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Rezensionen verfasst von
Jackie Estacado (Wolgast)

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Asus Xonar DG interne PCI Soundkarte 5.1, Digital Out, Dolby Headphone, Eax, 96kHz 24bit, Low Profile
Asus Xonar DG interne PCI Soundkarte 5.1, Digital Out, Dolby Headphone, Eax, 96kHz 24bit, Low Profile
Wird angeboten von okluge
Preis: EUR 32,18

5.0 von 5 Sternen Klein, günstig, aber OHO!, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese kleine Karte ist ein richtiges Kraftpaket. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ausgestattet mit einem Kopfhörer-Verstärker, könnt ihr ruhig eure Studio-Kopfhörer mit hoher Impedanz anschließen. Ich selbst habe welche bis 250 Ohm getestet. Den Verstärker auf das Maximum gestellt (dieser ist 3-stufig) und schon hatte ich eine perfekt einstellbare Lautstärke und satten klang, ohne das die Kopfhörer zu leise sind.

Dazu 7.1. Support und vor allem: Dolby Headphone. Eine der genialsten Sound-Erfindungen überhaupt. Vergesst 5.1/7.1 Kopfhörer. In einem 5.1/7.1-Headset sind die Schallquellen lediglich am linken oder am rechten Ohr leicht versetzt angeordnet (mit kleinen Treibern und damit schlechteren Klang; auch hier gilt mal wieder der Grundsatz: Klang braucht Raum.). Dadurch wird die Frequenzmodulation durch das Außenohr zum Großteil umgangen und es entsteht kein richtiger Raumklangeffekt. Surround-Simulation (also z.B. Dolby Headphone) beruht darauf, dass die Frequenzmodulationen, die unser Gehirn erwartet, künstlich von einem Klangprozessor erzeugt werden. Der Klangprozessor (diese Karte) übernimmt sozusagen die Aufgabe unseres Außenohrs und so entsteht ein Raumklangeindruck obwohl nur zwei Treiber (Stereo) in dem Headset verbaut sind. Das macht die Raumklangsimulation besser als das "echte" 5.1-Headset.

Für diesen Preis kann ich diese Karte uneingeschränkt empfehlen. Die Software wirkt zwar etwas antik, was das UI angeht, ist aber leicht zu bedienen, bietet zahlreiche Einstellungsmöglichkeiten und rundet die komplette Soundkarten-Erfahrung ab.


Turtle Beach Ear Force DSS - Dolby 5.1/7.1 Soundprozessor
Turtle Beach Ear Force DSS - Dolby 5.1/7.1 Soundprozessor

5.0 von 5 Sternen Robust, macht was es soll und vor allem Dolby Headphone Support!, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe mich bewusst für dieses Modell und nicht den Nachfolger entschieden. Denn diese Version unterstützt noch Dolby Headphone, was der Nachfolger nicht mehr bietet. Und Dolby Headphone ist einer der genialsten Erfindungen überhaupt. Meine Soundkarte im PC (Asus Xonar DG) bietet ebenfalls diese Funktion sowie einen Headphone AMP. Wer solche Klangqualität gewohnt ist, hat es mit der Konsole nicht leicht, wenn man Kopfhörer verwenden will.

Haupteinsatz ist die PS3 und PS4. Selbst moderne Konsolen haben keinen Klinkenausgang, weshalb man nicht einfach so seine Kopfhörer anschließen kann. Also habe ich mir das Teil bestellt, mit dem optischen Kabel und der Konsole verbunden und dann in das Gerät per Klinke meine Stereo-Kopfhörer. Und dank Dolby Headphone habe ich perfekt simulierten Surround.

Vergisst die Marketing-Lügen von 5.1 Headsets. Die bedeuten folgendes: Kleinere Treiber (weil pro Ohrmuschel mehrere verbaut werden müssen, wegen "5.1/7.1", was eine schlechtere Klangqualität nach sich zieht. Außerdem benötigt Klang nunmal Raum. Wenn die Treiber direkt auf euren Ohren sitzen, ist es unglaublich schwer RIchtungen zu orten. Ganz kurz und einfach: das menschliche Gehör unterscheidet das durch unterschiedliche Frequenzen. Und der Soundprozessor, also eure Soundkarte oder eben dieses Turtle Beach Ear Force mit Dolby Headphone, kann diese Frequenzverschiebungen so gut simulieren, dass es euch vorgaukelt, der Sound käme tatsächlich von "vorne links", auch wenn ihr "nur" einen Stereo-Kopfhörer habt.

Es gibt keine bessere Kopfhörer-Erfahrung als vernünftige Stereo-Kopfhörer (die hervorragend für Musik geeignet sind) in Verbindung mit diesem externen Sound-Prozessor um euch satten Film- und Spiel-Sound zu präsentieren. Wer also keine AV-Anlage (mit Kopfhörerausgang) hat und nicht das bereits schlampig bearbeitete Soundsignal vom TV abgreifen will, sollte dieses kleine Teil dazwischen schalten.


Nintendo Super Mario "Yoshi" 20cm Plüschfigur
Nintendo Super Mario "Yoshi" 20cm Plüschfigur
Wird angeboten von lejemabln
Preis: EUR 21,90

4.0 von 5 Sternen Farbecht, knuffig, aber etwas zu steif., 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Yoshi war ein Geschenk für die Tochter meines besten Freundes. Wir beide sind große Zelda und Mario-Fans, die natürlich auch mit Yoshi aufwuchsen. Diese Tradition musste an seine Tochter weitergegeben werden! Also habe ich ihr diesen Yoshi gekauft. Zu Yoshi ansich muss man wohl nichts sagen, oder? Falls doch: Es gibt wohl keinen knuffigeren und putzigeren Dinosaurier! Dieser riesige Mund, die drolligen Schuhe, der kleine Kamm und Panzer runden das ganze ab. Und natürlich die knallgrüne Farbe!

Ich persönlich finde diese Plüschfigur aber etwas "steif". Das hat natürlich den Vorteil, dass er tatsächlich sitzen kann ohne umzufallen. Aber so WIRKLICH zum Kuscheln ist er vielleicht etwas zu fest, nicht weich genug.

Aber was solls, die Kleine war begeistert und ließ ihre Giraffe in der Ecke liegen. Scheint sie (jetzt 9 Monate) also nicht zu stören. Wenn nicht für sie, hätte ich mir den auch noch irgendwo hingesetzt :) Denn er sieht einfach klasse aus. Nur wer ihn tatsächlich täglich knuddeln will und als KUSCHELtier verschenken will, könnte vielleicht etwas enttäuscht sein.


Tapout Herren Just Another Day T-Shirt MMA Gr. L
Tapout Herren Just Another Day T-Shirt MMA Gr. L

5.0 von 5 Sternen Top-Qualität, mein Kumpel ist zufrieden, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Es wurde als Geschenk in der Größe L gekauft. Mein Kumpel ist fast an die 1,90m groß, ist sehr sportlich muskulös und entsprechend breit, aber eher athletisch als aufgepumpt. Das Shirt passt ihm wie angegossen und er hat sich sehr gefreut. Das Design ist sportlich, stark und durch die grau/schwarze Farbe nicht zu grell. Ideal also für Leute, die sonst nur knallige Farben tragen und mal was anderes wollen oder sowieso gerne dunkle Sachen tragen. Die Qualität des Stoffes ist für den Preis spitze und außerdem "wasch-fest". Kann es nur weiter empfehlen.


CSL - SCART zu HDMI Konverter (inkl. Audio) | integrierter Switch (Scart+HDMI Eingang) | Skalierung auf 720p/1080p / HDCP fähig | analog zu digital | in schwarz
CSL - SCART zu HDMI Konverter (inkl. Audio) | integrierter Switch (Scart+HDMI Eingang) | Skalierung auf 720p/1080p / HDCP fähig | analog zu digital | in schwarz
Wird angeboten von CSL-Computer
Preis: EUR 37,85

5.0 von 5 Sternen Robust, hochwertig und vor allem funktionell!, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was ist mein Einsatzzweck? Ich wollte meine Retro-Konsolen (N64/PS1) mit dem besten verfügbaren Signal (RGB/SCART Kabel) sowohl an meinen HDTV und mein Aufnahmegerät (via PC) verbinden. Das RGB Kabel (SCART) der Konsole kommt also in diesen Konverter, der das Signal zu HDMI wandelt, dass in mein Aufnahmegerät geht, welches dann zum einen per HDMI weiter an meinen TV geht und per USB an meinen PC. Ohne diesen Konverter könnte ich zwar die Konsole direkt via RGB Kabel mit meinem TV verbinden, könnte aber nicht das Signal zur Aufnahme abgreifen, da mein Aufnahmegerät keinen SCART-Eingang hat, sondern "nur" HDMI und AV/Cinch.

Dieses Gerät sollte also auch dafür geeignet sein, falls euer HDTV keinen SCART Anschluss mehr hat und ihr ihn mit dem HDMI Kabel füttern wollt/müsst.

Was soll ich noch groß sagen? Es funktioniert einwandfrei. Das Gerät ist strombetrieben, was für ein verlustfreies Signal sorgt. Außerdem lassen sich sowohl Auflösung und NTSC/PAL Signal umschalten. Das Gerät hat ein ordentliches Gewicht, ist robust, sieht hochwertig aus und fühlt sich so an.


Dark Angel
Dark Angel
Wird angeboten von Hamburger Junge
Preis: EUR 22,00

2.0 von 5 Sternen Kurzweiliger Fan-Service, ansonsten eher mau., 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dark Angel (Videospiel)
Als alter Dark Angel Fan habe ich nun endlich zu diesen Spiel gegriffen. Die Grafik ist für PS2-Verhältnisse absolut in Ordnung. Die Musik futuristisch mit elektronischen Beats. Könnte direkt aus der Serie stammen. Das Spiel bietet sowohl englische als auch deutsche Sprachausgabe, bei denen Fans voll auf ihre Kosten kommen: Im englischen die Original-Stimmen der Schauspieler Jessica Alba und Michael Weatherly, im deutschen die entsprechenden Synchronsprecher aus der Serie.

Die Story ist eigentlich 0815 und wird dazu ziemlich lahm erzählt. Kennt ihr noch Mission Impossible für den N64 oder PS1? Genauso wird die Story erzählt. Zwischen den Missionen gibt es eine Art Briefing, was einem kurz die Lage erklärt und was man tun soll. Zwischensequenzen sind sehr rar gesäht und die Zusammenhänge der einzelnen Missionen manchmal etwas wirr, als würde einem nicht alles erzählt wird.

Das Level-Design ist zwar, für die verhältnisse, detailliert aber nicht abwechslungsreich. Es gibt zwar hier und dort ein paar Goodies abseits zu finden, wenn man die Augen offenhält, aber ansonsten läuft es nur darauf hinaus: Finde Schlüsselkarte an Ort X oder bei Gegner Y, öffne damit eine Tür/ein Tor. Und wiederhole diese Prozedur. Dazwischen sollen die Kämpfe aufheitern. Das macht leider nur anfangs Spaß, auch wenn Max eine ganze Menge an Kombos drauf hat. Kennt ihr das Spiel "Oni" für PC und PS2? SO sollte ein Beat em Up aussehen, mit Kombos, die unterschiedliche Vor- und Nachteile und unterschiedlichen Schaden austeilen. Angriffe aus dem Laufen, aus geduckter Haltung, aus dem Springen, aus dem Stand, gezielte Würfe, etc. Bei Dark Angel? Ist es leider egal. Es läuft aufs simple Button-Mashing hinaus und einige Kombos werden eher willkürlich benutzt (außerdem sehen einige Animationen wie z.B. das normale Laufen etwas merkwürdig aus...). Dazu kommt, dass Max (die Heldin) recht steif ist. So macht sie bei einem einfachen Punch oder Kick nicht einen Schritt vorwärts. Das bedeutet, vor euch steht ein Gegner, ganz knapp außer Reichweite. Ihr könnt schlagen und treten wie ihr wollt, nichts kommt an. Macht ihr jedoch einen Schritt auf den Gegner zu, gibt es keine flüssige Verbindung zwischen Bewegung und Schlag, weshalb ihr oft nach der Bewegung euch eine Tracht Prügel einfangt, wenn der Gegner nicht die eine Sekunde wartet, die Max braucht um nach der Bewegung zuzuschlagen. Vor allem Bosskämpfe werden so zur Qual.

Dark Angel macht leider aus dem Sound, Musik und Sprachausgabe nichts richtig. Das Kampfsystem sieht zwar erst gut aus, bietet zu wenig Abwechslung und hat störende Macken, die man vielleicht einem Spiel verzeihen könnte, das seinen Fokus nicht darauf legt. Die Aufgaben und das Level-Design sind öde und die Story unspektakulär. Selbst als die-hard Serien-Fan konnte ich irgendwann nur noch ausschalten. Leider kann nicht mehr als zwei Sterne dafür geben. Denn Sound-Design und eine hübsche PS2-Grafik sind zu wenig, um zu motivieren und vor allem aus diesem Spiel ein wirklich gutes zu machen.


mumbi Pico Bluetooth Mini MICRO Dongle USB-Adapter Class2 EDR V2.0 50m - Windows 7 / XP / Vista / 2000
mumbi Pico Bluetooth Mini MICRO Dongle USB-Adapter Class2 EDR V2.0 50m - Windows 7 / XP / Vista / 2000
Wird angeboten von janus net AG / inkl. MwSt Widerrufsbelehrung AGB unter Verkäufer-Hilfe
Preis: EUR 2,99

1.0 von 5 Sternen Merkwürdige Erkennung von Windows 7, keine Funktion, 1. März 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Erst einmal wird der Dongle seltsamerweise nicht am USB 2.0 Port erkannt. "Unbekanntes Gerät" sagt Windows (7, 64 bit). Am USB 3.0 Port wird er erkannt und Windows installiert seine Treiber. Allerdings lassen sich weder Bluetooth-Einstellungen aufrufen, noch kann ich meinen PC mit irgendwas pairen. Egal ob Handy/Smartphone (mit Android) oder ein Gamepad (z.B. PS4). Nichts wird gefunden. Und das liegt nicht an den anderen Endgeräten, denn die kann ich perfekt mit einander koppeln. Nur mein PC bleibt "dank" dieses Dongles außen vor.

Gibt lieber ein paar Euro mehr aus und kauft was ordentliches. Man sollte es eigentlich besser wissen: Wer billig kauft, kauft zweimal.


Prince of Persia Trilogy 3D [Classics HD]
Prince of Persia Trilogy 3D [Classics HD]
Wird angeboten von skgames
Preis: EUR 19,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gemischte Gefühle bei einer guten Trilogie, 13. Februar 2014
Kurz zu mir: Ich habe alle drei Spiele sowohl am PC als auch an der PS3 durchgespielt. T2T sogar nahezu parallel (ein Abschnitt PC, danach sofort den Abschnitt an der PS3). Deshalb kann ich gut auf die Unterschiede eingehen. Zu den Spielen ansich, für Prince of Persia-Neulinge, weiter runter scrollen.

Ich konnte mich nicht auf eine Version festlegen, weshalb ich alle Spiele zweimal gespielt habe. Erst PC, dann PS3. Denn es gibt Sachen, die macht die PC-Version besser oder "anders". Und es gibt Dinge, die gefallen mir in der PS3 ganz gut.

Fangen wir mit dem GAMEPLAY an. Das ist nahezu identisch mit der PC-Version. Allerdings ist die The Two Thrones-Version dieser Trilogie UNCUT. Genau. Sandmonster, und nur diese, lassen sich in gewohnter Warrior Within-Manier zerteilen. Auf der EU-PC-Version gibt es keine solche Effekte. Die Monster fliegen einfach um. Gerade wer kurz zuvor Warrior Within gespielt hat, wird über das Treffer-Feedback etwas verwundert sein, wenn der Prinz die gleiche Animation wie im Vorgänger durchführt und die Schwerter am Hals des Monsters zusammenführt und dieses einfach umkippt. Auf der PS3-Version findet das glücklicherweise nach wie vor statt. Außerdem werden die Controller am PC nicht zu 100% unterstützt, weshalb es dort KEINE Vibrationsfunktion gibt. Diese ist auf der PS3-Version zwar minimal, aber jegliches zusätzliche Feedback ist sehr angenehm. Springt der Held und landet er, blockt er oder wird getroffen, meldet sich der Controller genau das zurück. Ein leichter aber wirklich angenehmer Effekt. Auf dem PC kann es dann einem vorkommen, als "fehle etwas". Auch hier geht wieder Feedback verloren.

Kommen wir zum SOUND. Dieser ist in der HD-Auflage ziemlich schlecht abgemischt. Zwar nicht durchgehend aber oft klingt dieser blechernd und mit einem DEUTLICHEM Hall-Effekt. Ansonsten sind alle Effekte vorhanden, Soundaussetzer (z.B. bei Warrior Within) sind bekannte Spiele-Bugs, die sich vor allem auch in der PC-Version wiederfinden. Hier kann man höchstens ankreiden, dass sich Ubisoft nicht die Mühe gemacht hat alle Glitches und Bugs seit Release auszubügeln (vor allem Warrior Within hat davon einige, zwar keine Game-Breaking Bugs, aber manchmal trotzdem von der nervigen Sorte).

Die GRAFIK bietet wohl die deutlichsten Unterschiede. Auf der PS3 sind die Texturen leicht höher aufgelöster und damit schärfer, daran lässt sich an der PC-Version leider auch nichts ändern. Selbst bei Auflösungen bis zu 1620p, die ich erfolgreich ausprobieren konnte. Dank Downsampling und einer Modifikation namens "SweetFX" lässt sich das Bild leicht schärfen. Allerdings ist damit kein natives Anti-Aliasing wie Multisampling oder Supersampling möglich, was das Bild dann also nicht ganz so ruhig erscheinen lässt. Es ist eben ein Kompromiss. Auf der PS3 haben wir eine native Auflösung von 1280x720p und eine leichte Anti-Aliasing-Methode, die die Kanten weicher macht und damit die Treppenbildung verhindert. Dadurch geht die Schärfe an den Kanten minimal verloren. Texturen usowie Shader werden von dieser Methode allerdings NICHT erfasst (das kann auch das klassische MSAA am PC nicht, dass ist nur dem SSAA vorbehalten), weshalb es hin und wieder, gerade bei langsamen Kamera-Bewegungen ein leichtes Texturenflimmern ensteht. Nicht stark, aber trotzdem noch sichtbar. Immerhin ist die PS3 in der Lage, das Spiel mit konstanten 60 Bildern pro Sekunde darzustellen, was doch für ein deutlich flüssigeres und ruhigeres Bild sorgt als bei den meisten PS3-Spielen. Verschwunden ist bei der PS3 ebenfalls der leichte Hitzeschleier, der das Bild auf dem PC in einem leichtem rot-gelb-Schleier tauchte. Die übertriebenen Bloom-Effekte der PC sind ebenfalls verschwunden. Dafür aber nahezu komplett! Wo vorher am PC Licht in einem grellen Kegel durch ein Fenster scheinte, können wir nun durch das Fenster hindurch sehen. Hier wurde von ein Extrem in ein anderes gegangen. Kein guter Kompromis. Gar keiner, sozusagen. Dieser Beschneidung fielen auch die Tätowierungen des Prinzen zum Opfer. Diese sind beim dunklen Prinzen komplett weiß gehalten und NICHT in den Sandfarben. Die Tätowierungen seines guten Alter Egos sind hingegen von anfang leuchtend sichtbar, obwohl diese in der PC-Version erst mit Zunahme der Maximal-Energie zunehmend erscheinen. Das sieht zwar auch nicht schlecht aus, Original-Puristen werden hier aber berechtigt die Nase rümpfen. Die eigentlichen Meshes bzw. Modelle und deren Polygon-Anzahl sind NICHT betroffen. Diese erfuhren kein Updapte. Personen und Objekte sind genauso kantig und grob dargestellt wie auf dem PC. Dagegen kann man leider nichts gegen machen, auch nicht auf dem PC. Architektur und Landschaften sehen in der PS3-Version durch leichte Farbkorrekturen etwas räumlicher aus, Kontrastübergänge sind weicher, so dass Objekte nicht so stark aus der Umgebung hervorheben (vielleicht ansatzweise zu vergleichen mit SSAO/HBAO; dieses Feature gibt es aber natürlich nicht in PoP). Dafür wirken die Gesichter in der PC-Version weicher, organischer.

Einen großen Unterschied beim Aussehen des Prinzen gibt es in Warrior Within. Auf der PS3 ist dieses deutlich höher aufgelöst und auch von den Polygonen her überarbeitet. Auf der PC-Version ist das Gesicht weicher. Es gehen Details verloren, dafür wirkt es organischer und weniger künstlich. Hier also reine Geschmackssache.

Kurz zusammengefasst kann man also sagen: Die PS3 bietet insgesamt ein etwas besseres Gameplay-Vergnügen aufgrund des 100 prozentigen Controller-Support und Vibrationsfunktion. Die Texturen sind einen Tick knackiger, der Farbschleicher verschwunden, damit aber auch einige nette Bloom-Effekte. Der Sound ist merkbar schlechter. Die T2T-Version der PS3 ist ungeschnitten. Sie läuft mit 60 FPS, dafür nur mit 1280 x 720 Pixel-Abmessungen. Die PC-Version lässt diverese treiber-seitige Grafikeinstellungen wie Anti-Aliasing zu, was das Bild deutlich ruhiger und angenehmer erscheinen lässt, die Gesichter wirken etwas organischer, der Sound ist je nach Soundkarte und Ausgabegerät einfach super. Die Speicher- und Ladezeiten kürzer. Und vor allem lässt die PC-Version die Grafik in 1080p oder gar 1620p rendern (von mir getestet). Allerdings haben die ersten beiden Teile KEINEN nativen Widescreen-Support und müssen extra gepatcht werden. Dank SweetFX sind allerdings umfangreiche Änderungen an der Darstellung möglich. So lässt sich auch der Farbschleier entfernen. Das erfordert jedoch Einarbeitunszeit.

Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich die Texturschärfe und Farben der PS3-Version verwenden, den Sound und die Gesichter der PC-Version, das ganze auf 1080p mit 60 FPS rendern und mit Vibrationsunterstützung spielen. So sind jedoch beide Version nur Kompromisse und DIE perfekte Version gibt es nicht.

Also kaufen oder nicht? Schwierig! Wer es bisher noch nicht hat und lieber auf der Konsole spielt: unbedingt! Wer die PC-Version hat: nur als Fan. Es gibt keinen echten Mehrwert (außer vielleicht die 3D-Funktion, die ich nicht testen konnte). Wer die alten PS2-Versionen besitzt sollte schon zugreifen, da die Grafik hier doch eine DEUTLICHE Aufwertung erhält. Wer sich als Neuling überlegt, ob er die PC- oder PS3-Version holt hat es am schwierigsten. Legt man Wert auf Cut/Uncut (hier von ist eh nur Teil 3 betroffen)? Legt man Wert auf Widescreen-Support und/oder möchte man an diversen PC-Einstellungen rumschrauben? Ich kann es nicht beantworten, ich hadere selbst mit mir, weshalb ich alle Versionen gespielt habe.

Jetzt noch kurz zu den Spielen ansich, für ausführliche Rezensionen einfach entsprechende Spiele aufrufen oder Googeln.

The Sands of Time: Großartig erzählt, der Prinz tritt hier als tatsächlicher Sprecher auf und am Ende offenbart sich auch warum. Sehr clever gemacht. Die Interaktion mit Farah ist auch nett und unterhält auch zwischen den Kämpfen und Kletter-Partien. Die Kämpfe werden jedoch schnell eintönig aufgrund mangelnder Kombinationen. Erst recht, wenn man Warrior Within erkennt. Dafür sind die Animationen auch heute noch schön anzuschauen. Die Musik ist auch erste klasse, orientalisch mit leichten bis mäßigen Rock-Einflüssen.

Warrior Within: Szenario-bedingt extremes Level-Recycling. Wird jedoch trotzdem nicht langweilig und es erscheinen immer neue Wege auf clevere Art und Weise. Erzählerisch nicht so gut wie SoT und vom Art-Design her ein sehr krasser Bruch. Ist Geschmackssache, mir gefällt es. Der Sound wurde verschärft richtung Rock geschoben, die orientalischen Einflüsse gehen jedoch noch komplett verloren. Insgesamt weniger märchenhafter als SoT. Dafür sehr clever: Durch die Zeitreisen sieht sich der Prinz tatsächlich selbst! Das Kampfsystem wurde DEUTLICH verbessert und lässt dem Prinzen alle möglichen Kampf-Kombinationen anwenden.

The Two Thrones: Erzählerisch wieder nah an SoT. Dieses Mal ist Kaileena der Erzähler und nicht der Prinz. Die Autoren schreiben hier aber nicht so gut wie in SoT. Vielleicht liegt es auch an der Übersetzung. Aber insgesamt qualitativ etwas unter SoT. Es ist befremdlich, wenn eine dritte Person über die Gefühle des Prinzen redet, anstatt dieser sie zeigt oder selbst erzählt. Stellenweise kommt auch etwas Humor und der Sarkasmus des Prinzen zurück, dass deutlich an SoT erinnert. Das fehlte in Warrior Within komplett. Das liegt zum größten Teil an der Interaktion mit den Charakteren, denn in T2T gibt es ein für den Spieler schönes Wiedersehen. Die Level-Architektur ist umso beeindruckend. Die war zwar auch in den Vorgängern abwechslungsreich, aber subtiler. In T2T fangen wir in einem chaotischen Babylon an, kämpfen und klettern durch Straßen, über Dächer und kommen später in düstere Tempel, Gemäuer, Gärten und Katakomben. Das Kampfsystem wurde im Vergleich zu Warrior Within leicht beschnitten. So ist es z.B. nicht mehr möglich sich von Gegner, abzustoßen (Überspringen ist nach wie vor möglich) oder dieses zu erwürgen. Auch das Gegeneinanderwerfen von Gegnern klappt nicht mehr so gut. Dafür sind die Kämpfe etwas anspruchsvoller geworden, da die Gegner DEUTLICH mehr blocken und jetzt auch Angriffe im Repertoir haben, die NICHT geblockt werden können.

Insgesamt eine großartige Trilogie, bei der alle Spiele viel Spaß machen und auch heute noch eine schöne Grafik bieten, wenn man von den Charakter-Modellen absieht.


Tom Clancy's Splinter Cell Blacklist - [PC]
Tom Clancy's Splinter Cell Blacklist - [PC]
Wird angeboten von Finani-Onlinehandel
Preis: EUR 9,95

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Splinter Cell: Blacklist funktioniert. Größtenteils sogar ziemlich gut., 4. Februar 2014
Sam Fisher war schon immer etwas profillos, von einigen Artworks, die seine Personalakte und Lebenslauf zeigten, einmal abgesehen. Das einzige, was ihm Profil verlieh, war seine Stimme. Im Deutschen seit jeher und weiterhin von Nicolas Cage-Sprecher Martin Keßler vertont, war es Michael Ironside, der Fisher im englischen Original seine äußerst markante Stimme lieh. Nachdem Fisher der Hintergrundgeschichte nach um die 50 sein müsste und das in Conviction zwar nicht an den Bewegungen, aber zumindest am Aussehen und an der Stimme zu erkennen war, hat er offensichtlich in der Zwischenzeit einen Jungbrunnen gefunden. Ein paar Falten im Gesicht und leicht angegrautes Haar zusammen mit einer neuen, jüngeren Stimme (vertont von Eric Johnson) lassen ihn auf keinen Fall älter als 40 wirken. Ubisoft wollte sich offenbar vom alten Sam lösen, ohne jedoch den Namen aufzugeben, auch wenn ich der Meinung bin, dass sie es besser getan hätten. Dennoch versenken sie das Boot erzählmäßig zumindest nicht komplett.

Es dreht sich alles um die Blacklist. Diese enthält geplante Anschlagsziele einer terroristischen Gruppierung, die für den Abzug aller amerikanischen Truppen im Ausland einsteht und das mit brutalen Mitteln forcieren will. Das muss natürlich verhindert werden. Third Echelon wird aufgrund interner Diskrepanzen und der Ereignisse aus Conviction aufgelöst und mit Fisher an der Spitze unter dem Namen Fourth Echelon neu gegründet. Nach dem ersten Anschlag wird Fisher an Bord des Paladin gesetzt, ein fliegendes Flugzeug, was einer Festung ähnelt. Und als Oberboss zieht sich Sam nun aber nicht zurück, sondern springt nach wie vor als erste Instanz in die Einsätze. Dabei bekommt er Unterstützung von Anna Grímsdóttir, kurz Grim genannt, Charlie Cole und Isaac Briggs. Grims Aussehen hat sich ebenfalls verändert, hier zu Gunsten der “Lore”. Hatte sie in Conviction noch ein zartes, süßes Aussehen, wirkt sie in Blacklist nun älter mit markanteren Gesichtszügen. Sie ist nach wie vor Fishers zweites Paar Augen und Ohren. Außerdem geraten die beiden immer wieder aneinander, von der kalten Begrüßung ganz abgesehen. Und so merkt man den beiden die Vorfälle aus Conviction immer noch deutlich an. Hier punktet Ubisoft in der Tat. Ebenso mit dem erneuten Auftritt von Andriy Kobin, den wir zuvor noch kräftig vermöbelten. Das Wiedersehen sorgt bei Kennern des Vorgängern durchaus für Schmunzler. Charlie Cole dagegen ist der sympathische Hacker der Gruppe und Isaac Briggs Fishers Verstärkung direkt vor Ort. Ohne zuviel von der Erzählung zu verraten, können wir gut ausgerüstet gleich in den Einsatz und damit zum Gameplay kommen.

Unsere vorhin angesprochene fliegende Festung ist gleichzeitig unser Hauptmenü und Drehpunkt aller Missionen. Das schließt den Mehrspieler-Modus mit ein. Hier können wir eine virtuelle Weltkarte aufrufen und unsere Missionen nach Lust und Laune starten. Damit wir den Überblick behalten, stehen uns Filter wie beispielsweise “Aktive Kampagnen-Missionen” oder “Multiplayer Missionen” zur Verfügung. Alle Missionen können nach Belieben wiederholt werden. Und viele von euch werden das vermutlich machen. Denn ihr bekommt nun Punkte für euer Vorgehen, ähnlich wie bei Hitman: Absolution (siehe Test-Bericht). Im Grunde gibt es drei Spielstile, die in der Berechnung klar differenziert werden, sich in eurem Durchgang aber ruhig vermischen können. Die drei Spielstile sind Ghost, Panther und Assault. Für nicht-tödliche Mittel und das Umgehen von Gegner gibt es Ghost-Punkte, für das Töten aus dem Hinterhalt oder Umgehen alarmierter Gegner Panther-Punkte und für das offene Bekämpfen alarmierter Gegner, also das klassische Shooter-Gameplay, Kampfpunkte. Am meisten Zähler hagelt es allerdings für den Ghost-Stil, für das Umgehen ganzer Gruppen. Es ist in der Tat möglich Missionen durchzuspielen ohne einen einzigen Gegner zu töten. Wer es schafft eine gewisse Punktzahl in einem Spielstil am Ende der Mission zu erreichen bekommt eine zusätzliche Belohnung, wobei sich die Belohnung lediglich auf die Höhe der finanziellen Mittel niederschlägt (ein globales Online-Scoreboard gibt es natürlich auch). Damit können wir uns verbesserte Ausrüstung oder Tarnfarben für unsere Kleidung kaufen oder unsere Waffen aufwerten. Die Preise, die sich wenigstens im vier-stelligen und oft im sechs-stelligen Bereich bewegen, wirken hingegen unauthentisch und eher wie Credits oder Punkte als eine reale Währung.

Dazu muss erwähnt werden, dass es gar nicht so leicht ist, sich als “Geist”durchzuschleichen. Zum einen, weil das Leveldesign sehr anspruchsvoll, aber durchaus durchdacht ist (die Hunde werden für den einen oder anderen Frust-Moment sorgen, da sie die Witterung von euch schon vom weiten aufnehmen und durch das Bellen ihre KI-Kameraden aufmerksam machen). Zum anderen, weil das Töten so unglaublich gut funktioniert und ihr gar nicht schleichen wollt! Nach wie vor haben wir das “Mark & Execute”-Feature, mit dem ihr kinoreif und ohne manuelles Zielen schnell ganze Gegnergruppen dezimieren könnt. Allerdings wurde dieses Feature noch verbessert. Es ist nicht mehr so übermächtig wie in Conviction, wo ein Nahkampf-Kill sofort euer “Mark & Execute” auflud. Nun müssen mehrere Gegner ausgeschaltet werden, auf welche Art auch immer, um euch diese Möglichkeit zu eröffnen. Es muss also sorgfältig geplant werden. Wenn ihr sie aber habt, funktioniert sie besser als je zuvor. Als “Killing in Motion” wurde das neue Feature beworben. Der Name sagt fast schon alles: Ihr könnt “Mark & Execute” beispielsweise im Laufen ohne stehen bleiben zu müssen ausüben.

Gerade Anhängern des Assault-Spielstils kommt das zu gute, da sie noch beweglicher und schneller sind als zuvor. Und das ist unbedingt nötig, denn ab dem Schwierigkeitsgrad “Realistisch” wird jeder Fehltritt beinahe sofort mit dem Tod bestraft. Fisher verträgt nur gefühlte zwei bis maximal drei Treffer bis ihr den letzten Speicherpunkt laden dürft. Gegner wehren sich im Nahkampf, flankieren euch, während andere Sperrfeuer geben, werfen Granaten oder ziehen sich auch mal zurück und gehen in Deckung. Leicht sind offene Kämpfe nicht. Erst recht nicht auf dem Schwierigkeitsgrad “Perfektionist”, bei dem ihr mit der Ausrüstung, die ihr am Start erhaltet, auskommen müsst. Auf dieser Stufe könnt ihr eure Bewaffnung nicht nachmunitionieren.

Mit dem Gamepad funktioniert die Steuerung weitestgehend flüssig (Maus und Tastatur wurden nicht ausgiebig getestet). Hin und wieder gibt es Probleme. Zum einen sind wir nach wie vor auf die kontextsensitiven Knopf-Einblendungen angewiesen, um Aktionen auszuführen. Auf Befehl schlagen, wie zum Beispiel in Grand Theft Auto oder Uncharted, ist nicht möglich. In meinen Partien kam es schon zweimal vor, dass im Nahkampf das “X” zum Ausschalten des Gegners nicht erschien und Fisher sich weigerte auch nur einen seiner gefühlten hundert coolen Moves auszuführen und damit wehrloser als ein kleiner Mario vor einem Gumba da stand. Wird das Auswahl-Rad der Ausrüstung geöffnet (ähnlich wie zum Beispiel in Deus Ex: Human Revolution, wenn es mit dem Gamepad gespielt wurde), steht wenigstens die Zeit still und ihr habt alle Zeit der Welt euch auch in kritischen Momenten noch eine passende Taktik auszudenken.

Das Deckungs-System hat sich für meinen Geschmack zum Negativen entwickelt. Um in Deckung zu gehen, muss nun einmalig eine Taste gedrückt werden und Fisher kauert solange dort bis man erneut die Taste drückt oder sich mit dem Stick löst. Dabei funktioniert die Schnapp-Mechanik überwiegend gut. Allerdings kommt es auch hier öfter vor, dass sich Fisher dann löst, wenn er es nicht soll oder sich dann nicht löst, wenn er soll. In Conviction löste man einfach die Taste und damit die Deckung. Hier wird unnötiger Weise ein weiterer Tastendruck vom Spieler abverlangt, was gerade in hektischen Situationen für ungewollte Manöver sorgt. Wer jetzt meint clever zu sein und einfach eine alternative Tastenbelegung in den Optionen sucht, wird dumm aus der Wäsche gucken. Es gibt nur voreingestellte Belegungs-Profile, ähnlich wie bei Resident Evil 5, 6 und Revelations. Selbst individuelle Anpassungen können nicht vorgenommen werden. Schwach, Ubisoft.

Ich erwähnte schon, dass man Ubisoft eine Menge Inkonsistenz vorwerfen kann. Leider ziehen sie dieser Joker sowohl bei der Grafik als auch beim Missions-Design. Lediglich der Sound bietet gleichbleibende, wenn auch mäßige, Qualität, ist dafür aber auch sehr unauffällig. Wer epische Klänge eines Mass Effect, Electro-Beats eines Deus Ex oder finstere, auffreibende und vorantreibende Töne eines Max Payne 3 erwartet, wird enttäuscht. Hier wäre man besser beraten gewesen, wieder auf Michael McCann, der schon den Soundtrack von Double Agent und Human Revolution komponiert hat, zu setzen. Untermalt werden zwar viele Situationen stimmungsvoll impressionistisch, oft fehlt jedoch der gewisse Paukenschlag, einprägsame Stücke, die das Spiel begleiten und sich den Ereignissen anpassen. So bleibt der Soundtrack ziemlich blass und damit auf der Strecke.

Die Grafik ist ein zweischneidiges Schwert. Die Charaktere sind detailiert. Die Grafik-Features zahlreich: DirectX 11 oder 9, Light-Shafts, Physically-Based Real-Time Lens-Flare Rendering mit Schmutz-Texturen, Parallax, Tessellation, Dynamic Ambient Occlusion (SSAO, HBAO) und Anti-Aliasing (MSAA, SSAA, FXAA). Alles ist in den Grafik-Einstellungen skalierbar. Ubisoft versucht so ziemlich alles aus der Unreal-Engine herauszuholen, was möglich ist. Dennoch wirken einige Objekte, wie zum Beispiel Autos oder Fishers Feinde, zu “puppenhaft” und daher nicht ganz authentisch. Und auch wenn sich die Entwickler Mühe geben, mit knackigen Texturen viele Details zu zeichnen, sehen die Gesichter von Sam und Co. nicht so detailiert aus wie in einem Crysis 3 oder dem kommenden Ryse. Dafür fehlt es den Gesichtern oft an Makeln. Sie sind zu glatt, zu “sauber”. Die Beleuchtung hingegen hat sich verbessert. Das Spiel zeichnet stärkere Kontraste als der Vorgänger, was dem Splinter Cell Gefühl der ersten Stunde sehr nahe kommt. Die Animationen haben ebenfalls noch einen Sprung gemacht, aber hier gibt es wieder ein paar Kleinigkeiten zu bemängeln. Die Animationen für sich sehen super aus, wenn Fisher ein Objekt überklettert, in Bewegung bleibt und sofort weiterläuft und sein Körper scheinbar physikalisch auf Sprung, Aufprall und Impuls reagiert. Dennoch sind die Animationsübergänge immer die selben, was einen “gescripteten” Eindruck hinterlässt und einem das Gefühl gibt, man laufe auf Schienen. Flüssige, natürliche Animationen eines Uncharted 3 oder The Last of Us bleiben unerreicht und sitzen nach wie vor auf dem Thron, dicht gefolgt von Tomb Raider 2013. Mit großem Abstand reihen sich alle anderen Spiele dahinter ein.

Das Missions-Design ist insgesamt ziemlich gut. Schwankungen in der Qualität müssen aber auch hier hingenommen werden. Zum Beispiel war ich es gewöhnt, Gebiete nach Beenden der eigentlichen Mission noch zu exfiltrieren. Umso überraschter war ich in einer Mission, als nach dem Erfüllen des letzten Zieles durch mein Opsat ertönte: “Gut gemacht, Fisher. Wir holen dich ab.” Der Bildschirm blendet aus. Mission erfolgreich abgeschlossen. Wie jetzt? Ich muss kein Gebiet erreichen? Ich werde mitten im feindlichen Gebiet abgeholt? Womit? Mit einem lauten, auffälligen Helikotper oder den nicht weniger auffälligen Paladin? Und wenn ja, warum wird das nicht gezeigt? Es wirkt als hätten die Entwickler einen kleinen Schnitzer im Design der Mission gemacht und waren zu faul diesen auszubügeln. Dafür dauern die Kampagnen-Missionen je nach Spielweise zwischen 30 und 60 Minunten. Zu schaffen sind jedoch viele in unter 10 Minuten. Für solche Rekordzeiten sind aber Kenntnisse über die Karte und Patrouillen der Gegner und viel Übung erforderlich, so dass solche Zeiten eher nach dem zweiten, dritten oder gar erst vierten Mal realistisch sind. Schön ist außerdem, dass es viele alternative Wege gibt. Gegner lassen sich ablenken, in dem sie zuvor geschlossene Türen bemerken, Lichtschalter aufsuchen, nachdem mit diesem die Lichter gelöscht wurden. Werden Lichter nacheinander ausgeschaltet, geht die KI von kaputten Leuchtmitteln aus. Übertreibt ihr es aber und schießt hintereinander mehrere Lichter aus, riecht die KI den Braten. Aber auch hier ist sie leicht zu überlisten, da sie offenbar kein Gedächtnis hat. Schießt ihr eine Glühbirne aus, braucht ihr nur zu warten, bis euer Gegner den kaputten Zustand konstatiert hat und das Interesse verliert. Nun könnt ihr erneut eine Lampe zerschiessen. Das Spiel kann beliebig wiederholt werden, bis das komplette Level mit Dunkelheit geflutet ist.

Dafür ist die Dunkelheit nicht mehr so übermächtig wie in den Vorgängern, speziell Chaos Theory und frühere Titel. Ihr müsst weit entfernt sein um einen Nutzen davon zu haben. Unsichtbar seid ihr nur hinter einer guten Deckung. Das löst zumindest ein altes Problem, wenn man es so nennen möchte: In der Realität sind es häufig Silhouetten, die einem selbst in den dunkelsten Ecken noch verraten. Es gilt das gleiche Prinzip wie bei einer Sonnenfinsternis. Der Mond wird erst sichtbar, wenn er sich vor die Sonne schiebt. Wenn ihr nun beispielsweise in Chaos Theory in einem dunklen Bereich standet, war es der KI egal, ob hinter euch eine Lichtquelle ist und ihr euch als großer schwarzer Schatten in Menschengestalt daran vorbeischiebt. Für die KI und Engine wart ihr “unsichtbar”. Das sind sicherlich Kleinigkeiten, die eher in eine Simulation gehören. Aber wenn mir in Chaos Theory oder Double Agent (von Ubisoft Montreal) sogar die Umgebungslautstärke angezeigt wurde und ich mich entsprechend laut oder leise bewegen kann, hat man ja einen gewissen Anspruch. So gesehen ist Blacklist, wie auch Conviction, etwas weich gespült und nicht mehr so “hardcore”. Die Betonung liegt immer noch auf Action, weshalb das Gesamtkonzept aufgeht.

Splinter Cell: Blacklist funktioniert. Größtenteils sogar ziemlich gut. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, die leider in fast allen Bereichen zu finden sind. Dennoch macht es Spaß, auch wenn häufig die “Trial & Error”-Methode zum Sieg führt und einige Passagen einen den letzten Nerv rauben. Hauptsächlich die, in denen ihr schwerfällig eine Person, die ihr zwischendurch nicht absetzen könnt, eskortieren müsst. Vereinzelte KI-Aussetzer, fragwürdige Design-Entscheidungen an gewissen Stellen und ein weiterhin profilloser Fisher, der mit Ubisoft wahrscheinlich gar nicht nach einem Kanon sucht, lassen einen etwas zu oft die Nase rümpfen. Ansonsten sieht es gut aus, spielt sich weitestgehend flüssig, ist performanter als Conviction und sehr unterhaltsam, egal für welchen Spielstil ihr euch entscheidet.


BaByliss E863E Präzisionsbartschneider, blau
BaByliss E863E Präzisionsbartschneider, blau
Preis: EUR 49,00

3.0 von 5 Sternen Grober Design-Fehler, nicht geeignet für kräftigen Bartwuchs, 6. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich habe diesen Barttrimmer nun seit vielen vielen Monaten und bin letztendlich unzufrieden damit. Das Gerät hat nämlich einen groben Design-Fehler: Die einzelnen Abstandskrallen sind eindeutig zu breit (siehe Käufer-Fotos, habe eins hochgeladen). Das ist sehr unpratkisch, wenn man starken Bartwuchs mit kräftigen Stoppeln hat und vor allem den Bart auch so kurz tragen möchte (und das Gerät solch kurze Einstellungen ermöglich, sollte man meinen es wäre dafür ausgelegt). Je kleiner der Abstand, desto weniger funktioniert der Trimmer und umso unregelmäßiger wird der Schnitt und desto öfter muss man mit kurzen Versetzungen nach links und/oder rechts über die zu trimmende Stelle fahren.

Der Grund: Längere, dünnere Haare legen sich um die Krallen und werden vom Messer erfasst, spätestens beim dritten Mal. Kurze, kräftigere Stoppeln können sich gar nicht herumlegen, weil ihnen das Spiel bzw. die Länge fehlt. Sie werden einfach heruntergedrückt und somit vom Messer nicht optimal erfasst. Und jeder, der sich regelmäßig rasiert (auch nass), weiß, dass die beste Rasur nur dann gelingt, wenn die Haare stehen und sich somit sauber und glatt an der Hautoberfläche schneiden lassen.

Wer also einen kurzen Stoppelbart tragen möchte und dabei einen sehr dichten, starken Bartwuchs halt, sollte entweder viel Zeit im Badezimmer einplanen oder ein anderes Gerät suchen. Allerdings suche ich immer noch. So ich habe ich u.a. den Fusion ProGlider von Gillette ausprobiert, der eine zu geringe Kraft am Messer hat um durch dichten Bartwuchs zu kommen (dazu ist das Messer sehr klein bzw. schmal und größere Flächen, z.B. beim Vollbart werden zeitlich ebenfalls zur Tortur).

Und das muss man diesem Trimmer zu gute halten: Er ist für einen handlichen Trimmer unglaublich leistungsstark. Die Messer schnellen wahhnsinnig aneinander vorbei und macht auch vor dichtem Bartwuchs und bis zu einem bestimmten Grad auch dichtem Haupthaar nicht halt. Die Länge lässt sich unwahrscheinlich präzise von 0,4mm in 0,2er-Abstand bis 5mm einstellen. Die Haltbarkeit des Akku ist in Ordnung, wobei er bei mir wesentlich schneller leer ist, als bei einem Freund, der den gleichen Trimmer benutzt. Aber ich brauche auch wesentlich länger als er, bis alle Barthaare erfasst sind und die Rasur EINIGERMASSEN gleichmäßig ist.

Wer also einen längeren Bart trägt, bei dem eine leichte Unregelmäßigkeit (5mm statt 5,4mm) nicht auffällt oder generell einen schwachen Bartwuchs hat, dennoch einen tragen und diesen auch trimmen möchte, kann vielleicht mit diesem Gerät glücklich werden. Wer aber lieber so wie ich einen Bart als Textur aus Stoppeln trägt (ca. 1,8mm bis 2,5mm) wird wohl Probleme kriegen. Glücklich und zufrieden mit der Gleichmäßigkeit bin ich nicht, aber bisher hat es irgendwie noch immer gerade so funktioniert (wirklich nur funktioniert, schön ist es nicht) mit ausreichend Zeit und Geduld.

Daher drei Sterne.
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