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Rezensionen verfasst von
Georg

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A Disease for the Ages
A Disease for the Ages
Preis: EUR 17,98

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Death Doom Metal der Sonderklasse, 17. November 2014
Rezension bezieht sich auf: A Disease for the Ages (Audio CD)
Das ziemlich einfallslose und klischeehafte Cover täuscht ein wenig, denn hier handelt es sich um ein ganz ausgezeichnetes Death Doom-Metal Album, welches jeden Fan dieser Art von Musik umgehend gefallen dürfte. Mourning Beloveth verfeinern auf der knapp einstündigen Reise in das Herz der Finsternis ihre ganz eigene Mischung aus frühen My Dying Bride, Thergothon und Asphyx. Dabei legen sie vor allem Wert auf stets nachvollziehbare und mit herausragenden Spannungsbögen versehende Songstrukturen.
Alle fünf Lieder sind ca. 10 Minuten lang und bilden ein in sich geschlossenes Gesamtkunstwerk, wobei sich mit "The Sickness" und "The Burning Man" aufgrund des kompositorischen Geniestreichs die beiden Übersongs schnell herauskristallisieren. Die Mischung aus repetitiven, aber stets rechtzeitig variabel gestalteten Mörderriffs und abgrundtiefen Growls, die an den richtigen Stellen um melancholischen Klargesang ergänzt werden, ist kaum einer ähnlich gelagerten Band jemals besser gelungen. Definitiv das zweite große Album der Iren nach "The Sullen Sulcus".
Ein Must-Have für alle, die unter Doom Metal nicht nur Reverend Bizarre oder Solitude Aeturnus verstehen, sondern gern noch ein bißchen verzweifelter leiden wollen. Doom or be doomed!


Pure Holocaust
Pure Holocaust
Preis: EUR 18,89

5.0 von 5 Sternen Norwegisches Referenzwerk, 1. Oktober 2014
Rezension bezieht sich auf: Pure Holocaust (Audio CD)
Kalte, sägende Gitarren, eine schaurig-verwaschene Produktion, ein fast ohne jegliches Timing-Gefühl einfach nur in Lichtgeschwindigkeit geradeaus bollerndes Schlagzeug, darüber eine weitere Tonspur mit tonlosem Gekrächze als Vocals - und fertig ist das Black Metal-Meisterwerk! Der Metal-Mainstream reagierte 1994 entsetzt und schüttelte fassungslos den Kopf, als Immortal mit dieser oberfiesen Ausgeburt von einem Album den Maßstab für frostklirrende Bitterkeit setzten.
Nichts, aber rein gar nichts geht über das sturmzersauste Geschredder der beiden Splittergranaten "Unsilent Storms in the northern Abyss" und "The Sun No Longer Rises". Ebenbürtig genial ist außerdem die auf lediglich einem Götterriff basierende Midtempo-Hymne "As the eternity opens".
Dieses insbesondere als Gesamtkonzept (Cover, Songtitel, Texte) durch und durch stimmige Ausnahmewerk ist der ideale Soundtrack für einen nächtlichen Spaziergang durch den schneegepeitschten Winterwald. Zusammen mit Darkthrones "A Blaze In The Northern Sky" und Emperors "In The Nightside Eclipse" bildet "Pure Holocaust" das Triumvirat des norwegischen Black Metals und hat ein komplettes Subgenre entscheidend mitdefiniert.
Prädikat: Absolut lebenswichtig für jeden Black Metal-Lunatic!


Deicide
Deicide
Preis: EUR 9,99

5.0 von 5 Sternen Bentons Beste, 18. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Deicide (Audio CD)
Deicide erinnern nicht wenig an musikalisch reduzierte Morbid Angel. Allerdings erreichen sie aufgrund ihrer geradlinigen Stakkato-Sperrfeuer-Attacken eine höhere Durchschlagskraft und sind als Impulsgeber für die Entwicklung des US-Death-Metals genauso unverzichtbar.
Das selbstbetitelte erste Album ist das ultimative Aushängeschild des kompromißlosen, satanischen Todesstahls. Deicide setzen freiwillig auf totale Schnörkellosigkeit und knüppeln lieber, was die Felle hergeben. Das Frontmann Glen Beton, der selbsternannte "Lunatic of God's Creation", ein streitbarer Charakter ist, dürfte der Basis allgemein bekannt sein. Mit seinem unverkennbar heiser-bösartigen Growls ist er aber gleichzeitig auch einer der markantesten Death Metal-Shouter überhaupt. Beindruckend ist vor allem, wie punkt- und zielgenau Riffs und Growls ineinander übergehen und dadurch ein mörderischer Groove entsteht, dem man einfach nicht entkommen kann.
Alles vernichtende Massaker wie "Sacrificial Suicide", "Oblivious to Evil" und der Titelsong, das sich vor schierer Brutalität beinah überschlagende "Blaspherereion" oder der rabiate Rausschmeißer "Cruxifixation" sind absolute Killersongs, der Rest steht dem kaum nach. Ein Must-Have für jeden Death Metal-Anhänger!


Blessed Are the Sick
Blessed Are the Sick
Preis: EUR 16,02

5.0 von 5 Sternen Unverzichtbares Genre-Highlight, 12. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Blessed Are the Sick (Audio CD)
Die mächtigen Morbid Angel, Initiatoren des Florida-Death-Metals, zerschmetterten 1989 die letzten Hoffnungen des Thrash-Metals mit ihrem alles dominierenden Debüt "Altars of Madness". Für viele bis heute neben Deaths "Leprosy" und dem Entombed-Erstling "Left Hand Path" der beste Death-Metal-Release aller Zeiten.
Doch trotz der niemals zu bestreitenden Extraklasse des Debüts: die kompositorische Erhabenheit von "Blessed are the sick" (1991) konnten Ausnahmegitarrist Trey Azaghtoth und seine nicht minder begabten Sidekicks zwei Jahre vorher noch nicht ganz erreichen.
Vom vorpreschenden "Fall from Grace" an entfalten die kranken Engel ein ganzes Arsenal abwechslungseicher und mit zahlreichen Götterriffs ausgestatteter Songs, die den auf Spieltechnik basierenden US-Death-Metal prägen sollten wie kaum ein zweites Album. Morbid Angel liefern hier den ultimativen Beweis, daß sich vertrackte Rhythmen und stets nachvollziehbare Songstrukturen nicht zwangsläufig ausschließen müssen.
Das rasend aus den Boxen bretternde "Brainstorm", das sich schnell im Ohr festsetzende "Rebel Lands", der hypnotisch-schleppende Titelsong, das pfeilschnelle, ungewöhnlich geradlinige "Day of Suffering" und vor allem das überragende "Abomination" mit seinem beschwörenden Chorus setzten die Standars für sämtliche Nachfolger verdammt hoch - zu hoch, wie sich im Laufe der Zeit herausstellen sollte.


Inri
Inri
Preis: EUR 19,02

5.0 von 5 Sternen Authentizität und Wahnsinn, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Inri (Audio CD)
Uralt Black-Thrash aus Brasilien, ungestümes und impulsives Geballer mit größtmöglichem Kultfaktor!
In der norwegischen Black Metal-Szene der 90er wurde dieses Album vergöttert. Völlig zu recht, denn an kompromißlosen Wahnwitz und authentischer Boshaftigkeit sind diese schwarzmetallisch-punkigen Eruptionen nicht mehr zu toppen. Perfekt passend zu den meist im Highspeed herausgebellten Songs ist auch die Produktion mit den etwas in den Hintergund gemischten, aber trotzdem drückenden Drums und den flirrenden Gitarren. Der Sänger ist laut Bandinfo übrigens für die "Vomits" zuständig - und der Name ist Programm!
Außerdem hitverdächtig: eines der genialsten Bandfotos aller Zeiten, doppelseitig zu bewundern in der Booklet-Mitte. Posing und Setting sind absolut unschlagbar!
Diese CD gehört zwingend in jede halbwegs ernsthafte Extrem-Metal-Sammlung.


Ancient God Of Evil
Ancient God Of Evil
Preis: EUR 8,99

5.0 von 5 Sternen Melodischer Schweden-Death in Vollendung, 5. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Ancient God Of Evil (MP3-Download)
Unanimated bildeten in den glorreichen 90ern zusammen mit Dissection und Necrophobic die Achse des Bösen im schwedischen Death Metal. Die Musik ist gleichermaßen brutal wie melodisch, roh und brillant.
Angeschwärzte Todesblei-Übersongs wie der Auftakt-Doppeldecker "Life Demise" und "Eye Of The Greyhound", das schaurig-schöne "The Depths Of A Black Sea" und die beiden genialen Melodic-Death-Vorschlaghämmer "Dead Calm" und "Dying Emotions Domain" rulen aufgrund ihrer melancholischen Atmosphäre und ihrer enormen Durchschlagskraft gleichermaßen. Der dramaturgische Kniff, mit dem Weltklasse-Instrumental "Mireille" das Album in zwei Hälften zu teilen, wertet das Gesamtpaket nur noch weiter auf.
Jeder Death Metal-Fan muss dieses Album in seiner Sammlung haben. Keine Ausrede.


With Oden on Our Side
With Oden on Our Side
Preis: EUR 7,99

5.0 von 5 Sternen Amon Amarth auf dem Zenit, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: With Oden on Our Side (Audio CD)
Die Wikinger sind los! Hat sich was mit cheesigen Melodien, Kindergartenrefrains oder Death Metal für Arme. Hier regiert Odins Hammer und zwar unnachgiebiger als bei allen ähnlichen gelagerten Schlachtgenossen. Selten das ein in der Diskographie so weit hinten auftauchendes Album das absolute Aushängeschild darstellt, aber With Oden On Our Site bündelt alle Stärken, überzeugt mit klaren und druckvollem Sound und ist nicht mehr und nicht weniger als einer der stärksten Melodic Death-Releases ever. Neun Tracks, neun oberamtliche Schädelspalter vor dem Herrn: Sacrifice to gods of old!


Songs to Leave (Ltd.Digipak/Re-Release)
Songs to Leave (Ltd.Digipak/Re-Release)
Preis: EUR 26,88

4.0 von 5 Sternen Depressive Black Metal aus Italien, 4. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Gitarren winterlich gestimmt, rot färbt sich der Schnee. Das Cover zeigt einen Mann, der in der Badewanne ausgerutscht ist und sich dabei verletzt hat - kann ja mal passieren... Da ist das verschwommene Booklet-Foto vom Friedhof in Piacenza tendenziell cooler.
Ist aber egal, denn was zählt ist die Musik - und die ist nicht nur zutiefst niederschmetternd, sondern mit jener vorher so noch nicht gehörten Mischung aus heftigsten Doom-Wänden, old-schooligem Black Metal und sich vor Welthaß überschlagenden, völlig inbrünstig herausgekreischten Vocals zugleich Genre-begründend. Die Fortsetzung von Shinings Frühwerken mit weiteren (Doom-) Mitteln. Eine Atmosphäre wie eine Waffe.
Anspieltipp: das mitreißende "Disheartenment".


To Mega Therion
To Mega Therion
Preis: EUR 13,99

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einflußreiches Meisterwerk, 18. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: To Mega Therion (Audio CD)
Ursprünglich als Hellhammer gegründet, waren die Schweizer Metal-Urgesteine um die beiden Bandleader Tom G. Warrior und Martin Eric Ain die erste Band überhaupt, die anhand einer rohen Produktion und minimalistischer Riffs eine ernsthaft düster-okkulte Atmosphäre schuf.
Wo andere Bands versuchten, den Heavy Metal musikalisch weiter voranzubringen, standen Hellhammer für die häßliche Fratze dieser damals neuen und sich rasant entwickelnden Szene. Zwar waren Venom als Ideengeber anfangs noch allgegenwärtig, doch änderte sich dies spätestens mit der Gründung von Celtic Frost 1984 und der Aufnahme der Debüt-EP "Morbid Tales", die im Untergrund einschlug wie eine Bombe. Simple, aber sehr effektive und vor allem erdrückend schwere Genickbrecher wie "Into the crypts of ray", "Visions of mortality", "Dethroned Emperor" oder "Procreation of the wicked" hatte man vorher noch nicht gehört. Eine soundtechnische Pionierleistung wie sie nur selten geleistet worden ist!
Nur ein Jahr später enterten Celtic Frost erneut das Studio und veröffentlichten das von einem genialen H.R. Ginger Artwork gekrönte Meisterwerk "To Mega Therion", auf dem sie ihren meist mittelschnellen und eigentümlich groovigen, ungemein eigenständigen Spielstil perfektionierten. Das von etlichen Musikern insbesondere der skandinavischen Black Metal-Szene nahezu vergötterte eigentliche Celtic Frost-Debüt ("Morbid Tales" war ja nur eine Mini-LP) fährt die volle Breitseite an für damalige Verhältnisse sehr tief gestimmten Gitarren, dunkel-knurrigen Gesang und Doublebass-Einsatz auf.
Das ganze Album klingt wie eine schwerfällig manövrierende aber zielsicher und erbarmungslos punktgenau agierende Kriegsmaschine, vor der es kein Entrinnen gibt. "The Usurper", "Jewel Throne", "Dawn of Meggido" und das von der "Emperors Return"-EP entnommene "Circle of the tyrants" killen ohne Gnade - und lassen sich noch Zeit dabei. Wenn Gitarrenriffs jemals das Prädikat heavy verdient haben, dann ja wohl diejenigen der oben genannten Songs. Groovy und mörderisch zugleich, Celtic Frost auf dem Metal-Thron!


Individual Thought Patterns-Deluxe
Individual Thought Patterns-Deluxe
Preis: EUR 19,73

2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Technischer Death Metal auf höchstem Niveau, 12. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Individual Thought Patterns-Deluxe (Audio CD)
Death entwickelten den selbst ins Leben gerufenen Proto-Death Metal mit jedem Album so konsequent weiter, daß dabei stets ein komplett neues Level hinsichtlich der musikalischen Klasse erreicht wurde. Das fünfte Album "Individual Thought Patterns" stellt den vorläufigen Endpunkt der mit dem 87er Debüt begonnenen musikalischen Entwicklungslinie dieser Ausnahmeband dar. Danach wurden die Songs immer progressiver, ohne jedoch weiterhin instrumental in neue Dimensionen vorzustoßen.
Es gilt rückblickend die Formel: Mit jedem Album wurde ein Stück infernalischer, kraftvoller Rohheit zugunsten spielerischer Klasse und komplexeren Arrangements geopfert. Death gelang dabei das einmalige Kunststück, nicht nur die Entwicklung des Death Metals in entscheidender Weise mit jedem Album geprägt, sondern auch ausnahmslos nur absolute Überflieger veröffentlicht zu haben.
Mit "Individual Thought Patterns" war der Prozeß, weg vom ungeschliffenen Death Metal und hin zu technischer Perfektion, abgeschlossen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Tech-Death-Metal-Combos war es Chuck Schuldiner jedoch immer vorbehalten, das Songwriting trotz aller Sound-dominierenden Fertigkeiten an den Instrumenten sowie der ungemeinen Komplexheit der Strukturen für den Hörer nachvollziehbar zu gestalten. Das Ergebnis ist letztendlich ein Album ohne Ausfälle, welches vor allem im Gitarrenbereich mit überragenden Soli, Licks und kurzen jazzigen Einlagen zu beeindrucken weiß. Darüber hinaus liefert Drumgott Gene Hoglan, den Schuldiner auf "Individual Thought Patterns" für sich gewinnen konnte, hier einmal mehr eine brillante Ausnahmeleistung ab und entfacht einen alles mitreißenden Wirbel an halsbrecherischen Breaks und Fills.
Killer-Tracks wie "In Human Form", "Jealousy", "Mentally Blind" und der völlig gnadenlose Titeltrack sind ohne Zweifel eine Klasse für sich. Ach ja, und mit dem alles niederreißenden, aggressiven Opener "Overactive Imagination" befindet sich einer der drei besten Death-Songs überhaupt auf dieser 93er Großtat.


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