragend waren, habe ich natürlich das NOKIA Asha 300 gewählt. Leider !
Das Gerät an sich ist gut und leicht mit ordentlichem Display. Wer jedoch den altmodischen aber unschlagbar praktischen NOKIA Tastenkranz zur Navigation bei bisherigen Handies gewöhnt ist, wird mit diesem Touch Screen Zwitter Ding wahnsinnig. Wer baut denn noch resistive Touch Screens in neue Geräte ein ? Außer NOKIA ?
Wie man hört, soll das ein Handy für "Schwellenländer" sein. Ein russischer Holzfäller, der gerne ohne Handschuhe arbeitet, mag das Ding ja problemlos bedienen können. Ich habe es mit meinen mitteleuropäischen Bürofingern bisher nicht geschafft, dass der Touchscreen das macht was ich will. Und nur das.
Ich setze jetzt auf den Lern- und Gewöhneffekt. Aber das ist ein No Go bei einem Gebrauchsartikel.


AC/DC - Live at River Plate [Blu-ray]
AC/DC - Live at River Plate [Blu-ray]
DVD ~ AC/DC
Preis: EUR 14,99

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reichsparteitag auf Speed, 14. August 2013
Seit Leni Riefenstahls revolutionärem "Triumph des Willens" habe ich keine so elektrisierende Inszenierung einer Massenveranstaltung mehr gesehen. Aber während bei Leni die Jungs auf der Bühne wirklich böse waren, tun ACDC glücklicherweise nur so. Wobei man ihnen die Anstrengung mit zunehmendem Alter immer mehr ansieht. Auf "Live at River Plate" haben sie aber eine so unfassbare Quantität und Qualität von Fans um sich, dass deren Energie wohl auch eine Truppe von Mumien zu ekstatischem Headbangen gebracht hätte. Die Aufnahmetechnik ist zwar nicht so revolutionär wie einst bei Leni, aber auf jeden Fall vom Allerfeinsten. Und so konnte sie denn aus drei Konzerten in Buenos Aires einen Mitschnitt hervorbringen, der das Entscheidende transportiert: Die zeitlose Musik und Show von ACDC und ein südamerikanisches Publikum, das mit einem Tsunami aus positiver Energie den Kontinent zum Beben bringt. Einmal bei einem solchen Konzert die Gitarre bei "Highway to Hell" zupfen... Angus Young muss einer der glücklichsten Menschen der Welt sein...


Romeo & Julia [Blu-ray]
Romeo & Julia [Blu-ray]
DVD ~ Leonard Whiting
Preis: EUR 12,49

3 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Theaterfans ein Muss !, 8. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Romeo & Julia [Blu-ray] (Blu-ray)
Dieser Film hat einen großen Anteil an meiner Liebe zum Theater. Wie Millionen anderer Schüler war ich angeödet von staubtrockenen Deutsch- und Englischsstunden mit Lesungen aus dem Reclam. Und die Klassikeraufführungen im örtlichen Stadttheater waren kurz davor, mir den Rest zu geben. Dann sah ich "Romeo & Julia" von Zefirelli im Fernsehen. Und ich war elektrisiert. Welche Energie, welches Spekatakel und gleichzeitig welch eine Tiefe in diesem alten Schinken steckte. Und der Theatermann Zefirelli bringt das alles zum Vorschein mit einer für heutige Verhältnisse fast schon sklavischen Werktreue, ohne das "Aufpoppen" und die Aktualisierungen späterer Adaptionen. Der Film gewann Oscars und schlug anno 1968 ein wie eine Bombe. Und es kam wie es kommen musste, er wird heute gerne auch mal von faulen Englischlehrern im Unterricht vorgeführt. Allerdings wohl fast ausschließlich in England. Wer sich ein bisschen für Theater interessiert und den Film noch nicht gesehen hat, sollte sich unbedingt diese Bluray zulegen.
PS: Über die technischen Details der Bluray kann ich natürlich nichts sagen.


Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort
Egon Loesers erstaunlicher Mechanismus zur beinahe augenblicklichen Beförderung eines Menschen von Ort zu Ort
von Ned Beauman
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Loeser - Der Loser des Jahrhunderts, 3. Juli 2013
Nachdem ich das Buch - im englischen Original - gelesen habe, muss ich mich schon über die teilweise enthusiastischen Kritiken wundern. Das Ding war für den Booker Preis nominiert ? Nun ja, Beauman ist ganz klar ein begnadeter Geschichtenfinder und -erfinder und einige Passagen des Buchs sind wirklich außergewöhnlich. Wer könnte z.B. im Wettbewerb der jämmerlichsten und verachtenswertesten Loser aller Zeiten die Geschichte von Scramsfield und seiner armen Verlobten schlagen ? Hier ist der Autor da, wo er wohl sein möchte. Leider meint er aber ansonsten, kaum einen Absatz ohne eine neue Portion möglichst plakativen und gerne auch krassen Humors auskommen zu können. Und dann fliegt dem Leser ach so vieles um die Ohren, was vor allem angestrengt und durchsichtig daherkommt. Sei witzig oder ich fress' Dich ! Englischer Humor auf Speed funktioniert leider nicht. Das Porträt eines Verlierers wird nicht dadurch besser, dass man sein Verlierertum in immer neuen, völlig überzeichneten Situationen vorführt. Erzählkunst und gelegentliche Tiefe (siehe Scramsfield) bewirken da viel mehr.
Ich weiß nicht welche Substanzen ihren Einfluss auf den Autor ausgeübt haben, als er dieses Buch schrieb. Ich würde für die Zukunft aber eine vorsichtigere Dosierung empfehlen. Dann könnte er irgendwann ein wirklich tolles Buch schreiben.


Sweet Tooth
Sweet Tooth
von Ian McEwan
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,44

0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Booooring !!!, 19. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Sweet Tooth (Gebundene Ausgabe)
Ian McEwans Romane waren schon immer Geschmackssache, mehr als viele andere literarische Werke. Seine erzählerischen Versuchsanordnungen sind oft kopflastig und überkonstruiert. Aber dann rechtfertigt er sein oftmals langatmiges Erzähltempo wieder durch meisterliche Schilderungen von Situationen und Konflikten, von Schicksalen und Allzumenschlichem. Und am Ende bleibt genau deshalb trotz aller Schwenks und Haken und Ösen und Langatmigkeiten das Bild eines Meisterwerks im Kopf. So war es bei mir bei "Atonement - Abbitte".
"Sweet Tooth" ist davon leider weit entfernt. Sicher hat sich der Meister viel dabei gedacht. Es geht um Täuschung und Lüge in zwischenmenschlichen Beziehungen und im Großen Ganzen. Den Hintergrund gibt der Kalte Krieg in seiner Hochphase in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts. Es kommen Geheimagenten vor, Intellektuelle, Schriftsteller, Gesellschaftliche Konflikte, die Kirche, der Literaturbetrieb, die Presse, Liebe, Sex, Verrat, Ölkrise, seltsame Zufälle, unfassbare Dummheiten, etc. pp. Das mag sich interessant anhören, vor allem aber ist es so überfrachtet, dass man sich inmitten des ganzen Gerümpels ziemlich langweilt. Denn das ist der zentrale Vorwurf, dem man Ian McEwan bei diesem Roman machen muss: Er schafft es nicht, die relevanten Figuren lebendig werden zu lassen. Die Fallhöhe bleibt gering, wen kümmert's was mit dieser Geheimdienst-Tussi letztlich passiert. Das Ganze lässt einen einfach kalt. Eine Bankrotterklärung für einen Schriftsteller wie Ian McEwan, dessen Talent gerade im Gegenteil besteht.
Bei allem Verriss: Irgendwie lohn sich die Lektüre dennoch. Ist immerhin Ian McEwan. Man sollte sich außerdem in postkommunistischen Zeiten hin und wieder klarmachen, dass der Kalte Krieg kein Sandkastenspiel war und dass es Zeiten gab, in denen dem Westen der A.... auf Grundeis ging, wie unser Nationaltorwart es ausdrücken würde.


Silver Linings [Blu-ray]
Silver Linings [Blu-ray]
DVD ~ Jennifer Lawrence
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen Ein Silberstreif am Horizont, 3. Juni 2013
Rezension bezieht sich auf: Silver Linings [Blu-ray] (Blu-ray)
Seit "Winter's Bone" bin ich ein Fan von Jennifer Lawrence und ich bin jedesmal wieder begeistert, wie sie es schafft, völlig verschiedenartige Filme mit ihrer Präsenz und ihrer Schauspielkunst zu tragen. Diesmal also eine romantische Komödie von der etwas abgedrehten Art, und auch das macht sie hervorragend. Wobei Sie in "Silver Linings" zugegebenermaßen nur eine unter vielen tollen Schauspielern ist und ihre Rolle lange nicht so exponiert wie in "The Hunger Games". Ihr männliches Pendant ist hier eigentlich die Hauptfigur und diese wird von Bradley Cooper erstklassig verkörpert. Auch Robert De Niro (wie viele Filme dreht der eigentlich so im Jahr ?) und der Rest der Schauspieltruppe machen richtig Laune. Dazu ein originelles Drehbuch, das allzu peinliche Plattitüden umschifft, das reicht in diesem Fall schon für ganz viel Spaß.
Fazit: Endlich mal wieder eine amerikanische Komödie, die man sich anschauen kann, nein, soll !


Angst und Schrecken in Las Vegas
Angst und Schrecken in Las Vegas
von Hunter S. Thompson
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

5.0 von 5 Sternen Schneeleopard auf Vollgas, 5. April 2013
In den 60ern saß man zum Zwecke des Drogenkonsums zwar gerne in Grüppchen zusammen. Am Ende führten die damals populären Drogen aber natürlich zum höchst subjektiven und abgeschlossenen Erleben im eigenen Kopf. Ein idealer Raketentreibstoff also für Egomanen. Und einer der größten und imposantesten Vertreter dieser Spezies ist ganz sicher Hunter S. Thompson. Den man am einfachsten sich selbst beschreiben lässt. "Auf meinen Grabstein werden sie eingravieren: Es wurde nie schnell genug für mich". "The last outlaw". "Auf dem Gipfel des Berges sind wir alle Schneeleoparden". Etc. pp. (Alles aus "Kingdom of Fear")
Die kulturhistorische Leistung von "HST" war es, die drogenbefeuerte Überhöhung des Individualismus und Subjektivismus in den 60er und 70er Jahren des vorigen Jahrhunderts auch im Journalismus eine Bastion gebaut zu haben. In einer Profession also, die ja traditionell eine gewisse Objektivität der Berichterstattung für sich reklamiert. Damit wurde im "Gonzo-Journalismus" des HST Schluss gemacht. Warum ein Motorradrennen durch die Wüste anschauen, wenn man den Auftrag hat, darüber zu berichten ? Stattdessen schreibt man über seinen beeindruckenden persönlichen Drogenkonsum in der fraglichen Zeit und über die sich daraus ergebenden, sehr subjektiv gefärbten "Erlebnisse", erschütternde Spesenrechnungen eingeschlossen.
"Angst und Schrecken in Las Vegas" ist sozusagen das erste große Werk des Gonzo-Journalismus, ein Klassiker. Das Lesen lohnt sich auch heute noch, denn schreiben kann er, der HST. Und er war tatsächlich eine imposante Persönlichkeit, dessen Leben am Limit für heutige brave Bürger undenkbar erscheint und auch schon damals erschien: "Wie macht er das ? Wie kann er immer weiter so leben wie wir es früher getan haben, und überleben ?" (Kingdom of Fear). Aber auch damals schon waren Drogen nur etwas für Starke, wie HST betont, für Schneeleoparden wie ihn. Normalmenschen sollten die Finger davon lassen - und lieber dieses Buch lesen.


Tschick
Tschick
von Wolfgang Herrndorf
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Ein Muss für alle, die 14 Jahre alt sind oder waren, 3. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Tschick (Taschenbuch)
Was hätte ich darum gegeben, wenn es damals, als ich 14 Jahre alt war, ein solches "Jugendbuch" gegeben hätte. In dem eine wirklich abgefahrene Story erzählt wird, aber auf eine lakonische, ja melancholische Weise, welche die Geschichte immer in der Realität festhält. Unter der krassen Oberfläche der geschilderten Ereignisse wird hier so viel Schönheit und Wahrheit über das Erwachsenwerden sichtbar, dass man sich auch als alter Sack mehrfach totlachen und gleichzeitig die süßen und bitteren Empfindungen von damals wieder ins Gedächtnis rufen kann. Die lohnendsten 250 S., die ich seit langem gelesen habe !


1913: Der Sommer des Jahrhunderts
1913: Der Sommer des Jahrhunderts
von Florian Illies
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

23 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jahrhundert-"Gala" für den Bildungsbürger, 21. Februar 2013
Erstaunlich, dass sich dieses Buch so gut verkauft. Offensichtlich gibt es doch noch mehr von den sogenannten "Bildungsbürgern" als man angesichts des Fernsehprogramms annehmen sollte.
Wer entsprechende Vorkenntnisse hat und auch gerne mal im Flieger oder beim Friseur die "Gala" oder die "Bunte" in die Hand nimmt, der wird über dieses Buch sehr glücklich sein. Alles Namen, die man kennt oder die man zumindest schon mal irgendwo gehört hat. Zu diesen dann Stories von harmlos bis saftig. Waren alles auch nur Menschen, die Heroen aus Kunst und Literatur vor hundert Jahren. Jedenfalls könnte man bei der Lektüre den Eindruck gewinnen, dass sie alle zusammen damals eine ebenso lästige und omnipräsente "Gesellschaft" bildeten wie die heutigen Protagonisten der Klatschspalten. Und hätte Adolf nicht aufgehört mit dem Postkartenzeichnen, gäbe es zwischen beiden sicher eine ununterbrochene Verwandtschaft in gerader Linie. Allerdings lebte man als Promi Anfang des 20. Jahrhunderts ofensichtlich sehr großbürgerlich und in der Regel ohne Geldsorgen, wie in einer Raumstation, ohne medialen Kontakt zum "gemeinen Volk". Welches ja wenig später unter der Regie des "Postkartenzeichners" dem bunten Treiben ein jähes Ende setzte. Zu dieser - sehr augenfälligen - "Abgehobenheitsproblematik" hat Herr Ilies leider keine Geschichten beisteuern wollen.
Genug gelästert, es ist ein Buch, das sich schön und schnell liest. Florian Illies hat seine Quellen ausreichend(!) fleißig beackert und man kann sich die kurzen Häppchen immer mal wieder zwischendurch zu Gemüte führen. Am besten allerdings nicht am Stück, denn sonst wird einem - wie immer bei Fast Food - irgendwann schlecht und das Gehirn verkleistert. Schade auch, dass der Autor zwar ein Literaturverzeichnis anfügt, es aber mangels Fußnoten und Verweisen nicht so einfach möglich ist, an einer als interessant empfundenen Stelle tiefer einzusteigen. Hätte wohl zu wissenschaftlich ausgesehen.


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