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karin1910
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Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945: Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen
Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945: Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen
von Christiane Kohl
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Brisantes Zusammenleben, 24. Februar 2015
Dieses Buch behandelt ein interessantes und zuvor in der Öffentlichkeit wenig bekanntes Thema der deutschen Nachkriegsgeschichte: Während der Nürnberger Prozesse haben die Amerikaner eine beschlagnahmte Villa in der Novalisstraße verwendet, um dort wichtige Zeugen, sowohl solche der Anklage als auch der Verteidigung, unterzubringen.
Manche "Gäste" wie etwa Hitlers Leibfotograf Heinrich Hoffmann oder der Gründer der Gestapo Rudolf Diels haben dort für längere Zeit logiert, andere blieben nur für eine Nacht. Geleitet wurde das Haus zunächst von der in Thüringen aufgewachsenen und dann in Ungarn verheirateten Gräfin Ingeborg Kalnoky, deren "Amtszeit" hier im Mittelpunkt steht, dann von Annemarie von Kleist, deren Gatte, der während der Nachfolgeprozesse als Dolmetscher fungierte, mit den Eltern von Christiane Kohl befreundet war.
Durch ihn wurde diese also auf die einigermaßen bizarre Situation aufmerksam, dass hier (Mit)täter und Opfer unter einem Dach leben mussten, und sie begann daraufhin bereits in den 1980er-Jahren, erste Nachforschungen anzustellen.

Man muss der Autorin auf jeden Fall zugute halten, dass sie sich mir ihren Recherchen viel Mühe gemacht hat, es ist ihr gelungen, viele noch lebende Zeitzeugen von damals aufzuspüren, mit ihnen ausführliche Gespräche zu führen und diverse Dokumente unterschiedlicher Herkunft einzusehen.
Dennoch wirkt das vorliegende Buch irgendwie unvollständig, einem Großteil des Textes liegen persönliche Erinnerungen zu Grunde, die natürlich subjektiv gefärbt und nach so langer Zeit sicherlich unvollständig sind. Vieles muss offen bleiben, beispielsweise können eine Reihe von Eintragungen in den Gästebüchern des Zeugenhauses keiner konkreten Person zugeordnet werden, anderes beruht eher auf Vermutungen.

Außerdem kann man beim Lesen die Atmosphäre, die in diesem Haus geherrscht haben muss, nicht wirklich fühlen. Dafür sind die Ausführungen dann doch wieder zu sachlich.


Die Kinder des Prometheus: Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift
Die Kinder des Prometheus: Eine Geschichte der Menschheit vor der Erfindung der Schrift
von Hermann Parzinger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 39,95

3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Detailreiche Darstellung der Frühzeit des Menschen, 17. Februar 2015
Hermann Parzinger gibt hier eine weitgefasste Zusammenschau der Frühgeschichte des Menschen.
Nach einem Überblick über die wichtigsten Evolutionsschritte von den frühsten Hominiden bis zum Homo sapiens steht dann vor allem das Holozän, der Zeitraum seit dem Ende der letzten Eiszeit, im Mittelpunkt.
Der Autor betrachtet einen Erdteil nach dem anderen und beschreibt alle wichtigen Fundstellen, durch welche Einblicke in die Vergangenheit gewonnen werden konnten. Erste Hinweise auf sesshaftes Leben, Keramikherstellung, Pflanzenzucht und Domestikation von Nutztieren – dies sind die Entwicklungsschritte, die dabei immer wieder angesprochen werden und die in den verschiedenen Gegenden jeweils zu unterschiedlichen Zeiten und unter andersartigen Umständen erstmals aufgetreten sind.
So kann man gut nachvollziehen, welche Vielfalt an Kulturen die Menschheit bereits vor dem Einsetzen der "offiziellen" Geschichtsschreibung hervorgebracht hatte, und es ist interessant, wie viele erhellende Funde diesbezüglich (auch außerhalb Europas) bereits gemacht wurden und welche Zusammenhänge die Forscher daraus ableiten können.

Die Ausführungen sind eher sachlich und mit einer Reihe von Fachbegriffen durchsetzt, die aber großteils erklärt werden, sodass die Lektüre allgemein verständlich ist.
Dennoch ist eine gewisse Kondition von Nöten, um die ganzen über 700 Text-Seiten durchzulesen. Man wird mit eine Fülle an Informationen überhäuft, immer neue (und sich letztlich doch immer wieder gleichende) Details über diverse Fundstücke werden ausgebreitet, sodass es oft schwer ist, den Wald vor lauter Bäumen nicht aus den Augen zu verlieren.
Zwar gibt es auch einige zusammenfassend Betrachtungen, diese hätten aber ausführlicher ausfallen und vielleicht auch mehr orts- und zeitraumübergreifende Zusammenhänge zwischen den diversen Einzelbeobachtungen herstellen können.

Hervorzuheben ist aber jedenfalls der umfangreiche Anhang, der neben einem ausführlichen Literaturverzeichnis auch Register geographischer Begriffe sowie archäologischer Kulturen enthält.
Vielleicht ist dieses Buch ja weniger zum Auf-einmal-Durchlesen sondern besser als Nachschlagewerk geeignet.


Worüber müssen wir nachdenken?: Was die führenden Köpfe unserer Zeit umtreibt
Worüber müssen wir nachdenken?: Was die führenden Köpfe unserer Zeit umtreibt
Preis: EUR 11,99

5.0 von 5 Sternen Worüber große Geister sich sorgen, 11. Februar 2015
Über 150 Wissenschaftler aus den verschiedensten Gebieten geben hier ihre ganz persönlichen Antworten auf die Frage, worüber sie sich (aus wissenschaftlicher Sicht) Sorgen machen oder aber auch, worüber man sich keine Sorgen mehr machen sollte.

In den jeweils ca drei bis fünf Seiten langen Kapiteln werden eine Reihe von Themen behandelt, wobei die Ansichten darüber, welche Probleme von Belang sind, bisweilen durchaus unterschiedlich ausfallen.
Die Lektüre gestaltet sich sehr abwechslungsreich und es ist interessant, dass hier auch viele Dinge angesprochen werden, die in der öffentlichen Diskussion ansonsten kaum vorkommen und über die zumindest ich mir bisher noch keine großen Gedanken gemacht habe.
Überrascht hat mich in diesem Zusammenhang übrigens, wie viele Beiträge sich im weitesten Sinne mit möglichen negativen Folgen der modernen Kommunikationstechnologien befassen. Diesbezügliche Bedenken, die sonst häufig als Unkenrufe von Fortschrittsverweigerern abgekanzelt werden, könnten also doch ihre Berechtigung haben.

Etwas enttäuschend fand ich allerdings, dass die möglicherweise auf uns zukommenden Probleme zwar oftmals relativ ausführlich und eloquent geschildert werden, auch nur einigermaßen konkrete Vorschläge, wie man ihnen begegnen sollte, aber Mangelware sind. Nun war das Entwerfen von Lösungsstrategien natürlich nicht Teil der Fragestellung, einige abrundende Gedanken in diese Richtung wären aber doch sinnvoll gewesen.

Nichtsdestotrotz ist dieses Werk – wie auch die übrigen von John Brockman herausgegebenen Bücher zur "Edge-Frage" – absolut lesenswert und liefert viele spannende Denkanstöße.


Märzveigerl und Suppenbrunzer: 555 Begriffe aus dem echten Österreich
Märzveigerl und Suppenbrunzer: 555 Begriffe aus dem echten Österreich
von Elsbeth Wallnöfer
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 24,00

4.0 von 5 Sternen Österreichischer Wortschatz, 5. Februar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über 500 typisch österreichische Begriffe sind hier versammelt – geordnet nach Themengebieten und mit mehr oder weniger aufschlussreichen Erläuterungen versehen.
Die Ausführungen sind eher trocken und von unterschiedlichem Tiefgang. Zu manchen Begriffen ist der Beitrag nur ein paar Zeilen lang, zu anderen wieder mehr als eine Seite.
Nichtsdestotrotz ist die Lektüre interessant und oftmals informativ, hier kann sicher jeder noch etwas Neues erfahren.
Auch ist dieses Buch nicht ganz so Wien-lastig wie viele ähnliche Werke.


Die Anfänge der Menschheit. Vom aufrechten Gang bis zu den frühen Hochkulturen
Die Anfänge der Menschheit. Vom aufrechten Gang bis zu den frühen Hochkulturen
von Dr. Alice Roberts
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,95

5.0 von 5 Sternen Gelungener Bildband zur Menschheitsgeschichte, 30. Januar 2015
Dieses großformatige, reich bebilderte und übersichtlich aufbereitete Werk befasst sich mit der Geschichte der Menschheit – von unserer Evolution bis zu den ersten Hochkulturen.

Nach einigen einleitenden Bemerkungen darüber, wie Wissenschaft funktioniert und welche Methoden bei der Erforschung der Vergangenheit herangezogen werden sowie einem Überblick über die vielgestaltige Ordnung der Primaten, zu der auch die Menschenaffen und Menschen gehören, stehen dann unsere Vorfahren im Mittelpunkt.

Sämtliche bisher bekannten Hominiden-Arten werden vorgestellt und – das ist das Highlight dieses Buches – mittels plastischer Rekonstruktionen veranschaulicht. Diese wurden von wahren Meistern ihres Fachs angefertigt und wirken tatsächlich verblüffend realistisch. Man hat das Gefühl, diesen längst verstorbenen Individuen von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen, so werden Fossilien zum Leben erweckt.
Obwohl hier sicherlich auch eine Reihe von Spekulationen einfließen, ist es doch erstaunlich, wie viele konkrete Informationen über Aussehen und Verhaltensweisen aus ein paar versteinerten Knochen abgeleitet werden können.

Die nächsten Kapiteln befassen sich dann mit dem Aufstieg des Homo sapiens. Dessen Ausbreitung in alle Welt, die Entwicklung von Landwirtschaft, Metallurgie oder Handel sowie die Entstehung von frühen Hochkulturen in Mesopotamien, Ägypten, Indien, China und Amerika werden behandelt.

Insgesamt kann ich dieses Werk nur weiterempfehlen. Vor allem Einsteigern bietet es einen leicht lesbaren und doch fundierten Überblick über ein spannendes Thema. Aber auch Leser, denen die nackten Fakten bereits bekannt sind, können sich an der gelungenen Präsentation erfreuen.


The Mentalist - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
The Mentalist - Die komplette dritte Staffel [5 DVDs]
DVD ~ Simon Baker
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Patrick Jane zum Dritten, 29. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Auch der dritte Teil bietet wieder eine Reihe außergewöhnlicher Fälle, die von Patrick Jane auf seine unnachahmliche Art gelöst werden. Er muss dabei erkennen, dass sein Erzfeind Red John offenbar Verbündete innerhalb der Strafverfolgungsbehörden hat. So steuert diese Staffel auf ein dramatisches Finale zu. Daneben spielt sich auch im Privatleben der Agents einiges ab.
Wieder gelingt es den Schauspielern sehr gut, ihren Figuren Leben einzuhauchen, es gibt spannende Szenen und überraschende Wendungen.
Die Aufmachung und Qualität der DVDs ist ebenfalls tadellos, sodass vielen vergnüglichen Stunden beim Anschauen nichts im Wege steht.


The Mentalist - Die komplette zweite Staffel (5 DVDs)
The Mentalist - Die komplette zweite Staffel (5 DVDs)
DVD ~ Simon Baker
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Ein ungewöhnlicher Ermittler, 29. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wenn Patrick Jane als Berater des CBI einem Kriminalfall hinzugezogen wird, hat seine Vorgehensweise meist wenig mit klassischer Polizeiarbeit zu tun. So sorgt er auch in der zweiten Staffel der Erfolgsserie für einige Aufregung und kann mit seinen raffinierten Tricks die gefinkelsten Mörder überführen.
Man kann hier beispielsweise miterleben, wie Jane Lisbon hypnotisiert, es gibt einen Rückblick in Jane's Kindheit und natürlich spielt der Red-John-Fall wieder eine Rolle.
Daneben enthalten die DVDs auch interessantes Bonusmaterial, in dem unter anderem ein "echter" Mentalist gemeinsam mit den Schauspielern und der Crew der Serie Einblicke in seine Kunst gewährt.


Die Tagebücher der Schöpfung: Vom Urknall zum geklonten Menschen
Die Tagebücher der Schöpfung: Vom Urknall zum geklonten Menschen
von Stefan Klein
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Stand aller Forschung ?, 21. Januar 2015
Dieses Werk soll den "Stand der Forschung. Aller Forschung" wiedergeben. So verspricht es zumindest die Produktbeschreibung der Amazon.de-Redaktion.
Diesen Anspruch kann ein nur knapp über 200 Seiten langes Buch allerdings nicht erfüllen, lesenswert ist es meiner Meinung nach aber allemal.

Stefan Klein wirft hier Schlaglichter auf die wichtigsten Fragestellungen der modernen Wissenschaft – vom Urknall über die Entstehung des Lebens und die Geheimnisse des Bewusstseins bis hin zu aktuellen Entwicklungen in der Gentechnik.
Ein großer Teil des Textes geht auf Berichte zurück, die der Autor in den Jahren 1996 – 1998 für den "Spiegel" verfasst hat – und diese journalistische Herkunft ist auch nicht zu übersehen. So wird hier vor allem im Erzählstil geschrieben, Besuche an den Stätten der aktuellen Forschung und Gespräche mit den beteiligten Wissenschaftlern wechseln sich mit Zusammenfassungen diverser Veröffentlichungen und Anekdoten aus der Wissenschaftsgeschichte ab. Der Autor sieht seine Aufgabe wohl eher darin, Informationen zusammenzustellen, und weniger, selbst etwas beizutragen.
Dabei macht er seine Sache aber ganz gut. Es handelt sich bei diesem Buch um eine kurzweilige Lektüre, wobei die jeweiligen Themen allerdings eher oberflächlich behandelt werden.

Außerdem wirken viele Informationen bereits etwas veraltet, eine größere Überarbeitung im Zuge der Neuauflage 2009 wäre daher sinnvoll gewesen.


Teufelsmühle: Historischer Roman
Teufelsmühle: Historischer Roman
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Zwei unterschiedliche Geschichten, 14. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mani Beckmann erzählt hier abwechselnd zwei Geschichten, die beide im westfälischen Dorf Ahlbeck angesiedelt sind – allerdings im Abstand von über drei Jahrhunderten.

Die eine Geschichte führt ins Jahr 1535. Ein Mann namens Heinrich Vernholt taucht auf und kündigt an, dass er im Auftrag des Bischofs die seit einigen Jahren brachliegende Mühle instand setzen und wieder in Betrieb nehmen werde. Dabei soll ihn der frühere Müller Geert Vortkamp unterstützen. Dieser ist davon nicht allzu begeistert, sein zehnjähriger Sohn Ambros, ein aufgeweckter und neugieriger Bursche, nimmt die Anwesenheit des Fremden aber zum Anlass, ein bisschen herumzuschnüffeln und macht dabei interessante Entdeckungen. Irgendetwas an dem neuen Müller ist eigenartig, und auch sonst gehen im Dorf einige seltsame Dinge vor. Manches davon scheint mit den Täufern zu tun zu haben, einer religiösen Gemeinschaft, die vor kurzem im nahen Münster für Aufregung sorgte.

Die andere Geschichte spielt im Jahr 1876 und handelt von den Erlebnissen des Altertumsforschers Hermann Vortkamp, welche der Leser durch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen mitverfolgen kann.
Hermann kommt nach Ahlbeck um steinzeitliche Gräber zu untersuchen. Dabei macht er rätselhafte Funde und stößt immer wieder auf die Jahrszahl 1535. Außerdem macht er die Bekanntschaft seines verschrobenen Großonkels Johann, vor allem aber der Lisbeth Gerwing, in die er sich sofort verliebt. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern – nicht nur, dass Lisbeth verlobt ist, zwischen den Familien Vortkamp und Gerwing besteht auch eine jahrhundertealte Feindschaft.

Diese Ausgangslage ist sicherlich vielversprechend, das Lesevergnügen war aber doch eher durchwachsen.

Der Handlungsstrang um Ambros und die Mühle im Moor, die all ihren Betreibern Unglück zu bringen scheint, ist durchaus spannend. Sie birgt einige interessante Enthüllungen und es werden unerwartete Zusammenhänge offenbart. Der Erzählstil ist lebendig und dass die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden (neben Ambros treten vor allem sein Vater und Maria, die Tochter des Schulzen, in Erscheinung) sorgt für eine gewisse Dynamik. Die Handlung ist vielschichtig, weshalb durchaus einige Konzentration nötig ist, um alle Aspekte zu erfassen, und wird zu einem insgesamt stimmigen Ende geführt.

Die Vorgänge des Jahres 1876 konnten mich allerdings weniger fesseln. Zwar gibt es immer wieder spannende Andeutungen und Hinweise, was vor 300 Jahren geschehen sein könnte (deren Auflösung sich dann allerdings oftmals als eher banal erweist), ein viel zu großer Schwerpunkt wird aber auf die Liebesbeziehung zwischen Hermann und Lisbeth gelegt. Hermanns ständige Schwärmereien werden bald langweilig und die Geschichte tritt über weite Strecken auf der Stelle.
Erst die "Nachbetrachtungen" am Ende sind wieder interessant, diese hätten etwas ausführlicher ausfallen können.


Der Onkel Franz: oder die Typologie des Innviertlers
Der Onkel Franz: oder die Typologie des Innviertlers
von Klaus Ranzenberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innviertler Anekdoten, 1. Januar 2015
Klaus Ranzenberger macht sich hier daran, das Wesen und die Eigenheiten, vor allem des männlichen, Innviertlers zu ergründen.
Er erzählt von Familienzusammenkünften, von Wirtshäusern und vor allem deren Gästen, von für Fremde oft schwer deutbaren Redewendungen und einigem mehr.
In diesen meist im Bezirk Braunau, gelegentlich auch im Bezirk Ried angesiedelten Episoden, treten eine Reihe interessanter Charaktere auf, am häufigsten die fiktive Figur des Onkel Franz, der wohl das Idealbild des typischen Innviertlers darstellen soll.

Bei einigen der in diesem Buch verwendeten Pointen hat mich allerdings der Verdacht beschlichen, dass mir diese bereits aus anderen Anekdotensammlungen (die nichts mit dem Innviertel zu tun haben) oder aus Witzbüchern bekannt sind.

Dennoch eine unterhaltsame Lektüre, die zum Schmunzeln, bisweilen aber auch zum Nachdenken anregt – unter anderem darüber, welche "Onkel Franze" man selbst kennt.


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