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Rezensionen verfasst von
karin1910
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Das Shakespeare-Geheimnis
Das Shakespeare-Geheimnis
Preis: EUR 4,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausflug ans Elisabethanische Theater, 21. Juni 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Shakespeare-Geheimnis (Kindle Edition)
Dieser Roman entführt die Leser ins Elisabethanische London:
1592: Die 19jähriger Alice ist im beschaulichen Ort Moreton-In-March aufgewachsen. Aber als sich ihre vor drei Jahren geschlossene Ehe mehr und mehr als Hölle auf Erden erweist, entschließt sie sich, zu fliehen. Als Junge verkleidet macht sie sich auf den Weg nach London, doch die Stadt, die ihr immer so verheißungsvoll erschienen war, zeigt ihr zunächst ihr hässliches Gesicht.
Glücklicherweise trifft sie auf den Autor Christopher (Kit) Marlowe, der ihre Maskerade sofort durchschaut, ihr aber dennoch ermöglicht, sich als Schauspieler der Theatergruppe der Admirals Men anzuschließen.
In den nächsten Monaten erlebt Alice viele Abenteuer und lernt interessante Persönlichkeiten kennen, insbesondere ihren Schauspieler-Kollegen James Kent.
Doch auch ihr Ehemann bliebt nicht untätig und nimmt die Verfolgung auf.
Kit hat inzwischen auch mit eigenen Problemen zu kämpfen, ist er doch zwischen die Fronten mächtiger und gefährlicher Männer geraten.

Die Geschichte wird abwechselnd aus verschiedenen Perspektiven erzählt, sodass man einen guten Eindruck von den Lebenswelten, in denen sich die Protagonisten befinden, sowie von ihren Gedanken und Gefühlen bekommt. Dennoch hatte ich manchmal Schwierigkeiten, mich wirklich in sie hinein zu versetzen, ihre Verhaltensweisen wirken oft sprunghaft oder unlogisch. Auch dreht sich die Handlung teilweise im Kreis und einiges wiederholt sich.

Insgesamt überwiegt aber der positive Eindruck. Vor allem wird das Leben am Theater anschaulich und lebendig geschildert. Die Geschichte rund um Kits Verwicklung in diverse Spionagetätigkeiten bleibt dagegen etwas nebulös, hier hätte ich mir ausführlichere Hintergrundinformationen gewünscht.
Obwohl einiges vorhersehbar ist, wird auch immer wieder Spannung aufgebaut und das Ende bietet noch mal einen richtigen Überraschungseffekt.


Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind
Wohlstand und Armut der Nationen: Warum die einen reich und die anderen arm sind
von David Landes
  Taschenbuch
Preis: EUR 16,99

3.0 von 5 Sternen Interessantes Thema, aber zu ausufernde und wiederholende Darstellung, 9. Juni 2016
Das Thema dieses Buches ist sicher interessant und man merkt, dass der Autor auf seinem Gebiet über umfangreiche Kenntnisse verfügt.

Er setzt mit seinen Ausführungen im Wesentlichen zu der Zeit der großen Europäischen Entdeckungsfahrten im ausgehenden 15. Jahrhundert ein und verfolgt dann die Wirtschafts- (und bisweilen auch Sozial)geschichte diverser Länder, um daraus Erklärungen dafür abzuleiten, warum manche Gegenden wirtschaftlich um so viel besser dastehen als andere.
Er kommt dabei immer wieder zu denselben Schlussfolgerungen: Die wirtschaftliche Entwicklung wird beispielsweise gefördert durch ein Gesellschaftssystem, in dem das Recht auf Eigentum und sonstige individuelle Freiheiten garantiert sind, Ehrgeiz und Fleiß belohnt werden und eine auf wissenschaftlichen Prinzipien beruhende Auseinandersetzung mit der Umwelt gefördert wird. Negativ wirken sich dagegen beispielsweise ständige Unterdrückung der Untertanen oder eine zu starke Abschottung nach außen aus. Usw…

Der Autor ist dabei durchaus bereit, auch Ansichten zu zitieren, die von seiner Meinung abweichen (dies muss man jedenfalls positiv hervorheben, ist es doch auch bei "wissenschaftlichen" Werken längst keine Selbstverständlichkeit), eine tiefergehende Auseinandersetzung mit verschiedenen Argumenten oder ein Hinterfragen der eigenen Position findet aber nicht statt.

Das Buch besteht vielmehr zum größten Teil aus einer Aneinanderreihung von diversen Informationen gespickt mit dem ständigen Wiederholen der immer gleichen Aussagen. Dadurch wird die Lektüre zunehmend mühsam und es fällt oft schwer, den roten Faden im Auge zu behalten.

Weiters muss noch darauf hingewiesen werden, dass die Originalausgabe dieses Werkes schon 1998 erschienen ist, die darin verarbeiteten Informationen also nicht auf dem aller-neusten Stand sind. Dies hat allerdings relativ wenig Einfluss auf die Aktualität, an den wesentlichen Entwicklungslinien dürfte sich seither nicht viel verändert haben.


Der Jahrhundertsturm (Jahrhundertsturm-Serie 1)
Der Jahrhundertsturm (Jahrhundertsturm-Serie 1)
Preis: EUR 8,99

4.0 von 5 Sternen Moderne Technik und alte Ressentiments, 31. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser erste Teil der Jahrhundertsturm-Serie umfasst den Zeitraum von 1840 bis 1871, also eine Epoche, in welche viele für den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte bedeutsame Ereignisse fallen.

Die Protagonisten erleben diese aus verschiedenen Perspektiven: Alvin von Briest ist in der Tradition des preußischen Junkertums verhaftet. Als er erfährt, dass nach dem Tod des Vaters sein Bruder der Alleinerbe des Familienbesitzes ist, entschließt er sich zu einer Karriere beim Militär.
Weitaus friedlichere Ambitionen hegt der Bayer Paul Baermann. Er ist begeistert von der modernen Technologie der Eisenbahn und sieht in ihrem weiteren Ausbau einen wichtigen Beitrag zu gegenseitigem Verständnis und Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Ländern.
Alvin und Paul schließen eine langjährige und manche Schicksalsschläge überdauernde Freundschaft, was umso erstaunlicher ist, als beide dieselbe Frau lieben: Louise Ferrand, die in den Armutsvierteln von Paris eine schlimme Zeit überstehen musste und sich dabei gefährliche Feinde gemacht hat.
Eine weitere Gefahr geht von Pauls Schwester Lily aus, die von frühster Kindheit an ständig das Gefühl hatte, benachteiligt zu sein, und nun entschlossen ist, sich zu rächen.
Zu all diesen erfundenen Figuren kommt noch eine wahrhaft historische Persönlichkeit: Otto von Bismarck.

Der Inhalt dürfte sehr gut recherchiert sein, wie auch das ausführliche Nachwort beweist. So sind beispielsweise einige von Bismarcks Aussagen direkt aus seinen Briefen oder Reden entnommen. Die historischen Hintergründe und politischen Prozesse werden nachvollziehbar dargestellt. Auch das Lokalkolorit kommt nicht zu kurz, vor allem die immer wieder eingeschobenen Zitate im Berliner Dialekt sorgen für Authentizität.

Allerdings werden die Auswirkungen der teilweise tiefgreifenden Veränderungen auf die normalen Bürger nur am Rande angesprochen. Die Protagonisten befinden sich doch großteils in eher "privilegierten" Positionen und wenn sie doch einmal einen Rückschlag erleiden, lässt die Rettung nicht lange auf sich warten.
Auch sonst sind die Figuren nicht wirklich überzeugend gezeichnet, sie wirken teilweise eher flach und machen, obwohl sich die Geschichte über mehr als 30 Jahre erstreckt, kaum eine persönliche Entwicklung durch. Außerdem sind manche Handlungselemente unrealistisch, insbesondere was Louises Hin-und-Her zwischen zwei Männern betrifft.

Dafür ist der Roman flott geschrieben, die relativ kurzen Kapitel und häufigen Perspektivenwechsel animieren immer wieder zum Weiterlesen.

Insgesamt ist dieses Buch für Histo-Fans und an der Bismarck-Ära Interessierte durchaus empfehlenswert, ich habe von dem Autor aber schon bessere Werke gelesen.


Du Jane, ich Goethe: Eine Geschichte der Sprache
Du Jane, ich Goethe: Eine Geschichte der Sprache
von Guy Deutscher
  Taschenbuch
Preis: EUR 12,90

5.0 von 5 Sternen Entwicklung der Sprache, 21. Mai 2016
Für die allermeisten von uns ist es ganz selbstverständlich, unsere Muttersprache zu sprechen und zu verstehen. Wie verschiedenartig und auf ganz unterschiedliche Weise komplex all die vielen Sprachen der Welt sind, wird uns meist erst bewusst, wenn wir uns daranmachen, eine Fremdsprache zu lernen – und dabei all den kompliziert aufgebauten Wörtern und Satzkonstruktionen sowie diversen (scheinbar) unlogischen Ausnahmen von der Regel begegnen, sodass bisweilen tatsächlich der Eindruck entsteht, es stecke eine zentrale Planung dahinter, als habe sich irgendwann ein Ältestenrat zusammengesetzt und beispielsweise über die diversen Verb-Endungen entschieden.
Doch so war es natürlich nicht. Guy Deutscher bezeichnet die Sprache zwar als die wichtigste Erfindung der Menschheitsgeschichte, mehr noch, als das, was uns erst zu Menschen gemacht hat. Einen einzelnen "Erfinder" gab es jedoch nicht.

Dieses Buch befasst sich mit den Prozessen, durch welche sich im Laufe der Jahrhunderte und Jahrtausende aus einfachen Anfängen all die komplizierten Strukturen herausgebildet haben, die wir nun beobachten können. Der Autor begibt sich auf die Spurensuche nach all den Kräften der Erschaffung wie auch der Zerstörung, welche unsere Sprachen formten und bis heute wirksam sind, und stellt Lösungen für viele Probleme vor, die Linguisten seit langem beschäftigen. So erklärt er beispielsweise die Tatsache, dass seit den ersten schriftlichen Überlieferungen scheinbar nur ein Verfall der Sprache zu beobachten ist, keine Höherentwicklung, oder entwirft ein Szenario, wo die ungewöhnlichen Verbschemata der semitischen Sprachen ihren Anfang genommen haben könnten.

Die Lektüre konnte mich immer wieder dazu animieren, mir weiterführende Gedanken zum Thema zu machen, es ist schon erstaunlich, wie viel hinter manchen Begriffen oder Wendungen steckt, die wir tagtäglich gebrauchen, ohne jemals wirklich darüber nachzudenken.

Die Ausführungen sind sehr anschaulich und auch für Leute ohne Vorkenntnisse in Linguistik nachvollziehbar. Obwohl der Autor bisweilen wirkt, als wäre es sich seiner Sache etwas zu sicher bzw dazu neigt, über Schwierigkeiten in einem kurzen Nebensatz hinwegzugehen, ist dieses Werk als Einstieg in die Materie sicher wunderbar geeignet.

Und ein ganz großes Plus: Obwohl das Original in Englisch erschienen und daher in erster Linie auf die englische Sprache zugeschnitten ist, wurde die Übersetzung um viele Bezüge zum und Beispiele aus dem Deutschen ergänzt!


Byzanz: Historischer Roman (Klassiker. Historischer Roman. Bastei Lübbe Taschenbücher)
Byzanz: Historischer Roman (Klassiker. Historischer Roman. Bastei Lübbe Taschenbücher)
von Sebastian Fleming
  Taschenbuch
Preis: EUR 9,99

3.0 von 5 Sternen Geschichte ohne Höhepunkte vor beliebigem Hintergrund, 12. Mai 2016
Das Thema dieses Buches wäre sicher interessant, wenngleich das einstmals stolze Byzantinische Reich zu dem Zeitpunkt, an dem die Handlung einsetzt, bereits im Untergang begriffen, praktisch nur mehr auf die Stadt Konstantinopel beschränkt und von der zunehmenden Ausdehnung der türkischen Herrschaft bedroht ist.
Als Hauptfiguren treten zwei Männer auf, die das Schicksal ihrer Heimatstadt auf unterschiedliche Weise beeinflussen: Loukas Notaras, der sich in erster Linie als Kaufmann sieht, sich aber dennoch immer wieder in politische Ränkespiele hineinziehen lässt, und Fürst Alexios Angelos, der davon träumt, dem schwachen Geschlecht der Palaiologen als neuer Kaiser nachzufolgen.
Die in der Inhaltsangabe groß angekündigte Eirene ist dagegen nur zu Beginn wirklich wichtig, danach tritt sie bestenfalls als Nebenfigur in Erscheinung.

Obwohl die Geschichte streckenweise durchaus ansprechend ist, konnte mich der Roman nicht wirklich fesseln. Zwischendurch kommt zwar immer wieder etwas Spannung auf, die entsprechenden Kapitel sind dann aber zu schnell wieder abgehakt und die Handlung tritt über weite Strecken mehr oder weniger auf der Stelle.
Die Protagonisten entwickeln sich, trotzdem sich das Ganze über mehrere Jahrzehnte hinzieht, kaum weiter und es gibt keine wirklichen Höhepunkte oder Überraschungen.

Außerdem wird das Potential, das in den interessanten Schauplätzen läge, nicht ausgeschöpft. Es kommen eine Reihe exotischer Orte vor, nähere Beschreibungen der damaligen Lebensweisen, von Landschaften etc fehlen aber, sodass eine Szene, die in einem Sultanspalast spielt, beispielsweise genauso gut in einer englischen Burg angesiedelt sein könnte.

Alles in allem also leider ein enttäuschender Roman, der die vom Titel geweckten Erwartungen nicht erfüllen kann.


Ein Männlein hängt im Walde: Kriminelle Kurzgeschichten
Ein Männlein hängt im Walde: Kriminelle Kurzgeschichten
von Tatjana Kruse
  Broschiert
Preis: EUR 9,90

5.0 von 5 Sternen Krimi-Spaß für zwischendurch, 2. Mai 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieser Band enthält 24 Kurz-Krimis von Tatjana Kruse, die ein breites Spektrum an Themen abdecken. Manche davon wurden zuvor schon an anderer Stelle veröffentlicht und weisen oftmals eine interessante Entstehungsgeschichte auf, welche die Autorin in einigen einleitenden Worten erläutert.

Die jeweils ca 10 Seiten langen Episoden erzählen unter anderem von einer Rentnerin, die von einem Hotel in Meisburg aus einem eigenwilligen Hobby nachgeht, der verunglückten Entführung der "japanischen Nelken", einer Blumenhändlerin mit einem ganz speziellen Alleinstellungsmerkmal, einer geführten Wanderung mit seltsamem Teilnehmerschwund, einem Auftragsmörder mit Stil, und vielem mehr.

Ihnen allen gemeinsam ist aber ihr wunderbarer Humor.
Natürlich darf man auf Grund der Kürze keine ausgefeilte Handlung erwarten und die logische Stimmigkeit des Geschehens sollte besser nicht hinterfragt werden. Dies wird durch den großen Lesespaß allerdings mehr als wettgemacht.
Ich kann dieses Buch allen Krimifans, die öfters mal Lust auf einen amüsanten Leckerbissen für zwischendurch haben, also nur ans Herz legen!


Weltgeschichte der Sprachen: Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart (Beck'sche Reihe)
Weltgeschichte der Sprachen: Von der Frühzeit des Menschen bis zur Gegenwart (Beck'sche Reihe)
von Harald Haarmann
  Taschenbuch

4.0 von 5 Sternen Alle Sprachen der Welt, 27. April 2016
Seinem Titel wird dieses Buch auf jeden Fall gerecht: Harald Haarmann gibt hier eine wahrlich umfangreiche Gesamtschau zur Geschichte der Sprachen – sämtliche Sprachgruppen der Welt werden zumindest erwähnt.

Die Darstellung orientiert sich an der historischen Abfolge, beginnend mit der Protosprache der Neandertaler. Es folgt eine Beschreibung der Entstehung des modernen Menschen und seiner Verbreitung in alle Welt, wobei die diesbezüglichen Wanderungsbewegungen sich auch heute noch in der Verteilung der Sprachen nachvollziehen lassen. Darauf folgt die Schilderung der Ausbildung der diversen Sprachfamilien, deren wichtigste näher beschrieben werden. Die Darstellung des Indoeuropäischen erfolgt dabei am ausführlichsten, aber auch beispielsweise die uralischen, afroasiatischen oder sino-tibetischen Sprachen werden näher behandelt.
Eine Erörterung der Phänomene der Pidgins und Kreolsprachen rundet das Buch ab.
Im letzten Kapitel befasst sich der Autor dann noch mit der Zukunft der Sprachen. Dabei versucht er, die gegenwärtigen Schreckensvisionen des massenhaften Sprachensterbens und des überbordenden Einflusses des Englischen etwas zu relativieren, betont aber auch, wie problematisch der Untergang jeder Sprache ist, geht mit ihrem Verschwinden doch auch eine komplette Terminologie unter, in der ein bestimmtes lokales Wissenspotential über unsere Welt seine Ausdrucksform findet.

Leser, die sich für Linguistik interessieren, finden hier also einen breit gefassten Überblick und eine Fülle spannender Informationen. Es zeigt sich, wie vielfältig die Welt der Sprachen ist und welche Gemeinsamkeiten dennoch bestehen und es ist interessant, zu sehen, womit Sprachwissenschaftler sich beschäftigen, welche Methoden zur Rekonstruktion vergangener Entwicklungen eingesetzt werden und wie dabei auch Ergebnisse aus anderen Wissenschaftsgebieten wie Archäologie oder Genetik herangezogen werden.
Allerdings ist dieses Werk doch in einem sehr trockenen Stil geschrieben und mit relativ vielen Fachbegriffen durchsetzt, was es für den Laien manchmal schwer macht, alle Inhalte richtig zu verstehen und aufzunehmen.


Österreichisch fia Fuassboifäns: Ein heiteres Lexikon illustriert von Martin Czapka
Österreichisch fia Fuassboifäns: Ein heiteres Lexikon illustriert von Martin Czapka
von Robert Sedlaczek
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 9,95

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Österreichischer Fußball-Jargon, 13. April 2016
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Robert Sedlaczek hat hier Hunderte Begriffe aus dem österreichischen Fußball-Jargon zusammen gestellt – von A wie Ansagoli, Aansapartie, abbeißn bis zu Z wie Ziagl, Zuaracha, Zwaaragoli. Er deckt dabei ein breites Spektrum von Themen ab, sowohl Ausdrücke aus der österreichischen Hochsprache als auch aus diversen Dialekten sowie die Spitznamen berühmter Sportler werden erfasst. Der Autor erklärt ihre Bedeutung, spürt ihrer Herkunft nach und illustriert ihre Verwendung, oft unter Zuhilfenahme von Originalzitaten.

Dabei zeigt sich immer wieder, dass der alte Spruch, wonach der Österreicher sich vom Deutschen durch die gemeinsame Sprache unterscheidet, auch auf dem Fußballplatz seine Gültigkeit hat. Bisweilen macht schon ein Buchstabe den Unterschied …
Auch war es mir bisher gar nicht so bewusst, dass es in Österreich viel üblicher ist, sich an dem englischen Original zu orientieren anstatt Begriffe einzudeutschen.

So stellt dieses Büchlein eine amüsante wie auch informative Lektüre für Fußball-Fans dar.


Das egoistische Gen
Das egoistische Gen
von Richard Dawkins
  Taschenbuch
Preis: EUR 19,99

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Evolution aus Sicht der Gene, 5. April 2016
Rezension bezieht sich auf: Das egoistische Gen (Taschenbuch)
Richard Dawkins betrachtet die Evolution vom Standpunkt der Gene aus. Er befasst sich dabei weniger mit körperlichen Merkmalen, sondern untersucht vor allem diverse Verhaltensweisen auf ihren Nutzen für die entsprechenden Gene.
Er spannt dabei einen breiten Bogen und zeigt beispielsweise, inwieweit Männchen und Weibchen bei der Fortpflanzung unterschiedliche Ziele verfolgen und von welchen Faktoren es abhängt, welche Strategie dabei jeweils am erfolgversprechendsten ist. Oder er geht der Frage nach, ob auch die Interessen von Eltern und Kindern einander widersprechen können.
Vor allem in den letzten Kapiteln wird auf das menschliche Verhalten Bezug genommen, wobei unter anderem einige Überlegungen hinsichtlich des Nutzens der Zusammenarbeit angestellt werden.

Doch die genannten Themen sind nur eine kleine Auswahl des breiten Spektrums, das hier behandelt wird.

Obwohl viele seiner Inhalte umstritten sind und immer noch kontrovers diskutiert werden, handelt es sich hier also um ein hervorragendes Buch, das zahlreiche interessante Gedanken enthält und den Leser zu weiterführenden Überlegungen animiert.


Die Poesie der Naturwissenschaften: Autobiographie
Die Poesie der Naturwissenschaften: Autobiographie
von Richard Dawkins
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 38,00

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Leben eines bedeutenden Wissenschaftlers, 5. April 2016
Dieses Buch besteht eigentlich aus zwei Büchern - die beiden Teile der Autobiographie von Richard Dawkins, im Original: "An Appetite for Wonder" und "Brief Candle in the dark“, werden hier gemeinsam veröffentlicht. Das ist an sich eine gute Idee, ermöglicht es doch einen umfassenden Überblick über das Leben dieses bedeutenden Wissenschaftlers. Ob es aber nötig ist, dieses Werk auch zum Preis von zwei Büchern anzubieten, sei dahingestellt.

Im ersten Band berichtet Dawkins über die Geschichte seiner Familie und erzählt von seiner Kindheit in Afrika, seiner Schulzeit in diversen Internaten sowie vom Beginn seiner Karriere als Wissenschaftler bis zum Erscheinen von "Das egoistische Gen", welches einen Wendepunkt in seinem Leben darstellen sollte.
Der zweite Band ist dann nicht chronologisch aufgebaut, sondern nach Themenbereichen gegliedert. Dies hat den Vorteil, dass Dinge, die zusammengehören, tatsächlich an der selben Stelle besprochen werden können. Da aber viele Ereignisse nicht mit einem Datum versehen sind, fällt die zeitliche Einordung manchmal schwer.
Dawkins beschreibt hier unter anderem, wie das Tätigkeitsprofil eines Professors aussieht (vor allem die Beispiele für Fragen, welchen sich Studienbewerber in Oxford stellen müssen, sind interessant), gibt eine Zusammenfassung der Forschungsprojekte, an denen er beteiligt war, schildert den Entstehungsprozess der Bücher und Filme, an denen er mitgewirkt hat, und legt sein evolutionsbiologisches Weltbild dar.

Für eine Autobiographie sind relativ wenige wirklich persönliche Informationen enthalten, dennoch hatte ich beim Lesen das Gefühl, dem Menschen Richard Dawkins näher zu kommen. Die Ausführungen weisen zwar vor allem im ersten Teil gelegentlich Längen auf, sind insgesamt aber flüssig geschrieben und mit vielen Anekdoten gespickt, in denen eine Reihe (teilweise vor allem im englischen Sprachraum) prominenter Persönlichkeiten auftreten. Durch diverse eingestreute Gedichte wird außerdem der Titel dieser Ausgabe gerechtfertigt.

Bezüglich seiner Aussagen zu Evolution und Religion werden Leute, die schon andere Bücher des Autors gelesen haben, nichts wirklich Neues erfahren, insbesondere das letzte Kapitel umfasst aber eine sehr schöne Zusammenfassung seiner wichtigsten Ansichten und Argumente.
Kommentar Kommentare (3) | Kommentar als Link | Neuester Kommentar: May 18, 2016 3:20 AM MEST


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