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Lieber Lesen

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Ghostbound
Ghostbound
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Ghostbound von C.M. Singer, 20. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Ghostbound (Kindle Edition)
Elizabeth ist erste vor kurzem von Oxford nach London gezogen, um ihre Karriere als Journalistin endlich weiter voran zu treiben. Die Arbeit beim "London Star", einer nicht ganz seriösen Zeitschrift, ist zwar nicht das was sie sich für ihre Zukunft wünscht, doch als Sprungbrett für ihre Karriere sollte es reichen. Umso mehr will sie sich ins Zeug legen, als sie den Auftrag bekommt über eine aktuelle Mordserie an Teenagern zu schreiben. Ihr erster Versuch an Informationen zu kommen, wird von der Polizei vereitelt. Doch so schnell will Elizabeth nicht aufgeben. In einem Club trifft sie am Abend auf Detektive Daniel Mason, von dem sie sich mehr Informationen erhofft. Was sie vorher nicht geahnt hat, genau dieser Abend wird ihr Leben von Grund auf verändern, was damit anfängt, dass sie sich nach nur wenigen Stunden Hals über Kopf in Daniel verliebt. Leider soll das Glück der beiden nur von kurzer Dauer sein, denn beim Verlassen des Clubs wird Daniel ermordet. Als Elizabeth im Krankenhaus erwacht, weiß sie kaum mit der Situation umzugehen. Elizabeth hat nie an ein Leben nach dem Tod oder an Geister geglaubt, doch kurz nach dieser Katastrophe wird sie feststellen, dass Liebe eben manchmal doch stärker als der Tod ist! Es folgen eine komplizierte Beziehung und die Suche nach Daniels Mörder.

C. M. Singer erzählt in ihrem Buch "Ghostbound - Love is Stronger than Death" die Geschichte zweier Seelenverwandter, die durch Glück zueinander finden, nur um dann viel zu schnell wieder entzweit zu werden. Die Tragik zu Beginn des Buches hätte kaum größer sein können und so versetzte der Tod von Danny auch mir einen Schlag.

Genau wie Elizabeth, lernt der Leser Daniel nur durch den Abend in Club kennen. Ich fand ihn schon in den ersten Minuten unglaublich sympathisch, sodass sein Tod wirklich schwer zu akzeptieren war.
Auch Elizabeth ist mir von Beginn an ans Herz gewachsen und so habe ich zusammen mit ihr getrauert. Beide sollen nicht die einzigen Charaktere bleiben, die mir positiv in Erinnerung bleiben.

Die Geschichte lebt meiner Meinung nach von genau zwei Aspekten, die das Buch zu etwas Besonderem machen. Zum einen ist da das fantastische Element, welches Daniel das Weiterleben als Geist erlaubt. Nur dadurch kann eine Liebesgeschichte entstehen und der Leser fragt sich ständig: Bekommen die beiden noch eine echte zweite Chance?
Der zweite Aspekt ist die Kriminalgeschichte, die zum Miträtseln einlädt und für eine ständige Spannung während es Lesens sorgt.

Was mir persönlich weiterhin gut gefallen hat, ist die Schreibweise und die Sprache. Locker, flockig und eher umgangssprachlich kommt das Ganze daher, was das Lesen in englischer Sprache zu einem echten Vergnügen werden lässt.

Der angenehme Schreibstil ist jedoch nur ein Aspekt unter vielen. Was mich weiterhin so an das Buch gekettet hat, ist die unglaubliche Bandbreite an Gefühlen. Von himmelhoch jauchzend bis zu Tode betrübt ist alles dabei und die Stimmungsumbrüche erfolgen zum Teil innerhalb weniger Sätze. C. M. Singer schafft es die Gefühle so authentisch und stark rüber zu bringen, dass mir manche Stellen Tränen in die Augen getrieben haben.

Eine absolute Leseempfehlung für ein Buch, mit unglaublich realen Charakteren, für eine ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen zwei Seelenverwandten und für eine Kriminalgeschichte die hinter all dem steht.


Soulbound (Ghostbound)
Soulbound (Ghostbound)
Preis: EUR 4,99

5.0 von 5 Sternen Soulbound (Ghostbound) von C. M. Singer, 20. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Soulbound (Ghostbound) (Kindle Edition)
Nachdem Elizabeth Danny hat ziehen lassen, bricht für sie eine Welt zusammen. Auch wenn sie weiß, dass er nun an einem besseren Ort auf der anderen Seite ist, lassen sie die Ängste nicht los. Wird er ihr diesen Verrat jemals verzeihen können? Und noch eine ganz andere Frage quält sie: Hat sie überhaupt das richtige getan? Nichts wünscht sie sich mehr, als wieder bei Danny zu sein, auch wenn das bedeutet, dass sie selbst die Grenze zwischen Leben und Tod überschreiten muss. Allein die Suche nach Dannys Mördern hält sie aufrecht und so stürzt sie sich in die Ermittlungen. Was sie herausfinden wird ist größer, als sie zunächst geglaubt hat. Der Weg zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Freund und Feind ist nicht immer so offensichtlich und so stürzt sich Liz direkt in die Arme ihrer Feinde, was zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle führen wird.

Was für ein grandioses Finale von C. M. Singers Ghostbound-Trilogie! Selten habe ich mich so auf den letzten Band einer Trilogie gefreut. Nachdem mich der zweite Band vollkommen aufgelöst zurück gelassen hat, brannte ich nun drauf den letzten Teil in die Hand zu bekommen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Leser wird an genau der selben Stelle ins Buch gezogen, an welcher er am Ende des zweiten Bandes zurückgelassen wurde. Der Leser wird sofort zu 100% in die Geschichte rein gezogen und die Emotionen packen einen ohne Vorwarnung erneut und ähnlich intensiv.

Das Buch besticht einmal mehr durch die Vielseitigkeit und die emotionale Schreibweise. C. M. Singer schafft es den Sätzen so viel Gefühl und so viele Emotionen einzuhauchen, dass jedes Wort das Herz erreicht und den Leser berührt. Das Leid, welches Liz verspürt, nachdem sie Danny ziehen lassen hat, ging mir bis ins Mark. Neben der Liebe zwischen Danny und Liz spielt auch die Suche nach Dannys Mördern und dem Hintergrund der Tat eine große Rolle.

Neben Liz und Danny sind auch alle anderen Charaktere absolut liebenswert. Wood erstaunt mich immer wieder mit seinem Einfühlungsvermögen und Riley mit seinem Mut und seinem Starrsinn. Zusammen sind sie das perfekte Team, welches durch nichts getrennt werden kann, zumindest nicht auf Dauer.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen, spielt im letzten Band das Mystische eine viel größere und bedeutendere Rolle. Viel Unvorhergesehenes sorgt immer wieder für Überraschungen und Wendungen. Das Buch ist ein wirklich gelungener Abschluss einer einzigartigen und mitreißenden Trilogie die ans Herz geht.


... und der Preis ist dein Leben (III): Dunkle Bestimmung
... und der Preis ist dein Leben (III): Dunkle Bestimmung
von C. M. Singer
  Taschenbuch

5.0 von 5 Sternen ... und der Preis ist dein Leben (III): Dunkle Bestimmung von C. M. Singer, 20. März 2014
Nachdem Elizabeth Danny hat ziehen lassen, bricht für sie eine Welt zusammen. Auch wenn sie weiß, dass er nun an einem besseren Ort auf der anderen Seite ist, lassen sie die Ängste nicht los. Wird er ihr diesen Verrat jemals verzeihen können? Und noch eine ganz andere Frage quält sie: Hat sie überhaupt das richtige getan? Nichts wünscht sie sich mehr, als wieder bei Danny zu sein, auch wenn das bedeutet, dass sie selbst die Grenze zwischen Leben und Tod überschreiten muss. Allein die Suche nach Dannys Mördern hält sie aufrecht und so stürzt sie sich in die Ermittlungen. Was sie herausfinden wird ist größer, als sie zunächst geglaubt hat. Der Weg zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Freund und Feind ist nicht immer so offensichtlich und so stürzt sich Liz direkt in die Arme ihrer Feinde, was zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle führen wird.

Was für ein grandioses Finale von C. M. Singers Ghostbound-Trilogie! Selten habe ich mich so auf den letzten Band einer Trilogie gefreut. Nachdem mich der zweite Band vollkommen aufgelöst zurück gelassen hat, brannte ich nun drauf den letzten Teil in die Hand zu bekommen.

Und ich wurde nicht enttäuscht. Der Leser wird an genau der selben Stelle ins Buch gezogen, an welcher er am Ende des zweiten Bandes zurückgelassen wurde. Der Leser wird sofort zu 100% in die Geschichte rein gezogen und die Emotionen packen einen ohne Vorwarnung erneut und ähnlich intensiv.

Das Buch besticht einmal mehr durch die Vielseitigkeit und die emotionale Schreibweise. C. M. Singer schafft es den Sätzen so viel Gefühl und so viele Emotionen einzuhauchen, dass jedes Wort das Herz erreicht und den Leser berührt. Das Leid, welches Liz verspürt, nachdem sie Danny ziehen lassen hat, ging mir bis ins Mark. Neben der Liebe zwischen Danny und Liz spielt auch die Suche nach Dannys Mördern und dem Hintergrund der Tat eine große Rolle.

Neben Liz und Danny sind auch alle anderen Charaktere absolut liebenswert. Wood erstaunt mich immer wieder mit seinem Einfühlungsvermögen und Riley mit seinem Mut und seinem Starrsinn. Zusammen sind sie das perfekte Team, welches durch nichts getrennt werden kann, zumindest nicht auf Dauer.

Im Gegensatz zu den anderen Teilen, spielt im letzten Band das Mystische eine viel größere und bedeutendere Rolle. Viel Unvorhergesehenes sorgt immer wieder für Überraschungen und Wendungen. Das Buch ist ein wirklich gelungener Abschluss einer einzigartigen und mitreißenden Trilogie die ans Herz geht.


Ein Schmetterling im November: Roman
Ein Schmetterling im November: Roman
von Auður Ava Ólafsdóttir
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,95

4.0 von 5 Sternen Ein Schmetterlin im November von Auður Ava Ólafsdóttir, 13. Februar 2014
Eine junge isländische Frau steht vor der wahrscheinlich größten Veränderung ihres Lebens, auch wenn sie zu Beginn des Buches noch nichts davon weiß.
Sie ist auf dem Weg zu ihrem Liebhaber, um die Affäre zu beenden. Als sie auf dem Weg eine Graugans überfährt, beschließt sie daraus ein festliches Essen für sich und ihren Mann zu kochen. Als dieser ihr jedoch die Trennung vorschlägt, beginnt ihr ganz persönliches Abenteuer. Eine Wahrsagerin prophezeit ihr einen Lotteriegewinn und die ganz große Liebe. Als ihre beste Freundin Aður ins Krankenhaus kommt gibt diese ihren Sohn Tumi in die Obhut der jungen Isländerin. Zusammen mit Tumi begibt sie sich auf eine Reise durch ihr Land, um am Ende sich selbst zu finden.

Mit "Ein Schmetterling im November" hat uns die Autorin Auður Ava Ólafsdóttir mal etwas anderes zum Lesen und zum Nachdenken vorgelegt. Weit abseits des Einheitsbreis schreibt sie ein Buch über Pech, welches zum Glück führt, über Selbstfindung und Veränderungen im Leben. Der Leser lernt in diesem Buch verschiedenste Personen kennen, die alle mehr oder weniger kurz an der Geschichte teil haben. Die Hauptprotagonistin, aus deren Sicht die Geschichte geschrieben wurde und deren Namen man die ganze Zeit über nicht erfährt, begibt sich auf eine höchst ungewöhnliche Reise. Zusammen mit dem Sohn ihrer besten Freundin, die zu dieser Zeit im Krankenhaus liegt, reist sie durch Island. Der Junge heißt Tumi. Er ist taub und somit ist die Reise mit ihm eine besondere Herausforderung. An dem Buch ist eigentlich alles anders und so kann es für den Leser sehr schwierig sein einen Zugang zum Buch zu finden. Die Schreibweise, der Stil, selbst die Geschichte an sich ist anders. Man muss sich beim Lesen konzentrieren, um der Handlung folgen zu können. Vieles bleibt unausgesprochen, doch kann man sich denken, was passiert. Auch werden andere Protagonisten oft nicht beim Namen genannt, was das Lesen erschwert. Mitdenken ist bei diesem Buch also dringend erforderlich. Ich selbst hatte Probleme in die Handlung hinein zu finden. Auch mit der Protagonistin konnte ich nur schwer warm werden. Ihr Denken und Handeln wirkte auf mich so anders und ungewohnt. Mit der Zeit konnte ich mich daran gewöhnen, aber wirklich warm bin ich mit ihr nicht geworden. Tumi spielt einen überraschend wichtigen Part im Buch. Er schafft es der Hauptprotagonistin eine ganz andere Perspektive vom Leben zu zeigen und auch mich konnte er verzaubern. Der Schreibstil wirkt etwas stockend und die Inhalte aneinandergereiht. Trotz allem passt die ganze Komposition zusammen. Das Buch strahlt eine ganz eigene Ruhe aus, die sich auf mich übertragen hat. Dadurch wirkten manche Abschnitte etwas langatmig. Wer hinter dem Buch die für Island so typischen Bilder wie Gletscher, Vulkane und Wasserfälle vermutet, wird enttäuscht werden. Es geht nicht um Island an sich, welches man vielleicht kennt. Es geht eher um die Seele und um die Gefühle einer isländischen Frau, die versucht sich selbst zu finden. Das Buch lässt mich mit gemischten Gefühlen zurück. Auf der einen Seite bin ich enttäuscht, weil ich mir nach dem Klappentext etwas anderes unter dem Buch vorgestellt habe. Auf der anderen Seite konnte ich aber auch nicht aufhören zu lesen und wollte immer wissen, was die Isländerin noch erleben wir. Eine Reise durch eine etwas andere Welt, auf die man sich einlassen muss, um Zugang zu finden.


Zeit fur Eisblumen (Sternschnuppen-Reihe)
Zeit fur Eisblumen (Sternschnuppen-Reihe)
von Katrin Koppold
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

5.0 von 5 Sternen Zeit für Eisblumen von Katrin Koppold, 21. Dezember 2013
Fee ist Moderedakteurin und liebt ihr Leben, ihren Job und ihre Designerkleidung. Sie hat einen tollen Freund und ein süßes kleines Kind. Eigentlich müsste Sie rundum glücklich sein. Wieso ist sie es dann nicht? Seit der Geburt ihres Sohnes Paul scheint ihr Leben aus den Fugen geraten zu sein. Ihre Figur ist nicht mehr das was sie einmal war, ihre Klamotten sind zu eng und ihr Job wächst ihr über den Kopf. Auch mit ihrem Freund läuft schon lange nicht mehr alles so wie es sollte und bald hat sie den Verdacht, dass er sie betrügt. Und dann ist da noch eine weitere drängende Frage: Bin ich eine gute Mutter? Alles hat sich verändert und sie ist sich nicht mehr sicher wo ihre Prioritäten liegen und wie ihr Leben weiter gehen soll. Sie flüchtet zusammen mit ihrer Mutter und ihrem Sohn nach Irland, um dort wieder zu sich selbst zu finden. Der Zweite aber wesentlich wichtigere Grund nach Irland zu reisen ist der Straßenmusiker David, den sie seit ihrer Affäre nicht mehr vergessen kann.

"Zeit für Eisblumen" von Katrin Koppold ist nach "Aussicht auf Sternschnuppen" der zweite Teil der Sternschnuppen-Reihe. Ich habe dieses Buch gelesen, ohne den ersten Teil zu kennen, da der Spoilereffekt minimal ist. Alle Bücher beinhalten eigenständige Geschichten über unterschiedlichste Personen. Als erstes beeindruckte mich schon das Cover. Es ist sehr schlicht gehalten aber trotzdem unglaublich schön. Die Eisblume ist nicht nur auf dem Cover zu finden, sondern ist auch zu Beginn eines jeden Kapitels abgedruckt.

Schon zu Beginn fiel mir auf, dass die Schreibweise der Autorin sehr gefühlvoll und emotional zu sein scheint. Dies bestätigte sich auch im weiteren Verlauf der Geschichte. Viele Szenen im Buch gingen mir sehr nah und brachten mich zum Nachdenken. Die Handlung ist sehr realistisch und kann eigentlich jedem so oder auf ähnliche Weise passieren.

Die Protagonisten wirkten auf mich sehr real. Besonders Fee, die man natürlich am intensivsten kennenlernt, ist mir sehr ans Herz gewachsen. An vielen Stellen konnte ich sie sehr gut verstehen und mich problemlos in sie hinein versetzen. Nur zu Beginn hatte ich einige Probleme, da sie mir stellenweise tatsächlich etwas naiv und sehr egoistisch vorkam. Es war sehr interessant ihre Wandlung mit zu verfolgen. An vielen Stellen musste ich jedoch, trotz der vielen ernsten Passagen, auch lachen, da besonders die Mutter und das Verhältnis zwischen beiden zum Schmunzeln anregt.

Die Beschreibung der Umgebung ist Katrin Koppold sehr gut gelungen. Ich habe mich sehr auf das Buch gefreut, da ich schon immer einmal in Irland Urlaub machen wollte! Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie die Umgebung von Fee aussah. Die Beschreibungen waren sehr bildhaft und habe zum Träumen angeregt.

Die Geschichte beginnt sehr interessant und hat es geschafft mich auf jeder Seite immer mehr mitzureißen. Am Ende war ich so gespannt, dass ich das Buch nicht mehr weglegen konnte und es unbedingt auslesen musste.

Ich werde mir auf jeden Fall noch den ersten Teil kaufen, da ich absolut begeistert bin. Eine absolute Leseempfehlung!


Die blutroten Schuhe
Die blutroten Schuhe
von Alana Falk
  Broschiert
Preis: EUR 12,80

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die blutroten Schuhe von Alana Falk, 17. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Die blutroten Schuhe (Broschiert)
Katis Leben dreht sich seit sie denken kann nur um Ballett. Ihre Technik ist perfekt und nur wenige tanzen mit einem solchen technischem Können. Doch das Wichtigste fehlt: das Gefühl! Sie tanzt nicht mit ganzer Seele und das sieht man ihr auch an. Ihr zweites Problem sind die Schuhe. Es gibt kein Paar, welches ihr wirklich passt. Mit 15 Jahren sitzt sie einmal mehr bei einem Ballettausstatter, als auf einmal Cristan auftaucht und mit ihm ein samtig rotes Paar Ballettschuhe, welches wie angegossen passt. Beide werden Kati sieben Jahre lang begleiten und diese sieben Jahre werden viel verändern... eigentlich alles. Die Schuhe verhelfen ihr zu allem was ihr noch fehlt. Die Frage ist nur, ob es sich lohnt alles für ihren Traum zu opfern.

„Die blutroten Schuhe“ von Alana Falk ist ein Buch über die Liebe zum Tanz, über Wünsche und über Opfer. Eine Geschichte über das Mädchen Kati, welches langsam erwachsen wird und ihren Traum lebt. Ballett ist der Hauptgegenstand des Buches und die Liebe zum Tanz ist allgegenwärtig.

Das Buch basiert auf dem Märchen „Die roten Schuhe“ von Hans Christian Andersen. Weiterhin haben noch andere Geschichten Einfluss, wie „Das Phantom der Oper“. Persönlich habe ich zwar Teile vom Märchen „Die roten Schuhe“ wieder erkannt, besonders am Ende, jedoch sind mir weitere Ähnlichkeiten nicht aufgefallen, da ich mich an das Märchen auch nur in groben Zügen erinnere.

Die Protagonisten Kati und Cristan schildern die Geschichte abwechselnd aus der Ich-Perspektive. Dadurch hat man einen guten Einblick in beide Gedanken, auch wenn diese in Teilen zu oberflächlich bleiben. Vor allem zum Ende hin ändert sich dies jedoch und der Leser kann sich sehr gut in beide Charaktere hineinversetzen. Und nicht nur die Erzählperspektive ändert sich. Auch die Zeitlinie folgt keinem roten Faden, zumindest denkt man das zu Beginn. Nach spätestens 150 Seiten werden diese Zeitsprünge aber verständlich und der rote Faden ist wieder da. Auch die anfängliche Verwirrung legt sich.

Kati und Cristan habe ich sehr in mein Herz geschlossen, auch wenn es mir Kati zwischendurch ganz schön schwer gemacht hat. Cristan mochte ich von Beginn an. Er ist mein ganz persönlicher Liebling und es war schwer das Buch am Ende zu zuklappen.

Es wird ziemlich schnell klar, worum es im Buch geht. Aufmerksame Leser werden viele liebevoll eingearbeitete Details entdecken, die sich durch das gesamte Buch ziehen. Auch ohne Ballettkenntnisse konnte mich das Buch begeistern. Ohne viele Fachbegriffe verdeutlicht Alana Falk den Zauber des Tanzes.


Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst: Roman
Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst: Roman
von Shani Boianjiu
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,99

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst von Shani Boianjiu, 5. Dezember 2013
Drei Mädchen, die eigentlich noch Kinder sind, aber von heute auf morgen erwachsen werden müssen. Drei Geschichten, die sich ähneln und doch ganz verschieden sind. Drei Arten mit dem Leben umzugehen.
Das ist die Geschichte von Lea, Avishag und Yael. Aufgewachsen in einem kleinem israelischen Dorf. Die Grenze zum Libanon ist ganz nah und ihr Leben wird von Langeweile und Krieg beherrscht. Nichts währt ewig, dass müssen die Mädchen schon früh erfahren. Um sich nicht zu langweilen, vertreiben sich die drei die Zeit mit heimlichen Beziehungen oder Affären und mit Spielen, die nicht immer kindgerecht sind. Als ihre Kindheit von jetzt auf gleich vorbei ist, müssen sie erwachsen werden, denn sie werden vom Militär eingezogen. Doch wie soll man in einer Umgebung, die von Tod, Sex und Waffen beherrscht wird erwachsen werden? Drei Mädchen, drei Methoden, drei Leben!

Wenn man dieses Buch gelesen hat, muss man erst mal durchatmen. So ging es zumindest mir. "Das Volk der Ewigkeit kennt keine Angst" von Shani Boianjiu ist wirklich schwere Kost. Ein Buch über das Erwachsenwerden unter Bedingungen, die weder einfach, noch alltäglich sind. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, der Inhalt schlägt auf den Magen. Und doch ist das Buch eindrucksvoll, ein eindrucksvoller Aufruf gegen den Krieg! Ein sehr starker Debutroman von einer noch sehr jungen Autorin.

Shani Boianjiu wurde in Jerusalem im Jahre 1987 geboren. Aufgewachsen ist sie jedoch in einem kleinen Ort, nahe des Libanons, zwischen Bomben und Soldaten, wie sie selbst in einem Interview berichtet. Im Alter von 18 Jahren wird sie zum zwei Jahre andauernden Militärdienst eingezogen. Genau dort beginnt sie auch mit dem Schreiben. Schonungslos erzählt sie vom Schulunterricht, von der Langeweile sowie von Partys und Sex, um sich die Zeit zu vertreiben. Und dann natürlich auch vom Militärdienst. Das Buch ist zwar reine Fiktion, wie sie selbst sagt, trotz allem hat sie die Lebensumstände selbst kennen gelernt und beim Lesen kommt die Frage auf, was von all dem die Autorin selbst erlebt hat?

Im Wechsel erzählen die drei Protagonistinnen in der Ich-Perspektive, was sehr verwirrend war. Ich konnte die drei nur schwer unterscheiden, fand zu Beginn nur wenig Unterschiede und durch die Perspektive wurden auch nur selten Namen genannt. Für mich war dies das größte Problem beim Lesen. Lea, Avishag und Yael ähneln sich so sehr und erst in der Militärzeit konnte ich sie anhand der Tätigkeiten einigermaßen unterscheiden. Doch auch hier gab es immer wieder kurze Abschnitte aus der Sicht anderer Personen, die irgendwie mit den drei Mädchen zu tun hatten. Ich musste immer wieder neu einordnen, in welcher Geschichte ich mich gerade befinde.

Teile der Schilderungen erinnern an eine Autobiographie, andere wirken sehr lebendig. Auch die Sprache wirkt in vielen Teilen sehr steif, in anderen wieder sehr bildhaft. Das Buch kommt mit wenigen Emotionen aus, doch trotz allem findet man zwischen den Zeilen immer wieder einige Gefühle. Durch diese Gleichgültigkeit, wird der Leser zwar mit gezogen, bleibt aber stets außen vor in der Perspektive des Beobachters.

Und doch passt die Sprache zum Inhalt des Buches. Sie verdeutlicht die Situation der Mädchen, die den Sinn in ihrer Aufgabe suchen und nicht finden, die immer mehr abstumpfen. Sie warten auf den Krieg, sind vorbereitet und haben trotzdem Angst davor. Wie soll ein solches Leben, eine solche Tristes, eine solche Sinnlosigkeit anders beschrieben werden, als mit monotoner und teils oberflächlicher Sprache? Interessant ist, dass die Sprache viel lebendiger und farbenfroher wird, wenn die Mädchen sich in ihren Phantasien verlieren und in ein anderes Leben flüchten.

Das Buch ist schwer zu lesen, da es unter anderem sehr mosaikartig aufgebaut ist. Trotz allem geht es um ein Thema, welches so noch nie beschrieben wurde. Mit etwas Mühe kann man sich in das Buch einfinden, den Anschluss finden und zwischen den Zeilen interessante Details entdecken. Ein Buch, das ich allen Interessierten empfehlen kann. Ihr braucht nur etwas Geduld und Aufmerksamkeit beim Lesen!


GHOSTBOUND - Call from the Other Side (GHOSTBOUND-Series Book 2) (English Edition)
GHOSTBOUND - Call from the Other Side (GHOSTBOUND-Series Book 2) (English Edition)
Preis: EUR 2,99

5.0 von 5 Sternen Ghostbound - Call from the Other Side von C. M. Singer, 20. Oktober 2013
Nachdem Danny beinahe auf die andere Seite gesogen wurde und Elizabeth von Dannys Mördern überfallen wurde, wird ihnen bewusst, dass ihre Verbindung nicht so selbstverständlich ist. Trotz der Gefahren ermittelt Liz zusammen mit Tony und Reiley weiter. Schmerzlich müssen die drei erfahren, dass ihre privaten Ermittlungen nicht gern gesehen sind. Als sie einem jahrhundertealten Okkultismus auf die Spur kommen, werden die drei brutal ausgebremst. Besonders Liz bekommt zu spüren was passiert, wenn man Menschen aus den obersten Kreisen auf die Füße tritt. Und als ob das nicht schon genug wäre, muss sich Liz mit der Frage quälen, ob Danny das richtige tut, indem er an ihrer Seite bleibt.

Schon der erste Band "Ghostbound - Love is stronger thand death" (oder auf Deutsch "... und der Preis ist dein Leben: Mächtiger als der Tod) hat mich verzaubert und tief in die Handlung entführt. Dass der zweite Band nun noch emotionaler und noch tiefgehender sein würde, hatte ich nicht erwartet und so wurde ich vollkommen mitgerissen im Strudel der Gefühle und Gedanken.

Die Handlungsstränge aus dem ersten Buch werden immer mehr vertieft, was die Handlung zu einer Geschichte vielen Emotionen und zwischenzeitlichen Gänsehauteffekten werden lässt. Weiterhin entstehen neue Handlungsstränge, die einen Einblick in Dannys Leben und in den indischen Okkultismus gewähren. All diese Themen verknüpft C. M. Singer auf eine erstaunlich elegante Weise. Und genau das ist es auch was das Buch bzw. die Reihe so einzigartig macht. Es entsteht ein roter Faden aus vielen kleinen Einzelsträngen, ohne dass ein Knoten den Verlauf stören würde.

C. M. Singer schreibt enorm einfühlsam und sehr bildlich. Ich hatte immer die aktuelle Szene im Kopf und habe mir die einzelnen Figuren genau vorstellen können. C. M. Singer trägt ihr Herz auf der Zunge und hat mir damit in einigen Abschnitten ein Lächeln auf die Lippen gezaubert. Aber nicht nur das. Auch Tränen sind geflossen, die zum Ende hin einfach nicht mehr versiegen wollten. Ich kenne bisher nur die englische Version dieser Reihe, muss aber sagen, dass mir die Übersetzung enorm gut gefällt. Die Geschichte ist leicht verständlich und wirklich toll zu lesen.

Ein weiterer Punkt, den ich an dieser Stelle gern anmerken möchte ist die hervorragende Recherchearbeit der Autorin. Man merkt, dass sie sich schon lange Zeit mit mystischen Themen beschäftigt.

"Ghostbound - Call from the other side" ist ein sehr emotionales Buch, das durch mystische Elemente und eine Kriminalgeschichte genau richtig gewürzt ist und somit eine unvergleichbare Mischung entsteht. Ein Buch, das ich nur jedem wärmsten ans Herz legen kann.


Herzblut - Stärker als der Tod
Herzblut - Stärker als der Tod
Preis: EUR 12,99

4.0 von 5 Sternen Herzblut - Stärker als der Tod von Melissa Darnell, 3. Oktober 2013
Nichts und Niemand konnte Savannah auf das Vorbereiten, was sie nach ihrer Verwandlung erwarten würde. Als Dampir ist sie sowohl Vampir, als auch Hexe. Dass der Vampir in ihr jedoch so stark werden würde hatte sie nicht geahnt. Menschliche Nahrung ekelt sie immer mehr an und ihr Aussehen verändert sich drastisch. Als dann auf der Geburtstagsparty ihrer besten Freundin Anne auch noch der Blutdurst bei ihr einsetzt, ist sie vollkommen verzweifelt. Und nicht nur das macht ihr zu schaffen. Die Vampirfähigkeiten sind so umfassend, dass sie nur mit Hilfe ihres Vaters die Kontrolle behalten kann. Ihr ganzes Leben scheint sich zu verändern und das Treffen mit dem Vampirrat hält noch eine weitere Nebenwirkung für sie bereit, die Savannah beinahe das Herz zerreißt. Die Trennung von Tristan macht ihr sehr zu schaffen, doch sie ist sich sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Als dann auf einmal Hexen ermordet werden und alles auf einen Vampir als Täter hindeutet, gerät die Situation zwischen den beiden Parteien außer Kontrolle.

Der erste Band dieser Trilogie hat mir richtig gut gefallen, sodass es nicht überraschend ist, dass mich nun auch der zweite Band gefesselt hat. Die Handlung setzt direkt dort ein, wo der erste Band geendet hat. Wieder einmal hatte ich nicht das Gefühlt etwas wichtiges verpasst zu haben.
Trotz allem folgten viele kleine Rückblenden und Erinnerungen an den ersten Teil, die mich zuweilen etwas gestört haben. Ich war nie Fan solcher Gedächtnisstützen und so hat es mich auch hier ab einem gewissen Zeitpunkt genervt. Da zwischen dem Erscheinen der zwei Bücher nicht mal ein halbes Jahr liegt, finde ich diese Erinnerungen hier wenig angebracht.

Ansonsten hat die Handlung mich einmal mehr aus der Realität gerissen. Nur schwer konnte ich mich vom Lesen abhalten. Der Spannungsbogen war die ganze Zeit über präsent und hat mich während des Lesens an das Buch gebunden.

Savannah macht meiner Meinung nach einen ziemlichen Sprung in ihrer Entwicklung. Sie versucht vernünftig zu sein und alles aus den Augen des Vampirrates zu sehen. Trotz allem behält sie aber, soweit es möglich ist, ihren eigenen Kopf. Durch all die Geschehnisse wird sie selbstbewusster, auch wenn sie der unbeschwerten Zeit nachtrauert.
Tristan dagegen ist zu Beginn so erfüllt von Wut und Trauer, dass er um sich herum kaum etwas wahrnimmt. Erst zum Ende hin durchläuft auch er eine Veränderung, da er durch ein paar schreckliche Ereignisse wachgerüttelt wird.

Das Buch ist sehr einfach geschrieben, was den Vorteil hat, dass man sich beim Lesen einfach fallen lassen kann. Durch die Beziehung zwischen Savannah und Tristan, sowie zwischen den Vampiren und den Hexen, bleibt eine dauerhafte Spannung erhalten. An einigen Stellen musste ich einige Ähnlichkeiten zu einer anderen Vampirgeschichte feststellen. Wirklich gestört hat mich das aber nicht.

Das Ende hat mich ziemlich geplättet. Savannahs letzter Satz lautet: "Was habe ich nur getan?" und genau das habe auch ich gedacht! Was hast du nur getan? Ich bin wirklich gespannt was ich über diese Situation denken werde, wenn ich den letzten Teil gelesen habe.

Auch wenn das Buch nicht sehr anspruchsvoll und der ein oder andere Logikfehler enthalten ist, habe ich mich durch das Buch gut unterhalten gefühlt. Ich bin in der Geschichte versunken und konnte so dem Alltag entfliehen.


Mein Herz zwischen den Zeilen
Mein Herz zwischen den Zeilen
Preis: EUR 9,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mein Herz zwischen den Zeilen, 29. Juli 2013
Delilah ist anders als die anderen Mädchen in der Schule und wird dort von allen schlecht behandelt. Zum einen schafft sie es regelmäßig das beliebteste Mädchen der Schule zu verletzen. Zum anderen flüchtet sie sich so oft wie möglich in die Welt der Bücher, anstatt sich mit Mitschülern über aktuelle Themen wie Musik, Stars, Schminke und Klamotten zu unterhalten. Dass sie aktuell ein Märchenbuch liest, macht die ganze Sache nicht besser. Als sie beim erneuten Lesen Änderungen in dem Buch feststellt, beginnt sie an sich zu zweifeln. Sie nimmt sich vor das Buch am nächsten Tag in die Bibliothek zurück zu bringen und ihr Leben ein für alle Mal zu ändern. Als sie noch einen letzten Blick ins Buch wirft, um sich von ihrem Märchenprinzen Oliver zu verabschieden, beginnt dieser sich zu bewegen und mit ihr zu reden. Zunächst glaubt Delilah, dass ihr Verstand ihr einen Streich spielt. Als Oliver sie jedoch überzeugt hat, dass er real ist, beginnen die beiden Pläne zu schmieden, um Oliver aus dem Buch zu holen. Dass sich dieses Vorhaben als sehr schwierig erweist, müssen Delilah und Oliver schon bald feststellen.

Auf dieses Buch hatte ich mich wirklich sehr gefreut. Jodi Picoult ist eine meiner Lieblingsautorinnen. Ein Buch, geschrieben zusammen mit ihrer Tochter, hat mich tatsächlich sehr neugierig gemacht. Die Geschichte die hinter diesem Buch steht, finde ich sehr interessant. Leider konnte das Buch meine hohen Erwartungen nicht erfüllen. Von Jodi Picoult kenne ich ganz andere Bücher, die wesentlich mehr Tiefgang und Inhalt aufweisen.

Ein 15-Jähriges Mädchen verliebt sich in einen Märchenprinzen aus einem Buch, der daraufhin beginnt zu leben und sich mit ihr zu unterhalten. Eine Geschichte mit viel Potential.

Delilah ist ein tolles Mädchen, das mir auch unglaublich sympathisch geworden ist. Dazu ist sie noch eine Leseratte, die ihre Nase lieber in Bücher steckt, als sich vor den Computer zu setzen oder shoppen zu gehen. Oliver ist ein Märchenprinz, der es satt hat in einem Märchenbuch zu leben. Im Gegensatz zu Delilah, ist mir Oliver leider nicht sonderlich sympathisch. Ich bin nicht warm mit ihm geworden und fand ihn meistens leider eher nervig.

Da die beiden sich ineinander verlieben, habe ich erwartet, mehr über Delilah und Oliver zu erfahren. Auf irgendwas muss sich ihre Liebe ja aufbauen. Und da Oliver im Buch gefangen ist, geht das nur über Gespräche. Tatsächlich drehen sich die Gespräche aber nur um die "Flucht" aus dem Buch und um nichts anderes. Es wurde zwar ganz kurz erwähnt, dass beide sich am Abend über alles Mögliche unterhalten haben, abgedruckt wurde dieses Gespräch jedoch leider nicht. Da das Buch nur 286 Seiten hat, hätte das ein oder andere Gespräch durchaus Platz im Buch gehabt.

Gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen der Geschichte von Oliver und Delilah und den Märchen, in welchem Oliver eigentlich mitspielt. Auch der Perspektivenwechsel zwischen Oliver und Delilah fand ich sehr gelungen. So hatte man die Möglichkeit zu erfahren, wie es sich in einem Märchenbuch lebt. Was ich auch sehr schön fand, waren die Illustrationen zu Beginn eines jeden Märchenkapitels und auch die Scherenschnittartigen Bilder innerhalb der Kapitel. Das Buch und die Geschichte wurde damit aufgelockert.

Die Schreibweise von Jodi Picoult und Samantha van Leer ist sehr jugendlich. Teilweise war dies sehr deutlich zu merken, was mich dann ein wenig gestört hat. Das Buch wird jedoch für die gleiche Zielgruppe angepriesen, wie beispielsweise das Buch Rubinrot. Der Unterschied ist für mich jedoch enorm. Aber auch die sehr jungen Protagonisten und die fehlende Tiefe des Buches sprechen für mich eher für eine jüngere Zielgruppe.

Während des Lesens sind mir dann noch einige Fehler in der Logik aufgefallen. Auch sind sehr viele Fragen offen geblieben, die eigentlich am Ende des Buches aufgelöst werden sollten. Am Ende ging aber alles auf einmal ganz schnell und ohne irgendwelche Erklärungen. Dabei wurden noch einmal wesentlich mehr Fragen aufgeworfen als beantwortet.

Ein Buch, dass wahrscheinlich sehr gut bei Mädchen der Altersgruppe 10-12 Jahren ankommt, für mich persönlich aber leider zu viele Defizite aufgewiesen hat. Trotz des wirklich tollen Covers, der tollen Idee und der süßen Story, konnte mich das Buch leider nicht überzeugen.


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