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nail75 "nail75"

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Dinosaurier! Die Kulturgeschichte
Dinosaurier! Die Kulturgeschichte
von Alexis Dworsky
  Broschiert
Preis: EUR 30,90

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und spannend, 28. Oktober 2011
Eine sehr unterhaltsame Reise durch die verschiedenen Inkarnationen des Dinosauriers - oder besser: unseres Bild vom Dinosaurier und was dieses über uns zu verschiedenen Zeiten der Geschichte verrät. Die Anwendung kulturgeschichtlicher Methoden auf naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Debatten ist vollauf gelungen und erbringt spannende Ergebnisse.


Griechische Geschichte . Von den Anfängen bis zum Beginn des Hellenismus
Griechische Geschichte . Von den Anfängen bis zum Beginn des Hellenismus
von Karl-Wilhelm Welwei
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 51,00

35 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kein Standardwerk, 25. Oktober 2011
Karl Wilhelm Welweis Griechische Geschichte ist leider nicht das vom Verlag erhoffte Standardwerk geworden.

Natürlich besitzt Welwei überragende Kenntnisse der antiken griechischen Geschichte und interpretiert Schriftquellen ebenso sicher wie archäologische Befunde, was keine Selbstverständlichkeit ist. Er ist - offensichtlich - auf dem neuesten Stand der Forschung und bezieht dezidiert Stellung zu strittigen Grundsatz- und Detailfragen. Seine Griechische Geschichte eignet sich vor allem als Handbuch, um sich schnell auf den Forschungsstand zu bringen.

Allerdings gelingt es Welwei nur gelegentlich, sein überragendes Wissen auch in systematischer, strukturierter Form zu präsentieren. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Das Buch beginnt mit einer sehr ausführlichen Darstellung der griechischen Frühzeit. Das ist im Grunde ein lobenswertes Unterfangen, aber in einem Buch das sich an neben "Fachkollegen" auch an "Studierende, Lehrer der Geschichte und einen breiteren Leserkreis" wendet, hätte Welwei die grundlegenden Strukturen viel klarer vermitteln müssen. Das ist eine generelle Schwäche des Werks, sie tritt aber auf den ersten 150 Seiten besonders hervor, da nur Spezialisten mit der mykenischen Geschichte oder der Geschichte der quellenarmen dunklen Jahrhundert wirklich vertraut sind. Man kann auch problemlos ein Studium der Alten Geschichte bewältigen, ohne sich jemals mit den Unterschieden zwischen "Späthelladikum III B" und "Späthelladikum III C" beschäftigen zu müssen. Hier wäre deutlich mehr Führung durch den Autor nötig gewesen. Ein allgemeinverständlicher Satz wie "Der Ausdruck "helladische Periode" (auch "Helladikum") ist synonym für die Bronzezeit auf dem griechischen Festland" (Quelle: dt. Wiki), findet sich bei Welwei jedoch nicht. Der Auto liefert eine Fülle von Details, diskutiert Forschungsergebnisse bis ins Kleinste, aber er versäumt es, dem Leser klare Strukturen vorzugeben.

Das Lektorat hätte unbedingt auf eine systematischere Darstellungsform drängen müssen: Ich habe noch nie ein Buch gelesen, in dem der Ausdruck "wie bereits gesagt" (oder Artverwandtes) so häufig vorkommt wie in diesem. Ein gewisses Maß an Wiederholung ist stets angebracht, aber was hier geboten wird, ist ermüdend. Geschätzte zwei Dutzend Mal wird geschrieben, dass die Bezeichnungen "demokratisch" oder "oligarchisch" für Staatsformen in verschiedenen Polis vor der Ausbildung der Demokratie in Athen anarchronistisch sind. Die Tatsache, dass "Wanderungen" nicht als großangelegte Feldzüge zu verstehen sind, sondern als langsames Einsickern von Bevölkerungsgruppen, wird vielfach wiederholt. Man könnte Dutzende (!) weiterer Beispiele nennen.
Mehr noch, das Lektorat hat den Autor auch nicht dazu bewegen können, Ereignisfolgen systematisch und chronologisch darzustellen. Ein Beispiel ist die Schilderung der Schlacht von Himera auf Sizilien:
Zunächst wird die Schlacht von Himera als Sieg Gelons (Tyrann von Syrakus) erwähnt (S. 215), woraufhin die "Siedlungspolitik" Gelons, die politischen Allianzen Siziliens und die Ursache der kathargischen Invasion geschildert wird. Dann folgt die Erwähnung, dass die Katharger mit einer starken Streitkraft landeten, die vernichtend geschlagen wurde (216 Mitte). Es folgt die Schilderung der Machtstruktur in Syrakus, dann die nach S. 194 mindestens zweite Erwähnung des Umstands, dass Gelon eine Beteiligung an den Perserkriegen ablehnte, weil eine "kathargische Invasion drohte", die aber auf der Seite zuvor schon siegreich zurückgeschlagen worden war. (217 Mitte) Dann widmet sich der Autor den Zielen der bereits abgewehrten Invasion der Katharger und ordnet die Bedeutung der Schlacht bei Himera ein. Außerdem erwähnt der Autor den Tod Gelons. Es folgt ein Exkurs über Kyme.
Zu Beginn des nächsten Kapitels (218) ist Gelon "wiederauferstanden" und nach der Schlacht von Himera der "dominierende Herrscher in Sizilien". Außerdem befürchten die Katharger die Gegen-Invasion von Gelon und suchen bei ihm erfolgreich um Frieden nach. Dieser stiftet daraufhin Weihgeschenke für Delphi und Olympia, stirbt zwischen den Zeilen ein zweites Mal und wird von seinem Bruder Hieron als Tyrann beerbt. Man kann an der unsystematischen Erzählweise wirklich verzweifeln, zumal man auch hier eine ganze Reihe von Beispielen liefern könnte.

Damit sind die Probleme der Griechischen Geschichte noch nicht abschließend beschrieben: Trotz der Konzentration auf Politikgeschichte (jedenfalls in klassischer Zeit) bleibt die Darstellung seltsam ausdrucksschwach. Es fehlt dem Buch an Leben, an Lebendigkeit der Schilderung. Es gelingt Welwei nicht, die griechische Geschichte greifbar, erlebbar zu machen. Wenn man dieses Buch mit einem anderen Alterswerk eines großen Historikers vergleicht, nämlich Johannes Frieds "Mittelalter", dann ist letzteres (trotz vieler problematischer Urteile) weitaus anschaulicher und vermittelt ein echtes Gefühl für die Vielgestaltigkeit mittelalterlichen Lebens, einschließlich des Geisteslebens. In Welweis Werk erhält man nie den Eindruck, dass die griechische Geschichte sonderlich interessant ist.
Und in noch einem Punkt ist Fried Welwei überlegen und zwar im systematischen Zugriff. Welwei beschränkt sich auf eine reine Politikgeschichte und geht auf Kultur, Philosophie, Wissenschaft und geistiges Leben nur in einem Abschlusskapitel und auf die Wirtschaft und Sozialstrukturen nur am Rande ein (wobei er letztere offensichtlich nur negativ behandelt - im Sinne von: "darf nicht verstanden werden als").
Es ist immer etwas unfair, einem Autor vorzuwerfen, er hätte besser ein anderes Buch geschrieben, aber dieses Buch wäre so viel interessanter gewesen, wenn es Verknüpfungen geschaffen hätte zwischen Philosophie/Wissenschaft/Kultur, Wirtschaft/Sozialstruktur und Politik, anstatt Philosophie und Kultur in einem zwanzigseitigen Schlusskapitel "nachzuschieben". Man kann heutzutage schlichtweg kein Standardwerk schreiben, indem man kultur - und ideengeschichtliche Aspekte so stiefmütterlich behandelt. Der abschließende Epilog mit seinen Bewertungen hätte ebenfalls Teil des Fließtextes sein müssen. Wieso ist Welwei damit eigentlich so zurückhaltend? Hier könnte er doch mit der Autorität eines mehr als sechzigjährigen Schaffens als Historiker sprechen.

Abschließend noch drei formale Kritikpunkte: Die Karten und Abbildungen sind nützlich, sie sind aber im Text nicht verknüpft, das heißt man muss sie sich selbst erschließen. Auf manchen recycelten Karten ist die Färbung so dunkel, dass man kaum etwas lesen kann und außerdem scheint das Setzprogramm fehlerhaft zu sein, da insbesondere der Buchstabe "V" häufig in zu engem Abstand dargestellt wird. Ja, es ist seltsam, aber es ist so. Diese Aspekte haben aber keinen Einfluss auf die Bewertung.


Kleine Kulturgeschichte des Geldes
Kleine Kulturgeschichte des Geldes
von Dieter Schnaas
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein leidenschaftliches Essay mit Schwächen, 11. September 2011
Es handelt sich bei diesem Buch um ein flott und lebendig geschriebenes Essay, das die vielgestaltige Natur des Geldes aufzuspüren und nachzuzeichnen versucht. Wenn selbst die klügsten Geister an diesem Versuch gescheitert sind, wie Schaas konstatiert, so unternimmt er dennoch den Verusuch, die Wandlung des Geldbegriffs vom Münzgeld aus Edelmetall hin zum sog. "Nicht-Geld" nachzuzeichnen, das nur in Form von Zahlen auf einem Monitor erscheint. Der Versuch, die widersprüchliche Gestalt des Geldes zu greifen, gelingt aber nur teilweise, weil nie vollkommen klar wird, inwiefern "Anti-Geld" (Kreditgeld) oder "Nicht-Geld" (Monitorgeld) wirklich Geld sind oder nicht - und was daraus genau folgt! Der Autor bejaht das zwar, erblickt in der explosionsartigen Vermehrung dieses "Nicht-Geldes" aber gleichzeitig die Ursache der Finanzkrise. Eigentlich sei die Krise zudem eine heilsame "Erholung" von "exzessivem Kreditmissbrauch", die durch das staatliche Eingreifen nur verschlimmert werde, weil sie das Vertrauen in das Geld zerstört, auf dem sich der Staat und seine Währung gründet. Gleichzeitig besitzt Schnaas aber (zu Recht) Bewusstsein für die Notwendigkeit von Kapital (also "Anti-Geld") als Stimulanz der Wirtschaft. Wo aber hört das "gute Geld" auf und wo fängt die schlechte, weil exzessive Entwicklung an?

Geld besitzt offensichtliche Eigenschaften, die Schnaas hätte deutlicher herausarbeiten können, nämlich eine Tendenz zur Abstraktion zur Abkopplung vom physischen Wert des Mediums, das wir als Geld bezeichnen (Tier->Münze->Geldschein->Monitorgeld). Darüber hinaus sind "Geldkrisen" offensichtlich eine Konsequenz der Existenz von Geld, egal ob sie durch Münzverschlechterung oder durch Spekulationsblasen hervorgerufen werden, die es auch in früheren Jahrhunderten häufig gab. Ob und inwiefern sich die aktuelle Krise fundamental von früheren Krisen unterscheidet (oder letztlich nur deren Pendant in einer globalisierten Welt darstellt), darüber hätte ich gerne mehr gelesen.

Ein Aspekt geht ganz verloren, nämlich der Nutzen des Geldes für den Staat. In der heutigen Zeit dient Geld in vielen europäischen Ländern vor allem dazu, Sozialleistungen zu finanzieren, wie Schnaas richtig schreibt. In früherer Zeit, sowohl im Römischen Reich der Antike, wie auch im Spätmittelalter, der Frühen Neuzeit (und teilweise bis heute) diente es vor allem zur Finanzierung von Armeen und Kriegen. "Feudalherren" benötigten Geld ja nicht nur zur Befriedigung "ihrer verfeinerten Neigungen", sondern ganz banal zur Kriegsführung - denn nichts ist teurer als ein Krieg. Den Zusammenhang zwischen Kriegen und Geld zu erörtern, wäre sehr interessant gewesen, weil damit ein negativer Aspekt von Geld jenseits seiner von Schnaas vielbetonten "emanzipatorischen Wirkung" erschlossen worden wäre. Die Kritik an der fehlenden Auseinandersetzung mit den Schattenseiten des Geldes, teile ich.

Schnaas konstatiert am Ende des Buches optimistisch, dass das zunehmende Bewusstsein globaler Abhängigkeit uns zwingt, die ökologischen Kosten des Wachstums zu beziffern. Ob die geld-bemessene Verteuerung der Ressourcen uns ermöglicht, den Lebensraum Erde für künftige menschliche Generationen zu erhalten (und hier klingt Carl Sagans Schlussworte aus "Unser Kosmos" überdeutlich an), muss sich erweisen, aber Schaas würde diesen Wandel wohl als den wichtigsten Triumph des Geldes betrachten.


Die athenische Demokratie
Die athenische Demokratie
von Angela Pabst
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Was will uns die Autorin sagen?, 2. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die athenische Demokratie (Taschenbuch)
In den vorhergegangenen Rezensionen wurde zu Recht darauf hingewiesen, dass es sich bei dem Werk von Angela Pabst nicht um eine Einführung in die Athenische Demokratie handelt. Stattdessen stellt dieses Buch eine dicht gewobene Betrachtung der zentralen Grundkonzepte und der praktischen Struktur der Athenischen Demokratie dar, die nicht nur die Ereignisgeschichte und genaue (!) Kenntnisse des antiken Griechenlands voraussetzt, sondern auch die Kenntnis der einschlägigen Quellen. Wer nicht über hervorragende Kenntnisse in diesen Bereichen verfügt, den wird dieses Buch komplett überfordern. Darüber hinaus ist es in einem sehr anstrengenden Schreibstil geschrieben, der die komplexen Zusammenhänge nicht mit der nötigen Klarheit vermittelt. Das ist aber die Grundvoraussetzung zur Beurteilung eines Werkes, das den Anspruch erhebt, wissenschaftliche Kenntnisse zu vermitteln. Aus diesem Grund muss die Bewertung leider sehr negativ ausfallen, denn wenn ich nicht verstehe, was die Autorin mir sagen will, dann kann ich das Buch auch nicht mit Gewinn lesen.


Wai Notes
Wai Notes
Preis: EUR 18,25

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlimme Soundqualität, nur für Fanatiker, 30. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Wai Notes (Audio CD)
Es handelt sich bei dieser CD um die Demos von Bonnie Prince Billy und Dawn McCarthy für das Album "The Letting Go". Leider sind die Demos in Bezug auf die Soundqualität schlecht und deshalb werden sich wohl nur wenige dieses Album mehr als einmal anzuhören. Als kostenloser Download wäre das eine tolle Sache gewesen, dafür aber den vollen Preis zu verlangen, ist ziemlich dreist. Eine überflüssige Veröffentlichung.


Looking for a New World
Looking for a New World

7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachruf auf eine große Band, 18. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Looking for a New World (Audio CD)
Die letzten Rezensionen sind 7 Jahre alt, die Band gibt es nicht mehr aber die Alben sind zum Glück noch erhältlich. Vor kurzem habe ich die drei CDs der Band noch einmal herausgekramt und mir mit dem Abstand mehrerer Jahre angehört. "Looking for a New World" ist immer noch ein herausragendes Album: Der Titelsong ist und bleibt der perfekte Album-opener, eine selbstgeschriebener vorwärtstreibender irischer Folksong. "Ye Jacobites By Name", eigentlich ein anti-Jakobiner-Lied aus der Zeit der Französischen Revolution, wird so emphatisch vorgetragen als müsse man sich mit den Jakobinern auch wirklich auseinandersetzen. Am Schönsten aber sind die melancholischen Lieder: das Traditional "Song for a Friend" ist herzergreifend rührend ohne kitschig zu sein. Die von der Band komponierten "Isn't it" und "Nothing Else" sind vielleicht nicht immer textlich überzeugend, werden mit solcher Innbrunst vorgetragen, dass man sich ihrem Reiz nicht entziehen kann. Man spürt die Wahrheit in Gesang und Musik, die Gefühle, welche diese Stücke inspiriert haben. Musikalisch und gesanglich hat diese Band sowieso immer überzeugen könne. Berk Demiray und Simone Freimüller sind auf ihre Art ideale Sänger für den irisch-folkigen Stil der Band. Rainer Burgmer und Mathias Kohlmann sind vielseitige Instrumentalisten, welchen es gelingt, jedes Lied durch ihr überzeugendes Spiel zu gestalten. Wenn deutsche Bands Stile aus fremden Ländern ist das oft peinlich, grauenhaft oder barbarisch. Nicht so Wild Silk: Ihnen gelang es aus dem Einfluss des irish folk ihren eigenen Stil zu formen und mit Enthusiasmus und Liebe vorzutragen. Die Band gibt es nun nicht mehr, aber die CDs kann man weiterhin kaufen. Ich hoffe, es finden sich genug Hörer.


A Certain Trigger/Missing Song
A Certain Trigger/Missing Song
Wird angeboten von Cardboardstore
Preis: EUR 35,00

8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ärgernis und Gelegenheit zugleich, 11. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: A Certain Trigger/Missing Song (Audio CD)
Es ist leicht, zynische Kommentare über Wiederveröffentlichungen bereits erschienener CDs zu machen und auch in diesem Fall gibt es allerlei Grund dazu. Wer jedoch "A Certain Trigger" noch nicht besitzt, der kann hier günstig die gesamten veröffentlichten Studio-Aufnahmen der hervorragenden englischen Band erwereben. "A Certain Trigger" ist immer noch exzellent und auch die Zusammenstellungen der Demos und B-Seiten auf "Missing Songs" wird alle Freund des Brit-Pops erfreuen.


Kunststück
Kunststück
Preis: EUR 7,49

2 von 112 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaft!, 11. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Kunststück (Audio CD)
Ich bitte meine übertriebene Großzügigkeit zu entschuldigen, aber leider kann man bei Amazon nicht null Sterne vergeben. Wer schon Schandmaul-Fan ist, wird sich sicherlich auch dieses Album kaufen, alle anderen sollten die Finger davon lassen, denn die Musik ist wirklich grauenhaft.
Es würde mir wirklich schwerfallen diesem Album auch nur einen einzigen positiven Aspekt abzugewinnen: die sowieso schon schlechte Musik funktioniert mit einem Orchester noch weniger als normal, die Texte sind furchtbar schwach, die Stimmung träge und der Klang enttäuschend. Wer darauf hofft, ein stimmungsvolles Live-Erlebnis genißen zu können, wird schwer enttäuscht werden. Nichts reißt hier mit, alles ist oberflächlich, beliebig und gänzlich uninteressant.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Aug 23, 2010 2:15 PM MEST


Z
Z
Wird angeboten von ZUMM
Preis: EUR 24,98

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erfreulich abwechslungsreich!, 8. Dezember 2005
Rezension bezieht sich auf: Z (Audio CD)
Mein Freund John aus Louisville, Kentucky, woher auch My Morning Jacket kommen, mag die Band nicht besonders. Ein wichtiges Argument dabei ist für ihn, dass sich nicht erinnern kann, dass sie jemals in ihrer Heimatstadt gespielt haben.
Auch musikalisch offenbaren sie sich als Außenseiter der gediegenen Musikszene von Louisville: Statt gradlinigem Rock oder Folk-Rock machen My Morning Jacket epischen Rock, der sich vor eingängigen Melodien nicht scheut, aber gleichzeitig eine Tendenz zum Grandiosen, zum Monumentalen hat.
Wer nun befürchtet, das My Morning Jacket die Forsetzung des Progressive Rock mit anderen Mitteln repräsentieren, der sei beruhigt. Dazu haben sie viel zu viel amerikanischen Indi-rock gehört; manchmal ("What a Wonderful Man") erinnern sie an die Flaming Lips, in anderen Augenblicken an Modest Mouse (vielleicht wird ja "Off the Record" ihr "Float On"), in ihren ruhigeren Momenten auch an Mercury Rev ("Gideon, Into the Woods"), Vergleiche mit Neil Young sind dagegen gewagt, auch wenn es manche Gemeinsamkeiten gibt (z. B. "Knot Comes Loose", das Gitarrensolo auf "Lay Low"), denn dieser kommt doch meistens eher unprätentiös daher, besser dagegen passt der Vergleich zu Elton John's Sound in den 1970ern.
Aber My Morning Jacket sind doch weniger ergebunden, weniger interessiert an Geschichten, Momentaufnahmen und Charakterbildern, sondern schweben in ihrem ganz eigenen Universum aus Melodien, Rhythmus und Klang. Dass dieses Album trotz seiner aufwändigen Produktion natürlich, konzise und "tight" klingt, ist ein weiterer Beleg für die beachtlichen Fähigkeiten der Band.


Meet You at the Corner of the World
Meet You at the Corner of the World
Wird angeboten von music-musik-musique
Preis: EUR 14,98

4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gute Musik, schlechter Klang, 12. September 2005
Vielleicht wundert sich der ein oder andere Leser, der mit diesem Set nicht vertraut ist, warum ein Jazz Messenger Live CD in der Besetzung Lee Morgan, Wayne Shorter und Bobby Timmons nur drei Sterne erhält. Der Grund ist der Sound, der zum Teil heftige Verzerrungen aufweist. Da dieses Problem auch im neuen Remaster nicht behoben wurde, war es offenbar ein Problem der Originalbänder. Das ist bedauerlich, denn die Musik ist hörenswert, teilweise sogar exzellent. Andere Live-Mitschnitte der Jazz Messengers in anderer Besetzung (At Birdland, At the Cafe Bohemia, At the Jazz Corner of the World) sind diesem Album daher auf jeden Fall vorzuziehen.


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