Profil für Joachim Hausknecht > Rezensionen

Persönliches Profil

Beiträge von Joachim Hausknecht
Top-Rezensenten Rang: 3.102.702
Hilfreiche Bewertungen: 42

Richtlinien: Erfahren Sie mehr über die Regeln für "Meine Seite@Amazon.de".

Rezensionen verfasst von
Joachim Hausknecht (Berlin)
(REAL NAME)   

Anzeigen:  
Seite: 1
pixel
Germanica - Unsere Vorfahren von der Steinzeit bis zum Mittelalter
Germanica - Unsere Vorfahren von der Steinzeit bis zum Mittelalter
von Uta von Freeden
  Gebundene Ausgabe

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissenschaft, die begeistert, 30. Dezember 2007
Lassen Sie sich vom Umschlagdesign nicht beirren: Geboten wird ein grundsolider Überblick der archäologischen Funde auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland, reich illustriert und allgemeinverständlich kommentiert. Die Geschichte des Fachs Archäologie wird ebenso erläutert wie Fragestellung, Methoden und Stand der Forschung.
Viele Details kann man so nicht im Museum sehen - sei es, weil die einzelnen Funde dort nicht in einen so übergreifenden Kontext gestellt werden können (dort bleibt die Trichterbecherkultur eben meist ein langweiliger Scherbenhaufen, statt einem spannenden kulturhistorischen Krimi wie hier im Buch); sei es, weil sie gar nicht dauerhaft ausgestellt werden können, wie z.B. die ältesten von Menschenhand gefertigten Holzgegenstände (Speere), die tatsächlich in Deutschland (im Braunkohletagebau des Harzvorlands) gefunden worden sind.
Ein Buch völlig ohne Tempel wie bei Indianerjones, und nur wenigen Goldschätzen: Aber dennoch angetan, um in uns allen den Traum von Ausgraben neu zu erwecken und sicher ein pädagogisch hochwertvolles Geschenk. Nur den Einband, den sollte man verschwinden lassen, um nicht einen politisch fragwürdigen Eindruck zu erwecken...
Kommentar Kommentare (2) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Oct 29, 2009 2:53 PM CET


Die Rebellin. Die Gilde der Schwarzen Magier 01.
Die Rebellin. Die Gilde der Schwarzen Magier 01.
von Trudi Canavan
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

24 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fauler Zauber, 30. Dezember 2007
Das Buch ist der Einstieg zu einem 3-Bändigen Fantasy-Werk gängiger Machart: Ein Mädchen aus dem Volk entdeckt zufällig ihre magische Begabung, wird von der hochnäsigen Magiergilde gejagt, von der Gilde der Diebe versteckt und von einem jungen Mann beschützt.
Um es gleich zu sagen: Etwas Schrecklicheres hat der Rezensent seit langer Zeit nicht mehr gelesen (genauer gesagt: seit einem DSA-Roman, wo am Ende alle tot waren, und das war der einzige Plot).
Fast das ganze Buch lang muß sich dieses arme Mädchen, Sonea, in den Geheimgängen der Diebesgilde verstecken - ab und an gibt es zum Ausgleich einen Ausflug übers Dach, um den Häschern zu entgehen und wie nebenbei ein wenig die Szenerie zu schildern - aber dann gehts schon wieder ab in den nächsten Ziegelgang.
Über die Welt des Fantasy-Romans erfährt man praktisch nichts, außer, daß dort die Insekten keine sechs, sondern acht Beine haben. Vielleicht ein Fehler der Autorin, die als Australierin den Unterscheid zwischen Insekten und Spinnentieren doch eigentlich kennen sollte. Vielleicht aber auch beabsichtigt: Wie der Name der Titelheldin "Sonea" verrät, hält Frau Trudi nichts davon, den Leser mit zu phantasievollen Schöpfungen zu überfordern... "Mittelalterliche" Stadtkulissen sind in Australien natürlich nicht eben dicht gesäht; und das merkt man dem Roman auch an. Kann sein, daß die nächsten beiden Bücher der Trilogie besser sind, denn so auf den letzten 30 Seiten wirds tatsächlich ein ganz klein wenig spannend, unter anderem, weil sich ein Magier langsam aber sicher seinem Outing nährt - immerhin ein Tabuthema in der Fantasy-Szene - , und der Gildemeister sich als Schwarzmagier entpuppt. Dem Rezensenten war aber gründlich die Lust vergangen, sich weiter mit so einem Machwerk zu beschäftigen. Den Erfolg kann man sich nur so erklären, daß solch ein Buch leicht auf dem Weg zur Arbeit an der Bushaltestelle gelesen werden kann, und bei all der Langeweile niemand merkt, daß er 50 Seiten lang gepennt hat.
Kurzum: eine glatte 6!


Der Gesang des Dodo: eine Reise durch die Evolution der Inselwelten
Der Gesang des Dodo: eine Reise durch die Evolution der Inselwelten
von David Quammen
  Taschenbuch

10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Inselhopping einmal anders, 29. Juli 2004
Niemand weiß, wie "Der Gesang des Dodo" sich wirklich angehört hat - denn der Dodo, eine Art flugunfähige Riesentaube, wurde bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet. Im Englischen heißt "dead as a Dodo" daher auch sowiel wie mausetot, endgültig ausgelöscht. Ein Schicksal, das mit dem Dodo viele Tier- und Pflanzenarten teilen, die auf Inseln heimisch sind.
David Quammen, profilierter Wissenschaftsjournalist, betreibt ein abenteuerliches Inselhopping in Zeit und Raum, um die "Ökologie der Inselwelten" auch für den kaum vorgebildeten Leser verständlich zu machen. Hauptaugenmerk bleibt trotz eingängiger Schilderungen kauziger Forscher und ihren Lieblingen immer die Grundthese des Buches: die Anfälligkeit kleiner Populationen.
Ein in jeder Hinsicht fesselndes Buch, Naturgeschichte in ihrer ursprünglichen Bedeutung. Ein ebenfalls recht dickes Buch, gewiß, und mancher wird manches als Längen empfinden. Dafür wird fast jeder seinen besonderen Liebling, seine eigene Inselwelt entdecken - und dafür wird sich die Lektüre lohnen.


Castaway
Castaway
von Lucy Irvine
  Taschenbuch

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine moderne Robinsonade, 18. November 2002
Rezension bezieht sich auf: Castaway (Taschenbuch)
Lucy Irvines Buch "Castaway" berichtet von einem Jahr als auf der Insel Tuin in der Torres-Straße zwischen Australien und Papua-Neuguinea. Per Zeitungsannonce als Begleiterin "gecastet" hatte sie "Mr. Robinson", ein gescheiterter Schriftsteller.
Die ihr zugedachte Rolle der Freitag übernimmt sie Anfangs nur widerwillig, in zunehmendem Maße gar nicht mehr. Mr. Robinson ist aufgebracht. Einzig der Kampf ums tägliche Überleben schweißt sie zusammen.
Was Fakt und Fiktion ist, mag dahingestellt bleiben. Auf jeden fall gelingt Irvine eine spannenede Auseinandersetzung mit den verschiedensten Klischees: was die Rolle der Frau betrifft (die Mr. Robinson eben nicht zu Diensten ist), die Romantik des Überlebens (trefflich karrikiert mit einer Schilderung diverser Vergiftungen und Verdauungsbeschwerden)und letztlich der Unmöglichkeit einer wirklichen Abgeschiedenheit (die Insulaner der Nachbarinseln entdecken Mr. Robinsons Talent für Motorreparaturen).
Fazit: Eine moderne Robinsonade, gut zu lesen und sicher ein Buch für den kommenden Winter für alle, die sich an einer mittlerweile etwas seltsamen Mischung von Feminismus und Naturesoterik im Analyse-Slang nicht stören. Zum Schluß sei noch auf die Verfilmung (nicht zu Verwechseln mit Tom Hanks) und ein ziemlich aktuelles Folgebuch, Faraway, sowie eine Beschreibung ihrer Kindheit und Jugend, Runaway, hingewiesen. Wie wohl ihr letztes Werk heißen Wird? Anyway...?


Seite: 1