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Rezensionen verfasst von
andreas jacke

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Where Are We Now?
Where Are We Now?

4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Take that train, 15. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Where Are We Now? (MP3-Download)
Niemand hat nach 10 Jahren Pause mit einem neuen Album gerechnet. Es ist wundervoll! Die Single ist nach mehrfachem Hören extrem traurig und der Text schließt an viele andere Texte an. Eine Odyssee durch die Vergangenheit. Die typischen einfachen und immer treffenden sich zugleich widersprechenden und rätselhaften Wörter, die eine ganz eigene Stimmung fabrizieren. Eine Art Abschiedsalbum, ein Abgesang auf "HEROES" - auf die Zeit in Berlin - auf all die schönen Momente. Und zugleich passiert das alles jetzt - passiert noch einmal.. Ich bin schon sehr gespannt auf das ganze Album!


Jacques Derrida zur Einführung
Jacques Derrida zur Einführung
von Susanne Lüdemann
  Broschiert
Preis: EUR 13,90

5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Einführung, 15. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Jacques Derrida zur Einführung (Broschiert)
Sicherlich, es gibt bereits mehre Einführungen zu Jacques Derrida. Die von Heinz Kimmerle, dazu noch im selben Verlag, sogar in derselben Reihe erschienen, ist kaum zu umgehen. Und eine weitere im Reclam-Verlag von Michael Wetzel, kann ich jedem Interessieren nur ebenfalls sehr ans Herz legen. Doch diese Einführung hat mir aufgrund ihrer deutlicheren politischen Konturen am Besten gefallen. Was Lüdemanns Einführung so wichtig werden lässt ist, das sie in viel engagierterer Weise die ethische Dramatik bei Derrida hervor gehoben hat. Die Sackgasse des Totalitarismus, in welche die Metaphysik im 20. Jahrhundert geführt hat, lässt hier deutlich werden, was heute auf dem Spiel steht, weshalb Derridas umstrittener Stil, so wichtig ist! Und natürlich legt Lüdemann einen Akzent auf seine Überlegungen zu den marxistischen Gespenstern (die sie einst übersetzt hat). Eine sehr stimmungsvolle und pointierte Einführung (auch wenn Glas/1974 beispielsweise fehlt). Für Anfänger eine großes Bereitstellung von Interessensangeboten! Wenn man es noch schreiben dürfte, würde ich es schreiben: absolut lesenswert! Doch ich werde es nicht mehr schreiben, ich werde das Wort "absolut" nicht mehr verwenden, weil es eine metaphysische Entität herstellt. Demnach also nur den Rat dieser Spur zu folgen und diese Einführung ist einfach nur "wirklich sehr lesenswert"!


Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe
Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe
von Marilyn Monroe
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,99

8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 30. August 2012
Dieses Buch verrät mehr über Marilyn Monroe als alle Fotobücher über sie zusammen. Unbedingt lesen, es lohnt sich! Allein Ihre bisher unveröffentlichen Briefe und Notizen sind sehr erhellend!


Marilyns letzte Sitzung: Roman
Marilyns letzte Sitzung: Roman
von Michel Schneider
  Taschenbuch

2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lesenswerte Fiktionen, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Marilyns letzte Sitzung: Roman (Taschenbuch)
Es ließt sich gut! Es ist und bleibt aber eine Fiktion. Michel Schneider schreibt keine wissenschaftliche Abhandlung wie mein Buch "Marilyn Monroe und die Psychoanalyse" (von Andreas Jacke 2006) das bereits ein paar Jahre vorher auf dem Markt gewesen ist. Er schreibt einen Roman. Sicherlich ist es toll das er dabei so wie ich die Mordtheorie weitgehend durch die wahre Story einer psychisch kranken Frau ersetzt hat. Doch dabei bleibt er eben nicht ganz auf dem Boden der Tatsachen, sondern erfindet einiges hinzu. An einer genauen Recherche des Krankheitsbildes ist Schneider also nur teilweise interessiert. Und dennoch sollte man diesen aufregenden Roman aus Frankreich gelesen haben! Ergänzend allerdings sollte man meine Studie lesen, die versucht die Fakten um einiges genauer auszudeuten! Der einzige Fehler in meinem Buch war M. Monroe ausgerechnet mit J. Lacan zu analysieren... das war eben auch eine Fiktion und sicherlich keine besonders gelungene. Aber wir machen ja alle Fehler! Glücklicherweise.


Roman Polanski
Roman Polanski
von Thomas Koebner
  Broschiert
Preis: EUR 23,00

1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Etwas Langatmig!, 30. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Roman Polanski (Broschiert)
Das Buch fällt in viele Aufsätze auseinander und ist offensichtlich von den verschiedenen Autoren in kürzester Zeit zusammengeschrieben worden. Es unterschlägt weitgehend die deutlichen biografischen Spuren in Polanskis Werk. Ansätze wie die Interpretation von Armin Jäger, der Polanskis Macbeth-Film mit den Adaptionen des Stoffes durch Akira Kurosawa und Orson Welles vergleicht sind schlicht und ergreifend bereits häufiger vorgenommen worden - beispielsweise auch meinen eigenen Polanski-Buch (Andreas Jacke: Roman Polanski- Traumatische Seelenlandschaften/2010), das ein halbes Jahr zuvor erschienen war. Was hier aber vor allem fehlt ist eine innovative Perspektive auf das Gesamtwerk. Dafür werden in der etwas zähen wissenschaftliche Art Daten und Einzelperspektiven aneinander gereiht. Allerdings finden sich auch hier innovative Eindrücke, die jedoch an meine psychoanalytischer These über die traumatische Grunderfahrung des Regisseurs kaum heranreichen. Weniger wissenschaftliche Neutralität und mehr subjektive Empathie mit diesem großartigen Regisseur der Angst hätte hier nicht geschadet, finde ich!


Tim & Struppi und das Geheimnis der Literatur
Tim & Struppi und das Geheimnis der Literatur
von Tom McCarthy
  Gebundene Ausgabe

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Eine Interpreationsphantasie, 30. August 2012
Das Buch ist sprachlich hervorragend geschrieben und sehr gut übersetzt. Es zieht einen durch die Fülle der Indizien zunächst sehr in seinen Bann. Erst auf den zweiten Blick wird deutlich das hier postmoderne Phantasien den Charakter einer seriösen Interpretation etwas überschritten haben. Spätestens wenn es es um den "Kitzler" der Opernsängerin geht, erreicht es ein Maß an Unglaubwürdigkeit, dass über jede Annäherung an den zu verhandelnden Gegenstand hinausgeht. Die Vermischung von Thesen von Derrida und Lacan ist auch was die Quellentexte angeht zumindest merkwürdig. Beide waren sich ja in entscheidenden Punkten ganz und gar nicht einig. Und am Ende merkt man das viele interessante Thesen vermutlich von Farr abgeschrieben wurden und nun zu einem Brei von seltsamen Annäherungen der dritten Art zerkocht sind. Man verstehe mich nicht falsch, ich finde den Stil dieses Buches wirklich toll. Aber ich habe das Gefühl es blendet damit vieles aus und verfehlt so seinen Gegenstand. Zum Beispiel die Frage "Warum ist Haddock ein Alkoholiker?". Dennoch in manchen Punkten (beispielsweise in Bezug auf den Fetisch) sehr inspirierend...


Schönheit und Konflikt: Umrisse einer allgemeinen psychoanalytischen Ästhetik
Schönheit und Konflikt: Umrisse einer allgemeinen psychoanalytischen Ästhetik
von Sebastian Leikert
  Broschiert
Preis: EUR 29,90

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue, wahrnehmungsorientierte ästhetische Theorie aus der Psychoanalyse, 30. April 2012
Dieser Versuch eine neue Ästhetik innerhalb der psychoanalytischen Theorie zu begründen setzt nicht am Sinn des Geistes, sondern an dem Sinn der Sinne an. Sebastian Leikerts originäre zentrale These besteht darin die Wahrnehmung in 'ihrer inneren Struktur und ihrer Funktion für das psychische Leben ' mit Konsequenz zu verfolgen' (S. 15). War Hegels Ästhetik noch der unterdessen etwas angestaubte Versuch die Geschichte des Abendlandes als eine Geschichte des Geistes in den Stufen seiner sinnlichen Ausgestaltungen zu deuten, so wird dieses Konzept hier vom Kopf auf die Füße gestellt. Leikert geht dabei wie Freud oder Nietzsche vor ihm, auf einen frühen Anfang. Der liegt ähnlich wie bei C.G. Jung in den Urbildern der Steinzeithöhlen. Das grundlegende Raster unserer Wahrnehmung lässt sich bereits anhand der Steinzeitmalerei erklären. Der Karlsruher Psychoanalytiker unternimmt dann eine sehr geschickte Auslegung seiner Theorie in den verschiedensten Kunstformen, wobei der Musik eine besondere Position zukommt. Das Buch macht reichhaltige Angebote und kann zahlreiche Verästelungen und Detailanalysen aufweisen. Es stellt in einer spannenden und eigenständigen Form seine Überlegungen dar.


Station to Station (Collector's Edition)
Station to Station (Collector's Edition)

0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der besten Alben - und ein tolles Live-Konzert, 13. Juni 2011
"Station to Station" - enthält sechs der besten Bowiesongs auf einer einzigen Platte. Nie wieder war das Reportoire so dicht. Kein einziger Song der nicht exzellent ist. Um so toller dieses Album noch um ein geniales und bisher selten gehörtes Livekonzert zu ergänzen. Und damit hat man nun gleich zwei Versionen des genialen Titelsongs "Station to Station" in seinen Händen. Was sich hinter den komplizierten Lyrics dieses längsten Bowiesongs verbirgt - habe ich versucht in meinem Buch David Bowie - Station to Station: Borderline-Motive eines Popstars aufzuarbeiten. Soviel sei verraten: Der Song hat drei Etappen und kündigt Bowies Rückkehr nach Europa und das Ende seines Kokainkonsums an. Das traurige an diesem Album ist - dass der Künstler selbst später nicht einmal mehr wusste in welchem Studio in den USA er es aufgenommen hatte. Bowie musste es selbst in einer Zeitung nachlesen.


Low
Low
Preis: EUR 7,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine optimistische Depression, 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Low (Audio CD)
"Low" - das Gegenteil von "High" gehört zu meinen absoluten Lieblingsalben. Es gibt kein anderen Album, was eine solche Stimmung verbreitet. Es ist besser als sein rauherer Nachfolger "Heroes". Dieses Album wurde übrigens nicht in Deutschland sondern weitgehend in Frankreich aufgenommen. Subtil vermittelt es eine Art von Depression die immer wieder durch viel Wärme in ein optimistisches Fazit mündet... Es ist eine unglaubliche Sensitivität in den häufig sehr direkten Arrangements. In "Low" fliesst alles in eine Art von Trauer - die Geborgenheit nicht nur verspricht - sondern spendet. Die erste Seite -die noch Texte enthält - spricht die Fatalität des Lebens aus - die zweite Seite bildet einen Kokon - indem der Schmerz eingebettet wird.... Ein seltsames Album - und wer sich darauf einlassen kann- dem hat es an einer wichtigen Stelle enorm viel zu geben... Über den Gesamtzusammenhang von Bowies Instrumentalwerk habe ich in meinem Buch David Bowie - Station to Station: Borderline-Motive eines Popstars einiges geschrieben.


The Man Who Sold the World
The Man Who Sold the World
Preis: EUR 21,99

4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein spezielles Album, 13. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: The Man Who Sold the World (Audio CD)
"The Man Who Sold the World" ist Bowies Album über seine älteren Bruder Terry, der damals wegen Schizophrenie in eine Klinik eingewiesen wurde. Die psychische Bedeutung dieses Verhältnis habe ich sehr genau beschrieben in meinem Buch David Bowie - Station to Station: Borderline-Motive eines Popstars. Der Titelsong selbst und auch "All The Madmen" handeln vermutlich von Terry. Es ist insgesamt ein sehr persönliches, wildes Album, in dem viele von Bowies Albträumen erstmals deutlich formuliert werden. Es setzt schon deutliche Akzente im Gender-Bereich, wie das Cover schon zeigt. Es ist die unmittelbare Vorstufe zu Ziggy Stardust.


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