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Rezensionen verfasst von
Andreas Schuster "andischuster3" (Hannover)
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London Texas
London Texas
Preis: EUR 16,49

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Any requests? Thats good. We dont like doing requests.", 9. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: London Texas (Audio CD)
Ein Konzertmitschnitt von 1989 und damit gegen Ende der "80-Pop-Phase" von Pere Ubu entstanden. Entsprechend gut gelaunt klingt die Aufnahme. Der Opener "Waiting For Mary", die wohl einzige Ubu-Single, die es in die MTV Video-Rotation geschafft hat (so habe ich die Band damals kennengelernt), gibt den Ton an. Nach den überwiegend von "Cloudland" stammenden neuen Nummern (besonder gut: "Breath") schließt die Aufnahme mit den Klassikern "Humor Me", "On the Surface" und "Final Solution" ab.

Die Performance ist in Ordnung. Klar kommen die Klassiker nicht so intensiv wie in früheren Aufnahmen, aber Pere Ubu schaffen den Spagat ziemlich gut. Sogar der legendäre Etherwave-Synthie ist im Einsatz. Der Sound ist überragend. Tonqualität und Mix könnten kaum besser sein.

Allein am Konzept mangelt es. Habe nichts gegen eine 20 Jahre alte Konzertaufnahme, aber dann doch bitte komplett! Hier sind ganze 37 Minuten versammelt mit dem Hinweis auf der CD, dass weitere sieben Nummern von [...] hearpen.com heruntergeladen werden können, entgeltlich natürlich. Das wäre nicht nötig gewesen und senkt den Schnitt auf 4 Punkte. Hätte allein deswegen fast nur 3 gegeben.


Live at the Hammersmith Palais (Deluxe Edition)
Live at the Hammersmith Palais (Deluxe Edition)
Preis: EUR 14,22

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen " ... off to civilization, thank you", 1. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... waren die beißenden Abschiedsworte Mark E. Smiths, als er nach einer knappen Stunde Performance das Hammersmith Palais in London (Tage vor Abriss der Konzerthalle) verließ. So sentimental der Anlass wohl für einige Konzertbesucher war, so pragmatisch war er für Smith, konnte er doch "Post-TLC Reformation!" vorstellen, das 2007 erschienene Studioalbum von New-Wave Legende "The Fall". Das beste seit "Country on the Click" von 2003, wie ich finde. Musiker aus Manchester zum Vergießen auch nur einer einzigen Träne um eine Londoner Konzerthalle einzuladen, ist ein gewagtes Unterfangen.

Ein Live-Album von The Fall zu kaufen wiederum ist ein gewagtes Unterfangen für Fans. Ging das in der Vergangenheit doch oft genug schief. Mieser Sound und fade Songauswahl waren keine Seltenheit, sei es "Seminal Live", "The 27 Points" oder "Live at the Knitting Factory" unter vielen anderen. Aber diese Scheibe hier, dessen Songauswahl auch nicht gerade ein Greatest Hits-Feuerwerk ist, überzeugt schon nach den ersten Takten. Toller Sound, viel Energie, guter Mix und (offenbar) keine Dubs. Ein straffes Konzert. Auch wenn Smith hier kaum einen Satz geradeaus sprechen (geschweige denn singen) konnte. Ich hatte gehört, er hätte das Trinken dran gegeben... ?

Das 7 köpfige Lineup (2 Bässe!) verleiht den Songs Akzente, die man bei The Fall seit Brix Weggang nicht mehr auf der Bühne gehört hat. Die Gitarren sind pointiert und dynamisch. Hier und da ertönen echte Rock-N-Roll-Licks. Die Songs treiben. "White Lighning" klingt entschlossener denn je, "Reformation" ist ausdrucksstärker als auf dem Album, "Bindness" wird vom groovigen Lückenfüller zum Soundgewitter. Die DVD kommentiert das ganze ohne Schnörkel und hebt sich damit von den meisten Konzert-DVDs ab, auf denen die Songs durch Backstage-Interviews zerschnitten sind. The Fall eben. Schlussendlich fragt man sich, ob die CD/DVD auch ohne den Anlass (Palais) erschienen wäre.

Kurzum: Vom Sound aber auch von der Performance eine ganz starke Scheibe. Vielleicht das beste Live-Album der Band. 5 Punkte obwohl einige gute Alben unberücksichtigt waren: Wenn schon keine Juwelen aus den 80ern (bis auf "Right Time"), wo ist das Material aus "Shift-Work", "Infotainment Scan", "Code Selfish" oder mehr von "Country On The Click"? Die Antwort haben wir bereits gegeben: Es war eine Promo-Tour für "Reformation".


Schmidt Spiele 49097 - Abalone Quattro
Schmidt Spiele 49097 - Abalone Quattro

11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein moderner Klassiker !, 3. November 2009
= Haltbarkeit:5.0 von 5 Sternen  = Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen  = Pädagogisch wertvoll:4.0 von 5 Sternen 
Abalone ist rasch erklärt und das ist schon mal ein guter Ansatz. Man kann es auf die Schnelle spielen, ohne permanent eine romanartige Bedienungsanleitung zu Rate ziehen zu müssen. Der Gegner gehört mit seinen Kugeln in die "Gosse" getrieben, was sich durch Züge mit den eigenen Kugeln erreichen lässt, die beim Angriff immer in der Überzahl sein müssen.

Die Quattro-Variante lässt sogar bis zu vier Spieler zu. Sie war vielfach günstiger als die Classic Variante für zwei Spieler zu haben, was bemerkenswert ist. Denn sie lässt sich ebenso "Classic" spielen. Mit vier Spielern macht Abalone noch mehr Spaß, denn die Situation bleibt länger offen. Unter zwei Spielern steht doch der Sieg recht bald fest. Zudem werden wiederkehrende Spielpartner irgendwann berechenbar.

Das Spiel ist hochwertig und angesichts der vierfarbigen Glaskugeln sicher nicht überteuert. Es erfordert Geduld und strategisches Geschick. "Spaß" macht es auch, vor allem bei wechselnden Allianzen unter mehreren Spielern. Zu zweit hält sich der Spaß, finde ich, auf Dauer in Grenzen. Daher: Abalone Quattro kaufen statt Classic!


Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947
Preußen. Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947
von Christopher Clark
  Broschiert
Preis: EUR 19,99

11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "In Deutschland aufgegangen", 8. August 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Clark beweist auf fast 800 Seiten nicht nur ein gutes Gespür für das Wesentliche in der preußische Geschichte. Er versteht es auch, Preußen frei von zeitgenössischen Urteilen zu beschreiben. Sein Augenmerk auf den preußischen "Militarismus" ist eine messerscharfe Analyse des Außenbildes, das preußische Minister, Beamte und Generäle prägten. Der über 60 Jahre lang brodelnde Konflikt zwischen Monarchie und Demokratie sowie zwischen Erneuerung und Bewahrung generell dient Clark als ständiger Orientierungspunkt. Clark begründet Kriegen und Konflikte nicht mit der oft zitierten militärischen Aggressivität Preußens. Der Deutsch-Dänische Krieg von 1864 und die Niederschlagung der Revolution von 1848 aber auch der siebenjährige Krieg Friedrichs des Großen, vor allem aber die napoleonischen Kriege standen in europäischen Zusammenhängen, die Preußen nicht allein zu verantworten hatte.

Preußische Besonderheiten wie die anfängliche (und später eingeschränkte) Religionsfreiheit, das permanente außenpolitische Zögern und Verharren, der immerwährende Versuch, die Lücken im zerklüfteten Deutschen Reich zu schließen und natürlich die Hassliebe zwischen Hohenzollern und Habsburgern finden bei Clark pragmatische Erklärungen. Die preußischen Könige werden fair und unter historischen Geichtspunkten beurteilt. Dass Wilhelm II. etwas knapp beschrieben wird, liegt sicher auch an Clarks anderem Preußen-Buch, das er eigens dem letzen Deutschen Kaiser gewidmet hat. Auch das Kapitel über Bismarck ist erstaunlich kurz im Vergleich etwa zu Friedrich dem Großen. Clark priorisiert die Themen nicht nach Popularität, sondern nach historischer Wichtigkeit. So kommt auch der 30jährige Krieg nicht zu kurz.

Wo das Buch droht, ins Abarbeiten von Jahreszahlen zu verfallen, streut Clark geschickt Schilderungen von Zeitzeugen ein, von unbekannten Journalisten, Beamten, einfachen Soldaten. Sie helfen, Zusammenhänge zu verstehen. Was ich durch das Buch vor allem gelernt habe, ist, dass Preußen als brandenburgisches/hohenzollernsches Kunstprodukt eine bürokratische Klammer war, die weniger eng war als heute oft kolportiert. Preußen war seit der Krönung des großen Kurfürsten 1701 ein instabiler Verwaltungsapparat, der große Philosophen (Hegel), Strategen (Gneisenau) und Staatslenker (vom Stein) hervorgebracht hat, aber letztlich weder gegen das unglückbringende Deutsche Reich nach 1918, noch gegen die wiederauflebenden Bundesländer nach 1945 bestehen konnte.
War Preußen an sich böse? Wohl nicht.

Ein tolles, wenn auch langes Buch. Am Besten einen historischen Weltatlas beim Lesen bereit halten.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Jul 9, 2012 3:13 PM MEST


Bryan Ferry und Roxy Music: Grosses Kino für die Ohren
Bryan Ferry und Roxy Music: Grosses Kino für die Ohren
von David Buckley
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Es kann doch wohl nicht so schwer sein ...., 7. Februar 2009
... eine Musikerbiographie zu schreiben. Aber den wenigsten scheint es zu gelingen. Allen voran David Buckley, der hier eine langatmige Nachdichtung einer tollen Band und eines großen Künstlers als Biographie verkauft.

Auf den über 380 Seiten finden sich mehr Meinungen und Interpretationen des Verfassers als Informationen. Ferrys Aufzug bei der Country Life-Tournee sei "schockierend", das Another Time Another Place sei "halbgar" und "pathetisch" etc. Die Schilderungen der Beziehung zwischen Ferry und Eno liest sich passagenweise wie ein Groschenroman. Offenbar schneidet Eno meist besser ab. Er habe es zu mehr "Reichtum" gebracht. Warum muss Buckley immer alles beurteilen?

Buckley ist weder Psychologe noch Richter Ferrys, führt sich aber pausenlos so auf. Seine Meinung sollte viel mehr im Hintergrund stehen. Die Quellennachweise sind mager, die Zitate oft wiederholend. Auch die Übersetzung ins Deutsche wirkt schwerfällig. Am meisten aber stört mich die einseitige Positionierung der Band Roxy Music zu Bowie, Bowie und nochmals Bowie. Manchmal T-Rex und King Crimson (Kunststück !) und dann wieder Bowie.

Zwei Punkte gibt es nur wegen der guten Discografie und wegen der Wahl des Themas. Über Roxy Music wurde einfach zu wenig geschrieben. Ein gute Künstlerbiographie aber ist dieses Buch nicht.

Nicht kaufen!!!


WinOnCD 2009
WinOnCD 2009
Preis: EUR 49,13

19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leistungsschwach !, 28. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: WinOnCD 2009 (DVD-ROM)
Ich bereue den Kauf, befürchte aber, dass hier keine eierlegende Wollmilchsau existiert. Und da ich auf keinen Fall ein Norton-Programm haben wollte und auch nichts von Nero, griff ich zu Roxio, mit denen ich eigentlich ganz gute Erfahrung gemacht hatte. Ich verwende folgende Funktionen:

1. CD rippen:
Klappt reibungslos

2. mp3 auf mp3-Player (Samsung Y10, nicht gerade ein Exot)
Funktioniert nicht

3. mp3 mit Tags versehen:
Klappt manchmal, wird aber meist von Windows nicht erkannt

4.Filmszenen zusammenschneiden:
Sound nicht synchron, keine Ahnung warum, vor dem Brennen hats gestimmt. Stundenlange Arbeit fürn ...

5. Filme kompilieren:
Klappt, dauert aber sehr lange und ist unpraktisch in der Bedienung

6. Backup-DVD:
Funktioniert, auch recht schnell, aber bei Recovery kein Hinweis darauf, das die Index-Datei auf CD 4 ist (zwar logisch, aber trotzdem!)

7. einfaches Anspielen von CDs/mp3:
Nicht vorhanden.

8. Photosuite:
So lala, hat seine Stolperfallen bei der Fotoauswahl für die Bearbeitung/Speicherung.

9. Schallplatten digitalisieren:
Gut. Auch der Sound-Editor für die Nachbearbeitung (Fading, De-noise etc.) ist in Ordnung. Auch wenn das Programm auf meinem Rechner nicht 100% stabil läuft.

Zudem stürzt das Programm einigermaßen häufig ab.

Also: 3 von 9 Anforderungen werden einwandfrei erfüllt, mindestens 3 aber nicht. Mir ist es auch völlig egal, warum nicht. Habe MS Vista (SP) und einen starken Prozessor. Ein solch vollmundig angepriesenes Programm hat unter diesen Umständen einfach zu funktionieren. Fertig!

Drei Punkte nur deshalb, weil die Bedienung grundsätzlich einfach ist und die Funktionsvielfalt sehr groß.


Years of Refusal
Years of Refusal
Preis: EUR 7,97

27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Untypisches, grandioses "Alterswerk" !, 15. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Years of Refusal (Audio CD)
Nach Auflösung der Smiths hatte ich in den 90ern irgendwann die Nase voll von Morrissey. Er wirkte rückschrittlich auf mich, weil er nicht von seinem Weltschmerz abwich und musikalisch wenig Innovatives zu bieten hatte, trotz guter Alben wie "Vauxhall And I". Doch genau diese Unverwechselbarkeit habe ich 10 Jahre später wieder zu schätzen gelernt. "You Are The Quarry" war eine angenehme Überraschung. Es war gut, Morrissey wieder im Musikgeschäft zu haben. Und tatsächlich war er danach erfolgreicher denn je. England hat ihm seine Marotten vergeben. Seine Texte über Homosexualität, Fremdenfeindlichkeit und Königsverachtung schienen weit weg. Morrissey wird Stammkunde in den Charts.

Und doch ließen die beiden letzen Alben Dynamik und Aggressivität vermissen. "Ringleader Ot The Tormentors" etwa wirkte beinahe wie eine Parodie seiner selbst. "Years Of Refusal" hingegen holt auf. Es ist frisch, schnell, kampfeslustig und weniger resignativ als seine Vorgänger. "Something Is Squeezing .." gibt bereits das Tempo des Albums vor. Lediglich "You Were Good In Your Time" stimmt traurig-träge Klänge an. Auffällig sind die Einflüsse spanischer Gitarre in einigen Nummern. Aber auch viele Streicher bzw. Streichersynthies. Natürlich lassen sich zu fast jedem Lied auch Parallelen in Morrisseys Solo- und Band-Discografie finden. Aber hier ist verdammt gutes Material versammelt. Hörtipp: "Black Cloud", "Im Throwing My Arms Around Paris", "All You Need Is Me".

Empfehlung: Ich bin begeistert und auch überrascht. Morrissey hat uns hier eine starke Scheibe geliefert, viel energiegeladener als viele Alterswerke anderer Künstler. Bin auch gespannt auf das Konzert in Köln im Juni, denn Morrissey ist live ein Erlebnis. 5 Sterne von mir (nach langer Zeit) für Morrissey. Kaufen!

Fußnote: Ich halte nichts von Reunions, aber trotz meiner Begeisterung fehlt mir doch manchmal die feine Songtextur eines Johnny Marr. Die aber bleibt auch auf "Years Of Refusal" Vergangenheit. Ist vielleicht auch besser so.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Feb 28, 2009 7:25 PM CET


Darkness Within
Darkness Within

8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ... überbewertet !, 19. November 2008
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Darkness Within (Computerspiel)
Es gibt einen Unterschied zwischen guter Idee und guter Umsetzung. Ich kann zwar alle Poe/Lovecraft-Fans verstehen, die hier ihr Point & Click-Gruseladventure wiederfinden. Diese Spielidee ist sehr selten geworden. Aber dtp kann meiner Meinung nach mit "Darkness Within" nicht mit rondomedias vergleichbaren "Scratches" mithalten.

Dabei ist viel abgeschaut. Inspektor Loreid ist dem aus der Klinik geflohenen tatverdächtigen Loath Nolder auf der Spur. Dabei erlebt er seltsame Dinge, muss die verlassene Villa des vermeintlichen Opfers Clark durchsuchen (> Scratches), der sich zu Lebzeiten mit Indianerkulten beschäftigt hatte (> Scratches) und in seinem Haus allerhand Rätsel und Geheimnisse verbirgt (vor allem im Keller > Scratches). Loreid verliert sich dabei zunehmend in Halluszinationen und Albträumen (> Scratches).

Klingt doch aber gut? Die Handlungen erfährt permanente Wandlung, in spannenden Momenten atmet der Protagonist schwer und schaut sich ängstlich um. Der Sound ist ein wirkliches Erlebnis und die Grafik ist vor allem bei Lichteffekten stark. Anders als bei Scratches tauchen mitunter sogar Personen auf. Es ist wirklich spannend.

ABER: Die Rätsel sind häufig Beschäftigungstherapien, die nichts zur Geschichte beitragen. Das Spiel gefällt sich überhaupt zu sehr im Mystik-Genre. Weniger wäre mehr gewesen. Es muss viel zu viel gelesen werden. Das meiste bleibt ohne Relevanz. Das substanzielle wird (im Standardmodus) durch "Clues" in den Dokumenten hervorgehoben. Aber das viele Lesen hemmt manchmal einfach den Spielfluss. Am meisten stört mich, dass ich als Spieler nicht selbst denke, sondern, dass Hinweise und Gegenstände in der Steuerung mittels Icons als "Denkprozess" kombiniert werden müssen. Das nervt. Und ist auch völlig überflüssig. Zudem ist die Grafik vielfach nicht mehr zeitgemäß. Trotz guter Einzeleffekte bleibt sie statisch und profitiert lediglich vom guten Sound. Das Ende ist verworren und will zum Kauf eines Teil II animieren...

Darum nur, aber immerhin, 3 Punkte. Ich habe es gespielt, weil die Auswahl an Gruseladventures eben begrenzt ist.


alfi Isolierflasche isoTherm Perfect Edelstahl, Automatikverschluss 0,5 l
alfi Isolierflasche isoTherm Perfect Edelstahl, Automatikverschluss 0,5 l
Wird angeboten von Haak & März GbR
Preis: EUR 13,99

22 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmaß, 20. Oktober 2008
"alfi"-Isolierkannen sind meiner Meinung nach besser als Produkte von "emsa". Ich habe beide lange und täglich genutzt. alfi-Kannen haben eine breitere Öffnung und sind dabei als Gefäß weniger klobig. Sogar ein Tee-Ei passt hinein. Aber:
Weder emsa noch alfi haben ihre versprochene Lebenszeit erreicht (nach 2 Jahren ist spätestens Schluss), finde ich bei Hygieneartikeln zunächst nicht weiter problematisch, schließlich soll man diese Flaschen wegen der inneren Beschichtung nicht mit Spülmitteln behandeln. Und nach 2 Jahren sehen die einfach unappetitlich aus.
Was mich weit mehr gestört hat, war, dass diese Kannen einfach nicht dicht halten. Gerade nach mehreren Stunden fangen sie beim Schütten an, unangenehm aus der Dichtung zu tropfen.

Was ist die Alternative? Eine billige Noname-Kanne würde ich wegen unbekannter Fertigungsstoffe nicht kaufen. Vielleicht doch lieber ein Glasgefäß. Diese Kanne muss ich nicht unbedingt noch einmal haben.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 8, 2009 9:53 AM MEST


Everything That Happens Will Happen Today
Everything That Happens Will Happen Today
Preis: EUR 15,04

21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Wohlfühl-Album, 12. Oktober 2008
Ja, es ist ein Wohlfühl-Album, im positiven Sinne. Coldplay und Travis produzieren auch Wohlfühl-Alben, aber David Byrne und Brian Eno wollen dabei überhaupt nicht melancholisch sein. Die Musik stammt von Eno, der allerlei Harmonien auf seiner Festplatte hatte und sie Byrne zum Texten gab, mit offenem Ende, wie beide betonen. Das Ergebnis ist etwas anderes "My Life in the Bush [..]". Es wird eher von Byrnes Vocals dominiert und erinnert mehr als "More Songs about Buildings and Food" von den Talking Heads im Jahre 1978, damals ebenso von Eno produziert. Knackige und schöne Songs über Alltägliches, nie ohne Spott und Witz, aber dennoch gutgelaunt und lebensbejahend. Eno spricht gar von elektronischem Gospel.

Beide sind seit vielen Jahren ein eingespieltes Team und so klingt auch die Produktion. Übrigens auch ein Live-Tipp, da Byrne gerade tourt. Zum Reinhören kann ich empfehlen: "The river", "Everthing that..", "Home".
Für 5 Punkte fehlen allerdings ein paar Knaller. Das Album bleibt konstant auf einem guten, aber nie faszinierenden Niveau. Zudem hat Eno noch immer Schwächen bei elektronischen Beats, wie "I feel my stuff". Dennoch ist das Album ein gelungene Abwechlung auf einem momentan, wie ich finde, musikalisch recht unentspannten Markt.
Kommentar Kommentar (1) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: Nov 7, 2008 2:16 PM CET


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