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Rezensionen verfasst von
Heinz Herbert "HMcM" (Catalköy, Nordzypern)

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Garden & Outdoor Design: Styleguides
Garden & Outdoor Design: Styleguides
von Haike Falkenberg
  Taschenbuch

6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine übliche Gartendeko, 22. Juni 2009
Ich lehnte mich entspannt in einem leichten Schwingsessel auf meiner Terrasse mit Blick auf die neue Hafenanlage von Girne (Kyrenia) / Nordzypern zurück, ließ meinen Blick über den so vorbildlich von meiner Frau gepflegten Garten :-))) streifen, schlug das handliche Buch auf und hielt mich erstaunt fest.
Holla, dachte ich. Das ist kein Buch der Art: Wie lege ich meinen Hausgarten an, sondern: Wie designe ich die Außenanlage meiner Millionärsvilla. Na gut, in diese Richtung ging ja auch der Titel.

Nach zwei Stunden zog ich ein erstes Resümee: Das Buch beinhaltet mehr, als der erste Eindruck hergibt. Es ist unterteilt in 3 Hauptkapitel: Furniture - Practical and Necessary - Decoration. Über den Leser und Betrachter wird ein Füllhorn von Anregungen und letztendlich umgesetzten Ideen ausgeschüttet der Art, wie sieht ein GartenRaum aus, nachdem Profis einen GartenTraum verwirklichten.
Das bedeutet nicht, dass hier keine Tipps gegeben werden, wenngleich das eher optisch geschieht als in erklärenden Worten. Und, keine Angst: der finale Vorschlag ist für jeden (naja) Geldbeutel umsetzbar, so oder so ähnlich. Schließlich sind Menschen, die sich mit der Gestaltung ihrer Hausaußenanlage beschäftigen immer von einer besonderen kreativen Spezies und sie wissen genau, wie sie eine geniale Idee der eigenen Haushaltskasse angleichen können.

Wie die Hauptkapitelunterteilung vermuten lässt, werden zunächst Garten- und Terrassenmöbel jedweder Art, meist wetterfest, vorgestellt, wobei das Design im Vordergrund steht. Unmittelbar bei den einzelnen Abbildungsgruppen sind angegeben: Design von / Herstellerfirma / Internetseite des Herstellers / Fotograf (umfangreicher S 218 ff bezüglich Adressen etc. im Index), was ich als angenehm empfand, weil sofort aufrufbar, zumindest für die Freaks mit einem Wireless-Anschluss.
Sitzmöbel-Einzelstücke, Picknickvarianten, Sitzkombinationen, Liegen und Couches in beeindruckenden Formen sind gezeigt und regen an. Die Unterkapitel Talking Point, Contemporary Family Garden ff. geben Beispiele, wie solche Möbelstücke in höchst unterschiedliches Umfeld integriert werden können.
Unter Hauptkapitel 2 zeigen die Aufnahmen beispielhafte Umsetzung von künstlichen oder natürlichen Materialien am Haus und im Gelände in beeindruckender und ideenreicher Vielfalt - auch hier, wie gesagt, angleichbar an jedes Budget, auch wenn die abgebildeten Luxusvarianten einfach am meisten beeindrucken; da wollen wir uns nichts vormachen.
Sehr interessant für mich das Hauptkapitel 3: Decoration. Da gibt es viel nachzuholen in den meisten Hausanlagen und Gärten und solche Ideen werden oft vernachlässigt. Auch von den Herausgebern dieses Buchs. Da hätte man etwas fantasievoller mit umgehen können. Hier fand ich nur 1 (in Worten: eine) Idee herausragend, nämlich Sundials Water Wall. Hier hat ein Mensch namens David Harber außergewöhnliche Kreationen geschaffen, auch wenn die eine Menge an Technologie und bester Materialien bedürfen, um Werke für die Ewigkeit zu sein.

Fazit: Ein Füllhorn an Ideen, fotografisch einwandfrei umgesetzt, textlich sparsam begleitet - was aber förderlich ist, denn die gezeigten Beispiele sind in aller Regel dem höheren Preissegment zugeordnet und müssen somit ohnedies für den Interessierten mit durchschnittlichem Einkommen * umgesetzt * werden. HMcM


Russell James
Russell James
von James Russell
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 128,00

8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über den, der in Schuhen kein einziges gescheites Bild schießen kann, 21. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Russell James (Gebundene Ausgabe)
Die Rede ist von dem heute 47-jährigen Star-Modefotografen Russell James (Thomter), der die Schönen dieser Welt fast alle vor die Linse bekam und dem - wie er sagte - seine Erfahrungen als Polizist einer australischen Terrorspezialeinheit für die Arbeit mit Models hin und wieder zugute kam.
Und in Flip-Flops läuft er am Liebsten rum, weil er sich in Schuhen eingeengt fühlt und so kein einziges gescheites Bild schießen kann.
Vor mir liegt erneut dieser in jeder Hinsicht gewichtige 304 Seiten starke Bildband, mit einer erstmaligen Retrospektive seiner Werke, die ich in den letzten Tagen mehrfach angesehen habe, immer wieder andere Highlights entdeckend. Und ich werde mir die angenehme Menge an Fotografien noch einige Male ansehen, wobei keinerlei Gefahr besteht, dass ich dabei müde werde. Genau so wird es jedem anderen interessierten Betrachter ergehen.
Dies vorab.

Bevor Sie sich diese Fotografien ansehen - was Sie wirklich tun sollten, wenn Sie Freude an einer gelungenen fotografischen Wiedergabe eines Moments haben können - ist es natürlich empfehlenswert, die vorangestellten Anmerkungen von Heidi Klum (sehr spritzig, wie es ihre Art ist) und von Sharen Jester Turney (eher journalistisch professionell und abgestellt auf Russells technische Fertigkeiten) zu lesen, aber dann unbedingt auch die 9 Anmerkungen des Künstlers: VON MÜLLTONNEN ZU SUPERMODELS IN NEUN EINFACHEN SCHRITTEN (Sozialbauten - Mülltonnen - Hundetraining - Protective Services und Counterterrorist Intelligence - Modeling - Bekanntschaft mit einem Mädchen aus Schweden und Eigentümer einer Model-Agentur - Fotografie - Der Durchbruch - Was Ihnen niemand von vornherein sagt).
Wer das aufmerksam liest, erfährt über den Menschen Russell James genau das, was ihn später zu seinem Beruf so außergewöhnlich konditionierte. Man versteht, weshalb Mülltonnen neben Supermodels eine gleichwichtige Bedeutung haben können, weshalb er sich nach fünf Jahren im Polizeidienst auf den WALKABOUT - den Initiationsritus begab, wie es die australischen Ureinwohner bezeichnen würden, warum er selbst als männliches Model arbeitete und wie er über die Inhaberschaft einer Modelagentur zur Fotografiererei kam (erster Besuch in einer Dunkelkammer erst 1990!), wann er seine Karriere als Fotograf in New York wirklich begann und was es nervlich kostet, in diesem Metier zu bestehen.
Sein Rat ist entsprechend drastisch: Man muss sich täglich seine Motivation vergegenwärtigen, seiner Inspiration und seinen Visionen treu bleiben, und man darf nicht vergessen, dass man sich immer weiter verbessern kann. Mülltonnen sind ein guter Ausgangspunkt.

Was machen die Fotos dieses Künstlers so außergewöhnlich? Ich denke, er befreit die Models von jedem Glamour, er zeigt sie verwundbar, oft auch ausgeliefert und er lässt diesen Anflug eines Eindrucks sofort wieder verschwinden. Das Resultat: ein einzigartiges Foto - egal ob in Farbe oder in Schwarzweiß. Immer wieder bevorzugt von ihm, die Schärfe auf nur einem Punkt des Objekts. Die sich dadurch zeigende, steigernde Unschärfe um diesen Mittelspot herum, macht die Aufnahme so beeindruckend, so unmittelbar für den Betrachter, denn genau so sehen wir mit unseren Augen und nicht anders.
Wer selbst fotografiert kennt die Situation, dass ein Shooting plötzlich für alle Beteiligten, ob vor oder hinter der Kamera, ich sage einmal: unangenehm werden kann.
Wie viel mehr besteht diese Gefahr bei einer Aktfotografie oder einer oft noch intimer anmutenden Nahaufnahme eines Gesichts. Hier muss alles Sexuelle ausgeblendet werden. Es muss freundschaftlich vertraut zugehen. Das Model muss nach meiner Auffassung nicht den Fotografen, sondern die Kamera vergessen, und genau das gelingt diesem Meister, immer wieder und immer wieder noch beeindruckender als gerade eben noch gesehen.

Nun sind das weit überwiegend auch alles Fotos von Schönen, von professionell Schönen dazu, und das macht auch dem Fotografen manches leichter - manches Mal. Die Gefahr einer formelhaften Darstellung gilt es abzuwenden oder besser, erst gar nicht aufkommen zu lassen, was dem Künstler hier beispielhaft gelingt - und was die Arbeit mit Model-Amateurinnen so außergewöhnlich machen kann, zeigt zum Vergleich der Bildband Women only von Stefan May.

DER BLICK AUF SCHÖNHEIT VERÄNDERT SICH IM LAUF DER JAHRE, DEFINITIV, VORNEHMLICH DURCH LEBENSERFAHRUNG, sagte Russell James und er beweist dies auch mit seinen Aufnahmen von so ganz anderen Motiven, wie auf den Seiten 211, 216/217, 227, 242/243, 246/247 oder 250/251 ff. beispielhaft aufgezeigt.
Wenn ich all diese genialen Fotografien betrachte, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass dieser Fotograf in New York, in der meist umkämpften Stadt der Welt, wie manche sagen, lebt, wo es so etwas wie Zeit zwar gibt, von der aber keiner genug hat. So verwundert mich nicht, dass dieses Exmitglied einer Spezialeinheit nach eigenen Aussagen heute mit Stift und Zettel versehen nur schlafen kann, um sofort aufzunotieren, was ihm vielleicht ein Traum als neue Idee vermittelte.

Fazit: Ein kraftvoller Bildband, der zu Recht eine Retrospektive genannt werden darf, und ich lasse diesen Fotografen zum Abschluss gerne noch einmal zu Worte kommen, denn wer, wenn nicht er, weiß, von was er bezüglich seiner Arbeit spricht:
WAS MEINE ARBEIT ANGEHT, BEDEUTET ULTIMATIVE SCHÖNHEIT, EINE ATEMBERAUBENDE LANDSCHAFT UND EINEN WUNDERSCHÖNEN NACKTEN FRAUENKÖPRER ZU KOMBINIEREN.

Ein Bildband, der jeden faszinieren wird, wenngleich sicherlich jeden auf andere Weise. HMcM


The Spirit of Buddha
The Spirit of Buddha
von Robin Kyte Coles
  Gebundene Ausgabe

3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Buddhisten, 19. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: The Spirit of Buddha (Gebundene Ausgabe)
Hier interessierte mich das Thema. Der Name des Fotografen Robin Kyte-Coles sagte mir bisher nichts - aber das ist nach diesem liebevoll zusammengestellten Band nur noch Geschichte.
Viele oberflächlich gepolte Menschen in unseren Breitengraden sehen, überwiegend ohne jede böse oder abwertende Absicht, in einer Buddhafigur oft nur ein Deko-Element. Und doch fühlen sich selbst diese netten Ignoranten berührt, von diesen freundlich lächelnden Figuren, die einfach ein gewisses Wohlgefühl vermitteln. Dabei bleibt es sich gleich, wo oder von wem man diese sympathische Figur erstanden hat. Aber man kann sich ja auch - wie ich seit langen Jahren - etwas intensiver mit diesen Buddha-Darstellungen beschäftigen und die leicht triviale Sicht * Entspannen Sie in asiatischer Wohnkultur * überschreiten.

Es macht Sinn und führt zu Erkenntnissen, wenn man sein Wissen über den historischen Buddha vertiefen möchte (Siddharta Gautama ca. 563 v.Chr. in Lumbini im nordindischen Fürstentum Kapilavastu, heute ein Teil Nepals, als Sohn des Herrscherhauses von Shakya geboren, was später auch zur Bezeichnung Shakyamuni-Buddha beitrug).
Ein erster Schritt kann der Erwerb dieses wirklich schönen, informativen und fotografisch einwandfreien Bildbandes sein.
Es gibt Kommentatoren, die bei jeder passenden oder auch unpassenden Gelegenheit anmerken, dass der Dalai Lama zu Allem und Jedem etwas zu sagen weiß und das auch nur allzu gerne tut. Das stimmt aber so nicht. Im Gegenteil, es ist überhaupt nicht einfach, einen persönlichen Kommentar von diesem Mann zu bekommen. Hier hat es das religiöse Oberhaupt des tibetanischen Buddhismus sogar mit offensichtlicher Freude getan, denn seine einfühlsamen und prägnanten Worte berühren selbst jeden eingefleischten Atheisten.

Nun endlich zu den Fotografien: Robin Kyte-Coles nimmt den Betrachter mit auf eine spirituelle Reise durch eine gute Anzahl asiatischer Länder wie Thailand, Burma, Kambodscha, Laos, Nepal, Indien und Sri Lanka. Die möglichst ohne künstliches Licht abgelichteten, stimmungsvollen Figuren, aber auch die wenigen Tempelansichten und Landschaftsaufnahmen zeigen, dass diesem Fotografen gelungen ist was nur wenigen gelingt: Er hat die außergewöhnliche Atmosphäre innerhalb von buddhistischen Tempeln und Klöstern originlgetreu wiedergegeben. Dabei hat er sicherlich bewusst vermieden, in unmittelbarem Bezug zur Fotografie den Ort der Aufnahme zu nennen, um das Objekt, die Figur, die Atmosphäre als solche, alleine wirken zu lassen. Wer die entsprechende Angabe sucht, wird sie am Ende des Fotobandes in einer Übersicht finden.
Wer selbst auch nur einmal die Gelegenheit hatte, an einem solchen Ort für eine gewisse Zeit zu meditieren, weiß, von was ich spreche. Derjenige, der dieses Glück bisher nicht erfahren durfte, wird durch die Betrachtung dieses wirklich ungewöhnlichen Bildbandes ganz nah an solche Momente herangeführt.

Ich empfehle auch deshalb diesen meisterlichen Fotoband sehr gerne und nachhaltig.
Und wer einmal hineinschnuppern will in die Welt des Buddhismus, ist mit dem aufschlussreichen Einführungswerk von Philipp Kapleau Die drei Pfeiler des Zen. Lehre - Übung - Erleuchtung ebenfalls sehr gut bedient und wird diese wundervollen Aufnahmen von THE SPIRIT OF BUDDHA ganz besonders zu würdigen wissen. HMcM


Ed Hardy - Art of Life: Pop Culture
Ed Hardy - Art of Life: Pop Culture
von Alan Govenar
  Gebundene Ausgabe
Preis: EUR 19,90

6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen ETWAS ENTTÄUSCHEND, 18. Juni 2009
Als einer der eigentümlichen Spezies, die bereits in Kindheitstagen von Tätowierungen, Perle im Ohr und langem Bart träumte, also zu einer Zeit in der sich in Deutschland höchstens Kriminelle, Schiffschaukelbremser oder Assis tätowieren ließen, musste ich bis zu meinem vierundfünfzigsten Lebensjahr warten, bis mir mein erstes Tattoo vergönnt war (Bart und Perle im Ohr mit 22 u 25, für diejenigen, die es interessiert).
Dem Stechen meines Tattoos voraus ging eine - ich fasse es heute selbst kaum - jahrelange Suche nach DEM TATTOO, das zu diesem Menschen passte. Ich wälzte Vorlagen in Massen, besuchte Messen, nervte Studiobetreiber, besichtigte Originale, suchte und verwarf, immer und immer wieder, bis dann endlich der große Moment kam und ein Meister seines Fachs zur Tat schritt.
Das erwähne ich deshalb, um zu verdeutlichen, dass ich die Materie samt Szene wirklich kenne und mich nicht nur deshalb darüber auslasse, weil mir mehr oder weniger zufällig dieser Band in die Hände fiel.
Wer sich eine Tätowierung aufbringen lässt, sollte wissen was er tut, denn das mit Tinte oder anderen Farbpigmenten in die zweite Hautschicht eingebrachte Werk (Bild oder Text) ist von Dauer.
Man darf davon ausgehen, dass sich die Sitte des Tätowierens weltweit unabhängig voneinander entwickelte. Das älteste bekannte Tattoo wurde in Chile gefunden bei einer 7000 Jahre alten Mumie.
Zu allen Zeiten hatten Tätowierungen unterschiedliche Bedeutung. Es gibt Mitgliedszeichen (Knast-, Kastentattoos) sakrale Symbole, Ausgrenzungszeichen (Schläger, Rowdy, Aufrührer, Kriminelle) Protest (Punk) und Schmuckzeichnungen. Die Tätowierungen in den Konzentrationslagern der Nazis sind ein Beispiel für eine abartig miese Anwendung der Techniken.
Es konnte aber auch anderorts passieren (z.B. Japan), dass Tätowierte als gebrandmarkt galten und ausgestoßen wurden. Die Yakuza machten aus der Not eine Tugend.
Die Motive sind extrem unterschiedlich und so sind wir endlich bei dem Bildband angelangt, denn Ed Hardy rühmt sich, uralte, auch asiatische Traditionen revolutioniert und weltweit frischen Wind in den klassischen Kunstbereich gebracht zu haben.
Es mag sein, dass er mit seiner Bildsprache einen unverwechselbaren Stil schuf, aber wer um aller guten Geister willen möchte sich eines dieser Tattoos antun, einige wenige Beispiele ausgenommen.

Es verführt natürlich, etwas zu rühmen von dem man keine Ahnung hat. Aber das ist gefährlich. Wer meint, dass dieses Buch ein gutes Beispiel für die EIGENSTÄNDIGE KUNSTFORM TATTOO ist, hat falsch geraten, und wer damit kokettiert, dass auch zukünftig seine Haut unter keinen Umständen von einem Tattoo verunziert wird, weiß eben nichts von der Faszination einer solchen Handlung.
Das wiederum kann aber auch durchaus an diesem Buch liegen, das eben die Stilrichtung eines Tätowierers zeigt und darüber hinaus nichts erahnen lässt, welche kraftvollen, ästhetischen, schlichtweg schönen Möglichkeiten es noch alles gibt.
Ich empfehle an dieser Stelle Alles über japanische Tätowierungen: Die japanische Tätowierkunst der Edo-Zeit und ihre Entwicklung bis zur Gegenwart oder Tribal Tattoo: The Tribe of the Tribals. Traditionelle, archaische und moderne Stammestätowierungen Dort wird nicht nur die eingeschränkte Sicht eines Künstlers, sondern eine gewisse Bandbreite der Tätowierungsszene vorgestellt und erklärt, denn nur so entwickelt sich ein Verständnis und daraus vielleicht auch ein Wunsch, das Unvorstellbare Wirklichkeit werden zu lassen.

Das vorliegende, für eine gewisse Stilrichtung sicherlich beachtliche Werk wird wenig dazu beitragen, dass der in den späten 1980er Jahren sich wieder entwickelnde Modetrend zu Tattoos erhalten bleibt, was auch nicht unbedingt erstrebenswert ist.
Alles, was aus Gründen eines Trends Popularität erfährt, verschwindet recht schnell wieder, oft genug von heftiger Reue begleitet. Nur das, was über lange Jahre reift, hat Bestand :-)))
Ganz klar für mich, denn ein Tattoo ist viel mehr als der Ausdruck eines unbedeutenden Trends. HMcM


Women only
Women only
von Stefan May
  Gebundene Ausgabe

10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen LEBENDIGE FOTOGRAFIE, 18. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Women only (Gebundene Ausgabe)
Die Vita dieses außergewöhnlichen Fotografen ist bereits ausreichend gewürdigt.
Ich liebe die Schwarzweißfotografie, und so war es für mich ein geistiges Laubhüttenfest als ich diesen Bildband zur Hand nahm und feststellte, dass eben diese Technik gebührende Beachtung fand.
Man darf sagen, dass die Schwarzweißfotografie zurzeit sicherlich eine deutliche Wiederbelebung erfährt, obgleich als aussterbende Spezies angesehen. Vielleicht hat sogar die fortschreitende Digitalisierung in der Fotografie, insbesondere auch im Bereich der Amateure, der Knipser, zu denen ich mich fröhlich bekenne, dazu geführt, diese so andere Sicht auf ein bevorzugt menschliches Objekt wieder ins Bewusstsein zu rufen. Wer selbst den Mut aufbringt, sein Digitalbild einfach einmal schwarzweiß anzusehen, wird plötzlich wieder Spaß an dieser totgeglaubten Fotografiertechnik finden.

Umso mehr faszinierte mich, dass Stefan May meiner Vermutung nach seine Schwarzweißfotografien in der alten Baryttechnik entwickelte (klassisches Fotopapier, auf dem eine weiße Schicht aus Bariumsulfat in Verbindung mit einer lichtempfindlichen Schicht aufgetragen ist).
Beim Betrachten der Fotos fühlte ich mich sofort in jugendliche Tage zurückversetzt, in denen ich dieses Fotopapier bei rotem oder gelbgrünem Dunkelkammerlicht nächtelang bearbeitete. Der Erfolg war bei sorgfältiger Bearbeitung zu sehen in hoher Bildqualität, also reinem Weiß, tiefem Schwarz in Verbindung mit den entsprechenden Grauabstufungen.
Dieser Künstler ist ein Meister seines Fachs; kaum einer beherrscht heutzutage diese Technik so gut wie er, wage ich einmal zu behaupten.
Über May liest man, oft verbunden mit einem etwas herablassenden Unterton, dass er hauptsächlich im Bereich PEOPLE und CELEBRITY, sowie BEAUTY und BODY arbeite. Man vergisst gerne, dass er unter dem Pseudonym Lance Lensfield ganze Bildserien aus den Metropolen unserer Welt mit seiner lange bevorzugten Leica schoss und sein Werk nicht auf PCB&B reduziert werden kann.

WOMEN ONLY ist - wie es der TeNeues-Verlag dankenswerterweise so hält - mit einem informativen Vorwort in mehreren Sprachen (Englisch, Deutsch, Französisch, Spanisch, Italienisch) versehen und zwar hier von der Chefredakteurin der Cosmopolitan-Deutschland, Petra Winter. Sie umreißt den Inhalt des Fotobildbandes - der ja auch eine gute Anzahl Farbfotografien höchster Qualität beinhaltet - als frauenfreundlich, den jeweiligen Charakter der Frauen enthüllend, wobei die Grenzen des guten Geschmacks und der Ästhetik nie überschritten werden. UND GENAU DAS IST ZUTREFFEND.
Genial ist für mich, wie May zwölf Laienmodels ins Bild setzte, dabei mit Schärfen und Unschärfen spielte, wie er die Models posieren ließ und doch auch immer für Entspanntheit in Bewegung und Pose sorgte, weit ab von jedweder Künstlichkeit.
Es ist natürlich, wenn der eine Betrachter das eine, ein anderer das andere Motiv bevorzugt. Gerade die Bandbreite der fotografischen Umsetzung einer Szene unterscheidet den Künstler vom Handwerker - und, mit Verlaub, wer einen nackten weiblichen Körper nicht entspannt betrachten kann, egal ob Mann oder Frau, hat offensichtlich ein Problem - mit was auch immer. Jedenfalls wäre es oberflächlich zu behaupten, der Fotograf wolle in billiger Manier Männerphantasien bedienen - und selbst wenn es so wäre, kann sich daran nur der stören, der keine Phantasien mehr hat.
Stefan May sagt von sich: EIGENTLICH SUCHE ICH IMMER NACH DEM OPTIMALEN WEG, MEINE VORSTELLUNGEN UMZUSETZEN.
Und genau das ist der richtige Weg. Das gilt für den Einsatz von Techniken, ebenso wie für die Motivsuche und die Bearbeitung, bis hin zum finalen Produkt.

Stefan May arbeitet heute bevorzugt für internationale Zeitschriften und Werbekunden. Die Fotos beeindrucken immer durch Energie, Vitalität und wo es angebracht ist, durch eine gute Prise Sinnlichkeit. Selten sah ich weibliche Aktfotografie so voller unmittelbarer Lebendigkeit, die den erfahrenen Blick dieses Fotografen für die Konturen des menschlichen Körpers unter Anwendung ausgefallener Perspektiven beweist.
Diesen großformatigen Bildband empfehle ich jedem unverkrampften Mitmenschen, und ich verspreche, Sie werden sich diese außergewöhnlichen Fotos mehrfach ansehen. HMcM


Cool Guide London: Styleguides
Cool Guide London: Styleguides
von Russell James
  Taschenbuch

6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen KEIN BELIEBIGER FOTOBAND ZU WERBEZWECKEN, 15. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Cool Guide London: Styleguides (Taschenbuch)
Immer wieder reflektiere ich auf London. Für mich wohl die einzige Großstadt in der Welt, in der ich auch auf Dauer leben könnte und die ich seit mehr als dreißig Jahren immer wieder gerne besuche.
Ein gutes Teil der Faszination London machen für mich die so prägenden Swinging-Sixties aus und über die Jahrzehnte hinweg die Kunst- und Musikszene, samt meiner für alle Zeiten dort verankerten leidenschaftlichen Schwärmerei für die Pub-, Club- und auch Restaurantszene dieses Vielvölkerzentrums.
Constanze Junker sagt in ihrer beachtlichen Einleitung zu diesem Fotoband kulturell ist London de facto die Hauptstadt des Kontinents geworden" und ich setze gerne noch einen drauf, sie war für mich schon immer diese Metropole.
Das war sicherlich einer der Gründe, dass ich mich für diesen Cool Guide London interessierte, und ich darf sagen: keine Reue!
Auf rund 220 Seiten im Format 19 x 15 x 2,2 cm wird uns die Stadt präsentiert in nicht nur künstlerischen, sondern auch informativ aufschlussreichen Fotografien von Russell James, den der interessierte Betrachter als einen kennt, der eigentlich lieber menschliche Schönheiten ablichtet oder uns die australische Natur nahebringt. In diesem Band allerdings werden wir die Frohnatur Heidi Klum, die ruhige Gisele Bündchen oder die faszinierende Superzicke Naomi Campbell nicht sehen, dafür aber RESTAURANTS & CAFÈS - CLUBS, LOUNGES & BARS - SHOPS und HIGHLIGHTS der Stadt in Hülle und Fülle.
Das Model Lydia Hearst ist - was sich mir nicht ganz erschloss - für die Texte, zumindest aber für einige Special Tips verantwortlich, die jeweils kurz und präzise die Lokalität beschreiben, natürlich in Englisch, aber auch in Deutsch, Französisch und Spanisch.

Hätte ich diesen Cool Guide London vor Kurzem bei mir gehabt, wie viele neue Locations hätte ich aufsuchen können, ich, der ich eben noch dachte, ALLE Superecken Londons zu kennen.
Deshalb: Für alle, die ein Gefühl für außergewöhnliche Restaurants, Bars und Lounges samt exklusiver Shops und Sehenswürdigkeiten zu schätzen wissen, ist das hier ihr neuer London-Reisebegleiter.
Nicht zu vergessen: Ein sensationelles Preis- Leistungsverhältnis bei durchgehender farblicher Bildgestaltung in Superqualität. HMcM
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Hartz IV in aller Munde: 31 Tage Vollwertkost bei knapper Kasse
Hartz IV in aller Munde: 31 Tage Vollwertkost bei knapper Kasse
von Ute-Marion Wilkesmann
  Taschenbuch

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VOLLWERTVOLLTREFFER, 6. April 2009
132 Euro im Monat ist der Verpflegungssatz, der für eine Person nach Hartz IV vorgesehen ist.
Davon kann ich nicht bio und vollwertig leben, mutmaßte eine der Teilnehmerinnen eines Preisausschreibens auf der Homepage der Autorin. Die Vollwertautorin fühlte sich offensichtlich herausgefordert und machte sich daran, genau diese These zu überprüfen. Ihr standen umgerechnet 4,25 pro Tag für Verpflegung zur Verfügung. Nicht die Masse, aber machbar. So die Theorie. Wobei sie von dem üblichen "4,25 Euro pro Tag-Ansatz" übrigens abweicht, weil sie ihn für unrealistisch hält und eher auf den Wochen- oder Monatsrahmen abstellt.
Und wie sah die harte Wirklichkeit aus?
Es ging! Mit diesem dokumentierten Selbstversuch gelang der Autorin, die sich tiereiweißfrei (außer Sahne, Creme fraiche, Schmand und Butter) nach Bruker ernährt, zu beweisen, dass dieser staatliche Pflegesatz es auch den Vollwertlern ermöglicht, im Rahmen ihrer Ernährungsform über die Runden zu kommen.
Natürlich gehört dazu eine gute Portion Willen und Fantasie bei der Zusammenstellung der Gerichte. Mit genau diesen Eigenschaften ist die Autorin ausgestattet.
Erkenntnis: Die Ernährung mit wohlschmeckenden Vollwertgerichten über 31 Tage unter Zugrundelegung des Hartz IV-Verpflegungssatzes ist keine Utopie; es ist machbar.
Doch die Autorin legt auch Wert darauf festzustellen, dass sie die Hartz IV-Vorgaben als nicht gerade üppig erkennt und lediglich den Beweis führen will, dass man mit diesem Budget, in Verbindung mit entsprechenden Einschränkungen, durchaus gesund im Sinne von vollwertig und bio über die Runden kommen kann.
Wie immer bei Frau Wilkesmann: Jedes Gericht wurde selbst zu Hause zubereitet, fotografiert und auch gegessen. Hier schreibt eine Frau aus der Praxis für Menschen in dieser Hartz-IV-Situation, und keine Theoretikerin, die sich lediglich selbst darstellen und bunte Seiten füllen will. Folglich Foto, klare Bezeichnungen, Zutaten, Herstellungsanleitung und oft genug dazu noch einen kleinen Tipp, wie man dies oder das besser machen kann oder wie man Überreste aufbewahrt.
Anraten möchte ich jedem Interessierten: Bitte Vorwort und Einleitung lesen, sonst entgeht Ihnen etwas (praktische Bedeutung des Versuchs - Vorgehen - Bedingungen - Geräte - persönliche Vorlieben - Einkaufsquellen - Vollwertkost in Kurzform - Allgemeine Spartipps usw.).
Und auch das ist alles andere als langweilig.
Ein Buch, das nicht nur für Hartz-IV-ler lesenswert ist und in keinem Kochbuchregal fehlen sollte. Dicke Empfehlung. HMcM


Stars and Cars of the 50s
Stars and Cars of the 50s
von Edward Quinn
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen EIN FOTOGRAF, SEINE STARS UND VIELE AUTOS, 6. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Stars and Cars of the 50s (Gebundene Ausgabe)
Wer sich mit dem Autodidakten Edward Quinn (1920 in Dublin/Irland geboren und verstorben 1997 bei Zürich/Schweiz) befasst kommt nicht umhin, in Verbindung mit seinem Namen die Film- und Glamour-Stars der Nachkriegszeit zu erwähnen, wie dies sind: Audrey Hepburn, Grace Kelly, Gary Grant, Pablo Picasso, Spencer Tracy, Liz Taylor, Marlon Brando, Rita Hayworth, Diana Dors, Kirk Douglas, Gina Lollobrigida, Frank Sinatra, Sophia Loren, Brigitte Bardot und viele andere mehr. Namen, die den Menschen der Nachkriegsgeneration wie Zauberformeln klingen mögen, die Idole, Kultfiguren, Mythos und Institution einer vergangenen Zeit gewesen sind.
Dem Filmproduzenten Wolfgang Frei und der Witwe des Künstlers, Gret Quinn, ist es zu verdanken, dass dieser außergewöhnliche, dankenswerterweise großformatig (34,6 x 28,8 cm) gestaltete Bildband in der Welt ist.

Nun mag es sicherlich einige Menschen der 80er ff-Generationen geben, die verständlicherweise sagen: Was interessieren mich Fotos dieser Ex-Stars, deren Filme ich mir auch nicht mehr auf einem der Kabelkanäle ansehe?
Und gerade für die wird es interessant, denn, abgesehen von den unglaublich schönen Autos dieser Zeit (z. B. einige von vielen: der 30er Hispano-Suiza H6B, der 45er Talbot Lago 726, der 51er Daimler DHC DB 18 Special Sport, der 53er Rolls-Royce DHC Mulliner, der 55er Cadillac 627X, der 59er Alfa Romeo 1900 S, der 61er Ford Thunderbird convertible) lernt der sofort gebannte Betrachter wie dieser Quinn lebte, erkennt durch dessen Linse, was dieser außergewöhnliche Fotograf sah. Und das ist authentisch, mit einem präzisen Gefühl für die Situation, manches Mal vielleicht etwas ironisch, nie aber von Neid sondern eher von aufrichtigem Interesse dominiert.
Ich habe mir die über 248 Seiten verteilten großformatigen Schwarz-Weiß-Bilder über einen Nachmittag intensiv angesehen und dann nocheinmal und nocheinmal, und es bereitete mir schlichtweg Freude, diesen Fotografen durch die Welt des damaligen Glamour-pur zu begleiten.
Der Bildband findet seinen Abschluss mit einer Aufnahme aus dem Jahr 1951, wo Edward und Gret Quinn glückselig in die Kamera lachen, neben einem aufgebockten Auto der Marke Mathis Type PYC Cabriolet stehend, nachdem sie zwei Tage auf die Mechaniker gewartet hatten, in GOOD MOOD, wie es in der Bildunterschrift heißt.
Dieses Foto zeigt, warum dieser Edward Quinn so nahe an diese Stars herankam, auch wenn die damals noch nicht so abgeschottet lebten und eher noch Teil einer realen und nicht wie heute einer künstlichen Pseudowelt gewesen sind.

Edward (Ted) Quinn strandete nach dem Zweiten Weltkrieg in Südfrankreich, arbeitete als Navigator bei einer ziemlich bedeutungslosen Fluggesellschaft namens Chartair, schlug sich eine zeitlang als Musiker durch und wurde schließlich Fotograf. Er bildete sich autodidaktisch aus, und wie er in diesen Tagen lebte, beschreibt er selbst so:
Ich wohnte in einem kleinen Appartement auf dem Rocher in Monaco, unweit vom Fürstenpalast. Entwickelt und vergrößert habe ich anfangs in der Küche, und jedes Mal, wenn meine Wirtin das Essen zubereiten wollte, musste ich meine ganze Ausrüstung beiseite räumen.
Aus solchen Typen werden große Künstler. Ihn konditionierte dieses Leben zu einem Menschen, der eine unglaubliche Menge an Fotografien hinterließ, die heute ebenso bezaubern wie damals, vielleicht dieser Tage sogar noch viel mehr faszinieren, weil sie einen Einblick in das Leben der Schönen, Reichen und Berühmten gewähren, die einem im Vergleich zur Gegenwart irgendwie sogar rührend einfach erscheinen.
Dabei war Quinn das Gegenteil eines Promi-Hunters, der in seinen Motiven Opfer sah, die es abzuschießen galt. Ich fand ein Zitat von ihm, das seine Einstellung zu seinem Beruf klar und unmissverständlich beschreibt:
Alle, die ich fotografierte, wussten, dass ich sie nie unvorteilhaft zeigen würde.

So kommen schöne, interessante, eindrucksvolle Aufnahmen zustande, weit ab von sensationsgeiler Skurrilität.
Quinn arbeitete für zahlreiche nationale und internationale Zeitschriften und Zeitungen, darunter PARIS MATCH und LIFE.

Dieser Bildband aus dem teNeues-Verlag (siehe auch: Riviera Cocktail) ist ein fotografisches Highlight der außergewöhnlichen Art, der schlichtweg Freude bereitet und den ich sehr gerne empfehle. HMcM


Elliott Erwitt`s Dogs
Elliott Erwitt`s Dogs
von Elliott Erwitt
  Gebundene Ausgabe

4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen VON HUNDEN, MENSCHEN und HUNDEN, 5. März 2009
Rezension bezieht sich auf: Elliott Erwitt`s Dogs (Gebundene Ausgabe)
Hier haben wir einen Mann, der die Welt bereist hat, gelegentlich auf allen Vieren und dabei Bilder einfing, die den inneren Hund enthüllen ..., schrieb Peter Mayle in seinem Vorwort, selbst einer, dessen Werke in siebzehn Sprachen übersetzt wurden und wovon viele zum großen Erfolg gerieten Mein Jahr in der Provence.
Und: ,Als Fotograf muss man unsichtbar und lautlos sein', sagte der geniale Elliott Erwitt selbst, der im kommenden Juli auf ein erfülltes einundachtzigjähriges Leben zurückblicken wird.
Gleich, ob er Menschen ablichtete oder wie im hier vorliegenden Bildband ausgewählte Arbeiten mit Hunden von 1946 bis 2007 zeigt: Immer lässt er offensichtlich seine Motive vergessen, dass er sie gerade fotografierte.
Wir sehen die Welt der Hunde in ihrer ganzen Fülle. Es gelingt Erwitt, wie fast keinem Anderen, die Individualität der Vierbeiner herauszuarbeiten oder er lässt die Magie des Augenblicks wirken.
Bei einer Vielzahl der 173 Aufnahmen muss dieser Fotograf auf dem Boden gelegen haben, um aus der Augenhöhe des Hundes zu sehen, dessen Sicht auf seine Umgebung zu transportieren. Dabei verstärkt das Großformat des Bildbandes (36,4 x 27,8 cm) die Wirkung der liebevoll und sorgsam zusammengestellten Auswahl der Fotografien.
Die Beschränkung auf Schwarz-Weiß-Aufnahmen widerum und die damit verbundene besondere Fähigkeit zur minimalistischen Motivabstraktion führt zu einer beeindruckenden künstlerischen Intensivierung der Bildaussagen, die ,bunte Wiedergaben' in keinem Moment vermissen lassen.

Erwitt ist in den Städten Mailand und Paris aufgewachsen. Er emigrierte 1939 mit seiner Familie in die USA. Und vielleicht sind es diese beiden Städte gewesen, die ihm ein Gefühl mitgaben, das ich als Leichtigkeit des Sehens bezeichnen möchte.
Los Angeles, New York City und Pittsburgh waren weitere Lebensstationen, aber als er um 1950 den beiden sagenumwobenen Fotografen Edward Steichen und Robert Capa begegnete, dürfte das bei ihm eine Initialzündung ausgelöst haben, die ihm 1953 den Einstieg bei Magnum Photos ermöglichte, der ersten internationalen, unabhängigen Foto- und Fotografenagentur, als deren Präsidenten er von 1966 - 1969) gar fungierte (als Vizepräsident nochmals von 1974 - 1980).

An dieser Stelle wollte ich jetzt noch einige Lieblingsaufnahmen anführen, nachdem ich mir in den letzten Tagen dieses Meisterwerk der (Tier-)Fotografie immer wieder angesehen habe. Es gelang mir nicht, weil jede Aufnahme in sich Einzigartigkeit ausstrahlt.
Ich beschränke mich deshalb darauf, diesen Bildband allen Hunde- und Tierfreunden, aber auch all denjenigen ganz nachdrücklich zu empfehlen, die einfach nur Freude an der künstlerischen Ausdrucksform der Fotografie haben. Weitere Bildbände von Elliott Erwitt: Elliott Erwitt`s New York und Personal Best HMcM


Vollwert? Gold wert!: Tipps für Anfänger, Interessierte und Zweifler
Vollwert? Gold wert!: Tipps für Anfänger, Interessierte und Zweifler
von Ute-Marion Wilkesmann
  Taschenbuch

1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ÜBERZEUGEND, 8. Februar 2009
Schon der Untertitel verdeutlich, an wen sich die Autorin mit diesem, ich muss es vorwegnehmen, hochinformativen Buch wendet: TIPPS FÜR ANFÄNGER, INTERESSIERTE UND ZWEIFLER. Und was ich da las war mehr als ein ansprechendes Kochbuch, mit dem eine gesunde Ernährungsweise in die Tat umgesetzt werden kann.
Der schnell faszinierte Leser - ja, das ist bei einem Sachbuch dieser Autorin möglich: Faszination - wird in einer angenehm sachlich knappen Sprache an eine Materie herangeführt, die den meisten wahrscheinlich fremd ist. WARUM und WIESO soll ich mich für eine andere Form der Ernährung überhaupt interessieren? Habe ich Hunger? Kann ich nicht kochen oder was?
Auch das fragte ich mich, als ich durch diese Autorin vor Jahren erstmals von vollwertiger Ernährung hörte.
Ich versichere Ihnen, wenn Sie dieses Einführungswerk gelesen haben, bleibt zumindest ein nachhaltiges Interesse an der Materie, denn nicht nur Hintergründe werden aufgezeigt, sondern auch mit gut nachvollziehbaren Rezepten belegt. Jeder wird mindestens im Unterbewussten seine Ernährungsweise überprüfen und sicherlich das Eine oder Andere übernehmen, auch wenn man sich vielleicht nicht spontan dazu entschließen möchte, total umzustellen.
Eine Menge an Ausreden stehen einem da ja zur Verfügung.
Fazit: informativ, sachlich, schnell lesbar, lehrreich, mitreißend, sehr empfehlenswert für Einsteiger, aber auch für vermeintlich Fortgeschrittene in der Vollwertküche. HMcM


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