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karin1910
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Die Säulen der Erde: Roman
Die Säulen der Erde: Roman
von Ken Follett
  Taschenbuch
Preis: EUR 6,00

5.0 von 5 Sternen Klassiker in neuer Ausgabe, 29. Juni 2015
Rezension bezieht sich auf: Die Säulen der Erde: Roman (Taschenbuch)
"Die Säulen der Erde" ist schon sei langem eines meiner Lieblingsbücher und ich kann allen Fans von historischen Romanen nur raten, bei diesem tollen Angebot (über 1000 Seiten für nur 6 Euro) zuzugreifen!

Farbenfroh und facettenreich lässt Ken Follett hier die Welt des Mittelsalters wieder auferstehen, wobei er sich vor allem auf das Leben der normalen Menschen, abseits der großen Burgen und Paläste, konzentriert.
Er entführt die Leser in das aufstrebende Städtchen Kingsbridge und porträtiert eine Reihe interessanter Charaktere, die über viele Jahre auf ihrem Lebensweg begleitet werden. Er erzählt von hochfliegenden Träumen und bitteren Niederlagen und vom Bestreben jedes Einzelnen, seinen Platz in einer Welt zu finden, die immer wieder aus den Fugen zu geraten droht.
Das einzige kleine Manko besteht darin, dass in den ersten zwei Dritteln des Buches die Handlung großteils vorhersehbar ist, wirklich spannend wird es erst gegen Ende.
Dies wird aber durch die grandiose Darstellung der Atmosphäre vergangener Zeiten kompensiert, welche es dem Leser wunderbar ermöglicht, sich in die Protagonisten, ihre Ziele und Werte einzufühlen.


Rizzoli & Isles - Blutrausch: Short Thriller
Rizzoli & Isles - Blutrausch: Short Thriller
Preis: EUR 0,49

4.0 von 5 Sternen Vampire?, 26. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schaue mir die Fernsehserie „Rizzoli & Isles“ ganz gerne an, habe aber noch keinen der entsprechenden Romane gelesen.
Deshalb habe ich mir diese Short-Thriller heruntergeladen, um einmal einen Eindruck von der Autorin zu bekommen, und war durchaus angetan.
Detective Jane Rizzoli und die Gerichtsmedizinerin Dr Maura Isles haben es hier mit einer toten jungen Frau in einer Kirche zu tun. Die Fundumstände lassen an Vampirismus denken, was auf den ersten Seiten für eine gewisse Gänsehautstimmung sorgt.
Die eher banale, aber doch überraschende Auflösung kommt dann natürlich ziemlich schnell.
Dennoch eine gelungene und streckenweise durchaus spannende Kurzgeschichte.


Rizzoli & Isles - Unter Verdacht: Short Thriller
Rizzoli & Isles - Unter Verdacht: Short Thriller
Preis: EUR 1,49

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Maura eine Mörderin?, 25. Juni 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich schaue mir die Fernsehserie „Rizzoli & Isles“ ganz gerne an, habe aber noch keinen der entsprechenden Romane gelesen.
Deshalb habe ich mir diese Short-Thriller heruntergeladen, um einmal einen Eindruck von der Autorin zu bekommen, und war durchaus angetan.
Natürlich muss man bei einer Kurzgeschichte gewisse Abstriche machen - da die Auflösung ziemlich schnell kommt, gibt es keinen wirklichen Spannungsaufbau und am Ende wären ein paar Seiten mehr sinnvoll gewesen, um die Hintergründe besser ausleuchten und einige Ungereimtheiten klären zu können.
Der Schreibstil gefällt mir aber sehr gut und der häufige Wechsel der Erzählperspektive macht die Sache lebendig.


Der Jahrtausendkaiser: Roman von der gestohlenen Zeit
Der Jahrtausendkaiser: Roman von der gestohlenen Zeit
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Einer Geschichtsfälschung auf der Spur, 22. Juni 2015
Wie können wir sicher sein, dass die Ereignisse, die in unseren Geschichtsbüchern geschildert werden, tatsächlich der Wahrheit entsprechen?
Diese Frage wird regelmäßig von diversen Grenzwissenschaftlern thematisiert – und auch Richard Dübell hat sich bei diesem Roman von einer der bekanntesten Verschwörungstheorien in diesem Zusammenhang inspirieren lassen.

Köln im Mittelalter: Der Streit zwischen Kaiser Frederico und dem Papst um die Vormachtstellung hält die Christenheit in Atem. Daneben sorgen Gerüchte um die baldige Wiederkunft Christi und das jüngste Gericht für zusätzliche Unruhe.
Vor dem Hintergrund dieser angespannten Situation scheint Philipps Auftrag eine Kleinigkeit zu sein: Auf Befehl eines Kardinals soll er ein paar Dokumente fälschen, um so dem ehemaligen Kreuzfahrer Radolf zu helfen, sich in einem Mitgiftstreit gegen die Angehörigen seiner verstorbenen Frau durchzusetzen. Schon als Philipp das heruntergekommene Haus, in dem Radolf und seine Tochter Dionisia fast alleine leben, zum ersten Mal betritt, ahnt er, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und je mehr Versuche er unternimmt, an Originaldokumente über die Hochzeit Radolfs heranzukommen, umso mehr erkennt er, dass in dieser Angelegenheit nichts so ist wie es scheint.
Schließlich gelingt es ihm gemeinsam mit der Fränkin Aude, die ihren verschwundenen Ehemann, eine Kaligraphen, sucht, einer Verschwörung von geradezu atemberaubenden Ausmaßen auf die Spur zu kommen.

Die Geschichte ist durchaus spannend und wird mit einem gewissen Humor erzählt. Die Handlung ist aber bisweilen etwas verwirrend, man muss schon gut mitdenken, um diversen Andeutungen über seltsame Dokumente folgen zu können. Auch wirken manche Protagonisten zu modern. Vor allem Aude weist Einstellungen auf, die nicht wirklich zu einem Menschen des Mittelalters passen.

Dennoch ist dies ein lesenswertes Werk, das sich abseits der in historischen Romanen üblichen Pfade bewegt. Auch wenn die hier enthüllte Verschwörung etwas unglaubwürdig wirkt, kann es doch dazu animieren, darüber nachzudenken, wie vertrauenswürdig historische Hinterlassenschaften wirklich sind.


Karten!: Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab
Karten!: Ein Buch über Entdecker, geniale Kartografen und Berge, die es nie gab
von Simon Garfield
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

4.0 von 5 Sternen Die Faszination der Kartografie, 17. Juni 2015
Simon Garfield gibt hier einen breit gefassten Einblick in die Welt der Karten.
Er verfolgt deren historische Entwicklung von der Bibliothek im antiken Alexandria über Entdeckungsreisen in Mittelalter und Neuzeit bis zu Google Maps, wobei er auch dessen möglicherweise problematische Auswirkungen auf unsere Privatsphäre nicht ausspart, und betrachtet weitere ausgewählte Themen, wie beispielsweise Karten in Literatur und Filmen, Karten im Dienste der Aufklärung von Verbrechen oder der Eindämmung von Krankheiten, die Erfahrungen eines Mannes, der sich vorgenommen hat, ein herausragender Globenbauer zu werden, sowie das Aufkommen von Reiseführern.
Der Text wird dabei durch eine Vielzahl an schwarz-weiß Abbildungen illustriert.

Die Lektüre gestaltet sich abwechslungsreich und es gelingt dem Autor gut, die Bedeutung der Kartografie für den Verlauf der Geschichte sowie die Faszination, die Karten auch heute noch ausüben, nachvollziehbar zu machen.

Die Ausführungen sind großteils interessant, gehen allerdings nicht sehr in die Tiefe. Konkrete Informationen, wie bei der Erstellung einer Karte vorgegangen werden sollte, sucht man hier vergebens. (So wird, um ein Beispiel zu nennen, mehrmals die sogenannte Mercator-Projektion angesprochen und auch kritisch angemerkt, dass sie zu Verzerrungen der Größenverhältnisse zwischen den einzelnen Ländern führt, wie diese Methode genau funktioniert, wird allerdings nirgends erklärt.)

Auch hat der Autor eine eingeschränkte, vor allem britisch geprägte Perspektive. Mehrere Kapitel behandeln ausschließlich oder überwiegend Karten von London, Großbritannien oder dem ehemaligen britischen Empire, Karten, die nicht von Europäern oder US-Amerikanern gezeichnet wurden, werden dagegen kaum einmal erwähnt.

Für Kartografie-Begeisterte (und solche, die es werden wollen) ist dieses Werk dennoch empfehlenswert, werden hier doch viele spannende Themen angerissen, die dazu anregen, sich weiter in die Materie zu vertiefen.


Das Lied der Nebelinsel: Historischer Roman
Das Lied der Nebelinsel: Historischer Roman
von Julia Kröhn
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Geheimnis der letzten Druidin, 4. Juni 2015
Applecross im Norden Schottlands, 1306: Die 17jährige Flora muss am Vorabend ihrer Hochzeit entsetzt mitansehen, wie ihr Verlobter David den Barden Iain niedersticht. Diese Bluttat dürfte etwas mit einem Lied zu tun haben, das auf der Insel Skye spielt und sich auf die tragische Geschichte von Eilidh und Kieran bezieht, deren Liebe nicht sein durfte.
Flora erscheint es unmöglich, David zu heiraten, solange sie nicht weiß, was ihn zu der Tat bewogen hat. Gemeinsam mit Iains Schüler Ailean macht sie sich auf den Weg nach Skye, um mehr über die Hintergründe zu erfahren.
Skye, 1249: Zwei kleine Mädchen treffen aufeinander: Scota, die selbstbewusst und furchtlos wirkt und entschlossen ist, Druidin zu werden, obwohl diese längst vom Christentum verdrängt wurden, - und Eilidh, die den grausamen Tod ihres Vaters miterleben muss und daraufhin für viele Jahre verstummt. Erst nach der Begegnung mit Kieran beginnt sie wieder zu sprechen – vor allem aber zu singen.

Diese beiden Geschichten werden hier abwechselnd erzählt, wodurch der Roman eine interessante Dynamik bekommt und einige Spannung erzeugt wird.
Zwar ist schon eine gewisse Konzentration vonnöten, um den Überblick zu behalten über all die oftmals fremdartigen Namen, die in die Handlung eingebauten Hinweise und die Zusammenhänge, die sich nach und nach offenbaren, es ist aber auch schön, während des Lesens immer mitzurätseln, worin das Geheimnis der Nebelinsel bestehen könnte. Manches kann man zwar relativ leicht erraten, es gibt aber immer wieder auch große Überraschungen.
Die Auflösung ist alles in allem stimmig, es bleiben nur ein paar kleinere Fragen und Ungereimtheiten bestehen (wie es ja auch in der Realität meist der Fall ist) und vieles, was zu Beginn unlogisch oder unrealistisch wirkt, wird am Ende doch verständlich.

Weiters hat mir die Darstellung der Protagonisten gut gefallen. Es kommen nur wenige eindimensionale Charaktere vor, die meisten weisen sowohl Stärken als auch Schwächen auf, sind in ihren Handlungen oft widersprüchlich, ihre persönlichen Motive sind aber meist doch nachvollziehbar.

Allerdings schreitet die Geschichte bisweilen ziemlich schleppend voran, vor allem Floras und Aileans Reise durch Schottland weist manche Längen auf, und auch wenn sich am Ende herausstellt, dass zumindest der Großteil der Umwege doch einen gewissen Sinn hatte, wird das Lesevergnügen dadurch dennoch etwas getrübt.


Der Untergang Barcelonas: Roman
Der Untergang Barcelonas: Roman
von Albert Sánchez Piñol
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,99

4.0 von 5 Sternen David gegen Goliath, 28. Mai 2015
Marti Zuviria, genannt Zuvi, blickt als alter Mann auf sein Leben zurück. Er erzählt von seiner Lehrzeit bei dem großen Ingenieur Vauban, wo er sowohl lernte, wie eine beinahe uneinnehmbare Festung beschaffen sein muss, als auch, mit welchen Mitteln eine solche doch bezwungen werden kann, von seinen Erlebnissen an diversen wichtigen Schauplätzen des spanischen Erbfolgekrieges, vor allem aber von den Geschehnissen, die nicht nur seinem persönlichen Schicksal, sondern auch dem des ganzen katalanischen Volkes eine entscheidende Wendung geben sollten: Die monatelangen Belagerung und schließlich totale Zerstörung Barcelonas durch eine französisch-spanische Armee, die dazu führte, dass die Katalanen all ihre angestammten Rechte und Freiheiten verloren. Doch die Barcelonesen ergaben sich ihren Feinden nicht kampflos, sondern rangen oftmals buchstäblich bis zum letzten Atemzug darum, das Unvermeidliche zumindest aufzuschieben.

Das Buch ist mit vielen Informationen zu den damaligen politischen Verhältnissen, den Hintergründen des Erbfolgekrieges, dem Verlauf von Schlachten und dem Tätigkeitsbereich der Ingenieure im Kriegsdienst gespickt, sodass sich die Lektüre bisweilen etwas trocken gestaltet.

Auch wirkt der Protagonist vor allem zu Beginn nicht wirklich sympathisch, er ist unfreundlich, feige, tendiert dazu, immer den leichtesten Weg zu gehen etc. Dies ändert sich aber im Laufe der Zeit. Zuvi bleibt zwar weiterhin ein zwiespältiger Charakter, bei der Verteidigung seiner von einem übermächtigen Gegner bedrohten Heimat wächst er aber immer mehr über sich hinaus. Und er ist damit nicht der einzige. Es ist spannend, zu beobachten, wie Bürger aus den verschiedensten Gesellschaftsschichten unter der Leitung eines herausragenden Oberbefehlshabers ihre Kräfte bündeln, um für ihre Stadt zu kämpfen. Umso frustrierender ist es dann, wenn ihre Bemühungen durch die Geltungssucht und Eitelkeit der Mächtigen zunichte gemacht werden.
So kann man hier einen Kampf David gegen Goliath miterleben, und obwohl schon von Beginn an feststeht, dass Goliath den Sieg davontragen wird, ist das Drama in seinem ganzen Ausmaß dann doch niederschmetternd.

Für Leser, die an der katalanischen Geschichte interessiert sind und einen teilweise etwas zähen Erzählstil nicht scheuen, ist dieses Werk also durchaus empfehlenswert.


Mein Leben ohne Gestern: Roman
Mein Leben ohne Gestern: Roman
von Lisa Genova
  Taschenbuch
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Ergreifender Roman über eine beängstigende Krankheit, 21. Mai 2015
Rezension bezieht sich auf: Mein Leben ohne Gestern: Roman (Taschenbuch)
Alzheimer bzw Demenzerkrankungen generell sind ein Thema, das die meisten Menschen möglichst weit von sich schieben, mit dem man sich nicht auseinander setzen möchte. Dies kann aber nichts an der Tatsache ändern, dass praktisch jede Familie einmal in irgendeiner Form davon betroffen sein wird.
Dieser Roman ermöglicht es, sich in die Betroffenen hineinzufühlen und das Verständnis für sie zu verbessern:

Alice, angesehne Harvard-Professorin und Mutter dreier erwachsener Kinder hat gerade erst ihren 50. Geburtstag gefeiert, als sie besorgt feststellt, dass ihr Gedächtnis sie immer öfter im Stich lässt. Einige Arztbesuche und ausführliche neurologische Tests später dann die schockierende Diagnose: früh einsetzende Alzheimer-Krankheit.
Wie stark werden die Auswirkungen auf ihre Karriere, ja überhaupt ihre ganze Existenz sein? Was bedeutet diese Diagnose einer genetisch determinierten Krankheit für ihre Kinder? Wie wird sich die Beziehung zu ihrem Ehemann John entwickeln? Und vor allem: wird ihr Leben überhaupt noch lebenswert sein, wenn sie mehr und mehr von dem verliert, was sie bisher ausgemacht hat?
All dies sind Fragen, mit denen Alice sich fortan auseinandersetzen muss, die aber mit dem weiteren Fortschreiten ihrer Krankheit für sie auch immer bedeutungsloser werden.

Der Roman ist durchgehend aus der Perspektive von Alice erzählt, sodass man sich sehr gut in sie hineinversetzen und nicht nur ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen, sondern auch miterleben kann, wie sich im Laufe relativ weniger Monate ihr Geisteszustand zunehmend verschlechtert und sie sich immer öfter in einer Situation wiederfindet, die sie nicht versteht.
Auch die Reaktionen ihrer Umgebung werden – von Alice's Warte aus gesehen – dargestellt, die Überforderung ihres Ehemannes, der vor all dem am liebsten die Augen verschließen würde, die Unbeholfenheit ehemaliger Kollegen, die ihr peinlich berührt aus dem Weg gehen, aber auch die Art, wie ihre Beziehung zu ihren Kindern sich weiterentwickelt und vertieft.
So wird verständlich, was das Leben mit Alzheimer für den Betroffenen wie auch die Angehörigen bedeutet.
Außerdem wird deutlich, dass man Demenzkranke nicht zu früh abschreiben sollte und dass, auch wenn die Erinnerungen verblassen, die Gefühle noch lange lebendig bleiben.

Weiters dürfte die Autorin sehr gründlich recherchiert haben, in die Handlung sind viele Hintergrundinformationen über die Alzheimer-Krankheit, die Diagnosemethoden und (leider beschränkten) Therapiemöglichkeiten verpackt.


Die stille Kammer: Psychothriller
Die stille Kammer: Psychothriller
von Jenny Blackhurst
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was geschah mit Dylan?, 19. Mai 2015
Susan hat die letzten drei Jahre in Oakdale verbracht, einer Anstalt zur psychiatrischen Betreuung von Rechtsbrechern. Zwar hat die keine Erinnerung an den schrecklichen Tag, an dem ihr Leben jäh aus den Angeln geriet, doch es gab genügend Beweise um sie des Mordes an ihrem damals drei Monate alten Sohn Dylan zu überführen.
Nach ihrer Entlassung wünscht sie sich nichts mehr als ein Leben in Ruhe und Anonymität, doch bald schon holt die Vergangenheit sie wieder ein. Plötzlich wird sie mit Hinweisen konfrontiert, die in ihr die Hoffnung wecken, dass Dylan doch noch am Leben sein könnte.
Zusammen mit ihrer besten Freundin Cassie und dem etwas geheimnisvoll wirkenden Journalisten Nick begibt sie sich auf eine Spurensuche, in deren Verlauf sie auch selbst in große Gefahr gerät.
Das ist der Inhalt des Hauptteils dieses Thrillers, der aus Susans Sicht in Ich-Form erzählt wird, sodass man sich besonders gut in sie hineinversetzen kann.
Dazwischen werden immer wieder Episoden aus der Vergangenheit eingeflochten, die sich um eine Clique privilegierter Jungs drehen.

Was die beiden Handlungsstränge miteinander zu tun haben, wird erst nach und nach stückweise enthüllt, die endgültige Auflösung am Schluss ist dann doch überraschend.
Davor erwarten den Leser viele Seiten spannendes Lesevergnügen, die ohne übertriebene Schilderungen von Gewalttaten auskommen. Dafür kann man mit einer Protagonistin mitfiebern, die alles verloren hat, was ihr wichtig war, immer wieder an sich selbst zweifelt und dennoch nicht aufgibt, nach der Wahrheit zu suchen, und lernt interessante Charaktere kennen, bei denen oft lange unklar bleibt, wer zu den "Guten" und wer zu den "Bösen" gehört.

Allerdings gibt es doch einige Ungereimtheiten und am Ende bleibt manche Frage offen, wodurch der an sich positive Eindruck etwas getrübt wird.

Dennoch ein gelungenes Debüt der Autorin, von der ich gerne mehr lesen würde.


Trügerisches Bild: Ein Auftrag für Spenser
Trügerisches Bild: Ein Auftrag für Spenser
Preis: EUR 7,99

3.0 von 5 Sternen Kunstdiebstahl und Holocaust, 13. Mai 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich muss vorausschicken, dass ich die anderen Spenser-Romane nicht gelesen habe, sonst wäre es mir vielleicht leichter gefallen, in die Handlung einzutauchen.
Der Erzählstil an sich hätte mir durchaus gut gefallen, die Beschreibungen sind eher einfach und auf das Wesentliche beschränkt, dafür aber mit einigem trockenen Humor gewürzt.
Privatdetektiv Spenser hat hier einen Fall zu lösen, mit dem ihn ein besonderes persönliches Interesse verbindet. Denn der Mann, als dessen "Leibwächter" er fungieren sollte, wurde vor seinen Augen von einer Bombe zerfetzt.
Die daran anschließende Geschichte rund um ein "entführtes" Gemälde, deren Hintergründe bis in die Zeit des Holocaust zurückreichen, wird dann allerdings immer unrealistischer und ist auch teilweise etwas verworren.
Außerdem handelt es sich bei der Aufklärung am Ende in weiten Teilen nicht um handfeste Ermittlungsergebnisse, sondern um Vermutungen, die jemand äußert, und Schlüsse, die Spenser daraus zieht.


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