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Rezensionen verfasst von
Reinhard Weber (München)
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Scrum mit User Stories
Scrum mit User Stories
von Ralf Wirdemann
  Gebundene Ausgabe

17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Modernes Scrum - praktisch und gut erklärt, 10. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Scrum mit User Stories (Gebundene Ausgabe)
Ein empfehlenswertes Buch für alle, die sich in Scrum einarbeiten wollen oder sich schon damit befassen. Vor allem aus zwei Gründen:

1. Ralph Wirdemann geht die Sache praktisch an, und das ist hilfreich.
Gerade in der deutschen Scrum-Literatur findet man oft genug nüchterne Verfahrensregeln und Checklisten für den Scrummaster. Geht's auch ein bisserl anschaulicher? Ja, Wirdemann bringt viele anschauliche Beispiele aus seinem fiktiven Projekt scrumcoaches.com ("This application might be developed sometime", sagt die Website im wirklichen Leben). Und er bringt jede Menge nützlicher Hinweise aus seiner Beratungsarbeit: Was bei Teams in bestimmten Situationen funktioniert hat, was nicht und warum. Er stellt in vielen Fällen konkrete Entscheidungsalternativen gleichberechtigt vor, welcher Lösung er dabei zuneigt, aber auch was für die andere Entscheidung spricht. Hilfreich fand ich besonders die Warnungen vor Fallen, in die er selbst in Projekten getappt ist. Beim Lesen gewinnt man den Eindruck, dass Scrum von dieser Welt ist, und dass ganz normale Teams davon profitieren können. Das mag vor allem denen helfen, die sich durch esoterische Ausführungen agiler Evangelisten eher abgeschreckt fühlen.

2. Die vorgestellen Scrum-Konzepte sind auf der Höhe der Zeit
Auch wenn Scrum-Vater Ken Schwaber vor kurzen in einem Interview behauptet hat, dass sich Scrum kaum verändert, scheint mir das Gegenteil der Fall. Gerade die Beiträge von Mike Cohn haben mit User-Stories und agilem Schätzen und Planen Scrum um wirklich neue Konzepte bereichert und vom praktischen Nutzen her deutlich aufgewertet. Ralph Wirdemann setzt hier den richtigen Schwerpunkt, wenn er Userstories als zentrales Scrum-Konzept gleich mit in den Titel seines Buches aufnimmt. Er beschreibt sehr anschaulich, wie man gute Userstories schreibt, wie sie das Projektteam ins Gespräch und das Projekt selbst weiterbringen. Er erklärt, wie sinnvoll es für ein Projektteam sein kann, Schluss zu machen mit Aufwandschätzungen und Zeiterfassung und stattdessen mit Planungspoker, Storypoints udn Velocity-Charts zu einer verläßlicheren Einschätzung von Teamleistung und Feature-Kosten zu kommen. Gerade dieses Thema ruft bei vielen Entwicklern und Projektmanagern oft Ungläubigkeit und Kopfschütteln hervor - hier wird es so schlüssig dargestellt, dass auch mancher eingefleischte Mannstunden-Planer über den konkreten Einsatz zumindest mal nachdenken mag.

Angenehm ist dabei, dass sich Wirdemann niemals als Konzept-Stalinist gebärdet. Niemals muss und kann etwas nur so sein und nicht anders. Ganz im Gegenteil: Die Konzept werden dargestellt, mit Vorteilen, mit potentiell problematischen Seiten und oft auch Alternativen erläutert. Was wann in welcher Ausprägung taugt, muss jeder in der seiner Projektsituation mit sich, seinem Team und seinen Kunden ausmachen. Und so ist Scrum schließlich auch gedacht.

Eine wirkliche Bereicherung der deutschen Scrum-Literatur - definitiv lesenswert.


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