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Rezensionen verfasst von
Christoph Hedler
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Dunkelheit: Die Schwarzen Juwelen 1 - Roman
Dunkelheit: Die Schwarzen Juwelen 1 - Roman
von Anne Bishop
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,95

18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig und völlig ohne echte Spannung, 13. Dezember 2009
Die "Dunklen Juwelen" sind mir von einem Freund empfohlen worden, der - wie ich selbst auch - ein ausgesprochener Liebhaber der Fantasy-Literatur ist.
Die Kurzbeschreibung klang vielversprechend, drei Reiche der Hölle, dämonische Namen, Erotik, Intrigen und Machtkämpfe - in der Tat eine brisante Mischung. Die Trilogie gabs noch dazu als Schnäppchen im Original, so dass man nicht gleich 6 Taschenbücher (im Deutschen wurde jeder Band auf 2 aufgeteilt) bestellen muss.

Wenn man mein Gesicht beim Lesen aufgenommen hätte und in Zeitraffer wiedergeben würde, wäre vermutlich zu sehen, wie es buchstäblich immer länger wird.
DAS soll das Hohelied der sogenannten "Dark Fantasy" sein? Von den lächerlichen Namen mal angesehen (Daemon, Saetan, Angelline (!), findet sich sehr wenig von einer dämonischen Welt wieder. In einem der 3 Reiche lebt eine böse Königin, die nur an sich und ihren Machterhalt denkt und das schon seit zigtausend Jahren. Natürlich wird irgendwann die (natürlich vorher prophezeite) Erlöserin geboren und hinter der ist man dann her...
Ja, das ist doch mal originell!
Die Trilogie fokussiert in jedem Band eine andere Hauptperson (Daemon, Lucivar, Saetan) die wiederum alle irgendwie mit Jaenelle, der Erlöserin, verbunden sind.
Von dieser recht oft gesehenen Grundkonstruktion ausgehend erfahren wir nun alles über Jaenelles Werdegang vom ungeliebten, weil (auf Grund ihrer enormen Kräfte) sehr seltsamen Kind, bis hin zur Herrscherin und Halbgöttin mit unglaublichen Kräften.
Das Magiesystem ist neu, aber recht rudimentär. Es gibt dreizehn Abstufungen, je dunkler das Juwel ist, desto mächtiger der Träger, der damit geboren wurde.
Soweit, so gut. Was ist nun das Problem?
Man ist versucht zu antworten: ALLES!
Eine wahre Zumutung ist das Innenleben der Personen, jeder einzelne der Hauptpersonen ist frustriert, wütend, unruhig, aufbrausend, gequält (innerlich wie äußerlich) - sie knurren einander an, sie fauchen, brüllen, zischen und sprechen mit sehr kalter Stimme... die ganzen drei Bücher hinweg! Jeder männliche "Warlord" benimmt sich wie ein Moschusochse in der Brunftzeit, bereits einfaches Nebeneinanderstehen kann ausreichen die Gemüter bis zum Totschlag zu reizen. Ich glaube, es war das erste Mal dass mich beim Lesen so etwas wie Fremdschämen überkam...
Die Handlung ist sehr schleppend, ein Großteil der Bücher widmet sich oben erwähnten Gefühlsleben und es kann mehrere hundert Seiten dauern, bis eine der Hauptpersonen soweit aus dem Abgrund des Wahnsinns, (im Original "Abyss") zurückgefunden hat um überhaupt irgendwie ins Geschehen einzugreifen.
Hier sei die Frage gestattet - welches Geschehen?
Auf der einen Seite haben wir die einzigen zwei schwarze Juwelenträger dieser Welten, die selbst für ihresgleichen über enorme Kräfte verfügen, den ebenfalls einzigen Träger des Ebon-Grau, dazu kommen befreundete Queens, aus anderen Teilen des Reiches, deren Kräfte ebenfalls alle in den obersten Rängen (sprich grau-schwarz) angesiedelt sind, etliche "Kindred", Fabelwesen mit ebenfalls magischen Kräften - inklusive knuffiger Einhörner(!), und über allem natürlich Jaenelle selbst, die so stark ist wie alle zusammen.
Auf der Gegenseite stehen die halbverrückte Königin Dorothea und die uralte, böse Hexe Hekatah, die beide über die roten Juwelen verfügen, was vielleicht einem hunderstel der Macht entspricht, die ein Träger des Schwarz aufbieten kann und wohl von Janelle allein millionenfach übertroffen wird.
Ich glaube nie gab es in der Geschichte der Fantasy ein größeres Ungleichgewicht zwischen Gut und Böse, man fragt sich von Anfang an, wie hier überhaupt je eine Bedrohung zustande kommen soll.
Folgerichtig bleibt diese auch über die gesamten drei Bücher hinweg aus. Stattdessen werden von den beiden bösen Hexen irgendwelche, meiner Meinung nach sehr durchsichtige, Intrigen gesponnen die natürlich alle gerade noch rechtzeitig durchschaut werden, bis ganz zum Schluss (Achtung SPOILER!) Janelle einen besonders mächtigen Zauberspruch spricht, der alle Bösen wegzaubert. Jepp. Einfach so!

Neben der absolut platten, fast peinlichen Geschichte, der nahezu ununterbrochen Selbstzerfleischung der Protagonisten, sowie einigen sehr bizarren Vergewaltigungs- und nicht minder merkwürdigen Liebesszenen bieten die Schwarzen Juwelen extrem wenig.
Die Welten sind völlig oberflächlich beschrieben und austauschbar, die Antagonisten bis zur Karikatur verzerrt und die Protagonisten sollten dringend einen Psychiater aufsuchen!
Einzig die erste Hälfte des ersten Buches gefiel mir recht gut, wo Janelle ihre titanischen Kräfte erforscht und ihren Lehrer, Saetan höchstpersönlich, zum Erbleichen bringt, sowie die Stelle in der Daemon seine Ketten (bzw. seinen Ring - der übrigens aus unbekannten Gründen immer um das Geschlechtsorgan gelegt wird!) sprengt und sich aus seiner erzwungen Tätigkeit als Lustsklave (wohlgemerkt einer der mächtigsten Magier aller Zeiten!!) befreit.

Ansonsten hält sich die Action in sehr überschaubaren Grenzen, die Handlung und die Interaktionen der Figuren werden endlos ausgewalzt und wirken stets wie unter einer Überdosis Pheromone. Das völlig überzogene Ende durch den Super-Mega-Spruch Janelles enttäuscht sehr.
Wer die einseitigste Kampfsituation aller Zeiten sehen will und sich nicht an emotional schwer gestörten Charakteren stößt, kann zugreifen, alle anderen werden sich wohl bei Autoren wie George Martin, David Gemmell und anderen besser aufgehoben fühlen.
Wer gerne mal echte Dark Fantasy kennenlernen will sei K.E. Wagners geniale Anthology um den Brudermörder Kane ans Herz gelegt.


The Black Jewels Trilogy
The Black Jewels Trilogy
von Anne Bishop
  Taschenbuch
Preis: EUR 14,91

10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Langatmig und völlig ohne echte Spannung, 13. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: The Black Jewels Trilogy (Taschenbuch)
Die "Dunklen Juwelen" sind mir von einem Freund empfohlen worden, der - wie ich selbst auch - ein ausgesprochener Liebhaber der Fantasy-Literatur ist.
Die Kurzbeschreibung klang vielversprechend, drei Reiche der Hölle, dämonische Namen, Erotik, Intrigen und Machtkämpfe - in der Tat eine brisante Mischung. Die Trilogie gabs noch dazu als Schnäppchen im Original, so dass man nicht gleich 6 Taschenbücher (im Deutschen wurde jeder Band auf 2 aufgeteilt) bestellen muss.

Wenn man mein Gesicht beim Lesen aufgenommen hätte und in Zeitraffer wiedergeben würde, wäre vermutlich zu sehen, wie es buchstäblich immer länger wird.
DAS soll das Hohelied der sogenannten "Dark Fantasy" sein? Von den lächerlichen Namen mal angesehen (Daemon, Saetan, Angelline (!), findet sich sehr wenig von einer dämonischen Welt wieder. In einem der 3 Reiche lebt eine böse Königin, die nur an sich und ihren Machterhalt denkt und das schon seit zigtausend Jahren. Natürlich wird irgendwann die (natürlich vorher prophezeite) Erlöserin geboren und hinter der ist man dann her...
Ja, das ist doch mal originell!
Die Trilogie fokussiert in jedem Band eine andere Hauptperson (Daemon, Lucivar, Saetan) die wiederum alle irgendwie mit Jaenelle, der Erlöserin, verbunden sind.
Von dieser recht oft gesehenen Grundkonstruktion ausgehend erfahren wir nun alles über Jaenelles Werdegang vom ungeliebten, weil (auf Grund ihrer enormen Kräfte) sehr seltsamen Kind, bis hin zur Herrscherin und Halbgöttin mit unglaublichen Kräften.
Das Magiesystem ist neu, aber recht rudimentär. Es gibt dreizehn Abstufungen, je dunkler das Juwel ist, desto mächtiger der Träger, der damit geboren wurde.
Soweit, so gut. Was ist nun das Problem?
Man ist versucht zu antworten: ALLES!
Eine wahre Zumutung ist das Innenleben der Personen, jeder einzelne der Hauptpersonen ist frustriert, wütend, unruhig, aufbrausend, gequält (innerlich wie äußerlich) - sie knurren einander an, sie fauchen, brüllen, zischen und sprechen mit sehr kalter Stimme... die ganzen drei Bücher hinweg! Jeder männliche Warlord benimmt sich wie ein Moschusochse in der Brunftzeit, bereits einfaches Nebeneinanderstehen kann ausreichen die Gemüter bis zum Totschlag zu reizen. Ich glaube, es war das erste Mal dass mich beim Lesen so etwas wie Fremdschämen überkam...
Die Handlung ist sehr schleppend, ein Großteil der Bücher widmet sich oben erwähnten Gefühlsleben und es kann mehrere hundert Seiten dauern, bis eine der Hauptpersonen soweit aus dem Abgrund des Wahnsinns, (im Original "Abyss") zurückgefunden hat um überhaupt irgendwie ins Geschehen einzugreifen.
Hier sei die Frage gestattet - welches Geschehen?
Auf der einen Seite haben wir die einzigen zwei schwarze Juwelenträger dieser Welten, die selbst für ihresgleichen über enorme Kräfte verfügen, den ebenfalls einzigen Träger des Ebon-Grau, dazu kommen befreundete Queens, aus anderen Teilen des Reiches, deren Kräfte ebenfalls alle in den obersten Rängen (sprich grau-schwarz) angesiedelt sind, etliche "Kindred", Fabelwesen mit ebenfalls Kräften, und über allem natürlich Jaenelle selbst, die so stark ist wie alle zusammen.
Auf der Gegenseite stehen die halbverrückte Königin Dorothea und die uralte, böse Hexe Hekatah, die beide über die roten Juwelen verfügen, was vielleicht einem hunderstel der Macht entspricht, die ein Träger des Schwarz aufbieten kann und wohl von Janelle allein millionenfach übertroffen wird.
Ich glaube nie gab es in der Geschichte der Fantasy ein größeres Ungleichgewicht zwischen Gut und Böse, man fragt sich von Anfang an, wie hier überhaupt je eine Bedrohung zustande kommen soll.
Folgerichtig bleibt diese auch über die gesamten drei Bücher hinweg aus. Stattdessen werden von den beiden bösen Hexen irgendwelche, meiner Meinung nach sehr durchsichtige, Intrigen gesponnen die natürlich alle gerade noch rechtzeitig durchschaut werden, bis ganz zum Schluss (Achtung SPOILER!) Janelle einen besonders mächtigen Zauberspruch spricht, der alle Bösen wegzaubert. Jepp - einfach so!

Neben der absolut platten, fast peinlichen Geschichte, der nahezu ununterbrochen Selbstzerfleischung der Protagonisten, sowie einigen sehr bizarren Vergewaltigungs- und nicht minder merkwürdigen Liebesszenen bieten die Schwarzen Juwelen extrem wenig.
Die Welten sind völlig oberflächlich beschrieben und austauschbar, die Antagonisten bis zur Karikatur verzerrt und die Protagonisten sollten dringend einen Psychiater aufsuchen!
Einzig die erste Hälfte des ersten Buches gefiel mir recht gut, wo Janelle ihre titanischen Kräfte erforscht und ihren Lehrer, Saetan höchstpersönlich, zum Erbleichen bringt, sowie die Stelle in der Daemon seine Ketten (bzw. seinen Ring - der übrigens aus unbekannten Gründen immer um das Geschlechtsorgan gelegt wird!) sprengt und sich aus seiner erzwungen Tätigkeit als Lustsklave (wohlgemerkt einer der mächtigsten Magier aller Zeiten!!) befreit.

Ansonsten hält sich die Action in sehr überschaubaren Grenzen, die Handlung und die Interaktionen der Figuren werden endlos ausgewalzt und wirken stets wie unter einer Überdosis Pheromone. Das völlig überzogene Ende durch den Super-Mega-Spruch Janelles enttäuscht sehr.
Wer die einseitigste Kampfsituation aller Zeiten sehen will und sich nicht an emotional schwer gestörten Charakteren stößt, kann zugreifen, alle anderen werden sich wohl bei Autoren wie George Martin, David Gemmell und anderen besser aufgehoben fühlen.
Wer gerne mal echte Dark Fantasy kennenlernen will, dem sei K.E. Wagners geniale Anthology um den Brudermörder Kane ans Herz gelegt.


Wie bedroht sind die Ozeane?: Biologische und physikalische Aspekte
Wie bedroht sind die Ozeane?: Biologische und physikalische Aspekte
von Klaus Wiegandt
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es ist nicht zu spät - noch nicht..., 17. Juni 2008
Obwohl die Ozeane über zwei Drittel unseres Planeten einnehmen, den meisten Sauerstoff produzieren und den größten Teil des irdischen Lebens beheimaten, wissen wir doch nur wenig über die Welt des Wassers.
Stefan Rahmstorf und Katherine Richardson liefern in ihrem Buch daher nicht nur eine umfassende Darstellung dieses vielfältigen und hochkomplexen Lebensraums sondern widmen sich insbesondere der immer dringenderen Umweltproblematik.

Die Autoren erläutern nach einer kurzen Einführung in die biologischen und chemischen Mechanismen und Stoffkreisläufe der Weltmeere die wichtigsten Gefahren die, verursacht durch Klimawandel, Überfischung, Müll- und Giftstoffverklappung, nicht nur den dortigen Habitaten drohen, sondern langfristig unser aller Leben entscheidend beeinflussen werden. Während beispielsweise der zunehmende Treibhauseffekt bedingt durch den anhaltenden CO2-Ausstoß den meisten Menschen bekannt sein wird, ist hingegen vielen nicht bewusst, dass auch die Ozeane immer mehr CO2 aufnehmen, da Atmosphäre und Wasseroberfläche wie alle Gemische stetig um Konzentrationsausgleich bemüht sind. Durch diese Anreicherung aber wird das Wasser mit der Zeit immer saurer, bis zu dem Punkt an dem chemische Prozesse wie der Aufbau von Kalziumkarbonat nicht mehr möglich sein wird - ein unverzichtbarer Baustein für Muscheln, Korallen und viele andere Kleinstlebewesen. Gleichzeitig wird durch die fortgesetzte, massive Überfischung auch das ökologische Gleichgewicht langfristig massiv verändert. So führt eine übermäßige Muschelentnahme vielerorts zur deutlichen Sauerstoffabnahme, da dort nun das Phytoplankton überhand nimmt, was zu Algenblüte führt und zur Verschlechterung der Wasserqualität beiträgt. Anhand dieser zwei Beispiele erahnt man bereits die vielfältige Verzahnung des Ökosystems Meer.

Sehr detailliert, aber immer leichtverständlich, zeichnen die Autoren nicht nur ein umfangreiches Bild der bereits bedrohlichen Lage sondern bemühen sich auch um eine möglichst exakte Prognose für die Zukunft.
Noch, so die gute Nachricht, halten wir die Zukunft in den Händen. Doch wenn die Chance einzugreifen ungenutzt verstreicht, werden die Konsequenzen drastisch, wenn nicht gar verheerend ausfallen. Trotz, oder vielleicht gerade wegen, ihres kühl-sachlichen Schreibstils ist den Autoren ein sehr aufrüttelndes Buch gelungen, die sowohl nachdrücklich auf die gewaltigen Herausforderungen hinweist vor denen die Menschheit im kommenden Jahrhundert stehen wird als auch die phantastische Schönheit der marinen Welt beschreibt, die es um jeden Preis zu schützen und zu bewahren gilt.


Der China-Schock: Wie Peking sich die Welt gefügig macht
Der China-Schock: Wie Peking sich die Welt gefügig macht
von Frank Sieren
  Gebundene Ausgabe

25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der China Schock - Eine Rezension, 5. Mai 2008
Entgegen des etwas reißerischen Titels handelt es sich bei Frank Sierens neuestem Werk um eine Mischung aus sachlich-kühler Analyse und Reisebericht.
Nachdem er im Vorgänger China-Code vor allem die Vorgänge im Reich der Mitte beleuchtet hatte, widmet sich der Autor diesmal intensiv der Außenpolitik des Riesenreichs. Sieren bereiste daher Afrika und Chinas Nachbarn in Asien, sprach mit Politikern, Unternehmern und Einheimischen, immer auf der Suche nach Antwort auf folgende Frage: "Was will Peking und wie versucht es sein Ziel zu erreichen?" Eingebettet in die persönlichen Berichte Sierens, findet sich auch immer ein umfangreicher Abriss über die Geschichte und Entwicklung des jeweiligen Landes, so dass man die gewachsenen außenpolitischen Verflechtungen und Abhängigkeiten auch als Laie sehr gut nachvollziehen kann.
Anhand zahlreicher Beispiele aus Politik und Wirtschaft, wie etwa dem irakisch-iranischen Krieg, den chinesisch-afrikanischen Handelsbeziehungen, sowie zahlreicher Entwicklungsprojekte schildert er die vielfältigen Versuche Chinas, seine Rohstofflieferungen zu sichern und gleichzeitig an Prestige und Einfluss in der dritten Welt zu gewinnen.

Trotz Sierens gelegentlicher Neigung eigene Überlegungen und Theorien als Fakten auszugeben und einem recht deutlichen Fokus auf Wirtschaftsthemen, erhält der Leser ein sehr detailliertes und realistisches Bild über den langsamen, aber unaufhaltsamen Machtzuwachs Chinas, das dank seiner riesigen Devisenreserven und seiner Wirtschaftskraft gerade dabei ist, sich als Weltmacht zu etablieren. Jedem, der sich für das Politik- und Machtgleichgewicht im 21. Jahrhundert interessiert, ist Sierens Buch wärmstens ans Herz gelegt


Die dunkle Schwinge: Roman
Die dunkle Schwinge: Roman
von Walter H Hunt
  Taschenbuch

20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vielschichtig und spannend, 27. Mai 2006
Rezension bezieht sich auf: Die dunkle Schwinge: Roman (Taschenbuch)
Die oben angegebene Kurzbeschreibung ist völlig irreführend und falsch obendrein. Weder bedroht in Hunts Buch eine gigantische Armee die Menschheit, noch gibt es irgendwelche Superwaffen.

Stattdessen liegt die Navy der Menschheit seit 60 Jahren mit einer ungewöhnlich aggressiven Alien-Spezies im Krieg. Unter der Leitung des charismatischen, aber auch unversöhnlichen, Aliengegners Marais sowie dessen taktisch ausgezeichneten Commodore Torijos, macht sich eine Flotte der Menschen zu einem entscheidenden Angriff auf, der die Aliens (die vogelähnlichen Zor) ein für allemal jeden Stützpunktes und Schiffes berauben soll - selbst wenn diese bis zum letzten Mann kämpfen.

Tatsächlich gelingt ihnen der Vorstoß bis zu den Heimatwelten der Zor. Diese betrachten die hereinbrechenden Menschen als "Dunkle Schwinge" - eine zerstörerische Kraft aus ihrer Mythologie. Als die Zor wehrlos mitansehen müssen, wie die Menschen bis in die innersten Welten vorstoßen, kommt es zu einer Verständigung der einst unversöhnlichen Gegner und es scheint, dass weder Zor noch Menschen das sind, was sie einst einander schienen. Und dass offenbar eine dritte Macht ein Interesse am Krieg der Menschen gg die Zor hat...

Gleichzeitig hat Marais mit seinem Vernichtungsfeldzug jede Order und Direktive seiner Regierung gebrochen und sollte er zurückkehren, kann er wohl nur zwischen Gefängnis oder der Beanspruchung des imperialen Throns wählen.

Hinter diesem vielschichtigen Hintergrund spielt Hunts Erstling "Die dunkle Schwinge". Sein Roman liest sich, auch aufgrund der zahlreichen Handlungsebenen, deutlich vielschichtiger als man das meist von SF gewohnt ist und vermag aus jeder Perspektive gleichermaßen Spannung wie Faszination aufbauen, egal ob man den inneren Träumen des 1. Lords der Zor oder dem Versuch Torijos beiwohnt, die imperialen Agenten auszumachen.

Das Buch ist sehr dicht geschrieben und hat neben der zu erwartenden Weltraumaction auch tiefe Einblicke in die Mystik der Zor, die Tricks und Winkelzüge der imperialen Politik, auch grundlegende Fragen zu bieten, wie etwa der Entscheidung zwischen Verrat zugunsten seiner Überzeugungen oder Treue gegenüber einem System, dem man inzwischen nicht mehr vertraut.

Wer sich also auf die komplexe Welt Hunts einlässt und gerne etwas mehr gefordert ist, als bei den Vernichtungsorgien eines John Ringo, der dürfte den Kauf kaum bereuen.


Dawson's Creek - Season Three (6 DVDs)
Dawson's Creek - Season Three (6 DVDs)
DVD ~ James Beek

4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Licht und Schatten, 24. November 2004
Rezension bezieht sich auf: Dawson's Creek - Season Three (6 DVDs) (DVD)
Ich gebe es zu - ich liebe diese Serie, mir gefallen die Charaktere, die Schauspieler, das Setting und was sonst noch dazugehört.
Nun aber zum unvermeidlichen ABER, denn irgendwoher müssen die 2 Sterne Abzug ja kommen:
Zum einen kommt die ganze Serie nicht mehr so authentisch rüber wie noch zu Anfang - insbesondere die erste Staffel war so romantisch (im besten Sinne des Wortes) und einfühlsam gemacht, dass ich förmlich dahingeschmolzen bin - und das ist wahrlich nicht die Regel. Aber die dritte Staffel hält dieses Niveau nicht mehr - die Konstellationen der Pärchen, zum einen der unverständliche Bruch Andy-Pacey und die seltsame Liebesentdeckung Joey-Pacey kommt einfach unglaubwürdig, insbesondere wenn man bedenkt, dass schon in Staffel 1 sich Pacey in Joey verliebte (und einen Korb kassierte) fällt es schwer zu glauben, dass sich das in einem Jahr so vollständig dreht.
Zweitens - die Sprache wird hölzerner. Statt den witzig-bissigen Wortgefechten und den etwas schüchternen Zuneigungsbekundungen schwenkt es hier ins manchmal unerträglich phrasenhafte "wir sind seelenverwandt", "verzeihen kann ich dir immer, aber lieben nicht" ect. pp.
So redet man nicht als 16-jähriger (und hoffentlich auch später nie). Da hab ich so manches Mal die Augen verdreht und gehofft, dass schnell die Szene wechselt, gerade wenn Jen und Henry sich mal wieder schwülstig und umständlich ihre Zuneigung bekunden, mich hat das eher an GZSZ erinnert...
Zum dritten hat man sich dazu hinreißen lassen, zahlreiche Nebenstränge mit einzuflechten - Dawsons Eltern, Jen + Henry, Jack + Ethan usw. - zusätzlich zu den ursprünglichen Hauptsträngen Joey-Pacey-Dawson und da die einzelnen Folgen nun mal nicht länger sind als früher, tut das der ganzen Geschichte in punkto Komplexität und Ausführlichkeit natürlich überhaupt nicht gut.
Was aber noch schwerer wiegt: mich interessieren viele der Nebnstränge nicht! Es ist mir egal ob Dawsons Eltern sich wieder liebhaben oder nicht und die Mini-Romanzen Eve-Dawson oder Jacks Probleme mit seinem Dad die aller 3 Folgen aufs neue beginnen sind mir ehrlich gesagt schnuppe...
Fazit: Ja, es macht immer noch Spaß, hauptsächlich wegen Pacey (der einfach ein genialer Charakter ist), Joey (die einfach nur süß ist) und Dawson (der einfach sympathisch ist) aber die Leichtigkeit und Eleganz der Vorwerke, unter der Hand von Williamson, ist passe.


Warhammer 40,000: Dawn of War
Warhammer 40,000: Dawn of War
Wird angeboten von Ihr-Heimkino-
Preis: EUR 22,95

5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wh40k - ein fazit, 6. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Warhammer 40,000: Dawn of War (Computerspiel)
So - ich habe mich nun auch in den illustren Kreis der W40k - Welt eingereiht und werde für die, die sich noch eines kaufes unsicher sind mal eine rein subjektive wertung verfassen, vielleicht hilft es ja dem ein oder anderem
auf screenshots und hintergründe geh ich absichtlich nicht ein, da gibts an anderer stelle mehr als genug, ich werde einfach mal den reinen spielspass in den vordergrund stellen.
- Übersicht
+ gibt es nichts nenneswertes auszusetzen, die sichtweite ist ausreichend um sowohl details als auch das gesamtbild im blick zu haben. die rassen sind gut zu unterscheiden und es tritt durch den army-painter (truppen nach belieben selbst bemalen) erstmals in einem RTS ein individuelles feeling auf, wenn da der selbstbenannte orden oder ein eigenes weltenschiff auftritt.
- was wirklich stört, ist der mangelnde detailgrad. es ist praktisch nicht möglich, die fähigkeiten bzw upgrades einer einzelnen unit abzurufen. zwar ist das teilweise durch das - dem tabletop entnomme - squad-system gewollt, aber ich kann bis jetzt nicht sagen, was ein marine mit laserkanone für werte aufweist oder was jetzt der unterschied zwischen schwerem bolter und impulslaser ist. wer da die hochdetaillierten infos von WC3 oder AoM gewohnt ist, wird sich schwer tun beim reinbeißen. außerdem mangelt es an einer punkteliste zum in-game vergleich.
- Steuerung
+ über hotkeys gut steuerbares kampfverhalten (patrouillenmodus, hold ground ect.) die wegfindung ist durchaus brauchbar und da wie oben erwähnt ein trupp nur als ganzes steuerbar ist, entfällt übermäßiges micromanagement ohnehin.
- Gamefeeling
+ bei DoW kommt wirklich athmosphäre auf! jede unit und jedes volk hat einen passenden kommentar auf den lippen, sei es ein kriecherischer ketzer des chaos oder Khaines Avatar höchstselbst. dazu das oben erwähnte selbst-bemalen und ein haufen netter effekte wie granatensplitter und nahkampfanimationen... - wer nur einen funken fantasie mitbringt fühlt sich wirklich einbezogen in dei welt von wh40k.
+/- basisbau und wirtschaft ist sehr rudimentär gehalten, allerdings spielt zeit und übersicht bei der eroberung von strategischen zielen (die res bringen) eine wichtige rolle.
- spezialfähigkeiten gibt es zwar reichlich, aber man muß hier wirklich mit try und error vorgehen um zu wissen, was überhaupt welchen effekt zeitigt. der psioniker hat zwar einen haufen sprüche und der waaagh-boss eine reihe spezialfähigkeiten, aber außer ausprobieren habe ich keine möglichkeit entdeckt um zu beurteilen was sich dahinter nun verbirgt...
- Multiplayer
+ komfortables automatching im 1v1, die spielplattform ist recht gut besucht, so dass man recht problemlos immer ein spiel findet. wie auch sonst im game, auch hier ansprechendes styling.
- soweit ich das sagen kann, ist es nicht möglich ein 2v2/ 3v3 mit festen teams zu matchen. da muß man selber auf die suche gehen, was mitunter recht nervtötent sein kann. wer hier das bnet gewöhnt ist, wird nicht viel freude haben.
- die übersichtlichkeit ist nicht die beste. ich habe bis heute nicht mein rating auf der seite selbst entdecken können - nur über suchfunktion bei der sich wiederum das game schließt :/
- Performance
+ anstandslos. DoW läuft auf dem otto-normal pc (2k, 512 Ram, GF4+) eigentlich sehr flüssig.
- Balancing
hier kann ich noch nichts wirklich sagen, es zeichnet sich ab, dass die eldar durch ihre fähigkeit, helden einzuspinnen, einen ordentlichen boost haben, aber da trau ich mir kein entgültiges urteil zu.
generell gilt: sackstarke unique units! wer ohne seinen commander oder Big Mek auf einen feindlichen trifft, macht gerade anfangs keinen stich - vor allem, wenn der dem squad angeschlossen ist und nicht fokussiert werden kann.
dazu hat jede civ (bis auf SM) einen avatar der eine 1-mann armee darstellt (aom läßt grüßen ) - aber keine bange, auch den kriegt man klein ^^
- Support
der versionenkonflikt von 1.0 ist flott gefixt wurden, ob und wann das auch fürs balancing erfolgt (wer glaubt an ein perfekt ausgewogenes spiel auf anhieb?) steht in den sternen, im moment herrscht aber wohl noch kein drigneder bedarf.
- Fazit
müßte ich DoW mit einem Wort beschreiben, es wäre "stylisch". man hat die athmosphäre des brettspiels und seines hochdetailierten hintergrundes wirklich gut eingefangen, und das gefühl der trostlosen endzeitschlacht kommt gut rüber.
trotzalledem kann ich mir nicht vorstellen, dass hier wirklich DAS rts dieser tage vor uns steht, da fehlt es irgendwie ein wenig an tiefe und echten strategischen kniffen, wie zB bei AoM und WC3 wo eine reihe gleichwertiger strategien und auch mal was ganz unkoventionelles zum erfolg führen kann. bei DoW hat man nicht viel wahl, wer mal an strategischen zielen hinten ist, kanns idR vergessen, aber das ist jetzt ein sehr subjektives urteil.
wer das tabletop mochte und jetzt nicht jeden euro dreimal umdrehen muss, kann bedenkenlos zugreifen.


Todtsteltzers Schicksal. Die Legende von Owen Todtsteltzer 05.
Todtsteltzers Schicksal. Die Legende von Owen Todtsteltzer 05.
von Simon R. Green
  Taschenbuch

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Furioses Finale, 13. Mai 2001
Nachdem der 4. Band mich wenig begeistern konnte mit seinen Superhelden die sich aus unmöglichen Sitouationen mit ihren Mega-Labyrinthkräften befreiten, war der vorliegende 5. eine freudige Überraschung. Wie eh und je bei Green ist Action das zentrale Element, es wimmelt nur von Intrigen, Raumschlachte, Fremdweseninvasionen ect.
Wie gewohnt existieren mehrere Hauptpersonen, gute wie abgrundtief böse. Alle mit unverwecheslbaren Eigenschaften ausgestattet, was schon immer eine Stärke Greens war, so viele Figuren gleichzeitig zu beschreiben und doch immer unverwechselbar zu gestalten.
Die Reihe um Owen findet in diesem Band nun ihr (vorläufiges?) Ende, in dem kleinere Personen bzw. Nebenhandlungen zum Anbschluß gebracht werden und die eigentliche Haupthandlung um den Kampf gegen die KIs von Shub und die Fremdrasse der Neugeschaffenen ihr überraschendes Ende findet.
Fazit: Ganz kräftige Kost und wer nur ein wenig auf rasante und fantasiereiche SciFi steht wird im Übermaß bedient.


Ehre unter Feinden: Honor Harrington, Bd. 6. Roman
Ehre unter Feinden: Honor Harrington, Bd. 6. Roman
von David Weber
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die Saga geht weiter..., 10. April 2000
Erneut ein spannendes und fesselndes Buch, von David Weber. Honor ist zwar zurück bei der RMN und bekommt auch ein neues Kommando, dieses entpuppt sich jedoch als Piratenjagd am Rand der Allianz. Die Heldin besitzt statt Kriegsschiffen nun lediglich einen umgebaute Handelsfrachter. Und mit diesem räumt sie auch ganz schön auf, denn die Haveniten sind ebenfalls als Handelsstörer unterwegs - mit einem Schlachtkreuzergeschwader... Insgesamt legt das 6. Buch im Vergleich zu seinem Vorgänger "Im Exil" deutlich mehr Wert auf das Leben an Bord und auch die Reibereien der Mannschaften wird dargestellt. Politische Intrigen, Romanzen, Liebe, Verrat und grosse Raumschlachten fehlen hingegen weitenteils. Zwar liest sich das Buch immer noch ausgezeichnet aber die Mehrdimensionalität der Vorgänger fehlt leider. Auch wundert man sich stellenweise, wie ein einziger Handelskreuzer, der noch nicht einmal Panzerung aufweist mit einer einzigen Salve vier! schwere Kreuzer zu vernichten vermag. Dennoch ist dieses Buch für Honor-Fans ein Muß und wenn die Andeutungen stimmen dann erwartet uns für Buch 8 und 9 noch Grosses!


Ehre unter Feinden: Honor Harrington, Bd. 6. Roman
Ehre unter Feinden: Honor Harrington, Bd. 6. Roman
von David Weber
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

4.0 von 5 Sternen die Saga geht weiter..., 10. April 2000
Erneut ein spannendes und fesselndes Buch, von David Weber. Honor ist zwar zurück bei der RMN und bekommt auch ein neues Kommando, dieses entpuppt sich jedoch als Piratenjagd am Rand der Allianz. Die Heldin besitzt statt Kriegsschiffen nun lediglich einen umgebaute Handelsfrachter. Und mit diesem räumt sie auch ganz schön auf, denn die Haveniten sind ebenfalls als Handelsstörer unterwegs - mit einem Schlachtkreuzergeschwader... Insgesamt legt das 6. Buch im Vergleich zu seinem Vorgänger "Im Exil" deutlich mehr Wert auf das Leben an Bord und auch die Reibereien der Mannschaften wird dargestellt. Politische Intrigen, Romanzen, Liebe, Verrat und grosse Raumschlachten fehlen hingegen weitenteils. Zwar liest sich das Buch immer noch ausgezeichnet aber die Mehrdimensionalität der Vorgänger fehlt leider. Auch wundert man sich stellenweise, wie ein einziges Handelskreuzer, der noch nicht einmal Panzerung aufweist mit einer einzigen Salve vier! schwere Kreuzer zu vernichten vermag. Dennoch ist dieses Buch für Honor-Fans ein Muß und wenn die Andeutungen timmen dann erwartet uns für Buch 8 und 9 noch Grosses!


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