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karin1910
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Die Tagebücher der Schöpfung: Vom Urknall zum geklonten Menschen
Die Tagebücher der Schöpfung: Vom Urknall zum geklonten Menschen
von Stefan Klein
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,95

4.0 von 5 Sternen Stand aller Forschung ?, 21. Januar 2015
Dieses Werk soll den "Stand der Forschung. Aller Forschung" wiedergeben. So verspricht es zumindest die Produktbeschreibung der Amazon.de-Redaktion.
Diesen Anspruch kann ein nur knapp über 200 Seiten langes Buch allerdings nicht erfüllen, lesenswert ist es meiner Meinung nach aber allemal.

Stefan Klein wirft hier Schlaglichter auf die wichtigsten Fragestellungen der modernen Wissenschaft – vom Urknall über die Entstehung des Lebens und die Geheimnisse des Bewusstseins bis hin zu aktuellen Entwicklungen in der Gentechnik.
Ein großer Teil des Textes geht auf Berichte zurück, die der Autor in den Jahren 1996 – 1998 für den "Spiegel" verfasst hat – und diese journalistische Herkunft ist auch nicht zu übersehen. So wird hier vor allem im Erzählstil geschrieben, Besuche an den Stätten der aktuellen Forschung und Gespräche mit den beteiligten Wissenschaftlern wechseln sich mit Zusammenfassungen diverser Veröffentlichungen und Anekdoten aus der Wissenschaftsgeschichte ab. Der Autor sieht seine Aufgabe wohl eher darin, Informationen zusammenzustellen, und weniger, selbst etwas beizutragen.
Dabei macht er seine Sache aber ganz gut. Es handelt sich bei diesem Buch um eine kurzweilige Lektüre, wobei die jeweiligen Themen allerdings eher oberflächlich behandelt werden.

Außerdem wirken viele Informationen bereits etwas veraltet, eine größere Überarbeitung im Zuge der Neuauflage 2009 wäre daher sinnvoll gewesen.


Teufelsmühle: Historischer Roman
Teufelsmühle: Historischer Roman
Preis: EUR 2,99

4.0 von 5 Sternen Zwei unterschiedliche Geschichten, 14. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Mani Beckmann erzählt hier abwechselnd zwei Geschichten, die beide im westfälischen Dorf Ahlbeck angesiedelt sind – allerdings im Abstand von über drei Jahrhunderten.

Die eine Geschichte führt ins Jahr 1535. Ein Mann namens Heinrich Vernholt taucht auf und kündigt an, dass er im Auftrag des Bischofs die seit einigen Jahren brachliegende Mühle instand setzen und wieder in Betrieb nehmen werde. Dabei soll ihn der frühere Müller Geert Vortkamp unterstützen. Dieser ist davon nicht allzu begeistert, sein zehnjähriger Sohn Ambros, ein aufgeweckter und neugieriger Bursche, nimmt die Anwesenheit des Fremden aber zum Anlass, ein bisschen herumzuschnüffeln und macht dabei interessante Entdeckungen. Irgendetwas an dem neuen Müller ist eigenartig, und auch sonst gehen im Dorf einige seltsame Dinge vor. Manches davon scheint mit den Täufern zu tun zu haben, einer religiösen Gemeinschaft, die vor kurzem im nahen Münster für Aufregung sorgte.

Die andere Geschichte spielt im Jahr 1876 und handelt von den Erlebnissen des Altertumsforschers Hermann Vortkamp, welche der Leser durch Briefe und Tagebuchaufzeichnungen mitverfolgen kann.
Hermann kommt nach Ahlbeck um steinzeitliche Gräber zu untersuchen. Dabei macht er rätselhafte Funde und stößt immer wieder auf die Jahrszahl 1535. Außerdem macht er die Bekanntschaft seines verschrobenen Großonkels Johann, vor allem aber der Lisbeth Gerwing, in die er sich sofort verliebt. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern – nicht nur, dass Lisbeth verlobt ist, zwischen den Familien Vortkamp und Gerwing besteht auch eine jahrhundertealte Feindschaft.

Diese Ausgangslage ist sicherlich vielversprechend, das Lesevergnügen war aber doch eher durchwachsen.

Der Handlungsstrang um Ambros und die Mühle im Moor, die all ihren Betreibern Unglück zu bringen scheint, ist durchaus spannend. Sie birgt einige interessante Enthüllungen und es werden unerwartete Zusammenhänge offenbart. Der Erzählstil ist lebendig und dass die Ereignisse aus verschiedenen Perspektiven geschildert werden (neben Ambros treten vor allem sein Vater und Maria, die Tochter des Schulzen, in Erscheinung) sorgt für eine gewisse Dynamik. Die Handlung ist vielschichtig, weshalb durchaus einige Konzentration nötig ist, um alle Aspekte zu erfassen, und wird zu einem insgesamt stimmigen Ende geführt.

Die Vorgänge des Jahres 1876 konnten mich allerdings weniger fesseln. Zwar gibt es immer wieder spannende Andeutungen und Hinweise, was vor 300 Jahren geschehen sein könnte (deren Auflösung sich dann allerdings oftmals als eher banal erweist), ein viel zu großer Schwerpunkt wird aber auf die Liebesbeziehung zwischen Hermann und Lisbeth gelegt. Hermanns ständige Schwärmereien werden bald langweilig und die Geschichte tritt über weite Strecken auf der Stelle.
Erst die "Nachbetrachtungen" am Ende sind wieder interessant, diese hätten etwas ausführlicher ausfallen können.


Der Onkel Franz: oder die Typologie des Innviertlers
Der Onkel Franz: oder die Typologie des Innviertlers
von Klaus Ranzenberger
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 22,00

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Innviertler Anekdoten, 1. Januar 2015
Klaus Ranzenberger macht sich hier daran, das Wesen und die Eigenheiten, vor allem des männlichen, Innviertlers zu ergründen.
Er erzählt von Familienzusammenkünften, von Wirtshäusern und vor allem deren Gästen, von für Fremde oft schwer deutbaren Redewendungen und einigem mehr.
In diesen meist im Bezirk Braunau, gelegentlich auch im Bezirk Ried angesiedelten Episoden, treten eine Reihe interessanter Charaktere auf, am häufigsten die fiktive Figur des Onkel Franz, der wohl das Idealbild des typischen Innviertlers darstellen soll.

Bei einigen der in diesem Buch verwendeten Pointen hat mich allerdings der Verdacht beschlichen, dass mir diese bereits aus anderen Anekdotensammlungen (die nichts mit dem Innviertel zu tun haben) oder aus Witzbüchern bekannt sind.

Dennoch eine unterhaltsame Lektüre, die zum Schmunzeln, bisweilen aber auch zum Nachdenken anregt – unter anderem darüber, welche "Onkel Franze" man selbst kennt.


Die Kapelle im Moor: Historischer Roman
Die Kapelle im Moor: Historischer Roman
Preis: EUR 2,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Düstere Geheimnisse, 30. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Geschichte führt uns in das von einem Moor umgebene westfälische Dorf Ahlbeck des Jahres 1668, wo einige dunkle Geheimnisse auf ihre Enthüllung warten. Vor beinahe 20 Jahren hatten drei Männer einen schwer verletzten, scheinbar toten, Säugling im Moor vergraben. Nur der zufälligen Anwesenheit der fahrendes Gauklers Roloff Wagenknecht war es zu verdanken, dass der Knabe überlebte.
Nun kehrt der von seinen Zieheltern Daniel Genannte als junger Mann erstmals an den Ort seiner Geburt zurück. Er ist fest entschlossen, das Rätsel um seine Herkunft zu lösen und sich an den Übeltätern von damals zu rächen.
Im Rahmen seiner Nachforschungen, während derer er sich als Theologiestudent ausgibt, lernt er unter anderem einige seltsame Familien kennen, trifft auf einen Pater, der die Rückkehr des Teufels erwartet, und kommt eigenartigen Vorgängen in der Nähe der holländischen Grenze auf die Spur.

Das Ambiente, in dem dieser Roman angesiedelt ist, wirkt ziemlich düster, immer wieder gibt es Ausflüge ins Moor, häufig zur Nachtzeit, und Ahlbeck scheint keinen einzigen wirklich sympathischen Bewohner zu haben. Dafür zerstrittene Familien, religiöser Fanatismus, Gewalt(androhungen), Verbrechen und Lügen allerorten.
Daniels Ziehfamilie sowie die sonst noch auftretenden Gaukler und Bettler machen da schon einen positiveren Eindruck. Zwar sind sie kleineren Gaunereien nicht abgeneigt und es finden sich einige eigenwillige Charaktere darunter, dies sorgt aber für einigen Unterhaltungswert und sie zeigen jedenfalls mehr Anstand als viele "ehrenwerte" Ahlbecker.

Der Erzählstil ist eher sachlich, an manchen Stellen beinahe distanziert, dennoch gelingt es gut, in die Handlung einzutauchen. Die Geschichte ist spannend und kann mit einigen interessanten Wendungen aufwaten, auch werden die Lebensbedingungen der damaligen Zeit anschaulich beschrieben. Manches wirkt zwar etwas unrealistisch, trotzdem ein lesenswerter historischer Roman, der, obwohl er eigentlich im Sommer spielt, eher eine Herbst/Winterstimmung erzeugt.


Das Universum in dir: Eine etwas andere Naturgeschichte
Das Universum in dir: Eine etwas andere Naturgeschichte
von Neil Shubin
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 21,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Mensch und das Universum, 25. Dezember 2014
Wie weit in der Vergangenheit muss man ansetzen, wenn man den Weg verfolgen will, der letztlich zum Menschen führte?
Neil Shubin beginnt seine Betrachtungen vor 13,7 Milliarden Jahren mit dem Urknall und zeichnet verschiedene Entwicklungen nach, die sich als für die Entstehung des Menschen bedeutsam erweisen sollten. Er berichtet, woher die Elemente, aus denen unser Körper aufgebaut ist, stammen, wieso die Erde zu einem lebensfreundlichen Ort wurde, wie sich die Umweltbedingungen im Laufe der Jahrmillionen änderten, was die Auffaltung des Himalaya mit der Art, wie wir Farben wahrnehmen, zu tun hat und vieles mehr.

Der Autor referiert dabei nicht nur die Fakten, sondern erzählt auch von der Art, wie neue Erkenntnisse gewonnen wurden, und den Forschern, die dabei eine wichtige Rolle spielten. Weiters lässt er immer wieder Anekdoten aus seiner eigenen Laufbahn als Wissenschaftler einfließen, vor allem von seinen Expeditionen zur Fossiliensuche, die ihn oftmals in unwirtliche Weltgegenden führten.

So entsteht ein leicht lesbares und lebendiges Werk, das interessante Einblicke bietet, sowohl in die Geschichte des Universums und den Verlauf der Evolution, als auch in die praktische Tätigkeit derjenigen, welchen wir unser diesbezügliches Wissen verdanken.

Bei der Behandlung eines derart langen Zeitraums und der daraus resultierenden Fülle an Inhalten, bleibt es nicht aus, dass manche Themen eher oberflächlich erläutert werden. Dafür entschädigt aber das hervorragende Literaturverzeichnis, das sowohl Bücher und Artikel aufführt, die sich an Laien, wie auch solche, die sich an Experten richten.


14 Ereignisse, die die Welt verändert haben - 1814 - 1914 - 2014
14 Ereignisse, die die Welt verändert haben - 1814 - 1914 - 2014
von Hannes Androsch
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 34,90

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 200 ereignisreiche Jahre, 16. Dezember 2014
Aus Anlass des Gedenkjahres 2014 sind ja eine Reihe von Büchern erschienen. Dieses sticht aber hervor, weil es nicht nur ein Ereignis behandelt, sondern den ganzen Zeitraum seit dem Beginn des Wiener Kongresses im Oktober 1814 beleuchtet. In diesen 200 Jahren haben sich die Welt(poltik) sowie auch das Leben der einfachen Menschen, zumindest in den Industrienationen, wohl stärker gewandelt als in den 2.000 Jahren zuvor.

Mit den Ursachen dieser Umnwälzungen befassen sich Hannes Androsch und seine Mitautorinnen– und autoren. Sie haben 14 Schlüsselszenen ausgewählt, deren Vorgeschichte, vor allem aber auch deren Nachwirkungen ausführlich geschildert werden.
Dabei wird ein breites Themenspektrum abgedeckt. Natürlich sind politische Sachverhalte häufig vertreten – so dient beispielsweise die Nobelpreisverleihung an Bertha von Suttner als Ausgangspunkt für eine Betrachtung der Geschichte der Frauenbewegung und die Unterzeichnung der Vertrages von Nanjing 1842 bietet den Auftakt für eine Analyse der vergangenen und zukünftigen Stellung Chinas – es finden sich aber unter anderem auch Beiträge zu Medizin (wie die durch Ignaz Semmelweis angestoßene Revolutionierung der Geburtshilfe), Wissenschaft (Kurt Gödels Auftritt bei der Königsberger Tagung 1930, der die Grenzen der Erkenntnisfähigkeit der Mathematik offenbarte) oder Kultur (etwa die Ausstrahlung des ersten Tonfilms 1927). Zuletzt wird sogar ein Ausblick in die Zukunft gewagt.
Die Texte sind sachlich gehalten, wenngleich es sich nicht vermeiden lässt, dass gelegentlich die persönliche Meinung des Autors durchscheint.

Für alle an Geschichte Interessierten bietet dieses Werk also einen informativen Überblick über wichtige historische Entwicklungslinien der letzten Jahrhunderte, die unser Leben auch heute noch auf die eine oder andere Weise beeinflussen. So werden spannende Hintergründe und Zusammenhänge offenbar und es regt teilweise auch zu weiteren Nachforschungen an.


Rot wie Schnee: Ein Winterthriller
Rot wie Schnee: Ein Winterthriller
Preis: EUR 0,99

4.0 von 5 Sternen Drama um Lina, 10. Dezember 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Zoe Beck erzählt hier die Geschichte der 16-jährigen Lina, die sich von ihren Eltern unverstanden und im Vergleich zu ihrer "perfekten" Schwester Emily ungeliebt fühlt, in der Schule eine Außenseiterin ist und ihre Probleme durch destruktive Verhaltensweisen zu bekämpfen sucht.

Dies ist kein klassischer Thriller mit großen Spannungsmomenten, der Schwerpunkt liegt vielmehr auf der Darstellung von Linas Innenwelt, ihren Erlebnissen und Gedanken, die von der Autorin mit viel psychologischem Einfühlungsvermögen geschildert werden.
Trotz seiner Kürze ein Buch, das zum Nachdenken anregt.


EUROPA warum wir sind, was wir sind: Die historische Ethnologie eines ungewöhnlichen Kontinents
EUROPA warum wir sind, was wir sind: Die historische Ethnologie eines ungewöhnlichen Kontinents
von Urs B. Peter
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 29,80

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Origineller Blick auf die europäische Geschichte, 3. Dezember 2014
Der unterschiedliche Lebens- und Wirtschaftsstandard in verschiedenen Weltgegenden gibt immer wieder Anlass zu vielfältigsten Erklärungs- und Lösungsansätzen.
U.B.Peter befasst sich in diesem Buch vor allem mit der Rolle Europas.
Warum hatten gerade europäische Länder (plus europäische Ableger auf anderen Kontinenten) in den letzten Jahrhunderten die weltweite Vormachtstellung inne? Warum nahmen die Moderne und insbesondere die industrielle Revolution hier ihren Ausgang? Und warum fällt es vielen anderen Ländern trotz aller Bemühungen so schwer, ihren Rückstand aufzuholen?
Derartige Fragen werden hier aus ethnohistorischem Blickwinkel zu beantworten versucht.

Der Autor beginnt seine Betrachtungen in grauer Vorzeit bei den Neandertalern und zeichnet die verschiednen Stufen der kulturellen und wirtschaftlichen Entwicklung nach. Er berichtet unter anderem von den Schnurkeramikern, der seiner Meinung nach die indogermanischen Sprachen wie auch eine Reihe kultureller Umwälzungen aus den osteuropäischen Steppen nach ganz Europa brachten, von orientalischen Einflüssen, von Aufstieg und Niedergang großer Reiche, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Transformationen während der Mittelalters und schließlich vom Eintritt ins Zeitalter der Industrialisierung, dessen Ausgangspunkt er in den Ländern entlang des Rheins sowie in England lokalisiert.
Bei dieser Tour durch die Geschichte fällt beispielsweise auf, dass der Untergang des römischen Imperiums nicht wie so oft als Katastrophe, sondern als notwendige Voraussetzung für den späteren Aufschwung, beschrieben und dass dem gelegentlich immer noch verbreiteten Klischee vom "finsteren Mittelalter" entgegengetreten wird.

Bei jeder Epoche wird erläutert, wie die Gesellschaft gegliedert war, auf welche Weise die Mächtigen ihre Herrschaft ausübten, welche religiösen Vorstellungen gebräuchlich waren, welche wesentlichen Entwicklungen durchgemacht wurden und was davon bis heute nachwirkt.
Besonderes Augenmerk wird natürlich auf die Wirtschaft gelegt, wobei vor allem die Entstehung der Marktwirtschaft als Ausgangspunkt für den europäischen Sonderweg identifiziert wird. Im krassen Gegensatz dazu wird der Kapitalismus als ausbeuterisches System und letztes Überbleibsel des aristokratischen in der Moderne verstanden. Dies ist durchaus eine interessante Sichtweise, werden die beiden Begriffe doch sonst meist beinahe als Synonyme verwendet.

Auch wenn man dem Autor sicher nicht in jedem Detail zustimmen muss, und bisweilen der Eindruck entsteht, dass er die Fakten immer gerade so auslegt oder uminterpretiert, wie es zu seiner Argumentationslinie passt, ist dieses Werk alles in allem doch lesenswert. Es bietet einige erhellende Informationen und spannende Denkansätze zum Lauf der Geschichte sowie zur Frage, wovon es abhängt, wer eine Vormachtstellung erringen kann.


Arithmetik: Eine kurze Geschichte
Arithmetik: Eine kurze Geschichte
Preis: EUR 0,00

4.0 von 5 Sternen Zu Tode gefürchtet ist auch gestorben, 20. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Unter Berücksichtigung der Tatsache, dass es sich bei dieser Gratis-Kurzgeschichte wohl vor allem um eine Werbemaßnahme handelt, mit der auf die weiteren Titel des Autors aufmerksam gemacht werden soll, hat sie mir ganz gut gefallen.
Natürlich ist die Grundidee nicht wirklich neu und die Handlung teilweise vorhersehbar, es wird aber doch zumindest eine gewisse Spannung aufgebaut.


Was gibt es Neues? Das Buch zur Sendung. Mit Beiträgen von Oliver Baier & Michael Niavarani
Was gibt es Neues? Das Buch zur Sendung. Mit Beiträgen von Oliver Baier & Michael Niavarani
von Peter Blau
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Buch zur Sendung, 13. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch wird Fans der freitäglichen ORF-Show sicher begeistern, ist aber auch sonst für all jene geeignet, die ihren Fundus an unnützem Wissen erweitern wollen.

Zunächst gibt es allgemeine Informationen zur Sendung, eine kurze Vorstellung der regelmäßigen Mitglieder des Rateteams, sowie einige Blicke hinter die Kulissen, bei denen unter anderem erklärt wird, welche Kriterien bei der Entscheidung, welche Fragen es ins Fernsehen schaffen, herangezogen werden.
Der Hauptteil besteht aus einer Auswahl der interessantesten und witzigsten Fragen der letzen 10 Jahre – natürlich einschließlich der korrekten Antwort, wobei meist zusätzlich auch einige zwar naheliegende, aber leider falsche Alternativen angeführt werden. So kann man hier, neben vielem anderen, etwa nachlesen, worum es sich bei einem "Lochgucker" oder einer "Hurratüte" handelt, oder weshalb die Manager eines deutschen Chemiekonzern immer eine Keksdose bei sich haben müssen.
Abgerundet wird das Ganze durch ein Vorwort von Oliver Baier sowie ein Nachwort von Michael Niavarani, wobei Letzterer sich offensichtlich größte Mühe gegeben hat, das passende "Wort" zu finden.
Ebenfalls positiv erwähnenswert sind das Stichwortverzeichnis und das Personenregister am Ende des Buches.

Die Lektüre gestaltet sich sehr kurzweilig und es ist immer wieder erstaunlich, zu welch abenteuerlichen Assoziationen manche Begriffe führen können, wenn man nicht weiß, in welchem Zusammenhang sie üblicherweise verwendet werden.


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